DE19601234A1 - Verbundkörper und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Verbundkörper und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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- C22C1/051—Making hard metals based on borides, carbides, nitrides, oxides or silicides; Preparation of the powder mixture used as the starting material therefor
- C22C1/053—Making hard metals based on borides, carbides, nitrides, oxides or silicides; Preparation of the powder mixture used as the starting material therefor with in situ formation of hard compounds
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Description
Die Erfindung betrifft einen oxidfreien Verbundkörper mit einer
Bindemetallphase und mit mindestens einer Hartphase, im
wesentlichen bestehend aus
- - einem Cermetwerkstoff mit einer Bindemetallphase von 2 bis 30 Massen-%, Rest mindestens eine Carbonitridphase oder
- - einem Hartmetall mit mindestens einer Hartstoffphase von 65 bis 99 Massen-%, Rest Bindemetallphase.
Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung des
Verbundkörpers.
Verbundwerkstoffe der eingangs genannten Art werden in der
DE 43 40 652 A1 beschrieben. Solche Verbundkörper werden insbe
sondere als Schneidplatten zur zerspanenden Bearbeitung, aber
auch als Hochtemperatur-Werkstoffe eingesetzt. Nach der her
kömmlichen Technologie werden diese Körper aus vorbereiteten
Hartstoffpulvern und Metallen unter Zusatz eines Plastifizier
mittels nach dem Mischen zu Formkörpern vorgepreßt und
anschließend in elektrisch beheizten Öfen, die beispielsweise
mit Graphitheizelementen ausgerüstet sind, gesintert, wobei die
Erwärmung der Proben indirekt mittels der von den Heizelementen
emittierten Strahlung sowie durch Konvektion bzw. Wärmeleitung
erfolgt. Meist ist die Vorbehandlung mit einem intensiven Ver
mahlen der Hartstoffpulver, dem Mischen und Mahlen zahlreicher
Zusatzstoffe und des Bindemetalles zur optimierten Formgebung
in Verbindung mit einem Drucksintern, einem Sinter-heiß
isostatischen Pressen oder heißisostatischen Pressen verbunden.
Die Feinkörnigkeit der verwendeten Ausgangspulver wird nach dem
Stand der Technik durch Zusatzstoffe versucht aufrechtzuerhal
ten, die als Kornwachstumshemmer dienen. Diese zusätzlichen
Stoffe liegen nach der Sinterung als spröde Phasen vor und ver
ringern dementsprechend die Zähigkeit sowie die Korrosionsbe
ständigkeit des Verbundkörpers. Um die Biegebruchfestigkeit und
die Härte solcher Verbundkörper zu verbessern, ist in der
DE 43 40 652 vorgeschlagen worden, den vorgepreßten Formkörper
einer Sinterung in einem Mikrowellenfeld zu unterziehen. Hier
bei wird mit größer werdendem Bindemetallgehalt des vorgeform
ten Preßkörpers die Effektivität der Aufheizung durch Mikrowel
len gesteigert. Der Formkörper wird durch die Mikrowellensinte
rung direkt erwärmt.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vor
liegenden Erfindung, Hartmetalle und Cermets mit feinkörnigem
Gefüge zu Schaffen, deren Zähigkeit bei gleichzeitig hoher
Härte und Festigkeit verbessert ist.
Diese Aufgabe wird durch den oxidfreien Verbundkörper der ein
gangs genannten Art dadurch gelöst, daß die zur Bildung der
Hartphasen, nämlich der Carbonitridphase bzw. -phasen (bei Cer
mets) oder der Hartstoffphasen oder Hartphase (bei Hartmetal
len) notwendigen Metalle, der Kohlenstoff sowie ggf. weitere
Metalle und Metallcarbide und -nitride ausschließlich jeweils
in Pulverform, d. h. als Feststoff, zu einem Grünling verdichtet
und anschließend einem druckfreien Reaktionssintern in einem
Mikrowellenfeld unterzogen worden sind, wobei die gebildeten
Hartphasen mit den übrigen weiteren, nicht an der Hartphasenre
aktion beteiligten Stoffe eine Flüssigphase bilden. Die hier
durch erhaltenen Formkörper zeichnen sich in Relation zu der
Korngröße der verwendeten Eduktpulver durch eine wesentliche
Verringerung der Korngröße im Endprodukt aus. Das Gefüge ist
feinkörnig und gleichmäßig; der Verbundkörper besitzt eine
äußerst hohe Zähigkeit bei gleichzeitig hoher Härte und Festig
keit. Durch die Bildung der flüssigen Phase wird eine vollstän
dige Verdichtung des Verbundkörpers beim Sintern erreicht.
Gleichermaßen entfallen bei der Herstellung der erfindungsgemä
ßen Verbundkörper bisher notwendige Arbeitsschritte, wie die
Carburierung der Ausgangsstoffe und anschließende Mahl- und
Aufarbeitungsschritte. Die Hartphase wird aus den zur Carburie
rungsreaktion benötigten Ausgangsstoffen "in situ" während der
gleichen Wärmebehandlung erhalten, die auch zur Sinterung des
Formkörpers führt. Die freiwerdende Reaktionswärme der Bil
dungsreaktion der Hartphasen kann zur Aufbringung der nötigen
Aktivierungsenergie für das Sintern genutzt werden. Die voll
ständige Verdichtung des Formkörpers wird ohne Zusatzmaßnahmen,
wie Druckaufbringung oder Kapselung, die bisher nach dem Stand
der Technik notwendig waren, erreicht.
Bisherige Versuche, Werkstoffe, wie TiC, synthetisch durch
Mischung der Ausgangsstoffe, nämlich Titan und Kohlenstoff
unter Wärmeeinwirkung in einem Ofen herzustellen, scheiterten
an dabei auftretenden gasförmigen Nebenprodukten aus carbother
mischen Reduktionen, wobei entstehende Gas-Nebenprodukte, wie
CO oder CO₂₁ zu unerwünschten Einschlüssen und damit porösen
Formkörpern führten. Beschränkte Abhilfe konnte nur durch Auf
bringen eines hohen äußeren Druckes geschaffen werden, was die
Herstellung erheblich verteuerte. Es ist auch bereits vorge
schlagen worden, Metallpulver, wie Titan und Chrom oder Silici
um, mit inerten Hilfsstoffen oder organischen Verbindungen ein
zusetzen und die entstehenden Gase pyrolytisch zu behandeln. In
all diesen Fällen erschwerte bzw. verhinderte die bei der Sin
terung anwesende Gasphase eine ausreichend gute Verdichtung.
Überraschenderweise führte die unmittelbare Nutzung der
stoffspezifischen Eigenschaften mittels einer Mikrowellenhei
zung zur Steuerung der Reaktion in einem festen, aus mehreren
Metallpulversorten und aus Nichtmetallpulvern bestehenden
Preßkörpern, bei der neben einer oder mehreren Hartphasen auch
eine flüssige Phase entsteht, die die Sinterung beschleunigt,
zum Erfolg. Die Verwendung der Mikrowellenstrahlung erlaubt im
Gegensatz zu den nach dem Stand der Technik konventionellen
Heiz- bzw. Zündverfahren die simultane Einleitung der Carbu
rierung bzw. Carbonitrierung und der Sinterung. Die Sin
tercharge kann bei der Mikrowellenheizung auch unabhängig vom
Wärmeübergang innerhalb der Charge durch Mikrowellendissipation
im Volumen der Sintercharge zur Reaktion gebracht werden. Fer
ner ist mittels einer Mikrowellenheizung eine schnelle Nachhei
zung möglich, ohne daß Reaktionswärme an die Umgebung verloren
geht, vielmehr wird die Reaktionswärme bei der Verbindung der
Ausgangsstoffe ausgenutzt, wobei die Bildungsreaktion der Hart
phasen im festen wie im flüssigen Zustand ebenso wie die Auflö
sung und Wiederausscheidung der Hartphasen aus dem Bindemetall
in Anwesenheit des Mikrowellenfeldes wesentlich schneller als
ohne das elektromagnetische Wechselfeld abläuft. Erst hierdurch
ist eine extreme Kornfeinung verbunden mit einer schnellen
Verdichtung möglich. So konnte insbesondere bei einer Her
stellung eines Verbundkörpers, ausgehend von Wolframpulver mit
einer durchschnittlichen mittleren Korngröße von 1 µm, sowie
Co-Pulver und Ruß ein WC-Co-Hartmetall mit Korngrößen von 0,4
bis 0,8 µm erreicht werden, also Korngrößen, die unterhalb der
Ausgangskörnung des Wolframpulvers liegen. Spezielle Eigen
schaften, wie insbesondere die Härte, Korrosionsneigung,
magnetische, elektrische und thermomechanische Kenngrößen kön
nen durch entsprechend gewählte Ausgangsmischungen kombiniert
werden.
Durch die Wirkung des Mikrowellenfeldes erfolgt eine direkte
Reaktion von Metallen mit dem Kohlenstoff zur Hartphasenbil
dung, wie z. B. die Reaktion von Wolfram mit Kohlenstoff zu WC
oder eine entsprechende Hartphasenbildung zu TiC, ZrC, HfC, VC,
NbC, TaC, Cr₂C₃ oder Mo₂C. Die genannte Reaktion läuft wesent
lich schneller und auch bei tieferen Temperaturen ab als dies
bei konventioneller Heizung der Fall ist. Bei der angewandten
Mikrowellenreaktionssinterung wird zunächst die Hartphase ge
bildet, die sich teilweise im Bindermetall löst. Beispielsweise
beträgt die Löslichkeit der Hartphasen in Cobalt (als Binder)
bei der eutektischen Temperatur in Mol%: TaC, HfC: 3; TiC: 5;
ZrC, NbC: 6; VC: 10; Cr₂C₃: 12; WC: 20; Mo₂C: 30. Damit ist bei
relativ geringen Mengen gelöster Carbide bereits eine Kristal
lisation der Hartphase zu erwarten. Die gebildete eutektische
Schmelze wird durch den dielektrisch inhomogenen Körper unter
Wirkung des elektromagnetischen Wechselfeldes sehr schnell in
alle Kapillaren gezogen. Dadurch verdichtet der poröse Körper
gleichmäßig im Volumen, wie es sonst nur unter Anwendung eines
hohen äußeren Druckes erreichbar wäre. Die im Bindermetall
gelöste Hartphase kristallisiert an noch vorhandenen Hartpha
sen-Restkörnern aus. Erst hierdurch kann eine sehr feinkörnige
Hartphase erhalten werden, deren Kornmorphologie die typischen
eckigen Körner ergibt.
Beim Mikrowellenreaktionssintern ist anzunehmen, daß vor allem
Cermets, die aus den wenig löslichen Carbiden bestehen, eine
gegenüber jedem konventionellen Herstellungsverfahren entschei
dend reduzierte Korngröße der Hartphase aufweisen werden. Durch
die Reaktion des in der Ausgangsmischung vorliegenden Metalles
mit Kohlenstoff entstehen im Mikrowellenfeld zunächst sehr
kleine Hartphasekörner, deren Löslichkeit sehr hoch ist. Die
gebildete Flüssigphase wird im Gefüge als Folge der Kapillar
kräfte und der dielektrischen Inhomogenität der Sinterteile
sehr viel schneller verteilt, als dies ohne elektrisches Wech
selfeld der Fall wäre. Damit wird die Sättigungskonzentration
der Carbide im Bindermetall lokal ebenfalls schnell überschrit
ten, so daß noch genügend Kristallisationskeime aus ungelöster
Hartphase vorhanden sind, an denen die gelöste Hartphase ankri
stallisieren kann. Das Ergebnis der Mikrowellenreaktionssinte
rung sind sehr viel feinere Gefüge, als diese konventionell
durch Sintern, durch Mikrowellensintern oder durch konventio
nelles Reaktionssintern erzielbar wären. Durch die reaktions
fördernde Wirkung des Mikrowellenfeldes ist es auch nicht
nötig, zur Einleitung der Hartphase-Bildungsreaktion ein nied
rig schmelzendes Eutektikum vorzulegen. Es reicht aus, wenn
sich eine geringe Menge flüssiger Phase aus der Hartphase und
dem Bindermetall bildet. Ferner ist die Verteilung einer Flüs
sigphase, die die Verdichtung durch Kapillarkräfte fördert,
durch die elektroponderomotorische Wirkung des elektrischen
Wechselfeldes beschleunigt, so daß auf einen äußeren Druck ver
zichtet werden kann. Bei Verwendung der Mikrowellen-Reaktions-
Sintertechnik kann auch der beim konventionellen Sintern gege
bene Nachteil vermieden werden, daß die Wahl der Ofenatmosphäre
durch die chemischen Eigenschaften der Heizelemente einge
schränkt ist. Darüber hinaus erfolgt die Erwärmung der Hartme
talle oder Cermets von außen nach innen und wird im wesentli
chen durch die Wärmeleitfähigkeit und die Emissivität der Pro
ben kontrolliert. Je nach Wärmeleitfähigkeit der Proben ist die
Variationsbreite der Aufheiz- und Abkühlraten stark einge
schränkt, weshalb zum Teil hohe apparative und prozeßtechnische
Maßnahmen erforderlich sind, um beispielsweise Ultrafeinkorn-
Hartmetalle zufriedenstellend sintern zu können.
Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verbundkörpers sind in
den Unteransprüchen 2 bis 16 beschrieben.
Vorzugsweise besitzt der Verbundkörper keine Kornwachstumshem
mer, also insbesondere kein Vanadium und/oder Chrom. Gegenüber
dem Stand der Technik zeichnet sich der erfindungsgemäße Hart
metall-Verbundkörper dadurch aus, daß er zu mindestens
70 Vol.-% eine mittlere Korngröße von maximal 0,5 µm, vorzugs
weise maximal 0,4 µm besitzt. Erfindungsgemäße Cermet-Verbund
körper besitzen zu mindestens 70 Vol.-% eine mittlere Korngröße
von 0,4 µm, vorzugsweise 0,3 µm. Die quantitative und qua
litative Zusammensetzung des erfindungsgemäßen Verbundkörpers
ergibt sich nach Weiterbildungen der Erfindung aus den Ansprü
chen 5 bis 16.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung von
oxidfreien Verbundkörpern der eingangs genannten Art, bei dem
die zur Bildung der Hartphase notwendigen Metalle, der Kohlen
stoff sowie ggf. weitere Metalle und Metallcarbide und -nitride
und/oder feste Stickstoffverbindungen als Lieferanten für Koh
lenstoff und/oder Stickstoff ausschließlich jeweils in Pulver
form zu einem Formkörper vorgepreßt und anschließend unter
einem Druck 5 × 10⁵Pa, vorzugsweise druckfrei, zumindest
zeitweise in einem Mikrowellenfeld von 0,01 bis 10 W/cm³ Ener
giedichte einem Reaktionssintern unterzogen werden. Die durch
das Mikrowellensintern hergestellten Verbundkörper haben ein
extrem feinkörniges Gefüge, das durch die angewendete Mikrowel
lenreaktionssintertechnik feiner ist als die Ausgangskörnungs
größe. Das Metallcarbid, das als Basis des herzustellenden
Hartmetallkörpers dient, wird insbesondere aus Metall und Ruß
oder Graphit erzeugt, die in der Ausgangsmischen in Pulverform
vorliegen.
Für Cermets gilt Entsprechendes mit der Maßgabe, daß als Stick
stoffspender sowohl Metallnitride oder feste Stickstoffverbin
dungen in Pulverform in der Ausgangsmischung vorliegen.
Das Mikrowellenreaktionssintern der jeweiligen pulverförmigen
Ausgangsmischungen zu Carbiden oder Carbonitriden läuft relativ
schnell und unter Wärmeentwicklung (exotherm) ab. Nach der Car
bid- oder Carbonitrid-Bildung können die dem Sintern unterzoge
nen Proben konventionell fertig gesintert werden, d. h., ohne
Einfluß des Mikrowellenfeldes. Dies kann auch in der Weise
geschehen, daß die betreffenden Proben zur Fertigsinterung in
einen Ofenraum, der konventionell beheizt wird, geschoben wer
den. Es ist somit zeitweise als auch lokal eine Kombination
einer Mikrowellenheizung mit einer konventionellen Heizung mög
lich.
Alternativ hierzu ist es auch möglich, die zur Bildung der
Hartphase notwendigen Metalle, den Kohlenstoff sowie ggf. wei
tere Metalle und Metallcarbide und -nitride und/oder feste
Stickstoffverbindungen als Lieferanten für Kohlenstoff und/oder
Stickstoff unter einem Druck bis zu 5 × 10⁵ Pa, vorzugsweise
druckfrei einem Reaktionssintern in einem elektrisch beheizten
Ofen zu unterziehen, d. h. ohne Einwirkung von Mikrowellenstrah
lung. Überraschenderweise kann durch Anwendung eines Reaktions
sinterverfahrens druckfrei bzw. bei Anwendung nur kleiner
Drücke eine erheblich größere Dichte erreicht werden, die sonst
nur beim Drucksintern oder beim kombinierten Sintern mit
heißisostatischen Pressen erreichbar ist. Zumindest die den
Hartmetall- oder Cermetgrundkörper bestimmenden Basiscarbide
bzw. -carbonitride liegen in der Ausgangsmischung in Form von
reinen pulverförmigen Metallen sowie Graphit und/oder Ruß bzw.
in Form von reinen Metallen, Graphit und/oder Ruß und einem
Stickstoffspender vor, der ein Metallnitrid und/oder eine feste
Stickstoffverbindung sein kann.
Weiterbildungen des Verfahrens sind in den Ansprüchen 19 bis 30
beschrieben.
Beim Mikrowellensintern kann hierbei prinzipiell auf die
bereits aus der DE 43 40 652 A1 bekannte Technologie mit der
Maßgabe zurückgegriffen werden, daß nicht nur das Sintern, son
dern auch die Carburierung bzw. Carbonitrierung durch Mikrowel
lenfelder initiiert wird.
Erfindungsgemäße Versuche haben ergeben, daß bereits bei gerin
ger Haltezeit von 5 bis 30 Minuten, vorzugsweise 10 Minuten zu
einer vollständigen Verdichtung der Sinterkörper führen. Die
Sintertemperatur kann ebenfalls relativ niedrig, in Abhängig
keit der Korngröße der verwendeten Metalle und je nach Kohlen
stoffquelle bei 1250 bis 1400°C gewählt werden. In einem spezi
ellen Anwendungsbeispiel konnte ein Hartmetall mit folgenden
Eigenschaften hergestellt werden:
Hv30: 2000 bis 2500;
KIc: 15 bis 20 MPa√m;
σB: 3500 bis 4500 MPa.
Hv30: 2000 bis 2500;
KIc: 15 bis 20 MPa√m;
σB: 3500 bis 4500 MPa.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist für die in den Verbundkörper
betreffenden Ansprüchen aufgeführten Hartphasen-Bindermetallzu
sammensetzungen geeignet, wobei ohne Kornwachstum, sondern
sogar unter Kornfeinung durch Wahl geeigneter Korngrößen und
Zusammensetzungen der festen Ausgangsstoffe und durch Erwärmung
mittels Mikrowellen eine Reaktion zu feinkörnigen Hartstoffen
in einer Binderphase erzielt wird, bei der gleichzeitig durch
die Sinterung eine Verdichtung der Hartphase und des Binderme
talles in einem Prozeßschritt erfolgt und hierdurch unmittelbar
die Verbundkörper als Bauteile, wie insbesondere Schneidwerk
zeuge mit einer Dichte 99,8% der theoretischen Dichte erhal
ten werden.
Zur Herstellung der Hartmetall- oder Cermet-Grünkörper werden
vorzugsweise Wachse als Plastifizierer verwendet, die vor der
Sinterung bei den genannten Temperaturen entfernt werden müs
sen. Die üblicherweise nach dem Stand der Technik verwendbaren
Wachse absorbieren die Mikrowellenstrahlung selbst nicht. Durch
die selektive Heizung der Metall- und Nichtmetallpulver mittels
Mikrowellenheizung findet eine gleichmäßige Erwärmung des Wach
ses im gesamten Sinterkörpervolumen statt. Der Sinterkörper
selbst wird durch die Mikrowellenstrahlung auf höhere Tempera
turen als der Ofenraum erwärmt, was den Abtransport von Ent
wachsungsprodukten wesentlich vereinfacht. Das Entwachsen wird
mit einer relativ hohen Aufheizrate von ca. 5°C/min durchge
führt. Bei einer solchen Prozeßführung ist eine zersetzungsra
tekontrollierte Pyrolyse der Wachse möglich, insbesondere
erlaubt die stoffspezifische Wärmeerzeugung mittels Mikrowel
lenstrahlung eine feinere Prozeßregelung als bei der nach dem
Stand der Technik üblichen Konvektion und Wärmeleitung. Die
während der Reaktionssinterung reproduzierbar einführbare Koh
lenstoffmenge wird zur Einstellung der Phasenzusammensetzung
genutzt. Im Falle der Cermet-Herstellung kann als Stickstoff
lieferant auch ein solcher Plastifizierer verwendet werden, der
selbst stickstoffhaltig ist und für die herzustellende Carboni
tridphase als Stickstoffquelle dient. Ein solcher Stickstoff
lieferant ist z. B. Urotropin.
Die Mikrowellenreaktionssinterung schafft eine erhebliche Ver
einfachung des Herstellungsprozesses in wesentlich kürzerer
Zeit. Die Aufheizraten der Charge liegen vorzugsweise im
Bereich von 10 bis 1°C/min für die Entwachsung bis hin zu
10°°C/min bis 10³°C/min, vorzugsweise 20°C/min bis 100°C/min
beim Mikrowellensintern oder 2 C/min bis 20°C/min beim konven
tionellen Sintern beim Carburieren bzw. Carbonitrieren bis hin
zu den Reaktionstemperaturen oberhalb 1000°C. Da die Mikrowel
lenreaktionssinterung bei Probentemperaturen abläuft, die über
denen der Ofenwände liegen, ist es auch möglich, nach Abschal
ten der Energiezufuhr eine schnellere Abkühlung durchzuführen,
so daß etwaigem zusätzlichen Kornwachstum der Cermets bzw.
Hartmetallverbundkörper entgegengewirkt wird. Herstellungsspe
zifisch ist beim Einsatz von Mikrowellen für die Reaktionssin
terung auch keine Haltezeit zur Vergleichmäßigung des Heizer
gebnisses erforderlich, womit eine weitere Voraussetzung für
die Vermeidung von Kornwachstum erfüllt ist.
Für das Reaktionssintern mittels einer konventionellen Ofenhei
zung gilt entsprechend den Darlegungen in den Ansprüchen 19 ff.
Entsprechendes.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispie
len näher erläutert.
Zur Herstellung eines Hartmetalles mit einem 25%igen Gewichts
anteiles Cobalt, Rest WC, werden jeweils in Pulverform Cobalt,
Wolfram sowie Kohlenstoff zusammen mit 1,8 Gew.-% Wachs als
Plastifizierer gemischt und zu einem Grünling vorgepreßt. Der
bzw. die Grünlinge werden anschließend in einem Ofen gleichmä
ßig verteilt und mit einer Leistungsdichte von 0,05 W/cm³ mit
tels Mikrowellen aufgeheizt, wobei die Aufheizgeschwindigkeit
bis etwa 350°C zwischen 0,1 bis maximal 3°C/min liegt. In die
ser Zeit wird das Wachs vollständig ausgebrannt. Nach dem Aus
brennen des Wachses, also etwa bei einer Probentemperatur von
350°C wird die Aufheizrate stufenweise erhöht, nämlich zunächst
auf 5°C/min bis 1000°C und anschließend auf höhere Werte, bis
die Sintertemperatur von etwa 1250°C erreicht wird. Anschlie
ßend werden die gesinterten Körper mit einer Rate von 20°C/min
abgekühlt.
Die Herstellung von Cermets läuft in entsprechender Weise mit
der zusätzlichen Maßgabe ab, daß außer den für die Carbonitrid
phase benötigten Metallen, dem Bindermetall und dem Kohlenstoff
noch ein Stickstofflieferant vorhanden sein muß. Dieser kann
beispielsweise in Form eines Nitrides der Metalle Titan, Zirko
nium, Hafnium, Niob, Tantal und/oder Molybdän vorliegen, wobei
diese Metalle selbst dann auch zusammen mit dem Kohlenstoff zu
Cabonitriden reagieren. Alternativ ist es möglich, organische
Stoffe, wie Urotropin, als Stickstofflieferant, die auch
gleichzeitig Plastifizierer sein können, zu verwenden.
In einem konkreten Ausführungsbeispiel ist ein Gemisch aus
einem oder mehreren Bindermetallen, wie Nickel, Cobalt und/oder
Eisen, ggf. mit Zusätzen von Molybdän in einer Menge von 3 bis
30% mit einem oder mehreren Hartphasebildnern, wie z. B. Wolf
ram, Molybdän, Titan, Zirkonium, Hafnium, Vanadium, Niob oder
Tantal, einem oder mehreren thermisch labilen Nitriden als
Stickstofflieferant und der stöchiometrischen Menge freien Koh
lenstoffes, gemischt worden, um die vollständige Reaktion der
Hartphasebildner und der Metallnitride zu Carbiden und Carboni
triden zu gewährleisten. Die Mischung wird verpreßt und im
Mikrowellenfeld auf eine Temperatur zwischen 1200 und 1500°C
gebracht. Durch die Reaktion mit dem Kohlenstoff und durch
Metathese zwischen den Nitriden und Carbiden entstehen aus den
Hartphasebildnern-Bestandteilen und den Nitriden Carbide bzw.
Carbonitride, beispielsweise nach den folgenden Reaktionsmecha
nismen:
- (1) TiN + Ti + 2C → TiCN·TiC
- (2) WN + Ti + 2C → WC + TiCN
- (3) Mo₂N + Ta + W + 2C → Mo₂C + TaN·WC.
Die vorgenannten Reaktionsbeispiele sind auf die Bildung von
TiCN bezogen, aber sinngemäß auch auf andersartige Cermet-
Zusammensetzungen übertragbar. So würde jeweils entweder das
gleiche Metall, wie z. B. Ti sowohl das Nitrid liefern als auch
das Carbid und das Carbonitrid bilden oder aber ein Metall lie
fert das Nitrid, welches zum Carbonitrid bzw. Carbid umgesetzt
wird und das zweite Metall als Hartphasebildner das stabilere
Carbonitrid oder Nitrid bildet. Beispiele für thermisch labile
Nitride, die als Stickstoff-Quelle einsetzbar sind, sind: CrN,
Cr₂N, MoN, Mo₂N, Mo₃N, WN, W₂N, AlN. Stabile Nitride, die
hieraus entstehen sind dann jeweils Nitride des Titan,
Zirkoniums, Hafnium, Vanadiums, Niobs und/oder Tantals.
Als beim Reaktionssintern verwendbare mögliche Stickstoff-Dona
toren im Plastifizierer kommen aromatische, stickstoffreiche
Heterocyclen, wie Triazin, Pyrazol, Polypyrazol und entspre
chende Metallsalze in Frage.
Das Reaktionssintern läuft in einer Normaldruck-Ofenatmosphäre
ab.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel sind zur Herstellung
eines Hartmetalles mit einem 6%igen Gewichtsanteil Co, Rest WC
jeweils in Pulverform Cobalt, Wolfram sowie Ruß (Kohlenstoff)
zusammen mit 1,8 Gew.-% Wachs als Plastifizierer gemischt und
zu einem Grünling vorgepreßt worden. Der bzw. die Grünlinge
werden anschließend in einem widerstandsbeheizten Ofen verteilt
und mit einer Aufheizgeschwindigkeit von 100°C/h bis 400°C
erwärmt. Anschließend, d. h. nach Austreiben des Wachsen, wird
der Ofen auf eine Sintertemperatur von 1400 C aufgeheizt, bis
die gewünschte Verdichtung abgeschlossen ist. Die fertig gesin
terten Körper werden mit einer Rate von 10°C/min abgekühlt.
Claims (30)
1. Oxidfreier Verbundkörper mit einer Bindemetallphase und
mit mindestens einer Hartphase, im wesentlichen bestehend
aus
- - einem Cermetwerkstoff mit einer Bindemetallphase von 3 bis 30 Massen-%, Rest mindestens eine Carbonitrid phase oder
- - einem Hartmetall mit mindestens einer Hartstoffphase von 65 bis 99 Massen-%, Rest Bindemetallphase, wobei die zur Bildung der Hartphase notwendigen-Metalle, der Kohlenstoff sowie ggf. weitere Metalle und Metallcar bide und -nitride und/oder feste Stickstoffverbindungen als Lieferanten für Kohlenstoff und/oder Stickstoff aus schließlich jeweils in Pulverform zu einem Grünling ver dichtet und anschließend unter einem Druck von 5 × 10⁵Pa, vorzugsweise druckfreien Reaktionssintern in einem Mikrowellenfeld unterzogen worden sind, bei dem die gebildeten Hartphasen mit den übrigen weiteren, nicht an der Hartphasenreaktion beteiligten Stoffen eine Flüssig phase bilden.
2. Verbundkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
er keine Kornwachstumshemmer enthält, insbesondere kein V
und/oder Cr.
3. Verbundkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß mindestens 70 Vol.-% eine mittlere Korngröße des
Hartmetallverbundkörpers 0,5 µm, vorzugsweise 0,4 µm,
aufweisen.
4. Verbundkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß mindestens 70 Vol.-% eine mittlere Korngröße des
Cermet-Verbundkörper 0,4 µm, vorzugsweise 0,3 µm, auf
weisen.
5. Verbundkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Cermet oder das Hartmetall eine
auf Ti, Zr, Hf, Nb, Ta, Mo und/oder W basierende Hartphase
und eine Bindemetallphase aus Co, Ni und/oder Fe aufweist.
6. Verbundkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Hartmetall hexagonales WC als
1. Phase und kubisches Carbid des Mischkristalles aus W,
Ti, Ta und/oder Nb als 2. Phase und eine Bindemetallphase
aus Co, Ni, Fe oder Mischungen hiervon aufweist.
7. Verbundkörper nach einem der Ansprüche 1 und 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Hartmetall aus hexagonalen
Mischcarbiden WC mit MoC und/oder kubischen Mischcarbiden
der Elemente Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo und/oder W mit
einer Bindemetallphase aus Co, Fe und/oder Ni besteht.
8. Verbundkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bindemetallphase bis zu
15 Massen-% Mo, W und/oder Ti - bezogen auf die Gesamt
masse der Bindemetallphase - aufweist.
9. Verbundkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bindemetallphase bis zu
5 Massen-%, vorzugsweise bis zu 3 Massen-% Mn und/oder Al
- bezogen auf die Gesamtmasse der Bindemetallphase - auf
weist.
10. Verbundkörper nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bindemetallphase aus einer Ni-Al-Legierung mit
einem Ni-Al-Verhältnis von 90 : 10 bis 70 : 30 besteht.
11. Verbundkörper nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bindemetallphase bis zu 1 Massen-% Bor (bezogen
auf die Gesamtmasse der Bindemetallphase) enthält.
12. Verbundkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bindemetallphase aus Ni₃Al, TiSi₃,
Ti₂Si₃, Ti₃Al, Ti₅Si₃, TiAl, Ni₂TiAl, TiSi₂, NiSi, MoSi₂
oder Mischungen hieraus besteht.
13. Verbundkörper nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch
Zusätze von 0 bis 16 Massen-% aus Co, Ni, Fe und/oder Sel
tenerd-Metallen.
14. Verbundkörper nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine
Bindemetallphase aus Ni und Cr.
15. Verbundkörper nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch
Zusätze von Mo, Mn, Al, Si und Cu in Mengen von 0,01 bis
zu 5 Massen-%.
16. Verbundkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
gekennzeichnet durch eine oder mehrere mittels PVD, CVD
und/oder PCVD, vorzugsweise in einem Mikrowellenfeld auf
getragene Schichten.
17. Verfahren zur Herstellung der Verbundwerkstoffe nach einem
der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
zur Bildung der Hartphase(n) notwendigen Metalle, der Koh
lenstoff sowie ggf. weitere Metalle und Metallcarbide und
-nitride und/oder feste Stickstoffverbindungen als Liefe
ranten für Kohlenstoff und/oder Stickstoff ausschließlich
jeweils in Pulverform zu einem Formkörper vorgepreßt und
anschließend unter einem Druck 5 × 10⁵ Pa, vorzugsweise
druckfrei zumindest zeitweise in einem Mikrowellenfeld von
0,01 bis 10 W/cm³ Energiedichte einem Reaktionssintern
unterzogen werden.
18. Verfahren zur Herstellung der Verbundwerkstoffe nach einem
der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
zur Bildung der Hartphase(n) notwendigen Metalle, der Koh
lenstoff sowie ggf. weitere Metalle und Metallcarbide und
-nitride und/oder feste Stickstoffverbindungen als Liefe
ranten für Kohlenstoff und/oder Stickstoff ausschließlich
jeweils in Pulverform zu einem Formkörper vorgepreßt und
anschließend unter einem Druck 5 × 10⁵ Pa, vorzugsweise
druckfrei einem Reaktionssintern unterzogen werden.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeich
net, daß der Formkörper kontinuierlich oder gepulst mit
Mikrowellen zumindest zeitweise bestrahlt und/oder mit
Aufheizraten von 0.1 bis 10⁴°C/min erhitzt wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß der vorgepreßte Formkörper Plastifi
zierer, die ggf. Stickstoff enthalten, aufweist, die vor
zugsweise während der Aufheizung zersetzt und/oder ausge
trieben werden.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stickstoff enthaltende Plastifizierer ein Feststoff
ist, vorzugsweise Urotropin oder aromatische, stickstoff
reiche Heterocyclen, wie Triazin, Pyrazol, Polypyrazol und
deren Salze.
22. Verfahren nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeich
net, daß zum Zersetzen und/oder Austreiben die Aufheizra
ten 10°C bis 1°C/min, vorzugsweise 5°C/min beträgt.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß nach dem Austreiben die Aufheizrate
10°°C/min bis 10³°C/min, vorzugsweise 20°C/min bis
100°C/min beim Mikrowellensintern oder 2°C/min bis
20°C/min beim konventionellen Sintern, bis auf eine Reak
tionssintertemperatur 1250°C beträgt.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 23, dadurch
gekennzeichnet, daß die Reaktionssintertemperatur 1250°C
bis 1700°C beträgt, vorzugsweise 1250°C bis 1400°C, beim
Mikrowellensintern.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, daß das Reaktionssintern in einer Vakuum-,
einer Inertgas- oder einer reduzierenden Atmosphäre durch
geführt wird.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß
die Inertgas-Atmosphäre bis zu 5 Volumen-% H₂ enthält oder
das die reduzierende Atmosphäre aus Wasserstoff, Methan
oder Mischungen hieraus besteht.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 oder 26, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sinterung unter einem Druck von
maximal 2 × 10⁵ Pa durchgeführt wird.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 27, dadurch
gekennzeichnet, daß die PVD-, CVD- oder PCVD-Beschichtung
ohne zwischenzeitige Abkühlung im Anschluß an das Reakti
onssintern aufgetragen wird.
29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß
die PVD-, CVD- oder PCVD-Beschichtung durch Wechsel der
Gaszusammensetzung aufgetragen wird.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 29, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kohlenstoff als Graphit und/oder
Ruß und/oder in Form von festen Mesophasen oder Aktivkohle
zugesetzt wird.
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