[go: up one dir, main page]

DE19600090A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von schmelzgesponnenen Monofilen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von schmelzgesponnenen Monofilen

Info

Publication number
DE19600090A1
DE19600090A1 DE19600090A DE19600090A DE19600090A1 DE 19600090 A1 DE19600090 A1 DE 19600090A1 DE 19600090 A DE19600090 A DE 19600090A DE 19600090 A DE19600090 A DE 19600090A DE 19600090 A1 DE19600090 A1 DE 19600090A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spinning
threads
spinning shaft
cooling
cooling gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19600090A
Other languages
English (en)
Inventor
Juergen Dipl Ing Buedenbender
Eckhard Gaertner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Asahi Kasei Spandex Europe GmbH
Original Assignee
Bayer Faser GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer Faser GmbH filed Critical Bayer Faser GmbH
Priority to DE19600090A priority Critical patent/DE19600090A1/de
Priority to PCT/EP1996/005810 priority patent/WO1997025458A1/de
Priority to JP9524811A priority patent/JP2000503076A/ja
Priority to US09/101,044 priority patent/US6036895A/en
Priority to EP96944640A priority patent/EP0871805A1/de
Publication of DE19600090A1 publication Critical patent/DE19600090A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/08Melt spinning methods
    • D01D5/088Cooling filaments, threads or the like, leaving the spinnerettes
    • D01D5/0885Cooling filaments, threads or the like, leaving the spinnerettes by means of a liquid

