DE19607242A1 - Golfanlage mit wenigstens einem Grün - Google Patents
Golfanlage mit wenigstens einem GrünInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Landscapes
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Golfanlage mit we
nigstens einem ein Loch zum Einlochen eines Golfballes
aufweisenden Grün, das einen Unterbau mit einer eine
Drainschicht bildenden Schüttung aus Kies vorbestimmter
Körnung besitzt.
Golfanlagen haben eine vorbestimmte Anzahl jeweils ein
Loch aufweisende Grüns, die vorzugsweise in grasbe
wachsenem Gelände angelegt und von Abschlagpunkten über
mehr oder weniger große Distanzen sich erstreckende
Fairways anspielbar sind, was im einzelnen hier jedoch
nicht interessiert.
Die Grüns sind in der Regel in der Weise aufgebaut, daß
auf gewachsenem oder verdichtetem Boden als Drainschicht
eine beispielsweise 15 cm starke Kiesschüttung und auf
dieser eine Rasentragschicht mit besandetem Naturrasen
aufgenommen ist. Vielfach sind die Grüns auch noch mit
Drainagen in Form von im Untergrund in Gräben verlegten
Drainagerohren ausgerüstet.
In der vorstehend erläuterten Weise aufgebaute Grüns
haben sich zwar bewährt, benötigen aber eine kostenauf
wendige Pflege und müssen insbesondere bei länger anhal
tenden Trockenperioden laufend gewässert werden. Un
günstig ist auch, daß mit fortschreitender Austrocknung
sich die Härte des Grüns verändert.
Demgegenüber soll durch die Erfindung ein Golfplatz mit
zumindest einem Grün geschaffen werden, das weniger
pflegebedürftig als bekannte Grüns ist und eine von
Witterungsverhältnissen unabhängige Härte aufweist.
Gelöst ist diese Aufgabe bei der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 angegebenen Golfanlage dadurch, daß
auf der Drainschicht des Grüns eine wasserdurchlässige
Dämmschicht vorbestimmter Elastizität und auf der Dämm
schicht ein Belag aus besandetem Kunststoffrasen aufge
nommen ist.
Bei der Erfindung handelt es sich somit darum, daß
einerseits anstelle pflegebedürftigen Naturrasens das
Grün mit strapazierfähigem Kunstrasen ausgerüstet ist
und daß dieser Kunstrasen-Belag auf einer wasserdurch
lässigen Dämmschicht aufliegt. Angesichts dieses Aufbaus
des Grüns ist dessen Härte von der Durchfeuchtung unab
hängig und eine im wesentlichen gleichbleibende Bespiel
barkeit gewährleistet, die durch Witterungseinflüsse
nicht beeinträchtigt wird.
Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn gemäß
einer sinnvollen Weiterbildung der Erfindung die Dämm
schicht aus mittels eines Bindemittels miteinander ver
bundenem Granulat aus elastisch verformbarem Material
wählbarer Schorehärte besteht. Dadurch gelingt eine in
dividuelle Härteeinstellung des Grüns in Anpassung an
die jeweiligen Erfordernisse. Insbesondere kann es sich
bei dem Granulat für den Aufbau der Dämmschicht um
Kunststoff- und/oder Gummigranulat handeln.
Während die Fairways von Golfplätzen sich durchaus über
Sträucher, Gräben oder sonstige Hindernisse hinweg er
strecken können, werden die Grüns in der Regel in gras
bewachsenem Gelände angelegt. Wenn sich, gemäß einer
anderen Weiterbildung der Erfindung, peripher um den
Kunstrasen-Belag des Grüns ein aus besandetem Naturrasen
bestehendes Vorgrün herum erstreckt, das unmittelbar bis
an den Kunstrasen-Belag heranreicht und einen stufen
losen Übergang in das umgebende Gelände vermittelt, ge
lingt eine besonders vorteilhafte Einbettung der Grüns
in das Gelände. Insbesondere ist dies der Fall, wenn
gemäß einer abermaligen Weiterbildung der Erfindung der
Rand des Kunstrasenbelags perforiert ist und das Vorgrün
randseitig überdeckt, so daß im Laufe der Zeit das Vor
grün durch die randseitigen Perforationen des Kunst
rasenbelags hindurchwächst.
Gemäß einer anderen sinnvollen Weiterbildung der Erfin
dung umfaßt der Unterbau eine vorzugsweise auf gewachse
nem oder verdichtetem Untergrund aufliegende Frostschutz
zone, auf der die Drainschicht aufgenommen ist.
Der Vorteil einer derartigen Unterbaugestaltung liegt
darin, daß die Schichthöhe der Frostschutzzone in ein
facher Weise den örtlichen Gegebenheiten angepaßt werden
kann.
Dabei hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn
die Frostschutzzone aus Mineralbeton besteht und mit
eingebetteten Drainagerohren ausgerüstet ist. Diese
Drainagerohre sind gemäß einer Weiterbildung der Erfin
dung in rinnenartigen Ausnehmungen verlegt, die sich in
dem Untergrund, auf dem die Frostschutzzone aufliegt,
entlang erstrecken.
Eine andere sinnvolle Weiterbildung sieht vor, daß sich
zumindest abschnittsweise peripher um das Grün ein Bun
ker in Form einer muldenartigen Vertiefung herum er
streckt. Diese den Bunker bildende Vertiefung ist zweck
mäßigerweise mit einer dünnschichtigen Schüttung aus
feinkörnigem Sand ausgekleidet.
In der beigefügten Zeichnung ist ein erfindungsgemäß
aufgebautes Grün 10 einer Golfanlage in einer vertikalen
Schnittansicht dargestellt, das nachstehend näher erläu
tert werden soll:
Das Grün 10 ist in grasbewachsenem Gelände 11 innerhalb einer Geländeausnehmung 12 angeordnet. Ein Unterbau 13 umfaßt eine auf gewachsenem Boden als Untergrund 14 auf liegende Frostschutzzone 15 aus Mineralbeton und eine darauf aufgenommene Drainschicht 16, bei der es sich um eine Schüttung aus Kies beispielsweise einer Korn fraktion 0/32 handelt. Ferner ist der Unterbau 13 mit einer Drainage ausgerüstet, die aus in rinnenartigen Vertiefungen im Untergrund 14 oder unmittelbar im Mi neralbeton verlegten Drainagerohren 17, 17′ besteht.
Das Grün 10 ist in grasbewachsenem Gelände 11 innerhalb einer Geländeausnehmung 12 angeordnet. Ein Unterbau 13 umfaßt eine auf gewachsenem Boden als Untergrund 14 auf liegende Frostschutzzone 15 aus Mineralbeton und eine darauf aufgenommene Drainschicht 16, bei der es sich um eine Schüttung aus Kies beispielsweise einer Korn fraktion 0/32 handelt. Ferner ist der Unterbau 13 mit einer Drainage ausgerüstet, die aus in rinnenartigen Vertiefungen im Untergrund 14 oder unmittelbar im Mi neralbeton verlegten Drainagerohren 17, 17′ besteht.
Die Schichthöhe der Frostschutzzone 15 ist variierbar
und in jedem Falle in Anpassung an die unterschiedlichen
ortsüblichen Frosttiefen so zu wählen, daß eine frost
sichere Bettung für das Grün gewährleistet ist.
Während bei herkömmlich aufgebauten Grüns unmittelbar
auf einer als Kiesschüttung ausgebildeten Drainschicht
eine beispielsweise aus 75 Vol. % Sand, 15 Vol. % Ober
boden und 10 Vol. % Torf bestehende Rasentragschicht mit
gewachsenem Naturrasen aufgenommen ist, besitzt das er
findungsgemäße Grün 10 eine auf der Drainschicht 16 auf
liegende Dämmschicht 20. Bei dieser Dämmschicht, die
wasserdurchlässig ist, handelt es sich um ein Gemisch aus
Kunststoff- und/oder Gummigranulat und einem Bindemittel.
Das Granulat besteht aus elastischem Material und wird
beim Aufbau des Grüns 10 auf der vorbereiteten Drain
schicht 16 ausgebracht, modelliert und mit einem Binde
mittel vermengt sowie anschließend gewalzt. Für eine ge
wünschte Schorehärte von 80 beträgt z. B. das Mischungs
verhältnis Granulat/Bindemittel 10 : 1 in Gewichtsteilen.
Die Elastizität der Dämmschicht 20 ist ebenfalls in ein
facher Weise durch Variation des Gewichtsverhältnisses
von Granulat und Bindemittel sowie durch unterschiedliche
Körnungen des verwendeten Granulats veränderbar. Demgemäß
gelingt in einfacher Weise eine Anpassung der Schorehärte
der Dämmschicht 20 an die jeweiligen Erfordernisse.
Ebenfalls abweichend von herkömmlich aufgebauten Grüns
mit einer unmittelbar auf einer aufgeschütteten Drain
schicht aufgenommenen Rasentragschicht besitzt das er
findungsgemäße Grün 10 einen Belag 22 aus besandetem
Kunstrasen, der auf der Dämmschicht 20 aufgenommen ist.
