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DE19607233A1 - Vorrichtung zur gezielten Beeinflussung der Haltung des menschlichen Oberkörpers - Google Patents

Vorrichtung zur gezielten Beeinflussung der Haltung des menschlichen Oberkörpers

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Publication number
DE19607233A1
DE19607233A1 DE1996107233 DE19607233A DE19607233A1 DE 19607233 A1 DE19607233 A1 DE 19607233A1 DE 1996107233 DE1996107233 DE 1996107233 DE 19607233 A DE19607233 A DE 19607233A DE 19607233 A1 DE19607233 A1 DE 19607233A1
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DE
Germany
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posture
influencing element
carrier
influencing
elements
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Withdrawn
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DE1996107233
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English (en)
Inventor
Angelika Semsch
Elisabeth Schneider
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Individual
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
    • A61F5/01Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces
    • A61F5/02Orthopaedic corsets
    • A61F5/026Back straightening devices with shoulder braces to force back the shoulder to obtain a correct curvature of the spine

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nursing (AREA)
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  • Vascular Medicine (AREA)
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  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur ge­ zielten Beeinflussung der Haltung des menschlichen Oberkör­ pers gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, d. h. eine Vorrichtung zur gezielten Beeinflussung der Haltung des menschlichen Oberkörpers, insbesondere der Stellung der Wirbelsäule.
Vorrichtungen dieser Art sind beispielsweise anatomisch gestaltete Rückenlehnen von Sitzgelegenheiten, diesbezüglich optimierte Matratzen und dergleichen. Durch derartige Vor­ richtungen soll bewirkt werden, daß die Wirbelsäule nach Mög­ lichkeit in die anatomisch günstigste Stellung gebracht und in dieser gehalten wird.
Fehlstellungen der Wirbelsäule sind häufig die Ursache für eine vorzeitige Abnutzung der Bandscheiben und eine Verspan­ nung der Rückenmuskulatur. Beide Auswirkungen können sehr schmerzhaft sein und zu dauerhaften gesundheitlichen Schäden führen. Derartige Probleme sind insbesondere aufgrund zuneh­ mender Bewegungsarmut und nicht ergonomisch eingerichteter Arbeitsplätze auf dem Vormarsch und weiten sich allmählich schon zu einer Zivilisationskrankheit aus.
Es ist folglich erstrebenswert, Maßnahmen zu ergreifen, durch welche ein zuverlässigerer Schutz als bisher gegen die ge­ nannten Probleme erzielbar ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 derart weiterzubilden, daß diese einen umfassenden Schutz gegen Fehlstellungen der Wirbelsäule ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnen­ den Teil des Patentanspruchs 1 beanspruchten Merkmale gelöst.
Demnach umfaßt die Vorrichtung ein Gewichts- und/oder Stütz­ funktion aufweisendes Haltungsbeeinflussungselement, und eine mit dem Haltungsbeeinflussungselement verbundene Trägervor­ richtung, welche derart ausgebildet ist, daß sie bei Anord­ nung des Haltungsbeeinflussungselementes im Rückenbereich eines Benutzers in der Lage ist, dieses dort zu halten.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung läßt sich mithin als mobile Vorrichtung ausbilden, die am Benutzer selbst befestigbar und alleine schon deshalb nahezu immer und überall einsetzbar ist.
Die Trägervorrichtung ist dabei - wie der Name schon sagt - zum Tragen der Vorrichtung am Körper, genauer gesagt zum Hal­ ten des Haltungsbeeinflussungselementes im Rückenbereich aus­ gebildet, und das Vorsehen des Haltungsbeeinflussungselemen­ tes im Rückenbereich sorgt bei entsprechender Ausbildung oder Austauschbarkeit desselben auf universelle Weise dafür, daß sowohl beim Liegen als auch beim Sitzen als auch beim Stehen automatisch eine anatomisch günstige Stellung der Wirbelsäule gefördert oder erzwungen wird, und zwar weitestgehend unab­ hängig von der Beschaffenheit der Liegefläche, Rückenlehne etc.
Im Liegen und beim Sitzen in einer eine Rückenlehne aufwei­ senden Sitzgelegenheit beruht die Wirkung der erfindungsgemä­ ßen Vorrichtung darauf, daß das Haltungsbeeinflussungselement in diesem Fall wie ein Stützkissen wirkt, dessen äußerer Form sich der Rückenbereich mehr oder weniger zwangsläufig anpas­ sen muß. Beim Stehen und beim Sitzen in einer keine Rücken­ lehne aufweisenden Sitzgelegenheit beruht die Wirkung des Haltungsbeeinflussungselementes darauf, daß einerseits der obere Bereich des Oberkörpers (der Schulterbereich, nicht nur der Schultern) relativ zum restlichen Oberkörper nach hinten gezogen wird, und daß andererseits infolge des zusätzlichen Gewichts im Oberkörperbereich dort eine Schwerpunktverlage­ rung auftritt, die, um den Körper im Gleichgewicht zu halten, im Normalfall automatisch durch eine entsprechende Gegenbewe­ gung, beispielsweise durch eine entsprechende Beckenbewegung ausgeglichen wird. Beide Wirkungen, d. h. sowohl das Zurück­ ziehen des Schulterbereichs als auch die Veränderung der Beckenstellung tragen in der Regel dazu bei, daß sich die Wirbelsäulenstellung der anatomisch günstigsten Stellung annähert.
Der Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung beendet die Abhängigkeit von entsprechend ausgebildeten Sitz- und Liege­ möbeln und schafft darüber hinaus erstmals die Möglichkeit, auch im Stehen für eine anatomisch günstige Stellung der Wir­ belsäule zu sorgen.
Es wurde mithin eine Vorrichtung geschaffen, welche einen um­ fassenden Schutz gegen Fehlstellungen der Wirbelsäule ermög­ licht.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung bewahrt nicht nur vor unan­ genehmen Spätfolgen, sondern sorgt schon während des Tragens für ein angenehmes entspanntes Gefühl.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie­ len unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
Die Figur zeigt eine Draufsicht auf eine schematisch darge­ stelltes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrich­ tung zur gezielten Beeinflussung der Haltung des menschlichen Oberkörpers, insbesondere der Stellung der Wirbelsäule.
Die in der Figur gezeigte erfindungsgemäße Vorrichtung be­ steht aus einem Haltungsbeeinflussungselement 1 und einer Trägervorrichtung in Form von zwei trägerartigen Elementen 2a, 2b.
Das Haltungsbeeinflussungselement 1 wird im vorliegenden Aus­ führungsbeispiel durch ein leicht verformbares Material mit hohem spezifischem Gewicht wie beispielsweise Sand oder der­ gleichen gebildet, der in eine oder mehrere Kammern 1a, 1b, 1c, 1d eines Behältnisses aus Stoff gefüllt ist.
Anstatt Sand kann natürlich auch eine Vielzahl von anderen Materialien verwendet werden. Es besteht auch keine Ein­ schränkung darauf, daß ein Stoffbehältnis verwendet wird. Das Behältnis kann auch aus anderem Material bestehen oder - so­ fern es die Konsistenz des Sand-Ersatzes zuläßt - entfallen.
Das Haltungsbeeinflussungselement 1 kann einteilig oder mehr­ teilig ausgebildet sein. Für den Fall, daß es mehrteilig aus­ gebildet ist, kann vorgesehen werden, daß die mehreren Teile, die im übrigen auch verschieden groß und dick sein können, in beliebiger oder genau festgelegter Reihenfolge lösbar anein­ ander befestigbar sind. Dies kann beispielsweise durch Anein­ anderhängen der Teile unter Verwendung von Knöpfen, Druck­ knöpfen, Klettverschlüssen, Haken und dergleichen geschehen. Eine derartige Gestaltung des Haltungsbeeinflussungselementes erlaubt es, das Gewicht und die Größe des Haltungsbeein­ flussungselementes optimal an die jeweiligen Gegebenheiten und die individuellen Wünsche anpassen zu können.
Das Haltungsbeeinflussungselement 1 gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel hat zugleich Gewichts- und Stützfunktion.
Die Gewichtsfunktion resultiert aus der Füllung des Haltungs­ beeinflussungselementes 1 mit einem Material, das ein hohes spezifisches Gewicht aufweist. Die Gewichtsfunktion des Hal­ tungsbeeinflussungselementes 1 ist, wie später noch genauer beschrieben werden wird, insbesondere dann von Bedeutung, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung beim Stehen oder beim Sitzen in einer keine Rückenlehne aufweisenden Sitzgelegen­ heit verwendet wird.
Die Stützfunktion des Haltungsbeeinflussungselementes 1 resultiert aus zwei voneinander unabhängigen Maßnahmen, die einerseits aus einem Vorsehen einer bestimmten Größe und Form, und andererseits aus einem Vorsehen einer bestimmten Verformbarkeit und Steifigkeit bestehen.
Genauer gesagt sind, um dem Haltungsbeeinflussungselementes 1 eine Stützfunktion zu verleihen, die Größe und die Form des Haltungsbeeinflussungselementes 1 derart festgelegt, daß die­ ses grundsätzlich als ein Stützelement zum Einbringen der Wirbelsäule in eine anatomisch günstige Stellung verwendbar ist. D.h., das Haltungsbeeinflussungselement 1 ist beispiels­ weise in etwa der Größe und der Form des Lendenwirbelbereichs in dessen vorzugsweise einzunehmender Stellung angepaßt.
Ferner ist Haltungsbeeinflussungselement 1 zur Erzielung einer Stützfunktion in gewissem Umfang verformbar und gege­ benenfalls zusätzlich elastisch ausgebildet, wobei jedoch auch eine gewisse Mindeststeifigkeit vorzusehen ist, um einerseits nicht beliebig (insbesondere anatomisch ungünstig) verformbar zu sein, und um andererseits bei Einnahme einer anatomisch günstigen Form mehr oder weniger eng und groß­ flächig am zu stützenden Rückenbereich anliegen bzw. diesen stützen zu können.
Die Verformbarkeit, die Elastizität und die Steifigkeit kann unter anderem durch entsprechende Auswahl der Materialien zur Bereitstellung des Gewichtes und des Behältnisses, im welchem dieses Material untergebracht ist, bestimmt werden. Diese Eigenschaften lassen sich ferner durch die Größe und den Füllungsgrad der Kammern 1a, 1b, 1c, 1d des Haltungsbeein­ flussungselementes 1 beeinflussen. Bildet man beispielsweise die mittleren Kammern, d. h. die Kammern 1b und 1c gemäß der Darstellung in der Figur wie dort gezeigt breiter aus und be­ füllt sie auch entsprechend mehr, so weist das Haltungsbeein­ flussungselement an dieser Stelle, also in dessen Zentrum eine größere Dicke als am Rand auf und nähert sich mithin der Form eines "normalen" Kissens an. Es besteht jedoch ganz offensichtlich keine Einschränkung darauf, den zentralen Abschnitt des Haltungsbeeinflussungselementes dicker als die Randabschnitte zu gestalten; das Dickenprofil hat sich viel­ mehr an der gewünschten Wirkung zu orientieren und ist keinen Beschränkungen unterworfen.
Die Stützfunktion des Haltungsbeeinflussungselementes 1 ist, wie später noch genauer beschrieben werden wird, insbesondere dann von Bedeutung, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung beim Liegen oder beim Sitzen in einer eine Rückenlehne auf­ weisenden Sitzgelegenheit verwendet wird.
Vom Haltungsbeeinflussungselement 1 gehen wie in der Figur gezeigt die zwei trägerartigen Elemente 2a, 2b ab. Die trä­ gerartigen Elemente weisen eine langgestreckte Form auf und sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus Stoff herge­ stellt, um beliebig bewegbar und führbar zu sein. Es besteht jedoch keine Einschränkung auf die Verwendung von Stoff; es können vielmehr beliebige andere (ähnlich flexible) Materia­ lien zum Einsatz kommen.
Die trägerartigen Elemente 2a, 2b sind mit jeweils einem Ende mit dem Haltungsbeeinflussungselement 1 verbunden und verlau­ fen von der Verbindungsstelle im wesentlichen parallel neben­ einander liegend in die selbe Richtung. An ihrem jeweils freien, d. h. nicht mit dem Haltungsbeeinflussungselement 1 verbundenen Ende weisen die Träger Verbindungselemente 3a, 3b beispielsweise in Form von Klettverschlüssen, Druckknöpfen und dergleichen auf, mittels welcher sie miteinander verbind­ bar sind.
Im bestimmungsgemäß angelegten Zustand befindet sich das Hal­ tungsbeeinflussungselement 1 im Rückenbereich, vorzugsweise im Lendenbereich des Benutzers.
Die trägerartige Elemente 2a, 2b, deren Aufgabe es ist, das Haltungsbeeinflussungselement 1 in dieser Position zu halten, verlaufen im bestimmungsgemäß angelegten Zustand ausgehend vom Haltungsbeeinflussungselement 1 nach oben zur rechten bzw. linken Schulter, umlaufen diese im wesentlichen voll­ ständig und werden von den jeweiligen (linken und rechten) Achselbereichen kommend quer über den Rücken aufeinander zu geführt und schließlich mittels der Verbindungselemente 3a, 3b miteinander verbunden.
Durch das Verbinden der freien Enden der trägerartigen Ele­ mente 2a, 2b auf dem Rücken kommen diese dauerhaft über den näher am Haltungsbeeinflussungselement 1 befindlichen, vom Haltungsbeeinflussungselement 1 nach oben zu den Schultern verlaufenden Abschnitten der trägerartigen Elemente oder dem Haltungsbeeinflussungselement 1 selbst zu liegen und sorgen auf diese Weise dafür, daß die letztgenannten (unten verlau­ fenden) Abschnitte der trägerartigen Elemente und mithin auch das Haltungsbeeinflussungselement 1 bzw. das Haltungsbeein­ flussungselement 1 selbst durch die erstgenannten (oben ver­ laufenden) Abschnitte der trägerartigen Elemente gegen den Rücken gedrückt und dadurch in ihrer bestimmungsgemäßen Posi­ tion gehalten werden.
Die wie beschrieben angelegte erfindungsgemäße Vorrichtung ist im Liegen, im Sitzen und im Stehen gleichermaßen wir­ kungsvoll einsetzbar.
Im Liegen (auf dem Rücken) liegt der Benutzer auf dem Hal­ tungsbeeinflussungselement 1, das, wie vorstehend bereits an­ gedeutet wurde, zu diesem Zweck vorzugsweise derart ausgebil­ det ist, daß es eine Stützfunktion ausüben kann. Eine gegebe­ nenfalls vorhandene Gewichtsfunktion des Haltungsbeeinflus­ sungselementes 1 ist hier von untergeordneter Bedeutung; de­ ren Vorsehen ist zwar nicht schädlich, aber auch nicht unbe­ dingt erforderlich.
Im Sitzen in einer Sitzgelegenheit mit Rückenlehne lehnt sich der Benutzer gegen das Haltungsbeeinflussungselement 1, wobei wiederum - wie beim Liegen - dessen Stützfunktion entschei­ dend ist.
In beiden Fällen, d. h. sowohl beim Liegen als auch beim Sit­ zen in einer Sitzgelegenheit mit Rückenlehne sorgt das Ge­ wicht des Oberkörpers des Benutzers dafür, daß sich der Ober­ körper und damit auch die Wirbelsäule der Form des als Stütz­ kissen wirkenden Haltungsbeeinflussungselementes 1 anpaßt, um - bei entsprechender Positionierung und Ausbildung desselben - eine anatomisch günstige Stellung bzw. einen anatomisch günstigen Verlauf einzunehmen.
Im Stehen oder im Sitzen in einer Sitzgelegenheit ohne Rückenlehne sorgt hingegen die Gewichtsfunktion des Hal­ tungsbeeinflussungselementes 1 dafür, daß der Oberkörper bzw. die Wirbelsäule eine anatomisch günstige Stellung bzw. einen anatomisch günstigen Verlauf einnehmen. Hier ist eine gegebe­ nenfalls vorhandene Stützfunktion des Haltungsbeeinflussungs­ elementes 1 von untergeordneter Bedeutung.
Das Gewicht des Haltungsbeeinflussungselementes bewirkt zwei­ erlei:
Einerseits wirkt auf den Schulterbereich des Oberkörpers eine diesen nach hinten ziehende Rotationskraft, wobei die (nicht zwangsläufig ortsfeste) Rotationsachse durch die quer über den Rücken verlaufenden und dort miteinander verbundenen Endabschnitte der trägerartigen Elemente gebildet wird.
Andererseits weist das aus dem Oberkörper und dem Haltungs­ beeinflussungselement bestehende System einen Schwerpunkt auf, dessen Lage sich vom Schwerpunkt des Oberkörpers alleine unterscheidet. D.h., durch Anlegen der erfindungsgemäßen Vor­ richtung ergibt sich eine Schwerpunktverschiebung, die durch eine veränderte Körperhaltung bzw. Ausgleichsbewegung ausge­ glichen werden muß, wenn der Körper, insbesondere der Ober­ körper wie üblich im Gleichgewicht gehalten werden soll. Ein solche Ausgleichsbewegung kann beispielsweise darin bestehen, daß der Beckenbereich des Benutzers nach vorne geschoben wird.
Die Veränderung von Schulter- und Beckenstellung hat den po­ sitiven Effekt, daß damit einhergehend auch die Stellung des Oberkörpers bzw. der Wirbelsäule zur anatomisch zu bevorzu­ genden Lage verändert wird.
Der Umfang der Wirkung hängt dabei unter anderem vom Gewicht des Haltungsbeeinflussungselementes 1 ab. Dieses darf einer­ seits nicht zu leicht sein, da es sonst im Extremfall keine oder kaum eine Wirkung entfalten würde, und es darf anderer­ seits auch nicht so schwer sein, daß dessen Verwendung zu einer Belastung für den Benutzer wird. Zur Verwendung bei einem Erwachsenen wird derzeit ein Gewicht von ungefähr 0,5 bis 2 kg bevorzugt, wobei jedoch in Abhängigkeit von der Sta­ tur und vom Eigengewicht des Benutzers auch Abweichungen nach unten oder oben möglich sind.
Bei sämtlichen beschriebenen Anwendungsfällen, d. h. sowohl beim Liegen, beim Sitzen als auch beim Stehen stellt sich die erläuterte Oberkörperhaltungs- bzw. Wirbelsäulenstellungskor­ rektur jeweils automatisch, d. h. ohne bewußtes Zutun des Be­ nutzers ein. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann daher Hal­ tungsfehlern, insbesondere Stellungsfehlern der Wirbelsäule mit sämtlichen daraus resultierenden negativen Begleit­ erscheinungen wie beispielsweise vorzeitige Bandscheiben­ abnutzungen und Verspannungen der Rückenmuskulatur entgegen­ wirken.
Positiv wirkt sich dabei auch die geringe Größe der erfin­ dungsgemäßen Vorrichtung aus, denn diese ermöglicht bei Be­ darf sogar ein dauerndes (relativ unauffälliges) Tragen der Vorrichtung unter der Kleidung.
In einem abgewandelten Ausführungsbeispiel der erfindungsge­ mäßen Vorrichtung kann das Haltungsbeeinflussungselement so­ gar in Kleidungsstücke integriert werden. Genauer gesagt kann das Haltungsbeeinflussungselement 1 in den Rückenabschnitt eines Oberkörper-Bekleidungsstückes (Unterhemd, Oberhemd, Büstenhalter, Bluse, Pullover, Jacke etc.) integriert oder dort befestigt sein. In diesem Fall würde das Kleidungsstück als Trägervorrichtung dienen.
Im beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde davon ausgegangen, daß das Haltungsbeeinflussungselement 1 Gewichts- und Stütz­ funktion aufweist. Statt dessen kann jedoch auch vorgesehen werden, ein Haltungsbeeinflussungselement 1 zu verwenden, das entweder nur eine Gewichtsfunktion oder nur eine Stützfunk­ tion aufweist. Um in einem solchen Fall bei Bedarf einen Wechsel des Haltungsbeeinflussungselementes zu ermöglichen, kann vorgesehen werden, die Verbindung derselben mit der Trä­ gervorrichtung als lösbare Verbindung zu gestalten.
Ferner besteht auch keine Einschränkung darauf, daß die trä­ gerartigen Elemente freie Endabschnitte aufweisen, die lösbar miteinander verbindbar sind. Mögliche Alternativen hierzu be­ stehen darin, daß die trägerartigen Elemente und/oder des Haltungsbeeinflussungselement derart ausgebildet sind, daß
  • 1) ein beliebiger Abschnitt des einen trägerartigen Ele­ ments mit einem beliebigen Abschnitt des selben trä­ gerartigen Elements oder des anderen trägerartigen Ele­ ments verbindbar ist,
  • 2) die Endabschnitte der Trägerelemente fest miteinander verbunden sind, und
  • 3) die Trägerelemente mit dem Haltungsbeeinflussungselement (ein zweites Mal) unter Aufnahme desselben zwischen sich und dem Rücken verbindbar sind.
Bezugszeichenliste
1 Haltungsbeeinflussungselement
1a Kammer
1b Kammer
1c Kammer
1d Kammer
2a trägerartiges Element
2b trägerartiges Element
3a Verbindungselement
3b Verbindungselement

Claims (11)

1. Vorrichtung zur gezielten Beeinflussung der Haltung des menschlichen Oberkörpers, insbesondere der Stellung der Wir­ belsäule, gekennzeichnet durch ein Gewichts- und/oder Stützfunktion aufweisendes Haltungs­ beeinflussungselement (1), und eine mit dem Haltungsbeein­ flussungselement verbundene Trägervorrichtung (2a, 2b), wel­ che derart ausgebildet ist, daß sie bei Anordnung des Hal­ tungsbeeinflussungselementes im Rückenbereich eines Benutzers in der Lage ist, dieses dort zu halten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägervorrichtung (2a, 2b) derart ausgebildet ist, daß das Haltungsbeeinflussungselement (1) im wesentlichen von den Schultern getragen wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägervorrichtung (2a, 2b) derart ausgebildet ist, daß sie im bestimmungsgemäß angelegten Zustand die Schultern im wesentlichen vollständig umschließt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägervorrichtung (2a, 2b) durch zwei langgestreckte trägerartige Elemente gebildet wird, deren jeweils eines Ende mit dem Haltungsbeeinflussungselement (1) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die trägerartigen Elemente (2a, 2b) an ihrem dem einen Ende gegenüberliegenden anderen Ende Verbindungsvorrichtungen (3a, 3b) aufweisen, durch welche sie miteinander verbindbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die trägerartigen Elemente (2a, 2b) an ihrem dem einen Ende gegenüberliegenden anderen Ende unlösbar miteinander verbunden sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die trägerartigen Elemente (2a, 2b) im angelegten Zustand ausgehend vom Haltungsbeeinflussungselement (1) nach oben zu den Schultern, um diese herum und derart quer über den Rücken verlaufen, daß sie das Haltungsbeeinflussungselement und/oder näher am Haltungsbeeinflussungselement liegende Abschnitte der trägerartigen Elemente zwischen sich und dem Rücken ein­ klemmen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägervorrichtung (2a, 2b) durch ein Oberkörper-Be­ kleidungsstück gebildet wird, und daß das Haltungsbeein­ flussungselement (1) im Rückenbereich des Bekleidungsstückes befestigt ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß das Haltungsbeeinflussungselement (1) und/oder die Trä­ gervorrichtung (2a, 2b) derart ausgebildet sind, daß das Hal­ tungsbeeinflussungselement im bestimmungsgemäß angelegten Zu­ stand automatisch im Lendenwirbelbereich angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß das Haltungsbeeinflussungselement (1) im wesentlichen kissenartig ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß das Haltungsbeeinflussungselement (1) mehrteilig ausge­ bildet ist, wobei die einzelnen Bestandteile individuell zu einem einheitlichen Ganzen lösbar zusammenfügbar sind.
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