[go: up one dir, main page]

DE19548544A1 - Initialsprengstoff-freie Anzündmischung - Google Patents

Initialsprengstoff-freie Anzündmischung

Info

Publication number
DE19548544A1
DE19548544A1 DE1995148544 DE19548544A DE19548544A1 DE 19548544 A1 DE19548544 A1 DE 19548544A1 DE 1995148544 DE1995148544 DE 1995148544 DE 19548544 A DE19548544 A DE 19548544A DE 19548544 A1 DE19548544 A1 DE 19548544A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ignition
ignition mixture
magnesium
metal
mixture according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE1995148544
Other languages
English (en)
Inventor
Rainer Dr Hagel
Dieter Hofmann
Klaus Dr Redecker
Wolfgang Spranger
Oskar Haering
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dynamit Nobel AG
Original Assignee
Dynamit Nobel AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dynamit Nobel AG filed Critical Dynamit Nobel AG
Priority to DE1995148544 priority Critical patent/DE19548544A1/de
Priority to PCT/EP1996/005707 priority patent/WO1997023434A1/de
Publication of DE19548544A1 publication Critical patent/DE19548544A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06CDETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
    • C06C9/00Chemical contact igniters; Chemical lighters
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B33/00Compositions containing particulate metal, alloy, boron, silicon, selenium or tellurium with at least one oxygen supplying material which is either a metal oxide or a salt, organic or inorganic, capable of yielding a metal oxide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Initialsprengstoff-freie Anzündmischung.
Anzündmischungen enthalten in der Regel Oxidations- und Reduktionsstoffe sowie Inertstoffe, insbesondere Bindemittel. Diese Sätze dienen im allgemeinen zur Verstärkung der Anzündung, die von Zündstoffmischungen, die meist Initialexplosivstoffe enthalten, eingeleitet wird. Die Unterstützung der Anzündung bewirkt eine separat ablaufende pyrotechnische Reaktion des Oxidations-Reduktionssystems mit stärkerer Wärmetönung unter Bildung heißer, die Anzündung stabilisierender Partikel.
In der Vergangenheit enthielten Anzündsätze als Initialexplosiv­ stoffe Bleisalze, die sich von Di- und Trinitroresorcin, Trinitrophenolen oder der Stickstoffwasserstoffsäure ableiten. Darüber hinaus sind auch Anzündsätze bekannt, die Doppelsalze des Bleis, beispielsweise Bleihypophosphitnitrat enthalten.
Aus der EP-0 031 045 ist die Verwendung von Zinkperoxid als alleiniges oder anteiliges Oxidationsmittel in Sprengstoff­ haltigen oder pyrotechnischen Gemischen bekannt. In den hier beschriebenen Anzündmischungen liegt jedoch Zinkperoxid nicht allein sondern jeweils in Kombination mit einem Initialex­ plosivstoff vor.
In der EP-0 129 081 werden Blei- und Barium-freie Anzündsätze beschrieben, die aus Initialexplosivstoffen im Gemisch mit Zinkperoxid als Oxidationsmittel bestehen.
Neben problembehafteten Ausgangsstoffen in den Anzündsätzen des Standes der Technik finden sich in den Schwaden diverse Verbindungen der Schwermetalle wieder, insbesondere Halogene aus Perchloraten. Die Schwaden gemäß dem eingangs erwähnten Stand der Technik enthalten neben toxischen Komponenten häufig solche, die bei Ablagerung in den Geräten eine erhebliche Verschmutzung und unter Zutritt von Feuchtigkeit der Luft Korrosion verursachen können. Hierzu gehören insbesondere Mischungen, die als Oxidationsmittel Nitrate der Alkali- oder Erdalkalimetalle enthalten.
Neben den beschriebenen Nachteilen ergeben sich häufig Probleme bei der Lagerung, beispielsweise bei erhöhter Temperatur oder in feuchter Atmosphäre durch nicht ausreichende thermische Bestän­ digkeit oder hygroskopische Eigenschaften. Beim Abbrand kann ein Produkt entstehen, das zur Verkrustung neigt und beispielsweise die Waffenfunktion stören kann.
Weitere wesentliche Voraussetzungen guter Anzündmischungen sind
  • - optimale Anzündung von Treibladungspulver zur Vermeidung unverbrannter Reste insbesondere im Temperaturband,
  • - neutrales Abbrandverhalten und
  • - Verhinderung der Entmischung der Komponenten bei Herstellung, Lagerung, Transport und Verarbeitung.
Dementsprechend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde, Anzündmischungen bereitzustellen, deren Herstellung, Verarbeitung, Handhabung und Anwendung unbedenklich und deren Umsetzungsprodukte nicht toxisch sind.
In einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das genannte Problem gelöst durch Initialsprengstoff-freie Anzündmischungen enthaltend Sauerstoff-abgebende Substanzen ausgewählt aus Metallperoxiden der Elemente Calcium, Magnesium, Strontium und/oder Zink, Metalloxiden der Elemente Zinn, Wolfram und/oder Molybdän und/oder Nitraten von Ammonium, Guanidin, Aminoguanidin , Triaminoguanidin, Dicyandiamidin sowie der Elemente Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium und/oder Eisen und an sich bekannte Reduktionsmittel.
Die Oxidationsmittel können dabei auch als Gemische eingesetzt werden.
Bevorzugt eingesetzt werden Calcium- und/oder Zinkperoxid. Es können jedoch auch Mischungen der Peroxide untereinander oder solche mit anderen Oxidationsmitteln eingesetzt werden. Die Peroxide werden dabei mit einem Sauerstoffwert eingesetzt, wie er aus stabilen Verbindungen erhalten werden kann. Für Zink­ peroxid liegt dieser damit etwa bei 11 bis 14 Gew.-%, während Calciumperoxid einen aktiven Sauerstoffwert von 15 bis 20, beispielsweise 18,6 Gew.-% und Korngrößen von 15,5 µm aufweisen kann.
Der Anteil der Oxidationsmittel in den erfindungsgemäßen Anzündmischungen wird sich vorzugsweise an dem stöchiometrischen Bedarf für die entsprechenden Begleitkomponenten orientieren.
Bei Einsatz von Magnesium- und insbesondere Calcium oder Strontiumperoxid kann es durch alkalisch wirkende Hydrolyse­ produkte zu Reaktionen mit den übrigen Komponenten des Gemisches kommen. Hier ist eine Beschichtung der Peroxide nach an sich im Stand der Technik bekannten Verfahren zweckmäßig. Eine solche Beschichtung bietet darüber hinaus den Vorteil der besseren Handhabbarkeit, da das solchermaßen behandelte Treibmittel nicht mehr staubt. Die Beschichtung kann auch angebracht sein bei Verwendung wasserlöslicher Komponenten, wie sie insbesondere die Alkalimetall- oder Erdalkalimetallnitrate darstellen. Die Verfahren des Mischens und der Verarbeitung können so mit größerer Sicherheit durchgeführt werden. Wenn keine gesättigten Lösungen eingesetzt werden, ist eine entsprechende Beschichtung sinnvoll.
Erfindungsgemäß sind die einzusetzenden Reduktionsmittel bevor­ zugt ausgewählt aus Kohlenstoff, Metallpulvern, insbesondere von Aluminium, Cer, Titan, Zirkon, Magnesium, Eisen und/oder Zink, Metallegierungen, insbesondere Cer-Magnesium, Cer-Silicium, Titan-Aluminium und/oder Aluminium-Magnesium, Metallhydriden, Calciumsilicid und Metallsulfiden, insbesondere Eisensulfide und Molybdänsulfid, insbesondere in einem Anteil von 10 bis 70 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmischung.
Die oben erwähnten Hydride sind nur insoweit einsetzbar, soweit sie unter den Einsatz- und Lagerbedingungen stabil sind. Hierzu zählen insbesondere Metallhydride von Übergangsmetallen und intermetallischen Verbindungen. Als solche können beispielsweise eingesetzt werden die Hydride von Titan oder Zirkon.
Die eingangs beschriebenen Oxidations- und Reduktionsmittel können unmittelbar durch Mischung nach ans ich bekannten Verfahren eingesetzt werden. Hier wird jedoch meist als nachteilig angesehen, daß Entmischungen bei zweckbestimmten Anwendungen auftreten können. Solchen Entmischungen kann man begegnen durch Formgebung der Mischung, zum Beispiel als Tablette oder Zylinder nach ans ich bekannten Verfahren wie Pressen, Vibrieren oder Stampfen. Zur Vereinfachung können jedoch der Mischung auch Preßhilfen zugesetzt werden. Besonders bevorzugt an dieser Stelle sind Graphit, Molybdänsulfid, Polytetrafluorethylen, Talkum, Zinkstearat und/oder Bornitrid. Diese Mittel wirken bereits in geringen Mengen und beeinflussen die Eigenschaften und das Abbrandverhalten nicht oder nur geringfügig. Diese Mittel sind daher zu den Inertstoffen zuzurechnen.
Überlicherweise ist es jedoch für den Anwendungsfall zweck­ mäßiger, die beschriebenen Mischungen mit geeigneten Bindemitteln zu versehen und anschließend das Produkt zu formen.
Als geeignete Bindemittel kommen in Frage Nitrocellulose, vorzugsweise mit niedrigem Nitrierungsgrad sowie Bindemittel auf Basis thermoplastischer Polymerer, die bei ihrer Verbrennung keine aggressiven Gase bilden. Darunter fallen erfindungsgemäß die durch Umsetzung von Polyvinylalkohol mit Aldehyden erhal­ tenen Polyvinylacetalharze. Die Aldehyde, die zur Herstellung der Polyvinylacetalharze eingesetzt werden, sollten 1 bis 6 Kohlenstoffatome aufweisen. Bevorzugter Aldehyd ist Butyralde­ hyd, wodurch Polyvinylbutyralharze erhältlich sind, die gege­ benenfalls bis zu 35 Gew.-% eines üblichen Weichmachers enthalten können.
Ferner eignen sich auch solche Verbindungen als Bindemittel, die als bifunktionelle Monomere eingesetzt werden und die nach dem Mischen mit den anderen Bestandteilen der Anzündmischung eine radikalisch ausgelöste Vernetzung oder Kondensation erleiden. Zu diesen Verbindungen gehören unter anderem Acrylharze. Zu den bevorzugt einsetzbaren Acrylharzen zählen die ans ich bekannten Methylacrylat-, Methyl-methacrylat- und Acrylnitrilharze. Als weiteres Bindemittel eignet sich beispielsweise Celluloseacetat oder Celluloseacetobutyrat oder Celluloseacetopropionat, die sämtlich unter der Handelsbezeichnung CELLIT als Lackhilfsmittel verschiedene Anwendungen finden.
Die Gemische aus Oxidations-, Reduktions- und Bindemittel können gegebenenfalls weitere Zuschlagsstoffe enthalten. Als solche werden insbesondere Stoffe eingesetzt, die zur Abbrandregu­ lierung geeignet sind. Hierzu kommen insbesondere Verbindungen in Frage, die Einfluß nehmen auf die Zersetzung von Peroxiden wie beispielsweise Metalle oder ihre Oxide, insbesondere Mangan­ dioxid. Zusätze von Vanadiumpentoxid oder Cerdioxid führen zu einer Veränderung der Umsetzungsgeschwindigkeit. Bei der Zugabe von bis zu 5 Gew.-% Molybdän(VI)-oxid wird die Umsetzungsge­ schwindigkeit nur wenig verändert, wie auch in Anwesenheit von Cer(III)-nitrat-Hexahydrat. Weitere Katalysatoren sind Metallkomplexe, von denen hier beispielhaft Ferrocen und/oder seinen Derivaten genannt sei, dessen Zusatz bis zu etwa 3 Gew.-% die Umsetzungsgeschwindigkeit deutlich steigert.
Die eingangs als Preßhilfen erwähnten Materialien, insbesondere Graphit, Molybdändisulfid, Bornitrid, Talkum sowie Calcium­ carbonat und Glimmer werden in der Literatur häufig auch als Zuschlagsstoffe angesehen. Dementsprechend beeinflussen sie das tribologische Verhalten und die entsprechenden Eigenschaften der Abbrandprodukte.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Anzündmischungen kann beispielsweise derart erfolgen, daß in einem Mischbehälter die Bestandteile der Anzündmischung, nämlich Oxidationsmittel und Reduktionsmittel zusammen mit den Zuschlagsstoffen vorgelegt werden. Diesem Gemisch wird dann das polymere Bindemittel zugemischt. Das Zumischen des polymeren Bindemittels kann beispielsweise derart erfolgen, daß das Bindemittel in einem Lösungsmittel gelöst oder suspendiert eingesetzt wird und diese Lösung in dem Gemisch der obigen Bestandteile und gegebenenfalls in sonstigen Zuschlägen verteilt wird. Das eingesetzte Lösungs­ mittel muß selbstverständlich gegenüber den Treibmitteln inert sein und sollte ein gutes Lösungsvermögen für das Bindemittel besitzen. Die einzusetzende Menge richtet sich nach Lösevermögen und der Gelierfähigkeit des verwendeten polymeren Bindemittels mit dem betreffenden Lösungsmittel. Sie wird vorzugsweise so gewählt, daß das Bindemittel ein Gel bildet, das nach dem Unterkneten unter die obigen Bestandteile der Anzündmischung mit dieser zusammen eine zähe, teigige Masse bildet.
Das so erhaltene Gemisch aus Oxidationsmittel, Reduktionsmittel, Bindemittel und Zuschlagsstoffen wird vorzugsweise nach einer Homogenisierung stranggepreßt oder extrudiert. Das austretende Stranggut wird nach ans ich bekannten Verfahren vom Lösungsmittel befreit und bedarfsgerecht zerkleinert.
Eine alternative, ebenfalls bevorzugte Ausführungsform zur Herstellung der Bindmittel-gebundenen Anzündmischungen besteht in ihrer Granulierung. Diese kann beispielsweise in der Weise erfolgen, daß die Oxidationsmittel und Reduktionsmittel zu einer Lösung des Bindemittels in einem Lösungsmittel gegeben und durch Rühren feinverteilt werden. Durch Zugabe eines Nichtlösemittels, beispielsweise Wasser, fällt das Bindemittel aus und umhüllt die Bestandteile der Anzündmischung. Durch geeignete Temperatur­ führung und Prozeßsteuerung lassen sich Produkte erhalten, die nach Abtrennen der Fest-Flüssig-Phase und anschließendem Trocknen zum rieselfähigen, nichtstaubenden und gut dosierbaren Granulat verarbeitbar sind.
Dieses Granulat wird beispielsweise unmittelbar unter das Treibladungspulver, dessen Anzündung es verbessern soll, gemischt. Eine ähnliche Korngröße der beiden Komponenten ist hierbei von Vorteil. Teilweise wird der Treibladungspulver-Abbrand durch diese Maßnahmen deutlich beschleunigt.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
In einer Lösung von 500 g Kollodiumwolle und 10 g Centralit I in 8 l Aceton und 2 l Methylacetat wurden 3 kg Zinndioxid durch Rühren 30 min dispergiert.
Anschließend gab man 2 kg Titanpulver zu und versetzte langsam mit Wasser, bis die Koagulation einsetzte. Die weitere Wasserzugabe konnte schnell erfolgen; insgesamt wurden 50 l Wasser zugegeben. Die Suspension wurde zum verfestigen der Granulatkörner noch 30 min gerührt. Das Granulat wurde abgetrennt, getrocknet und durch Sieben in die gewünschte Korngrößenfraktion aufgeteilt.
Beispiel 2
In einem Kneter wurde eine Mischung aus 500 g Nitrocellulose, gelöst in 4 l Aceton mit 10 g Centralit I, 3,75 kg Wolfram­ trioxid und 1,25 kg Aluminiumpulver hergestellt. Die Masse wurde durch eine Lochplatte gepreßt und die Stränge wurden auf die gewünschte Länge mit einem rotierenden Messer geschnitten.

Claims (10)

1. Initialsprengstoff-freie Anzündmischung enthaltend Sauerstoff-abgebende Substanzen ausgewählt aus Metallperoxiden der Elemente Calcium, Magnesium, Strontium und/oder Zink, Metalloxiden der Elemente Zinn, Wolfram und/oder Molybdän und/oder Nitraten von Ammonium, Guanidin, Aminoguanidin, Triaminoguanidin, Dicyandiamidin sowie der Elemente Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium und/oder Eisen und an sich bekannte Reduktionsmittel.
2. Anzündmischung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß Zinkperoxid einen Aktivsauerstoffgehalt von 11 bis 14 Gew.-% oder Calciumperoxid einen Aktiv­ sauerstoffgehalt von 15 bis 20 Gew.-% beiträgt.
3. Anzündmischung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an Sauerstoff­ abgebender Substanz dem stöchiometrischen Bedarf der weiteren Bestandteile der Anzündmischungen entspricht.
4. Anzündmischung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduktions­ mittel ausgewählt sind aus Kohlenstoff, Metallpul­ vern, insbesondere von Aluminium, Cer, Titan, Zirkon, Magnesium, Eisen und/oder Zink, Metallegierungen, insbesondere Cer-Magnesium, Cer-Silicium, Titan-Aluminium und/oder Aluminium-Magnesium, Metallhy­ driden, Calciumsilicid und Metallsulfiden, insbeson­ dere Eisensulfide und/oder Molybdänsulfid, insbeson­ dere in einem Anteil von 10 bis 70 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmischung.
5. Anzündmischung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie weiterhin Inertstoffe enthält, ausgewählt aus Preßhilfen, insbesondere Graphit, Molybdänsulfid, Polytetra­ fluorethylen, Talkum, Zinkstearat und/oder Bornitrid, Bindemitteln, insbesondere Nitrocellulose, Polyvinyl­ acetalharzen, Acrylharzen, Celluloseacetaten, Cellu­ loseacetobutyrat und/oder Celluloseacetopropionat enthalten.
6. Anzündmischung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie weitere Zuschlagsstoffe ausgewählt aus Mangandioxid, Vanadiumpentoxid, Ceroxid, Molybdän(VI ) -oxid enthält.
7. Anzündmischung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Kataly­ satoren Metallkomplexe, ausgewählt aus Ferrocen und/- oder seinen Derivaten enthalten.
8. Anzündmischung nach Anspruch 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Zuschlagsstoffe in Anteilen von 0 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmischung, vorhanden sind.
9. Verfahren zur Herstellung von Anzündmischungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7 durch Granulierung oder Kneten und/oder Strangpressen der Mischungsbestandteile.
10. Verwendung der Anzündmischung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7 zur Anzündverstärkung von Treibladungspulver.
DE1995148544 1995-12-23 1995-12-23 Initialsprengstoff-freie Anzündmischung Ceased DE19548544A1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1995148544 DE19548544A1 (de) 1995-12-23 1995-12-23 Initialsprengstoff-freie Anzündmischung
PCT/EP1996/005707 WO1997023434A1 (de) 1995-12-23 1996-12-19 Initialsprengstoff-freie anzündmischung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1995148544 DE19548544A1 (de) 1995-12-23 1995-12-23 Initialsprengstoff-freie Anzündmischung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19548544A1 true DE19548544A1 (de) 1997-06-26

Family

ID=7781287

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1995148544 Ceased DE19548544A1 (de) 1995-12-23 1995-12-23 Initialsprengstoff-freie Anzündmischung

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE19548544A1 (de)
WO (1) WO1997023434A1 (de)

Cited By (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1998003448A1 (de) * 1996-07-20 1998-01-29 Dynamit Nobel Gmbh Explosivstoff- Und Systemtechnik Thermische sicherung
DE19805539A1 (de) * 1998-02-11 1999-08-12 Lell Peter Dipl Ing Dr Alternative Anzündverfahren für pyrotechnische Baugruppen
DE19807598A1 (de) * 1998-02-11 1999-10-21 Lell Peter Alternative Anzündverfahren
WO2000047538A3 (en) * 1999-02-02 2000-12-21 Ivan V Mendenhall Low particulate igniter composition for a gas generant
EP1162183A1 (de) * 2000-06-07 2001-12-12 TRW Airbag Systems GmbH & Co. KG Anzündmischung zur Verwendung in Gasgeneratoren
WO2001040144A3 (de) * 1999-12-03 2002-04-11 Dynamit Nobel Gmbh Anzündmittel für treibladungspulver
WO2002034696A3 (en) * 2000-10-26 2002-09-19 Metlite Alloys Pty Ltd Metal and metal oxide granules and forming process
US6453816B2 (en) 1996-07-20 2002-09-24 Dynamit Nobel Gmbh Explosivstoff-Und Systemtechnik Temperature fuse with lower detonation point
US6605167B1 (en) 2000-09-01 2003-08-12 Trw Inc. Autoignition material for a vehicle occupant protection apparatus
DE10083908B4 (de) * 1999-02-02 2006-04-27 Autoliv Development Ab Zünderzusammensetzung zum Anzünden eines gaserzeugenden Materials

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20060219339A1 (en) * 2005-04-05 2006-10-05 Louise Guindon Non-toxic, metallic-metal free zinc peroxide-containing, IR tracer compositions and IR tracer projectiles containing same for generating a dim visibility IR trace

Citations (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2040625B2 (de) * 1969-08-18 1973-01-25 Feuchtigkeitsbestaendiges zuendpulver auf der basis poroeser nitrozellulose und verfahren zu seiner herstellung
EP0031045A2 (de) * 1979-12-22 1981-07-01 Hüls Troisdorf Aktiengesellschaft Verwendung von Zinkperoxid als Oxidationsmittel für Sprengstoffe und pyrotechnische Gemische
DE3105060C1 (de) * 1981-02-12 1982-09-30 Diehl GmbH & Co, 8500 Nürnberg Zündstoffmischung ohne Initialsprengstoff und Anordnung der Zündstoffmischung in einem Geschoß
DE3243425A1 (de) * 1982-11-24 1984-05-24 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 8000 München Anzuendmittel fuer treibladungen
US4508580A (en) * 1982-12-11 1985-04-02 Diehl Gmbh & Co. Incendiary mixture constituted of metals
DE3321943C2 (de) * 1983-06-18 1987-08-20 Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf, De
DE3841690A1 (de) * 1988-12-10 1990-06-13 Diehl Gmbh & Co Anzuendmischung
DE4220019A1 (de) * 1991-06-21 1992-12-24 Dynamit Nobel Ag Treibmittel fuer gasgeneratoren
DE19501889A1 (de) * 1994-01-24 1995-07-27 Nof Corp Verfahren zur Herstellung eines Zündmittelgranulats

Family Cites Families (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB275021A (en) * 1926-08-09 1927-08-04 Vickers Ltd Improvements in or relating to combustible compositions for pyrotechnic, smoke and flame producing, and other like purposes
US2115047A (en) * 1936-11-30 1938-04-26 Stevenson Thomas Tracer ammunition and to an igniter mixture for tracer compositions
US3088857A (en) * 1958-11-26 1963-05-07 Nicholas M Matusewicz Tracer mechanism
US3499386A (en) * 1962-11-29 1970-03-10 Dynamit Nobel Ag Primer
DE1771943C2 (de) * 1968-08-05 1975-03-27 Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf Anfeuerungssatz für Treibladungen und Raketentreibsätze
US3634153A (en) * 1970-02-03 1972-01-11 Us Army Noncorrosive pyrotechnic composition
US4464989A (en) * 1983-05-13 1984-08-14 The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy Integral low-energy thermite igniter
SE460848B (sv) * 1987-09-29 1989-11-27 Bofors Ab Saett att framstaella pyrotekniska foerdroejnings- och anfyringssatser
US5145106A (en) * 1989-08-03 1992-09-08 Erico International Corporation Welding apparatus and method
DE4301794C1 (de) * 1993-01-23 1994-05-26 Temic Bayern Chem Airbag Gmbh Airbag-Gasgenerator mit einem Selbstzündmittel
EP0722429B1 (de) * 1993-10-06 1999-03-31 Nigu Chemie Gmbh Gasgeneratortreibstoff
CH685940A5 (de) * 1993-11-09 1995-11-15 Eidgenoess Munitionsfab Thun Perkussionszundsatz fur Handfeuerwaffen, Verfahren zu seiner Herstellung sowie dessen Verwendung.
FR2714050B1 (fr) * 1993-12-17 1996-02-09 Giat Ind Sa Composition incendiaire et projectile incendiaire dispersant une telle composition.

Patent Citations (11)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2040625B2 (de) * 1969-08-18 1973-01-25 Feuchtigkeitsbestaendiges zuendpulver auf der basis poroeser nitrozellulose und verfahren zu seiner herstellung
EP0031045A2 (de) * 1979-12-22 1981-07-01 Hüls Troisdorf Aktiengesellschaft Verwendung von Zinkperoxid als Oxidationsmittel für Sprengstoffe und pyrotechnische Gemische
DE3105060C1 (de) * 1981-02-12 1982-09-30 Diehl GmbH & Co, 8500 Nürnberg Zündstoffmischung ohne Initialsprengstoff und Anordnung der Zündstoffmischung in einem Geschoß
DE3243425A1 (de) * 1982-11-24 1984-05-24 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 8000 München Anzuendmittel fuer treibladungen
US4508580A (en) * 1982-12-11 1985-04-02 Diehl Gmbh & Co. Incendiary mixture constituted of metals
DE3245907C2 (de) * 1982-12-11 1986-10-30 Diehl GmbH & Co, 8500 Nürnberg Verfahren zur Herstellung eines Brandmittel-Gemisches und dessen Verwendung in Munitionen
DE3321943C2 (de) * 1983-06-18 1987-08-20 Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf, De
EP0129081B1 (de) * 1983-06-18 1987-09-30 Dynamit Nobel Aktiengesellschaft Blei- und bariumfreie Anzündsätze
DE3841690A1 (de) * 1988-12-10 1990-06-13 Diehl Gmbh & Co Anzuendmischung
DE4220019A1 (de) * 1991-06-21 1992-12-24 Dynamit Nobel Ag Treibmittel fuer gasgeneratoren
DE19501889A1 (de) * 1994-01-24 1995-07-27 Nof Corp Verfahren zur Herstellung eines Zündmittelgranulats

Cited By (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1998003448A1 (de) * 1996-07-20 1998-01-29 Dynamit Nobel Gmbh Explosivstoff- Und Systemtechnik Thermische sicherung
US6453816B2 (en) 1996-07-20 2002-09-24 Dynamit Nobel Gmbh Explosivstoff-Und Systemtechnik Temperature fuse with lower detonation point
DE19805539A1 (de) * 1998-02-11 1999-08-12 Lell Peter Dipl Ing Dr Alternative Anzündverfahren für pyrotechnische Baugruppen
DE19807598A1 (de) * 1998-02-11 1999-10-21 Lell Peter Alternative Anzündverfahren
WO2000047538A3 (en) * 1999-02-02 2000-12-21 Ivan V Mendenhall Low particulate igniter composition for a gas generant
DE10083908B4 (de) * 1999-02-02 2006-04-27 Autoliv Development Ab Zünderzusammensetzung zum Anzünden eines gaserzeugenden Materials
WO2001040144A3 (de) * 1999-12-03 2002-04-11 Dynamit Nobel Gmbh Anzündmittel für treibladungspulver
EP1162183A1 (de) * 2000-06-07 2001-12-12 TRW Airbag Systems GmbH & Co. KG Anzündmischung zur Verwendung in Gasgeneratoren
US6599380B2 (en) 2000-06-07 2003-07-29 Trw Airbag Systems Gmbh & Co. Kg Guanidine-thermite igniter composition for use in gas generators
US6605167B1 (en) 2000-09-01 2003-08-12 Trw Inc. Autoignition material for a vehicle occupant protection apparatus
WO2002034696A3 (en) * 2000-10-26 2002-09-19 Metlite Alloys Pty Ltd Metal and metal oxide granules and forming process
US7806999B2 (en) 2000-10-26 2010-10-05 Dennis Gordon Verity Metal and metal oxide granules and forming process
US7985310B2 (en) 2000-10-26 2011-07-26 Denis Gordon Verity Metal and metal oxide granules, forming process and granule containing explosives

Also Published As

Publication number Publication date
WO1997023434A1 (de) 1997-07-03

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69906617T2 (de) Gaserzeugende Zusammensetzung für einen Airbag
EP0031045B1 (de) Verwendung von Zinkperoxid als Oxidationsmittel für Sprengstoffe und pyrotechnische Gemische
DE69103720T2 (de) Zündmittelzusammensetzung für Gasaufblasvorrichtung.
DE3321943C2 (de)
DE3031369C2 (de) Pyrotechnische Ladung aus Nebelsatz und Anzündsatz und Verfahren zur Herstellung der Nebelmischung und des Anzündsatzes
DE3820443C2 (de) Poröses Treibmittelkorn und Verfahren zu seiner Herstellung
EP0800496B1 (de) Blei- und barium-freie anzündsätze
DE69709583T2 (de) Gasgenerator für einen Airbag
DE19501889B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines Zündmittelgranulats
DE19548544A1 (de) Initialsprengstoff-freie Anzündmischung
EP0722429A1 (de) Gasgeneratortreibstoff
DE69418008T2 (de) Gaserzeugende Zusammensetzung zur Verwendung in Aluminiumbauteilen
DE10064285C1 (de) Gasgeneratortreibstoff-Zusammensetzung und deren Verwendung
DE69323410T2 (de) Gaserzeugungsmittel für airbags
EP0036481A2 (de) Verfahren zur Herstellung von kunststoffgebundenen Explosivstoffen und die bei dem Verfahren erhaltenen Explosivstoffe
DE3707694C2 (de)
DE3001793A1 (de) Verfahren zur herstellung eines katalysators fuer die ammoniaksynthese und danach hergestellter katalysator
DE60128128T2 (de) Metall und metalloxyd enthaltendes granulat und verfahren zur herstellung
DE19812372C2 (de) Gasgeneratortreibstoffe
EP0914305B1 (de) Thermische sicherung
DE3243425A1 (de) Anzuendmittel fuer treibladungen
EP2580175B1 (de) Verfahren zur herstellung und verwendung einer brennstoffhaltigen explosivstoffabmischung
DE10164381B4 (de) Signaturarmer und schadstoffreduzierter, pyrotechnischer Darstellungskörper
DE4302476C2 (de) Zündempfindliche elektrische Zündsätze mit schwachem detonativem Ausgang, Verfahren zu deren Herstellung, sowie deren Verwendung
AT404831B (de) Aufbereitung wasserhaltiger sprengstoffschlämme

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
8110 Request for examination paragraph 44
8131 Rejection