DE19600090A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von schmelzgesponnenen Monofilen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von schmelzgesponnenen MonofilenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren und eine Vorrichtung zur
Herstellung von schmelzgesponnenen Monofilen mit einem Durchmesser von
60 µm bis 2500 µm aus fadenbildenden Polymeren, insbesondere Polyamid. In
diesem Verfahren wird die Polymerschmelze aus einem Spinnkopf in Luft abge
sponnen, in einem Spinnschacht mit einem definierten Luftgeschwindigkeitsprofil
seitlich angeblasen und dann in einem Flüssigkeitsbad abgekühlt.
Die Verfahren zur Herstellung von Monofilen aus thermoplastischen Polymeren
ohne zusätzliche Luftanblasung zwischen Spinnkopf und Spinnwanne mit einer
Kühlflüssigkeit sind grundsätzlich bekannt. In dem Handbuch der
Kunststoff-Extrusionstechnik 11, Carl Hauser Verlag München, Wien, 1986, Seiten 295 bis
319 sind die bekannten Verfahrensschritte im einzelnen beschrieben. Danach
können thermoplastische Monofile (mit einem Durchmesser größer als 60 µm)
durch Abspinnen, z. B. in Wasser, mit einer Auslaufgeschwindigkeit der fertigen
Monofile von maximal 600 m/min produziert werden.
Monofile mit wesentlich kleinerem Querschnitt und multifile Fäden werden mit
einer deutlich höheren Auslaufgeschwindigkeit nach anderen Verfahren direkt in
Luft als Kühlmittel gesponnen. So beschreibt die deutsche Offenlegungsschrift
DE 41 29 521 A1 eine Vorrichtung zum Schnellspinnen von multifilen Fäden bei
einer Aufwickelgeschwindigkeit von mindestens 2000 m/min.
Bei dem letztgenannten Verfahren werden Monofile bzw. multifile Fäden in Luft
abgesponnen und direkt aufgewickelt. Eine Besonderheit dieses Verfahrens ist die
dabei verwendete Kühleinrichtung. Sie besteht aus einem porösen, in Spinnrich
tung offenen Rohr, welches konzentrisch zu der Fadenschar angeordnet ist. Bei der
hohen Aufwickelgeschwindigkeit wird auf eine aktive Zufuhr eines Kühlmediums
verzichtet. Das dort beschriebene Verfahren bezieht sich auf Filamentgarne mit
einem Einzeltiter der Filamente von 0,1 bis 6 dtex und ist nicht auf Monofile mit
einem Durchmesser von größer 50 µm (ca. 22 dtex) anwendbar.
Aus der internationalen Patentanmeldung WO 91/11547 ist ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum Schnellspinnen von Monofilamenten mit einem Einzeltiter von
1 bis 30 dtex (entsprechend ca. 10 bis 57 µm) bekannt. Hierbei werden die
schmelzgesponnenen Monofile mit Blasluft gekühlt, über ein Reibelement
abgezogen, mit einer Präparation versehen und mit einer Geschwindigkeit von bis
zu 6000 m/min aufgespult. Dieses Verfahren unterscheidet sich grundsätzlich von
dem Verfahren gemäß DE 41 29 521 A1 bezüglich der aktiven Kühlung der
Monofile durch Blasluft und durch die Anwendung des Reibelementes, über das
die Fadenspannung beeinflußt wird.
Prinzipiell sind beide Direktspinnstreckverfahren (nach DE 41 29 520 A1 und
WO 91/11547) durch die ungünstige Wärmeabfuhr aufgrund der Luftkühlung und
der schlechten inneren Wärmeleitung im Faden auf die Herstellung dünner Mono
fildurchmesser (d. h. mit einem Fadendurchmesser (57 µm) begrenzt.
In der deutschen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen P 43 36 097.1 ist ein
kontinuierliches Hochgeschwindigkeitsproduktionsverfahren zur Herstellung von
schmelzgesponnenen monofilen Fäden mit einem Durchmesser von 60 µm bis
500 µm beschrieben. Bei diesem Verfahren werden die gebildeten Polymerfäden
unterhalb des Spinnkopfes seitlich über eine Strecke von 1 bis 10 cm mit
temperierter Luft aus Blasdüsen angeblasen, um die Laufruhe der Fäden zu
stabilisieren. Im Anschluß an die Luftkühlung werden die Polymerfäden in einem
Flüssigkeitsbad abgekühlt.
Die Oberfläche der nur durch eine kurze Luftstrecke z. B. entsprechend dem letzt
genannten Verfahren laufenden und dann direkt in eine Flüssigkeit abgesponnenen
Schmelzefäden zeigt eine apfelsinenhautähnliche Struktur. Die Monofile weisen
einen Festigkeitsverlust und eine große Streuung hinsichtlich ihrer Knotenfestigkeit
auf.
Außerdem kommt es durch die plötzliche Abkühlung der Monofile in der Kühl
flüssigkeit zu einer ausgeprägten Kern-Mantel-Struktur der Fäden, wobei ebenfalls
die mechanischen Eigenschaften der Fäden negativ beeinflußt werden.
Durch die ungünstige Wärmeabfuhr bei der Luftkühlung und der schlechten
inneren Wärmeleitung bei solchen Verfahren bei denen nur in Luft als Kühl
medium abgesponnen wird, wird die Monofilherstellung auf einen Durchmesser
von <57 µm begrenzt.
Eine zusätzliche Luftanblasung zwischen Spinnkopf und Spinnbad durch Blas
düsen auf einer Luftstrecke von 1 bis 10 cm (entsprechend DE 43 36 097) führt zu
befriedigenden textilen Eigenschaften bei schnellgesponnenen dünnen Monofilen
(mit einem Durchmesser von <200 µm). Für dickere Monofile reicht die
Anwendung der beschriebenen Luft-Kühlstrecke nicht aus. Außerdem ist das Ver
fahren extrem anfällig gegenüber Luftbewegungen im Bereich der Fadenbildung,
wodurch die Laufsicherheit der Anlage beeinträchtigt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die beschriebenen Spinnverfahren für
Monofile so zu verbessern, daß die Spinnsicherheit und die textilen Eigenschaften
der erhaltenen Monofile, insbesondere ihre Knotenfestigkeit, erhöht werden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein kontinuierliches Verfahren
zur Herstellung von monofilen Fäden mit einem Durchmesser von 60 µm bis
2000 µm aus fadenbildenden thermoplastischen Polymeren durch Schmelzspinnen
des geschmolzenen Polymeren aus einem Spinnkopf in Luft, seitliches Anblasen
mit Kühlgas in einem Spinnschacht, Abkühlen der gebildeten Fäden in einem
Flüssigkeitsbad, Entfernen der anhaftenden Flüssigkeit, gegebenenfalls Präparieren,
Verstrecken der Fäden in einer oder mehreren Stufen, Fixieren und Aufwickeln der
Fäden bei einer Auslaufgeschwindigkeit der fixierten Fäden von 100 bis
4000 m/min, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlgas eine Temperatur von 0 bis
50°C aufweist und daß das Kühlgas ein über die Fadenlaufrichtung fallendes
Geschwindigkeitsprofil, gemessen senkrecht zur Laufrichtung der Fäden, zeigt und
daß die Kühlflüssigkeit eine Temperatur von -10 bis 150°C hat.
Das fadenbildende Polymer wird insbesondere aus einem grundsätzlich bekannten
Schmelzspinnkopf in Luft schmelzgesponnen, in einem Spinnschacht mit einem
definierten Luftgeschwindigkeitsprofil mit temperierter Luft (einer Temperatur von
0°C bis 50°C) bevorzugt von einer Seite aus Blasdüsen oder bei runden Spinn
düsen ringförmig aus Ringdüsen seitlich angeblasen und dann in einem Flüssig
keitsbad mit einer Temperatur von 5°C bis 50°C abgekühlt.
Die Luftgeschwindigkeit quer zu den Monofilen beträgt in einer bevorzugten
Variante knapp unterhalb der Spinndüse (z. B. in einem Abstand von 0,5 bis 6 cm
von der Düse) von 0,1 bis 10 m/sec, insbesondere von 0,1 bis 2 m/sec, und fällt
im weiteren Verlauf des Spinnschachtes auf eine niedrigere aber vor allem über
die Längsschnitt-Fläche des Spinnschachtes gesehen extrem gleichmäßige Luftge
schwindigkeit von 0,001 m/sec bis 1 m/sec, insbesondere 0,01 bis 0,2 m/sec.
In einem bevorzugten Verfahren strömt das Kühlgas aus Düsen, die im Spinn
schacht ringförmig um die Fäden angeordnet sind, in den Spinnschacht und das
Kühlgas wird zusammen mit den Ausgasungen aus den gesponnenen Fäden unter
halb der Blasdüsen abgesaugt.
In einer weiteren Variante des Verfahrens sind die Düsen im Spinnschacht auf
einer Seite angeordnet und das Kühlgas wird zusammen mit den Ausgasungen aus
den gesponnenen Fäden gegenüber den Blasdüsen abgesaugt.
Bevorzugt ist weiterhin ein Verfahren unter Verwendung eines Spinnschachtes der
den Abstand zwischen Spinnkopf und Flüssigkeitsbad ab deckt. Der Spinnschacht
kann eine Länge von 2 bis 200 cm aufweisen. Bevorzugt weist der Spinnschacht
eine Länge von 8 bis 60 cm auf.
In einer bevorzugten Variante des Verfahrens beträgt die Luftgeschwindigkeit im
Spinnschacht quer zu den Monofilen in einem Abstand von 0,5 bis 6 cm von der
Spinndüse 0,05 bis 10 m/sec, insbesondere 0,1 bis 2 m/sec. Die Luftgeschwin
digkeit beträgt im Spinnschacht insbesondere im Abstand von 6 bis 200 cm von
der Spinndüse von 0,001 m/sec bis 1 m/sec, bevorzugt von 0,01 bis 0,2 m/sec.
Bevorzugt werden die Monofile mit temperierter Luft einer Temperatur von 0 bis
50°C, insbesondere von 10 bis 30°C, im Spinnschacht angeblasen.
In einer weiteren bevorzugten Variante des Verfahrens wird die in den Spinn
schacht geblasene Luft zusammen mit den Ausgasungen aus den gesponnenen
Fäden gegenüber dem Lufteintritt gleichmäßig über den gesamten Spinnschacht
abgesaugt. Insbesondere wird im Falle einer Absaugung des Spinngases im
Spinnschacht eine Druckdifferenz zum Umgebungsdruck in der Höhe von 10 bis
100 Pa erzeugt.
Die Temperatur des Kühlbades beträgt bevorzugt 5 bis 50°C.
Die Auslaufgeschwindigkeit der Fäden beträgt bevorzugt 1000 bis 3500 m/min.
Die Monofilen erhältlich aus dem Verfahren weisen insbesondere einen Durch
messer von 100 bis 400 µm, bevorzugt von 180 bis 250 µm auf.
Als fadenbildendes Polymer kommen insbesondere Polyamid, Polyethylentere
phthalat, Polybutylenterephthalat, Polypropylen und Polyethylen in Frage. Bevor
zugtes Polymer ist Polyamid, insbesondere Polyamid-6, Polyamid-6.6, Poly
amid-6.10, Polyamid-6.12, Polyamid-11, Polyamid-12, eine Mischung der ge
nannten Polyamide oder ein Copolyamid der genannten Polyamide. Besonders
bevorzugt sind ein Copolyamid bestehend aus Polyamid-6 und Polyamid-6.6, ein
Copolyamid aus Polyamid-6 und Polyamid-12 sowie ein Copolyamid bestehend
aus Polyamid-6 und Polyamid-11. Ein weiteres bevorzugtes Mischpolyamid
besteht aus Polyamid-6, Polyamid-6.6 und entweder Polyamid-11 oder Poly
amid-12.
Der Spinnschacht schließt in einer weiteren bevorzugten Variante an seiner Unter
seite mit der Flüssigkeitsoberfläche der Kühlflüssigkeit des Spinnbades ab.
Nach dem Verlassen des Flüssigkeitsbades werden die Monofile üblicherweise von
anhaftender Kühlflüssigkeit befreit und durch gegebenenfalls Präparieren, Ver
strecken und Fixieren nachbehandelt. Anschließend werden die Monofile aufge
wickelt.
Die nach dem beschriebenen neuen sogenannten Dry/Wet-Schmelzspinnverfahren
produzierten Monofile zeichnen sich durch eine glattere Oberfläche und ein
höheres Arbeitsvermögen (definiert als Produkt aus Feinheitsfestigkeit und Höchst
zugkraftdehnung) aus.
Durch die definierte beschriebene Luftkühlung, insbesondere bei Einhaltung des
bevorzugten Strömungsprofiles, wird eine glatte Oberfläche der Fäden erzeugt und
der Monofilmantel schonend abgekühlt, so daß die Kern-Mantel-Struktur geringer
als bei den üblichen Verfahren (Abspinnen durch einen kleinen Luftspalt im
Flüssigkeitsbad) ausgeprägt ist.
Insbesondere ist das beschriebene erfindungsgemäße Spinnverfahren bei höherer
Produktionsgeschwindigkeit von 600 bis 3000 m/min notwendig, um die von den
Monofilen geforderten textilen Eigenschaften zu erreichen.
Das erfindungsgemäße Schmelzspinnverfahren findet vorzugsweise Verwendung
zur Herstellung von Angeldrähten, insbesondere für hochfeste transparente Angel
drähte sowie zur Herstellung von technischen Monofilen, insbesondere bei höherer
Produktionsgeschwindigkeit (<600 m/min) oder erhöhter Düsenlochzahl.
Die Transparenz und vor allem die Knotenfestigkeit von z. B. Angeldrähten aus
den Monofilen werden durch das erfindungsgemäße Spinnverfahren wesentlich
verbessert.
Weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens bestehend aus einem Schmelzespinnkopf 17 mit
Spinndüse 1, einem Spinnschacht 2 mit Anblaseinheit 3 und Absaugeinheit 4,
einem Flüssigkeitsbad 5 mit Fadenumlenkung 6 und Strömungsbrechern 12, Ab
streifern 7 und einer Haftflüssigkeitsabsaugung 9, gegebenenfalls einer
Präparationsstelle 10, einer oder mehrerer Verstreckeinheiten 13, insbesondere zur
Heißverstreckung, einer Fixierzone 14 und Aufwickelstellen 15. Die Vorrichtung
ist dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnschacht 2 den Raum zwischen Spinn
kopf 17 und Flüssigkeitsoberfläche 18 des Kühlflüssigkeitsbades 5 umgibt oder
insbesondere gasdicht umschließt.
Insbesondere sind Gasdüsen 3 zur Anblasung der Monofile 23 im Spinnschacht 2
an einer Seite des Schachtes vorgesehen, die gegebenenfalls im Bereich der Mono
file mit Strömungsvergleichmäßigern versehen sind.
In einer bevorzugten Vorrichtung ist die erste Blasdüse im Spinnschacht unterhalb
der Spinndüse eine Flachdüse 19 mit einstellbarem Düsenspalt. Bevorzugt können
alle Luftdüsen des Spinnschachtes getrennt geregelt werden, so daß die Luftströme
entsprechend dem benötigten Luftströmungsprofil eingestellt werden können.
Eine Variante der Vorrichtung weist zur Anblasung der Monofile im Spinnschacht
eine Ringdüse 20 mit Strömungsvergleichmäßigern 21 zur Vergleichmäßigung des
Gasgeschwindigkeitsprofiles vor der Düse auf. Eine weitere bevorzugte Vor
richtung weist eine Ringabsaugung 22 unterhalb der Ringblasdüse auf, durch die
die in den Spinnschacht geblasene Luft zusammen mit den Ausgasungen aus den
gesponnenen Fäden abgesaugt werden kann. Bevorzugt ist eine Vorrichtung, in der
die Absaugung im Spinnschacht gegenüber den Lufteintrittsdüsen angeordnet ist.
Claims (18)
1. Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von monofilen Fäden (23) mit
einem Durchmesser von 60 µm bis 2000 µm aus fadenbildenden thermo
plastischen Polymeren durch Schmelzspinnen des geschmolzenen Poly
meren aus einem Spinnkopf (F17), seitliches Anblasen der Fäden (23) mit
einem Kühlgas in einem Spinnschacht (2), Abkühlen der gebildeten Fäden in
einem Kühlflüssigkeitsbad (5), Entfernen der anhaftenden Kühlflüssigkeit (24),
gegebenenfalls Präparieren, Verstrecken der Fäden (23) in einer oder
mehreren Stufen, Fixieren und Aufwickeln der Fäden (23) bei einer Auslauf
geschwindigkeit der fixierten Fäden (23) von 100 bis 4000 m/min, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kühlgas eine Temperatur von 0 bis 50°C aufweist,
daß das Kühlgas ein definiertes Geschwindigkeitsprofil zeigt und daß die
Kühlflüssigkeit eine Temperatur von -10 bis 150°C hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlgas aus
Blasdüsen (20), die im Spinnschacht ringförmig um die Fäden (23) angeordnet
sind in den Spinnschacht (2) strömt und daß das Kühlgas zusammen mit den
Ausgasungen aus den gesponnenen Fäden (23) unterhalb der Blasdüsen (20)
abgesaugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlgas
durch die Anblaseinheit (3) eintritt, die im Spinnschacht (2) auf einer Seite
angeordnet ist und daß das Kühlgas zusammen mit den Ausgasungen aus
den gesponnenen Fäden (23) gegenüber der Einheit (3) abgesaugt wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spinnschacht (2) die Fäden (23) zwischen Spinnkopf (17) und Flüssigkeitsbad (5)
von der Umgebung abschließt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Spinnschacht (2) eine Länge von 2 bis 200 cm, insbesondere von 8 bis
60 cm aufweist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Luftgeschwindigkeit im Spinnschacht (2) gemessen quer zu der Abzugs
richtung der Fäden (23) im Abstand von 0,5 bis 6 cm von der Spinndüse (1)
0,05 bis 10 m/sec, insbesondere 0,1 bis 2 m/sec beträgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Spinngasgeschwindigkeit im Spinnschacht (2) in einem Abstand von 6
bis 200 cm von der Spinndüse (1) von 0,001 m/sec bis 1 m/sec, insbesondere
von 0,01 bis 0,2 m/sec beträgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fäden (23) mit temperierter Luft einer Temperatur von 0 bis 50°C, insbe
sondere von 10 bis 30°C im Spinnschacht (2) angeblasen werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das in den Spinnschacht (2) geblasene Kühlgas zusammen mit den Aus
gasungen aus den gesponnenen Fäden (23) gegenüber dem Eintritt des Kühl
gases gleichmäßig über den gesamten Spinnschacht (2) abgesaugt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
durch die Absaugung eine Druckdifferenz von 10 bis 100 Pa im Spinn
schacht (2) gegenüber dem Umgebungsdruck erzeugt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß als fadenbildendes Polymer ein Polyamid, Polyethylenterephthalat,
Polybutylenterephthalat, Polypropylen oder Polyethylen, insbesondere ein
Polyamid verwendet wird.
12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche
1 bis 11, bestehend aus einem Schmelzespinnkopf (17) mit Spinndüse (1),
einem Spinnschacht (2) mit Anblaseinheit (3), einer Absaugeinheit (4), einem
Flüssigkeitsbad (5) mit Fadenumlenkung (6) und Strömungsbrechern (12), Ab
streifern (7) sowie einer Haftflüssigkeitsabsaugung (9), gegebenenfalls einer
Spinnpräparationsstelle (10), einer oder mehrerer Verstreckeinheiten (12),
insbesondere zur Heißverstreckung, einer Fixierzone (14) und Aufwickel
stellen (15), dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnschacht (2) den Raum
zwischen Spinnkopf (17) und Flüssigkeitsoberfläche (18) des Kühlflüssigkeits
bades (5) im Bereich der Monofile (23) umgibt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß Blasdüsen in
der Anblaseinheit (3) zur Anblasung der Fäden (23) im Spinnschacht (2) an
einer Seite angeordnet und mit Strömungsvergleichmäßigern (21) versehen
sind.
14. Vorrichtung gemäß Anspruch 12 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
erste Düse der Anblaseinheit (3) im Spinnschacht (2) unterhalb der Spinndüse
(1) eine einstellbare Flachdüse ist.
15. Vorrichtung gemäß Anspruch 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß alle
Düsen des Spinnschachtes (2) getrennt regelbar sind zur Einstellung der Gas
geschwindigkeit der Düsen entsprechend dem benötigten Luftströmungs
profil.
16. Vorrichtung gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß im
Spinnschacht (2) eine Ringdüse mit Strömungsvergleichmäßigern als Anblas
einheit (3) der Fäden (23) vorgesehen ist.
17. Vorrichtung gemaß Anspruch 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß im
Spinnschacht (2) eine Ringabsaugung (22) vorgesehen ist, über die das in den
Spinnschacht (2) geblasene Kühlgas zusammen mit den Ausgasungen aus
den gesponnenen Fäden (23) unterhalb der Blasdüsen abgesaugt werden
kann.
18. Vorrichtung gemäß den Ansprüchen 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spinnschacht (2) gegenüber den Lufteintrittsdüsen liegende Kühlgas
absaugungen enthält.
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