DE19600825A1 - Fondsitzanlage eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
Fondsitzanlage eines KraftfahrzeugesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fondsitzanlage eines Kraftfahrzeuges gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei 2+2-sitzigen Sportwagen, die in der Regel einen relativ kleinen Kofferraum
aufweisen, werden bei der Benutzung durch lediglich einen oder zwei
Fahrzeuginsassen oftmals die Rückenlehnen der Fondsitzanlage nach vorne in eine etwa
horizontal ausgerichtete Ablagestellung geklappt, wodurch dieser Bereich zur
Vergrößerung des Gepäckraumvolumens herangezogen wird. Damit auf der
vorgeklappten Rückenlehne aufliegende Gepäckstücke beim Abbremsen des
Kraftfahrzeuges nicht nach vorne geschleudert werden, ist am vorderen Rand der
Oberseite der vorgeklappten Rückenlehne eine nach oben hin vorstehende,
querverlaufende Halteleiste angeordnet.
Nachteilig an dieser feststehenden Halteleiste ist, daß zu ihrer Unterbringung bei
hochgeklappter Rückenlehne ein entsprechender Bauraum im Fondraum hinter der
Rückenlehne vorgesehen werden muß, wodurch die freie Gestaltung in diesem Bereich
eingeschränkt ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine am oberen Rand der Rückseite der Rückenlehne
vorgesehene Halteleiste so auszubilden, daß durch die Halteleiste bei hochgeklappter
Rückenlehne die freie Gestaltung im dahinterliegenden Bereich nicht beeinträchtigt
wird, wogegen die Halteleiste in vorgeklappter Stellung ein Verrutschen nach vorn der
auf der Rückenlehne aufliegenden Gepäckstücke über die Rückenlehne hinaus
vermeiden soll.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Weitere, die Erfindung in vorteilhafter Weise ausgestaltende
Merkmale enthalten die Unteransprüche.
Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile sind darin zu sehen, daß durch
die klappbare Ausbildung der Halteleiste an der Rückseite der Rückenlehne einerseits
eine vollständig versenkte Ruhestellung der Halteleiste geschaffen wird, in der die
Halteleiste nicht gegenüber der angrenzenden rückseitigen Kontur der Rückenlehne
vorsteht und somit keinen zusätzlichen Bauraum beansprucht.
Andererseits läßt sich die Halteleiste bei vorgeklappter Rückenlehne schnell und
einfach in eine hochgestellte aufrechte Wirkstellung verlagern. Die Halteleiste weist
eine solche Bauhöhe auf, daß bei hochgestellter Wirkstellung die auf der Rückenlehne
aufliegenden Gepäckstücke vor einem Verrutschen gegen die Vordersitz-Rückenlehnen
geschützt sind.
Vorzugsweise ist die plattenförmig ausgebildete Halteleiste an ihren beiden
Längsseiten mittels zweier fluchtender Zapfen an einem trogförmigen Gehäuse
schwenkbar gelagert und bildet in der versenkten Ruhestellung einen Deckel des
Gehäuses. Das Gehäuse ist in eine Aussparung der Rückenlehne eingesetzt und dort in
Lage gehalten. Zumindest in einer der beiden Endstellungen ist die plattenförmige
Halteleiste über eine Rasteinrichtung am Gehäuse lösbar fixiert. Zum einfachen
Hochschwenken der Halteleiste ist am Gehäuse örtlich eine Griffmulde ausgebildet
oder die Halteleiste ist mit einer Ausnehmung versehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Teilansicht von schräg vorne auf eine unverkleidete
Fondsitzanlage eines durch ein Cabriolet gebildeten Kraftfahrzeuges, wobei
die Rückenlehnen der Fondsitzanlage nach vorne geklappt sind und einseitig
ein Aktenkoffer dargestellt ist,
Fig. 2 eine Ansicht entsprechend Fig. 1 auf eine verkleidete Fondsitzanlage eines
Kraftfahrzeuges,
Fig. 3 eine Teilansicht in Pfeilrichtung R der Fig. 2 von oben auf die Rückseite der
Rückenlehne mit der erfindungsgemäßen klappbaren Halteleiste in größerem
Maßstab und eingeklappter Stellung,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 in größerem Maßstab und
Fig. 5 einen Längsschnitt durch die hochgeklappte Rückenlehne und den
angrenzenden Tragrahmen sowie die querverlaufende Verkleidung in
größerem Maßstab.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Fondsitzanlage 1 eines durch ein 2+2-sitziges Cabriolet
gebildeten Kraftfahrzeuges, wobei sich die Fondsitzanlage 1 aus zwei
nebeneinanderliegenden Sitzteilen 2 und diesen zugeordneten schwenkbaren
Rückenlehnen 3 zusammensetzt.
Beide Rückenlehnen 3 sind jeweils um eine querverlaufende, etwa horizontal
ausgerichtete Drehachse 4 schwenkbar am Aufbau angelenkt und von einer
aufrechten Betriebsstellung A (Fig. 5) nach vorne in eine etwa horizontal ausgerichtete
Ablagestellung B verlagerbar. Die Rückenlehnen 3 können in der Ablagestellung B
jedoch auch eine leichte Schräglage einnehmen.
In den Fig. 1 und 2 befinden sich beide Rückenlehnen 3 in der nach vorne geklappten
Ablagestellung B. Die Fondsitzanlage 1 wird seitlich durch Fondseitenverkleidungen 5
begrenzt. Hinter den beiden Rückenlehnen 3 ist am Aufbau ein sich in
Fahrzeugquerrichtung erstreckender Tragrahmen 6 angeordnet, an dem
nebeneinanderliegend ausfahrbare Überrollschutzvorrichtungen 7 vorgesehen sind. In
Fig. 1 ist lediglich eine der beiden Überrollschutzvorrichtungen 7 gezeigt (rechte
Seite).
Der Tragrahmen 6 mit den integrierten Überrollschutzvorrichtungen 7 ist nach oben
hin durch ein querverlaufendes, etwa horizontal ausgerichtetes Verkleidungsteil 8
abgedeckt. Die in Kassetten 9 aufgenommenen Überrollschutzvorrichtungen 7 ragen
in aufrechter Betriebsstellung A der Rückenlehnen 3 an diese heran, d. h. zwischen der
Rückseite der Rückenlehne 3 und den angrenzenden Kassetten 9 ist - in
Fahrzeuglängsrichtung gesehen - nur ein geringer Bauraum vorgesehen (Fig. 5).
Zur Vergrößerung des Stauvolumens lassen sich beide Rückenlehnen 3 bei
unbenutzter Fondsitzanlage 1 nach vorne klappen, so daß auf die etwa horizontalen
Rückenlehnen 3 Gepäckstücke 10 wie Koffer, Taschen, Aktentaschen oder
dergleichen gelegt werden können. Damit die Gepäckstücke 10 bei einer
Fahrzeugverzögerung (starkes Abbremsen) nicht nach vorne in den Bereich des
Fahrer- bzw. Beifahrersitzes geschleudert werden, ist am vorderen Rand 11 der
abgeklappten Rückenlehne 3 und zwar an deren Oberseite eine klappbare Halteleiste
12 angebracht, die von einer versenkten Ruhestellung C in eine ausgefahrene,
aufrechte Wirkstellung D verlagerbar ist. Die Halteleiste 12 ist plattenförmig
ausgebildet und vorzugsweise aus Kunststoff, Holz oder dergleichen gefertigt.
Im Ausführungsbeispiel ist die plattenförmige Halteleiste 12 an ihren beiden
Längsseiten mittels zweier fluchtender Zapfen 13 an einem trogförmigen Gehäuse 14
schwenkbar gelagert. Das vorzugsweise aus Kunststoff bestehende Gehäuse 14 ist in
eine Aussparung 15 eines Trägerteils 16 der Rückenlehne 3 eingesetzt und dort in
Lage gehalten.
Gemäß Fig. 4 ist an der Außenseite des Gehäuses 14 zumindest örtlich eine
vorstehende Verzahnung 17 vorgesehen, die mit dem die Aussparung 15
begrenzenden Trägerteil 16 der Rückenlehne 3 verkrallend zusammenwirkt. Die
Verzahnung 17 wird beispielsweise durch sägezahnartige Rillen an der Außenseite des
Gehäuses 14 gebildet. Das Gehäuse 14 stützt sich mit einem umlaufenden
dünnwandigen Rand 18 an einem angrenzenden Bezug 19 (Teppichboden) der
Rückenlehne 3 ab. Der Rand 18 ist parallel zum Trägerteil 16 und zum Bezug 19
ausgerichtet.
In der versenkten Ruhestellung C bildet die Halteleiste 12 einen Deckel für das
trogförmige Gehäuse 14, wobei die Außenseite der Halteleiste 12 etwa
oberflächenbündig zum Rand 18 des Gehäuses 14 und zur Rückseite der Rückenlehne
3 verläuft.
Bei Bedarf läßt sich die Halteleiste 12 von der versenkten Ruhestellung C in die etwa
vertikale Wirkstellung D hochklappen. Zum besseren manuellen Umgreifen der
Halteleiste 12 ist am Gehäuse 14 in einem mittleren Bereich der Quererstreckung der
Halteleiste 12 eine vertiefte Griffmulde vorgesehen. Die Griffmulde ist - bei
abgeklappter Rückenlehne - am hinteren Rand des Gehäuses 14 angeordnet, wogegen
die beiden die Drehachse 20 für die Halteleiste 12 bildenden Zapfen 13 in einem
weiter vorne liegenden Bereich des Gehäuses 14 vorgesehen sind.
Im Ausführungsbeispiel ist der obere Rand der hochgestellten Halteleiste 12
bogenförmig ausgebildet und fällt von der Mitte zu den beiden Längsseiten hin etwas
ab. Anstelle der Griffmulde am Gehäuse 14 kann die Halteleiste 12 eine Ausnehmung
aufweisen.
Die Halteleiste 12 ist zumindest in einer Endstellung (versenkte Ruhestellung C
und/oder hochgeklappte Wirkstellung D) über eine Rasteinrichtung 21 am Gehäuse 14
fixiert.
Gemäß Fig. 3 ragt ein nockenförmiger Lagerabschnitt 22 der Halteleiste 12 in eine am
Boden 23 des trogförmigen Gehäuses 14 angeordnete Raste 24 ein, wodurch die
Halteleiste 12 in ihrer Ruhestellung C in Lage gehalten ist. Die Rasteinrichtung 21 läßt
sich manuell überdrücken.
Durch abschnittsweise Anlage der hochgestellten Halteleiste 12 an einer
angrenzenden aufrechten Gehäusewand wird die Halteleiste 12 nach vorne hin
abgestützt, d. h. die Schwenkbewegung nach vorne wird hierdurch begrenzt.
Die Halteleiste 12 erstreckt sich zumindest über einen Teilbereich der Breite der
Rückenlehne 2; sie kann sich jedoch auch über die gesamte Breite der Rückenlehne 3
erstrecken.
In den Fig. 2 und 5 ist ferner die aufrecht verlaufende Verkleidung 25 dargestellt, die
sich zwischen der Rückenlehne 3 und dem dahinterliegend angeordneten Tragrahmen 6
erstreckt. Die Verkleidung 25 verläuft über die gesamte Innenraumbreite des
Fondraumes und weist gemäß Fig. 5 zumindest einen abnehmbaren Deckel 26 auf, um
den Zugang zu dahinterliegenden Bauteilen des Tragrahmens 6 zu gewährleisten.
Aus Fig. 5 ist ersichtlich, daß die Halteleiste 12 in der strichpunktiert dargestellten
ausgefahrenen Wirkstellung D in die Verkleidung 25 bzw. den Bauraum der Kassette 9
der Überrollschutzvorrichtung 7 hineinragen würde.
Claims (6)
1. Fondsitzanlage eines Kraftfahrzeuges mit zumindest einer schwenkbaren
Rückenlehne, die um eine querverlaufende untere Drehachse von einer aufrechten
Betriebsstellung nach vorne in eine etwa horizontal ausgerichtete Ablagestellung
verlagerbar ist, wobei am vorderen querverlaufenden Rand der Oberseite der
abgeklappten Rückenlehne eine querverlaufende, nach oben vorstehende Halteleiste
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteleiste (12) klappbar ausgebildet
ist und von einer versenkten Ruhestellung (C) in eine ausgefahrene, aufrechte
Wirkstellung (D) bewegbar ist, wobei die Halteleiste (12) in der Ruhestellung (C)
annähernd außenhautbündig zur angrenzenden Oberfläche der Rückenlehne (3)
verläuft.
2. Fondsitzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenförmige
Halteleiste (12) an ihren beiden Längsseiten mittels zweier fluchtender Zapfen (13) an
einem trogförmigen Gehäuse (14) schwenkbar gelagert ist, wobei das Gehäuse (14)
mit der Halteleiste (12) in eine Aussparung (15) der Rückenlehne (3) eingesetzt ist.
3. Fondsitzanlage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberseite der Halteleiste (12) in der versenkten Ruhestellung (C) oberflächenbündig
zum angrenzenden Gehäuse (14) und zur Kontur der Rückenlehne (3) verläuft.
4. Fondsitzanlage nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Halteleiste (12) zumindest in einer Endstellung (versenkten Ruhestellung (C) und/oder
hochgeklappten Wirkstellung (D)) über eine Rasteinrichtung (21) am Gehäuse (14)
fixiert ist.
5. Fondsitzanlage nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in einem mittleren Bereich der Quererstreckung der
Halteleiste (12) am Gehäuse (14) eine Griffmulde zum manuellen Umgreifen der
Halteleiste (12) ausgebildet ist oder daß an der Halteleiste (12) eine entsprechende
Ausnehmung vorgesehen ist.
6. Fondsitzanlage nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite des Gehäuses (14) zumindest örtlich
eine vorstehende Verzahnung (17) vorgesehen ist, die mit einem die Aussparung (15)
begrenzenden Trägerteil (16) der Rückenlehne (3) verkrallend zusammenwirkt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996100825 DE19600825C2 (de) | 1996-01-12 | 1996-01-12 | Fondsitzanlage eines Kraftfahrzeuges |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1996100825 DE19600825C2 (de) | 1996-01-12 | 1996-01-12 | Fondsitzanlage eines Kraftfahrzeuges |
Publications (2)
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| DE19600825A1 true DE19600825A1 (de) | 1997-07-17 |
| DE19600825C2 DE19600825C2 (de) | 1998-07-02 |
Family
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
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