DE19602724A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen zusammengesetzter Tonerbilder - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen zusammengesetzter TonerbilderInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf das Erzeugen von Tonerbildern
auf einem Bildträger. Sie ist besonders geeignet bei einem
Verfahren und einer Vorrichtung zum Erzeugen von zwei oder
mehr verschiedenfarbigen Tonerbildern auf nur einem Bildfeld
eines Bildträgers, ist auf diese Anwendung aber nicht be
schränkt.
US-A-5.001.028 ist repräsentativ für eine Reihe von Ver
öffentlichungen, die ein Verfahren beschreiben, bei dem ein
fotoleitfähiger Bildträger zum Erzeugen eines elektrostati
schen Bildes gleichmäßig geladen und bildweise belichtet
wird. Danach wird zum Erzeugen eines Tonerbildes Toner auf
das elektrostatische Bild aufgebracht. Üblicherweise wird
bei diesem Verfahren der entladene Bereich entwickelt. Der
aufgebrachte Toner weist daher dieselbe Polarität auf wie
das elektrostatische Bild. Er lagert sich in den Bereichen
der geringsten Ladung (den entladenen Bereichen) ab und bil
det ein Tonerbild aus, dessen Dichte in jenen Bereichen am
größten ist, die die stärkste Belichtung erfahren. Ohne das
erste Tonerbild zu fixieren wird der Bildträger üblicherwei
se nochmals gleichmäßig mit einer Ladung derselben Polarität
wie das erste Bild geladen und bildweise belichtet, um im
wesentlichen in jenen Bereichen des Bildträgers ein zweites
elektrostatisches Bild zu erzeugen, die von dem ersten
Tonerbild nicht bedeckt sind. Das zweite elektrostatische
Bild wird nochmals mit einem Toner getonert, der dieselbe
Polarität wie das elektrostatische Bild, aber eine gegenüber
dem ersten Tonerbild unterschiedliche Farbe aufweist, wo
durch man ein zweites Tonerbild erhält. Anschließend kann
das Verfahren mit einem dritten elektrostatischen Bild, das
mit einem Toner einer dritten Farbe getonert wird, wieder
holt werden, um ein drittes Tonerbild zu erzeugen, usw. Die
zwei (oder mehr) Farbbilder weisen alle dieselbe Polarität
auf und können in einfacher Weise in einem Schritt auf ein
Empfangsblatt übertragen und dort ebenfalls in einem Schritt
fixiert werden.
Obwohl das Verfahren nicht unbedingt auf diese Anwendungen
beschränkt ist, wird es meistens für die Herstellung von
Zusatzfarbendrucken oder -kopien mittels elektronischer
Belichtung durch Laser- oder LED-Druckkopf verwendet. Alle
mir bekannten kommerziellen Anwendungen arbeiten mit elek
tronischer Belichtung und Entwicklung der entladenen Berei
che.
Das Verfahren bietet bei Mehrfarben-Anwendungen eine Reihe
von Vorteilen. Es vermeidet die für die passergenaue Über
tragung üblicherweise erforderlichen mühsamen, ungenauen
und/oder teuren Arbeitsschritte. Bei Einsatz getrennter
Belichtungsstationen können mit dem Verfahren Mehrfarben
drucke mit derselben Geschwindigkeit hergestellt werden wie
Einfarbendrucke.
Wichtig ist, daß der zweite und die folgenden Tonerschritte
die vorherigen Tonerbilder nicht stören. Sonst kann Toner
vom ersten Tonerbild unabsichtlich vom Bildträger entfernt
("mitgeschleppt") werden, in die zweite Entwicklungsstation
gelangen, und Toner aus der zweiten Entwicklungsstation kann
sich auf dem ersten Tonerbild ablagern ("übertonern"). Wie
schwerwiegend sich das Mitschleppen von Toner und ein Über
tonern auswirken, hängt von der Reihenfolge der Farben ab.
Bei einem System, bei dem hellere Farben zuerst, dunklere
Farben danach aufgebracht werden, wirkt sich Übertonern
stärker aus als das Mitschleppen von Toner. Andererseits
stellt bei einem System, bei dem zuerst eine dunklere Farbe,
z. B. Schwarz, und dann die hellere Farbe aufgebracht wird,
das Mitschleppen der dunkleren Farbe in die Tonerstation der
helleren Farbe ein schwerwiegenderes Problem dar. (Ein Über
tonern könnte durch Mitschleppen von Toner dann entstehen,
wenn Toner der zweiten Farbe an die Stelle von mitgeschlepp
tem Toner der ersten Farbe tritt).
Das Mitschleppen von Toner läßt sich dadurch weitgehend ver
mindern, daß man zum Tonern des zweiten und der nachfolgen
den elektrostatischen Bilder das Projektionsverfahren ver
wendet. Um mittels des Projektions-Tonerverfahrens eine
größtmögliche Toneranlagerung zu erreichen, wird an das
Tonerfeld ein Wechselstromsignal angelegt; siehe zum Bei
spiel US-A-4.803.518 und insbesondere die US-Patentanmeldung
Nr. 07/065.249 sowie die übrigen hierin genannten Veröffent
lichungen.
Unabhängig von der Verwendung eines Wechselstromsignals ist
jedoch für die Prozeßsteuerung eine Gleichstromkomponente
(Vb′) des Entwicklungsfeldes ein wichtiger Parameter.
US-A-4,860,048 schlägt bei einem binären System die Verwen
dung eines Elektrometers zum Messen der Tonerspannungen vor.
Die erhaltenen Spannungswerte können zur Einstellung von Vb′
und auch des zweiten Ladevorgangs (gelegentlich "Wiederauf
laden" genannt) verwendet werden. Das Elektrometer ist nach
dem zweiten Belichtungsschritt angeordnet und scheint das
Bild in der Weise zu prüfen, daß es die am Toner anliegende
Spannung gegenüber dem übrigen ersten Tonerbild getrennt er
faßt. Entsprechend wird dann Vb′ eingestellt, so daß ein
Tonern sowohl des Hintergrundes als auch des ersten Toner
bildes verhindert wird.
Andere Veröffentlichungen schlagen vor, auch in binären
Systemen den Wiederaufladevorgang sorgfältig zu steuern, um
ein Mitschleppen von Toner und ein Übertonern zu vermeiden;
siehe z. B. US-A-4,611,901, US-A-4,819,028 und
US-A-4,927,724.
In US-A-5,182,599 wird die Ausbildung eines herkömmlichen
Prozeßsteuerungs-Meßbereichs vorgeschlagen, dessen Dichte
bei einem mit nur einem Bildfeld arbeitenden Mehrfarben
system zur Steuerung der Tonerkonzentration, Entwicklervor
spannung und zum Laden festgestellt wird.
US-A-5,208,632 verwendet zwei Elektrometer, die für Steuer
entscheidungen bei einem mit nur einer Belichtung arbeiten
den Zusatzfarbensystem sechs elektrostatische Meßbereiche
auslesen.
Die meisten der umstehend genannten Systeme des Standes der
Technik arbeiten mit binärer Bilderzeugung. Dies bedeutet,
daß im Bereich eines einzelnen Pixels entweder Toner einer
gegebenen Dichte vorhanden oder kein Toner vorhanden ist.
Es ist bekannt, daß durch Veränderung der Dichte einzelner
Pixel eine verbesserte Bildqualität erreicht werden kann.
Zum Beispiel ermöglicht ein "Vier-Bit-System" im Tonerbild
15 Dichtestufen zuzüglich des Hintergrundes. Ein "Zwei-Bit"-
System ermöglicht drei Dichtestufen plus Hintergrund. Derar
tige "Graustufen"-Bilderzeugungssysteme sind in der Litera
tur bekannt, in der Praxis aber noch nicht allgemein ge
bräuchlich. Bei der in den meisten der vorstehend genannten
Patente beschriebenen Erzeugung von Mehrfarbenbildern auf
nur einem Bildfeld haben wir festgestellt, daß viele Dichte
stufen zu besonderen Problemen der Systemsteuerung führten,
die sich bei binären Systemen nicht stellen.
Zum Beispiel haben wir festgestellt, daß beim Wiederaufladen
keine gleichmäßige Ladung über die unterschiedlich hohen.
Tonerschichten hinweg erzielt wird und daß die Wirkungen,
insbesondere in bezug auf das Übertonern, je nach Höhe
(Dichte) der Tonerschicht des ersten Bildes variieren.
Aufgabe der Erfindung ist nun die Beherrschung der Probleme
des Mitschleppens, Übertonerns und der Hintergrundentwick
lung bei derartigen "Graustufen"-Systemen, bei denen zur
Bilderzeugung Toner in unterschiedlicher Dichte verwendet
wird.
Diese und andere Aufgaben der Erfindung werden durch ein
Verfahren zum Erzeugen von mindestens zwei Tonerbildern auf
einem Bereich eines Bildträgers erreicht. Das Verfahren um
faßt die folgenden Schritte: Erzeugen eines ersten elektro
statischen Bildes im Bildträgerbereich, wobei das elektro
statische Bild eine Vielzahl von Spannungspegeln aufweist,
Aufbringen eines ersten Toners auf das erste elektrostati
sche Bild zum Erzeugen eines Tonerbildes mit einer Vielzahl
unterschiedlicher Tonerdichten (zusätzlich zu einem etwaigen
Hintergrund), Aufbringen einer Ladung auf den betreffenden
Bildträgerbereich, einschließlich des ersten Tonerbildes,
bildweises Belichten des aufgeladenen Bildträgers zum Erzeu
gen eines zweiten elektrostatischen Bildes in passergenauer
Ausrichtung zum ersten elektrostatischen Bild und Aufbringen
eines zweiten Toners auf das zweite elektrostatische Bild
zum Erzeugen eines zweiten Tonerbildes in dem betreffenden
Bereich. Dabei wird ein zumindest einer der Dichten des er
sten Tonerbildes nach dem Ladevorgang zugeordnetes Potential
überwacht, und der Prozeß wird in Abhängigkeit von diesem
überwachten Potential geregelt.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung
ist das Verfahren insbesondere gekennzeichnet durch folgende
Verfahrensschritte: Ausbilden eines elektrostatischen Refe
renzbereichs auf dem Bildträger außerhalb des ersten elek
trostatischen Bildes, Aufbringen des ersten Toners auf den
elektrostatischen Meßbereich zum Erzeugen eines Toner-Meß
bereichs, Aufbringen einer Ladung auf den Toner-Meßbereich
in Verbindung mit dem Aufbringen einer Ladung auf das erste
Tonerbild und Überwachen eines dem Toner-Meßbereich nach dem
Aufbringen der Ladung zugeordneten Potentials und Regeln des
Prozesses in Abhängigkeit von diesem überwachten Potential.
Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel wird
das Aufbringen eines zweiten Toners auf das zweite elektro
statische Bild in Anwesenheit eines eine Gleichstromkompo
nente (gelegentlich "Vorspannung" genannt) Vb′ aufweisenden
elektrischen Feldes durchgeführt, und im Rahmen der Regelung
des Prozesse in Abhängigkeit von der überwachten Spannung
wird die Gleichstromkomponente in Abhangigkeit von der über
wachten Spannung eingestellt. Das beim zweiten Tonervorgang
anliegende elektrische Feld enthält vorzugsweise ferner ein
Wechselstromsignal, das sich besonders für die Aufrecht
erhaltung der Intensität als nützlich erweist, wenn das
Tonern mittels des Projektionsverfahrens erfolgt.
Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel umfaßt
das Regeln des Prozesses in Abhängigkeit von der überwachten
Spannung das Einstellen der Ladungsstärke für das Aufbringen
der Ladung.
Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel umfaßt
der Verfahrensschritt des Ausbildens des elektrostatischen
Referenzbereichs das Erzeugen eines elektrostatischen Refe
renzbereichs, dessen Spannung zwischen den im ersten elek
trostatischen Bild vorhandenen höchsten und niedrigsten
Spannungen liegt. Dadurch erhält man einen Toner-Meßbereich
mit einer Dichte über Null und unterhalb der höchsten Dich
te. Tatsächlich haben wir festgestellt, daß als Meßbereich
die Dichte gewählt werden kann, oberhalb derer ein gewisses
Übertonern toleriert werden kann, und daß Vb′ dann gleich
der überwachten Spannung sein kann. Bei diesen bevorzugten
Ausführungsbeispielen wird der Gleichstromanteil des Ent
wicklungsfeldes so eingestellt, daß ein Übertonern der Be
reiche geringster Dichte im ersten Bild verhindert, jedoch
ein gewisses Übertonern in den Bereichen größter Dichte er
laubt wird, was das Mitschleppen von Toner vermindert. Unab
hängig von der gewählten Optimierung ermöglicht die Verwen
dung des Meßbereichs jedoch eine Regelung entsprechend der
Spannungsverteilung zwischen Tonerschichten unterschied
licher Höhe. Sie ermöglicht damit eine präzisere Beherr
schung des Kompromisses zwischen Übertonern, Mitschleppen
von Toner und Tonern des Hintergrundes bei der Entwicklung
des zweiten Bildes (und etwaiger weiterer Bilder).
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeich
nung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Bild
erzeugungsvorrichtung;
Fig. 2 eine Darstellung der Bedingungen des Mit
schleppens von Toner und des Übertonerns in
Bezug zu verschiedenen Parametern eines Bild
erzeugungssystems;
Fig. 3 ein Diagramm des Mitschleppens von Toner eines
Bildes in Abhängigkeit von der Gleichstrom
spannung bei einem zweiten Bild-Tonervorgang;
Fig. 4 und 5 Diagramme des Übertonerns und des Hintergrund
tonerns, jeweils in Abhängigkeit von der
Gleichstromspannung bei einem zweiten Bild-
Tonervorgang;
Fig. 6 eine Wiedergabe von Tonerschicht-Spannungs
verläufen vor und nach dem Wiederaufladen.
Das im folgenden beschriebene Verfahren kann auf vielen ver
schiedenen Wegen mit einer Vielzahl von Bilderzeugungsvor
richtungen ausgeführt werden. In Fig. 1 ist eine derartige
Vorrichtung dargestellt.
Gemäß Fig. 1 umfaßt die Bilderzeugungsvorrichtung 1 einen
Bildträger 10, das über eine Reihe von Rollen entlang
einer geschlossenen Kreisbahn umläuft. Der Bildträger
10 ist als flexibles Band dargestellt, das in diesem Fall
transparent ist und eine oder mehrere fotoleitfähige
Schichten aufweist. Allerdings kann es sich hier auch um
eine lichtundurchlässige Walze, eine Platte oder ein Band
material anderer Form handeln. Bei dem bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiel ist das Bandmaterial fotoleitfähig, so daß es
sich für den Einsatz in einem elektrofotografischen Verfah
ren eignet. Jedoch ist die Erfindung auch in anderen elek
trostatischen Verfahren einsetzbar, bei denen ein Fotoleiter
nicht benötigt wird. Wenn daher ein fotoleitfähiges Bildträ
gerelement auch bevorzugt ist, ist ein solches jedoch nicht
unbedingt erforderlich.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, wird der Bildträger 10 zu
nächst in einer ersten Ladestation 12 gleichmäßig geladen
und in einer Belichtungsstation z. B. mit einem ersten LED-
Druckkopf 14 bildweise derart belichtet, daß ein elektrosta
tisches Bild entsteht. Wie weiter unten noch im einzelnen
erläutert wird, weist des elektrostatische Bild eine Viel
zahl von Potentialen auf, die vom ersten Druckkopf 14 er
zeugt werden, der das Bild mit einer Vielzahl unterschied
licher Intensitätsstufen über Null belichtet (Grauskalen-
Belichtung).
Das erste elektrostatische Bild wird an der ersten Toner
station 16 getonert, die feinverteilten Toner einer ersten
Farbe, z. B. Schwarz, zum Erzeugen eines ersten Tonerbildes
der ersten Farbe aufbringt. Vorzugsweise ist der Toner mit
derselben Polarität geladen wie das elektrostatische Bild.
So haftet er an den entladenen Bereichen des elektrostatischen
Bildes mit einer Dichte, die umgekehrt proportional zu
der im elektrostatischen Bild vorhandenen Spannung und
direkt proportional zu der durch den ersten Druckkopf 14 be
wirkten Belichtung ist. Diese Art Entwicklung nennt man Ent
wicklung der entladenen Bereiche (Discharged Area Develop
ment - DAD). Jetzt wird das Bildträgerelement mittels einer
zweiten Ladeeinrichtung 22 wiederaufgeladen, wobei diese
Ladeeinrichtung bestrebt ist, das Potential über den das
erste Tonerbild enthaltenden Bildbereich hinweg soweit wie
möglich auszugleichen. Die zweite Ladeeinrichtung 22 bringt
ebenfalls eine Ladung der ersten Polarität auf den Bildträ
ger auf, so daß man hier von einem "Wiederaufladen" des
Bildträgers spricht. Der wiederaufgeladene Bildträger wird
wiederum in einer zweiten Belichtungsstation z. B. mittels
eines LED-Druckkopfes 24 zum Erzeugen eines zweiten elektro
statischen Bildes belichtet. Hierbei kann es sich um eine
binäre Belichtung handeln, bevorzugt ist jedoch eine Grau
skalen-Belichtung.
Das zweite elektrostatische Bild wird durch Aufbringen eines
Toners in einer zweiten oder dritten Tonerstation 26 bzw. 36
getonert, wodurch in demselben Bereich, der auch das erste
Tonerbild enthält, ein zweites Tonerbild erzeugt wird. Weist
der zweite Toner eine andere Farbe auf als der erste Toner,
erhält man ein zweifarbiges Bild. Natürlich können die bei
den Toner auch die gleiche Farbe haben, sich aber in anderer
Hinsicht unterscheiden; zum Beispiel könnte einer der Toner
auf ein magnetisches Signal ansprechen. Für die meisten der
hierin behandelten Zwecke wird jedoch angenommen, daß die
beiden Toner verschiedenfarbig sind. Gewöhnlich werden die
Stationen 26 und 36 Toner unterschiedlicher Farbe enthalten,
so daß der Bediener eine Farbe aus der Station 16 und eine
zweite Farbe entweder aus der Station 26 oder der Station 36
wählen kann.
Ein solches System eignet sich besonders für die Herstellung
sogenannter Zusatzfarbenbilder. Der größte Teil der Abbil
dung wird mit schwarzem Toner aus der Station 16 erzeugt,
aber für spezielle Zusätze verwendet man eine zweite Farbe,
zum Beispiel Rot aus der Station 26 oder Gelb aus der Sta
tion 36. Briefbogen und Firmenlogos werden ebenfalls häufig
auf diesem Wege hergestellt. Zur Steuerung des Prozesses ist
ein Transmissions-Densitometer 64 vorgesehen, das das Bild
bzw. herkömmliche Dichte-Meßbereiche erfaßt.
Vor der Übertragungsstation sind eine Koronaeinrichtung 30
und eine Löscheinrichtung 32 angeordnet, die das Bild für
die Übertragung auf ein Empfangsblatt in einer Übertragungs
station vorbereiten; letztere umfaßt eine Übertragungswalze
40, eine Reinigungseinrichtung 42 für die Übertragungswalze
und eine Trenn-Koronaeinrichtung 44. Nach Übertragung des
Tonerbildes auf das Empfangsblatt wird das Empfangsblatt
während des Umlaufs des Bildträgers um eine kleine Walze 46
vom Bildträger 10 getrennt und einer nicht dargestellten
Fixiereinrichtung zum Fixieren und schließlich einem Aus
gabebehälter zugeführt. Der Bildträger 10 wird nach Durch
laufen einer Koronaeinrichtung 48 und einer Löscheinrichtung
50 in einer Reinigungsstation 52 gereinigt.
Wie bereits erwähnt, ist der Druckkopf 14 in der Lage, den
geladenen Bildträger 10 mit hoher Qualität zu belichten.
Diese Belichtung kann mehrere Intensitätsstufen umfassen,
die im elektrostatischen Bild eine Vielzahl unterschied
licher Spannungspegel erzeugen. Ein "Vier-Bit"-System weist
z. B. 16 Belichtungsstufen, einschließlich der Stufe Null,
auf. Wird ein solches elektrostatisches Bild in der ersten
Tonerstation 16 getonert, können zusätzlich zum Hintergrund
der Dichte Null fünfzehn verschiedene Tonerdichten erzielt
werden. Dies ergibt bei gleicher Auflösung ein Bild sehr
viel höherer Qualität als ein einfaches System, bei dem eine
Zwischen-Dichtestufe durch eine entsprechende Anzahl von
Pixeln dargestellt werden muß.
Der Zustand des ersten Tonerbildes vor dem Wiederaufladen in
der zweiten Ladestation 22 hängt ab von einer Anzahl System
parameter, unter anderem den Eigenschaften des ersten
Toners. In Fig. 6 ist eine Spannungskurve eines 16-Stufen-
Tonerbildes vor und nach dem Wiederaufladen dargestellt. Die
auf dem Bildträger vorhandene ursprüngliche Ladung Vz betrug
etwa -600 V. Durch das Wiederaufladen wurde die Ladung des
bildfreien Bildträgers auf eine Ladung Vz′ von -625 V ge
bracht. Die höhere und stärkere Linie A repräsentiert die
auf der Tonerschicht unmittelbar nach dem Entwickeln und vor
dem Wiederaufladen vorhandene Spannung. Es ist zu bemerken,
daß bei dem verwendeten Toner die Spannung Vt von etwa -400
V bis -175 V über die verschiedenen Graustufen des Bildes
hinweg variierte, wobei der 175 V-Bereich den Bereichen mit
den höchsten Schichtdicken oder den größten Dichten des Bil
des, der 400 V-Bereich dem hellsten Bereich mit nur geringer
Dichte entspricht. Der Bildträger selbst blieb auf etwa 600
V geladen. Dies entspricht der sechzehnten Stufe und reprä
sentiert den Hintergrund.
Eine zweite, in Fig. 6 mit B bezeichnete Kurve gibt die
Spannung Vt′ im Bild nach dem Wiederaufladen in der zweiten
Ladeeinrichtung 22 wieder. Wegen der Anordnung der Elektro
meter im Versuch tritt die erste Kurve des erfolgten- Wieder
aufladens an der mit B bezeichneten Stelle auf. Dabei ist zu
beachten, daß durch das Wiederaufladen die Tonerschichten
nicht völlig auf den gleichen Pegel Vz′ wie der Grund-Bild
träger gebracht werden und daß die Toneraufladung je nach
Höhe der Tonerschicht variiert. Dies läßt sich vielleicht
dadurch erklären, daß die höheren Schichten die niedrigste
Ladung aufwiesen und daher am meisten neue Ladung benötig
ten, um wieder den Hintergrundpegel zu erreichen, was bei
dem sich schnell bewegenden Bildträger nicht erreicht wurde.
Auch die Leitfähigkeit des Toners scheint eine Auswirkung zu
haben. Unabhängig von der Ursache muß dieses unvollständige
variable Wiederaufladen jedoch während des noch verbleiben
den Verfahrens berücksichtigt werden, insbesondere beim
Tonern des zweiten elektrostatischen Bildes.
In Fig. 2 ist die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Über
tonern, Mitschleppen und Hintergrundverschlechterung bei
einem Zweifarbensystem dieser Art dargestellt. Nach dem Wie
deraufladen ist der Bereich des Bildträgers, auf dem sich
kein Toner befindet, auf die Sollspannung Vz′ (in Fig. 6 et
wa -625 V) geladen. Da man sichergehen möchte, daß schließ
lich kein Toner in diesem Bildbereich haften bleibt, wird
die Vorspannung der zweiten Entwicklungsstation Vb′ auf
einen sicheren Abstand gegenüber Vz′, zum Beispiel minde
stens 50 bis 65 V, eingestellt. Das heißt Vb′ sollte nicht
höher (negativer) sein als -575 V (s. die nachstehende
Besprechung von Fig. 5). Dies wirkt sich auch positiv auf
das Übertonern aus. Denn je weiter Vb′ von Vz′ entfernt ist,
desto weniger wahrscheinlich ist, daß die Tonerschichten des
ersten Bildes mit Toner der zweiten Station überdeckt wer
den. Dagegen hat diese Einstellung auf das Mitschleppen von
Toner eine nachteilige Wirkung. Je weiter von Vz′ entfernt
der Wert Vb′ eingestellt wird, desto größer ist die Gefahr,
daß Toner des ersten Bildes durch Anziehungskraft vom Bild
gelöst wird und in die zweite Tonerstation gelangt. Wenn die
erste Tonerstation schwarzen Toner, die zweite Tonerstation
gelben Toner enthält, kann jedes Mitschleppen von Toner
ernsthafte Probleme nach sich ziehen. Andererseits ist ein
Übertonern von Schwarz mit Gelb in den dichteren Bereichen
des ersten Bildes nicht kritisch.
Fig. 3 zeigt, welche Auswirkung die Wahl von Vb′ in einem
Projektions-Tonersystem auf das Mitschleppen von Toner hat.
Wie bei Projektions-Tonersystemen üblich, wird eine Wechsel
stromvorspannung auch zur Verbesserung der Entwicklungsdich
te und für andere Zwecke, z. B. das Abführen des Trägers,
eingesetzt. Sowohl die Wechselstrom- als auch die Gleich
stromvorspannung können das Übertonern, das Mitschleppen von
Toner und den Hintergrund beeinflussen. Hier soll jedoch be
sonders die Gleichstromvorspannung betrachtet werden. Vt′
ist die Spannung einer bestimmten Tonerschicht nach dem Wie
deraufladen, und Vb′ ist in Fig. 3 in bezug auf Vt′ darge
stellt. Die Daten wurden mit einer Tonerstation gewonnen,
die ohne Tonerträger arbeitet und bei der jedes Mitschleppen
von Toner ausschließlich durch elektrische Feldeffekte be
wirkt wird. Es überrascht nicht, daß wenn bei einem negativ
arbeitenden System Vb′ positiver gewählt wird als die Span
nung der Tonerschicht, eine gewisse Menge Toner aus dieser
Schicht mitgeschleppt wird. Das Projektions-Tonersystem ist
dem in der vorstehend erwähnten US-Patentanmeldung
08/065.249 beschriebenen System vergleichbar. Die genannte
Patentanmeldung wird hiermit durch Verweis in diese Be
schreibung aufgenommen.
Fig. 4 zeigt die Wirkung von Vb′ auf das Übertonern in
Abhängigkeit von der Differenz zur Spannung Vt′ der Toner
schicht.
Fig. 5 zeigt die Wirkung von Vb′ (als Differenz zu Vz′) auf
das Tonern des Hintergrundes. Dabei ist zu beachten, daß ein
stärkeres Tonern des Hintergrundes bei diesem System dann zu
beobachten ist, wenn die Differenz zwischen den beiden
Spannungen unter 65 V abfällt.
Somit muß die Vorspannung der Entwicklungsstation unter
Berücksichtigung aller drei Effekte, nämlich Hintergrund,
Übertonern und Mitschleppen von Toner, eingestellt werden.
Je größer die Differenz zwischen der Vorspannung der Ent
wicklungsstation und der Spannung des Bildträgers (Vb′ und
Vz′) ist, desto geringer sind die Auswirkungen auf den Hin
tergrund und das Übertonern. Allerdings kann ein gewisses
Maß an Übertonern in den dichteren Bereichen des ersten Bil
des toleriert werden, insbesondere wenn dessen Farbe dunkler
ist als die des zweiten Bildes. Wie in Fig. 4 zu erkennen
ist, ist das Übertonern direkt abhängig von der Differenz
von Vb′ und Vt′.
Um beste Ergebnisse zu erzielen, sollte vorzugsweise ein
geringes Maß an Übertonern in den dichteren Bereichen des
ersten Bildes zugelassen, in den weniger dichten Bereichen
aber verhindert werden. Damit wird die Differenz zwischen
Vb′ und Vz′ etwas geringer als wenn man versucht, das Über
tonern insgesamt zu vermeiden. Der große Vorteil dabei ist,
daß das Mitschleppen von Toner verringert wird.
Dies wird in der Weise bewirkt und gesteuert, daß man - wie
in Fig. 6 dargestellt - die Tonerschichtspannung einer mitt
leren Schicht nach dem Wiederaufladen feststellt. Zum Bei
spiel setzt man bei einem Grauskalensystem mit 15 Stufen
(plus Hintergrund) Vb′ etwa auf einen Pegel, der ein Über
tonern der drei dichtesten Stufen des ersten Bildes gestat
tet und ein Übertonern der zwölf weniger dichten Stufen des
ersten Bildes verhindert. Im Vergleich zur Plazierung von
Vb′ im dichtesten Bereich verringert dies deutlich das Mit
schleppen von Toner. Zwar wird ein gewisses Maß an Über
tonern gestattet, aber nur in den dichtesten Bildbereichen.
Um das Verfahren bestmöglich zu steuern, wird das Schicht
potential einer mittleren Schicht nach dem Wiederaufladen
überwacht. Dies kann dadurch geschehen, daß man versucht,
die Schicht als Teil des Bildes mit Hilfe einer relativ kom
plizierten Bildanalyseelektronik zu messen. Insbesondere bei
einem Grauskalenbild ist es jedoch vorzuziehen, in der
ersten Belichtungsstation 14 im Rahmen des Erzeugens des
ersten elektrostatischen Bildes einen Meßbereich mittleren
Potentials zu definieren. Der Meßbereich sollte außerhalb
des ersten Bildes, jedoch in dessen Nähe, liegen. Zum Bei
spiel werden herkömmliche Meßbereiche für die Prozeßsteue
rung häufig im Zwischenraum zwischen den Bildfeldern ausge
bildet. Der Meßbereich wird dann auf eine Graustufe mittle
rer Dichte getonert, wonach das Potential mit Hilfe eines
unmittelbar nach der Wiederaufladestation 22 angeordneten
Elektrometers 18 oder eines unmittelbar nach der zweiten
Belichtungsstation (in der dieser Meßbereich nicht, belichtet
wird) angeordneten Elektrometers 20 gemessen wird. Diese
Elektrometer liefern dann jeweils ein Potential, das einer
Spannung Vt′ einer bestimmten Tonerschicht mittlerer Grau
stufe nach dem Wiederaufladen entspricht. Da dieses Poten
tial wegen der sich ändernden Systemparameter variiert, wird
der Prozeß entsprechend angepaßt. Zum Beispiel wird die Vor
spannung Vb′ so geändert, daß sie dem überwachten Potential
entspricht. Natürlich brauchen die beiden Potentiale nicht
gleich zu sein; vielmehr kann die Vorspannung auf eine be
stimmte Anzahl Volt über oder unter der gemessenen Spannung
der betreffenden Schichthöhe eingestellt werden. Vorzugswei
se sollte die Belichtungsstärke für, den Meßbereich jedoch so
gewählt werden, daß man eine Tonerdichte erhält, deren
Potential nach dem Wiederaufladen der gewünschten Spannung
Vb′ so nahe wie möglich kommt.
Zum Zwecke der Anpassung kann auch das überwachte Potential
des Meßbereichs zur Steuerung des Wiederaufladevorgangs
innerhalb des Prozesses verwendet werden. Hierzu kann die
Ladeeinrichtung 22 derart einstellbar sein, daß unterschied
liche Ladungsstärken aufgebracht werden können. Dabei kann
Vb′ relativ festliegen (oder zur Steuerung einer anderen
Variablen eingesetzt werden), während die Ladeeinrichtung 22
eingestellt wird, bis die Spannung Vt′ des Meßbereichs eine
vorbestimmte Beziehung zum festliegenden Wert Vb′ aufweist.
Natürlich können auch beide Steuermechanismen im selben
System entsprechend der überwachten Tonerschichtspannung Vt′
variiert werden.
Die Schritte der Überwachung und der Einstellung können bei
jedem Bild oder auch weniger häufig durchgeführt werden.
Vorzugsweise werden diese Maßnahmen mit anderen im Gerät
vorhandenen Prozeßsteuerungen koordiniert.
Zwar ergibt sich die bestmögliche Steuerung, wenn es sich
bei der überwachten Tonerschicht um eine solche mittlerer
Stufe handelt; eine gewisse Steuerung läßt sich jedoch auch
erzielen, wenn man den Bildbereich höchster Dichte überwacht
und bei der Einstellung von Vb′ eine bestimmte Differenz
annimmt, um ein gewisses Maß an Übertonern zuzulassen. Die
Erfindung richtet sich zwar auf Geräte mit Grauskalenbelich
tung an beiden Druckköpfen, sie ist jedoch gleichermaßen
einsetzbar, wenn der zweite Druckkopf mit binärer Belichtung
arbeitet.
Die Erfindung wurde vorstehend unter besonderer Bezugnahme
auf ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel beschrieben; es
versteht sich jedoch, daß Abänderungen und Modifikationen
möglich sind, ohne dabei den Schutzbereich der Erfindung zu
verlassen.
Claims (16)
1. Verfahren zum Erzeugen von mindestens zwei Tonerbildern
auf einem Bereich eines Bildträgers (10) mit folgenden
Verfahrensschritten: Erzeugen eines ersten
- - elektrostatischen Bildes auf dem Bildträgerbereich, wobei das elektrostatische Bild eine Vielzahl von Spannungspegeln aufweist;
- - Aufbringen eines ersten Toners auf das erste elektro statische Bild zum Erzeugen eines Tonerbildes mit einer Vielzahl unterschiedlicher Tonerdichten in diesem Bereich;
- - Aufbringen einer Ladung auf den betreffenden Bildträ gerbereich, wobei auch eine Ladung auf das erste Toner bild aufgebracht wird;
- - bildweises Belichten des aufgeladenen Bildträgers zum Erzeugen eines zweiten elektrostatischen Bildes in passergenauer Ausrichtung zum ersten elektrostatischen Bild;
- - Aufbringen eines zweiten Toners auf das zweite elektro statische Bild zum Erzeugen eines zweiten Tonerbildes in dem betreffenden Bereich;
- - Überwachen eines dem ersten Tonerbild nach dem Ladevor gang zugeordneten Potentials und
- - Regeln des Prozesses in Abhängigkeit von diesem über wachten Potential.
2. Verfahren zum Erzeugen von mindestens zwei Tonerbildern
auf einem Bereich eines Bildträgers (10) mit folgenden
Verfahrensschritten:
- - Aufbringen einer Ladung einer ersten Polarität auf einen elektrostatischen Bildträger (10);
- - bildweises Belichten eines Bereichs des elektrostati schen Bildträgers (10) mit einem ersten Bildmuster mit tels einer eine Vielzahl unterschiedlicher, über Null liegender Intensitäten aufweisenden Strahlung zum Erzeugen eines ersten elektrostatischen Bildes, das eine Vielzahl von Potentialstufen, sämtlich der ersten Polarität, aufweist;
- - Aufbringen eines ersten, eine Ladung der ersten Polari tät aufweisenden Toners auf das elektrostatische Bild zum Erzeugen eines ersten Tonerbildes in dem Bereich, wobei das Tonerbild eine Vielzahl von Dichtestufen zu sätzlich zu einer etwaigen Dichtestufe Null aufweist;
- - Wiederaufladen des Bereichs des Bildträgers durch Auf bringen einer Ladung der ersten Polarität auf den Be reich des Bildträgers, wobei die Ladung auch auf das erste Tonerbild aufgebracht wird;
- - bildweises Belichten des wiederaufgeladenen Bereichs zum Erzeugen eines zweiten elektrostatischen Bildes in passergenauer Ausrichtung zum ersten Tonerbild;
- - Aufbringen eines zweiten, eine Ladung der ersten Pola rität aufweisenden Toners auf das zweite elektrostati sche Bild zum Erzeugen eines zweiten Tonerbildes in passergenauer Ausrichtung zum ersten Tonerbild und
- - Überwachen eines dem ersten Tonerbild nach dem Wieder aufladen zugeordneten Potentials und Regeln des Prozes ses entsprechend dem überwachten Potential.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verfahrensschritt des Aufbringens eines zweiten
Toners das Erzeugen eines elektrischen Feldes zur Steue
rung des Tonerprozesses umfaßt, wobei das Feld eine ihm
zugeordnete Gleichstromvorspannung einer Stärke aufweist,
die die Klarheit des Hintergrundes, das Mitschleppen von
Toner und das Übertonern während des Aufbringens eines
zweiten Toners beeinflußt, und daß der Verfahrensschritt
der Prozeßregelung das Einstellen des Wertes der Gleich
stromvorspannung des elektrischen Feldes entsprechend dem
überwachten Potential umfaßt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gleichstromvorspannung die erste Polarität und eine
Stärke aufweist, die über dem Potential des dichtesten
Bereichs des ersten Tonerbildes nach dem Wiederaufladen
liegt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gleichstromvorspannung eine Stärke aufweist, die
geringer ist als das Potential des Toners in einigen
Dichtestufen des ersten Tonerbildes nach dem Wiederauf
laden.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verfahrensschritt der Belichtung zum Erzeugen eines
ersten elektrostatischen Bildes das Belichten des Be
reichs des Bildträgers mit mindestens einer hohen, einer
mittleren und einer geringen Strahlungsstärke umfaßt, daß
der Verfahrensschritt des Aufbringens eines ersten Toners
auf das erste elektrostatische Bild das Aufbringen eines
Toners in großer Menge auf den mit hoher Strahlungsstärke
belichteten Bereich sowie das Aufbringen von Toner in
einer mittleren Menge auf den mit mittlerer Strahlungs
stärke belichteten Bereich umfaßt und daß der Verfahrens
schritt des Regelns das Einstellen der Gleichstromkompo
nente für das Aufbringen eines zweiten Toners auf einen
Wert entsprechend dem Potential umfaßt, das dem Bereich
des ersten Bildes mit der mittleren Tonerdichte nach dem
Wiederaufladen zugeordnet ist.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verfahrensschritt der Prozeßregelung das Anpassen der
im Wiederaufladeschritt aufgebrachten Ladung entsprechend
dem überwachten Potential umfaßt.
8. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste und der zweite Toner verschiedenfarbig sind.
9. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verfahrensschritt des bildweisen Belichtens mit einem
ersten Bildmuster das Belichten eines Referenz-Meß
bereichs des geladenen Bildträgers mit einer Intensität
umfaßt, die zwischen der größten und der kleinsten der
Vielzahl von Intensitäten liegt, daß der Verfahrens
schritt des Aufbringens eines ersten Toners das Aufbrin
gen von Toner auf den Referenz-Meßbereich mit einer Dich
te umfaßt, die zwischen der größten und der geringsten
Dichte des ersten Tonerbildes liegt, und daß der Verfah
rensschritt der Überwachung die Überwachung des Poten
tials des Toners im Referenz-Meßbereich umfaßt.
10. Verfahren zum Erzeugen von mindestens zwei Tonerbildern
auf einem Bereich eines elektrofotografischen Bildträ
gers (10) mit folgenden Verfahrensschritten:
- - Gleichmäßiges Laden des Bildträgers (10) mit einer Ladung einer ersten Polarität;
- - Belichten eines Bildbereichs des Bildträgers (10) mit einer zumindest eine hohe und eine mittlere Intensität aufweisenden Strahlung zum Erzeugen eines ersten elek trostatischen Bildes, das zumindest ein niedriges Potential, ein mittleres Potential und ein hohes Potential aufweist;
- - Aufbringen eines ersten Toners der ersten Polarität auf das elektrostatische Bild zum Erzeugen eines ersten Tonerbildes, das zumindest hohe und mittlere Tonerdichten entsprechend den Bereichen des elektro statischen Bildes mit dem niedrigen und dem mittleren Potential aufweist;
- - Erzeugen eines elektrostatischen Referenz-Meßbereichs durch Belichten des Bildträgers an einer Position außerhalb des Bildbereichs mit einer der mittleren Stufe der bildweisen Belichtung entsprechenden Strah lungsstärke;
- - Aufbringen des ersten Toners auch auf dem elektrosta tischen Referenz-Meßbereich zum Erzeugen eines Toner- Referenzbereichs mit einer der Dichte des mittleren Stufenbereichs des ersten Tonerbildes nahekommenden Dichte;
- - Wiederaufladen des Bildträgers durch Aufbringen einer Ladung der ersten Polarität sowohl auf den Bildbereich als auch auf den Referenz-Meßbereich, wobei die Ladung auch auf den darauf befindlichen Toner aufgebracht wird;
- - bildweises Belichten des wiederaufgeladenen Bildträ gers zum Erzeugen eines zweiten elektrostatischen Bil des in passergenauer Ausrichtung zum ersten Tonerbild;
- - Aufbringen eines zweiten Toners auf das zweite elek trostatische Bild zum Erzeugen eines zweiten Tonerbil des in dem Bereich;
- - Überwachen eines dem Referenz-Meßbereich nach dem Wie deraufladen zugeordneten Potentials und
- - Regeln des Prozesses in Abhängigkeit von diesem über wachten Potential.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verfahrensschritt des Aufbringens eines zweiten
Toners das Anlegen einer Vorspannung umfaßt, die der für
das Aufbringen des zweiten Toners verwendeten Tonersta
tion zugeordnet ist, und daß der Verfahrensschritt des
Regelns des Verfahrens das Anlegen dieser Vorspannung in
Abhängigkeit von dem überwachten Potential umfaßt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorspannung gleich dem überwachten Potential einge
stellt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Regelungsschritt die Maßnahme umfaßt, das Wiederauf
laden so zu regeln, daß das überwachte Potential in
Richtung auf einen gewünschten Sollwert angepaßt wird.
14. Verfahren zum Erzeugen von mindestens zwei passergenau
ausgerichteten Tonerbildern auf einem Bereich eines
Bildträgers (10) mit folgenden Verfahrensschritten:
- - Aufbringen einer Ladung einer ersten Polarität auf einen elektrostatischen Bildträger (10);
- - bildweises Belichten eines Bereichs des Bildträgers (10) mit einem ersten Bildmuster mittels einer eine Vielzahl unterschiedlicher, über Null liegender Inten sitäten aufweisender Strahlung zum Erzeugen eines ersten elektrostatischen Bildes, das eine Vielzahl von Potentialstufen der ersten Polarität aufweist;
- - Aufbringen eines ersten, eine Ladung der ersten Pola rität aufweisenden Toners auf das elektrostatische Bild zum Erzeugen eines ersten Tonerbildes in dem Bereich, wobei das Tonerbild eine Vielzahl von Dichte stufen zusätzlich zu einer etwaigen Dichtestufe Null aufweist;
- - Wiederaufladen des Bereichs des Bildträgers (10) durch Aufbringen einer Ladung der ersten Polarität auf den Bereich des Bildträgers (10), wobei die Ladung auch auf das erste Tonerbild aufgebracht wird;
- - bildweises Belichten des wiederaufgeladenen Bereichs zum Erzeugen eines zweiten elektrostatischen Bildes in passergenauer Ausrichtung zum ersten Tonerbild;
- - Aufbringen eines zweiten, eine Ladung der ersten Pola rität aufweisenden Toners auf das zweite elektrostati sche Bild mittels einer Tonervorrichtung zum Erzeugen eines zweiten Tonerbildes in passergenauer Ausrichtung zum ersten Tonerbild;
- - Anlegen einer Vorspannung an die Tonervorrichtung zum Erzeugen eines elektrischen Feldes zur Steuerung des Aufbringens des zweiten Toners auf das zweite elektro statische Bild, wobei die Vorspannung eine Gleich stromkomponente aufweist, die derart gewählt ist, daß sie die Anlagerung von Toner in unbelichteten Berei chen des zweiten elektrostatischen Bildes verhindert, dagegen die Anlagerung von Toner in belichteten Berei chen des zweiten elektrostatischen Bildes begünstigt;
- - Überwachen eines einer der Dichtestufen des ersten Tonerbildes nach dem Wiederaufladen zugeordneten Potentials und
- - Regeln der Gleichstromkomponente der an die Tonervor richtung angelegten Vorspannung in Abhängigkeit von dem überwachten Potential derart, daß ein gewisses Übertonern der Stufen höchster Dichte des ersten Tonerbildes gestattet wird, während ein Übertonern der weniger dichten Stufen des ersten Tonerbildes verhin dert und ein Mitschleppen von Toner aus dem ersten Tonerbild in die Tonervorrichtung ebenfalls verhindert wird.
15. Bilderzeugungsvorrichtung (1) zum Erzeugen von zwei
Tonerbildern auf einem Bereich eines fotoleitfähigen
Bildträgers (10) mit:
- - Ersten Mitteln (12) zum Laden des Bildträgers mit einer Ladung einer ersten Polarität;
- - ersten Mitteln (14) zum bildweisen Belichten des geladenen Bildträgers mit einem ersten Bildmuster mit tels einer eine Vielzahl unterschiedlicher, über Null liegender Intensitäten aufweisender Strahlung zum Er zeugen eines ersten elektrostatischen Bildes, das eine Vielzahl von Potentialstufen der ersten Polarität auf weist;
- - ersten Mitteln (16) zum Aufbringen eines ersten, eine Ladung der ersten Polarität aufweisenden Toners auf das elektrostatische Bild zum Erzeugen eines ersten Tonerbildes in dem Bereich, wobei das Tonerbild eine Vielzahl von Dichtestufen zusätzlich zu einer etwaigen Dichtestufe Null aufweist;
- - zweiten Lademitteln (22) zum Wiederaufladen des Bereichs des Bildträgers durch Aufbringen einer Ladung der ersten Polarität auf den Bereich des Bildträgers, wobei die Ladung auch auf das erste Tonerbild aufge bracht wird;
- - zweiten Mitteln (24) zum bildweisen Belichten des wiederaufgeladenen Bereichs zum Erzeugen eines zweiten elektrostatischen Bildes in passergenauer Ausrichtung zum ersten Tonerbild;
- - zweiten Mitteln (26) zum Aufbringen eines gegenüber dem mit den ersten Mitteln aufgebrachten Toner unter schiedlichen Toners mit einer Ladung der ersten Pola rität auf das zweite elektrostatische Bild mittels einer Tonervorrichtung zum Erzeugen eines zweiten Tonerbildes in passergenauer Ausrichtung zum ersten Tonerbild;
- - Mitteln zum Anlegen einer Vorspannung an die Tonervor richtung zum Erzeugen eines elektrischen Feldes zur Steuerung des Aufbringens des zweiten Toners auf das zweite elektrostatische Bild, wobei die Vorspannung eine Gleichstromkomponente aufweist, die derart ge wählt ist, daß sie die Anlagerung von Toner in unbe lichteten Bereichen des zweiten elektrostatischen Bil des verhindert, dagegen die Anlagerung von Toner in belichteten Bereichen des zweiten elektrostatischen Bildes begünstigt;
- - Mitteln (64) zum Überwachen eines Potentials, das einer der Dichtestufen des ersten Tonerbildes nach dessen Durchgang durch die zweiten Lademittel zugeord net ist, und
- - Mitteln zum Regeln der Gleichstromkomponente der an die Tonervorrichtung angelegten Vorspannung in Abhän gigkeit von dem überwachten Potential.
16. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die ersten Belichtungsmittel (14)
Mittel zum Belichten eines außerhalb des Bildbereichs
liegenden Meßbereichs mit einer Strahlungsintensität um
faßt, die zwischen den höchsten und geringsten zum
Erzeugen des ersten elektrostatischen Bildes verwendeten
Strahlungsintensitäten liegt, wobei der Meßbereich so
angeordnet ist, daß er Toner von der ersten Tonervor
richtung (16) erhält, und wobei die Überwachungsmittel
so angeordnet sind, daß sie das Potential des getonerten
Meßbereichs erfassen.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19602724A1 true DE19602724A1 (de) | 1996-08-01 |
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| DE19602724A Withdrawn DE19602724A1 (de) | 1995-01-31 | 1996-01-26 | Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen zusammengesetzter Tonerbilder |
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| DE19737801A1 (de) * | 1996-08-30 | 1998-04-16 | Ricoh Kk | Farbbild-Erzeugungsapparat mit einem Detektionsmuster für Positionsabweichungen und ein Verfahren dafür |
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| JPH08248706A (ja) | 1996-09-27 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: NEXPRESS SOLUTIONS LLC, ROCHESTER, N.Y., US |
|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: PUDIMAT, R., DIPL.-ING. FACHING. F. SCHUTZRECHTSWE |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |