DE19606500A1 - Verfahren zum Versehen einer Raumfläche mit einem Belag - Google Patents
Verfahren zum Versehen einer Raumfläche mit einem BelagInfo
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- B44—DECORATIVE ARTS
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- B44C1/10—Applying flat materials, e.g. leaflets, pieces of fabrics
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Versehen einer
Raumfläche mit einem Belag aus einem textilen Werkstoff,
sowie einen entsprechenden Belag.
Raumflächen, daß heißt, Wände, Decken oder Böden, werden in
der Regel mit einem Belag versehen. Als Belag wird
üblicherweise auf Wände und Decken eine Tapete aufgebracht,
die in früherer Zeit aus gewebten Stoffen oder Leder und
heute meist aus Papier oder Rauhfaser hergestellt ist.
Bekannt sind beispielsweise Leimdruck-, Präge-, Linkrusta- oder
Velourtapeten. Auch Kunststoff-Tapeten sind im Handel.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren der o.g. Art zu entwickeln, bei dem eine
Raumfläche schneller, billiger und ästhetisch schöner mit
einem Belag versehen werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe führt, daß in den Belag
Ausnehmungen eingebracht werden und diese Ausnehmungen an
der Raumfläche mit Flächen od. dgl. eines anderen
Werkstoffes aufgefüllt werden.
Diese Erfindung hat den Vorteil, daß eine Raumfläche
wesentlich stilvoller und dem Wunsch des Kunden
entsprechend belegt wird. Der textile Werkstoff ist zudem
schalldämmend und wärmeisolierend, so daß er sich positiv
auf das Raumklima auswirkt.
Als textile Werkstoffe kommen überwiegend genadelte
Materialien in Betracht; sie können gewebt, kaschiert,
getaftet od. dgl. sein.
Ein weiterer Vorteil dieser textilen Werkstoff liegt, daß
eine einmal belegte Raumfläche über Jahrzehnte keiner
weiteren Pflege bedarf. Sie muß lediglich ab und zu
abgesaugt werden. Malerarbeiten od. dgl. sind nicht
notwendig.
Als anderer Werkstoff, mit dem die Ausnehmungen aufgefüllt
werden, bietet sich vor allem ebenfalls ein textiler
Werkstoff an. Dabei können die Flächen zum Auffüllen der
Ausnehmungen beliebig geformt sein. Dies gilt auch für die
Ausnehmungen selbst. Je nach Wunsch des Kunden oder nach
dem ästhetischen Geschmack desjenigen, der die Wand belegt,
können die Ausnehmungen beliebig aufgefüllt werden. Dabei
sind die Flächen zum Auffüllen der Ausnehmung
beispielsweise streifenförmig, rund, eckig oder können eine
andere geometrische Struktur aufweisen. Sie brauchen auch
nicht unbedingt eben zu sein, sondern können Erhöhungen
aufweisen, wiederum je nach dem Geschmack des Kunden.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des Verfahrens
soll der Belag bereits werkseitig hergestellt und mit den
Ausnehmungen versehen werden. Auch das Auffüllen der
Ausnehmungen zur Probe sollte werkseitig erfolgen, so daß
beim Kunden alles zusammenpaßt und somit der Belag mit dem
geringsten Aufwand auf die Raumfläche aufgebracht werden
kann.
Das Aufbringen des Belags kann direkt durch Aufkleben auf
die Raumfläche erfolgen. Falls gewünscht oder notwendig
kann auch ein Papier dazwischen geschaltet werden.
Vom vorliegenden Erfindungsgedanken wird auch ein Belag aus
einem textilen Werkstoff für eine Raumfläche umfaßt, wobei
dieser Belag die oben erwähnten Ausnehmungen aufweist, die
mit den Flächen od. dgl. eines anderen Werkstoffes
aufgefüllt sind.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese
zeigt in
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Raumfläche, die mit einem
Belag versehen ist;
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Belag;
Fig. 3 eine Draufsicht auf Flächen zum Auffüllen von
Ausnehmungen in dem Belag gemäß Fig. 2;
Fig. 4 eine Draufsicht auf weitere Flächen zum Auffüllen
von Ausnehmungen in dem Belag gemäß Fig. 2.
In Fig. 1 ist ein Belag 1 gezeigt, der auf eine nicht
näher gezeigte Raumfläche aufgebracht ist. Bei dieser
Raumfläche kann es sich um eine Wand, eine Decke oder einen
Boden eines Raumes handeln. Der Belag 1 ersetzt dabei die
bekannte Tapete.
Erfindungsgemäß sind in den Belag 1 Ausnehmungen 2.1 bis
2.5 eingeformt. Diese Ausnehmungen werden mit Flächen 3
eines anderen Werkstoffes aufgefüllt. Das Auffüllen
geschieht nach ästhetischen Gesichtspunkten bzw.
vorgegebenen Mustern.
