DE19601103A1 - Zahnrad-Getriebe mit trapez-förmigen Zähnen in niederer Elementenpaarung mit hydrodynamischer Schmierung - Google Patents
Zahnrad-Getriebe mit trapez-förmigen Zähnen in niederer Elementenpaarung mit hydrodynamischer SchmierungInfo
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Description
Die bereits beschriebene Erfindung stellt ein Zahnrad-Getriebe dar
mit trapez-förmigen Zähnen in niederer Elementenpaarung, realisierbar
durch die Kinematik eines Kreis-Schub-Getriebes mit mindestens drei
Parallel-Kurbeln und maximal zwei Zahnrädern in der Paarung als Hohl-
und Außenstirnrad.
Beim Zusammenwirken der Getriebeelemente "Kurbeln" und "Zahnräder" von
Antrieb bis Abtrieb soll der Kraftfluß in direkter Linie wirken, d. h.
ohne Umlenkungen und ohne Biegemomente auf Wellen oder Achsen.
Bei Getrieben bekannter Bauart treten Biegemomente auf, so in der
Schnecke von Schneckentrieben, bei einfachen Stirnradgetrieben infolge
der Umfangskraft in den zugehörigen Achsen oder Wellen der Zahnräder,
Biegemomente mit Hebelwirkung in den Lagern treten auf bei Kegelstirn
radgetrieben, auch bei Planetengetrieben treten Biegemomente auf durch
Umfangskräfte auf den Lagerzapfen der Planetenlager verschiedenster
Bauart. Auch bei Exzentergetrieben aus zwei Hohl- und zwei Außenstirn
rädern wirken aus den Zahnkräften Kippmomente auf den Antriebsexzenter
oder die Stegachse und sind im VDI-Bericht Nr. 374 untersucht worden in
bezug auf eine Selbsthemmungsfähigkeit.
Bei Parallel-Kurbelgetrieben sind Lösungen bekannt mit ein- oder beid
seitig gelagerten Kurbeln und daraus folgt ebenfalls ein Biegemoment
der angetriebenen oder mitlaufenden Kurbel auf das ein- oder beidseitige
Lager.
Bei Kreis-Schub-Getrieben oder Planetengetrieben mit nur zwei Zahnrädern
mit trapezförmigen Zähnen nach der Patentanmeldung P 195 15 146 wird
eine Exzenterwelle als Kurbelzapfenerweiterung von einem Elektromotor
angetrieben und mittels zwei weiterer Blindkurbeln wird ein Kreis-Schub
erzeugt.
Diese Blindkurbeln sind ebenfalls Exzenter mit einer Mittenbohrung zur
Aufnahme eines Nadelkranzes, welcher sich auf einem dazu gehörendem
Bolzen als Achse abwälzt.
Antriebsexzenter und Blindkurbel-Exzenter sind gehärtet und tragen eben
falls Nadelkränze, welche sich in den gehärteten Bohrungen des Hohlrad
körpers abwälzen.
Infolge der geometrischen Lage von Antriebs-Exzenter und den beiden
Blindkurbel-Exzentern auf den Ecken eines spitzwinkligen Dreiecks,
dessen Seiten geringfügig ungleich sein dürfen in der Länge, wird
vom Antriebs-Exzenter ausgehend zusammen mit den beiden passiven
Blindkurbel-Exzentern ein Zwanglauf auf eine irgendwie gestaltete
Scheibe ausgeübt und diese in eine kreisschiebende Drehung versetzt.
Diese Scheibe ist mit einer Innenverzahnung mit trapezförmigen
Zähnen versehen und stellt somit das antreibende Hohlrad dar.
Das Hohlrad umschließt ein zentral gelagertes außen verzahntes
Stirnrad, ebenfalls mit trapezförmigen und geradflankigen Zähnen
mit einer geringeren Zähnezahl als das Hohlrad und aus der Zähnezahl
differenz ergibt sich das Untersetzungsverhältnis, somit den Abtrieb.
Die gleichgroße Exzentrizität des Antriebs- und der beiden Blindkurbel-
Exzenter wird bestimmt durch die gewählte Zähnezahldifferenz, der
gewählten Zähneanzahl und damit deren Zahndicke und der jeweiligen
Zahnhöhe deswegen, weil der erforderliche Kreisschub ein Eintauchen
der jeweiligen Zahnflanke des Hohlrades in die Zahnlücke des Abtrieb
stirnrades ermöglichen muß, anschließend eine Flächenanlage von
Antrieb- und Abtriebzahn zur Übertragung der Umfangskraft, danach ein
ungestörtes Trennen dieser beiden Flächen und Austauchen des Antrieb
zahnes wiederum aus der Zahnlücke des Abtriebrades.
Hohlradverzahnungen mit Evolventenzahnform bewegen sich dagegen auf
ihren Wälzkreisen tangierend aufeinander zu und verlassen sich eben
falls tangierend mit Verlustreibung und höchsten Geschwindigkeiten
an den Zahnspitzen.
Bekannte Parallel-Kurbel-Antriebe an Elektro-Lokomotiven der Bauart
E 06 hatten einen Kurbelradius von ca. 300 mm, waren einseitig gelagert
und damit freitragend, eine Kurbelzapfenerweiterung wäre schon dadurch
unmöglich gewesen weil dann die Konstruktion über den Durchmesser von
1600 mm der Antriebsräder gelangt wäre und auf die Schienen gestoßen.
Eine Ausbildung als Zahnrad-Untersetzungsgetriebe war bei dieser
Anwendung ohnehin nicht vorgesehen.
Die beiliegende Zeichnung zeigt nun die erfindungsgemäße Ausbildung
und den Kraftfluß in direkter Linie vom Antriebsexzenter über das
Nadellager bis zu den reagierenden Flanken von Hohlrad und Abtriebsrad
ohne Entstehen eines Biegemomentes, denn der Körper des Hohlrades ist
hochkant und mit einem großen h² sehr biegesteif. Ohne Verfälschung
und Verkantungen wird die Pressung des Antriebexzenters auf das
umgebende Nadellager geleitet und dann ohne Seitenmomente in der ganzen
Breite auf die Kontakt- und Übertragungsflächen der trapezförmigen
Zähne wirksam.
Auch das Abtriebsrad ist beidseitig gelagert und hat aber ebenso in
der Hochkantform ein großes h² und ist damit ebenfalls sehr biegesteif.
Infolge des Zwanglaufes des Hohlrades durch Antriebs- und Blindkurbel
exzenter läuft bei einer Umdrehung des Kreis-Schubes auch die Zahn
belastung innerhalb der Hohlradverzahnung einmal um.
Mit der 3-fach-Lagerung des Hohlrades auf den Spitzen eines Dreiecks
und der Scheibenausführung des Hohlrades findet jeder Zahndruck in
der umlaufenden Belastung ein gleich großes h² als Biegesteife vor.
Getriebe mit zwei angetriebenen Exzentern und weiteren 3 Zahnrädern
mit Evolventenverzahnung zur parallen Kraftübertragung benötigen somit
wieder die höhere Elementenpaarung eines Liniendruckes und haben auch
diese Vorteile, wie beschrieben, nicht.
Die Scheibenausbildung des Hohlrades für eine große Biegesteife erhöht
zwar die Masse, kinetisch als Drehmassenträgheitswiderstand ist sie
sehr klein als GD², weil D der Durchmesser des sehr kleinen Kreis-
Schubes ist, im Gegensatz zu konstant umlaufenden Scheiben bekannter
Stirnradgetriebe.
Anstelle der Nadellager um und in den Exzentern sind auch Gleitlager
einsetzbar, wobei Gleitlager ein hohes Losbrechmoment, z. B. bei
Stellgetriebes, aus dem Stillstand erfordern, andererseits aber große
Getriebestöße besser überstehen, z. B. bei Schaufelradbaggern mit
Stößen durch Felsgestein.
Claims (5)
1. Mechanisches Zahnrad-Getriebe für die Übertragung von Umfangs
kräften mittels niederer Elementenpaarung
dadurch gekennzeichnet, daß ein Getriebe gebildet ist aus mindestens
3 Parallel-Kurbeln als Kurbelzapfenerweiterung oder Exenterausbildung.
2. Getriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Exzenter den Antriebsexzenter darstellt
mit einer Nadelkranz-Wälzlagerung in der Hohlrad-Scheibe und die beiden
Blindkurbel-Exzenter die gleichgroße Exzentrizität aufweisen wie der
Antriebsexzenter und eine gleiche Nadelkranz-Wälzlagerung in der
Hohlrad-Scheibe besitzen, diese aber eine Innenbohrung aufweisen zur
weiteren Aufnahme eines Nadelkranzes als Wälzlagerung auf einem gehär
teten Bolzen als Achse, Antriebsexzenter und Blindkurbel-Exzenter
eine Oberflächenhärtung tragen.
3. Getriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Hohlrad so als Scheibe ausgebildet
ist, daß der Zahndruck auf die Hohlradzähne bei der umlaufenden
Last in jeder Richtung gleiche Biegesteife der Hohlrad-Scheibe
vorfindet.
4. Getriebe nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß statt der Wälzlager Gleitlagerbüchsen
eingesetzt werden.
5. Getriebe nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Lastkette beginnend mit Antriebs
exzenter - Hohlradscheibe - Abtriebszahnrad - Blindkurbelexzenter -
Tragbolzen materialmäßig ein Wechsel stattfindet zwischen Stahl und
Lagermetallen (wie z. B. Bronzen) für eine direkte Gleitlagerung ohne
Lagerbüchsen.
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
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