DE19547284C1 - Verfahren zur Bearbeitung von gedünnten Halbleiterscheiben - Google Patents
Verfahren zur Bearbeitung von gedünnten HalbleiterscheibenInfo
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- DE19547284C1 DE19547284C1 DE19547284A DE19547284A DE19547284C1 DE 19547284 C1 DE19547284 C1 DE 19547284C1 DE 19547284 A DE19547284 A DE 19547284A DE 19547284 A DE19547284 A DE 19547284A DE 19547284 C1 DE19547284 C1 DE 19547284C1
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- H10P50/286—
-
- H10P14/6342—
-
- H10P14/683—
Landscapes
- Formation Of Insulating Films (AREA)
- Weting (AREA)
Description
Bei der Herstellung von Halbleiterbauelementen ist es oftmals
nötig, Fertigungsprozesse an bereits gedünnten Halbleiter
scheiben (Wafers) durchzuführen. Aufgrund der häufig äußerst
geringen Dicke dieser Scheiben (ca. 100 µm) kann es hierbei
vermehrt zum Bruch der Scheiben kommen. Das führt in der Re
gel zu einer deutlichen Reduzierung der Ausbeute brauchbarer
Bauelemente. Um die Gefahr des Brechens bei der Bearbeitung
gedünnter Halbleiterscheiben zu vermindern, werden geeignete
Subträger (z. B. Folien, Glas- oder Saphirplättchen) verwen
det. Auf dieses Trägermaterial wird die gedünnte Halbleiter
scheibe mit Klebemittel aufgebracht. Träger- und Klebermate
rial müssen hierbei so gewählt werden, daß sie widerstandsfä
hig gegen die nachfolgend durchzuführenden Prozeßschritte
sind. Das anschließende Ablösen der Halbleiterscheiben von
diesen Subträgern erfolgt meist unter Einwirkung von Wärme
und/oder Lösungsmitteln. Üblicherweise werden die Scheiben
anschließend noch mit Lösungsmittel gereinigt. Eine derartige
Vorgehensweise ist z. B. aus der US 4 266 334 bekannt.
Bei der Herstellung z. B. von Multichipmodulen (MCM) und in
tegrierten Schaltungen finden Schichten auf der Basis von
Benzocyclobuten seit längerem Verwendung. Die Verwendung und
die Eigenschaften dieses Stoffes sind z. B. in den Veröffent
lichungen von D. Burdeaux et al. in J. Electron. Mat. 19,
1357 bis 1366 (1990), von M. J. Berry et al. in Proceedings
of ECTC 1990, 746 bis 750, von S. Bothra et al. in J.
Electron. Mat. 23, 819 bis 825 (1994), von P.E. Garrou et al.
in IEEE Transactions on Components, Hybrids, and Manufactu
ring Technology 16, 46 bis 51 (1993) und von M. Schier in J.
Electrochem. Soc. 142, 3238 bis 3240 (1995) beschrieben.
Schichten aus Benzocyclobuten, im folgenden mit BCB abge
kürzt, dienen auch als Planarisierungsschichten, um Oberflä
chentopographien auszugleichen, oder als dielektrische Zwi
schenschichten, um z. B. die Hochfrequenzeigenschaften von
Bauelementen zu optimieren. Von der Firma Dow Plastics der
Dow Chemical Company wird in Mesitylen gelöstes BCB unter der
Bezeichnung Cyclotene 3022® angeboten. Das BCB ist bereits
teilweise vorpolymerisiert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur
Bearbeitung von gedünnten Halbleiterscheiben anzugeben, das
einfach durchführbar ist und den Bruch von Halbleiterscheiben
weitgehend vermeidet.
Diese Aufgabe wird mit dem Verfahren mit den Merkmalen des
Anspruches 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus
den abhängigen Ansprüchen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine gedünnte Halb
leiterscheibe, die weiteren Prozeßschritten unterworfen wer
den soll, durch Aufbringen einer Schicht aus einem organi
schen Polymer stabilisiert. Die rückwärtige Oberseite der
Scheibe, die derjenigen Oberseite, die weiter bearbeitet wer
den soll, gegenüberliegt, wird mit einer Schicht aus einem
polymerisierbaren Material beschichtet. Dieses Material kann
bereits teilweise vorpolymerisiert sein. Nach dem Aufbringen
der Schicht wird das Material soweit polymerisiert, daß eine
ausreichende mechanische Stabilisierung der gedünnten Halb
leiterscheibe erzielt wird. Die gegenüberliegende Seite kann
dann weiteren Prozeßschritten unterworfen werden, wonach die
polymerisierte Schicht z. B. mittels eines anisotropen Ätz
verfahrens rückstandsfrei entfernt wird. Als Material für
diese Stabilisierungsschicht ist insbesondere BCB geeignet.
Das in Mesitylen gelöste, vorpolymerisierte BCB Cyclotene
3022® der Firma Dow Plastics ist in verschiedenen Graden der
Vorpolymerisation erhältlich und kann durch Wärmebehandlung
nahezu vollständig polymerisiert werden. Während des Polyme
risationsvorgangs verändert sich das vorher gelartige BCB zu
einer Schicht mit glasartigem Charakter.
In der beigefügten Figur ist das Verfahren im Schema darge
stellt. Auf der Rückseite einer Halbleiterscheibe SC ist eine
Schicht aus BCB aufgebracht. Die weitere Bearbeitung der
Scheibe erfolgt auf der gegenüberliegenden Seite, wie in der
Figur durch die auf die Oberseite nach unten weisenden Pfeile
angedeutet ist. Das anschließende Entfernen der BCB-Schicht
durch anisotropes Ätzen ist durch die nach oben weisenden
Doppelpfeile angedeutet.
Das Verfahren wird z. B. in der Weise durchgeführt, daß mit
Hilfe einer konventionellen Schleuder zum Aufbringen von Fo
tolack eine BCB-Schicht auf die Rückseite der gedünnten Halb
leiterscheibe aufgebracht wird. Bei niedriger Schleuderdreh
zahl und Verwendung von Cyclotene 3022-63® (zu 63% vorpolyme
risiertes BCB, d. h. der Anteil an bereits polymerisiertem
BCB beträgt 63%) können hierbei Schichtdicken von bis zu 25
µm erzielt werden. Bei einer Dicke der Halbleiterscheibe von
100 µm bedeutet das eine Verdickung um 25%, was zu einer
deutlichen Stabilisierung der Scheibe führt. Es kann zusätz
lich durch mehrfaches Aufschleudern von BCB-Schichten eine
weitere Steigerung der Stabilität erreicht werden.
Die Polymerisation dieser aufgebrachten BCB-Schicht erfolgt
anschließend durch eine Temperaturbehandlung der Scheibe z. B.
in einer Stickstoff- oder Argon-Atmosphäre. Das kann in
der Weise geschehen, wie in der Literatur beschrieben ist und
auch bei anderweitiger Verwendung von BCB in der Halbleiter
technologie verfahren wird. Sowohl in Umluftöfen, als auch
auf Heizplatten oder widerstandsbeheizten Heizschleifen kann
beim Einstellen geeigneter Temperaturverläufe ein Polymeri
sationsgrad des BCB von ca. 98% erreicht werden.
Wird die stabilisierende Schicht auf der Rückseite der Halb
leiterscheibe nicht mehr benötigt, kann sie vorzugsweise mit
tels anisotropen Ätzens rückstandsfrei entfernt werden. Das
geschieht z. B. mittels reaktiven Ionenätzens (RIE). Eine
Schicht aus BCB wird vorzugsweise durch Ätzen in einem sauer
stoff- und fluorhaltigen Plasma (z. B. O₂/CF₄ oder O₂/SF₆)
entfernt. Durch das anisotrope Ätzen ist hierbei sicherge
stellt, daß die bearbeitete Oberseite der Scheibe nicht be
einträchtigt wird. Geeignete Ätzprozesse sind z. B. auch in
der eingangs zitierten Literatur beschrieben.
Die erfindungsgemäße Methode zur Stabilisierung eines gedünn
ten Halbleiterwafers bietet die folgenden Vorteile:
Es ist kein Subträger erforderlich, so daß das Risiko, daß die Halbleiterscheibe beim Aufkleben oder Entfernen von dem Subträger brechen kann, und die Gefahr einer Verunreinigung der Oberseite des Halbleitermateriales durch Klebermaterial oder Lösungsmittel vermieden werden.
Es ist kein Subträger erforderlich, so daß das Risiko, daß die Halbleiterscheibe beim Aufkleben oder Entfernen von dem Subträger brechen kann, und die Gefahr einer Verunreinigung der Oberseite des Halbleitermateriales durch Klebermaterial oder Lösungsmittel vermieden werden.
Nach dem Aufbringen der stabilisierenden Schicht bleibt die
äußere Form der gedünnten Halbleiterscheibe erhalten. Es be
steht daher keine Beeinträchtigung bei der Verwendung von
Standardvorrichtungen zur Behandlung der Halbleiterscheiben,
wie sie z. B. bei größeren, seitlich überstehenden Subträgern
zu erwarten ist.
Insbesondere eine Stabilisierungsschicht aus BCB ist extrem
resistent gegenüber naßchemischen Ätzmitteln (Säuren, Basen),
Lösungsmitteln und Fotochemikalien (Fotolacke und Entwickler
flüssigkeiten). D. h., bei einer weiteren Behandlung der Vor
derseite der Halbleiterscheibe bleibt die rückseitige Stabi
lisierungsschicht aus BCB unbeeinflußt, und eine Kontamina
tion der zu bearbeitenden Oberfläche durch Bestandteile die
ser Stabilisierungsschicht ist ausgeschlossen.
Im Gegensatz zu den üblichen Klebermaterialien, die bei der
Verwendung eines Subträgers benötigt werden, ist eine polyme
risierte BCB-Schicht bis 350°C temperaturstabil.
Durch mehrfaches Aufschleudern von polymerisierbaren Schich
ten kann die Stabilität der gedünnten Halbleiterscheibe den
jeweiligen Erfordernissen entsprechend erhöht werden.
Insbesondere bei Verwendung von BCB steht eine umfassend in
der Literatur dokumentierte und weit entwickelte Technik zur
Bearbeitung dieses Materiales zur Verfügung.
Claims (7)
1. Verfahren zur Bearbeitung von gedünnten Halbleiterschei
ben,
bei dem auf eine Seite der Halbleiterscheibe eine Schicht aus einem polymerisierbaren Material aufgebracht wird,
dieses Material polymerisiert wird, so daß die gedünnte Halb leiterscheibe ausreichend mechanisch stabilisiert wird,
die gegenüberliegende Seite der Halbleiterscheibe vorgesehe nen Prozeßschritten unterworfen wird und danach die polymeri sierte Schicht durch Ätzen wieder entfernt wird.
bei dem auf eine Seite der Halbleiterscheibe eine Schicht aus einem polymerisierbaren Material aufgebracht wird,
dieses Material polymerisiert wird, so daß die gedünnte Halb leiterscheibe ausreichend mechanisch stabilisiert wird,
die gegenüberliegende Seite der Halbleiterscheibe vorgesehe nen Prozeßschritten unterworfen wird und danach die polymeri sierte Schicht durch Ätzen wieder entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
bei dem ein polymerisierbares Material verwendet wird, das
höchstens teilweise polymerisiertes Benzocyclobuten enthält,
das zur Polymerisierung erwärmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
bei dem Benzocyclobuten verwendet wird, das in Mesitylen ge
löst ist.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
bei dem die Polymerisierung des Benzocyclobutens in einer
Stickstoff- oder Argon-Atmosphäre erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
bei dem die polymerisierte Schicht mittels eines anisotropen
Ätzverfahrens entfernt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
bei dem die polymerisierte Schicht mittels reaktiven Ionenät
zens (RIE) entfernt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
bei dem die polymerisierte Schicht in einem sauerstoff- und
fluorhaltigen Plasma entfernt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19547284A DE19547284C1 (de) | 1995-12-18 | 1995-12-18 | Verfahren zur Bearbeitung von gedünnten Halbleiterscheiben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19547284A DE19547284C1 (de) | 1995-12-18 | 1995-12-18 | Verfahren zur Bearbeitung von gedünnten Halbleiterscheiben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19547284C1 true DE19547284C1 (de) | 1996-12-19 |
Family
ID=7780476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19547284A Expired - Fee Related DE19547284C1 (de) | 1995-12-18 | 1995-12-18 | Verfahren zur Bearbeitung von gedünnten Halbleiterscheiben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19547284C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1249043B1 (de) * | 1999-11-26 | 2010-03-03 | United Monolithic Semiconductors GmbH | Integrierter limiter und verfahren zur herstellung eines integrierten limiters |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4266334A (en) * | 1979-07-25 | 1981-05-12 | Rca Corporation | Manufacture of thinned substrate imagers |
-
1995
- 1995-12-18 DE DE19547284A patent/DE19547284C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4266334A (en) * | 1979-07-25 | 1981-05-12 | Rca Corporation | Manufacture of thinned substrate imagers |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1249043B1 (de) * | 1999-11-26 | 2010-03-03 | United Monolithic Semiconductors GmbH | Integrierter limiter und verfahren zur herstellung eines integrierten limiters |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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