DE19606965A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Kraftstoffzumessung in eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Kraftstoffzumessung in eine BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Steuerung der Kraftstoffzumessung in eine Brennkraftma
schine gemäß den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung zur Steue
rung der Kraftstoffzumessung in eine Brennkraftmaschine sind
aus der DE-OS 26 50 246 (US 417 469 4) bekannt. Dort wird
die einzuspritzende Kraftstoffmenge abhängig von verschiede
nen Betriebskenngrößen vorgegeben. Dabei wird die Abhängig
keit der Dichte des Kraftstoffs von der Kraftstofftemperatur
berücksichtigt.
Üblicherweise ist bei Dieselbrennkraftmaschinen mit Reihen-
oder Verteilerpumpen ein Temperatursensor in der Pumpe ange
ordnet.
Bei magnetventilgesteuerten Systemen, wie beispielsweise bei
Common Rail Systemen ist dies nicht ohne weiteres möglich,
da ein geeigneter Anbauort für einen solchen Sensor nicht
existiert. Die eingespritzte Kraftstoffmasse ist aber stark
abhängig von der Kraftstofftemperatur aufgrund von Dichte
und Viscositätsänderungen bei unterschiedlichen Temperatu
ren. Relevant für die Mengengenauigkeit ist dabei die Tempe
ratur an der Einspritzdüse.
Ferner bestimmen bei magnetventilgesteuerten Systemen die
Schaltzeiten der Magnetventile die eingespritzte Kraftstoff
menge. Die Temperatur der Magnetventile besitzt einen erheb
lichen Einfluß auf die Schaltzeiten.
Mit der erfindungsgemäßen Vorgehensweise ist eine wesentlich
genauere Kraftstoffzumessung möglich.
Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbil
dungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekenn
zeichnet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsformen erläutert. Es zeigt Fig. 1
schematisch eine Vorrichtung zur Steuerung der Kraftstoffzu
messung in eine Brennkraftmaschine, Fig. 2 eine Schaltung
zur Auswertung eines Nadelbewegungsfühlers, Fig. 3 ver
schiedene über der Zeit aufgetragene Signale und Fig. 4 und
5 zwei Flußdiagramme zur Erläuterung der erfindungsgemäßen
Vorgehensweise.
Im folgenden wird die Erfindung am Beispiel einer Diesel
brennkraftmaschine beschrieben, bei der die Kraftstoffzumes
sung mittels Magnetventilen gesteuert wird. Die Erfindung
ist auch bei Benzinbrennkraftmaschinen einsetzbar, bei denen
die Einspritzmenge ebenfalls mittels Magnetventilen ge
steuert wird.
In Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung anhand eines
Blockdiagrammes dargestellt. Mit 100 ist eine Brennkraftma
schine bezeichnet. An der Brennkraftmaschine ist ein Magnet
ventil 110 angeordnete das eine Spule 112 umfaßt. Ferner
sind an der Brennkraftmaschine Sensoren 120 und 122 angeord
net, die die Drehzahl N und die Temperatur T der Brennkraft
maschine erfassen. Die Sensoren 120 und 122 stehen mit einem
Steuergerät 130 in Verbindung. Dem Steuergerät 130 wird fer
ner das Ausgangssignal eines Fahrpedalstellungsgebers 132
zugeleitet.
Das Steuergerät umfaßt eine Mengenvorgabe 135 und eine Men
genkorrektur 136. Das Drehzahlsignal N und das Temperatur
signal T sowie ein Signal FP bezüglich der Fahrpedalstellung
gelangt zur Mengenvorgabe 135. Das Signal T gelangt ferner
zur Mengenkorrektur 136. Die Mengenkorrektur 136 umfaßt ei
nen Speicher 137. Die Mengenvorgabe 135 beaufschlagt einen
Verknüpfungspunkt 138 mit einem Signal ti. Die Mengenkorrek
tur 136 beaufschlagt den Verknüpfungspunkt 136 mit einem
Korrekturfaktor K.
Die Spule 112 ist mit ihrem einen Anschluß mit der Versor
gungsspannung Ubat verbunden. Mit ihrem anderen Anschluß
steht sie über ein Strommeßmittel 140 und einem Schaltmittel
150 mit Masse in Verbindung. Das Schaltmittel 150 wird mit
dem Ausgangssignal des Verknüpfungspunktes 138 beaufschlagt.
Die beiden Anschlüsse des Strommeßmittels 140 stehen mit der
Mengenkorrektur 136 in Verbindung.
Die Spule 112, das Strommeßmittel 140 und das Schaltmit
tel 150 sind in Reihe geschaltet. Die Reihenfolge der Ele
mente ist dabei nur beispielhaft dargestellt. Sie können
auch in anderer Reihenfolge angeordnet werden. Insbesondere
kann auch vorgesehen sein, daß zwei Schaltmittel vorgesehen
sind.
Desweiteren kann vorgesehen sein, daß noch weitere Signale,
von der Mengenvorgabe 135 ausgewertet werden. So kann bei
spielsweise bei Benzinbrennkraftmaschinen ein Signal bezüg
lich der Drosselklappenstellung ausgewertet werden.
Diese Einrichtung arbeitet wie folgt: Ausgehend vom Be
triebszustand der Brennkraftmaschine und dem Fahrerwunsch
berechnet die Mengenvorgabe 135 eine Ansteuerdauer ti. Diese
Ansteuerdauer ti legt den Zeitraum fest, innerhalb dem das
Magnetventil 110 der Brennkraftmaschine Kraftstoff zumißt.
Die Ansteuerdauer des Magnetventiles legt die in die Brenn
kraftmaschine 100 eingespritzte Kraftstoffmenge fest. Diese
eingespritzte Kraftstoffmenge, insbesondere die Kraftstoff
masse, ist aufgrund von Dichte und Viscositätsänderungen
stark abhängig von der Kraftstofftemperatur. Relevant ist
dabei die Temperatur beim Übergang des Kraftstoffes vom ho
hen Druck auf niederen Druck. Dies ist beispielsweise im
Einspritzventil der Fall.
Zur Erfassung der Kraftstofftemperatur im Bereich des Ein
spritzventils wird vorgeschlagen, daß die Temperatur des
Einspritzventiles erfaßt wird.
Erfindungsgemäß wurde erkannt, daß die Temperatur der
Spule 112 des Magnetventiles 110 nahezu der Kraftstofftempe
ratur entspricht. Zur Mengenkorrektur wird daher die Tempe
ratur der Spule ermittelt und zur Korrektur der einzu
spritzenden Menge oder der Einspritzdauer ti verwendet.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung wird dieser
Korrekturwert K ausgehend von der Spulentemperatur und der
Temperatur T, die mittels des Sensors 122 im Bereich der
Brennkraftmaschine erfaßt wurde, ermittelt.
Zur Bestimmung der Spulentemperatur wird der Spulenwider
stand gemessen, da dieser von der Temperatur der Spule ab
hängt.
Zur Widerstandsmessung wird der Strom, der durch die Spule
fließt, mittels des Strommeßmittels 140 gemessen. Ausgehend
von diesem Stromwert I und der bekannten Versorgungsspannung
Ubat berechnet die Mengenkorrektur 136 den Widerstand und
damit ausgehend von den im Speicher 137 abgelegten Werten
die Temperatur des Kraftstoffes.
Die Messung des Spulenwiderstandes kann auch auf unter
schiedliche Art und Weise erfolgen.
Eine weitere Ausgestaltung ist in Fig. 2 dargestellt. Zur
Erfassung der Kraftstofftemperatur wird nicht der Widerstand
der Spule des mengenbestimmenden Magnetventils, sondern der
ohmsche Widerstand eines sogenannten Nadelbewegungsfühlers
ausgewertet. Solche Nadelbewegungsfühler werden üblicher
weise bei Dieselbrennkraftmaschinen eingesetzt, um den Ein
spritzbeginnzeitpunkt zu erfassen. Hierbei handelt es sich
um eine Nadel, die von dem Einspritzventil bewegt und deren
Bewegung mittels einer Spule erfaßt wird.
In Fig. 2 ist eine derartige Anordnung dargestellt. Mit 200
ist die Spule des Nadelbewegungsfühlers bezeichnet. Dieser
Nadelbewegungsfühler besitzt eine veränderliche Induktivi
tät. In Reihe zu dieser Induktivität ist eine Konstantstrom
quelle 210 geschaltet. Es besteht eine Reihenschaltung zwi
schen der Versorgungsspannung Ubat, der Konstantstromquelle
210, dem Nadelbewegungsfühler 200 und der Masse.
Am Verbindungspunkt zwischen der Konstantstromquelle 210 und
dem Nadelbewegungsfühler 200 ist über einen Kondensator 215
die Nadelbewegungsfühlerauswerteschaltung 230 angeschlossen.
Des weiteren ist dieser Verbindungspunkt mit einem weiteren
Kondensator 240 mit Masse verbunden. Parallel zu diesem Kon
densator 240 ist ein Spannungsteiler, bestehend aus den
Widerständen 250 und 255 auf Masse geschaltet. Der Verbin
dungspunkt der beiden Widerstände 250 und 255 ist über einen
Kondensator 260 mit Masse verbunden und steht ferner mit ei
ner Temperaturauswertung 270 in Kontakt.
Zur Auswertung des Nadelbewegungsfühlersignals werden ledig
lich die hochfrequenten Anteile ausgewertet. Anhand der Än
derung der Induktivität wird die Position der Nadel des Na
delbewegungsfühlers erfaßt. Zur Erfassung der Temperatur des
Nadelbewegungsfühlers 200 wird der ohmsche Widerstand ausge
wertet. Hierzu wird im Spannungsteiler 250 und 255 der Span
nungsabfall am Nadelbewegungsfühler 200 erfaßt. Der Strom I,
der durch den Nadelbewegungsfühler 200 fließt, wird von der
Konstantstromquelle 210 vorgegeben und ist bekannt. Ausge
hend von dem gemessenen Spannungsabfall U am Spannungsteiler
250, 255 und dem bekannten Strom I wird der Widerstand be
rechnet. Ausgehend von dem Widerstand läßt sich die Tempera
tur der Spule und damit des Kraftstoffes ermitteln.
In Fig. 3 sind verschiedene Signale über der Zeit t aufge
tragen. In Fig. 3a ist das Signal, mit dem das Schaltmittel
150 beaufschlagt wird, über der Zeit aufgetragen. Bis zum
Zeitpunkt t1 erfolgt keine Ansteuerung. Vom Zeitpunkt t1 bis
zum Zeitpunkt t4 wird der Schalter derart angesteuert, daß
er die Kraftstoffzumessung freigibt. Der Abstand zwischen
den Zeitpunkten t1 und t4 wird all Einspritzzeit ti bezeich
net.
In Teilfigur 3b ist der Strom I, der durch die Spule 112 des
Magnetventils 110 fließt, über der Zeit t aufgetragen. Bis
zum Zeitpunkt T1 fließt kein Strom. Sobald zum Zeitpunkt t1
der Schalter 150 geschlossen wird, steigt der Strom gemäß
einer Exponentialfunktion an. Der Anstieg hängt von der In
duktivität der Spule 112 ab. Zum Zeitpunkt t2 schaltet das
Magnetventil 110, d. h. der Anker des Magnetventils erreicht
seine neue Position und die Einspritzung beginnt. Ab diesem
Zeitpunkt t2 ändert sich die Induktivität der Spule und da
mit der Anstieg des Stromverlaufs. Zum Zeitpunkt t3 erreicht
der Strom den Wert IN.
Zum Zeitpunkt t4 wird das Schaltmittel 150 derart angesteu
ert, daß es den Stromfluß unterbricht. Ab diesem Zeitpunkt
fällt der Strom gemäß einer vorgegebenen Funktion, die wie
derum von der Induktivität abhängt, ab. Zum Zeitpunkt t5 er
reicht sie ihren Wert Null.
Zwischen den Zeitpunkten t3 und t4 wird der Strom I, der
durch die Spule 112 fließt, lediglich durch den Ohmschen
Widerstand der Spule bestimmt. In den Zeiträumen t1 bis t3
und t4 bis t5 hängt der Strom im wesentlichen von der Induk
tivität der Spule ab.
Eine Messung des Widerstandes der Spule 112 ist nur in be
stimmten Bereichen, insbesondere in dem linearen Bereich
zwischen den Zeiträumen t3 und t4 möglich. In diesem Bereich
besteht ein linearer Zusammenhang zwischen Strom und Span
nung, der lediglich vom ohmschen Widerstand und nicht von
der Induktivität der Spule abhängt.
In Fig. 3 ist lediglich eine einfache Ausführungsform dar
gestellt. Bei aufwendigeren Steuerungen des Magnetventils
wird zwischen verschiedenen Phasen unterschieden, bei denen
entweder der Strom oder die Spannung linear geregelt wird.
Wird beispielsweise die Spannung, die am Magnetventil ab
fällt, auf einen Wert geregelt, und der Strom wie in Fig. 1
dargestellt gemessen, sind beide Größen bekannt. Ausgehend
von diesen beiden Größen kann der temperaturabhängige Wider
stand errechnet werden.