In den Fig. 2 bis 4 ist erkennbar, daß beispielsweise
das Auffüllen der Ausnehmung 2.1 mit 3 Flächen 3.1, 3.2 und
3.3 erfolgt. Diese 3 Flächen 3.1 bis 3.3 bilden zusammen
ein Wappen, beispielsweise des VfB Stuttgart. In diesem
Fall ist der Belag 1 beispielsweise für die Auskleidung
einer Wand einer Bar eines Fans des VfB Stuttgart gedacht.
Das Wappen in der Ausnehmung 2.1 kann dann von den weiteren
Ausnehmungen 2.2 bis 2.5 umrahmt sein, die jeweils mit
dreieckförmigen Segmenten 3.4 bis 3.7 aufgefüllt sind.
Dabei können diese Segmente auch eine unterschiedliche
Farbgebung aufweisen, so daß ein ästhetisch formschönes
Gesamtbild gegeben wird.
Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:
Werkseitig wird der Belag 1 entsprechend den zu belegenden Raumflächen zugeschnitten. Aus dem Belag 1 werden die gewünschten Ausnehmungen 2 herausgeschnitten, und ferner werden bereits werkseitig die Flächen 3 zugeschnitten, wobei auch ebenfalls werkseitig ein Einpassen der Flächen 3 in die Ausnehmungen 2 erfolgen kann.
Werkseitig wird der Belag 1 entsprechend den zu belegenden Raumflächen zugeschnitten. Aus dem Belag 1 werden die gewünschten Ausnehmungen 2 herausgeschnitten, und ferner werden bereits werkseitig die Flächen 3 zugeschnitten, wobei auch ebenfalls werkseitig ein Einpassen der Flächen 3 in die Ausnehmungen 2 erfolgen kann.
Beim Kunden wird nun der Belag 1 auf die Raumfläche
aufgebracht. Dies kann beispielsweise durch Kleben
erfolgen, wobei jedoch auch daran gedacht ist, den Belag 1
auf seiner Rückseite mit einem Papierträger zu belegen, der
wiederum zusammen mit dem Belag 1 auf die Raumfläche
aufgeklebt wird.
Nach dem Aufbringen des Belags 1 auf die Raumfläche erfolgt
das Auffüllen der Ausnehmungen 2 mit den Flächen 3. Dies
geschieht auf einfache und schnelle Art und Weise, da
bereits werkseitig die Flächen 3 den Ausnehmungen 2
angepaßt wurden. Somit entsteht beim Kunden selbst der
geringste Aufwand zum Belegen von Raumflächen.
Claims (7)
1. Verfahren zum Versehen einer Raumfläche mit einem Belag
aus einem textilen Werkstoff,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Belag Ausnehmungen eingebracht werden und diese
Ausnehmungen an der Raumfläche mit Flächen od. dgl. eines
anderen Werkstoff aufgefüllt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als anderer Werkstoff ebenfalls ein textiler Werkstoff
verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen bereits werkseitig in
den Belag eingebracht werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flächen werkseitig in die Ausnehmungen eingepaßt
werden.
5. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Belag auf die Raumfläche
aufgeklebt wird.
6. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Belag auf einen
Papierträger und diese auf die Raumfläche aufgeklebt wird.
7. Belag für eine Raumfläche aus einem textilen Werkstoff,
dadurch gekennzeichnet, daß der Belag (1) Ausnehmungen (2)
aufweist, die mit Flächen (3) od. dgl. eines anderen
Werkstoffes aufgefüllt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996106500 DE19606500A1 (de) | 1996-02-22 | 1996-02-22 | Verfahren zum Versehen einer Raumfläche mit einem Belag |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996106500 DE19606500A1 (de) | 1996-02-22 | 1996-02-22 | Verfahren zum Versehen einer Raumfläche mit einem Belag |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19606500A1 true DE19606500A1 (de) | 1997-08-28 |
Family
ID=7786037
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996106500 Withdrawn DE19606500A1 (de) | 1996-02-22 | 1996-02-22 | Verfahren zum Versehen einer Raumfläche mit einem Belag |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19606500A1 (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB448498A (en) * | 1933-11-08 | 1936-06-08 | Ralph Garfield Jackson | Decorative sheet and process of preparing the same |
| DE6812700U (de) * | 1968-12-21 | 1969-08-07 | Rudolph Koepp & Co Chem Fab Ag | Dekorationswand, insbesondere fuer kinderzimmer |
| DE3519025A1 (de) * | 1985-05-25 | 1986-01-09 | Jankowski, Gabriela | Tapete zum selbstgestalten |
| DD244371A1 (de) * | 1985-12-10 | 1987-04-01 | Freiberger Zellstoff Papier | Dekoratives flaechenfoermiges verbundmaterial |
| DE4204588A1 (de) * | 1992-02-15 | 1993-08-19 | Helmut Dr Bayer | Dekorative waende fuer innen oder aussen |
| DE9417079U1 (de) * | 1994-10-25 | 1995-01-26 | Schmidt, Günther, 82211 Herrsching | Stoffartige Wandbespannung |
-
1996
- 1996-02-22 DE DE1996106500 patent/DE19606500A1/de not_active Withdrawn
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