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Förderband, insbesondere für Anlagen zur Herstellung von Spanplatten,
Faserplatten und dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Förderband aus Bandgestell und
Fördergurt aus thermoplastischem Kunststoff mit Gewebeeinlage, der längs einer schräg
zur Förderrichtung verlaufenden Uberlappungsnaht endlos verschweißt ist. Bei den
bekannten Förderbändern dieser Art ist die Uberlappungsnaht, die nach den aufzunehmenden
Zugbeanspruchungen des Fördergurtes breit ist, mehr oder weniger steif, was stört,
wenn das Förderband für Anlagen zur Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und
dergleichen eingesetzt werden soll, bei denen der Fördergurt über eine Ablegenase
mit kleinem Krümmungsradius geführt ist
(vergl. deutsche Patentschriften
1 220 598, 1 166 093). Einerseits beeinträchtigt die Versteifungsstelle den Ablegevorgang.
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Das empfindliche Vlies aus Spänen und/oder Fasern, aus denen Spanplatten,
Faserplatten und dergleichen gepreßt werden, wird wegen der Versteifung beim Ablegevorgang
mehr oder weniger stark beschädigt. Andererseits beeinträchtigt die Versteifung
wegen des kleinen Krümmungsradius an der Ablegenase die Lebensdauer der geschweißten
Uberlappungsnaht.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Förderband der eingangs
beschriebenen Art zu verbessern, und zwar so, daß es insbesondere für Anlagen zur
Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und dergleichen geeignet ist, bei denen
der Fördergurt ist, trotz des kleinen Krümmungsradius lange Lebensdauer aufweist
und den Ablegevorgang nicht beeinträchtigt.
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Die Erfindung betrifft ein Förderband aus Bandgestell und Fördergurt
aus thermoplastischem Kunststoff mit Gewebeeinlage, der längs einer schräg zur Förderrichtung
verlaufenden Uberlappungsnaht endlos verschweißt ist, insbesondere für Anlagen zur
Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und dergl., bei denen der Fördergurt über
eine Ablegenase mit kleinem Krümmungsradius geführt ist. Die Erfindung besteht darin,
daß die Gewebeeinlage des Fördergurtes ebenfalls aus thermoplastischem Kunststoff
besteht, im Bereich der tfberlappungsnaht als Randstreifen freigelegt ist und dort
die Randstreifen miteinander verschweißt sind. Nach bevorzugter Ausführungsform
der Erfindung ist die Anordnung so getroffen, daß die Gewebeein-*
lagen
des Fördergurtes aus verstreckten Fäden aus Kunststoffmonofilament (z. B. aus Polyamid
oder Polyesterfäden) bestehen.
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Während in der Fachwelt die Auffassung herrscht, daß verstreckter
Kunststoff nicht verschweißt werden kann, ohne daß die durch die Verstreckung erreichten
mechanischen Eigenschaften wie der verloren geben, beeinträchtigt bei erfindungsgemäßem
Aufbau des Fördergurtes die Schweißverbindung in der Uberlappungsnaht die Festigkeit
nicht. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Schweißverbindung der Gewebeeinlagen
in der Uberlappungsnaht als Punktschweißung durchgeführt ist. Eine solche Punktschweißung
läßt sich ohne weiteres erreichen, wenn in der Uberlappungsnaht die Gewebeeinlagen
aufeinandergelegt und unter Anwendung von Wärme und nicht zu großem Druck miteinander
verschweißt werden. Ohne weiteres besteht die Möglichkeit, auf die verscfmeißten
Randstreifen der Uberlappungsnaht zusätzlich eine Auflage aus thermoplastischem
Kunststoff wieder aufzubringen, vorzugsweise aus dem Kunststoff, aus dem der Fördergurt
im übrigen aufgebaut ist. Besonders hohe Zugfestigkeit auch im Bereich der Uberlappungsnaht
erreicht man dadurch, daß aus der freigelegten Gewebeeinlage des einen Randstreifens
Gewebefäden in den zugeordneten Randstreifen der Uberlappungsnaht eingeflochten
werden, - während in der beschriebenen Weise die Randstreifen zusätzlich miteinander
verschweißt sild, Um bei hoher Zugfestigkeit Jede Versteifung zu vermeiden, kön.
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nen im Bereich der Uberlappungsnaht aus den freigelegten Gewebeeinlagen
auch Fäden entfernt werden, vorzugeweise so, daß nach Uberlappung die Zahl der Fäden
des Gewebes wieder übereinstimmt mit den Fäden des Gewebes der unveränderten Gewebeeinlage.
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Die durch die Erfindung erreichten Vorteile bestehen zusammengefaßt
darin, daß das erfindungsgemäße Förderband insbesondere für Anlagen zur Herstellung
von Spanplatten, Faserplatten und dergleichen geeignet ist, bei denen der Fördergurt
über eine Ablegenase mit kleinem Krilmmungsradius geführt wird. Der Ablegevorgang
auch von sehr empfindlichem Fördergut, insbesondere also empfindlichem Vlies für
die Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und dergleichen, wird nicht gestört,
da keine merkbare Versteigung im Bereich der Uberlappungsnaht mehr vorhanden ist.
Dabei karai ohne weiteres an der Ablegenase ein extrem kleiner Krümmungsradius von
nur wenigen Millimetern verwirklicht werden, ohne daß dadurch die Lebensdauer des
Fördergurtes bzw. der geschweißten Überlappungsnaht beeinträchtigt wird. Das dürfte
auch darauf zurückzuführen sein, daß bei dem erfindungsgemäßen Förderband die Schweißver-Landung
in der Uberlappungsnaht nicht mehr, wie bei bekannten Ausführungsformen, außerhalb
der neutralen Zone des Fördergurtes liegt, sondern in der neutralen Zone, so daß
die eigentliche Schweißnaht Schubbeanspruchungen kaum aufzunehmen hat. Darüber hinaus
verteilt sich nach einer bevorzugten Ausführungsform die Schweißverbindung gleichsam
auf eine Vielzahl von Schweißpunkten, die durch die Kreuzungsstellen der Fäden der
aufeinander liegenden Gewebeeinlagen im Überlappungsbere ich definiert sind, wodurch
Jede Versteifung vermieden wird. Überraschenderweise wird aber auch die Festigkeit
der Gewebeeinlage nicht beeinträchtigt, und zwar selbst dann nicht, wenn diese Fäden
aus verstreoktem Kunststoff-Monofilament bestehen.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert; es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 die Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Förderbandes ausschnittsweise,
Fig. 2 eine Aufsicht auf den Gegenstand nach Figur 1, Fig. 3 den vergrößerten Ausschnitt
A aus dem Gegenstand nach Figur 1, Fig. 4 den vergrößerten Ausschnitt B aus dem
Gegenstand nach Figur 2 und Fig. 5 einen Schnitt in Richtung C-C durch den Gegenstand
nach Figur 4.
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Das in den Figuren dargestellte Förderband besteht zunächst aus einem
Bandgestell 1 und dem Fördergurt 2, wobei der Fördergurt 2 aus thermoplastischem
Kunststoff mit Gewebeeinlage 3 aufgebaut ist und längs einer schräg zur Förderrichtung
verlaufenden Überlappungsnaht 4 endlos verschweißt ist. Die Gewebeeinlage 3 kann
einlagig oder mehrlagig ausgeführt sein, wobei bei mehrlagiger Ausführungsform die
einzelnen Lagen gleichsam ineinandergeschoben sind. Es handelt sich um ein Förderband,
welches insbesondere für Anlagen zur Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und
dergleichen eingesetzt wird, bei dem also
der Fbrdergurt 2 über
eine Ablegenase 5 mit kleinem KrUmmungsradius R geführt ist. Diese Ablegenase 5
fährt bei Anlagen zur Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und dergleichen
zumeist in Richtung des in Figur 1 eingezeichneten Pfeiles 6 hin und zurück, wobei
sich die Bandschlaufe 7 entsprechend bewegt, um bei dieser hin- und zurücklaufenden
Bewegung auf dem Fördergurt 2 befindliches Gut, nämlich Vlies zur Herstellung von
Spanplatten, Faserplatten oder dergleichen auf eine darunter befindliche Unterlage
abzulegen. Dabei kann es sich bei dieser Umterlage sowohl um die Presse einer Plattenpresse
zur Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und dergleichen handeln, aber auch
um ein anderes Förderband, ein Bandtablett oder dergleichen. Auch das Förderband
selbst kann Bandtablett sein. Jedenfalls ist der Krümmungsradius R verhältnismäßig
klein, wie es in Figur 3 angedeutet worden ist. Der Krümmungsradius R beträgt beispielsweise
nur 2 bis 3 mm.
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Die Gewebeeinlage 3, die insbesondere in den Figuren 4 und 5 erkennbar
ist, besteht bei dem Fördergurt des erfindungsgemäßen Förderbandes ebenfalls aus
thermoplastischem Kunststoff.
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Im Bereich der Uberlappungsnaht 4 ist diese Gewebenaht als Rand streifen
8, 9 freigelegt und dort sind diese freigelegten Randstreifen 8, 9 der Gewebeeinlage
3 miteinander verschweißt.
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Es handelt sich dabei im allgemeinen um Gewebeeinlagen 3 aus verstrecktem
Kunststoffmonofilament, beispielsweise Polyesterfladen oder Polyamidfäden. Da im
Bereich der Uberlappungsnaht 4 die Gewebeeinlagen 3 aufeinandergelegt sind, besteht
die eigentliche Schweißverbindung in Strenge aus einer Vielzahl- von Punkt
schweißungen
im Uberkreuzbereich der Fäden der Gewebeeinlagen 3 in der Überlappungsnaht 4. Nur
angedeutet ist im oberen Teil der Figur 4, daß auf die verschweißten Randstreifen
8, 9 der Uberlappungsnaht 4 zusätzlich eine Auflage 10 aus thermoplastischem Kunststoff
wieder aufgebracht sein kann. Im übrigen machen die Figuren 4 und 5 deutlich, daß
aus der freigelegten Gewebeeinlage 3 des einen Randstreifens 8 Gewebefäden 11 in
den zugeordneten Randstreifen 9 der Überlappungsnaht 4 eingeflochten werden können,
wobei auch die Entfernung von Gewebefäden möglich ist, wenn eine besonders weiche
Überlappungsnaht 4 verlangt wird. Zusätzlich ist die Überlappungsnaht 4 in der beschriebenen
Weise verschweißt.
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Ansprüche: