DE19600279C1 - Druckgasbehälter für einen Airbag - Google Patents
Druckgasbehälter für einen AirbagInfo
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- B60R21/16—Inflatable occupant restraints or confinements designed to inflate upon impact or impending impact, e.g. air bags
- B60R21/26—Inflatable occupant restraints or confinements designed to inflate upon impact or impending impact, e.g. air bags characterised by the inflation fluid source or means to control inflation fluid flow
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Description
Die Erfindung betrifft einen Druckgasbehälter für einen Airbag,
mit einem Druckraum mit kreisförmigem Querschnitt, der mit einem
unter Druck stehenden inerten Gas, insbesondere mit einem Stick
stoff-Argon-Gemisch, gefüllt und durch ein Druckventil an einer
Auslaßöffnung abgeschlossen ist, und der ein bewegliches Trenn
element enthält, dessen Durchmesser dem Durchmesser des Druck
raumes entspricht und das den Druckraum gegenüber einer mit ei
nem pyrotechnischen Treibsatz ausgestatteten und an der von der
Auslaßöffnung entfernten Seite des Druckraumes angeordneten Kam
mer abteilt.
Druckgasbehälter dieser Art sind bekannt (US-A-5 301 979). Bei
diesen Bauarten ist ein zylinderförmiger Druckraum in einem
Hochdruckbehälter vorgesehen, in dem ein Kolben verschiebbar an
geordnet ist. Der Druckraum grenzt an einer Seite an einen pyro
technischen Treibsatz an, der über eine Membranscheibe vom
Druckrauminneren getrennt ist. In der Ausgangsstellung liegt der
Kolben vor diesem Treibsatz, und der übrige Druckraum ist von
einem Stickstoff-Argon-Gemisch unter hohem Druck gefüllt. An dem
von dem Treibsatz abgewandten Ende ist ein Auslaßventil vorgese
hen, das dem Innendruck des Stickstoff-Argon-Gemisches stand
hält, sich bei einem höheren Druck aber öffnet.
Dieser Druckgasbehälter dient zum Aufblasen eines Airbag. Dieser
Aufblasvorgang wird pyrotechnisch in bekannter Weise ausgelöst.
Durch die aktivierte Treibladung wird die Membranscheibe zer
stört und der Kolben wird unter dem Druck des Treibgases im
Druckbehälter verschoben. Dadurch erhöht sich der Druck des
Stickstoff-Argon-Gemisches, und dieses kann durch das Auslaßven
til in den Airbag ausströmen. Der Kolben verhindert dabei, daß
Teile des Treibgasgemisches in den Airbag und von da unter Um
ständen in Berührung mit der durch den Airbag zu schützenden
Person kommen. Bekanntlich weist das Treibgasgemisch eine sehr
hohe Temperatur auf und kann auch toxisch sein. Ein im Druckgas
behälter angeordneter Trennkolben verhindert somit den Kontakt
mit dem Treibgas.
Druckgasbehälter dieser Art lassen sich funktionsbedingt nur in
zylindrischer Form ausbilden. Die Führung des Trennkolbens er
fordert auch die Einhaltung geringer Toleranzen, um ein Verklem
men des Trennkolbens in seiner Führung auch dann zu verhindern,
wenn das heiße Treibgas auf den Kolben wirkt.
Aus der US-A 5 066 038 ist zum Aufblasen eines Airbags ein
Druckgasbehälter bekannt, der aus einem wendelförmig gewundenen
Rohr besteht. Bei dieser Bauart ist aber kein bewegliches Trenn
element vorgesehen, das den mit dem aufzublasenden Airbag ver
bundenen Druckraum von der mit dem pyrotechnischen Treibsatz ge
füllten Kammer abteilt. Es kann daher im Gegensatz zu Bauarten
nach der eingangs erwähnten Gattung nicht verhindert werden, daß
sich das abbrennende Treibgasgemisch mit dem Druckgas mischt und
in den Airbag gelangt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Druckgasbehälter
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß zum einen Proble
me der Führung des Trennelementes minimiert werden, und daß zum
anderen aber auch eine Möglichkeit besteht, von der zylindri
schen Form des Druckraumes abzuweichen.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung bei einem Druck
gasbehälter der eingangs genannten Art darin, daß als bewegli
ches Trennelement eine Kugel vorgesehen ist. Bei dieser Ausge
staltung wird in relativ einfacher Weise eine Anpassung des In
nendurchmessers des Druckraumes an den Kugeldurchmesser möglich.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung hat aber vor allem den Vor
teil, daß das als Kugel ausgebildete Trennelement nicht an die
Führung in einem zylindrischen Druckraum gebunden ist. Der
Druckraum kann in Weiterbildung der Erfindung auch ein Rohr
sein, dessen Achse von einer Geraden abweicht, beispielsweise
ein Rohr, das wendelförmig gewunden oder U-förmig gebogen ist.
Durch die Erfindung wird es daher möglich, Druckräume mit einem
Trennelement zu schaffen, die auf verhältnismäßig engem Raum ein
Maximum an Speichervolumen für das inerte Gas zur Verfügung
stellen.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeich
nung gezeigt und wird im folgenden beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Druckgasbehälter mit in etwa kon
ventioneller zylindrischer Form,
Fig. 2 einen Druckgasbehälter nach der Erfindung, dessen Druck
raum aus einem wendelförmig gewundenen Rohr besteht, und
Fig. 3 einen Druckgasbehälter nach der Erfindung, der U-förmig
gebogen ist.
In der Fig. 1 ist ein zylinderförmiger Behälter 1 vorgesehen,
der an einem Ende durch ein federbelastetes Druckventil 2 abge
schlossen ist, und dessen Innenraum beispielsweise mit einem
Stickstoff-Argon-Gemisch unter hohem Druck gefüllt ist und einen
Druckraum 3 bildet. Der Behälter 1 besitzt an seinem von dem
Druckventil 2 abgewandten Ende eine in seinem zylindrischen Durchmesser
eingeschobene Hülse 4, die in eine Kapsel 5 übergeht, die mit einem pyrotechnisch
wirksamen Treibsatz 6 gefüllt ist. Dieser Treibsatz 6 kann über eine Steuerleitung 7 über
ein Sensorgerät aktiviert werden, wie das bei Airbaganordnungen bekannt ist. Der
Behälter 1 ist von einer Hülse 8 umgeben, die mit einer Vielzahl von Öffnungen 9
versehen ist und dazu dient, das aus dem Behälter 1 zum Ausströmen gebrachte
Stickstoff-Argon-Gemisch in einem Airbag 10 so zu verteilen, daß dieser zuverlässig
aufgeblasen wird. Der Airbag 10 schließt zusammen mit der Hülse 8 dicht am
Außenumfang des Behälters 1 an.
Innerhalb des Behälters 1 ist unmittelbar vor dem Treibsatz 6 eine Kugel 11 angeordnet,
die in dieser Ausgangslage unter dem Druck des Mediums im Druckraum 3 gegen
Anschlagenden der Hülse 4 gedrückt ist, oder auch in anderer Weise in dieser
Ausgangslage gehalten wird. Wird der Treibsatz 6 aktiviert, dann wird die Kugel 11
unter dem Druck des Treibgases im Sinne des Pfeiles 12 in die Endstellung 11′
verschoben, wo sie an Anschlagflächen 13 des Behälters 1 zur Anlage kommt. Durch die
Verschiebung der Kugel 11 entsteht jedoch in dem Raum vor dem Druckventil 2 ein
Druckanstieg, der dazu führt, daß das Druckventil 2 öffnet. Das Stickstoff-Argon-
Gemisch strömt daher unter seinem Druck, der durch den auf die Kugel 11 wirkenden
Druck des Treibgases noch erhöht wird, über die Öffnungen 9 in den Airbag ein.
Fig. 2 zeigt, daß durch die Verwendung einer Kugel 11 als Trennelement auch die
Möglichkeit besteht, den Druckraum 14 in anderer Weise als ausschließlich zylindrisch
auszubilden. Die Kugel 11 kann auch durch Krummungen des Druckraumes 14 geführt
werden, wenn für den Druckgasbehälter Rohre mit einem dem Durchmesser der Kugel 11
entsprechenden Innendurchmesser vorgesehen werden. Fig. 2 zeigt dabei einen
Druckraum 14, der aus einem wendelförmig gewundenen Rohr 15 besteht, das an einem
Ende mit einem Behälter 5′ mit einem pyrotechnischen Treibsatz 6′ versehen ist, die in
ähnlicher Weise wie beim Ausführungsbei
spiel der Fig. 1 ausgebildet sein kann. Auch in diesem Fall wird die Kugel 11 an diesem
mit dem Treibsatz 6′ versehenen Ende des Rohres 15 gehalten, bis der Treibsatz aktiviert
ist. Die Kugel 11 wird dann durch den wendelförmigen Verlauf des Innenraumes des
Rohres 15 bis in die Endstellung 11′ getrieben, in der sie vor einem zu diesem Zeitpunkt
geöffneten Druckventil 2′ steht, das in ein Verteilerrohr 16 innerhalb des Airbags 10′
mündet, das mit Austrittsöffnungen 9′ versehen ist. Die Arbeitsweise ist ähnlich wie jene
der Ausführungsform der Fig. 1, nur daß die Kugel 11 vom Druck des Treibgases 6′ in
diesem Fall einen wendelförmigen Pfad im Inneren des Rohres 15, bis in die Endstellung
11′ durchläuft. Es leuchtet ohne weiteres ein, daß durch diese Ausgestaltung die
Möglichkeit besteht, das Volumen 3′ des Druckraumes 14 sehr groß zu gestalten, ohne
daß der Druckgasbehälter selbst zu große Längenabmessungen aufweisen muß. Diese
Ausgestaltung erlaubt daher die Unterbringung eines größeren Volumens eines
Stickstoff-Argon-Gemisches. Auch in diesem Fall schließt die Kugel 11 in ihrer
Endstellung 11′ den Zugang des heißen und gegebenenfalls toxischen Treibgasgemisches
in den Innenraum des Airbags 10′ aus.
Die Fig. 3 zeigt schließlich noch eine weitere Variante, bei der der Druckraum 17 die
Form eines U-förmig gebogenen Rohres 18 hat, dessen Innendurchmesser dem
Durchmesser der Kugel 11 entspricht, die auch hier im Inneren des Rohres 18 angeordnet
ist und in der Ausgangsstellung vor einer Hülse 5′′ mit einem Treibsatz 6′′ steht. Das von
der Hülse 5′′ abgewandte Ende des Rohres 18 ist in nicht näher dargestellter Weise
wieder mit einem Druckventil 2′′ abgeschlossen und mündet in eine Verteilerhülse 16′,
durch deren Austrittsöffnungen 9′ das zunächst in den U-förmigen Druckraum 17
gespeicherte Stickstoff-Argon-Gemisch in den Innenraum des Airbags 10′′ einströmen
kann. Auch bei dieser Ausführungsform wird die Kugel 11 im Innenraum des Rohres 18
geführt, wenn sie von dem Druck des Treibgases aus ihrer Stellung in die Endstellung 11′
getrieben wird.
Claims (5)
1. Druckgasbehälter für einen Airbag (10, 10′, 10′′), mit
einem Druckraum (3, 14, 17) mit kreisförmigem Querschnitt,
der mit einem unter Druck stehenden inerten Gas,
insbesondere mit einem Stickstoff-Argon-Gemisch gefüllt und
durch ein Druckventil (2, 2′, 2′′) an einer Auslaßöffnung
abgeschlossen ist, und der ein bewegliches Trennelement
enthält, dessen Durchmesser dem Durchmesser des Druckraumes
(3, 14, 17) entspricht und das den Druckraum (3, 14, 17)
gegenüber einer mit einem pyrotechnischen Treibsatz (6, 6′,
6′′) ausgestatteten und an dem von der Auslaßöffnung
entfernten Ende des Druckraumes (3, 14, 17) angeordneten
Kammer abteilt,
dadurch gekennzeichnet, daß
als bewegliches Trennelement eine Kugel (11) vorgesehen
ist.
2. Druckgasbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Druckraum (3) von einem zylindrischen Behälter (1)
gebildet ist.
3. Druckgasbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Druckraum (14, 17) von einem Rohr (15, 18) gebildet
ist, dessen Achse von einer Geraden abweicht.
4. Druckgasbehälter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Druckraum (14) von einem wendelförmig gewundenen Rohr
(15) gebildet ist.
5. Druckgasbehälter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Druckraum (17) aus einem U-förmig gebogenen Rohr (18)
besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996100279 DE19600279C1 (de) | 1996-01-05 | 1996-01-05 | Druckgasbehälter für einen Airbag |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996100279 DE19600279C1 (de) | 1996-01-05 | 1996-01-05 | Druckgasbehälter für einen Airbag |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19600279C1 true DE19600279C1 (de) | 1997-06-26 |
Family
ID=7782223
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996100279 Expired - Fee Related DE19600279C1 (de) | 1996-01-05 | 1996-01-05 | Druckgasbehälter für einen Airbag |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19600279C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008056948A1 (de) * | 2008-08-06 | 2010-02-18 | Takata-Petri Ag | Airbagmodul für ein Kraftfahrzeug |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5066038A (en) * | 1990-07-31 | 1991-11-19 | Bendix Atlantic Inflator Company | Driver side hybrid inflator and air bag module |
| US5301979A (en) * | 1993-07-23 | 1994-04-12 | Morton International, Inc. | Piston driven cold gas air bag inflator |
-
1996
- 1996-01-05 DE DE1996100279 patent/DE19600279C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE102008056948A1 (de) * | 2008-08-06 | 2010-02-18 | Takata-Petri Ag | Airbagmodul für ein Kraftfahrzeug |
| US8136836B2 (en) | 2008-08-06 | 2012-03-20 | Takata-Petri Ag | Airbag module for a motor vehicle |
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|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DAIMLER-BENZ AKTIENGESELLSCHAFT, 70567 STUTTGART, |
|
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70567 STUTTGART, DE |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |