DE19602660A1 - Lockenwickler - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Lockenwickler mit einem zylindrischen Kern, der mit
einem Band aus Kunststoffdraht umwickelt ist, welches zueinander beabstande
te umlaufende Bahnen mit schlaufenförmigen Widerhaken aufweist.
Derartige Lockenwickler sind bekannt. So ist beispielsweise ein Lockenwickler
mit einem hohlzylindrischen Kern bekannt, der mit sogenanntem Velcroband
umwickelt ist, welches zueinander beabstandete umlaufende Bahnen mit
schlaufenförmigen Widerhaken aufweist. Der zylindrische Kern dieses bekann
ten Lockenwicklers besteht aus Plastik und das Velcroband aus gewebtem
Perlon- oder Nylondraht. Aus dem Band werden jeweils einzelne Schlaufen her
ausgezogen, wodurch Widerhaken entstehen, die den beim selbsthaltenden
Lockenwickler beabsichtigten Effekt auslösen. Die Widerhaken bewirken, daß
die erfaßten Haare ohne weitere Vorrichtungen am Lockenwickler haften blei
ben. Der zylindrische Kern kann als Hohlzylinder oder aber auch als schaum
stoffgefüllter Zylinder ausgebildet sein.
Bei einem solchen Lockenwickler ist es häufig jedoch problematisch, daß er sich
während des Gebrauchs statisch auflädt. Dies führt bei denen, die diese Lok
kenwickler benutzen, gerade beim Herausdrehen der Lockenwickler über die
statischen Haftkräfte zu unangenehmen Erlebnissen, wie Ziepen und Heraus
reißen einzelner Haare und Haarbüschel. Auch beim Eindrehen aber führt die
Reibung dazu, daß Haarpartien, die eigentlich nicht beeinflußt werden sollten,
angezogen und unbeabsichtigt und sehr störend dann mit eingedreht werden.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Lockenwickler zu
schaffen, der durch einfache Mittel diese störenden Effekte weitgehend redu
ziert.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der zylindrische Kern
auf seiner Umfangfläche das Band und mindestens einen derart flächig ab
schirmend angeordneten metallischen, metallbeschichteten, metallisierten Koh
le- oder entelektrifizierenden Faden aufweist, so daß auf der gesamten Um
fangsfläche des Kerns eine antistatische Wirkung entsteht.
Überraschenderweise stellte sich heraus, daß ein derartiger Faden nicht nur
wider Erwarten bei einem derartigen Lockenwickler mit aufbringbar ist, sondern
daß er außerdem in der Lage ist, eine antistatische Wirkung auszuüben und die
unerfreulichen, störenden Effekte bekannter Lockenwickler deutlich zu reduzie
ren, ja, sogar ganz zu verhindern.
Die bisherigen statischen Anziehungskräfte waren weitgehend zufallsabhängig
und durch Witterung oder gerade vorher durchgeführte Manipulationen und Be
wegungen stark beeinflußt und so von der Benutzerin (oder dem Benutzer)
schlecht oder gar nicht zu berücksichtigen. Die erfindungsgemäßen Maßnah
men führen zu einem äußerlich praktisch unveränderten Lockenwickler, der je
doch diese störenden Effekte alle nicht besitzt und lediglich die von den Wider
haken ausgeübten und gut zu kontrollierenden Haltekräfte ausübt. Dies macht
die Lockenwickler wesentlich angenehmer in der Benutzung.
Vorteilhaft kann vorgesehen sein, daß der und/oder die metallischen, metallbe
schichteten, metallisierten oder Kohle-Fäden das Band durchdringend angeord
net sind. Diese Anbringungsart führt zu einer besonders strapazierfähigen Ver
bindung von Band und Kunststoffäden.
Besonders bevorzugt ist es, wenn der oder die Fäden als Schußfaden oder als
Kettfaden in das Gewebe eingewebt sind, das den zylindrischen Kern umgibt.
Es entsteht so eine besonders gleichmäßige Verteilung der Fäden und der
durch sie ausgeübten Effekte, und die antistatische Wirkung kann so besonders
sicher gewährleistet werden. Zugleich ist diese Form auch besonders günstig in
der Herstellung, da der Faden lediglich an die Stelle von bestimmten ohnehin
einzuwebenden Fäden tritt.
Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
daß das Band ein Gewebe ist, welches wasser- und waschfest auf dem Umfang
des zylindrischen Kerns angeordnet ist. Bei dieser Ausgestaltung können mit
einem Verfahren bereits während der Herstellung auf einfache Weise auch
mehrere Fäden in das Gewebe des Bandes eingewebt werden. Hierdurch ist
eine sehr strapazierfähige Verbindung von Fäden und Band gewährleistet, wo
bei letzteres fest auf dem Kern angeordnet ist, und somit zu einer zeitlich langen
Nutzungsdauer eines Lockenwicklers beiträgt. Dieses Einweben führt zu keinen
ästhetischen Beeinträchtigungen.
Vorteilhaft kann ferner vorgesehen sein, daß der Kunststoffaden aus Nylon und
mit einer Silberauflage beschichtet ist. Obwohl die meisten bekannten Kunst
stoffe sich als Material für den Faden gut eignen, ist Nylon gegenüber diesen in
der Regel besonders geschmeidig und daher am besten geeignet.
Vorteilhaft kann ferner vorgesehen sein, daß die Metallauflage auf dem Kunst
stoffaden wasser- und waschfest mit diesem verbunden ist. Hierdurch ist auf
einfache Weise sichergestellt, daß die antistatische Wirkung auch bei längerem
Gebrauch nicht nachläßt. Dies kann beispielsweise durch Aufdampfen oder
Aufschäumen der Metallbeschichtung entstehen.
Besonders vorteilhaft hat sich Polypropylen als Material für das Gewebe für das
zylindrische Band erwiesen. Polypropylen ist besonders leicht abwaschbar und
nimmt beispielsweise Haartönungsfarbe oder auch Fett- und Schmutzrückstän
de im Haar nicht an, sondern läßt diese leicht entfernen. Bisher bestanden er
hebliche Bedenken gegen Polypropylen in Verbindung mit Lockenwicklern, da
es gerade einen ganz besonders unerfreulichen statischen Effekt besitzt, der
die üblichen störenden Eigenschaften von Lockenwicklern noch zusätzlich ver
stärkte. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung ist es nun jedoch möglich,
die Vorteile von Polypropylen (abwaschbar) zu nutzen, ohne die Nachteile in
Kauf nehmen zu müssen, da diese einfach durch die zusätzlichen Fäden auf
gehoben werden.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, das zylindrische Band aus Kunststoff
draht aus Perlon oder Nylon herzustellen. Auch hierbei ist eine hinreichende
antistatische Wirkung festgestellt worden, was insbesondere eine Nachrüstbar
keit von Lockenwicklern ermöglicht, die häufig Bänder aus Perlon aufweisen.
Bei einer Nachrüstung von Lockenwicklern werden die metallischen, metallbe
schichteten, metallisierten oder Kohle-Fäden nachträglich um die zylindrischen
Kerne gewickelt, und zwar entweder spiralförmig oder durch mehrere Windun
gen versetzt.
Gemäß einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung der Erfindung kann vorge
sehen sein, daß die einzelnen herausgezogenen schlaufenförmigen Widerha
ken aufgeschnitten sind. Hierdurch kann auf einfache Weise die Haltekraft der
Widerhaken erheblich erhöht werden.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Un
teransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend unter
Bezugnahme auf eine Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt die einzige
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen antistatischen Lockenwickler in perspek
tivisch skizzierter Ansicht.
Fig. 1 zeigt in skizzierter perspektivischer Ansicht einen erfindungsgemäßen
Lockenwickler 10 mit einem zylindrischen Kern 11, der auch in seiner Umfangs
fläche 13 nicht dargestellte Durchbrüche aufweisen kann. Die Umfangsfläche 13
des zylindrischen Kerns 11 ist mit Abstand zu den Enden des Kerns 11 mit ei
nem Band 14 umwickelt, welches zueinander beabstandete umlaufende Bah
nen 12 aufweist, aus denen im wesentlichen in radialer Richtung schlaufenför
mige Widerhaken 15 herausragen. Diese Widerhaken 15 üben den bei Lok
kenwicklern 10 üblicherweise beabsichtigten Effekt aus. Der zylindrische
Kern 11 ist vorzugsweise aus Plastik und hier als Hohlzylinder ausgeführt.
Obgleich dies in der Fig. 1 nicht weiter dargestellt ist, ist das Band 14 ein Per
londraht, aus dem auch die aus diesem herausgezogenen Widerhaken 15 be
stehen. Das Band 14 ist wasser- und waschfest auf dem zylindrischen Kern 11
angeordnet, z. B. mit diesem verklebt oder verschweißt.
Deutlich zu erkennen ist auch ein nur beispielsweise angedeuteter in das
Band 14 eingewebter, hier als silberbeschichteter Kunststoffaden ausgeführter
Faden 17 etwa in der Mitte der Fig. 1. Diese eingewebte Anbringungsart ist
besonders robust und gewährleistet eine lange Gebrauchsdauer des Locken
wicklers 10 und verursacht keine ästhetischen Beeinträchtigungen.
Es ist jedoch auch möglich, einen oder mehrere silberbeschichtete Kunststoffä
den 17 spiralförmig oberhalb des Bandes 14 bzw. auf diesem anzuordnen, wie
dies in axialer Richtung des Kerns 11 angedeutet ist. Ferner ist es möglich, den
oder die silberbeschichteten Kunststoffäden 17 ungeordnet ebenfalls auf dem
Band 14 zu plazieren, wobei möglichst alle Flächenabschnitte des Bandes 14
einbezogen sein müssen. Dies ist mit dem in einer Schlangenlinie angeordneten
Kunststoffaden 17 in der Fig. 1 beispielhaft angedeutet. Die beiden zuerst ge
nannten Alternativen haben den Vorteil, daß auch vorhandene Lockenwick
ler 10, die sich statisch aufladen, sozusagen antistatisch nachgerüstet werden
können, wodurch sie dann antistatisch wirken. Der jeweils auf dem Band 14
angeordnete Kunststoffaden 17 wird, wie auch aufgewickelte Haare, durch Ver
hakung mit den Widerhaken 15 gehalten. Eine weitere Befestigungsmöglichkeit
von silberbeschichteten Kunststoffäden 17 kann durch irgendwie geartete
Durchdringung des Bandes 14 gewährleistet sein. Dies ist jedoch in der Fig. 1
nicht dargestellt.
Die Kunststoffäden 17 bestehen vorteilhaft aus Nylon, da dieses Material be
sonders geschmeidig ist und die Fäden 17 sich so gut mit einweben lassen.
Allerdings ist auch anderes Kunststoffmaterial für den Kunststoffaden gleicher
maßen geeignet. Die nicht weiter dargestellte Silberauflage auf einem Kunst
stoffaden 17 ist auf diesem wasser- und waschfest aufgetragen. Dies kann bei
spielsweise durch Aufdampfen bewerkstelligt werden.
Wie Tests gezeigt haben, erhalten beispielsweise vorhandene nicht antistati
sche Lockenwickler 10 mit aus Perlon bestehenden Bändern 14 durch die erfin
dungsgemäße Aufbringung von silberbeschichteten Kunststoffäden 17 einen
antistatischen Effekt.
Obwohl dies in der Fig. 1 nicht dargestellt ist, kann es für die Haltekraft der
schlaufenförmigen Widerhaken 15 vorteilhaft sein, wenn diese aufgeschnitten
werden.
Da der silberbeschichtete Kunststoffaden 17 sehr dünn gewählt werden kann,
resultieren durch diesen keinerlei ästhetische Beeinträchtigungen, unabhängig
von der Anbringungsart des Kunststoffadens 17 auf bzw. in dem Band 14.
Claims (10)
1. Lockenwickler mit einem zylindrischen Kern, der mit einem Band aus
Kunststoffdraht umwickelt ist, welches zueinander beabstandete umlau
fende Bahnen mit schlaufenförmigen Widerhaken aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zylindrische Kern (11) auf seiner Umfangsfläche (13) das
Band (14) und mindestens einen derart flächig abschirmend angeordneten
metallischen, metallbeschichteten, metallisierten, Kohle- oder entelek
trifizierenden Faden (17) aufweist, so daß auf der gesamten Umfangsflä
che (13) des Kerns (11) eine antistatische Wirkung entsteht.
2. Lockenwickler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der und/oder die Fäden (17) das Band (14) durchdringend und/oder
eingewebt angeordnet sind.
3. Lockenwickler nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Band (14) ein Gewebe ist, welches wasser- und waschfest fest
auf dem Umfang (13) des zylindrischen Kerns (11) angeordnet ist.
4. Lockenwickler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Faden (17) ein metallbeschichteter Kunststoffaden ist.
5. Lockenwickler nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Faden (17) aus Nylon und mit einer Silberauflage beschichtet ist.
6. Lockenwickler nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallauflage mit dem Kunststoffaden (17) wasser- und waschfest
verbunden ist.
7. Lockenwickler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zylindrisch angeordnete Band (14) aus Polypropylen besteht.
8. Lockenwickler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zylindrisch angeordnete Band (14) aus Kunststoffdraht (16) aus
Perion besteht.
9. Lockenwickler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fäden als Schußfaden oder als Kettfaden in das Gewebe (16)
eingewebt sind, das den zylindrischen Kern umgibt.
10. Lockenwickler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen herausgezogenen schlaufenförmigen Widerhaken (15)
aufgeschnitten sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19602660A DE19602660A1 (de) | 1996-01-26 | 1996-01-26 | Lockenwickler |
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Publications (1)
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| DE19602660A1 true DE19602660A1 (de) | 1997-07-31 |
Family
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
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