DE19605452A1 - Antriebseinrichtung - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung geht von einer gemäß dem Oberbegriff des
Hauptanspruches konzipierten, einem Stellelement zugeordneten
Antriebseinrichtung aus.
Solche Antriebseinrichtungen sind beispielsweise für die Verstellung und
Positionierung von Lüftungsklappen in einem Kraftfahrzeug vorgesehen oder dienen
zur Bewegung von Stellgliedern in Regel- oder Steuerkreisen.
Zwecks Realisierung einer derartigen Antriebseinrichtung ist es bekannt,
Schrittmotore mit Getriebe bzw. Gleichstrommotore mit angeflanschtem
Potentiometer am Getriebeausgang oder Gleichstrom-Getriebemotore mit im Motor
integrierten Hall-Sensoren zu verwenden.
Um eine unbeabsichtigte Verstellung des Stellelementes durch äußere
Stelleinflüsse - im Falle einer Lüftungsklappe beispielsweise durch die Einwirkung
des Luftstroms - zu verhindern, wird bei Stellantrieben mit einem Getriebe letzteres
üblicherweise selbsthemmend ausgeführt.
Die Positionierung des Stellelementes erfolgt beim Schrittmotor durch schrittweisen
Antrieb und Zählen der Ansteuerimpulse. Bei mit einem Potentiometer versehenen
Gleichstrommotoren wird die Positionierung mittels Messung der zum Verstellwinkel
proportionalen Potentiometerspannung vorgenommen. Schließlich erfolgt bei mit
Hall-Sensoren versehenen Gleichstrommotoren die Positionierung durch Zählen der
Hall-Sensorimpulse.
Bei einer Positionserfassung durch eine Lagesensorik wird eine gesonderte
elektrische Zuleitung benötigt, was z. B. im Fall einer Kraftfahrzeug-Klimaanlage mit
einer daran vorgesehenen, in der Größenordnung von zehn liegenden Anzahl von
Klappen-Verstelleinrichtungen einen beträchtlichen Zusatzaufwand bedeutet. Bei
der Verwendung eines einfachen Gleichstrommotors wird damit der Aufwand für die
Positionsrückmeldung etwa gleich groß wie für den eigentlichen Stellmotor.
Durch die DE 44 11 935 C1 ist eine entsprechend dem Oberbegriff des
Hauptanspruches ausgebildete, insbesondere für die Verstellung der
Kraftfahrzeug-Lüftungsklappen vorgesehene Antriebseinrichtung bekanntgeworden,
wobei mit der Verstellbewegung des Stellelementes ein mechanisches System mit
längs seines Bewegungsweges variierender potentieller Energie mitbewegt wird, mit
dem die Motorstrom-Kennlinie über den Stellelemente-Einstellbereich hinweg
wesentlich von der vom mechanischen System auf das Stellelement ausgeübten
Kraft bestimmt wird.
Bei einer derart ausgeführten Antriebseinrichtung besteht das Problem, daß durch
die mechanische Belastung des Stellmotors die relevanten in der
Kraftübertragungskette der Antriebseinrichtung liegenden Übertragungsglieder
mechanisch beachtlich beansprucht werden. Dadurch wird dann auch der Stellmotor
elektrisch relativ hoch belastet.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine
Antriebseinrichtung der eingangs erwähnten Art so weiterzubilden, daß durch die
eine Veränderung des der Antriebseinrichtung zugeführten elektrischen Stromes
bewirkende Belastung der Antriebseinrichtung praktisch keine zusätzliche
mechanische Beanspruchung auf die Übertragungsglieder ausgeübt wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des
Hauptanspruches angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhaft bei einem derartigen Aufbau einer Antriebseinrichtung ist, daß dem der
Antriebseinrichtung zugeführten Strom klar erkennbare Veränderungen aufmoduliert
werden, die dann ohne weiteres zur Bestimmung der jeweiligen Position des
Stellelementes herangezogen werden können. Besonders günstig ist dabei, daß der
Motorstrom keine Veränderung erfährt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Gegenstandes sind
in den Unteransprüchen angegeben und werden anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 die wesentlichen Teile der Antriebseinrichtung in Draufsicht
Fig. 2a ein zur Antriebseinrichtung nach Fig. 1 gehörendes Ersatzschaltbild
Fig. 2b ein Diagramm des der Antriebseinrichtung nach Fig. 1 zugehörigen
elektrischen Stromes.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist ein die Antriebseinrichtung aufnehmendes,
vorzugsweises aus Kunststoff gefertigtes Gehäuse I vorhanden. Dieses Gehäuse
ist über Befestigungslaschen 1a, die mit zur Aufnahme von Befestigungsschrauben
vorgesehenen Durchbrüchen 1a′ versehen sind, insbesondere an einem
Kraftfahrzeugteil gehalten und z. B. einer der Lüftungsklappen der
Kraftfahrzeug-Klimaanlage zugeordnet.
Die Antriebseinrichtung besteht dabei aus einem eine relativ geringe Leistung
aufweisenden Gleichstrom-Stellmotor 2, der über ein mehrere Zahnräder 3a-3c
aufweisendes Zahnradgetriebe 3 mit dem nur angedeuteten Stellelement 4 von
einer der der Einfachheit halber nicht dargestellten Lüftungsklappen verbunden ist.
Zum Anschluß des elektrischen Stellmotors 2 an die Versorgungsspannung UB des
Kraftfahrzeugs ist an dem Gehäuse 1 ein mit zwei Steckkontaktelementen 5a, 5b
versehener, als Steckverbindungsteil 5 ausgebildeter Ansatz 1b vorhanden.
Um nunmehr eine Bestimmung der Position des Stellelementes 4 bzw. eine
Positionierung desselben durchzuführen, ist an einem der Zahnräder 3a-3c und
zwar am Zahnrad 3a eine als Magnetring ausgeführte dauermagnetische
Vorrichtung 6 gehalten und konzentrisch zur Drehachse 3a′ dieses Zahnrades 3a
angeordnet. Diesem mit mehreren segmentförmigen Abschnitten 6a-6d
alternierender Polarität N/S versehenen Magnetring ist ein vorzugsweise als
Reed-Kontaktschalter ausgebildeter, in Richtung der hintereinander liegenden
segmentförmigen Abschnitte sich erstreckender magnetfeldempfindlicher
Schaltbaustein 7 beinahe tangierend zugeordnet.
Dieser Schaltbaustein liegt elektrisch in Reihe zu einem Widerstand 8, so daß
dieser darüber parallel zum Motorstromkreis schaltbar ist (siehe Fig. 2a).
Aufgrund dessen wird bei einer Umdrehung der als Magnetring ausgebildeten
dauermagnetischen Vorrichtung 6 durch die der Anzahl der segmentförmigen
Abschnitte 6a-6d entsprechender Anzahl der Veränderungen des Schaltzustandes
des magnetfeldempfindlichen Schaltbausteines 7 eine deutliche, vorzugsweise in
der Größenordnung von 10 bis 20% liegende und damit meßtechnisch einwandfrei
erfaßbare Erhöhung des der Antriebseinrichtung zugeführten Stromes I erzielt und
zwar indem sich zum Motorstrom I* der Strom I** des Widerstandes 8 hinzuaddiert.
In den Figuren ist eine als Magnetring ausgeführte, dauermagnetische Vorrichtung
6 mit vier segmentförmigen Abschnitten 6a-6d alternierender Polarität N/S
dargestellt, woraus das in Fig. 2b angegebene Stromdiagramm resultiert. Wie
daraus zu erkennen ist, wird nach jeweils einer Viertelumdrehung, d. h. zu den
Zeitpunkten t₁-t₄ der Schaltzustand des Schaltbausteins 7 verändert, woraus sich
die prinzipiell dargestellten Stromschwankungen ergeben. Natürlich kann auch die
Anzahl der segmentförmigen Abschnitte 6a-6d noch erhöht werden und zwar, um
eine noch feinfühligere Messung bzw. Positionierung zu ermöglichen.
Claims (10)
1. Antriebseinrichtung zur Positionierung eines Stellelementes mit
- - einem elektrischen Stellmotor zum Antreiben des Stellelementes und
- - einer Steuerungseinrichtung zur Steuerung des Stellmotors und zur Erkennung der Stellelementeposition durch Erfassung der Antriebseinrichtung zugeführten Stromes
- - einer mit der Verstellbewegung des Stellelementes mitbewegten physikalischen Anordnung, durch die die Kennlinie des der Antriebseinrichtung zugeführten Stromes über den Stellelemente-Einstellbereich wesentlich von der durch die Anordnung erzeugten physikalischen Größe beeinflußt ist,
gekennzeichnet durch,
- - eine der Anordnung (6-8) zugehörige, mit der Verstellbewegung des Stellelementes (4) sich verstellende dauermagnetische Vorrichtung (6), die über den Verstellbereich hinweg mehrere Abschnitte (6a-6d) mit alternierender Polarität (N/S) aufweist
- - einen der dauermagnetischen Vorrichtung zugeordneten, ortsfest gehaltenen, magnetfeldempfindlichen Schaltbaustein (7), der mit jeder Polaritätsänderung der dauermagnetischen Vorrichtung seinen Schaltzustand verändert
- - einem dem Stellmotor (2) zugeordneten elektrischen Widerstand (8), der mit dem Schaltbaustein verbunden ist und der in Abhängigkeit des jeweiligen Schaltzustands eine meßbare Veränderung des der Antriebseinrichtung zugeführten Stromes (I) bewirkt.
2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
dauermagnetische Vorrichtung (6) aus einem mehrere segmentförmige Abschnitte
(6a-6d) alternierender Polarität (N/S) aufweisenden Magnetring besteht, der dem
Stellmotor (2) derart zugeordnet ist, daß er sich mit einer zur Drehzahl des
Stellmotors proportionalen Drehzahl bewegt.
3. Antriebseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die
dauermagnetische Vorrichtung (6) bildende Magnetring mit einem Zahnrad (3a) des
dem Stellmotor (2) zugehörigen Zahnrad-Getriebes (3) verbunden und konzentrisch
zur Drehachse (3a′) des Zahnrades ausgerichtet ist.
4. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der die dauermagnetische Vorrichtung (6) bildende
Magnetring mit vier gleich groß ausgeführten, entweder als Nordpol (N) oder als
Südpol (S) aufgebildeten segmentförmigen Abschnitten (6a-6d) versehen ist.
5. Antriebseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der die
dauermagnetische Vorrichtung (6) bildende Magnetring einstückig ausgeführt ist.
6. Antriebseinrichtung nach Anspruch i oder einem der folgenden, dadurch
gekennzeichnet, daß der magnetfeldempfindliche Schaltbaustein (7) als ein den
äußeren Umfang des die dauermagnetische Vorrichtung (6) bildenden Magnetrings
beinahe tangierender, in Richtung der hintereinander liegenden segmentförmigen
Abschnitte (6a-6d) sich erstreckender, sogenannter Reed-Kontaktschalter
ausgeführt ist.
7. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch
gekennzeichnet, daß der dem Stellmotor (2) zugeordnete Widerstand (8) über den
als Reed-Kontaktschalter ausgebildeten magnetfeldempfindlichen Schaltbaustein
(7) parallel zum Motorstromkreis geschaltet ist.
8. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stellmotor (2) und das Zahnrad-Getriebe (3) sowie die
damit kooperierende, im wesentlichen aus der dauermagnetischen Vorrichtung (6),
dem damit kooperierenden Schaltbaustein (7) und dem zugehörigen elektrischen
Widerstand (8) bestehende, als physikalische Größe einen den Strom des
Motorstromkreises beeinflussenden elektrischen Widerstand hervorrufende
physikalische Anordnung in einem gemeinsamen Gehäuse (1) vorhanden ist.
9. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch
gekennzeichnet, daß die dauermagnetische Vorrichtung (6) und das damit
verbundene Zahnrad (3a) des Zahnradgetriebes (3) eine aus einem
kunststoffgebundenen Magnet-Werkstoff hergestellte, einstückige Einheit bilden.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1996105452 DE19605452C2 (de) | 1996-02-15 | 1996-02-15 | Antriebseinrichtung |
| DE1997104867 DE19704867C1 (de) | 1996-02-15 | 1997-02-10 | Antriebseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1996105452 DE19605452C2 (de) | 1996-02-15 | 1996-02-15 | Antriebseinrichtung |
Publications (2)
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|---|---|
| DE19605452A1 true DE19605452A1 (de) | 1997-08-21 |
| DE19605452C2 DE19605452C2 (de) | 1997-12-11 |
Family
ID=7785387
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996105452 Expired - Fee Related DE19605452C2 (de) | 1996-02-15 | 1996-02-15 | Antriebseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19605452C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6102453A (en) * | 1997-02-04 | 2000-08-15 | Atoma International Corp. | Vehicle door locking system with separate power operated inner door and outer door locking mechanisms |
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1996
- 1996-02-15 DE DE1996105452 patent/DE19605452C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19605452C2 (de) | 1997-12-11 |
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