DE19608513A1 - Chipkarte mit ESD-Schutz - Google Patents
Chipkarte mit ESD-SchutzInfo
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- G06K19/07—Record carriers with conductive marks, printed circuits or semiconductor circuit elements, e.g. credit or identity cards also with resonating or responding marks without active components with integrated circuit chips
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Description
Chipkarten werden in einer der Funktionsfähigkeit des Chips
auf der Karte sehr abträglichen Umgebung benutzt. Die Chips
können durch elektrische Spannungen und daraus resultierende
Ströme beschädigt werden. Deshalb muß eine an der Karte an
liegende Potentialdifferenz möglichst schnell abgebaut wer
den. Vor allem die Kontakte des Chips sind besonders zu
schützen. Bisher werden die Chips der Chipkarten vor allem
durch Schutzstrukturen an den Anschlüssen der Chips ge
schützt. Diese Schutzstrukturen leiten Überspannungen auf die
Anschlüsse der Versorgungsspannung z. B. eines Lesegerätes
ab. Eine gezielt eingeprägte Überspannung zwischen den
Signalanschlüssen und den Anschlüssen der Versorgungsspan
nungen zerstört den Chip. Diese Gefahr wird durch die Anord
nung der Kontakte vermindert. Die Anschlußkontakte der Chips
liegen dicht beieinander und sind leicht in die Oberfläche
der Karte versenkt. Es wird damit nach Möglichkeit vermieden,
den Anschlüssen des Chips unterschiedliche Potentiale zuzu
führen. Besonders schwierig wird der ESD-Schutz der Chips,
wenn die Kontakte nicht nahe beieinanderliegen und nicht ver
senkt sind (ESD = electrostatic damage).
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Chipkarte mit
ausreichendem ESD-Schutz anzugeben.
Diese Aufgabe wird mit der Chipkarte mit den Merkmalen des
Anspruches 1, 2 oder 5 gelöst. Weitere Ausgestaltungen erge
ben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Bei der erfindungsgemäßen Chipkarte ist zumindest ein Anteil
des dafür verwendeten Materiales so ausreichend elektrisch
leitend, daß an der Chipkarte auftretende Potentialdifferen
zen ausgeglichen werden, bevor ein in der Karte angeordneter
Chip beschädigt wird. Zumindest Potentialdifferenzen bis zu
einem vorgegebenen Wert können auf diese Weise ausreichend
schnell abgebaut werden, ohne daß die Anschlüsse des in der
Karte vorhandenen Chips dauerhaft kurzgeschlossen werden, was
die Funktionsfähigkeit des Chips beeinträchtigen würde. Das
Material der Chipkarte, üblicherweise ein Kunststoff, kann so
gewählt werden, daß es einen spezifischen elektrischen Wider
stand aufweist, der so niedrig ist, daß eine an der Chipkarte
anliegende Potentialdifferenz, die einen vorgegebenen Wert
nicht übersteigt, so schnell abgebaut wird, daß der Chip
durch diese Potentialdifferenz nicht beschädigt wird. Der
elektrische Widerstand des Materiales ist andererseits so
hoch, wie für die Funktionsfähigkeit des Chips erforderlich
ist. Ein derartiges Material wird zumindest in solchem Umfang
bei der Chipkarte verwendet, daß ein Potential, das beim Be
rühren der Chipkarte an die Karte angelegt wird, auf den ge
samten Chip übertragen wird, so daß der Chip jeweils auf das
aktuelle Potential, mit dem die Chipkarte in Kontakt steht,
gebracht wird.
Besonders geeignet für diesen Zweck ist ein Material mit
spannungsabhängiger Leitfähigkeit, das eine höhere elektri
sche Leitfähigkeit bekommt, wenn eine elektrische Spannung
ausreichender Größe angelegt wird. Ein solches Material wird
z. B. durch einen elektrisch isolierenden Kunststoff mit
darin dispergierten winzigen Metallteilchen oder -splittern
gebildet. Lagert man nämlich feine Metallteile in Kunststoff
ein, kann bei geeigneter Dosierung dieser metallischen Zu
sätze erreicht werden, daß dieses Material zunächst elek
trisch isolierend oder zumindest hochohmig bleibt und erst
beim Ansteigen einer daran angelegten elektrischen Spannung
auf ausreichend hohe Werte elektrisch leitend wird. Die Span
nung schlägt dann im Innern des Kunststoffes zwischen den Me
tallteilchen durch, wodurch eine niederohmige Verbindung ge
schaffen wird, die bei Verringerung der anliegenden Spannung
unterbrochen wird, so daß das Material wieder hochohmig wird.
Besonders geeignet für ein bevorzugtes weiteres Ausführungs
beispiel ist ein richtungsabhängig unterschiedlich stark
elektrisch leitendes Material. Bei einem solchen Material ist
also der spezifische elektrische Widerstand in verschiedenen
Richtungen unterschiedlich groß. Bei Verwendung eines solchen
Materiales (z. B. eine aromatische oder heteroaromatische
organische Verbindung) kann erreicht werden, daß die
elektrisch leitende Verbindung von der Oberfläche der Chip
karte zu den Anschlüssen oder Kontakten des Chips niederohmig
ist, die Verbindungen dieser Anschlüsse oder Kontakte unter
einander aber für die Funktionsfähigkeit des Chips ausrei
chend hochohmig bleiben. Anisotrop leitende Materialien sind
z. B. elektrisch leitende Kunststoffe, die durch Strecken, d. h.
Dehnen in einer Richtung, oder Walzen ihre Leitfähigkeit
in einer Richtung ändern. Ähnliche Herstellungsverfahren sind
z. B. bei Transformatorblechen bekannt.
Eine entsprechende Wirkung, nämlich eine richtungsabhängige
Leitfähigkeit der Chipkarte kann auch durch die Strukturie
rung des Materials der Chipkarte erreicht werden. Entspre
chend den Darstellungen der Fig. 1, die eine erfindungsge
mäße Chipkarte im Querschnitt zeigt, und der zugehörigen
Fig. 2, die den in Fig. 1 eingezeichneten Schnitt darstellt,
befindet sich auf der Oberfläche der Karte bei diesem Ausfüh
rungsbeispiel ein elektrisch leitender Film 1, z. B. eine
dünne elektrisch leitende Folie. Dieser Film 1 und die elek
trischen Anschlüsse 3 (Kontakte oder Leiterbahnen) des Chips
sind mit elektrisch leitenden Verbindungen 2 miteinander ver
bunden. Wie in Fig. 2 erkennbar, sind diese Verbindungen 2
bei diesem Ausführungsbeispiel vorzugsweise in etwa zylin
drisch, wobei eine Grundfläche des Zylinders jeweils auf der
Kontaktfläche des Leiters 3 aufliegt bzw. in der Ebene des
Films 1 angeordnet ist. Diese elektrisch leitenden Verbindun
gen 2 bilden eine Art dicker, kurzer Pfosten innerhalb der
Chipkarte. Auf der Unterseite der Karte befindet sich eine
dünne Trägerplatte 4 und auf der Rückseite ggf. ein weiterer
elektrisch leitender Film 5, z. B. wieder eine dünne elek
trisch leitende Folie. Der Bereich zwischen diesen Bestand
teilen ist durch ein dielektrisches Material 6, z. B. einen
Kunststoff ausgefüllt.
Claims (6)
1. Chipkarte aus einem Material mit einem spezifischen elek
trischen Widerstand, der so niedrig ist, daß eine an der
Karte anliegende Potentialdifferenz, die einen vorgegebenen
Wert nicht übersteigt, in einer vorgegebenen Zeit abgebaut
wird, und der so hoch ist, daß die Funktionsfähigkeit eines
in der Karte angeordneten Chips nicht beeinträchtigt wird.
2. Chipkarte aus einem Material, dessen spezifischer elektri
scher Widerstand richtungsabhängig ist.
3. Chipkarte nach Anspruch 2,
auf der ein Chip so angeordnet ist, daß der Abstand zweier
Anschlußkontakte dieses Chips in einer Richtung hohen spezi
fischen elektrischen Widerstandes minimal ist.
4. Chipkarte nach Anspruch 2 oder 3 aus einer aromatischen
oder heteroaromatischen chemischen Verbindung.
5. Chipkarte, deren Oberfläche mit einem elektrisch leitenden
Film bedeckt ist und bei der zwischen diesem Film und elek
trischen Leitern eines in der Karte angeordneten Chips elek
trisch leitende Verbindungen vorhanden sind.
6. Chipkarte nach Anspruch 5,
bei der die elektrisch leitenden Verbindungen zwischen dem
Film und elektrischen Leitern eines in der Karte angeordneten
Chips zumindest näherungsweise die Form eines Zylinders mit
einer in der Ebene dieses Films angeordneten Grundfläche ha
ben.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19608513A DE19608513A1 (de) | 1996-03-05 | 1996-03-05 | Chipkarte mit ESD-Schutz |
| PCT/DE1997/000368 WO1997033317A1 (de) | 1996-03-05 | 1997-02-28 | Chipkarte mit esd-schutz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19608513A DE19608513A1 (de) | 1996-03-05 | 1996-03-05 | Chipkarte mit ESD-Schutz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19608513A1 true DE19608513A1 (de) | 1997-09-11 |
Family
ID=7787292
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19608513A Withdrawn DE19608513A1 (de) | 1996-03-05 | 1996-03-05 | Chipkarte mit ESD-Schutz |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19608513A1 (de) |
| WO (1) | WO1997033317A1 (de) |
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