In Fig. 4 ist diese Vorgehensweise anhand eines einfachen
Flußdiagrammes dargestellt. Die Abfrage 400 überprüft, ob
ein Zustand vorliegt, in dem der Widerstand gemessen werden
kann. Erfindungsgemäß wird überprüft, ob sich der Strom in
seinem linearen Bereich befindet. Dies bedeutet die Messung
erfolgt zwischen dem Zeitpunkt t3 und dem Zeitpunkt t4.
Bei einer weiteren Ausführungsform erfolgt die Messung zwi
schen zwei Steuerimpulsen. Dies bedeutet die Messung erfolgt
zwischen dem Zeitpunkt t5 und dem Zeitpunkt t1. In einem
Zeitabschnitt, in dem das Magnetventil nicht angesteuert
wird, wird dieses mit einer definierten Spannung oder einem
definierten Strom beaufschlagt. Ferner wird der Strom oder
die Spannung gemessen. Die Spannung und/oder der Strom sind
dabei so gewählt, daß das Magnetventil seinen Zustand nicht
ändert, das heißt, daß keine Einspritzung erfolgt.
Liegt ein Zustand vor, in dem der Widerstand meßbar ist, so
folgt im Schritt 410 die Ermittlung des Stroms und in
Schritt 420 die Ermittlung der Spannung U. Vorzugsweise ist
eine der beiden Größen bekannt und die andere Größe wird ge
messen.
Im anschließenden Schritt 430 erfolgt die Berechnung des
Widerstandes R.
Bei einer weiteren Ausgestaltung wird der Widerstand ausge
hend von den Effektivwerten für den Strom, der durch die
Spule fließt, und der Spannung, die an der Spule anliegt,
bestimmt. Die Effektivwerte ergeben sich aus den gemittelten
Werten für Strom und Spannung.
Im anschließenden Schritt 440 wird die Temperatur TS der
Spule berechnet. Vorzugsweise wird die Temperatur ausgehend
von dem Widerstand der Spule aus einem Kennfeld ausgelesen,
in dem der Zusammenhang zwischen Widerstand und Temperatur
abgelegt ist.
Ausgehend von der Spulentemperatur TS und von einem weiteren
Temperaturwert TF wird in Schritt 450 die Temperatur T des
Kraftstoffes bestimmt. Ausgehend von der Kraftstofftempera
tur T wird in Schritt 460 der Korrekturfaktor K als Funktion
der Kraftstofftemperatur T ermittelt.
Der Wert TF berücksichtigt die Abweichung zwischen der Tem
peratur der Spule und der tatsächlichen Temperatur des
Kraftstoffes. Zur Ermittlung dieses Wertes TF wird auf
Fig. 5 verwiesen. In Fig. 5 ist ein Verfahren zum Lernen des
Widerstandes der Spule beschrieben.
In bevorzugten Betriebszuständen, insbesondere beim Start,
wenn ein Temperaturausgleich zwischen allen Bauteilen statt
gefunden hat, kann ein Abgleich dieser Temperaturmessung er
folgen. Das heißt, die aus dem Spulenwiderstand ermittelte
Temperatur wird mit einem Ausgangssignal des weiteren Tempe
ratursensors 122 verglichen. Diese Lernprozedur kann nur
dann erfolgen, wenn sicher ein Temperaturausgleich zwischen
allen Elementen stattgefunden hat, das heißt, daß die Kraft
stofftemperatur im Magnetventil 110 die gleiche Temperatur
aufweist wie die übrigen Temperatursensoren 122.
In einem ersten Schritt 500 werden die Signale zweier Tempe
ratursensoren ausgewertet. Diese zwei Temperatursensoren er
fassen die Temperatur TW des Kühlwassers und beispielsweise
die Temperatur TÖ des Öls in der Brennkraftmaschine. Im
Schritt 510 wird die Temperaturdifferenz TD zwischen den
beiden Temperaturwerten TW und TÖ ermittelt.
Die anschließende Abfrage 520 überprüft, ob die Temperatur
differenz TD kleiner als Schwellwert SW ist. Ist dies nicht
der Fall, dies bedeutet, es erfolgte kein Temperaturaus
gleich, so erfolgt unmittelbar Schritt 550. Ist dies der
Fall, das heißt es fand ein Temperaturausgleich statt, so
wird in Schritt 530 die Spulentemperatur TS des Magnetven
tils ermittelt. Anschließend errechnet der Schritt 540 den
Temperaturwert TF, ausgehend von der Kühlwassertemperatur TW
und der berechneten Spulentemperatur TS. Dies bedeutet, im
Schritt 540 wird bei ausgeglichener Temperatur der Meßwert
für die Temperatur und der berechnete Wert abgeglichen und
die Differenz als Fehlerwert TF gespeichert. Anschließend
endet das Programm Schritt 550.
Mit dieser Lernprozedur können auch exemplspezifische
Toleranzen ausgeglichen werden. Ferner können die Meßwerte
aus der Widerstandsmessung mit anderen Temperaturwerten ver
glichen und die Temperaturwerte geeicht werden. Anstelle der
Öltemperatur kann auch die Umgebungslufttemperatur verwendet
werden.
Mit dieser Vorgehensweise können auch Einflüsse der Tempera
tur des Magnetventils auf die Einspritzdauer bzw. auf die
Schaltzeit des Magnetventils kompensiert werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird ausge
hend von der Motoröltemperatur und/oder der Kühlwasser
temperatur auf die Kraftstofftemperatur geschlossen. Beim
Start der Brennkraftmaschine wird davon ausgegangen, daß die
Motoröltemperatur und/oder der Kühlwassertemperatur der
Kraftstofftemperatur entspricht. Ausgehend von dieser Start
temperatur wird mittels eines Temperaturmodells, das das dy
namische Verhalten der Temperatur berücksichtigt, die
aktuelle Temperatur des Kraftstoffs bestimmt. Beispielsweise
kann vorgesehen sein, daß ausgehend von der Spulentemperatur
jeweils die Änderung der Temperatur ermittelt und ausgehend
von der Änderung der Temperatur und dem vorhergehenden
Temperaturwert die aktuelle Temperatur bestimmt wird.
Mit den beschriebenen Ausführungsformen kann sowohl der Ein
fluß der Temperatur des Kraftstoffs auf die Dichte des
Kraftstoffes als auch der Einfluß der Temperatur der Spule
auf das Schaltverhalten des Magnetventils berücksichtigt
werden.
Claims (10)
1. Verfahren zur Steuerung der Kraftstoffzumessung in eine
Brennkraftmaschine, wobei eine einzuspritzende Kraftstoff
menge abhängig von Betriebskenngrößen vorgebbar und mit we
nigstens einem Magnetventil steuerbar ist, wobei die einzu
spritzende Kraftstoffmenge von einer Ansteuerdauer des
Magnetventils beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ansteuerdauer abhängig von der Temperatur des Magnetven
tils und/oder eines Nadelbewegungsfühlers korrigierbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Temperatur ausgehend vom Widerstand der Spule des
Magnetventils und/oder der Spule des Nadelbewegungsfühlers
vorgebbar ist.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Ermittlung des Widerstands der
Strom, der durch die Spule fließt, und die Spannung, die an
der Spule anliegt, ausgewertet wird.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auswertung zu vorgebbaren Zeiten er
folgt, bei denen einer der beiden Werte bekannt ist.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auswertung in einem linearen Bereich
erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, die Auswertung zwischen zwei Ansteuerungen
des Magnetventils erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Widerstand ausgehend von
Effektivwerten für den Strom und die Spannung ermittelt
wird.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß ausgehend von der gemessenen Temperatur
der Spule, einem Korrekturwert und/oder eines mittels eines
Modells bestimmten Werts eine Kraftstofftemperatur vorgege
ben wird.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß bei Vorliegen bestimmter Bedingungen,
insbesondere wenn die Kraftstofftemperatur und die Spulen
temperatur gleiche Werte annehmen, der Korrekturwert vorgeb
bar ist.
10. Vorrichtung zur Steuerung der Kraftstoffzumessung in
eine Brennkraftmaschine, wobei eine einzuspritzende Kraft
stoffmenge abhängig von Betriebskenngrößen vorgebbar und mit
wenigstens einem Magnetventil steuerbar ist, wobei eine An
steuerdauer des Magnetventils die eingespritzte Kraftstoff
menge beeinflußt, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorge
sehen sind, die die Ansteuerdauer abhängig von einer Tempe
ratur des Magnetventils und/oder eines Nadelbewegungsfühlers
korrigieren.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996106965 DE19606965A1 (de) | 1996-02-24 | 1996-02-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Kraftstoffzumessung in eine Brennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1996106965 DE19606965A1 (de) | 1996-02-24 | 1996-02-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Kraftstoffzumessung in eine Brennkraftmaschine |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19606965A1 true DE19606965A1 (de) | 1997-08-28 |
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ID=7786330
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| DE1996106965 Ceased DE19606965A1 (de) | 1996-02-24 | 1996-02-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Kraftstoffzumessung in eine Brennkraftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19606965A1 (de) |
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