DE19600414A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Berechnen des atmosphärischen Drucks in einem Verbrennungsmotor - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Berechnen des atmosphärischen Drucks in einem VerbrennungsmotorInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
und ein Verfahren zum Bestimmen des atmosphärischen Drucks
in einem Verbrennungsmotor. Insbesondere bezieht sich die
Erfindung auf eine Vorrichtung und auf ein Verfahren zum je
weiligen Erfassen der Motoransaugluftflußrate als eine Mas
senflußrate und als eine volumetrische Flußrate, und zum an
schließenden Berechnen des atmosphärischen Drucks (der Höhe)
basierend auf diesen Flußraten und einer Ansauglufttempera
tur.
Üblicherweise wird bei elektronisch gesteuerten Kraftstoff
einspritzeinheiten in Verbrennungsmotoren bekanntermaßen je
weils die Massenflußrate der Ansaugluft mit einem Luftfluß
meter vom thermischen Typ und die volumetrische Flußrate der
Ansaugluft basierend auf einer Drosselventilöffnung und ei
ner Motorumdrehungsgeschwindigkeit gemessen.
Die Bestimmung von Änderungen des atmosphärischen Drucks
(der Höhe) aus der Massenflußrate, die mit einem Luftfluß
meter vom thermischen Typ erfaßt worden ist, und aus der vo
lumetrischen Flußrate, die aus einer Drosselventilöffnung
und einer Motorumdrehungsgeschwindigkeit erfaßt wird, wurde
jedoch noch nicht realisiert.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine
Vorrichtung und ein Verfahren zum genauen Bestimmen des at
mosphärischen Drucks in einem Verbrennungsmotor zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum Bestimmen des
atmosphärischen Drucks in einem Verbrennungsmotor gemäß An
spruch 1 und durch ein Verfahren zum Bestimmen des atmosphä
rischen Drucks in einem Verbrennungsmotor gemäß Anspruch 9
gelöst.
Die vorliegende Erfindung berücksichtigt die oben beschrie
bene Situation mit dem Ziel, eine Vorrichtung zum Bestimmen
des atmosphärischen Drucks zu schaffen, welche einen atmos
phärischen Druck (eine Höhe) aus der Massenflußrate, die mit
einem Luftflußmeter vom thermischen Typ erfaßt wird, und aus
einer volumetrischen Flußrate, die aus einer Drosselventil
öffnung und einer Motorumdrehungsgeschwindigkeit erfaßt
wird, stabil bestimmt.
Darüber hinaus besteht ein Ziel der Erfindung darin, eine
derartige Bestimmung des atmosphärischen Drucks mit einer
hohen Genauigkeit unabhängig von Unterschieden von Ansprech
zeitkonstanten für verschiedene Parameter auszuführen.
Um die obigen Ziele zu erreichen, weisen die Vorrichtung und
das Verfahren zum Berechnen eines atmosphärischen Drucks in
einem Verbrennungsmotor gemäß der vorliegenden Erfindung
folgende Merkmale auf: jeweiliges Erfassen einer Ansaugluft
flußrate als eine Massenflußrate und eine volumetrische
Flußrate, und basierend auf der Motoransauglufttemperatur
Umwandeln der Massenflußrate in eine volumetrische Flußrate;
dann Berechnen eines Verhältnisses der volumetrischen Fluß
rate, die aus der Umwandlung erhalten wird, und der Ansaug
luftflußrate, die als eine volumetrische Flußrate erfaßt
wird; und Berechnen des atmosphärischen Drucks basierend auf
diesem Verhältnis und Ausgeben eines dem atmosphärischen
Druck entsprechenden Signals.
Da die Ansaugluftflußrate, die als eine volumetrische Fluß
rate erfaßt wird, und die Ansaugluftflußrate, die als eine
Massenflußrate erfaßt wird, verglichen werden, kann bei ei
ner derartigen Konstruktion nach dem Eliminieren des Ein
flusses der Temperatur, welche zusammen mit dem atmosphäri
schen Druck eine Ursache von Veränderungen in der Luftdichte
ist, der atmosphärische Druck mit einer hohen Genauigkeit
bestimmt werden.
Basierend auf der Motordrosselöffnung und der Motorumdre
hungsgeschwindigkeit kann die Motoransaugluftflußrate als
eine volumetrische Flußrate erfaßt werden.
Bei einer derartigen Konstruktion kann die Ansaugluftfluß
rate ohne weiteres als eine volumetrische Flußrate ohne Ver
wendung eines volumetrischen Flußratenmeters durch jeweili
ges Erfassen der Drosselöffnung und der Motorumdrehungsge
schwindigkeit erfaßt werden.
Die Massenflußrate kann vor dem Umwandeln in eine volumetri
sche Flußrate, die auf der Ansauglufttemperatur basiert, ge
wichtet gemittelt werden.
Insbesondere ist es durch die gewichtete Mittelung der Mas
senflußrate möglich, Unterschiede bei Erfassungsansprech
zeitkonstanten, die auf eine Ansauglufttemperatur bezogen
sind, zu absorbieren.
Darüber hinaus kann die Ansaugluftflußrate, die als eine vo
lumetrische Flußrate erfaßt wird, vor dem Berechnen des Ver
hältnisses derselben und der volumetrischen Flußrate, die
durch die Umwandlung der Massenflußrate erhalten wird, ge
wichtet gemittelt werden.
Auf diese Art und Weise ist es möglich, Unterschiede der Er
fassungsansprechzeitkonstanten für die volumetrische Fluß
rate, die durch Umwandeln der Massenflußrate bestimmt wird,
und für die Ansaugluftflußrate, die als eine volumetrische
Flußrate erfaßt wird, zu absorbieren.
Darüber hinaus können vor dem Umwandeln der Massenflußrate in
die volumetrische Flußrate, das auf der Ansauglufttemperatur
basiert, die Ansprechzeitkonstanten für die Massenflußrate
und die Ansauglufttemperatur gleich gemacht werden.
Wenn die Ansprechzeitkonstanten für die Massenflußrate und
die Ansauglufttemperatur beispielsweise durch das vorher er
wähnte gewichtete Mittelungsverfahren gleich gemacht werden,
dann kann die Umwandlung, um den Einfluß der Ansauglufttem
peratur zu eliminieren, mit einer hohen Genauigkeit ausge
führt werden.
Die Konstruktion kann hier derart sein, daß die Motoransaug
luftflußrate basierend auf einer Widerstandsänderung eines
wärmeempfindlichen Widerstandes, die einer Ansaugluftflußra
te entspricht, als eine Massenflußrate erfaßt wird.
Da der Widerstand eines wärmeempfindlichen Widerstands, der
in dem Ansaugluftkanal angeordnet ist, mit einer Zunahme der
Ansaugluftflußrate und dem folglichen Temperaturabfall ab
fallen wird, kann bei einer derartigen Konstruktion die An
saugluftflußrate basierend auf dieser Widerstandsänderung
als eine Massenflußrate erfaßt werden.
Darüber hinaus können die volumetrische Flußrate, die durch
Umwandlung der Massenflußrate erhalten wird, und die Ansaug
luftflußrate, die als eine volumetrische Flußrate erfaßt
wird, jeweils vor dem Erhalten ihres Verhältnisses gewichtet
gemittelt werden, damit sich eine vorher eingestellte maxi
mal zulässige Zeitkonstante ergibt.
Da der atmosphärische Druck nach einer gewichteten Mittelung
bestimmt wird, um die maximal zulässige Zeitkonstante zu er
geben, kann bei einer derartigen Konstruktion der Bestim
mungswert für den atmosphärischen Druck auf einen Wert sta
bilisiert werden, welcher einen tatsächlichen Wert annähert.
Die maximal zulässige Zeitkonstante kann hier vorher basie
rend auf einer atmosphärischen Druckänderungsrate zu dem
Zeitpunkt eines maximal erwarteten Straßenoberflächengradi
enten und einer maximalen Geschwindigkeit und auf dem benö
tigten Auflösungsvermögen für die atmosphärische Druckbe
stimmung bestimmt werden.
Bei einer derartigen Konstruktion ist es möglich, den be
stimmten Wert für den atmosphärischen Druck auf eine maxima
le Grenze zu stabilisieren, während das benötigte Auflö
sungsvermögen für die Bestimmung des atmosphärischen Drucks
beibehalten wird.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfin
dung wird nachfolgend bezugnehmend auf die beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockdiagramm, das eine Grundanordnung einer
Vorrichtung zum Bestimmen des atmosphärischen
Drucks gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt;
Fig. 2 ein schematisches Systemdiagramm, das ein Ausfüh
rungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zeigt; und
Fig. 3 ein Flußdiagramm, das Aspekte eines Verfahrens zum
Bestimmen eines atmosphärischen Drucks gemäß dem
Ausführungsbeispiel zeigt.
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm, das eine Grundanordnung einer
Vorrichtung zur Bestimmung des atmosphärischen Drucks gemäß
der vorliegenden Erfindung zeigt. Ein Gerät zur Erfassung
der Massenflußrate erfaßt eine Motoransaugluftflußrate als
eine Massenflußrate, während ein Gerät zur Erfassung einer
volumetrischen Flußrate eine Motoransaugluftflußrate als
eine volumetrische Flußrate erfaßt. Darüber hinaus erfaßt ein
Gerät zur Temperaturerfassung der Ansaugluft eine Temperatur
der Motoransaugluft. Ein Gerät zum Umwandeln der Flußrate
wandelt die Ansaugluftflußrate, die als eine Massenflußrate
erfaßt wird, basierend auf der gegenwärtigen Ansauglufttem
peratur in eine volumetrische Flußrate um. Ein Gerät zum Be
stimmen des atmosphärischen Drucks bestimmt dann basierend
auf der volumetrischen Flußrate, die von dem Flußratenum
wandlungsgerät erhalten wird, und auf der volumetrischen
Flußrate, die durch das Gerät zur Erfassung einer volume
trischen Flußrate erfaßt wird, einen atmosphärischen Druck
und gibt ein Signal aus, das dem atmosphärischen Druck ent
spricht.
Ein Grundausführungsbeispiel einer Vorrichtung und eines
Verfahrens zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks, wel
ches die oben erwähnte Grundkonstruktion aufweist, wird
nachfolgend beschrieben.
Fig. 2 zeigt einen Systemaufbau des Ausführungsbeispiels,
wobei ein Verbrennungsmotor 1 über einen Luftfilter 2, eine
Ansaugleitung 3 und einen Ansaugkrümmer 4 Luft zieht.
Eine Ventilklappe eines Drosselventils 5, die mit einem Gas
pedal (nicht gezeigt) verbunden ist, ist in der Ansauglei
tung 3 zum Einstellen der Ansaugluftmenge des Motors ange
ordnet.
Einspritzventile 6 vom Solenoidtyp sind für jeden Zylinder
in den jeweiligen Verzweigungsabschnitten des Ansaugkrümmers
4 angeordnet. Durch eine elektronische Steuerung der Kraft
stoffmenge, die von den Kraftstoffeinspritzventilen 6 einge
spritzt wird, wird eine Mischung mit einem vorbestimmten
Luft-Kraftstoff-Verhältnis erzeugt. Die Mischung, die
mittels eines Ansaugventils 7 in den Zylinder gezogen wird,
wird durch einen Funken von einer Zündkerze 8 entzündet,
wobei das Abgas über ein Abgasventil 9 und durch einen
Abgaskrümmer 10 zu einem Katalysator und einem Schalldämpfer
(nicht gezeigt) abgegeben wird.
Eine Steuerungseinheit (C/U; C/U = Control Unit) 13, die
einen Mikrocomputer enthält und zum Steuern der Kraftstoff
einspritzventile 6 vorgesehen ist, weist als Eingaben ein
Ansaugluftflußraten-Signal Qa von einem Luftflußmeter 14 vom
Hitzdrahttyp, ein Drosselventilöffnungssignal TVO (TVO =
Throttle Valve Opening) von einem Drosselsensor 15 und ein
Kurbelwellensignal (ein Motorumdrehungssignal) von einem
Kurbelwinkelsensor 16 auf.
Das Luftflußmeter 14 vom Hitzdrahttyp, welches dem Gerät zur
Erfassung der Massenflußrate des vorliegenden Ausführungs
beispiels entspricht, erfaßt basierend auf einer Wider
standsveränderung eines wärmeempfindlichen Widerstands auf
grund der Ansaugluftmenge direkt die Ansaugluftflußrate des
Motors 1 als eine Massenflußrate.
Der Drosselsensor 15 erfaßt unter Verwendung eines Potentio
meters die Öffnung TVO des Drosselventils 5.
Der Kurbelwinkelsensor 16 entnimmt ein Referenzwinkelsignal
für jede vorbestimmte Referenzkurbelwinkelposition und ein
Einheiten-Kurbelwinkelsignal für jede Kurbelwinkeleinheit
von einer Nockenwelle oder dergleichen. Die Motorumdrehungs
geschwindigkeit Ne wird dann basierend auf der Erzeugungs
periode des Referenzkurbelwinkelsignals oder der Anzahl von
Erzeugungen des Einheiten-Kurbelwinkelsignals innerhalb ei
ner vorbestimmten Zeit berechnet.
Die Steuerung der Kraftstoffeinspritzmenge durch die Steue
rungseinheit 13 wird folgendermaßen ausgeführt:
Basierend auf der Ansaugluftflußrate Qa, die durch das Luft flußmeter 14 vom Hitzdrahttyp erfaßt wird, und basierend auf der Motorumdrehungsgeschwindigkeit Ne, die basierend auf dem Erfassungssignal von dem Kurbelwinkelsensor 16 berechnet wird, wird eine Grundkraftstoffeinspritzmenge Tp (= K × Qa/Ne: wobei K eine Konstante ist) berechnet. Eine Korrek tur, die Betriebsbedingungen, wie z. B. der Kühlwassertempe ratur, entspricht, wird dann an die Grundkraftstoffein spritzmenge Tp angelegt, um eine Endkraftstoffeinspritzmenge Ti zu erhalten. Ein Treiberpulssignal einer Pulsbreite, die der Kraftstoffeinspritzmenge Ti entspricht, wird dann zu ei ner vorbestimmten Zeitgebung zu den Kraftstoffeinspritzven tilen 6 ausgegeben. Ein Kraftstoff, welcher mittels einer Druckreglers (nicht gezeigt) auf einen vorbestimmten Druck geregelt ist, wird den Kraftstoffeinspritzventilen 6 zuge führt, wodurch ein Kraftstoffbetrag eingespritzt wird, der zu der Pulsbreite des Treiberpulssignals proportional ist.
Basierend auf der Ansaugluftflußrate Qa, die durch das Luft flußmeter 14 vom Hitzdrahttyp erfaßt wird, und basierend auf der Motorumdrehungsgeschwindigkeit Ne, die basierend auf dem Erfassungssignal von dem Kurbelwinkelsensor 16 berechnet wird, wird eine Grundkraftstoffeinspritzmenge Tp (= K × Qa/Ne: wobei K eine Konstante ist) berechnet. Eine Korrek tur, die Betriebsbedingungen, wie z. B. der Kühlwassertempe ratur, entspricht, wird dann an die Grundkraftstoffein spritzmenge Tp angelegt, um eine Endkraftstoffeinspritzmenge Ti zu erhalten. Ein Treiberpulssignal einer Pulsbreite, die der Kraftstoffeinspritzmenge Ti entspricht, wird dann zu ei ner vorbestimmten Zeitgebung zu den Kraftstoffeinspritzven tilen 6 ausgegeben. Ein Kraftstoff, welcher mittels einer Druckreglers (nicht gezeigt) auf einen vorbestimmten Druck geregelt ist, wird den Kraftstoffeinspritzventilen 6 zuge führt, wodurch ein Kraftstoffbetrag eingespritzt wird, der zu der Pulsbreite des Treiberpulssignals proportional ist.
Die Steuerungseinheit 13 des vorliegenden Ausführungsbei
spiels weist die Funktion des Steuerns der Bestimmung des
atmosphärischen Drucks (der Höhe) auf, wie es durch das
Flußdiagramm von Fig. 3 dargestellt ist. Um die Bestimmung
des atmosphärischen Drucks auszuführen, ist ein Ansaugluft
temperatursensor 17 (ein Gerät zur Erfassung der Ansaugluft
temperatur) zum Erfassen der Ansauglufttemperatur TA in ei
nem Kollektorabschnitt des Ansaugkrümmers 4 vorgesehen.
Aspekte der Bestimmung des atmosphärischen Drucks (der Höhe)
werden nachfolgend bezugnehmend auf das Flußdiagramm von
Fig. 3 detailliert beschrieben.
Zu Anfang wird in einem Schritt 1 (wobei in den Figuren ein
"Schritt" durch S bezeichnet ist) ein Ausgangssignal Us von
dem Luftflußmeter 14 vom Hitzdrahttyp von einer analogen in
eine digitale Form umgewandelt und gelesen. Dann wird in ei
nem Schritt 2 das Ausgangssignal Us unter Verwendung einer
Umwandlungstabelle in eine Massenflußrate Qa umgewandelt.
In einem Schritt 3 (entsprechend dem ersten Gerät zum ge
wichteten Mitteln) wird ein gewichteter Mittelwert QaAV der
Massenflußrate Qa gemäß der folgenden Gleichung berechnet:
QaAV = {(m - 1) QaAV + Qa}/m
Dabei wird die Gewichtungskonstante m, die bei der gewichte
ten Mittelung verwendet wird, vorher derart eingestellt, daß
die Zeitkonstante für den gewichteten Mittelungswert QaAV
mit der Ansprechzeitkonstante für die Ansauglufttemperatur
TA, die durch den Ansauglufttemperatursensor 17 erfaßt wird,
übereinstimmt.
Der Ansauglufttemperatursensor 17 zum Erfassen der Ansaug
lufttemperatur TA weist allgemein aufgrund seiner thermi
schen Kapazität eine Ansprechzeitkonstante im Bereich mehre
rer Sekunden auf, wogegen das Luftflußmeter 14 vom Hitz
drahttyp zum Erfassen der Massenflußrate Qa allgemein eine
kürzere Zeitkonstante als der Ansauglufttemperatursensor TA
aufweist. Daher stimmen die Änderungsphasen der Ansaugluft
temperatur TA und der Massenflußrate Qa nicht überein. Die
Massenflußrate Qa wird daher gewichtet gemittelt, um mit der
Zeitkonstanten für die Ansauglufttemperatur TA übereinzu
stimmen, wodurch die Phasen der Änderungen übereinstimmen.
In einem Schritt 4 wird das Ausgangssignal von dem Ansaug
lufttemperatursensor 17 von einer analogen in eine digitale
Form umgewandelt und gelesen.
In einem Schritt 5 wird das gelesene Ausgangssignal von dem
Ansauglufttemperatursensor 17 in einen Koeffizienten KTA zum
Umwandeln der Massenflußrate Qa in eine volumetrische Fluß
rate umgewandelt.
In einem Schritt 6 (entsprechend dem Gerät zur Flußratenum
wandlung) wird die Massenflußrate QaAV, welche der oben be
schriebenen gewichteten Mittelung unterzogen worden ist, mit
dem Koeffizienten KTA multipliziert, um die Massenflußrate
QaAV in eine volumetrische Flußrate (die volumetrische Fluß
rate für die Referenztemperatur) umzuwandeln, welche zu X
gesetzt wird (X = KTA · QaAV).
In einem Schritt 7 (entsprechend dem zweiten Gerät zur ge
wichteten Mittelung) wird ein gewichteter Mittelungswert XAV
der volumetrischen Flußrate X, die in dem Schritt 6 erhalten
wurde, gemäß der folgenden Gleichung berechnet:
XAV = {(n - 1) XAV + X}/n
Dabei wird die Gewichtungskonstante n, die bei der gewichte
ten Mittelung verwendet wird, vorher derart eingestellt, um
eine maximal zulässige Zeitkonstante (im allgemeinen eine
Zeitkonstante im Bereich von Minuten) zu ergeben, die aus
einer Korrelation der Änderungsrate des atmosphärischen
Drucks (der Höhe) für den Fall eines Anstiegs/Abfalls des
maximalen Straßenoberflächengradienten, der bei einer vorbe
stimmten maximalen Geschwindigkeit (beispielsweise 100 km/h)
für die Topographie vorhergesagt wird, und dem gewünschten
Auflösungsvermögen für den atmosphärischen Druck erhalten
wird. Da insbesondere selbst zu dem Zeitpunkt der maximalen
vorhergesagten Änderungsrate des atmosphärischen Drucks in
der Praxis kein Problem existiert, solange eine Zeitkonstan
te vorhanden ist, um das vorbestimmte Auflösungsvermögen für
den atmosphärischen Druck (die Höhe) zu erhalten, kann n
eingestellt werden kann, derart, daß die gewichtete Mitte
lung eine maximal zulässige Zeitkonstante ergibt, um den Be
stimmungswert für den atmosphärischen Druck zu stabilisie
ren.
In einem Schritt 8 (entsprechend dem Gerät zur Erfassung der
volumetrischen Flußrate) wird auf die Tabelle verwiesen, in
der vorher die volumetrische Flußrate QTVO entsprechend der
Drosselöffnung TVO und der Motorumdrehungsgeschwindigkeit Ne
gespeichert worden ist, wobei die volumetrische Flußrate
QTVO, die der gegenwärtigen Drosselöffnung TVO und der Mo
torumdrehungsgeschwindigkeit Ne entspricht, wiedergewonnen
wird.
In einem Schritt 9 (entsprechend dem zweiten Gerät zur ge
wichteten Mittelung) wird ein gewichteter Mittelwert QTVOAV
der volumetrischen Flußrate QTVO, die in dem Schritt 8 er
halten wurde, gemäß der folgenden Gleichung berechnet:
QTVOAV = {(n - 1) QTVOAV + QTVO}/n
Die Gewichtungskonstante n, die bei der obigen gewichteten
Mittelungsberechnung verwendet wurde, weist den gleichen
Wert wie die, die in Fig. 7 verwendet wurde, auf. Auch die
volumetrische Flußrate QTVO wird gewichtet gemittelt, um die
maximal zulässige Zeitkonstante zu ergeben.
In einem Schritt 10 (entsprechend dem Gerät zur Bestimmung
des atmosphärischen Drucks) wird das Verhältnis der volume
trischen Flußrate XAV, die durch Umwandeln der Massenfluß
rate QaAV auf der Basis der Ansauglufttemperatur TA erhalten
wird, und des gewichteten Mittelwerts QTVOAV der volumetri
schen Flußrate, die von der Drosselöffnung TVO und der Mo
torumdrehungsgeschwindigkeit Ne erhalten wird, berechnet.
Daraufhin wird der atmosphärische Druck bestimmt, wobei das
berechnete Ergebnis ein Wert ist, der dem atmosphärischen
Druck entspricht (der dem atmosphärischen Druck entsprechen
de Wert = XAV/QTVOAV), wonach ein Signal, das dem bestimmten
atmosphärischen Druck entspricht, ausgegeben wird.
Dabei sind die volumetrischen Flußraten XAV und QTVOAV Wer
te, welche jeweils gewichtet gemittelt worden sind, um die
maximal zulässige Zeitkonstante zu ergeben. Der für den at
mosphärischen Druck bestimmte Wert kann daher stabilisiert
werden, während das notwendige Auflösungsvermögen beibehal
ten wird, derart, daß Bestimmungsergebnisse mit einer hohen
Zuverlässigkeit geliefert werden können.
Darüber hinaus wird bei dem obigen Ausführungsbeispiel basie
rend auf der Drosselöffnung TVO und der Motorumdrehungsge
schwindigkeit Ne die volumetrische Flußrate bestimmt. In dem
Fall jedoch, in dem ein Hilfsluftweg zum Umgehen des Dros
selventils vorgesehen ist, kann die volumetrische Flußrate
durch Addieren der Öffnungsfläche des Hilfsluftwegs zu der
Drosselventilöffnung erhalten werden.
Claims (16)
1. Vorrichtung zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks
in einem Verbrennungsmotor (1), wobei der Verbrennungs
motor (1) folgende Merkmale aufweist:
eine Massenflußratenerfassungseinrichtung (14; S2) zum Erfassen einer Motoransaugluftflußrate als eine Massen flußrate (Qa);
eine Erfassungseinrichtung (15, 16; S8) für eine volu metrische Flußrate zum Erfassen einer Motoransaugluft flußrate (Qa) als eine volumetrische Flußrate (QTVO);
eine Erfassungseinrichtung (17) für eine Ansauglufttem peratur zum Erfassen einer Motoransauglufttemperatur (TA);
wobei die Vorrichtung durch folgende Merkmale gekenn zeichnet ist:
eine Flußraten-Umwandlungseinrichtung (13; S5, S6) zum Umwandeln der Massenflußrate (Qa) in eine volumetrische Flußrate (X) basierend auf der Ansauglufttemperatur (TA); und
eine Einrichtung (13; S10) zum Bestimmen eines atmo sphärischen Drucks basierend auf einem Verhältnis der volumetrischen Flußrate (X), die durch Umwandlung mit der Flußraten-Umwandlungseinrichtung (13; S6) erhalten wird, und der volumetrischen Flußrate (QTVO), die durch die Erfassungseinrichtung (15, 16; S8) für eine volume trische Flußrate erfaßt wird, und zum Ausgeben eines Signals, das einem atmosphärischen Druck entspricht.
eine Massenflußratenerfassungseinrichtung (14; S2) zum Erfassen einer Motoransaugluftflußrate als eine Massen flußrate (Qa);
eine Erfassungseinrichtung (15, 16; S8) für eine volu metrische Flußrate zum Erfassen einer Motoransaugluft flußrate (Qa) als eine volumetrische Flußrate (QTVO);
eine Erfassungseinrichtung (17) für eine Ansauglufttem peratur zum Erfassen einer Motoransauglufttemperatur (TA);
wobei die Vorrichtung durch folgende Merkmale gekenn zeichnet ist:
eine Flußraten-Umwandlungseinrichtung (13; S5, S6) zum Umwandeln der Massenflußrate (Qa) in eine volumetrische Flußrate (X) basierend auf der Ansauglufttemperatur (TA); und
eine Einrichtung (13; S10) zum Bestimmen eines atmo sphärischen Drucks basierend auf einem Verhältnis der volumetrischen Flußrate (X), die durch Umwandlung mit der Flußraten-Umwandlungseinrichtung (13; S6) erhalten wird, und der volumetrischen Flußrate (QTVO), die durch die Erfassungseinrichtung (15, 16; S8) für eine volume trische Flußrate erfaßt wird, und zum Ausgeben eines Signals, das einem atmosphärischen Druck entspricht.
2. Vorrichtung zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks
in einem Verbrennungsmotor (1) gemäß Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet,
daß die Erfassungseinrichtung (15, 16; S8) für eine vo
lumetrische Flußrate basierend auf einer Motordrossel
öffnung (TVO) und einer Motorumdrehungsgeschwindigkeit
(Ne) eine volumetrische Flußrate (QTVO) erfaßt.
3. Vorrichtung zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks
in einem Verbrennungsmotor (1) gemäß Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet,
daß eine erste gewichtete Mittelungseinrichtung (13;
S3) zum gewichteten Mitteln der Massenflußrate vor dem
Ausgeben an die Flußraten-Umwandlungseinrichtung (13;
S6) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks
in einem Verbrennungsmotor (1) gemäß Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet,
daß eine zweite gewichtete Mittelungseinrichtung (13;
S9) zur gewichteten Mittelung der volumetrischen Fluß
rate (QTVO) vorgesehen ist, die durch die Erfassungs
einrichtung (15, 16, S8) zur Erfassung einer volume
trischen Flußrate erfaßt wird, bevor dieselbe zu der
Bestimmungseinrichtung (13; S10) für den atmosphäri
schen Druck ausgegeben wird.
5. Vorrichtung zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks
in einem Verbrennungsmotor (1) gemäß Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet,
daß die Ansprechzeitkonstante für die Massenflußrate
(Qa) und die Ansauglufttemperatur (TA) gleich gemacht
werden, bevor eine Umwandlung durch die Flußraten-Um
wandlungseinrichtung (13; S6) ausgeführt wird.
6. Vorrichtung zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks
in einem Verbrennungsmotor (1) gemäß einem beliebigen
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Massenflußratenerfassungseinrichtung (14; S2)
die Motoransaugluftflußrate (Qa) als eine Massenfluß
rate basierend auf einer Widerstandsänderung eines wär
meempfindlichen Widerstands, die der Ansaugluftflußrate
entspricht, erfaßt.
7. Vorrichtung zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks
in einem Verbrennungsmotor (1) gemäß einem beliebigen
der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bestimmungseinrichtung (13) für einen atmosphä
rischen Druck die volumetrische Flußrate (X), die durch
Umwandlung mit der Flußratenumwandlungseinrichtung (13;
S6) erhalten wird, bzw. die volumetrische Flußrate
(QTVO), die durch die Flußratenerfassungseinrichtung
(15, 16; S8) erhalten wird, vor dem Erhalten des Ver
hältnisses derselben gewichtet mittelt (13; S7 bzw.
S9), um eine vorher eingestellte maximal zulässige
Zeitkonstante zu erhalten.
8. Vorrichtung zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks
in einem Verbrennungsmotor (1) gemäß Anspruch 7, da
durch gekennzeichnet,
daß die maximal zulässige Zeitkonstante basierend auf
einer Änderungsrate eines atmosphärischen Drucks zum
Zeitpunkt eines maximal erwarteten Straßenoberflächen
gradienten und einer maximalen Geschwindigkeit, und auf
einem benötigten Auflösungsvermögen für die Bestimmung
des atmosphärischen Drucks vorher bestimmt wird.
9. Verfahren zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks in
einem Verbrennungsmotor (1), wobei der Motor derart
aufgebaut ist, daß eine Motoransaugluftflußrate als ei
ne Massenflußrate (Qa) bzw. als eine volumetrische
Flußrate (QTVO) erfaßt wird (S2 bzw. S8), und daß eine
Motoransauglufttemperatur (TA) erfaßt wird (S4), wobei
das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist,
daß die Massenflußrate (Qa) in eine volumetrische Fluß rate (X) basierend auf der Ansauglufttemperatur (TA) umgewandelt wird (56); und
daß der atmosphärische Druck dann basierend auf einem Verhältnis der volumetrischen Flußrate (X), die durch die Umwandlung erhalten wird (S6), und der Ansaugluft flußrate (QTVO), die als eine volumetrische Flußrate erfaßt wird (S8), bestimmt wird (S10), und daß ein Si gnal, das einem atmosphärischen Druck entspricht, aus gegeben wird.
daß die Massenflußrate (Qa) in eine volumetrische Fluß rate (X) basierend auf der Ansauglufttemperatur (TA) umgewandelt wird (56); und
daß der atmosphärische Druck dann basierend auf einem Verhältnis der volumetrischen Flußrate (X), die durch die Umwandlung erhalten wird (S6), und der Ansaugluft flußrate (QTVO), die als eine volumetrische Flußrate erfaßt wird (S8), bestimmt wird (S10), und daß ein Si gnal, das einem atmosphärischen Druck entspricht, aus gegeben wird.
10. Verfahren zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks in
einem Verbrennungsmotor (1) gemäß Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Motoransaugluftflußrate als eine volumetrische
Flußrate (QTVO) basierend auf einer Motordrosselöffnung
(TVO) und einer Motorumdrehungsgeschwindigkeit (Ne) er
faßt wird (S8).
11. Verfahren zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks in
einem Verbrennungsmotor (1) gemäß Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Massenflußrate (Qa) vor dem Umwandeln (S6) in
eine volumetrische Flußrate (X), das auf einer Ansaug
lufttemperatur (TA) basiert, gewichtet gemittelt wird
(S3).
12. Verfahren zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks in
einem Verbrennungsmotor (1) gemäß einem beliebigen der
Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansaugluftflußrate, die als eine volumetrische
Flußrate erfaßt wird (QTVO), vor dem Berechnen (S10)
des Verhältnisses derselben und der volumetrischen
Flußrate (X), die durch Umwandlung der Massenflußrate
(Qa) erhalten wird, gewichtet gemittelt wird (S9).
13. Verfahren zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks in
einem Verbrennungsmotor (1) gemäß einem beliebigen der
Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß Ansprechzeitkonstanten für die Massenflußrate (Qa)
und die Ansauglufttemperatur (TA) vor dem Umwandeln der
Massenflußrate (S3) in eine volumetrische Flußrate, das
auf der Ansauglufttemperatur basiert, gleich gemacht
werden.
14. Verfahren zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks in
einem Verbrennungsmotor (1) gemäß einem beliebigen der
Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Motoransaugluftflußrate basierend auf einer Wi
derstandsänderung eines wärmeempfindlichen Widerstan
des, die der Ansaugluftflußrate entspricht, als eine
Massenflußrate (Qa) erfaßt wird.
15. Verfahren zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks in
einem Verbrennungsmotor (1) gemäß einem beliebigen der
Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die volumetrische Flußrate (X), die durch Umwand
lung der Massenflußrate (Qa) erhalten wird, und die
Ansaugluftflußrate, die als volumetrische Flußrate
(QTVO) erfaßt wird, jeweils gewichtet gemittelt werden
(S7 bzw. S9), bevor das Verhältnis derselben erhalten
wird (S10), um eine vorher eingestellte maximal zuläs
sige Zeitkonstante zu erhalten.
16. Verfahren zum Bestimmen eines atmosphärischen Drucks in
einem Verbrennungsmotor (1) gemäß Anspruch 15, dadurch
gekennzeichnet,
daß die maximal zulässige Zeitkonstante vorher basie
rend auf einer Änderungsrate eines atmosphärischen
Drucks zu dem Zeitpunkt eines maximal erwarteten Stra
ßenoberflächengradienten und einer maximalen Geschwin
digkeit und auf einem benötigten Auflösungsvermögen für
die Bestimmung des atmosphärischen Drucks bestimmt
wird.
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