DE19605525A1 - Lattenrost, insbesondere für Polsterkörper - Google Patents
Lattenrost, insbesondere für PolsterkörperInfo
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Landscapes
- Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Lattenrost, insbe
sondere für Polsterauflagen von Bettstellen und dergleichen Ruhe
vorrichtungen, bestehend aus einer Anzahl quer zur Rostlängsrich
tung im Abstand zueinander verlaufender, paralleler Auflagelatten
und aus zumindest zwei zu ihnen im wesentlichen orthogonal und im
Bereich ihrer Enden verlaufenden, diese in einer ausgerichteten
Querlage festlegenden Längsholmen mit gegenüber den Auflagelatten
größerem Querschnitt, die durch zumindest zwei Querholme zu einem
Rahmen als Einbaueinheit verbunden sind und Paare einander gegenü
berliegender mit ihren Mittelachsen fluchtender, zur Längsholmin
nenseite offener Löcher darbieten, die die Enden jeweils einer
Auflagelatte aufnehmen.
Bei einem bekannten Lattenrost dieser Art liegen
bogenförmig nach oben gewölbte Auflagelatten von rechteckigem
Querschnitt, wobei die Dicke der Latte einen Bruchteil ihrer
Breite ausmacht, in entsprechenden einseitig offenen Ausnehmungen
der Längsholme, die endseitig über Querholme zu einem geschlosse
nen Rahmen verbunden sind. Dabei sind die Auflagelatten gegenüber
Drehung in ihrer Längsachse festgelegt, jedoch in dieser Richtung
frei verschieblich bis zum jeweiligen Anschlag ihrer Stirnseite an
der Rückwand der Ausnehmung im Längsholm. Die Auflagelatten beste
hen dabei üblicherweise aus mehreren parallelfaserigen Furnier
schichten, Längs- und Querholme aus massiven Holzleisten oder
Schichtholz.
Es ist inzwischen allgemein bekannt, die Aufla
gelatten über elastische Formkörper in den Längsholmen zu lagern.
Aufgrund ihrer Rechteckform lassen sich die
Auflagelatten durch entsprechende komplementärgeformte Ausnehmun
gen in den Längsholmen, bzw. in den Lagerkörpern, gegenüber Dre
hung in ihrer Längsachsenrichtung festlegen, so daß ihre Wölbung
stets nach oben gerichtet bleibt.
Es hat sich gezeigt, daß die Wölbung, auch
dieser schichtverleimten Leisten, allmählich abnimmt bis zur Aus
bildung einer Wölbung in Belastungsrichtung. Trotz des hohen Auf
wands zur Herstellung solcher Auflagelatten erlauben derartige
Lattenroste keine Weiterverwendung in gewendeter Lage zur Umkeh
rung der Wölbung wieder nach oben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
kostengünstiges Lattenrost der eingangs angegebenen Art zu schaf
fen, dessen Auflagelatten ein Minimum an Herstellungsaufwand er
fordern und das durch seinen Gesamtaufbau ein Wenden zur beidsei
tigen Nutzung und damit Verlängerung der Lebensdauer erlaubt. Es
soll durch überwiegende Verwendung von nachwachsenden, verrottba
ren Rohstoffen, möglichst in ihrer natürlich gewachsenen Form,
herstellbar sein.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch
gelöst, daß die Löcher zur Aufnahme der Enden der Auflagelatten
zumindest annähernd mittig zur Ober- und Unterseite des Rahmens
angeordnet sind und die Auflagelatten zumindest annähernd gerade
geformt sind und einen runden Querschnitt besitzen.
Bei dieser Ausgestaltung des Lattenrost es wird
der Aufwand zur Herstellung der Auflagelatten durch ihre einfache,
symmetrische, endlos extrudierbare Form ein Minimum. Dadurch
können auch Rohrkörper verwendet werden, die aufgrund ihrer gegen
über Biegung günstigen Materialverteilung ein Minimum an Material
aufwand und -kosten bieten; insbesondere natürlich gewachsene und
für den Anwendungsbereich in einem Lattenrost optimal gestaltete
und komplett ausgeformte Rohrstöcke.
Bei allmählichem Auftreten von nach unten ge
richteten Wölbungen in den Auflagelatten im Verlaufe ihrer Nut
zungszeit, kann das Lattenrost gewendet werden, ohne Veränderung
von Einbaubedingungen und Liegehöhe, so daß der Prozeß in umgekehr
ter Richtung fortgesetzt und damit die Wölbung wieder rückgängig
gemacht wird bis zur Bildung einer Wölbung in entgegengesetzter
Richtung. Dieses Wenden kann beliebig oft wiederholt werden,
wodurch die Gebrauchsdauer des Lattenrostes vervielfacht und damit
erheblich verlängert wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist jede
Auflagelatte mit einem Ende am Rahmen festgelegt und mit dem ande
ren Ende gegenüber seinem Loch in ihrer Längsachse bis zum stirn
seitigen Anschlag frei verschiebbar. Damit wird die runde Auflage
latte auch gegenüber Drehung in ihrer Längsachse an ihrem einen
Ende festgelegt. Das andere, gegenüber seinem Loch frei verschieb
bare Ende, erlaubt die Durchbiegung der Auflagelatte bei Belastung
zur gewünschten Federung mit der daraus folgenden Verringerung des
Abstandes beider Enden.
Auch ohne Verwendung von Klebstoffen zur Erzie
lung von Stoffschluß können die Auflagelatten an den Längsholmen
durch Paßkörper festgelegt werden, die die Querschnitte beider
durchdringen. Durch die Verwendung eines solchen Paßkörpers in
Verbindung mit einem an die Form des Endes der Auflagelatte ange
paßten Loches wird dieses Ende vollständig in allen Richtungen
festgelegt. Die Paßkörper können von Stiften oder Strängen gebil
det sein, die aufgrund ihres Querschnitts und ihres Materials in
der Lage sind, die auftretenden Querkräfte gegenüber den Paßflä
chen zu übertragen.
Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Paßkörper in
Löchern liegen, die die Querschnitte der Auflagelatten und Längs
holme an ihren dicksten Stellen, vorzugsweise in jeweils einer ih
rer Symmetrieachsen, durchdringen und insbesondere orthogonal zu
den Längsachsen beider ausgerichtet sind. Dies ergibt die stabil
ste Konstruktion einer solchen Paßkörperverbindung.
Durch die Verwendung von Auflagelatten mit
ringförmigem Querschnitt wird der Materialaufwand ein Minimum bei
einem hohen Flächenträgheitsmoment einer noch glatten, vertie
fungsfreien, ringsum geschlossenen Oberfläche. Solche Rohre sind
als Profil zu geringen Kosten einfach herstellbar durch endlose
Extrusion. Rohrstöcke sind solche Rohre aus nachwachsenden, ver
rottbaren Rohstoffen. Sie werden natürlich mit harter, glatter
Oberfläche annähernd gerade und etwas konisch ausgeformt, können
jedoch auch nachträglich durch Hitze und Dampf ausgerichtet wer
den. Es kommen Rohrstöcke aus Bambus, Tonkin oder Rattan in Dic
ken von ⌀ 5 bis 30 mm in Frage. Dabei wird jeweils vor dem dick
sten Knoten eines Rohrstocks gemessen. Der Durchmesser des Rohr
stocks bestimmt sein Flächenträgheitsmoment und damit die Härte
einer als Biegefeder wirkenden Auflagelatte.
Solche Rohrstöcke bilden konische Auflagelatten
mit einem dickeren und einem dünneren Ende. Für eine möglichst
gleichmäßige Federhärte des Lattenrost es sollten sie an einem
Längsholm so angeordnet sein, daß jeweils ein dickeres und ein
dünneres Ende benachbart sind. Die Wuchsrichtung wechselt dann je
weils von einer Auflagelatte zur nächsten. Dabei ist es insbeson
dere für eine Paßkörperverbindung vorteilhaft, die dickeren Enden
der Auflagelatten an den Längsholmen festzulegen.
Für die Längsholme und Querholme des Lattenro
stes können Rohrstöcke entsprechend größeren Durchmessers - über
⌀ 25 - verwendet werden. Damit ist das gesamte Lattenrost über
traditionelle Verbindungstechniken in Naturmaterialien herstell
bar. So können die Stoßbereiche von Längs- und Querholm mit fase
rigen Strängen aus z. B. Rattan in traditionellen Techniken umwic
kelt werden.
Es ist vorteilhaft die gesamten Längsholme
schraubenförmig mit solchen faserigen Strängen zu umwickeln, um
einem Aufreißen der Seitenholme zwischen den Löchern vorzubeugen.
Damit können auch Löcher und vorstehende Kanten von Paßkörpern
nach außen verdeckt werden, so daß keine scharfen Kanten mehr zum
Verschleiß der auf dem Lattenrost liegenden Matratze führen kön
nen.
Auch als Paßkörper können diese faserigen Strän
ge verwendet werden, indem sie durch ein entsprechendes Loch, das
Auflagelatten und Längsholme durchdringt, geführt werden. Dies
kann zur Verstärkung in mehrfacher Weise geschehen. Auch das
teilweise Umwickeln der Auflagelatten, zumindest in ihren Endbe
reichen, und damit zusätzliche Verbinden von Auflagelatten und
Längsholm ist vorteilhaft. Aufgrund ihres größeren Querschnitts
ist die Verwendung von Holzstiften als Paßkörper jedoch günstiger.
Damit ist das Lattenrost unter Nutzung der
natürlich gewachsenen Form und Oberfläche über traditionelle Tech
niken vollständig aus reinen nachwachsenden Rohstoffen herstellbar
und besteht komplett aus verrottbarem Material etwa gleicher
Lebensdauer.
Durch verschiedene Gruppen von Auflagelatten,
die sich in ihrer mittleren Dicke orthogonal zur Lattenrostfläche
voneinander unterscheiden, sind auf einfache Weise ergonomisch
günstige Härtezonen im Lattenrost realisierbar. Die Dicke orthogo
nal zur Lattenrostfläche hat über das Flächenträgheitsmoment den
größten Einfluß auf die Härte der Biegefedern bildenden Auflage
latten. Es können Auflagelatten unterschiedlichen Durchmessers
verwendet oder Auflagelatten gleichen Durchmessers unterschiedlich
ein- oder zweiseitig angeschliffen werden, um ihre Dicke orthogo
nal zur Lattenrostfläche zu verringern. Im Handel sind auch auf
geschnittene Rohrstöcke - sogenannte Splittstäbe - erhältlich, de
ren Querschnitt nur durch ein Kreisringsegment mit dadurch wesent
lich reduziertem Flächenträgheitsmoment gebildet wird.
Darüberhinaus lassen sich Härtezonen durch un
terschiedliche Abstände gleicher Auflagelatten erzielen. Für eine
gleichmäßige Stützung einer Polsterauflage sollten die Mitten der
Auflagelatten jedoch nicht weiter als 5 cm beabstandet sein. Auch
durch Einsatz von Auflagelatten aus unterschiedlichem Material
oder/und unterschiedlichen pflanzlichen Ursprungs bei etwa glei
chem Durchmesser lassen sich Härtezonen aufbauen. Es können zum
Beispiel in einer Härtezone Tonkinstäbe, in einer anderen Rattan
stäbe verwendet werden. Unterschiedliche Wärme- und Feuchtigkeits
behandlung hat ebenfalls einen Einfluß auf die Federhärte.
Bei Lattenrosten ist es üblich geworden, zumin
dest das Rückenteil schräg stellen zu können durch eine gelenkige
Lagerung eines schwenkbaren Rahmens gegenüber einem Grundrahmen.
Dadurch werden die Auflagelatten wieder in verschiedene Gruppen
aufgeteilt, die jeweils durch ihnen zugeordnete eigene Längsholme
und Querholme zu selbständigen Einzelrahmen zusammengefaßt sind,
die zueinander zum Beispiel durch gelenkige Verbindungen und/oder
Rastvorrichtungen in ihrer Relativlage veränderbar sind.
Es empfiehlt sich innerhalb eines äußeren Grund
rahmens, der in etwa zwei Drittel seiner Länge Auflagelatten
trägt, im dritten Drittel seiner Länge einen zwischen seinen
Längsholmen über Zapfen gelenkig gelagerten Schwenkrahmen anzuord
nen, der mit um etwa seine Längsholmdicke in der Länge verkürzten
Auflagelatten versehen ist. Die Rastvorrichtung besteht zum Bei
spiel aus wiederum am Schwenkrahmen gelenkig gelagerten Stäben
oder Rahmen, die gegenüber dem Grundrahmen in verschiedenen Posi
tionen in Abstützungseingriff gebracht werden können. Ahnlich läßt
sich eine Bein-Hochlagerung mit oder ohne Knieknick auch aus
Rohrstöcken gemäß der Erfindung realisieren.
Die in Einzelrahmen zusammengefaßten Gruppen von
Auflagelatten können wiederum aus verschiedenen Untergruppen
unterschiedlicher mittlerer Dicke bestehen. Es ist durchaus auch
sinnvoll bei richtiger Anordnung der Drehgelenke im Taillenbe
reich, den Schwenkrahmen mit einer weicheren Härtezone auszubilden
gegenüber dem starren Bereich des Lattenrostes. In dem Fall bilden
die in Einzelrahmen zusammengefaßten Gruppen gleichzeitig unter
schiedliche Härtezonen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung in Verbindung mit
den Zeichnungen, in denen Ausführungsbeispiele des Gegenstands der
Erfindung schematisch veranschaulicht sind.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Ausführungs
beispiel eines Lattenrostes nach der
Erfindung,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines
Eckbereichs eines weiteren Ausführungs
beispiels nach der Erfindung, etwa ge
mäß Fig. 1, jedoch mit anderem Aufbau
von Längs- und Querholmen einschließ
lich der Festlegung der Auflagelatten
an den Längsholmen, in gegenüber Fig. 1
vergrößertem Maßstab und
Fig. 3 einen mittig abgebrochenen Querschnitt
durch ein Lattenrost entsprechend dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 2,
wiederum in vergrößertem Maßstab.
Das in Fig. 1 dargestellte Lattenrost besteht
aus einer Anzahl von Auflagelatten 1, die quer zur Rostlängsrich
tung im Abstand und parallel zueinander mit jeweils einem Ende 6′′
an einem Längsholm 2 mit gegenüber den Auflagelatten 1 größerem
Querschnitt befestigt ist. Die beiden Längsholme 2 sind endseitig
durch Querholme 3 zu einem Rahmen 4 als stabile Einbaueinheit
verbunden, indem die Stirnflächen der Querholme 3 mit den Innen
seiten der Längsholme 2 in Berührungskontakt stehen und tragen
Paare einander gegenüberliegender, mit ihren Mittelachsen fluch
tender, zur Längsholminnenseite offener Löcher 5, die die Enden
6′, 6′′ jeweils einer Auflagelatte 1 aufnehmen. Das an den Längshol
men 2 festgelegte Ende 6′′ jeder Auflagelatte 1 ist damit auch
gegenüber Drehung der Auflagelatte 1 in ihrer Längsachse festge
legt. Die Auflagelatten 1 sind gerade geformt und besitzen einen
runden Querschnitt. In drei Gruppen 8′, 8′′, 8′′′ sind Auflagelatten 1
zusammengefaßt, die sich in ihrer mittleren Dicke orthogonal zur
Lattenrostfläche voneinander unterscheiden und damit drei Härtezo
nen bilden.
Jede Auflagelatte 1 ist mit einem Ende 6′′ am
Rahmen 4 befestigt und mit dem anderen Ende 6′ gegenüber seinem
Loch 5 in ihrer Längsachse bis zum stirnseitigen Anschlag frei
verschiebbar. Die Auflagelatten 1 sind so an einem Längsholm 2
angeordnet, daß jedes zweite Ende 6′′ am Längsholm 2 befestigt ist.
Die dazwischenliegenden Auflagelatten 1 sind am gegenüberliegenden
Längsholm 2 befestigt.
Fig. 2 zeigt den Eckbereich eines weiteren
Ausführungsbeispiels eines Lattenrostes nach der Erfindung. Aufla
gelatten 1, Längsholm 2 und Querholm 3 bestehen aus Tonkinstäben,
sind damit konisch und besitzen kreisringförmigen Querschnitt. Die
Längsholme 2 und die Querholme 3 sind mit größerem Außendurchmes
ser gewählt und mit faserigen Strängen 9 aus Rattan schraubenför
mig umwickelt. Im Eckbereich sind sie auf Gehrung zusammengefügt
und ebenfalls nachträglich in traditioneller Technik umwickelt.
Jeweils ein Ende 6′′ jeder Auflagelatte 1 ist an einem Längsholm 2
durch einen Holzstift als Paßkörper 7 festgelegt, der die Quer
schnitte beider durchdringt. Der Paßkörper 7 wird durch ein Loch
aufgenommen, das die Querschnitte der Auflagelatte 1 und des
Längsholms 2 an ihren dicksten Stellen in jeweils einer ihrer
Symmetrieachsen durchdringt und ist orthogonal zu den Längsachsen
beider ausgerichtet. Das jeweils dickere Ende 6′′ der Auflagelatten
1 ist am Längsholm 2 befestigt. Die Auflagelatten 1 sind gegenüber
einem Längsholm 2 so angeordnet, daß jeweils ein dickeres und ein
dünneres Ende 6′, 6′′ benachbart sind. Das dünnere Ende 6′ ist ge
genüber seinem Loch 5 in der Längsachse der Auflagelatte 1 bis zum
stirnseitigen Anschlag frei verschiebbar. Die Umwicklung des
Längsholms 2 mit einem faserigen Strang 9 ist nur teilweise darge
stellt, um den Paßkörper 7 sichtbar zu machen. Die Umwicklung ist
vorteilhaft so gelegt, daß sie die Paßkörper 7 nach außen abdeckt.
In Fig. 3 ist noch einmal der Verbindungsbereich
von Auflagelatte 1 und Längsholmen 2 im Schnitt deutlich darge
stellt. Die konische Auflagelatte 1 liegt mit ihrem dicken Ende 6′′
und mit ihrem dünnen Ende 6′ in einem Paar jeweils zueinander
fluchtender, gegenüberliegender Löcher 5 der Längsholme 2, die
mit wesentlich größerem Außendurchmesser gewählt sind.
Das frei verschiebbare dünne Ende 6′ der Aufla
gelatte 1 sollte möglichst weit in den Längsholm 2 hineinragen, um
bei Verformung der Auflagelatte 1 im Gebrauch bis zu einer nach
unten gerichteten Wölbung und der damit verbundenen Verkürzung
des Abstands beider Enden 6′, 6′′ ein Hinausrutschen des Endes 6′
auszuschließen. Das dicke Ende 6′′ der Auflagelatte 1 ragt eben
falls in ein Loch 5 im gegenüberliegenden Längsholms 2.
Beide werden orthogonal zu ihren Längsachsen
jeweils in einer Symmetrieachse ihrer Querschnitte und gleichzei
tig an ihren dicksten Stellen von einem zylindrischen Paßstift aus
Holz als Paßkörper 7 vollständig durchdrungen. Hier ist die Aufla
gelatte 1 am Längsholm 2 und damit auch gegenüber Drehung in
ihrer Längsachse festgelegt. Sie ist mittig zur Ober- und Unter
seite des Rahmens 4 angeordnet, wodurch das Lattenrost gegenüber
einer Wendung invariant ist.
Die Längsholme 2 sind ringsherum durch faserige
Stränge 9 aus Rattan schraubenförmig umwickelt und halten diese,
insbesondere gegenüber Aufreißen längs der innenliegenden Reihe
der Löcher 5, zusammen.
Der Gegenstand der Erfindung ist nicht auf die
in den Zeichnungen dargestellten und vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele beschränkt, vielmehr sind im Rahmen der
Ansprüche auch anderweitige Ausgestaltungen und Modifikationen
denkbar und möglich.
Claims (14)
1. Lattenrost, insbesondere für Polsterauflagen
von Bettstellen und dgl. Ruhevorrichtungen, bestehend aus einer
Anzahl quer zur Rostlängsrichtung im Abstand zueinander verlaufen
der, paralleler Auflagelatten (1) und aus zumindest zwei zu ihnen
im wesentlichen orthogonal und im Bereich ihrer Enden (6′, 6′′) ver
laufenden, diese in einer ausgerichteten Querlage festlegenden
Längsholmen (2) mit gegenüber den Auflagelatten (1) größerem Quer
schnitt, die durch zumindest zwei Querholme (3) zu einem Rahmen
(4) als Einbaueinheit verbunden sind und Paare einander gegenüber
liegender, mit ihren Mittelachsen fluchtender, zur Längsholminnen
seite offener Löcher (5) darbieten, die die Enden (6′, 6′′) jeweils
einer Auflagelatte (1) aufnehmen, von denen jeweils zumindest ein
Ende (6′′) an einem Längsholm (2) gegenüber Drehung der Aufla
gelatte (1) in ihrer Längsachse festgelegt ist, wobei die
Löcher (5) zumindest annähernd mittig zur Ober- und Unterseite des
Rahmens (4) angeordnet sind, die Auflagelatten (1) zumindest
annähernd gerade geformt sind und einen runden Querschnitt
besitzen.
2. Lattenrost nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß jede Auflagelatte (1) mit einem Ende (6′′) am Rahmen
(4) festgelegt und mit dem anderen Ende (6′) gegenüber seinem
Loch (5) in ihrer Längsachse bis zum stirnseitigen Anschlag frei
verschiebbar ist.
3. Lattenrost nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auflagelatten (1) an den Längsholmen (2)
durch Paßkörper (7) festgelegt sind, die die Querschnitte beider
durchdringen.
4. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Paßkörper (7) in Lochern liegen,
die die Querschnitte der Auflagelatten (1) und Längsholme (2) an
ihren dicksten Stellen vorzugsweise in jeweils einer ihrer
Symmetrieachsen durchdringen und insbesondere orthogonal zu den
Längsachsen beider ausgerichtet sind.
5. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch Auflagelatten (1) mit ringförmigem Quer
schnitt.
6. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch konische Auflagelatten (1) mit einem dickeren
Ende (6′′) und einem dünneren Ende (6′), wobei sie an einem Längs
holm (2) so angeordnet sind, daß jeweils ein dickeres und ein
dünneres Ende (6′, 6′′) benachbart sind.
7. Lattenrost nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die dickeren Enden (6′′) der Auflagelatten (1) an dem
Längsholm (2) festgelegt sind.
8. Lattenrost nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
gekennzeichnet durch Auflagelatten (1) aus Rohrstöcken, wie Bam
bus, Tonkin oder Rattan.
9. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch Längsholme (2) und Querholme (3) aus Rohr
stöcken.
10. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Längsholme (2) schraubenförmig mit
faserigen Strängen (9) umwickelt sind.
11. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßbereiche von Längsholmen
(2) und Querholmen (3) mit faserigen Strängen (9) umwickelt sind.
12. Lattenrost nach Anspruch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die faserigen Stränge (9) aus Rattan bestehen.
13. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 bis
12, gekennzeichnet durch verschiedene Gruppen (8′, 8′′, 8′′′) von Auf
lagelatten, die sich in ihrer mittleren Dicke orthogonal zur Lat
tenrostfläche voneinander unterscheiden.
14. Lattenrost nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß das Lattenrost aus mehreren Gruppen
(8′, 8′′, 8′′′) von Auflagelatten (1) besteht, die durch ihnen zuge
ordnete Längsholme (2) und Querholme (3) zu verschiedenen Einzel
rahmen ergänzt werden, die zueinander insbesondere durch gelenkige
Verbindungen und/oder Rastvorrichtungen lageveränderbar ausgebil
det sind.
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| DE3301441A1 (de) * | 1983-01-18 | 1984-07-26 | Werzalit-Werke J.F. Werz KG, 7141 Oberstenfeld | Lageranordnung der enden von federleisten in lattenrosten fuer betten und liegen |
| DE3308292A1 (de) * | 1983-03-09 | 1984-09-13 | Metalegno Stabilimento, Vaduz | Lattenrost mit drehbar gelagerten federleisten |
-
1996
- 1996-02-15 DE DE1996105525 patent/DE19605525A1/de not_active Withdrawn
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