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von schmelzgesponnenen Monofilen mit einem Durchmesser von 60 µm bis 2500 µm aus fadenbildenden Polymeren, insbesondere Polyamid. In diesem Verfahren wird die Polymerschmelze aus einem Spinnkopf in Luft abge­ sponnen, in einem Spinnschacht mit einem definierten Luftgeschwindigkeitsprofil seitlich angeblasen und dann in einem Flüssigkeitsbad abgekühlt.
Die Verfahren zur Herstellung von Monofilen aus thermoplastischen Polymeren ohne zusätzliche Luftanblasung zwischen Spinnkopf und Spinnwanne mit einer Kühlflüssigkeit sind grundsätzlich bekannt. In dem Handbuch der Kunststoff-Extrusionstechnik 11, Carl Hauser Verlag München, Wien, 1986, Seiten 295 bis 319 sind die bekannten Verfahrensschritte im einzelnen beschrieben. Danach können thermoplastische Monofile (mit einem Durchmesser größer als 60 µm) durch Abspinnen, z. B. in Wasser, mit einer Auslaufgeschwindigkeit der fertigen Monofile von maximal 600 m/min produziert werden.
Monofile mit wesentlich kleinerem Querschnitt und multifile Fäden werden mit einer deutlich höheren Auslaufgeschwindigkeit nach anderen Verfahren direkt in Luft als Kühlmittel gesponnen. So beschreibt die deutsche Offenlegungsschrift DE 41 29 521 A1 eine Vorrichtung zum Schnellspinnen von multifilen Fäden bei einer Aufwickelgeschwindigkeit von mindestens 2000 m/min.
Bei dem letztgenannten Verfahren werden Monofile bzw. multifile Fäden in Luft abgesponnen und direkt aufgewickelt. Eine Besonderheit dieses Verfahrens ist die dabei verwendete Kühleinrichtung. Sie besteht aus einem porösen, in Spinnrich­ tung offenen Rohr, welches konzentrisch zu der Fadenschar angeordnet ist. Bei der hohen Aufwickelgeschwindigkeit wird auf eine aktive Zufuhr eines Kühlmediums verzichtet. Das dort beschriebene Verfahren bezieht sich auf Filamentgarne mit einem Einzeltiter der Filamente von 0,1 bis 6 dtex und ist nicht auf Monofile mit einem Durchmesser von größer 50 µm (ca. 22 dtex) anwendbar.
Aus der internationalen Patentanmeldung WO 91/11547 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schnellspinnen von Monofilamenten mit einem Einzeltiter von 1 bis 30 dtex (entsprechend ca. 10 bis 57 µm) bekannt. Hierbei werden die schmelzgesponnenen Monofile mit Blasluft gekühlt, über ein Reibelement abgezogen, mit einer Präparation versehen und mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6000 m/min aufgespult. Dieses Verfahren unterscheidet sich grundsätzlich von dem Verfahren gemäß DE 41 29 521 A1 bezüglich der aktiven Kühlung der Monofile durch Blasluft und durch die Anwendung des Reibelementes, über das die Fadenspannung beeinflußt wird.
Prinzipiell sind beide Direktspinnstreckverfahren (nach DE 41 29 520 A1 und WO 91/11547) durch die ungünstige Wärmeabfuhr aufgrund der Luftkühlung und der schlechten inneren Wärmeleitung im Faden auf die Herstellung dünner Mono­ fildurchmesser (d. h. mit einem Fadendurchmesser (57 µm) begrenzt.
In der deutschen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen P 43 36 097.1 ist ein kontinuierliches Hochgeschwindigkeitsproduktionsverfahren zur Herstellung von schmelzgesponnenen monofilen Fäden mit einem Durchmesser von 60 µm bis 500 µm beschrieben. Bei diesem Verfahren werden die gebildeten Polymerfäden unterhalb des Spinnkopfes seitlich über eine Strecke von 1 bis 10 cm mit temperierter Luft aus Blasdüsen angeblasen, um die Laufruhe der Fäden zu stabilisieren. Im Anschluß an die Luftkühlung werden die Polymerfäden in einem Flüssigkeitsbad abgekühlt.
Die Oberfläche der nur durch eine kurze Luftstrecke z. B. entsprechend dem letzt­ genannten Verfahren laufenden und dann direkt in eine Flüssigkeit abgesponnenen Schmelzefäden zeigt eine apfelsinenhautähnliche Struktur. Die Monofile weisen einen Festigkeitsverlust und eine große Streuung hinsichtlich ihrer Knotenfestigkeit auf.
Außerdem kommt es durch die plötzliche Abkühlung der Monofile in der Kühl­ flüssigkeit zu einer ausgeprägten Kern-Mantel-Struktur der Fäden, wobei ebenfalls die mechanischen Eigenschaften der Fäden negativ beeinflußt werden.
Durch die ungünstige Wärmeabfuhr bei der Luftkühlung und der schlechten inneren Wärmeleitung bei solchen Verfahren bei denen nur in Luft als Kühl­ medium abgesponnen wird, wird die Monofilherstellung auf einen Durchmesser von <57 µm begrenzt.
Eine zusätzliche Luftanblasung zwischen Spinnkopf und Spinnbad durch Blas­ düsen auf einer Luftstrecke von 1 bis 10 cm (entsprechend DE 43 36 097) führt zu befriedigenden textilen Eigenschaften bei schnellgesponnenen dünnen Monofilen (mit einem Durchmesser von <200 µm). Für dickere Monofile reicht die Anwendung der beschriebenen Luft-Kühlstrecke nicht aus. Außerdem ist das Ver­ fahren extrem anfällig gegenüber Luftbewegungen im Bereich der Fadenbildung, wodurch die Laufsicherheit der Anlage beeinträchtigt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die beschriebenen Spinnverfahren für Monofile so zu verbessern, daß die Spinnsicherheit und die textilen Eigenschaften der erhaltenen Monofile, insbesondere ihre Knotenfestigkeit, erhöht werden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von monofilen Fäden mit einem Durchmesser von 60 µm bis 2000 µm aus fadenbildenden thermoplastischen Polymeren durch Schmelzspinnen des geschmolzenen Polymeren aus einem Spinnkopf in Luft, seitliches Anblasen mit Kühlgas in einem Spinnschacht, Abkühlen der gebildeten Fäden in einem Flüssigkeitsbad, Entfernen der anhaftenden Flüssigkeit, gegebenenfalls Präparieren, Verstrecken der Fäden in einer oder mehreren Stufen, Fixieren und Aufwickeln der Fäden bei einer Auslaufgeschwindigkeit der fixierten Fäden von 100 bis 4000 m/min, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlgas eine Temperatur von 0 bis 50°C aufweist und daß das Kühlgas ein über die Fadenlaufrichtung fallendes Geschwindigkeitsprofil, gemessen senkrecht zur Laufrichtung der Fäden, zeigt und daß die Kühlflüssigkeit eine Temperatur von -10 bis 150°C hat.
Das fadenbildende Polymer wird insbesondere aus einem grundsätzlich bekannten Schmelzspinnkopf in Luft schmelzgesponnen, in einem Spinnschacht mit einem definierten Luftgeschwindigkeitsprofil mit temperierter Luft (einer Temperatur von 0°C bis 50°C) bevorzugt von einer Seite aus Blasdüsen oder bei runden Spinn­ düsen ringförmig aus Ringdüsen seitlich angeblasen und dann in einem Flüssig­ keitsbad mit einer Temperatur von 5°C bis 50°C abgekühlt.
Die Luftgeschwindigkeit quer zu den Monofilen beträgt in einer bevorzugten Variante knapp unterhalb der Spinndüse (z. B. in einem Abstand von 0,5 bis 6 cm von der Düse) von 0,1 bis 10 m/sec, insbesondere von 0,1 bis 2 m/sec, und fällt im weiteren Verlauf des Spinnschachtes auf eine niedrigere aber vor allem über die Längsschnitt-Fläche des Spinnschachtes gesehen extrem gleichmäßige Luftge­ schwindigkeit von 0,001 m/sec bis 1 m/sec, insbesondere 0,01 bis 0,2 m/sec.
In einem bevorzugten Verfahren strömt das Kühlgas aus Düsen, die im Spinn­ schacht ringförmig um die Fäden angeordnet sind, in den Spinnschacht und das Kühlgas wird zusammen mit den Ausgasungen aus den gesponnenen Fäden unter­ halb der Blasdüsen abgesaugt.
In einer weiteren Variante des Verfahrens sind die Düsen im Spinnschacht auf einer Seite angeordnet und das Kühlgas wird zusammen mit den Ausgasungen aus den gesponnenen Fäden gegenüber den Blasdüsen abgesaugt.
Bevorzugt ist weiterhin ein Verfahren unter Verwendung eines Spinnschachtes der den Abstand zwischen Spinnkopf und Flüssigkeitsbad ab deckt. Der Spinnschacht kann eine Länge von 2 bis 200 cm aufweisen. Bevorzugt weist der Spinnschacht eine Länge von 8 bis 60 cm auf.
In einer bevorzugten Variante des Verfahrens beträgt die Luftgeschwindigkeit im Spinnschacht quer zu den Monofilen in einem Abstand von 0,5 bis 6 cm von der Spinndüse 0,05 bis 10 m/sec, insbesondere 0,1 bis 2 m/sec. Die Luftgeschwin­ digkeit beträgt im Spinnschacht insbesondere im Abstand von 6 bis 200 cm von der Spinndüse von 0,001 m/sec bis 1 m/sec, bevorzugt von 0,01 bis 0,2 m/sec.
Bevorzugt werden die Monofile mit temperierter Luft einer Temperatur von 0 bis 50°C, insbesondere von 10 bis 30°C, im Spinnschacht angeblasen.
In einer weiteren bevorzugten Variante des Verfahrens wird die in den Spinn­ schacht geblasene Luft zusammen mit den Ausgasungen aus den gesponnenen Fäden gegenüber dem Lufteintritt gleichmäßig über den gesamten Spinnschacht abgesaugt. Insbesondere wird im Falle einer Absaugung des Spinngases im Spinnschacht eine Druckdifferenz zum Umgebungsdruck in der Höhe von 10 bis 100 Pa erzeugt.
Die Temperatur des Kühlbades beträgt bevorzugt 5 bis 50°C.
Die Auslaufgeschwindigkeit der Fäden beträgt bevorzugt 1000 bis 3500 m/min. Die Monofilen erhältlich aus dem Verfahren weisen insbesondere einen Durch­ messer von 100 bis 400 µm, bevorzugt von 180 bis 250 µm auf.
Als fadenbildendes Polymer kommen insbesondere Polyamid, Polyethylentere­ phthalat, Polybutylenterephthalat, Polypropylen und Polyethylen in Frage. Bevor­ zugtes Polymer ist Polyamid, insbesondere Polyamid-6, Polyamid-6.6, Poly­ amid-6.10, Polyamid-6.12, Polyamid-11, Polyamid-12, eine Mischung der ge­ nannten Polyamide oder ein Copolyamid der genannten Polyamide. Besonders bevorzugt sind ein Copolyamid bestehend aus Polyamid-6 und Polyamid-6.6, ein Copolyamid aus Polyamid-6 und Polyamid-12 sowie ein Copolyamid bestehend aus Polyamid-6 und Polyamid-11. Ein weiteres bevorzugtes Mischpolyamid besteht aus Polyamid-6, Polyamid-6.6 und entweder Polyamid-11 oder Poly­ amid-12.
Der Spinnschacht schließt in einer weiteren bevorzugten Variante an seiner Unter­ seite mit der Flüssigkeitsoberfläche der Kühlflüssigkeit des Spinnbades ab.
Nach dem Verlassen des Flüssigkeitsbades werden die Monofile üblicherweise von anhaftender Kühlflüssigkeit befreit und durch gegebenenfalls Präparieren, Ver­ strecken und Fixieren nachbehandelt. Anschließend werden die Monofile aufge­ wickelt.
Die nach dem beschriebenen neuen sogenannten Dry/Wet-Schmelzspinnverfahren produzierten Monofile zeichnen sich durch eine glattere Oberfläche und ein höheres Arbeitsvermögen (definiert als Produkt aus Feinheitsfestigkeit und Höchst­ zugkraftdehnung) aus.
Durch die definierte beschriebene Luftkühlung, insbesondere bei Einhaltung des bevorzugten Strömungsprofiles, wird eine glatte Oberfläche der Fäden erzeugt und der Monofilmantel schonend abgekühlt, so daß die Kern-Mantel-Struktur geringer als bei den üblichen Verfahren (Abspinnen durch einen kleinen Luftspalt im Flüssigkeitsbad) ausgeprägt ist.
Insbesondere ist das beschriebene erfindungsgemäße Spinnverfahren bei höherer Produktionsgeschwindigkeit von 600 bis 3000 m/min notwendig, um die von den Monofilen geforderten textilen Eigenschaften zu erreichen.
Das erfindungsgemäße Schmelzspinnverfahren findet vorzugsweise Verwendung zur Herstellung von Angeldrähten, insbesondere für hochfeste transparente Angel­ drähte sowie zur Herstellung von technischen Monofilen, insbesondere bei höherer Produktionsgeschwindigkeit (<600 m/min) oder erhöhter Düsenlochzahl.
Die Transparenz und vor allem die Knotenfestigkeit von z. B. Angeldrähten aus den Monofilen werden durch das erfindungsgemäße Spinnverfahren wesentlich verbessert.
Weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bestehend aus einem Schmelzespinnkopf 17 mit Spinndüse 1, einem Spinnschacht 2 mit Anblaseinheit 3 und Absaugeinheit 4, einem Flüssigkeitsbad 5 mit Fadenumlenkung 6 und Strömungsbrechern 12, Ab­ streifern 7 und einer Haftflüssigkeitsabsaugung 9, gegebenenfalls einer Präparationsstelle 10, einer oder mehrerer Verstreckeinheiten 13, insbesondere zur Heißverstreckung, einer Fixierzone 14 und Aufwickelstellen 15. Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnschacht 2 den Raum zwischen Spinn­ kopf 17 und Flüssigkeitsoberfläche 18 des Kühlflüssigkeitsbades 5 umgibt oder insbesondere gasdicht umschließt.
Insbesondere sind Gasdüsen 3 zur Anblasung der Monofile 23 im Spinnschacht 2 an einer Seite des Schachtes vorgesehen, die gegebenenfalls im Bereich der Mono­ file mit Strömungsvergleichmäßigern versehen sind.
In einer bevorzugten Vorrichtung ist die erste Blasdüse im Spinnschacht unterhalb der Spinndüse eine Flachdüse 19 mit einstellbarem Düsenspalt. Bevorzugt können alle Luftdüsen des Spinnschachtes getrennt geregelt werden, so daß die Luftströme entsprechend dem benötigten Luftströmungsprofil eingestellt werden können.
Eine Variante der Vorrichtung weist zur Anblasung der Monofile im Spinnschacht eine Ringdüse 20 mit Strömungsvergleichmäßigern 21 zur Vergleichmäßigung des Gasgeschwindigkeitsprofiles vor der Düse auf. Eine weitere bevorzugte Vor­ richtung weist eine Ringabsaugung 22 unterhalb der Ringblasdüse auf, durch die die in den Spinnschacht geblasene Luft zusammen mit den Ausgasungen aus den gesponnenen Fäden abgesaugt werden kann. Bevorzugt ist eine Vorrichtung, in der die Absaugung im Spinnschacht gegenüber den Lufteintrittsdüsen angeordnet ist.

Claims (18)

1. Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von monofilen Fäden (23) mit einem Durchmesser von 60 µm bis 2000 µm aus fadenbildenden thermo­ plastischen Polymeren durch Schmelzspinnen des geschmolzenen Poly­ meren aus einem Spinnkopf (F17), seitliches Anblasen der Fäden (23) mit einem Kühlgas in einem Spinnschacht (2), Abkühlen der gebildeten Fäden in einem Kühlflüssigkeitsbad (5), Entfernen der anhaftenden Kühlflüssigkeit (24), gegebenenfalls Präparieren, Verstrecken der Fäden (23) in einer oder mehreren Stufen, Fixieren und Aufwickeln der Fäden (23) bei einer Auslauf­ geschwindigkeit der fixierten Fäden (23) von 100 bis 4000 m/min, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlgas eine Temperatur von 0 bis 50°C aufweist, daß das Kühlgas ein definiertes Geschwindigkeitsprofil zeigt und daß die Kühlflüssigkeit eine Temperatur von -10 bis 150°C hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlgas aus Blasdüsen (20), die im Spinnschacht ringförmig um die Fäden (23) angeordnet sind in den Spinnschacht (2) strömt und daß das Kühlgas zusammen mit den Ausgasungen aus den gesponnenen Fäden (23) unterhalb der Blasdüsen (20) abgesaugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlgas durch die Anblaseinheit (3) eintritt, die im Spinnschacht (2) auf einer Seite angeordnet ist und daß das Kühlgas zusammen mit den Ausgasungen aus den gesponnenen Fäden (23) gegenüber der Einheit (3) abgesaugt wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnschacht (2) die Fäden (23) zwischen Spinnkopf (17) und Flüssigkeitsbad (5) von der Umgebung abschließt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnschacht (2) eine Länge von 2 bis 200 cm, insbesondere von 8 bis 60 cm aufweist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftgeschwindigkeit im Spinnschacht (2) gemessen quer zu der Abzugs­ richtung der Fäden (23) im Abstand von 0,5 bis 6 cm von der Spinndüse (1) 0,05 bis 10 m/sec, insbesondere 0,1 bis 2 m/sec beträgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spinngasgeschwindigkeit im Spinnschacht (2) in einem Abstand von 6 bis 200 cm von der Spinndüse (1) von 0,001 m/sec bis 1 m/sec, insbesondere von 0,01 bis 0,2 m/sec beträgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden (23) mit temperierter Luft einer Temperatur von 0 bis 50°C, insbe­ sondere von 10 bis 30°C im Spinnschacht (2) angeblasen werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das in den Spinnschacht (2) geblasene Kühlgas zusammen mit den Aus­ gasungen aus den gesponnenen Fäden (23) gegenüber dem Eintritt des Kühl­ gases gleichmäßig über den gesamten Spinnschacht (2) abgesaugt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Absaugung eine Druckdifferenz von 10 bis 100 Pa im Spinn­ schacht (2) gegenüber dem Umgebungsdruck erzeugt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß als fadenbildendes Polymer ein Polyamid, Polyethylenterephthalat, Polybutylenterephthalat, Polypropylen oder Polyethylen, insbesondere ein Polyamid verwendet wird.
12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, bestehend aus einem Schmelzespinnkopf (17) mit Spinndüse (1), einem Spinnschacht (2) mit Anblaseinheit (3), einer Absaugeinheit (4), einem Flüssigkeitsbad (5) mit Fadenumlenkung (6) und Strömungsbrechern (12), Ab­ streifern (7) sowie einer Haftflüssigkeitsabsaugung (9), gegebenenfalls einer Spinnpräparationsstelle (10), einer oder mehrerer Verstreckeinheiten (12), insbesondere zur Heißverstreckung, einer Fixierzone (14) und Aufwickel­ stellen (15), dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnschacht (2) den Raum zwischen Spinnkopf (17) und Flüssigkeitsoberfläche (18) des Kühlflüssigkeits­ bades (5) im Bereich der Monofile (23) umgibt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß Blasdüsen in der Anblaseinheit (3) zur Anblasung der Fäden (23) im Spinnschacht (2) an einer Seite angeordnet und mit Strömungsvergleichmäßigern (21) versehen sind.
14. Vorrichtung gemäß Anspruch 12 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Düse der Anblaseinheit (3) im Spinnschacht (2) unterhalb der Spinndüse (1) eine einstellbare Flachdüse ist.
15. Vorrichtung gemäß Anspruch 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß alle Düsen des Spinnschachtes (2) getrennt regelbar sind zur Einstellung der Gas­ geschwindigkeit der Düsen entsprechend dem benötigten Luftströmungs­ profil.
16. Vorrichtung gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Spinnschacht (2) eine Ringdüse mit Strömungsvergleichmäßigern als Anblas­ einheit (3) der Fäden (23) vorgesehen ist.
17. Vorrichtung gemaß Anspruch 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß im Spinnschacht (2) eine Ringabsaugung (22) vorgesehen ist, über die das in den Spinnschacht (2) geblasene Kühlgas zusammen mit den Ausgasungen aus den gesponnenen Fäden (23) unterhalb der Blasdüsen abgesaugt werden kann.
18. Vorrichtung gemäß den Ansprüchen 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnschacht (2) gegenüber den Lufteintrittsdüsen liegende Kühlgas­ absaugungen enthält.
DE19600090A 1996-01-03 1996-01-03 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von schmelzgesponnenen Monofilen Withdrawn DE19600090A1 (de)

Priority Applications (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19600090A DE19600090A1 (de) 1996-01-03 1996-01-03 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von schmelzgesponnenen Monofilen
PCT/EP1996/005810 WO1997025458A1 (de) 1996-01-03 1996-12-23 Verfahren und vorrichtung zur herstellung von schmelzgesponnenen monofilen
JP9524811A JP2000503076A (ja) 1996-01-03 1996-12-23 溶融紡糸されたモノフイラメントを製造する方法及び装置
US09/101,044 US6036895A (en) 1996-01-03 1996-12-23 Process and device for the formation of monofilaments produced by melt-spinning
EP96944640A EP0871805A1 (de) 1996-01-03 1996-12-23 Verfahren und vorrichtung zur herstellung von schmelzgesponnenen monofilen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19600090A DE19600090A1 (de) 1996-01-03 1996-01-03 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von schmelzgesponnenen Monofilen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19600090A1 true DE19600090A1 (de) 1997-07-10

Family

ID=7782106

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19600090A Withdrawn DE19600090A1 (de) 1996-01-03 1996-01-03 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von schmelzgesponnenen Monofilen

Country Status (5)

Country Link
US (1) US6036895A (de)
EP (1) EP0871805A1 (de)
JP (1) JP2000503076A (de)
DE (1) DE19600090A1 (de)
WO (1) WO1997025458A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009021117A1 (de) 2009-05-13 2010-11-18 Oerlikon Textile Gmbh & Co. Kg Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzspinnen und Abkühlen einer Vielzahl von Monofilamenten
DE102010017841A1 (de) 2009-05-20 2010-11-25 Oerlikon Textile Gmbh & Co. Kg Vorrichtung zum Extrudieren und Abkühlen einer Folie oder einer Vielzahl von Monofilamenten

Families Citing this family (17)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1221499A1 (de) * 2001-01-05 2002-07-10 Acordis Industrial Fibers bv Verfahren zum Spinnstrecken von schmelzgesponnenen Garnen
DE10200406A1 (de) * 2002-01-08 2003-07-24 Zimmer Ag Spinnvorrichtung und -verfahren mit turbulenter Kühlbeblasung
DE10204381A1 (de) * 2002-01-28 2003-08-07 Zimmer Ag Ergonomische Spinnanlage
DE10213007A1 (de) * 2002-03-22 2003-10-09 Zimmer Ag Verfahren und Vorrichtung zur Regelung des Raumklimas bei einem Spinnprozess
DE10223268B4 (de) * 2002-05-24 2006-06-01 Zimmer Ag Benetzungseinrichtung und Spinnanlage mit Benetzungseinrichtung
DE10314878A1 (de) * 2003-04-01 2004-10-28 Zimmer Ag Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung nachverstreckter Cellulose-Spinnfäden
DE102004024028B4 (de) * 2004-05-13 2010-04-08 Lenzing Ag Lyocell-Verfahren und -Vorrichtung mit Presswasserrückführung
DE102004024029A1 (de) * 2004-05-13 2005-12-08 Zimmer Ag Lyocell-Verfahren und -Vorrichtung mit Steuerung des Metallionen-Gehalts
DE102004024030A1 (de) * 2004-05-13 2005-12-08 Zimmer Ag Lyocell-Verfahren mit polymerisationsgradabhängiger Einstellung der Verarbeitungsdauer
US20060033231A1 (en) * 2004-08-10 2006-02-16 Reuter Rene F Monofilament reinforced rubber component and method of producing
US8303288B2 (en) * 2008-12-24 2012-11-06 Taiwan Textile Research Institute Machine for manufacturing nonwoven fabric
JP5140609B2 (ja) * 2009-01-19 2013-02-06 クレハ合繊株式会社 熱可塑性樹脂モノフィラメントおよびその製造方法
WO2011006092A2 (en) * 2009-07-10 2011-01-13 North Carolina State University Highly oriented and crystalline thermoplastic filaments and method of making same
EP2721202A1 (de) * 2011-06-15 2014-04-23 Trützschler Nonwovens GmbH Spinnbadwanne
EP2565304A1 (de) * 2011-09-02 2013-03-06 Aurotec GmbH Extrusionsverfahren und -vorrichtung
EP3455395B1 (de) * 2016-08-03 2020-05-06 Kordsa Teknik Tekstil Anonim Sirketi Vorrichtung und verfahren zur herstellung von monofilamentgarnen
JP7021328B2 (ja) * 2020-11-10 2022-02-16 コルドサ・テクニク・テクスティル・アノニム・シルケティ モノフィラメント糸製造のための方法

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPH086203B2 (ja) * 1986-07-03 1996-01-24 東レ株式会社 熱可塑性合成繊維の製造方法
US5266254A (en) * 1990-02-05 1993-11-30 Rhone-Poulenc Viscosuisse Sa Process for the high-speed spinning of monofilaments
DE4129521A1 (de) * 1991-09-06 1993-03-11 Akzo Nv Vorrichtung zum schnellspinnen von multifilen faeden und deren verwendung
US5362430A (en) * 1993-07-16 1994-11-08 E. I. Du Pont De Nemours And Company Aqueous-quench spinning of polyamides
DE4336097A1 (de) * 1993-10-22 1995-04-27 Bayer Ag Kontinuierliches Verfahren zum Schmelzspinnen von monofilen Fäden

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009021117A1 (de) 2009-05-13 2010-11-18 Oerlikon Textile Gmbh & Co. Kg Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzspinnen und Abkühlen einer Vielzahl von Monofilamenten
DE102010017841A1 (de) 2009-05-20 2010-11-25 Oerlikon Textile Gmbh & Co. Kg Vorrichtung zum Extrudieren und Abkühlen einer Folie oder einer Vielzahl von Monofilamenten

Also Published As

Publication number Publication date
WO1997025458A1 (de) 1997-07-17
EP0871805A1 (de) 1998-10-21
JP2000503076A (ja) 2000-03-14
US6036895A (en) 2000-03-14

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0649920B1 (de) Kontinuierliches Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzspinnen von monofilen Fäden
DE19600090A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von schmelzgesponnenen Monofilen
DE3781313T3 (de) Verfahren und Vorrichtung.
EP0937791B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen eines multifilen Fadens
EP1102878B1 (de) Spinnvorrichtung und -verfahren zum spinnen eines synthetischen fadens
DE3786376T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von synthetischen thermoplastischen Garnen.
DE3708168C2 (de)
DE3783030T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von polypropylenfaeden.
WO1999067450A1 (de) Spinnvorrichtung zum spinnen eines synthetischen fadens
EP2283173A2 (de) Verfahren zum abziehen und verstrecken eines multifilen fadens beim schmelzspinnen sowie eine vorrichtung zur durchführung des verfahrens
EP1079008A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen eines multifilen Fadens
DE102014201298B4 (de) Aufnahmevorrichtung des gesponnenen Fadens
DE19653451C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Polyester-Multifilamentgarnes
EP0530652B1 (de) Vorrichtung zum Schnellspinnen von multifilen Fäden und deren Verwendung
DE2435009A1 (de) Verfahren zur herstellung von polyamid6-filamentgarnen
DE10005664A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen eines synthetischen Fadens
CH702007A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzspinnen, Behandeln und Aufwickeln eines synthetischen Fadens.
EP2171138A2 (de) Spinnverfahren
DE3941824A1 (de) Verfahren und spinnvorrichtung zur herstellung von mikrofilamenten
DE4223198A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung synthetischer Endlosfilamente
WO1998036110A1 (de) Verstreckvorrichtung und verfahren zur herstellung verstreckter kunststoffilamente
WO2002053814A1 (de) Verfahren zum spinnstrecken von schmelzgesponnenen garnen
DE10116294A1 (de) Verfahren zm Schmelzspinnen eines Verbundfadens und Spinnvorrichtung
EP0442405B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formkörpern
DE69126914T2 (de) Verfahren zum Spinnen von synthetischen Fasern mit hoher Festigkeit, hohem Modul und niedrigem Schrumpf

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee