DE19544126A1 - Hochdruckhydrolager - Google Patents
HochdruckhydrolagerInfo
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- F16F13/00—Units comprising springs of the non-fluid type as well as vibration-dampers, shock-absorbers, or fluid springs
- F16F13/04—Units comprising springs of the non-fluid type as well as vibration-dampers, shock-absorbers, or fluid springs comprising both a plastics spring and a damper, e.g. a friction damper
- F16F13/06—Units comprising springs of the non-fluid type as well as vibration-dampers, shock-absorbers, or fluid springs comprising both a plastics spring and a damper, e.g. a friction damper the damper being a fluid damper, e.g. the plastics spring not forming a part of the wall of the fluid chamber of the damper
- F16F13/08—Units comprising springs of the non-fluid type as well as vibration-dampers, shock-absorbers, or fluid springs comprising both a plastics spring and a damper, e.g. a friction damper the damper being a fluid damper, e.g. the plastics spring not forming a part of the wall of the fluid chamber of the damper the plastics spring forming at least a part of the wall of the fluid chamber of the damper
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- Combined Devices Of Dampers And Springs (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lager zur dämpfenden
Anordnung schwingender Massen mit einem Auflageranschluß und
einem Widerlageranschluß gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
Solche Lager werden überall dort eingesetzt, wo die Schwingun
gen schwingender Massen klein gehalten werden müssen, d. h.
also die Amplituden dieser Schwingungen gedämpft werden müs
sen. Neben dieser Anforderung müssen diese Lager aber auch
noch dafür sorgen, daß der von den schwingenden Massen ausge
hende Körperschall an der Ausbreitung in die Umgebung gehin
dert wird, d. h. sie müssen für eine Entkopplung der schwingen
den Massen von der ganz allgemein gesagt Aufnahmeeinrichtung
sorgen, so daß die Fortleitung des Körperschalles von der
schwingenden Masse auf die Aufnahmeeinrichtung behindert wird.
Ein typischer Anwendungsfall eines solchen eine dämpfende
Funktion ausführenden Lagers ist die Lagerung des Motors eines
Kraftfahrzeuges, da der Motor aufgrund seiner rotierenden und
oszillierenden Massen, die periodisch auftretenden Gaskräfte
der Arbeitsspiele, die Drehschwingungen der Kurbelwelle und
auch seiner Nebenaggregate mechanische und akustische Schwin
gungen verursacht, die sich auch in den Innenraum des Kraft
fahrzeuges fortsetzen und dort störend zum Ausdruck kommen.
Zur Lagerung solcher schwingender Massen werden insbesondere
im Kraftfahrzeugbau sogenannte Hydrolager eingesetzt, die auf
grund der Eigenmasse des Motors mit einer statischen Last be
aufschlagt werden und aufgrund der vorstehend geschilderten
Schwingungen des Motors beim Betrieb des Kraftfahrzeuges mit
dynamischen Belastungen konfrontiert werden.
In diesen bekannten Hydrolager ist regelmäßig ein Arbeitsfluid
eingeschlossen, welches zwischen einer Arbeitskammer und einer
Ausgleichskammer strömen kann und bei dieser Strömung hydrau
lische Dämpfungsarbeit verrichtet und damit für eine Umwand
lung der Schwingungsenergie in dissipative Energie sorgt.
Aufgrund der statischen Belastung dieser bekannten Lager wei
sen diese regelmäßig eine gummielastische Tragfeder auf, die
über eine Stoffschlußverbindung an Bauteilen aus Metall des
Lagers festgelegt ist. Diese Tragfeder muß dabei, da sie die
von der Eigenmasse des Motors herrührende Last aufnehmen muß
und aus einem gummielastischen Werkstoff gebildet ist, mit
großen Querschnittsabmessungen ausgebildet werden, damit unzu
lässige Spannungen innerhalb der Tragfeder vermieden werden.
Es ist auch bereits ein Lager bekannt geworden, welches neben
der vorstehend geschilderten Tragfeder eine zweite Federein
richtung in der Form einer Schraubenfeder aus Stahl besitzt,
was dazu führt, daß die hauptsächlich in vertikaler Richtung
verlaufende statische Last von dieser Schraubenfeder aufgenom
men wird und die in radialer Richtung des Lagers verlaufenden
Lasten, welche beispielsweise aus den ebenfalls vorstehend be
schriebenen Schwingungen herrühren, von der Tragfeder aufge
nommen werden.
Diese bekannten Lager verrichten ohne Ausnahme hydraulische
Dämpfungsarbeit dadurch, daß das innerhalb der Arbeitskammer
des Lagers vorgesehene Arbeitsfluid durch einen Ringkanal in
eine Ausgleichskammer gedrückt wird, die von einer Rollmembran
nach außen abgeschlossen wird. Die von einem solchen bekannten
Lager geleistete hydraulische Dämpfungsarbeit hängt von der
Menge des zwischen den Kammern bewegten Arbeitsfluides und von
der Druckdifferenz zwischen den Kammern ab.
Wie vorstehend bereits erwähnt, werden solche Hydrolager oft
mals im Kraftfahrzeugbau eingesetzt. Aufgrund der Ressourcen
schonung und anderer Einflüsse ist es ein seit langem ange
strebtes Ziel der Automobilindustrie, den sogenannten Flotten
verbrauch zu senken, weshalb neben verbrauchsarmen Motoren
auch kleinere Kraftfahrzeuge angestrebt werden.
Bei kleineren Kraftfahrzeugen nimmt selbstverständlich auch
der Bauraum ab, der zur Lagerung des Motors zur Verfügung
steht und somit auch der für die Anordnung des Lagers zur Ver
fügung stehende Raum. Dies macht es deutlich, daß für die An
ordnung eines Motors eines solchen Kraftfahrzeuges nur solche
Lager zum Einsatz kommen können, welche mit dem geringen zur
Verfügung stehenden Bauraum auskommen, da auch bei kleineren
Fahrzeugen die Anforderungen an den Benutzungskomfort bestehen
bleiben. Ein Gedanke könnte nun lauten, ein bekanntes Lager
lediglich in seinen Größenabmessungen zu verkleinern. Dies
führt aber zu dem Problem, daß damit die für die hydraulische
Dämpfungsarbeit zur Verfügung stehende Pumpfläche ebenfalls
abnimmt, so daß keine ausreichende Dämpfung mehr erzielt wer
den kann mit entsprechenden Einbußen hinsichtlich der Ansprü
che bezüglich des Benutzungskomforts.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher angesichts der vorste
hend geschilderten technischen Probleme die Aufgabe zugrunde,
ein Lager zur dämpfenden Anordnung schwingender Massen, insbe
sondere einer Verbrennungskraftmaschine eines Kraftfahrzeuges
zu schaffen, welches bei nur kleinem zur Verfügung stehenden
Bauraum eingesetzt werden kann und sowohl mechanisch dauerhaft
belastbar ist als auch gute akustische Eigenschaften aufweist.
Die Erfindung weist zur Lösung dieser Aufgabe die im Anspruch
1 angegebenen Merkmale auf.
Vorteilhafte Ausgestaltungen hiervon sind Gegenstand der wei
teren Ansprüche.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß aufgrund der
Verkleinerung der Pumpfläche bei einem kleinen Lager eine
deutliche Erhöhung der Druckdifferenz zwischen den Räumen ein
gestellt werden muß, zwischen denen das Arbeitsfluid einen
Fluidaustausch erfahren kann.
Erfindungsgemäß ist daher ein Lager zur dämpfenden Anordnung
schwingender Massen mit einem Auflageranschluß und einem Wi
derlageranschluß sowie einer ersten Federeinrichtung zur Auf
nahme von dem wesentlichen in vertikaler Richtung wirkender
Lasten sowie einer zweiten Federeinrichtung zur Aufnahme in
vertikaler und/oder in radialer Richtung des Lagers wirkender
Lasten vorgesehen, welches mindestens einen Kolben besitzt,
der den Lagerinnenraum in mindestens zwei druckfeste Kammern
unterteilt.
Es bedeutet dies mit anderen Worten, daß das erfindungsgemäße
Lager aufgrund der druckfesten Ausgestaltung der durch den
Kolben getrennten Kammern mit einer hohen Druckdifferenz zwi
schen den Kammern beaufschlagt werden kann, so daß es die zur
Dämpfung unerwünschter Schwingungen erforderliche hydraulische
Dämpfungsarbeit nicht mit einem großen Volumen an Arbeitsfluid
leistet, welches zwischen den Kammern hin- und herbewegt wird,
sondern aufgrund der zwischen den Kammern bestehenden großen
Druckdifferenz. Beim Betrieb des erfindungsgemäßen Lagers
steigt der Druck dabei innerhalb des Lagerinnenraumes und der
dort gebildeten Kammern auf Werte von im Bereich bis zu etwa
50 bar an, einen Bereich also, bei dem bekannte mit einer
Rollmembran gebildete Lager versagen würden.
Es ist dabei gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die zweite
Federeinrichtung eine gummielastische Tragfeder ist, die eine
weitgehend topfförmige Ausbildung besitzt und zumindest be
reichsweise den Lagerinnenraum begrenzt. Diese Tragfeder kann
dabei in vertikaler Richtung des Lagers steifer ausgebildet
sein als in radialer Richtung des Lagers, so daß sie zusätz
lich zu der ersten Federeinrichtung, die beispielsweise in der
Form einer Schraubenfeder ausgebildet sein kann, in vertikaler
Richtung des Lagers verlaufende Kraftkomponenten aufnehmen
kann und aber gleichzeitig auch in radialer Richtung des La
gers gerichtete Kraftkomponenten aufnimmt.
Die Ausgestaltung der Tragfeder hinsichtlich ihrer Wandstärke
und ihrer geometrischen Konfiguration hängt dabei auch davon
ab, welche Steifigkeit sie aufweisen muß, um in Abhängigkeit
von der Druckdifferenz zwischen den Kammern und den beim Be
trieb des erfindungsgemäßen Lagers im Lagerinnenraum herr
schenden Druck dauerhaft druckfeste Kammern auszubilden, zwi
schen denen ein Austausch des Arbeitsfluides stattfinden kann.
Die Steifigkeit der Kammern, die durch die Steifigkeit der
Tragfeder einerseits und die Steifigkeit der sie weiterhin be
grenzenden Wandfläche, also des Kolbens bestimmt wird, kann
auf beliebige Belastungsfälle über die Auswahl des Werkstoffes
der Tragfeder und des Kolbens und ihre geometrische Konfigura
tion vorbestimmbar bestimmt werden.
Gemäß der Erfindung ist es dabei vorgesehen, daß der Kolben
eine ringförmige Ausbildung besitzt und mindestens eine Dich
tungseinrichtung aufweist, die an der Mantelinnenfläche der
gummielastischen Tragfeder vorgespannt verschiebbar anliegt.
Es bedeutet dies mit anderen Worten, daß der Kolben entlang
seiner Dichtungseinrichtung, die beispielsweise in der Form
einer oder mehrerer Dichtlippen ausgebildet sein kann, unter
Vorspannung entlang der gummielastischen Tragfeder verschieb
bar anliegt. Der Kolben kann dabei eine solche Ausbildung auf
weisen und im Bereich seiner Anlage an der Tragfeder eine sol
che Stellung zu der Tragfeder besitzen, daß er einseitig oder
doppelseitig wirkt. Die einseitige oder doppelseitige Wirkung
des Kolbens bedeutet dabei, daß er im Fall der einseitigen
Wirkung nur mit großem Widerstand gegen das innerhalb einer
Kammer angeordnete weitgehend inkompressible Arbeitsfluid ver
schiebbar ist, während er sich in die hierzu entgegengesetzte
Richtung ohne großen Widerstand verschieben läßt oder aber im
Falle der doppelseitigen Wirkung, insbesondere dann, wenn er
beidseitig von Arbeitskammern umgeben ist, sich in beide
Richtungen nur mit großem Widerstand verschieben läßt.
In Fortführung der Erfindung ist dabei vorgesehen, daß der
Kolben im Bereich seiner ringförmigen Ausbildung aus einem
gummielastischen Werkstoff gebildet ist und der so gebildete
Ringkörper an einer topfförmigen weitgehend starren Aufnahme
befestigt ist, welche eine Relativbewegung zwischen dem Aufla
geranschluß und dem Widerlageranschluß auf dem Kolben über
trägt.
Durch die Ausbildung des Kolbens aus einem gummielastischen
Werkstoff kann seine Steifigkeit in weiten Bereichen so ange
paßt werden, daß er einerseits die zur Erzeugung des Druckes
für die hydraulische Dämpfungsarbeit erforderliche Festigkeit
besitzt und aber auch andererseits einer wirkungsvollen Ent
kopplung nicht entgegensteht.
Hinsichtlich einer solchen wirkungsvollen Entkopplung ist da
bei gemäß der Erfindung vorgesehen, daß der Ringkörper an der
Aufnahme mit Spiel und/oder geringer Steifigkeit befestigt
ist.
Hierdurch wird erreicht, daß der ringförmige gummielastische
Kolben bei kleinen hochfrequenten Störamplituden keine Bewe
gung ausführt und in diesem Fall in erster Linie die Werk
stoffdämpfung der Tragfeder und des Kolbens für eine Schwin
gungsisolierung sorgt, während bei großen niederfrequenten
Störamplituden eine Bewegung des Kolbens stattfindet. Hier
durch wird in später noch zu beschreibender Weise hydraulische
Dämpfungsarbeit verrichtet.
Wie bereits vorstehend erwähnt, kann es von Vorteil sein, daß
der Kolben in erster Linie weitgehend einseitig wirkend arbei
tet, wobei hierzu gemäß der Erfindung vorgesehen ist, daß der
Kolben die erste Federeinrichtung umgibt und so an der Tragfe
der verschiebbar anliegt, daß die Dichtungseinrichtung in Form
einer oder mehrerer Dichtlippen bei einer auf das Lager wir
kenden Last gegen die Mantelinnenfläche der Tragfeder gedrückt
wird. Wenn die Dichtungseinrichtung so gegen die Mantel
innenfläche der Tragfeder gedrückt wird, entsteht im Belas
tungsfall eine zusätzliche Dichtwirkung zwischen der Dich
tungseinrichtung und der Mantelinnenfläche, während sich bei
einer Entlastung nach der Belastung eine entgegengesetzte Wir
kung einstellt und damit der Kolben leicht wieder in seine
Ausgangsstellung zurückkehren kann.
Nach der Erfindung kann zwischen den druckfesten Kammern ein
Fluidaustausch mittels mindestens eines in dem Ringkörper
und/oder der starren Aufnahme vorgesehenen Durchlasses statt
finden. Dieser Fluidaustausch zwischen den druckfesten Kammern
ist dabei in vorteilhafter Weise mittels an und/oder in den
Durchlässen vorgesehener Einrichtungen steuerbar.
Die Steuerbarkeit des Fluidaustausch bedeutet dabei, daß bei
spielsweise über eine elektronische Einrichtung ein in dem
Durchlaß angeordnetes steuerbares Ventil die Steuerung des
Fluidaustausches zwischen den druckfesten Kammern möglich ist,
um beispielsweise auf verschiedene Belastungsfälle mit unter
schiedlichen Dämpfungskennlinien zu reagieren. Es ist aber auch
möglich, eine derartige Einflußnahme auf die Dämpfungskennlinien
über einen über den Axialweg des Kolbens variabel
ausgeführten Strömungsquerschnitt des Durchlasses zu erhalten.
Hierdurch sind in vorteilhafter Weise nichtlineare Cha
rakteristika der Dämpfung zu erreichen.
Es ist dabei gemäß der Erfindung vorgesehen, daß mindestens
eine der druckfesten Kammern eine mit einem Fluid füllbare Ar
beitskammer und mindestens eine andere Kammer eine Druckaus
gleichskammer ist. Es können aber auch beide Kammern im Fall
von zwei Kammern Arbeitskammern sein, was insbesondere im Fall
eines doppelseitig wirkenden Kolben von Vorteil ist.
Aufgrund der bereits angesprochenen Anforderungen an den Be
nutzungskomfort auch bei einem solchen mit einem hohen Druck
arbeitenden Lager von kleinen Abmessungen zur Anordnung in
kleinen Bauräumen ist es wünschenswert, nicht nur die von nie
derfrequenten Motorschwingungen stammenden Körperschallschwin
gungen von der Fahrgastzelle entfernt zu halten, sondern auch
die im niederfrequenten akustischen Bereich auftretenden und
von Unebenheiten der Fahrbahnoberfläche herrührenden Stoßan
regungen.
Daher ist es erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Volu
mensteifigkeit des Kolbens und/oder der gummielastischen Trag
feder zur Erreichung einer breitbandigen Entkopplung bis zu
Störfrequenzen von über 500 Hz abgestimmt ist.
Schließlich ist es nach der Erfindung vorgesehen, daß die Ab
messungen und die Konfiguration der kraftübertragenden Flächen
zueinander so gewählt wird, daß im Lagerinnenraum ein Arbeits
druck von bis zu etwa 50 bar auftritt, womit eine hohe er
wünschte Druckdifferenz erreichbar ist.
Mit dem erfindungsgemäßen Lager, insbesondere Motorlager ist
es daher möglich, sowohl kleine hochfrequente Schwingungsam
plituden zu isolieren, als auch größere niederfrequente
Schwingungsamplituden zu dämpfen.
Aufgrund seiner Ausbildung mit einem innerhalb des La
gerinnenraumes angeordneten Kolbens, der den Lagerinnenraum in
mindestens zwei Kammern unterteilt, zwischen denen beim Be
trieb des erfindungsgemäßen Lagers eine hohe Druckdifferenz
besteht, kann das Bauvolumen des erfindungsgemäßen Lagers im
Vergleich mit bekannten Hydrolagern deutlich verringert wer
den. So ist es beispielsweise möglich, das erfindungsgemäße
Lager so auszubilden, daß es im Vergleich mit bekannten Lagern
nur noch etwa ein Zehntel dessen Volumen besitzt und nur noch
etwa ein Viertel dessen Fläche aufweist. Trotz der im Ver
gleich zu bekannten Hydrolagern deutlich erhöhten Volumenstei
figkeit des Druckraumes besitzt das erfindungsgemäße Lager
sehr gute akustische Eigenschaften, da der Kolben und die
Tragfeder aufgrund ihrer gummielastischen Ausbildung ein
Dämpfungsvermögen besitzen und der Kolben zusätzlich auf seiner
starren Aufnahme mit Spiel befestigt sein kann.
Der Kolben ist daher bei nur kleinen Schwingungsamplituden
entkoppelt und führt keine Bewegungen aus. Im Falle einer
stärkeren Anregung führt er in dem durch die Tragfeder zumin
dest bereichsweise begrenzten Lagerinnenraum eine axiale Bewe
gung aus und verdrängt dabei ein Rechteckvolumen. Hierbei wird
ein Volumen des Arbeitsfluides durch mindestens eine im Kolben
und/oder der starren Aufnahme vorgesehene Drosselbohrung
beziehungsweise Überströmkanälen von der Arbeitskammer in die
Ausgleichskammer gepumpt und somit hydraulische Dämpfungsar
beit verrichtet.
Aufgrund der Anordnung zweier Federeinrichtungen und der somit
realisierten Trennung der Tragkörperfunktion ist es möglich,
ein Lager zu realisieren, welches mit einem ausgesprochen
kleinen Bauraum auskommt. Ein solches Lager besitzt darüber
hinaus den Vorteil einer hohen Temperaturbeständigkeit und
kann somit im Motorraum sehr nahe der Verbrennungskraftma
schine angeordnet werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher er
läutert. Diese zeigt in
Fig. 1 ein Lager gemäß der Erfindung in einer teilweise ge
schnittenen Ansicht und
Fig. 2 in einer vergrößerten Teilansicht den im La
gerinnenraum angeordneten Kolben.
Wie leicht anhand von Fig. 1 der Zeichnung ersichtlich ist,
weist das Lager 1 in der dargestellten Ausführungsform einen
Auflageranschluß 2 und einen Widerlageranschluß 3 auf. An dem
Auflagefläche 2 kann dabei ein nicht dargestellter Motor über
einen Träger oder dergleichen abgestützt werden. Die auf diese
Weise in das Lager eingebrachte Last wird über den Widerlager
anschluß 3 in die Karosserie des Kraftfahrzeuges eingeleitet.
In der dargestellten Ausführungsform weist das Lager 1 an
seinem Auflageranschluß 2 einen Gewindebolzen 4 auf, der sich
durch eine Durchgangsbohrung einer an der Seite des Auf
lageranschlusses des Lagers 1 angeordneten Spannscheibe 5 er
streckt. Die Spannscheibe 5 besitzt an ihrer Unterseite eine
Vertiefung in Form einer Ringnut 6, in der ein Wulst 7 einer
gummielastischen und topfförmig oder balgförmig ausgestalteten
Tragfeder 8 zur Einlage kommt.
Die Tragfeder 8 besitzt dabei im Bereich ihrer zylindrischen
Mantelfläche 9 eine Wandstärke, die größer ist als die Wand
stärke des radial verlaufenden Dombereiches 10, der den
eigentlichen Blähbereich der Tragfeder bildet.
Die zylindrische Mantelfläche der Tragfeder 8 besitzt dabei an
der Seite des Widerlageranschlusses 3 eine in Richtung der
Mantelfläche verlaufende Ringnut 11 derart, daß sich ein kür
zer ausgebildeter Schenkel 12 der Ringnut 11 über die äußere
Mantelfläche eines zylindrisch ausgebildeten Lagertopfes 13
erstreckt, während sich der länger ausgebildete Schenkel 14 in
radialer Richtung zum Lagertopf 13 nach innen gerichtet er
streckt bis in etwa zur Mitte des Lagertopfes 13 hin, an des
sen Unterseite ein Gewindebolzen 15 vorgesehen ist.
Innerhalb des durch die Tragfeder 8 und den Lagertopf 13 ge
bildeten Lagerinnenraumes ist eine Federeinrichtung in der
Form einer Schraubenfeder 16 vorgesehen und zwar derart, daß
sie sich über den nach innen gezogenen Schenkel 14 der Tragfe
der 8 an dem Lagertopf 13 abstützt und an dem entgegengesetz
ten Ende der Schraubenfeder 16 an einem im Querschnitt kanal
förmig ausgebildeten Profil 17 aus einem gummielastischen
Werkstoff anliegt.
Dieses Profil wiederum liegt mit seiner äußeren Mantelfläche
sowie seiner Unterseite des kanalförmigen Profils an einer
starren Aufnahme 18 an, die in der vorm eines Topfes ausgebil
det ist. Die zylindrische beziehungsweise leicht kegelstumpf
förmige Mantelfläche der starren Aufnahme 18 übergreift in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel sowohl das Profil 17 als
auch zumindest teilweise die Schraubenfeder 16.
Diese Aufnahme 18 dient als Tragkörper für einen aus
schnittsweise näher in Fig. 2 dargestellten Kolben 19 derart,
daß der Kolben 19 über eine weitgehend horizontal verlaufende
Ringnut 20 eine radial verlaufende Eingriffsfläche 21 der Auf
nahme 18 übergreift.
Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Teilschnittansicht des Kolbens
19 und zwar insbesondere eines Ringkörpers 22, der aus einem
gummielastischen Werkstoff gebildet ist und zusammen mit der
deutlicher aus Fig. 1 der Zeichnung ersichtlichen starren Auf
nahme 18 den Kolben 19 bildet.
Der Ringkörper 22 weist im Bereich seiner der starren Aufnahme
18 zugeordneten Innenseite eine Ringnut 20 auf, an der er mit
Spiel beziehungsweise geringer Steifigkeit an der Eingriffs
fläche 21 der starren Aufnahme 18 festgelegt ist.
In der dargestellten Ausführungsform besitzt der Ringkörper 22
eine Dichtlippe 23, an der er an der Mantelinnenfläche der
Tragfeder 8 mit Vorspannung anliegt.
In dem dargestellten Beispiel ist dabei die Ausbildung des
Ringkörper 22 so gewählt, daß der die Dichtlippe 23 tragende
untere Schenkel 24 des Ringkörpers 22 in einem Winkel zu der
Mantelinnenfläche der Tragfeder 8 angeordnet ist, so daß im
Falle der Beaufschlagung des Lagers 1 durch eine in Richtung
der vertikalen Achse, d. h. also in Richtung weitgehend senk
recht zur Spannscheibe 5 mit einer Last dieser Schenkel 24 und
damit auch die Dichtlippe 23 aufgrund deren Winkelstellung ge
gen die Mantelinnenfläche der Tragfeder 8 gedrückt wird und
zwar aufgrund des weitgehend inkompressiblen Arbeitsfluides,
welches in diesem Fall im Lagerinnenraum unterhalb des Kolbens
19 vorgesehen ist.
Fig. 2 zeigt außerdem einen in der starren Aufnahme 18 vorge
sehenen Durchlaß 25, der zur Verdeutlichung wesentlich größer
dargestellt ist, als er tatsächlich ausgebildet ist. Durch
diesen Durchlaß, der beispielsweise auch als ringförmiger
Überströmkanal ausgebildet sein kann, strömt das Arbeitsfluid
im Belastungsfall aus der unterhalb des Kolbens 19 gebildeten
Arbeitskammer in die oberhalb des Kolbens 19 ausgebildete Aus
gleichskammer, wodurch hydraulische Dämpfungsarbeit verrichtet
wird. In diesem Fall können Drücke von bis zu etwa 50 bar auf
treten, d. h. also solche Drücke, bei denen bekannte Hydrolager
einer Gefahr der Zerstörung ausgesetzt wären.
Hinsichtlich vorstehend im einzelnen nicht näher erläuterter
Merkmale der Erfindung wird im übrigen ausdrücklich auf die
Ansprüche und die Zeichnung verwiesen.
Claims (14)
1. Lager zur dämpfenden Anordnung schwingender Massen mit
einem Auflageranschluß (2) und einem Widerlageranschluß
(3) sowie einer ersten Federeinrichtung (16) zur Aufnahme
von im wesentlichen in vertikaler Richtung wirkender La
sten sowie einer zweiten Federeinrichtung (8) zur Auf
nahme in vertikaler und/oder in radialer Richtung des La
gers wirkender Lasten,
gekennzeichnet durch
mindestens einen Kolben (19), der den Lagerinnenraum in
mindestens zwei druckfeste Kammern unterteilt.
2. Lager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Federeinrichtung (8) eine gummielastische
Tragfeder (8) ist, die eine weitgehend topfförmige Aus
bildung besitzt und zumindest bereichsweise den Lagerin
nenraum begrenzt.
3. Lager nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben (19) eine ringförmige Ausbildung besitzt
und mindestens eine Dichtungseinrichtung (23) aufweist,
die an der Mantelinnenfläche der gummielastischen Tragfe
der (8) vorgespannt verschiebbar anliegt.
4. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben (19) im Bereich seiner ringförmigen Aus
bildung aus einem gummielastischen Werkstoff gebildet ist
und der so gebildete Ringkörper (22) an einer topfförmi
gen weitgehend starren Aufnahme (18) befestigt ist, wel
che eine Relativbewegung zwischen dem Auflageranschluß
(2) und dem Widerlageranschluß (3) auf dem Kolben (19)
überträgt.
5. Lager nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringkörper (22) an der Aufnahme (18) mit Spiel
und/oder geringer Steifigkeit befestigt ist.
6. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben (19) die erste Federeinrichtung (16) um
gibt und so an der Tragfeder (8) verschiebbar anliegt,
daß die Dichtungseinrichtung (23) bei einer auf das Lager
wirkenden Last gegen die Mantelinnenfläche der Tragfeder
(8) gedrückt wird.
7. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der druckfesten Kammern eine mit ei
nem Fluid füllbare Arbeitskammer und mindestens eine an
dere Kammer eine Druckausgleichskammer ist.
8. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die druckfesten Kammern Arbeitskammern sind.
9. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den druckfesten Kammern ein Fluidaustausch
mittels mindestens einem in dem Ringkörper (22) und/oder
der starren Aufnahme (18) vorgesehenen Durchlaß (25) mög
lich ist.
10. Lager nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Fluidaustausch zwischen den druckfesten Kammern
mittels an und/oder in den Durchlässen (25) vorgesehener
Einrichtungen steuerbar ist.
11. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Volumensteifigkeit des Kolbens (19) und/oder der
gummielastischen Tragfeder (8) zur Erreichung einer
breitbandigen Entkopplung bis zu Störfrequenzen von über
500 Hz abgestimmt ist.
12. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
gekennzeichnet durch
eine Konfiguration der kraftübertragenden Flächen derart,
daß im Lagerinnenraum ein Arbeitsdruck von bis zu etwa 50
bar auftritt.
13. Lager nach einem der Ansprüche i bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die druckfesten Kammern elastisch verformbar ausge
bildet sind.
14. Verwendung des Lagers nach einem der vorhergehenden An
sprüche zur schwingungsdämpfenden Lagerung einer Verbren
nungskraftmaschine an einem Kraftfahrzeug.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995144126 DE19544126A1 (de) | 1995-11-27 | 1995-11-27 | Hochdruckhydrolager |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995144126 DE19544126A1 (de) | 1995-11-27 | 1995-11-27 | Hochdruckhydrolager |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19544126A1 true DE19544126A1 (de) | 1997-05-28 |
Family
ID=7778498
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995144126 Withdrawn DE19544126A1 (de) | 1995-11-27 | 1995-11-27 | Hochdruckhydrolager |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19544126A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19712350A1 (de) * | 1997-03-25 | 1998-10-01 | Beneke Ivonne | Stützvorrichtung |
| WO2001063142A1 (de) * | 2000-02-23 | 2001-08-30 | Woco Avs Gmbh & Co. Betriebs Kg | Hydrolager |
| US6836927B2 (en) | 2000-02-23 | 2005-01-04 | Robert Bosch Gmbh | Wiper blade with wiper strip to carrier element attachment means |
-
1995
- 1995-11-27 DE DE1995144126 patent/DE19544126A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: WOCO FRANZ JOSEF WOLF & CO.GMBH, 63628 BAD SODEN-S |
|
| 8141 | Disposal/no request for examination | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: WOCO AVS GMBH, 63628 BAD SODEN-SALMUENSTER, DE |