Um den Kunstrasen-Belag 22 herum erstreckt sich ein aus
einer Rasentragschicht mit Naturrasen bestehendes Vor
grün 23, das unmittelbar bis an den von der Dämm
schicht 16 unterlegten Kunstrasen-Belag 22 heranreicht
und eine problemlose Einbettung des Grüns 10 in das um
gebene Gelände 11 sicherstellt.
Schließlich ist das in der Zeichnung veranschaulichte
Grün 10 noch mit einem sich peripher um den Kunstrasen-
Belag 20 und das daran angrenzende Vorgrün 23 abschnitts
weise herum erstreckenden Bunker 24 in Form einer mul
denartigen Vertiefung ausgerüstet, die mit einer dünn
schichtigen Schüttung 25 aus feinkörnigem Sand ausge
kleidet ist.
Das erfindungsgemäße Grün 10 zeichnet sich durch eine
gleichbleibende und von Witterungseinflüssen unabhängige
Härte sowie dadurch aus, daß es im Vergleich zu herkömm
lich aufgebauten Grüns praktisch keiner Pflege bedarf.
Angesichts der Unterlegung des Kunstrasen-Belags 22 mit
einer Dämmschicht 20 gelingt eine Härteeinstellung der
art, daß auftreffende Golfbälle nicht hochspringen, son
dern nach dem Aufschlag lediglich in Wurfrichtung aus
rollen.
Claims (11)
1. Golfanlage mit wenigstens einem ein Loch zum Ein
lochen eines Golfballes aufweisenden Grün, das einen
Unterbau mit einer eine Drainschicht bildenden Schüttung
aus Kies vorbestimmter Körnung besitzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Drainschicht (16) eine wasserdurchlässige
Dämmschicht (20) und auf dieser ein Belag (22) aus be
sandetem Kunstrasen aufgenommen ist.
2. Golfanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämmschicht (20) aus mittels eines Bindemittels
miteinander verbundenem Granulat aus elastisch verform
barem Material wählbarer Schorehärte besteht.
3. Golfanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei dem Granulat für den Aufbau der Dämm
schicht (20) um Kunststoff- und/oder Gummigranulat handelt.
4. Golfanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß sich peripher um den Kunstrasen-
Belag (22) des Grüns (10) ein aus besandetem Naturrasen
bestehendes Vorgrün (23) herum erstreckt, das unmittel
bar bis an den Kunstrasen-Belag (22) heranreicht und einen
stufenlosen Übergang in das sich um das Gelände (11) herum
erstreckende Grün (10) vermittelt.
5. Golfanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rand des Kunstrasenbelags (22) perforiert ist
und das Vorgrün (23) randseitig überdeckt.
6. Golfanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Unterbau (13) eine vorzugsweise
auf gewachsenem oder verdichtetem Untergrund (14) auf
liegende Frostschutzzone (15) umfaßt, auf der die Drain
schicht (16) aufgenommen ist.
7. Golfanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Frostschutzzone (15) aus Mineralbeton besteht.
8. Golfanlage nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Frostschutzzone (15) mit einer aus
eingebetteten Drainagerohren (17, 17′) bestehenden
Drainage ausgerüstet ist.
9. Golfanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drainagerohre (17) in rinnenartigen Ausnehmungen
(18, 18′) verlegt sind, die sich im Untergrund (14) ent
lang erstrecken, auf dem die Frostschutzzone (15) aufliegt.
10. Golfanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß sich zumindest abschnittsweise peri
pher um das Grün (16) ein Bunker (24) in Form einer mul
denartigen Vertiefung herum erstreckt.
11. Golfanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die den Bunker (24) bildende Vertiefung mit einer
dünnschichtigen Schüttung (25) aus feinkörnigem Sand
ausgekleidet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996107242 DE19607242A1 (de) | 1996-02-27 | 1996-02-27 | Golfanlage mit wenigstens einem Grün |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996107242 DE19607242A1 (de) | 1996-02-27 | 1996-02-27 | Golfanlage mit wenigstens einem Grün |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19607242A1 true DE19607242A1 (de) | 1997-08-28 |
Family
ID=7786511
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996107242 Withdrawn DE19607242A1 (de) | 1996-02-27 | 1996-02-27 | Golfanlage mit wenigstens einem Grün |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19607242A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2007061289A1 (en) * | 2005-11-22 | 2007-05-31 | Arcadis Regio B.V. | Sport field |
| DE202015105117U1 (de) | 2015-09-29 | 2015-11-06 | 4Progo Kg | Golfanlage |
-
1996
- 1996-02-27 DE DE1996107242 patent/DE19607242A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2007061289A1 (en) * | 2005-11-22 | 2007-05-31 | Arcadis Regio B.V. | Sport field |
| DE202015105117U1 (de) | 2015-09-29 | 2015-11-06 | 4Progo Kg | Golfanlage |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |