DE19604105A1 - Zündvorrichtung für eine Mehrzylinder-Brennkraftmaschine - Google Patents
Zündvorrichtung für eine Mehrzylinder-BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Zündvorrichtung für eine
Mehrzylinder-Brennkraftmaschine nach der Gattung des
Anspruchs 1. Eine solche Zündvorrichtung ist durch die
EP O 512 357 A2 in der Weise bekannt, als hier mehrere
Einzelzündspulen in einer Trägereinheit einzeln montiert
sind und mit ihren Hochspannungsdomen aus der Trägereinheit
heraus ragen.
Eine so komplettierte Trägereinheit kann dann als ein
einstückiges Teil auf den Zylinderkopf einer
Brennkraftmaschine aufgebracht und dabei alle Zündkerzen mit
den zugeordneten Zündspulen verbunden werden.
In nachteiliger Weise sind jedoch die Zündspulen in der
Trägereinheit starr fixiert, so daß sie während des Betriebs
der Brennkraftmaschinen starken Schüttelbeschleunigungen
ausgesetzt sind, die die Betriebssicherheit der
Zündvorrichtung vermindern können.
Die erfindungsgemäße Zündvorrichtung mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß
die zuvor erwähnte Unzulänglichkeit in zufriedenstellendem
Maß vermieden ist. Dazu ist ein Endabschnitt jeder Zündspule
der Zündvorrichtung durch einen aus einem Gehäuse der
Zündspule ragenden Teil eines Kerns der Zündspule gebildet,
auf dem ein Puffer angebracht ist. Da auch der andere
Endabschnitt jeder Zündspule mit mindestens einem
elastischen Körper in Verbindung steht, kann die
Zündvorrichtung mittels eines Halteelements elastisch
verspannt an einem Zylinderkopf der Brennkraftmaschine
befestigt werden.
Dadurch werden Schüttelbeschleunigungen im Betrieb der
Brennkraftmaschine abgedämpft und die Betriebssicherheit der
Zündvorrichtung bleibt auch unter diesen Belastungen
erhalten.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Maßnahmen für die
Realisierung der Erfindung angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und in der Figurenbeschreibung näher erläutert.
In der Figur ist in einer Seitenansicht die Zündvorrichtung,
teilweise geschnitten, dargestellt.
Eine in der Figur dargestellte Zündvorrichtung 11 für eine
Mehrzylinder-Brennkraftmaschine enthält, entsprechend der
Anzahl der Zylinder der Brennkraftmaschine, mehrere
Zündspulen 12. Die Zündvorrichtung 11 ist zur Montage an
einem Zylinderkopf 13 der Brennkraftmaschine vorgesehen. In
dem Zylinderkopf 13 sind, jeweils einem Zylinder zugeordnet
und jeweils von einer Eintrittsöffnung 14 ausgehend,
sogenannte Kerzenschächte 15 mit rundem
Durchtrittsquerschnitt angeordnet. In bekannter Weise ist in
jedem Kerzenschacht 15 versenkt eine Zündkerze 16 ortsfest
eingesetzt. Die Zündkerze 16 weist innenseitig, der
Eintrittsöffnung 14 zugewandt, einen
Hochspannungsanschluß 17 auf, der aus einer stiftförmigen
Elektrode 18 und einem die Elektrode 18 lagernden, im
wesentlichen zylinderförmigen Isolierkörper 19 besteht.
Die Zündspulen 12 sind als Stabzündspulen mit einem
zylinderförmigen Gehäuse 20 aus elastischem Isolierstoff
ausgebildet. Der Durchmesser des Gehäuses 20 ist um ein
Fügespiel kleiner als der Durchmesser des
Kerzenschachtes 15. Aus dem Gehäuse ragen in axialer Flucht
endseitig ein erster Endabschnitt 21 zur Anordnung an dem
Hochspannungsanschluß 17 der zuordenbaren Zündkerze 16 und
ein zweiter Endabschnitt 22 als Verlängerung eines ansonsten
innerhalb des Gehäuses 20 verlaufenden Kerns 23 der
Zündspule 12 heraus.
Der Kern 23 ist stabförmig ausgebildet, besteht aus
schichtförmig angeordnetem, magnetisch leitfähigem Material
und trägt in bekannter und hier nicht dargestellter Weise in
konzentrischer Anordnung eine Primär- und eine
Sekundärspule.
Der Kern 23 weist eine Umspritzung 24 aus Kunststoff aus,
die in weiten Bereichen den Kern 23 schichtförmig umgibt,
jedoch zu Beginn des zweiten Endabschnitts 22 am Austritt
aus dem Gehäuse 20 zusätzlich zu einer sich radial
erstreckenden umlaufenden Schulter 26 und als erster
Endabschnitt 21 in Verlängerung des Kerns 23 zu einem axial
gerichteten hülsenförmigen Hochspannungsdom 27 ausgebildet
ist. Vom freien Ende des Hochspannungsdoms 27 zurückgesetzt
ist in diesem ein axial gerichtetes, stiftförmiges
Hochspannungsanschlußelement 28 angeordnet.
Am zweiten Endabschnitt 22 ist ein Puffer 29 in Form einer
hutförmigen Gummikappe angebracht, der mit einem Boden 31 an
der Stirnseite des zweiten Endabschnitts 22 und mit einem
Außenmantel 32 seitlich an dem zweiten Endabschnitt 22 bis
zur Schulter 26 anliegt. Der Außenmantel 32 weist eine
konische, sich zum Boden 31 hin verjüngende Kontur auf.
Zur Positionierung und Lagerung der Zündspulen 12 am
Zylinderkopf 13 ist ein einstückiges, bügelförmiges
Halteelement 33 vorgesehen, das als Stanzteil ausgebildet
ist und in nicht näher dargestellter Weise entlang der
Bezugslinien 34 an dem Zylinderkopf 13 anschraubbar ist. Das
Halteelement 33 weist in Zuordnung zu der Montagelage der
Zündspulen 12 an dem Zylinderkopf 13 für jeden Puffer 29 zu
dessen Aufnahme eine Ausnehmung 36 in Form einer Bohrung 37
oder eines Durchzugs 38 auf.
Zu Beginn der Montage der Zündvorrichtung 11 an dem
Zylinderkopf 13 wird an jedem Kerzenschacht 15 eine Tülle 39
aus elastischem Isolierstoff auf Längsanschlag eingesetzt,
wobei die Tülle 39 mit einer Mantelfläche 41 spielfrei an
einer Wandung 42 des Kerzenschachtes 15 anliegt. Die
Tülle 39 weist eine Stufenbohrung 43 mit einem ersten
Bohrungsabschnitt 44 und einem zweiten Bohrungsabschnitt 46
auf. Der im Durchmesser kleinere erste Bohrungsabschnitt 44
umgreift im eingeschobenen Zustand der Tülle 39 den
Isolierkörper 19, der schon endmontierten Zündkerze 17 bis
auf einen, der Elektrode 18 benachbarten
Zentrierabschnitt 47 des Isolierkörpers 19 spielfrei.
Die Zündspule 12 wird nun mit Radialspiel in den
Kerzenschacht 15 eingeführt, bis daß das Gehäuse 20
stirnseitig am Ende der Tülle 39 anschlägt. In dieser
Endlage der Zündspule 12 umfaßt der Endbereich des
Hochspannungsdoms 27 innenseitig mit Bewegungsspiel den
Zentrierabschnitt 47 des Isolierkörpers 19 und liegt
außenseitig spiel frei oder mit geringer radialer Pressung in
dem im Durchmesser größeren zweiten Bohrungsabschnitt 46 der
Tülle 39 an.
Des weiteren gelangt mit dem Erreichen der Endlage der
Zündspule 12 ein an dem Hochspannungsanschlußelement 28
anliegendes Hochspannungskontaktelement 48 in Form einer
Schraubenfeder aus Metall in Kraftschluß mit dem
Hochspannungsanschluß 18 der Zündkerze 17 und stellt die
elektrische Verbindung zwischen dem Ausgang der Zündspule 12
und dem Eingang der Zündkerze 17 in flexibler Weise her.
Zum Ende der Montage der Zündvorrichtung 11 wird das
Halteelement 33 derart auf die Zündspulen 12 aufgesetzt, daß
jeder Puffer 29 in eine zugeordnete Ausnehmung 36 gelangt.
Die lichte Weite der Ausnehmung 36 ist dabei so bemessen,
daß der Puffer 29 im Bereich des Bodens 31 durch diese
hindurchtreten kann, jedoch unmittelbar danach, etwa nach
einem Drittel der Längserstreckung des Puffers 29, der
Außenmantel 32 innenseitig an der Ausnehmung 36 zur Anlage
kommt und ein weiteres Hindurchtreten des Puffers 29
verhindert.
Abschließend erfolgt ein nicht näher dargestelltes
Verschrauben des Halteelements 33 an dem Zylinderkopf 13
entlang der Bezugslinien 34 und damit eine axiale
Verspannung der Zündspulen 12. Diese Verspannung erfolgt
endseitig an den stabförmigen Zündspulen 12, entgegen den
Rückstellkräften der Puffer 29 und der Tüllen 39 und sorgt
für eine elastische, Schüttelbeschleunigungen dämpfende
Anbringung der Zündvorrichtung 11 am Zylinderkopf 13 der
Brennkraftmaschine. Zur weiteren Betriebssicherheit der
Zündvorrichtung 11 ist die Hochspannungsübertragung von den
Zündspulen 12 zu den Zündkerzen 16 flexibel ausgebildet.
Claims (6)
1. Zündvorrichtung für eine Mehrzylinder-Brennkraftmaschine,
mit mehreren, vorzugsweise gleichartigen Zündspulen (12), von
denen jede einen Kern (23) aus magnetisch leitfähigem
Material, ein Gehäuse (20) aus elektrischem Isolierstoff und
einem ersten Endabschnitt (21) zur Anordnung an einen
Hochspannungsanschluß (17) einer zugeordneten, in einem
Kerzenschacht (15) eines Zylinderkopfes (13) der
Brennkraftmaschine ortsfest angebrachten Zündkerze (16)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündspulen (12)
jeweils mit einem aus dem Gehäuse (20) ragenden Teil des
Kerns (23) einen zweiten Endabschnitt (22) bilden, der über
einem Puffer (29) durch einen die Zündspulen (12) in den
Kerzenschächten (15) festlegenden Halteelements (33) gehalten
ist und der erste Endabschnitt (21) durch mindestens einen
elastisch verformbaren Körper (39, 48) mit dem
Hochspannungsanschluß (17) wenigstens mittelbar in Verbindung
steht.
2. Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zündspulen (12) jeweils als Stabzündspulen mit im
wesentlichen zylindrischer Außenform augebildet sind und die
beiden Endabschnitte (21, 22) in axialer Flucht einander
gegenüberliegen.
3. Zündvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Puffer 29 als eine auf dem zweiten Endabschnitt (22)
angebrachte Gummikappe ausgebildet ist, die den zweiten
Endabschnitt (22) weitgehend umschließt und einen konisch
verlaufenden, sich zur Stirnseite verjüngenden
Außenmantel (32) aufweist.
4. Zündvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteelement (33) als ein einstückiges, bügelförmiges,
an dem Zylinderkopf (13) der Brennkraftmaschine befestigbares
Blechteil ausgebildet ist und Ausnehmungen (36) zur Aufnahme
der Puffer (29) in Form von Bohrungen oder Durchzügen
aufweist.
5. Zündvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der mindestens eine elastisch verformbare Körper aus
einer sich in dem Kerzenschacht (15) abstützenden Tülle (39),
vorzugsweise aus Gummi und einem elektrisch leitfähigen
Hochspannungskontaktelement (48) besteht, das mit einer, einen
Teil des Hochspannungsanschlusses (17) bildenden Elektrode (18)
und mit einem Hochspannungsanschlußelement (28) der
Zündspule (12) kraftschlüssig in elektrischer Verbindung
steht.
6. Zündvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tülle (39) eine Stufenbohrung (43) aufweist, die
einerseits einen, den ersten Endabschnitt (21) bildenden
Hochspannungsdom (27) der Zündspule (12) und andererseits einen
den weiteren Teil des Hochspannungsanschlusses (17) bildenden
Isolierkörper (19) der Zündkerze (16) umschließt.
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