DE19545655A1 - Kaskadierbarer Laderegler - Google Patents
Kaskadierbarer LadereglerInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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- Charge And Discharge Circuits For Batteries Or The Like (AREA)
Description
Stromerzeugende Sonnenkollektoren (sogenannte Paneele) werden
zum Aufladen von Bleiakkumulatoren verwendet. Um den Akkumulator
vor schädlicher Überladung sowie Entladung über das Paneel zu
schützen, wird zwischen Paneel und Akkumulator ein Laderegler
geschaltet, der bei Erreichen der Ladeschlußspannung den Strom
fluß vom Paneel zum Akkumulator abschaltet, bei Erreichen der
unteren Ladespannung den Ladestrom wieder zuschaltet (Zweipunkt
regler mit Hysterese) und einen Rückstrom vom Akkumulator zum
Paneel unterbindet. Die Hysterese wird zum Zwecke einer mög
lichst guten Paneelauslastung sehr klein gewählt.
Werden größere Ladeströme gefordert, so schaltet man mehrere Pa
neele parallel auf einen Laderegler und Akkumulator. In der
DE-Offenlegungsschrift 40 26 526 wird eine Schaltungsanordnung zum
Aufladen einer einem Photovoltaiksystem großer Leistung nachge
schalteten Batterie beschrieben. Das Photovoltaiksystem besteht
aus mindestens zwei Gruppen von Solarzellenmodulen aufweisenden
Solargeneratoren. Ein Solargenerator ist über einen Laderegler
und die restlichen Solargeneratoren sind jeweils über ein
Schaltelement an die Batterie angeschlossen. Die Einheit aus
erstem Solargenerator und Laderegler liefert einen zwischen Null
und einem oberen Höchstwert einstellbaren Ladestrom. Die anderen
Solargeneratoren sind derart ausgelegt, daß sie jeweils einen
Ladestrom liefern, der das 1-, 2-, 3- oder 4-fache usw. des
Höchstwertes des einstellbaren Ladestromes beträgt.
Aufgrund des hohen Summenstromes ist diese Schaltungsanordnung
elektrisch und wirtschaftlich problematisch. Der Laderegler wird
in diesem Fall auch nicht dazu eingesetzt, bei Erreichen der
Ladeschlußspannung den Stromfluß vom Paneel zum Akkumulator
abzuschalten und einen Rückstrom vom Akkumulator zum Paneel zu
unterbinden.
Eine weitere Anordnung wird im US-Patent 5,256,957 beschrieben.
Hier geht es um den Ladeprozeß bei Akkumulatoren und die Schalt
kreisversion für die Realisierung dieses Prozesses. Der Ladezu
stand eines zu 100% geladenen Akkumulators wird gemessen an dem
Extremwert eines Parameters (S), welcher in Beziehung steht zur
inneren Spannung oder dem inneren Widerstand des Akkumulators.
Der Extremwert kann durch elektronische analog-digitale oder
Computerschaltkreise gemessen werden. Dies ist ein sogenannter
"intelligenter Laderegler", der sich jedoch auf die Anordnung
einer Stromquelle und einen Akkumulator bezieht.
Bei dem US-Patent 5,270,636 handelt es sich um einen MPP-Tracker
(Maximum Power Point). Ein Regelschaltkreis kontrolliert den
Stromfluß von einer photovoltaischen Stromquelle zu einer Bat
terie, um die Umwandlung von Solarenergie in elektrische Energie
zu verbessern. Zwei Transistoren schalten in einer hohen Fre
quenz, um den mittleren Stromfluß zur Batterie zu regeln. Die
Quelle wird so geregelt, daß eine maximale Spannung produziert
wird, und die Ausgangsspannung wird so geregelt, daß eine opti
male Batterieladespannung geliefert wird. Diese Schaltung ermög
licht die optimale Paneelauslastung. Auch hier ist die Anordnung
von nur einer Stromquelle und einem Akkumulator vorgesehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, einzelne Paneele von Sonnenkollek
toren so zu gestalten, daß sie zu individuellen und beliebig
großen, kompletten Anlagen zusammengesetzt werden können. Da
durch werden, je nach Anzahl der einzelnen Paneele, unterschied
lich große Ladeströme erzeugt. Es besteht außerdem die Möglich
keit, vorhandene Anlagen nachzurüsten.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht in einem Laderegler, welcher
direkt an einem Paneel angeschlossen wird und gemeinsam mit wei
teren Ladereglern auf einem Akkumulator arbeitet. Dadurch wird
eine leichte, kostengünstige Skalierarbeit der geforderten Pa
neelleistung bei einem guten Gesamtwirkungsgrad erreicht.
Wird die Konfiguration mit herkömmlichen Ladereglern aufgebaut,
zeigen sich im Betrieb nachteilige Effekte. Deshalb ist eine
weitere erfindungsgemäße Lösung, daß eine auf dem Regler befind
liche Ablaufsteuerung, die in einem, von einem Intervall-Timer
vorgegebenen festen Zeitintervall (z. B. alle 10s) einen Meßzy
klus startet. Der Ladestrom wird zwangsabgeschaltet und der
Reglerausgang gesperrt. Dann wird die Akkumulatorspannung gemes
sen. Der Laderegler wird entriegelt und gemäß der gemessenen
Akkumulatorspannung eingestellt. Anschließend wird der Lade
regler wieder verriegelt und die Zwangsabschaltung zurückge
setzt. Der Ladereglerausgang wird freigegeben.
Die Erfassung der Akkumulatorspannung entsprechend der erfin
dungsgemäßen Lösung ist nur sinnvoll, wenn alle Regler zum glei
chen Zeitpunkt ihren Meßzyklus starten und damit die Verbin
dungsleitungen zum Akkumulator während des Meßzyklus′ vollstän
dig stromlos sind. Da jeder Regler über eine eigene Ablaufsteue
rung mit dazugehöriger Zeitbasis verfügt, ist es deshalb erfor
derlich, die Regler untereinander zu synchronisieren. Erreicht
wird dies durch einen Flankendetektor, der das sprunghafte Ab
sinken der Spannung um einen bestimmten Betrag auf der gemein
samen Sammelleitung erkennt und daraufhin den Meßzyklus schon
vor Ablauf des eigenen Intervall-Timers startet. Da es aufgrund
der Leitungs- und Übergangswiderstände beim Starten des Meßzy
klus′ auf einem Regler durch die Zwangsabschaltung des Lade
stroms zu solch einem sprunghaften Absinken der Spannung auf der
Sammelleitung kommt, werden auf allen anderen Reglern durch die
Synchronisation gleichzeitig die Meßzyklen gestartet. Diese
Synchronisation erfolgt dann während der gesamten Ladephase bei
jeder neuen Einleitung eines Meßzyklus′, unabhängig von welchem
Regler dies geschieht. Nach Erreichen der Ladeschlußspannung ist
eine Synchronisation nicht mehr möglich, da kein Ladestrom mehr
fließt und damit keine Flankenerkennung erfolgen kann. Hier ist
jedoch auch keine Synchronisation erforderlich, da die Verbin
dungsleitungen ohnehin stromlos sind. Ähnliches gilt auch bei zu
kleinen Ladeströmen, wie sie bei gering beleuchteten Paneelen
auftreten.
Die Schaltungsanordnung und das Verfahren zum Regeln der Akkumu
latorspannung werden an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Die
dazugehörigen Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine prinzipielle Anordnung bei Akkumulatorladung mit n
Paneelen,
Fig. 2 eine Schaltungsanordnung des kaskadierbaren Ladereglers.
Die prinzipielle Anordnung bei Akkumulatorladung mit n Solarpa
neelen wird in Fig. 1 dargestellt. Die mit den Solarpaneelen 2₁,
2₂, . . . 2 n verbundenen Laderegler 1₁, 1₂, . . . 1 n sind über eine
gemeinsame Sammelleitung 4 auf den Akkumulator 3 geschaltet.
Aufgrund der räumlichen Trennung von Paneelen 2₁, 2₂, . . . 2 n und
Akkumulator 3 ergeben sich längere Verbindungsleitungen. Das hat
einen Spannungsabfall von 2ΔU₁ an den Leitungs- und Übergangs
widerständen zur Folge, der bei hohen Ladeströmen IL in der Größe
der geforderten Schalthysterese und darüber liegen kann. Deshalb
ist es erforderlich, den Laderegler entsprechend Fig. 2 aufzubauen.
Die in Fig. 2 dargestellte Schaltungsanordnung des kaskadier
baren Ladereglers kann folgendermaßen beschrieben werden:
Der Paneelstrom IP aus dem Solarpaneel 2 gelangt über ein Stell
glied 9 als Ladestrom IL auf die Sammelleitung 4. Die Spannung an
der Sammelleitung 4 liegt an einem Zwei-Punkt-Regler 8 an, der
das Ausgangssignal für das Stellglied 9 liefert. Die Akkumula
torspannung wird vom Zwei-Punkt-Regler 8 nur im stromlosen Zu
stand erfaßt und ausgewertet. Dadurch werden das Meßergebnis
verfälschende Spannungsabfälle auf den Verbindungsleitungen
vermieden. Erreicht wird dies durch eine Ablaufsteuerung 6, die
in einem, von einem Intervall-Timer 5 vorgegebenen festen Zeit
intervall (z. B. alle 10s) einen Meßzyklus mit folgendem Ablauf
startet:
- a) Zwangsabschaltung des Ladestroms IL, Sperren des Regler ausgangs,
- b) Messen der Akkumulatorspannung,
- c) Entriegeln des Zwei-Punkt-Reglers 8,
- d) Einstellen des Zwei-Punkt-Reglers 8 gemäß der gemessenen Akkumulatorspannung,
- e) Verriegeln des Zwei-Punkt-Reglers 8,
- f) Zurücksetzen der Zwangsabschaltung, Freigabe des Regler ausgangs.
Durch den Flankendetektor 7 wird der Meßzyklus gestartet, wenn
das sprunghafte Absinken der Spannung um einen bestimmten Betrag
auf der gemeinsamen Sammelleitung 4 erkannt wird. Dadurch wird
der Meßzyklus schon vor Ablauf des eigenen Intervall-Timers 5
gestartet.
Die Erfassung der Akkumulatorspannung hat nur Sinn, wenn alle
Laderegler 1₁, 1₂, . . . 1 n zum gleichen Zeitpunkt ihren Meßzyklus
starten und damit die Verbindungsleitungen zum Akkumulator 3
während des Meßzyklus′ vollständig stromlos sind. Da jeder La
deregler 1₁, 1₂, . . . 1 n über eine eigene Ablaufsteuerung mit
dazugehöriger Zeitbasis verfügt, ist es deshalb erforderlich,
die Laderegler 1₁, 1₂, . . . 1 n untereinander zu synchronisieren.
Erreicht wird dies durch einen Flankendetektor 7, der das
sprunghafte Absinken der Spannung um einen bestimmten Betrag auf
der gemeinsamen Sammelleitung 4 erkennt und daraufhin den Meßzy
klus schon vor Ablauf des eigenen Intervall-Timers 5 startet. Da
es aufgrund der Leitungs- und Übergangswiderstände beim Starten
des Meßzyklus′ auf einem Laderegler 1₁, 1₂, . . . 1 n durch die
Zwangsabschaltung des Ladestroms IL zu solch einem sprunghaften
Absinken der Spannung auf der Sammelleitung 4 kommt, werden auf
allen anderen Laderegler 1₁, 1₂, . . . 1 n durch die Synchronisation
gleichzeitig die Meßzyklen gestartet. Diese Synchronisation
erfolgt dann während der gesamten Ladephase bei jeder neuen
Einleitung eines Meßzyklus′, unabhängig von welchem Laderegler
1₁, 1₂, . . . 1 n dies geschieht.
Nach Erreichen der Ladeschlußspannung ist eine Synchronisation
nicht mehr möglich, da kein Ladestrom mehr fließt und damit
keine Flankenerkennung erfolgen kann. Hier ist jedoch auch keine
Synchronisation erforderlich, da die Verbindungsleitungen ohne
hin stromlos sind. Ähnliches gilt auch bei zu kleinen Ladeströ
men, wie sie bei gering beleuchteten Paneelen auftreten.
Claims (6)
1. Schaltungsanordnung zur Ladung eines Akkumulators mit meh
reren Solarpaneelen und einem Akkumulator, dadurch gekenn
zeichnet, daß jedem der Solarpaneele (2₁, 2₂, . . . , 2 n) ein
Laderegler (1₁, 1₂, . . . , 1 n) zugeordnet ist und über eine
gemeinsame Sammelleitung (4) auf den Akkumulator (3) ge
schaltet sind.
2. Schaltungsanordnung des kaskadierbaren Ladereglers beste
hend aus einem Solarpaneel und einem Laderegler, dadurch
gekennzeichnet, daß der Paneelstrom aus dem Solarpaneel (2₁,
2₂, oder 2 n) über ein Stellglied (9) als Ladestrom auf eine
Sammelleitung (4) gelangt, wobei die Spannung auf der Sam
melleitung (4) an einem Zwei-Punkt-Regler (8) anliegt, der
das Ausgangssignal für ein Stellglied (9) liefert, und eine
Ablaufsteuerung (6) startet, die in einem, von einem Inter
vall-Timer (5) vorgegebenen festen Zeitintervall einen
Meßzyklus startet, und daß ein Flankendetektor (7) bei
sprunghaftem Absinken der Spannung auf der Sammelleitung
(4) den Meßzyklus vor Ablauf des Intervall-Timers (5) star
tet.
3. Schaltungsanordnung des kaskadierbaren Ladereglers nach An
spruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwei-Punkt-Regler
(8) mit sehr kleiner Hysterese arbeitet.
4. Verfahren zur Regelung des kaskadierbaren Ladereglers, da
durch gekennzeichnet, daß
- a) der Ladestrom zwangsabgeschaltet und der Reglerausgang gesperrt,
- b) die Akkumulatorspannung gemessen,
- c) der Zwei-Punkt-Regler (8) entriegelt,
- d) der Zwei-Punkt-Regler (8) gemäß der gemessenen Akkumu latorspannung eingestellt,
- e) der Zwei-Punkt-Regler (8) verriegelt,
- f) die Zwangsabschaltung zurückgesetzt und der Regleraus gang freigegeben wird.
5. Verfahren zur Regelung des kaskadierbaren Ladereglers nach
Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß alle Regler zum
gleichen Zeitpunkt ihren Meßzyklus starten.
6. Verfahren zur Regelung des kaskadierbaren Ladereglers nach
Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Synchronisation
aller Regler der Meßzyklus bei sprunghaftem Absinken der
Spannung vor Ablauf des eigenen Intervall-Timers gestartet
wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995145655 DE19545655A1 (de) | 1995-12-07 | 1995-12-07 | Kaskadierbarer Laderegler |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995145655 DE19545655A1 (de) | 1995-12-07 | 1995-12-07 | Kaskadierbarer Laderegler |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19545655A1 true DE19545655A1 (de) | 1997-06-12 |
Family
ID=7779443
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995145655 Withdrawn DE19545655A1 (de) | 1995-12-07 | 1995-12-07 | Kaskadierbarer Laderegler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19545655A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19740433B4 (de) * | 1997-09-11 | 2006-11-16 | Solarc Innovative Solarprodukte Gmbh | Mobiles kombiniertes Energieversorgungsgerät mit wahlweisem Solar- oder Netzstrombetrieb |
| US9780564B2 (en) | 2012-09-28 | 2017-10-03 | Eaton Corporation | Dual-input inverter and method of controlling same |
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| EP0311460A2 (de) * | 1987-10-09 | 1989-04-12 | Norvik Technologies Inc. | Batterielader |
| DE4032569C2 (de) * | 1990-10-13 | 1993-01-14 | Flachglas-Solartechnik Gmbh, 5000 Koeln, De | |
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| DE4442105A1 (de) * | 1993-11-26 | 1995-06-08 | Hughes Aircraft Co | Schaltspannungsbegrenzer für eine Solarpanelgruppe |
-
1995
- 1995-12-07 DE DE1995145655 patent/DE19545655A1/de not_active Withdrawn
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| US9780564B2 (en) | 2012-09-28 | 2017-10-03 | Eaton Corporation | Dual-input inverter and method of controlling same |
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