DE19600390A1 - Mähdrescher - Google Patents
MähdrescherInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F12/00—Parts or details of threshing apparatus
- A01F12/40—Arrangements of straw crushers or cutters
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Mähdrescher mit einem Mähtisch, einem das Mähgut
abtransportierenden Schrägförderer, dem ein Tangential- oder Axialdreschwerk nachgeschaltet
ist, dem sich in Gutflußrichtung mindestens eine nach dem Axialflußverfahren arbeitende
Trenneinrichtung anschließt, die einen rotierend antreibbaren, umfangsseitig mit mehreren
wendel- oder spiralförmig verlaufenden Förderelementen aufweisenden Trennrotor und einem
den oder jeden Trennrotor umgebenden, aus einer oberen Abdeckhaube und einem unteren
Abscheidekorb gebildete Gehäuse aufweist, wobei wenigstens die Abdeckhaube innenseitig
mit Leitstegen ausgerüstet ist, und wobei ferner der Trenneinrichtung eine Häckseleinrichtung
für das Stroh zugeordnet ist.
Der in Frage kommende Mähdrescher ist insbesondere zum Ernten von Getreide geeignet. Nach
dem Ausdreschen der Körner mittels des Dreschwerkes ist es notwendig, die Körner aus dem
Körner-Stroh-Geschmisch auszuscheiden. Die im Axialflußverfahren arbeitende
Trenneinrichtung gewährleistet dabei einen kontinuierlichen Transport des Strohes um den
Trennrotor herum. Dies wird durch die wendel- oder spiralförmig verlaufenden
Förderelemente, beispielsweise Förderleisten, im zusammenwirken mit den Leitstegen der
Abdeckhaube erreicht. Die Leitstege können parallel und im Abstand zur Drehachse des
Trennrotors verlaufen oder ebenfalls wendel- oder spiralförmig angeordnet sein.
Überlicherweise ist der Trennrotor mit vier jeweils um einen Winkel von 90° zueinander
versetzten, reihenweise angeordneten Förderelementen bestückt. Die äußeren, der Drehachse
abgewandten Kanten der als Förderleisten ausgebildeten Förderelemente sind beispielsweise
sägezahnförmig ausgebildet. Großenteils sind Mähdrescher mit einer Häckseleinrichtung für
das Stroh ausgerüstet, die wahlweise eingesetzt werden, je nach dem ob das Stroh in
Schwaden abgelegt werden soll oder als Häcksel auf der abgeernteten Ackerfläche verteilt
werden soll. Der Trennrotor der nach dem Axialflußverfahren arbeitenden Trenneinrichtung
kann entgegen der Vorwärtsfahrtrichtung des Mähdreschers oder quer dazu arbeiten. Im
ersten Fall steht die Drehachse des Trennrotors quer und im zweiten Fall parallel und im
Abstand zu den Radachsen des Mähdreschers.
Bei den bisher bekannten Mähdreschern ist die Häckseleinrichtung eine der Trenneinrichtung
nachgeschaltete komplette Baueinheit mit den dazugehörigen Antriebselementen. Bei einem
aus der DE 33 19 138 A1 bekannten Mähdrescher besteht die Häckseleinrichtung aus einer
mit Messern bestückten Schneidtrommel, die mit mehreren feststehenden Messern
zusammenwirken. Bei einem aus der EP 0 124 628 A1 bekannten Mähdrescher ist die
Häckseleinrichtung mit mehreren rotierend antreibbaren Häckselmessern ausgerüstet, deren
Drehachse fluchtend zur Drehachse des Trennrotors liegt. Bei diesen Konstruktionen wird
zusätzlich Platz für die Häckseleinrichtung benötigt. Da die Häckselmesser nacheinander zum
Einsatz kommen, kann man den Schneidbetrieb auch als diskontinuierlich oder taktmäßig
ansehen, wodurch die Länge des Häckselgutes noch relativ groß ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mähdrescher der eingangs
näher beschriebenen Art so zu gestalten, daß der konstruktive Aufwand deutlich verringert
wird, daß eine äußerst kompakte Bauweise erreicht wird, und daß das Stroh gegenüber den
bekannten Ausführungen relativ kurz gehäckselt wird.
Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem die Häckseleinrichtung als
Axialfluß-Häckseleinrichtung ausgebildet ist und innerhalb eines definierten Bereiches der
Förderstrecke des Trennrotors der Trenneinrichtung liegt, daß zum Häckseln des Strohes die
Förderelemente des Trennrotors über den definierten Bereich mit im Abstand zueinander
stehenden, außenseitig offenen Radialschlitzen versehen sind, daß auf mindestens einer
Aufnahmeachse im Abstand zueinander stehende, in der Umlaufbahn der Förderleisten
liegende Häckselmesser derart angeordnet sind, daß jedes Häckselmesser für den
Schneidvorgang kurzzeitig innerhalb des jeweiligen Radialschlitzes liegt.
Bei dem erfindungsgemäßen Mähdrescher wird die Häckseleinrichtung in die Trenneinrichtung
integriert, wodurch nicht nur der konstruktive Aufwand verringert wird, sondern auch der
zusätzliche Raum für die Häckseleinrichtung weitgehend entfällt, so daß eine äußerst
kompakte Bauweise erreicht wird. Die Axialfluß-Häckseleinrichtung ist Teil des den
Trennrotor umgebenden Gehäuses und ist baugleich wie die Einzel-Abscheidekörbe auf
beidseitigen Profilschienen verschiebbar gelagert. Die Gehäusemulde der Häckseleinrichtung
ist an sich vollflächig ausgebildet und weist radial verlaufende Schlitze für den Eintritt der
Häckselmesser auf. Die Häckselleistung ist außerordentlich hoch, da das Häckseln des Strohes
während des kontinuierlichen Transportes durch den Trennrotor erfolgt. Der Schneidvorgang
bzw. der Häckselvorgang kann demzufolge als kontinuierlich angesehen werden. Durch die
außen, d. h. an der der Drehachse des Trennrotors abgewandten Seite offenen Radialschlitze ist
es möglich, daß diese an den Häckselmessern vorbei geführt werden. Da die Breite jedes
Radialschlitzes relativ gering ist, wird die fördernde Wirkung nicht beeinträchtigt. Ein weiterer
Vorteil ist darin zu sehen, daß die bislang notwendigen Antriebsmittel für die Schneidrotoren
oder für Häckselmesser entfallen, da in technisch funktioneller Hinsicht die zwischen den
Radialschlitzen verbleibenden Teile der Förderleisten mit den rotierenden Häckselmessern
gleichzusetzen sind. Für den Häckselvorgang wird demzufolge eine ohnehin immer
vorhandene Bewegung benutzt.
Durch die Radialschlitze werden die als Förderleisten ausgebildeten Förderelemente
geschwächt. Da sie jedoch dem Schneiddruck standhalten müssen, ist vorgesehen, daß die
zwischen den Radialschlitzen liegenden Teile der Förderleisten als Mitnehmerplatten
ausgebildet sind, und daß an der in Förderrichtung hinten liegenden Seite abstützend wirkende
Verstärkungsbleche angeordnet sind. Die einen Radialschlitz begrenzenden Mitnehmerplatten
drücken das zu schneidende Stroh gegen die Häckselmesser, wodurch der Schneidvorgang
erfolgt. Der Trennrotor besteht im wesentlichen aus einem zylindrischen Grundkörper und den
umfangsseitig darauf verlaufenden Förderelementen. Da es nicht möglich ist, daß die
Häckselmesser den Grundkörper berühren ist in weiterer Ausgestaltung vorgesehen, daß jeder
Mitnehmerplatte an der in Förderrichtung vorn liegenden Seite eine der Drehachse des
Trennrotors zugewandte, das Häckselgut nach außen drückende Abweisplatte zugeordnet ist.
Diese Abweisplatte verläuft schräg, so daß das zu häckselnde Stroh zumindest aus dem Spalt
zwischen dem Grundkörper und den Häckselmessern herausgedrückt wird. Damit auch das zu
häckselnde Stroh auch von der dem Grundkörper abgewandten Seite der Trenneinrichtung
nach innen gedrückt wird, ist vorgesehen, daß innenseitig am Abscheidekorb, in
Förderrichtung des Trennrotors gesehen, unmittelbar vor der Aufnahmeachse für die
Häckselmesser das Häckselgut in Richtung zur Drehachse des Trennrotors leitende
Rampenbleche angeordnet sind. Zweckmäßigerweise sind die Häckselmesser dem
Abscheidekorb des Gehäuses zugeordnet, da dieser unten liegt und dadurch die Häckselmesser
in der normalen Flußrichtung des Häckselgutes angeordnet sind. Der Häckseleinrichtung ist
eine an sich bekannte Verteilvorrichtung nachgeschaltet. Eine besonders stabile Ausführung
für die Mitnehmerplatten wird erreicht, wenn diese im Querschnitt winkelförmig ausgebildet
sind. Sie können dann auch als vorgefertigte Teile auf den Grundkörper, beispielsweise durch
Schweißung festgesetzt werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, daß die außenseitig offenen
Radialschlitze des Förderelementes beidseitig durch Schlagzähne mit einer gegenüber der
Länge der Axialfluß-Häckseleinrichtung geringen Breite gebildet sind, daß die einen
Radialschlitz an jeder Seite begrenzenden Schlagzähne an Tragringen angesetzt sind und
gegenüber deren äußeren Umfangsflächen vorstehen, und daß die Tragringe auf dem
Grundkörper der Trennrotors drehfest aufgesetzt sind.
Diese Ausführung ist konstruktiv wesentlich einfacher und die Häckselwirkung wird
wesentlich erhöht. Im Bereich der Axialflußhäckseleinrichtung werden die Förderelemente
nunmehr durch die an den Tragringen angesetzten Schlagzähne gebildet, die ebenfalls wendel
spiral- oder schraubenlinienförmig verlaufen. Jeder Tragring ist mit einer Anzahl von
Schlagzähnen bestückt, die der Anzahl der Förderelemente entspricht, so daß der
kontinuierliche Durchfluß des Häckselgutes gewährleistet ist. Die Konstruktion wird
besonders einfach, wenn jeder Tragring mit den Schlagzähnen aus einem einstückigen Bauteil
besteht. Die Schlagzähne bilden mit ihren Schlagflächen ein besonders stabiles Widerlager für
das zu häckselnde Gut. Die Tragringe mit den Schlagzähnen lassen sich in äußerst einfacher
Weise herstellen. Auch die Montage ist äußerst einfach, da sie auf den Grundkörper 10 nur
gegen Drehung gesichert, aufgesetzt werden müssen. Sollte aus Gründen einer Reparatur eine
Demontage notwendig werden, ist diese ebenfalls entsprechend einfach durchzuführen. Die
Breite der Radialschlitze läßt sich durch Änderung der Abstände der Tragringe einstellen,
wobei die Abstände nicht gleichbleibend sein müssen. Bei dieser Ausführung ist es
zweckmäßig, wenn die Tragringe paarweise angeordnet sind und daß der Abstand zwischen
den einander zugewandten Ringen von zwei Paaren größer ist als der Abstand zwischen zwei
ein Paar bildende Ringe. Im Normalfall liegen dann die Häckselmesser in den Radialschlitzen,
die durch die Paare von Tragringen gebildet sind, deren Abstände geringer sind als die
zwischen den einzelnen Paaren liegenden Abstände. In weiterer Ausgestaltung, ist es jedoch
genauso gut möglich, daß auch in den Radialschlitzen zwischen den paarweise angeordneten
Tragringen ein oder mehrere Häckselmesser eingreifen. Die Schlagzähne der Tragringe
erstrecken sich schraubenlinienförmig, mehrgängig über den gesamten Umfang des
Grundkörpers des Trennrotors. Dadurch tauchen die Häckselmesser während einer
Rotorumdrehung ständig in die aus zwei benachbarten Tragringen gebildeten Radialschlitze
ein, so daß bei dieser Ausführung die das zu häckselnde Gut anhebenden Abweisplatten
entfallen können. Damit die Stabilität der Schlagzähne sichergestellt ist, ist vorgesehen, daß
die, bezogen auf die Stirnansicht, trapezförmig ausgebildet sind, wobei sie sich
querschnittsmäßig nach außen hin verkleinern. Dadurch wird eine ausreichende Fußfestigkeit
der Schlagzähne erreicht. Die Breiten der Schlagzähne könnten beispielsweise mit den Dicken
der Häckselmesser übereinstimmen oder ein klein wenig größer oder kleiner sein.
Die Anordnung der Häckseleinrichtung im Bereich des Abscheidekorbes ist konstruktiv
besonders einfach, wenn dieser aus mehreren fluchtend zueinander stehenden Einzelkörben
gebildet ist, und daß die äußeren Ränder der Einzelkörbe in zwei parallel und im Abstand
zueinander sowie parallel und im Abstand zur Drehachse des Trennrotors verlaufenden
Profilschienen aufgehängt sind. Dadurch lassen sich die Einzelkörbe von einer, beispielsweise
von der hinteren Seite in äußerst einfacher Weise in die Profilschienen einschieben. Außerdem
wird eine Reinigung und gegebenenfalls ein Wechsel äußerst einfach. Damit sie eindeutig
fixiert sind, werden die äußeren Ränder beispielsweise zwischen die nach außen abgewinkelten
Rändern der Haube und den Profilschienen festgeklemmt. Damit ein einwandfreier
Abtransport des Häckselgutes gewährleistet ist, ist vorgesehen, daß die Häckseleinrichtung im
Abstand zum Austrageende des Trennrotors steht. Dieser Abstand kann beispielsweise der
Länge eines Einzelkorbes entsprechen.
Damit es nicht zu einer Verstopfung kommt, wenn beispielsweise mittels des Trennrotors eine
extrem große Menge von Stroh gefördert wird, oder wenn Fremdkörper in die
Trenneinrichtung gelangen, ist zur Vermeidung einer Beschädigung der Häckselmesser
vorgesehen, daß die Häckselmesser gegenüber der Aufnahmeachse oder die Aufnahmeachse
entgegen der Wirkung eines Kraftspeichers um einen vorbestimmten Drehwinkel entgegen der
Drehrichtung des Trennrotors in einer Außerbetriebsstellung schwenkbar sind. Durch den
Kraftspeicher werden die Häckselmesser dem Häckselgut mit einer bestimmten Gegenkraft
entgegengesetzt. Wird diese Kraft übertroffen, können sie ausweichen. Wenn der oder die
Kraftspeicher direkt auf die Häckselmesser wirken, müssen diese um einen bestimmten Winkel
gegenüber der Aufnahmeachse verdrehbar sein. Die Endstellungen können beispielsweise
durch Anschläge begrenzt sein. Sind sie jedoch drehfest auf der Aufnahmeachse festgesetzt,
muß sich die Aufnahmeachse um diesen Winkel drehen könnten. Da es beim Betrieb des
Mähdreschers vorkommt, daß wahlweise das Stroh in Schwaden abgelegt oder gehäckselt
wird, ist zur einfachen Inbetriebsetzung bzw. Außerbetriebsetzung der Häckseleinrichtung
vorgesehen, daß die Aufnahmeachse für die Häckselmesser mittels eines Stelltriebes um einen
vorbestimmten Drehwinkel verschwenkbar sind. Dieser Stelltrieb könnte ein Hebelgestänge
und eine Kolbenzylindereinheit in Form eines Hydraulikzylinders beinhalten. Der
Hydraulikzylinder wird dann von der Fahrerkabine aus elektrisch angesteuert.
Das Häckselgut wird durch den Transport mittels des Trennrotors auch verdichtet. Damit es
im Bereich des Endes des Trennrotors nicht mehrmals um den Trennrotor herumgeführt wird,
ist vorgesehen, daß der den Trennrotor umgebende Ringraum zwischen der
Axialfluß-Häckseleinrichtung und dem Austrageende des Trennrotors sich zumindest
bereichsweise im Querschnitt vergrößert. Dadurch wird das gehäckselte Gut aufgelockert, so
daß es mittels der nachgeschalteten Verteileinrichtung ausgeworfen wird. Da die
Auswurföffnung normalerweise dem unteren Bereich des Trennrotors zugeordnet ist, ist es
zweckmäßig, wenn der Ringraum sich im Bereich der oberen Haube vergrößert, dies ist auch
konstruktiv einfach durch eine entsprechende Gestaltung der Haube zu erreichen. Um den
Schneidvorgang beim Häckseln des Halmgutes zu erleichtern, ist in weiterer Ausgestaltung
noch vorgesehen, daß die Häckselmesser mittels eines Drehantriebes rotierend antreibbar sind.
Dabei ist es dann konstruktiv einfach, wenn beispielsweise die die Häckselmesser aufnehmende
Aufnahmeachse beispielsweise mittels eines Hydraulikmotors rotierend antreibbar ist. Damit
der Schneidvorgang kontinuierlich verläuft ist es dann zweckmäßig, wenn die Häckselmesser
als Tellermesser oder Messerscheiben ausgebildet sind. Außerdem entstehend dann keine
Unwuchten. Damit die Länge des Häckselgutes geändert werden kann, ist vorgesehen, daß die
Häckselmesser einzeln oder gruppenweise in die Betriebs- und Außerbetriebsstellung bringbar
sind. Dadurch ist es möglich, bestimmte Häckselmesser in die Betriebsstellung zu schwenken
und die restlichen Häckselmesser außer Betrieb zu setzen.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Mähdrescher in einer schematisch Seitenansicht,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in der Fig. 1 einer ersten Ausführungsform,
Fig. 3 die Anordnung der Häckseleinrichtung in der Seitenansicht, mit Blick aus Richtung
der Fig. 2 in dieser Ausführungsform,
Fig. 4 den Trennrotor als Einzelheit in der perspektivischen Darstellung, in der ersten
Ausführungsform,
Fig. 5 den Trennrotor als Einzelheit in der perspektivischen Darstellung, in der zweiten
Ausführungsform, in vereinfachter Darstellung,
Fig. 6 eine der Fig. 2 entsprechende Schnittdarstellung, jedoch für die Ausführung des
Trennrotors gemäß der Fig. 5,
Fig. 7 die Anordnung der Häckseleinrichtung gemäß den Fig. 5 und 6, mit Blick aus
Richtung der Fig. 6 und
Fig. 8 eine den Fig. 2 und 6 entsprechende Schnittdarstellung, jedoch mit rotierend
angetriebenen Häckselmessern.
Der in der Fig. 1 dargestellte Mähdrescher 1 ist als selbstfahrender Mähdrescher ausgebildet,
der mit einer nach dem Axialflußverfahren arbeitenden Trenneinrichtung 2 ausgerüstet ist. Die
Trenneinrichtung 2 beinhaltet einen rotierend antreibbaren Trennrotor 3, der von einem
Gehäuse 4 umgeben ist. Dieses Gehäuse 4 besteht aus einem Oberteil in Form einer Haube 5
und einem Unterteil in Form eines Abscheidekorbes 6. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
liegt die Drehachse des Trennrotors 3 quer zu den Radachsen der Räderpaare 7, 8 des
Mähdreschers 1. Demzufolge ist die Förderrichtung des Trennrotors 3 entgegengesetzt zur
Vorwärtsfährtrichtung des Mähdreschers 1. Der Trennrotor 3 ist außerdem mit vier die
Förderelemente bildenden Förderleisten 9 versehen, die wendelförmig um den Grundkörper 10
herumgeführt sind. In einem Bereich im Abstand zum hinteren Abgabeende des Trennrotors 3
sind die Förderleisten 9 mit im Abstand zueinander angeordneten Radialschlitzen 11 versehen,
die nach außen, d. h. der der Drehachse des Trennrotors 3 abgewandten Seite offen sind. Diese
Radialschlitze 11 sind im Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1-4 durch in einem
entsprechenden Abstand zueinander angeordneten, im Querschnitt winkelförmigen
Mitnehmerplatten 12 gebildet. Im Bereich der Radialschlitze 11 bzw. der Mitnehmerplatten 12
des Trennrotors 3 ist im unteren Bereich eine Reihe von Häckselmessern 13 angeordnet, die
auf einer zur Drehachse des Trennrotors 3 achsparallelen Aufnahmeachse 14 in noch näher
erläuterter Weise gelagert sind. Die segmentartig ausgebildeten Häckselmesser 13 sind so auf
die Aufnahmeachse 14 gesetzt, daß in Arbeitsstellung der Häckselmessergruppe die
Radialschlitze 11 der Förderleisten 9 daran vorbei laufen. Die Häckselmesser 13 bieten in
Kombination mit den Radialschlitzen 11 bzw. den Mitnehmerplatten 12 und den Förderleisten
9 eine Axialflußhäckseleinrichtung. Die fördernde Wirkung der Förderleisten 9 wird durch
diese Radialschlitze nicht beeinträchtigt, da die Breite jedes Radialschlitzes 11 im Gegensatz
zur Breite der Mitnehmerplatte 12 relativ gering ist. Die Breite jedes Radialschlitzes 11 muß
nur so groß sein, daß das jeweilige Häckselmesser 13 nicht beschädigt wird. Das Häckseln des
mittels des Trennrotors geförderten Strohes erfolgt während des kontinuierlichen Transportes.
Dazu sind außerdem an der Innenseite der Haube 5 Leitstege 15 angesetzt.
Damit die Mitnehmerplatten 12 sich durch den von den Häckselmessern 13 aufgebauten
Gegendruck nicht verformen, sind sie an der in Förderrichtung hinteren Seite durch
Verstärkungsbleche 16 stabilisiert. In der Fig. 2 ist in strichpunktierten Linien die
Betriebsstellung der Häckselmesser 13 gezeichnet. In Vollinien ist die Außerbetriebsstellung
dargestellt. Damit das zu häckselnde Stroh in Richtung zur Aufnahmeachse 14 gedrückt wird,
sind den Mitnehmerplatten 12 an der in Förderrichtung vom liegenden Seite schrägstehende
Abweisplatten 17 zugeordnet. Die Drehrichtung des Trennrotors 3 ist in der Fig. 2 und der
Fig. 4 durch den Pfeil A dargestellt. Bezogen auf diese Drehrichtung ist der Abscheidekorb 6
innenseitig kurz vor der achsparallelen Aufnahmeachse 14 mit dreieckförmigen
Rampenblechen 18 ausgerüstet, damit das zu häckselnde Stroh von der Innenwand des
Abscheidekorbes 6 weggedrückt wird. Durch die Abweisplatten 17 und die Rampenbleche 18
wird verhindert, daß gedroschene Halme unzerschnitten die Häckseleinrichtung passieren.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 4 ist an jedem Häckselmesser
13 an der der Schneidseite gegenüberliegenden Rückseite ein federbelasteter Hebel 19
angelenkt. Wie die Fig. 2 zeigt, wird jedes Häckselmesser 13 aus der Umlaufbahn der
Mitnehmerplatten 12 herausgedrückt, wenn eine bestimmte Kraft überschritten wird. Dazu ist
es notwendig, daß jedes Häckselmesser 13 um einen bestimmten Winkel gegenüber der
achsparallelen Aufnahmeachse 14 verdrehbar ist. Im Gegensatz dazu könnte jedoch auch die
achsparallele Aufnahmeachse 14 um diesen Winkel geschwenkt werden. Damit die
Häckselmesser aus der umlaufenden Bahn der Mitnehmerplatten 12 herausgeschwenkt werden
können, wenn das Stroh in Schwaden abgelegt werden soll, ist die achsparallele
Aufnahmeachse 14 durch einen elektrisch ansteuerbaren Stelltrieb 20 entsprechend verdrehbar.
Dieser Stelltrieb 20 besteht aus einem auf die achsparallele Aufnahmeachse 14 aufgesetzten
Winkelhebel 21 und einem Hydraulikzylinder 22. An dem Winkelhebel 21 kann außerdem in
einem Lagerklotz der Hebel 19 angeordnet sein. Im dargestellten Ausführungebeispiel besteht
der Abscheidekorb 6 aus mehreren fluchtend zueinander angeordneten Einzelkörben 6a. Wie
die Fig. 1 zeigt, liegen die Häckselmesser 13 in einem solchen Abstand zum hinteren
Abgabeende des Trennrotors 3, der in etwa der Länge eines Einzelkorbes entspricht. Die
äußeren Ränder der Einzelkörbe 6a sowie die der baugleichen Mulde M der
Häckseleinrichtung sind nach außen abgewinkelt. Die äußeren Ränder der Haube 5 sind
ebenfalls z-förmig nach außen abgewinkelt und mit im Querschnitt winkelförmigen
Profilschienen 23 verschraubt. Dadurch werden die abgewinkelten Ränder der Einzelkörbe 6a
festgeklemmt. Bei Lösen dieser Klemmung können die Einzelkörbe 6a und die
Häckseleinrichtung verschoben werden, so daß sie zum Wechseln oder zur Reinigung in
einfachster Weise montiert bzw. demontiert werden können.
Der Mähdrescher 1 ist ferner noch mit einem unterhalb des Trennrotors 3 liegenden Gebläse
24 und einer ebenfalls unterhalb des Trennrotors 3 liegenden Siebeinrichtung 25 ausgerüstet.
In nicht dargestellter Weise ist im Austrageende des Trennrotors 3 noch eine allgemein
bekannte Verteilereinrichtung für das Häckselgut zugeordnet. Außerdem ist der Mähdrescher
1 in an sich bekannter Weise mit einem Mähtisch 26 und einem das Mähgut zu einem
Dreschwerk 27 fördernden Schrägförderer 28 ausgerüstet. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel besteht das Dreschwerk 27 aus einer Dreschtrommel 29 und einer
Übergabetrommel 30, die unmittelbar vor dem Aufgabeende des Trennrotors 3 quer zu dessen
Drehachse gelagert ist.
Bei der in den Fig. 5 bis 8 gezeigten Ausführung des Trennrotors 3 ist der ebenfalls
zylindrisch gestaltete Grundkörper 10 mit einer Vielzahl von im Abstand zueinander
angeordneten Tragringen 31 bestückt, die in nicht näher erläuterter Weise drehfest, jedoch
auswechselbar auf dem Grundkörper 10 festgelegt sind. Jeder Tragring 31 ist mit vier
gegenüber der äußeren Mantelfläche vorstehenden, im Winkel von 90° zueinander versetzten
Schlagzähnen 32 versehen, wobei die Schlagzähne 32 mit den Tragringen 31 ein einstückiges
Bauteil bilden. Es können jedoch auch mehr oder weniger als 4 Schlagzähne an einem
Tragring ausgebildet werden. Aus Gründen der vereinfachten Darstellung sind in der Fig. 5
nur zwei im Abstand zueinander angeordnete Tragring 31 gezeichnet, die ein Paar bilden. Von
fünf weiteren Paaren sind nur zwei Schlagzähne 32 angedeutet, so daß aus der Fig. 5
erkennbar ist, daß die jeweils eine Reihe bildenden Schlagzähne 32 spiral-, wendel- oder
schraübenlinienförmig um den Grundkörper 10 des Trennrotors 3 herumgeführt sind.
Demzufolge stehen die Schlagzähne 32 der ein Paar bildenden Tragringe 31 im Winkelversatz
zueinander. Die Schlagzähne 32 eines Paares von Tragringen 31 sind demgegenüber nicht
versetzt. Aus der Fig. 5 ergibt sich, daß im dargestellten Ausführungsbeispiel die Abstände
von zwei ein Paar bildenden Tragringen 31 deutlich geringer sind, als die Abstände zwischen
zwei Paaren von Tragringen 31. Ferner ergibt sich aus der Fig. 5, daß die Häckselmesser 13
in dem zwischen den beiden ein Paar bildende Tragring 31 eingreifen. In nicht näher
dargestellter Weise können jedoch ein oder mehrere Häckselmesser auch in den
Zwischenräumen angeordnet sein, die zwischen zwei Paaren von Tragriemen 31 liegen. Aus
der Fig. 5 ergibt sich außerdem noch, daß die Radialschlitze 11 nicht nur durch die
Schlagzähne der paarweise angeordneten Tragringe 31, sondern auch durch die einander
zugewandten Tragringe selbst gebildet werden. Im Gegensatz zur dargestellten Ausführung,
können auch mehr als zwei Tragringe eine funktionell zusammengehörige Gruppe bilden,
wobei dann ebenfalls Häckselmesser in die Zwischenräume eingreifen, sofern das Stroh
gehäckselt werden soll.
Im Gegensatz zu der in den Fig. 5 bis 8 dargestellten Ausführung können die Tragringe 31
in gleichen Abständen zueinander auf den Grundkörper 10 aufgesetzt werden. Dabei können
die Schlagzähne 32 dem schraubenlinienförmigen Verlauf folgen, so daß zwei neben einem
Häckselmesser 13 stehende Schlagzähne 32 im Winkelversatz zueinander stehen. (Fig. 7).
Ein Vergleich der Fig. 2 mit der Fig. 6 zeigt, daß beim Ausführungsbeispiel gemäß den
Fig. 5 bis 8 ausschließlich der Trennrotor 3 abweichend gestaltet ist. Da die übrigen
Bauteile baugleich geblieben sind, werden sie auch nicht näher beschrieben. Aus der Fig. 6
geht deutlich hervor, daß die Schlagzähne 32 in einem solchen Winkelversatz stehen, daß sie,
bezogen auf eine Stirnansicht des Trennrotors 3, über den gesamten Umfang im gleichen
Winkelabstand verteilt sind. In der Fig. 6 ist dabei nur ein Wendelbereich zwischen zwei von
vier benachbarten Wendelbereichen dargestellt. Die Schlagkanten der Schlagzähne 32 liegen,
bezogen auf die Betriebsdrehrichtung A des Trennrotors 3 vorn und können mit
austauschbaren Verschleißteilen ausgerüstet oder in sich vergütet sein. Die Querschnitte der
Schlagzähne 32 verkleinern sich nach außen, da sie, bezogen auf die Stirnansicht, trapezförmig
gestaltet sind, indem die den vorn liegenden Schlagkanten abgewandt liegenden hinteren
Kanten schräg stehen, so daß der Fuß jedes Schlagzahnes 32 den größten Querschnitt hat.
Die Fig. 7 zeigt die Ausführungsform des Trennrotors 3 entsprechend der Fig. 6 in einer
Seitenansicht,wobei die Abstände zwischen den einzelnen Tragringen 31 gleich sind. Die
Häckselmesser 13 tauchen in die Ringräume der benachbarten Tragringe 31 ein, wodurch eine
intensivere Zerkleinerung des durchlaufenden Halmgutes erfolgt. Die Figur zeigt, daß die
außerhalb der Axialfluß-Häckseleinrichtung liegenden Förderelemente als Förderleisten 9 mit
gezähntem Außenrand ausgebildet sind. Es ist außerdem erkennbar, daß die Schlagzähne 32
kurvenförmig um den Grundkörper 10 herumgeführt sind. Bei der Ausführung nach der Fig.
7 ist zwischen jedem Tragring 31 ein Häckselmesser 13 angeordnet. Ferner ergibt sich aus
dieser Figur, daß die Haube 5 gegenüber dem Trennrotor 3 nach oben verspringt, so daß der
Ringspalt zwischen der Axialfluß-Häckseleinrichtung und dem hinteren Austrageende des
Trennrotors 3 sich querschnittsmäßig vergrößert. Dadurch wird das gehäckselte Stroh
aufgelockert, und die Abgabe des Häckselgutes begünstigt. Die Ausführung nach der Fig. 8
unterscheidet sich von den Ausführungen gemäß den Fig. 2 bis 6 dadurch, daß die
Häckselmesser mittels eines nicht näher erläuterten Antriebes in Form eines Riementriebes
oder eines Hydromotors rotierend in Pfeilrichtung B angetrieben sind. Die rotierend
antreibbaren Häckselmesser lassen sich sowohl bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 1
bis 4 als auch bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 bis 7 verwirklichen. Bei der
Ausführung nach der Fig. 8 sind die Häckselmesser als kreisrunde Schneidscheiben 33 oder
als Tellermesser ausgebildet, die auf einer Welle 34 drehfest aufgesetzt sind. Die Welle 34 ist
in Lagerböcken 35 gelagert, die mit dem Winkelhebel 21 verbunden sind, so daß sie wiederum
schwenkbar sind. Die Schneidscheiben 33 können umfangsseitig mit Schneidzähnen oder mit
durchgehenden Schneidkanten versehen sein. In nicht dargestellter Weise können die
Häckselmesser 13 bzw. die Schneidscheiben 33 einzeln oder in Gruppen in eine Be- und in
eine Außerbetriebsstellung geschwenkt werden, um die Länge des Häckselgutes zu variieren,
oder um gegen Fremdkörper auszuweichen. Sie müßten dann entsprechend auf mehreren
Wellen gelagert werden. Die Verstellung der Häckselmesser 13 bzw. die Schneidscheiben 33
in die Be- oder die Außerbetriebsstellung kann manuell oder motorisch erfolgen. Bei einer
motorischen Verstellung erfolgt die Schaltung vorzugsweise von der Fahrerkabine aus. Die
Schalteinrichtung kann dabei mit elektrischen oder elektronischen Anzeigerichtungen
kombiniert werden, die Betriebsstellung sowie die theoretische Schnittlänge des Häckselgutes
bei der gewählten Schwenkstellung anzeigen. Entgegen den zeichnerisch dargestellten
Ausführungen kann der Mähdrescher 1 mit mehreren Trenneinrichtungen 2 und einer
entsprechenden Anzahl von Trennrotoren 3 ausgestattet sein.
Bei eingeschaltetem Häcksler ist unterhalb des Austragendes der Trenneinrichtung 2 eine
Verteileinrichtung 36 für das Häckselgut in Wirkstellung gebracht, die in ihrer Lage
veränderbar am Maschinengehäuse angeordnet ist.
Bezugszeichenliste
1 Mähdrescher
2 Trenneinrichtung
3 Trennrotor
4 Gehäuse
5 Haube
6 Abscheidekorb
6a Einzelkorb
7 Räderpaar
8 Räderpaar
9 Förderleiste
10 Grundkörper
11 Radialschlitz
12 Mitnehmerplatte
13 Häckselmesser
14 achsparallele Aufnahmeachse
15 Leitsteg
16 Verstärkungsblech
17 Abweisplatte
18 Rampenblech
19 Hebel
20 Stelltrieb
21 Winkelhebel
22 Hydraulikzylinder
23 Profilschiene
24 Gebläse
25 Siebeinrichtung
26 Mähtisch
27 Dreschwerk
28 Schrägförderer
29 Dreschtrommel
30 Übergabetrommel
31 Tragring
32 Schlagzähne
33 Schlagzähne
34 Welle
35 Lagerbock
36 Verteileinrichtung
37 Ringraum
M Mulde.
2 Trenneinrichtung
3 Trennrotor
4 Gehäuse
5 Haube
6 Abscheidekorb
6a Einzelkorb
7 Räderpaar
8 Räderpaar
9 Förderleiste
10 Grundkörper
11 Radialschlitz
12 Mitnehmerplatte
13 Häckselmesser
14 achsparallele Aufnahmeachse
15 Leitsteg
16 Verstärkungsblech
17 Abweisplatte
18 Rampenblech
19 Hebel
20 Stelltrieb
21 Winkelhebel
22 Hydraulikzylinder
23 Profilschiene
24 Gebläse
25 Siebeinrichtung
26 Mähtisch
27 Dreschwerk
28 Schrägförderer
29 Dreschtrommel
30 Übergabetrommel
31 Tragring
32 Schlagzähne
33 Schlagzähne
34 Welle
35 Lagerbock
36 Verteileinrichtung
37 Ringraum
M Mulde.
Claims (23)
1. Mähdrescher mit einem Mähtisch, einem das Mähgut abtransportierendem
Schrägförderer, dem ein Tangential- oder Axialdreschwerk nachgeschaltet ist, dem
sich in Gutflußrichtung mindestens eine nach dem Axialflußverfahren arbeitende
Trenneinrichtung anschließt, die einen rotierend antreibbaren, umfangsseitig mit
mehreren wendel- oder spiralförmig verlaufenden Förderelementen aufweisenden
Trennrotor und einem den oder jeden Trennrotor umgebenden, aus einer oberen
Abdeckhaube und einem unteren Abscheidekorb gebildeten Gehäuse aufweist, wobei
wenigstens die Abdeckhaube innenseitig mit Leitstegen ausgerüstet ist und wobei
ferner der Trenneinrichtung eine Häckseleinrichtung für das Stroh zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Häckseleinrichtung als Axialflußhäckseleinrichtung ausgebildet ist und
innerhalb eines definierten Bereiches der Förderstrecke des Trennrotors (3) der
Trenneinrichtung (2) liegt, daß zum Häckseln des Strohes die Förderelemente (9) des
Trennrotors (3) über den definierten Bereich mit im Abstand zueinander stehenden,
außenseitig offenen Radialschlitzen (11) versehen sind, daß auf mindestens einer
Aufnahmeachse (14) im Abstand zueinander stehende, in der Umlaufbann der
Förderelemente (9) liegende Häckselmesser (13) derart angeordnet sind, daß jedes
Häckselmesser (13) für den Schneidvorgang kurzzeitig innerhalb des jeweiligen
Radialschlitzes (11) liegt.
2. Mähdrescher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zwischen den Radialschlitzen (11) liegenden Teile der Förderleisten (9) als
Mitnehmerplatten (12) ausgebildet sind, und daß an der in Förderrichtung des
Trennrotors (3) hinten liegenden Seite der Platten (12) Verstärkungsbleche (16)
angeordnet sind.
3. Mähdrescher nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Mitnehmerplatte (12) an der in Förderrichtung des Trennrotors (3) vorn
liegenden Seite eine der Drehachse des Trennrotors (3) zugewandte, das Häckselgut
nach drückende Abweisplatte (17) zugeordnet ist.
4. Mähdrescher nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Mitnehmerplatte (12) im Querschnitt winkelförmig ausgebildet ist.
5. Mähdrescher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß innenseitig am Abscheidekorb (6), in Förderrichtung des Trennrotors (3) gesehen,
unmittelbar vor der achsparallelen Aufnahmeachse (14) das Häckselgut in Richtung zur
Drehachse des Trennrotors (3) leitende Rampenbleche (18) angeordnet sind.
6. Mähdrescher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
das die außenseitig offenen Radialschlitze (11) der Förderelemente beidseitig durch
Schlagzähne (32) mit einer gegenüber der Länge der Axialfluß-Häckseleinrichtung
geringen Breite gebildet sind, daß die einen Radialschlitz (11) an jeder Seite
begrenzenden Schlagzähne (32) an Tragringen (31) angesetzt sind und gegenüber
deren äußeren Umfangsflächen vorstehen, und daß die Tragringe (31) auf dem
Grundkörper (10) des Trennrotors (13) fest aufgesetzt sind.
7. Mähdrescher nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Tragring (31) paarweise angeordnet sind, und daß der Abstand zwischen
den einander zugewandten Tragringen (31) von zwei Paaren größer ist als der
Abstand zwischen zwei ein Paar bildenden Tragringe (31).
8. Mähdrescher nach den Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Häckselmesser (13, 33) zwischen den einen Radialschlitz (11) begrenzenden
Schlagzähnen (32) eines Paares von Tragringen (31) angeordnet sind.
9. Mähdrescher nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich zwischen zwei ein Paar bildende Tragringe (31) ein oder mehrere
Häckselmesser (13, 33) angeordnet sind.
10. Mähdrescher nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlagzähne (32) im Querschnitt, bezogen auf eine Stirnansicht, trapezförmig
ausgebildet sind, wobei sich der Querschnitt nach außen hin verkleinert.
11. Mähdrescher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
der Abscheidekorb (6) aus mehreren fluchtend zueinander stehenden Einzelkörben (6a)
gebildet ist, und daß die äußeren Ränder der Einzelkörbe (6a) in zwei parallel und im
Abstand zueinander sowie parallel und im Abstand zur Drehachse des Trennrotors (3)
verlaufenden Profilschienen (23) aufgehängt sind.
12. Mähdrescher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Häckselmesser (13, 33) beinhaltende Axialfluß-Häckseleinrichtung im
Abstand zum Austrageende des Trennrotors (3) steht.
13. Mähdrescher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 12
dadurch gekennzeichnet,
daß die Axial-Häckseleinrichtung ein Teil des den Trennrotor (3) umgebenden
Gehäuses (4) ist, und daß das Gehäuse im Bereich der Häckseleinrichtung aus an sich
vollflächigem Material besteht, in dem Radialschlitze für den Eintritt der
Häckselmesser (13) eingearbeitet sind.
14. Mähdrescher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Häckselmesser (13, 33) gegenüber der achsparallelen Aufnahmeachse (14) oder
die achsparallele Aufnahmeachse (14, 34) für die Häckselmesser (13, 33) entgegen der
Wirkung eines Kraftspeichers um einen vorbestimmten Drehwinkel entgegen der
Drehrichtung des Trennrotors (3) in eine kurzzeitige Außerbetriebsstellung
schwenkbar sind.
15. Mähdrescher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die achsparallele Aufnahmeachse (14, 34) für die Häckselmesser (13, 33) mittels
eines Stelltriebes (20) um einen vorbestimmten Drehwinkel verschwenkbar sind, so
daß die Häckselmesser (13, 33) in eine Betriebs- und in eine Außerbetriebsstellung
bringbar sind.
16. Mähdrescher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der den Trennrotor (3) umgebende Ringraum (37) sich im Anschluß an die
Axialfluß-Häckseleinrichtung bis zum Austrageende des Trennrotors (3) hin zumindest
bereichsweise im Querschnitt vergrößert.
17. Mähdrescher nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringraum (37) sich im Bereich der oberen Haube (5) vergrößert.
18. Mähdrescher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Häckselmesser (13, 33) mittels eines Drehantriebes rotierend antreibbar sind.
19. Mähdrescher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 15
und 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Häckselmesser als Messerscheiben (33) oder als Tellermesser ausgebildet sind.
20. Mähdrescher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Häckselmesser (13, 33) einzeln oder gruppenweise in die Betriebs- und
Außerbetriebsstellung schwenkbar sind.
21. Mähdrescher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschwenkung fernbedienbar motorisch mit wahlweise zusätzlichen
Anzeigeeinrichtungen erfolgt.
22. Mähdrescher nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragringe (31) in gleichen Abständen zueinander stehen und daß zwischen zwei
Tragringen (31) jeweils ein Häckselmesser (13, 33) angeordnet ist und daß jeweils
zwei einem Häckselmesser (13, 33) zugeordnete Schlagzähne (32) in einem
Winkelversatz zueinander stehen.
23. Mähdrescher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Axialfluß-Häckseleinrichtung eine unterhalb des Abgabeendes der
Trenneinrichtung (2) angeordnete Häckselgut-Verteileinrichtung (36) nachgeschaltet ist.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19600390A DE19600390A1 (de) | 1995-06-17 | 1996-01-08 | Mähdrescher |
| DE59603044T DE59603044D1 (de) | 1995-06-17 | 1996-05-10 | Mähdrescher |
| ES96107457T ES2136344T3 (es) | 1995-06-17 | 1996-05-10 | Segadora-trilladora. |
| EP96107457A EP0748583B1 (de) | 1995-06-17 | 1996-05-10 | Mähdrescher |
| DK96107457T DK0748583T3 (da) | 1995-06-17 | 1996-05-10 | Mejetærsker |
| US08/664,418 US5769711A (en) | 1995-06-17 | 1996-06-17 | Harvester thresher |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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|---|---|
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|---|---|---|---|
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-
1996
- 1996-01-08 DE DE19600390A patent/DE19600390A1/de not_active Withdrawn
- 1996-05-10 DE DE59603044T patent/DE59603044D1/de not_active Expired - Fee Related
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: CLAAS KGAA MBH, 33428 HARSEWINKEL, DE |
|
| 8141 | Disposal/no request for examination |