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DE19544126A1 - Hochdruckhydrolager - Google Patents

Hochdruckhydrolager

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Publication number
DE19544126A1
DE19544126A1 DE1995144126 DE19544126A DE19544126A1 DE 19544126 A1 DE19544126 A1 DE 19544126A1 DE 1995144126 DE1995144126 DE 1995144126 DE 19544126 A DE19544126 A DE 19544126A DE 19544126 A1 DE19544126 A1 DE 19544126A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bearing
bearing according
piston
pressure
chambers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1995144126
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Josef Wolf
Stefan Nix
Eyk Karus
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Woco AVS GmbH
Original Assignee
Wolf Woco & Co Franz J
Woco Franz Josef Wolf and Co GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wolf Woco & Co Franz J, Woco Franz Josef Wolf and Co GmbH filed Critical Wolf Woco & Co Franz J
Priority to DE1995144126 priority Critical patent/DE19544126A1/de
Publication of DE19544126A1 publication Critical patent/DE19544126A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16FSPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
    • F16F13/00Units comprising springs of the non-fluid type as well as vibration-dampers, shock-absorbers, or fluid springs
    • F16F13/04Units comprising springs of the non-fluid type as well as vibration-dampers, shock-absorbers, or fluid springs comprising both a plastics spring and a damper, e.g. a friction damper
    • F16F13/06Units comprising springs of the non-fluid type as well as vibration-dampers, shock-absorbers, or fluid springs comprising both a plastics spring and a damper, e.g. a friction damper the damper being a fluid damper, e.g. the plastics spring not forming a part of the wall of the fluid chamber of the damper
    • F16F13/08Units comprising springs of the non-fluid type as well as vibration-dampers, shock-absorbers, or fluid springs comprising both a plastics spring and a damper, e.g. a friction damper the damper being a fluid damper, e.g. the plastics spring not forming a part of the wall of the fluid chamber of the damper the plastics spring forming at least a part of the wall of the fluid chamber of the damper

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Combined Devices Of Dampers And Springs (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lager zur dämpfenden Anordnung schwingender Massen mit einem Auflageranschluß und einem Widerlageranschluß gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Solche Lager werden überall dort eingesetzt, wo die Schwingun­ gen schwingender Massen klein gehalten werden müssen, d. h. also die Amplituden dieser Schwingungen gedämpft werden müs­ sen. Neben dieser Anforderung müssen diese Lager aber auch noch dafür sorgen, daß der von den schwingenden Massen ausge­ hende Körperschall an der Ausbreitung in die Umgebung gehin­ dert wird, d. h. sie müssen für eine Entkopplung der schwingen­ den Massen von der ganz allgemein gesagt Aufnahmeeinrichtung sorgen, so daß die Fortleitung des Körperschalles von der schwingenden Masse auf die Aufnahmeeinrichtung behindert wird.
Ein typischer Anwendungsfall eines solchen eine dämpfende Funktion ausführenden Lagers ist die Lagerung des Motors eines Kraftfahrzeuges, da der Motor aufgrund seiner rotierenden und oszillierenden Massen, die periodisch auftretenden Gaskräfte der Arbeitsspiele, die Drehschwingungen der Kurbelwelle und auch seiner Nebenaggregate mechanische und akustische Schwin­ gungen verursacht, die sich auch in den Innenraum des Kraft­ fahrzeuges fortsetzen und dort störend zum Ausdruck kommen.
Zur Lagerung solcher schwingender Massen werden insbesondere im Kraftfahrzeugbau sogenannte Hydrolager eingesetzt, die auf­ grund der Eigenmasse des Motors mit einer statischen Last be­ aufschlagt werden und aufgrund der vorstehend geschilderten Schwingungen des Motors beim Betrieb des Kraftfahrzeuges mit dynamischen Belastungen konfrontiert werden.
In diesen bekannten Hydrolager ist regelmäßig ein Arbeitsfluid eingeschlossen, welches zwischen einer Arbeitskammer und einer Ausgleichskammer strömen kann und bei dieser Strömung hydrau­ lische Dämpfungsarbeit verrichtet und damit für eine Umwand­ lung der Schwingungsenergie in dissipative Energie sorgt.
Aufgrund der statischen Belastung dieser bekannten Lager wei­ sen diese regelmäßig eine gummielastische Tragfeder auf, die über eine Stoffschlußverbindung an Bauteilen aus Metall des Lagers festgelegt ist. Diese Tragfeder muß dabei, da sie die von der Eigenmasse des Motors herrührende Last aufnehmen muß und aus einem gummielastischen Werkstoff gebildet ist, mit großen Querschnittsabmessungen ausgebildet werden, damit unzu­ lässige Spannungen innerhalb der Tragfeder vermieden werden.
Es ist auch bereits ein Lager bekannt geworden, welches neben der vorstehend geschilderten Tragfeder eine zweite Federein­ richtung in der Form einer Schraubenfeder aus Stahl besitzt, was dazu führt, daß die hauptsächlich in vertikaler Richtung verlaufende statische Last von dieser Schraubenfeder aufgenom­ men wird und die in radialer Richtung des Lagers verlaufenden Lasten, welche beispielsweise aus den ebenfalls vorstehend be­ schriebenen Schwingungen herrühren, von der Tragfeder aufge­ nommen werden.
Diese bekannten Lager verrichten ohne Ausnahme hydraulische Dämpfungsarbeit dadurch, daß das innerhalb der Arbeitskammer des Lagers vorgesehene Arbeitsfluid durch einen Ringkanal in eine Ausgleichskammer gedrückt wird, die von einer Rollmembran nach außen abgeschlossen wird. Die von einem solchen bekannten Lager geleistete hydraulische Dämpfungsarbeit hängt von der Menge des zwischen den Kammern bewegten Arbeitsfluides und von der Druckdifferenz zwischen den Kammern ab.
Wie vorstehend bereits erwähnt, werden solche Hydrolager oft­ mals im Kraftfahrzeugbau eingesetzt. Aufgrund der Ressourcen­ schonung und anderer Einflüsse ist es ein seit langem ange­ strebtes Ziel der Automobilindustrie, den sogenannten Flotten­ verbrauch zu senken, weshalb neben verbrauchsarmen Motoren auch kleinere Kraftfahrzeuge angestrebt werden.
Bei kleineren Kraftfahrzeugen nimmt selbstverständlich auch der Bauraum ab, der zur Lagerung des Motors zur Verfügung steht und somit auch der für die Anordnung des Lagers zur Ver­ fügung stehende Raum. Dies macht es deutlich, daß für die An­ ordnung eines Motors eines solchen Kraftfahrzeuges nur solche Lager zum Einsatz kommen können, welche mit dem geringen zur Verfügung stehenden Bauraum auskommen, da auch bei kleineren Fahrzeugen die Anforderungen an den Benutzungskomfort bestehen bleiben. Ein Gedanke könnte nun lauten, ein bekanntes Lager lediglich in seinen Größenabmessungen zu verkleinern. Dies führt aber zu dem Problem, daß damit die für die hydraulische Dämpfungsarbeit zur Verfügung stehende Pumpfläche ebenfalls abnimmt, so daß keine ausreichende Dämpfung mehr erzielt wer­ den kann mit entsprechenden Einbußen hinsichtlich der Ansprü­ che bezüglich des Benutzungskomforts.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher angesichts der vorste­ hend geschilderten technischen Probleme die Aufgabe zugrunde, ein Lager zur dämpfenden Anordnung schwingender Massen, insbe­ sondere einer Verbrennungskraftmaschine eines Kraftfahrzeuges zu schaffen, welches bei nur kleinem zur Verfügung stehenden Bauraum eingesetzt werden kann und sowohl mechanisch dauerhaft belastbar ist als auch gute akustische Eigenschaften aufweist.
Die Erfindung weist zur Lösung dieser Aufgabe die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale auf.
Vorteilhafte Ausgestaltungen hiervon sind Gegenstand der wei­ teren Ansprüche.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß aufgrund der Verkleinerung der Pumpfläche bei einem kleinen Lager eine deutliche Erhöhung der Druckdifferenz zwischen den Räumen ein­ gestellt werden muß, zwischen denen das Arbeitsfluid einen Fluidaustausch erfahren kann.
Erfindungsgemäß ist daher ein Lager zur dämpfenden Anordnung schwingender Massen mit einem Auflageranschluß und einem Wi­ derlageranschluß sowie einer ersten Federeinrichtung zur Auf­ nahme von dem wesentlichen in vertikaler Richtung wirkender Lasten sowie einer zweiten Federeinrichtung zur Aufnahme in vertikaler und/oder in radialer Richtung des Lagers wirkender Lasten vorgesehen, welches mindestens einen Kolben besitzt, der den Lagerinnenraum in mindestens zwei druckfeste Kammern unterteilt.
Es bedeutet dies mit anderen Worten, daß das erfindungsgemäße Lager aufgrund der druckfesten Ausgestaltung der durch den Kolben getrennten Kammern mit einer hohen Druckdifferenz zwi­ schen den Kammern beaufschlagt werden kann, so daß es die zur Dämpfung unerwünschter Schwingungen erforderliche hydraulische Dämpfungsarbeit nicht mit einem großen Volumen an Arbeitsfluid leistet, welches zwischen den Kammern hin- und herbewegt wird, sondern aufgrund der zwischen den Kammern bestehenden großen Druckdifferenz. Beim Betrieb des erfindungsgemäßen Lagers steigt der Druck dabei innerhalb des Lagerinnenraumes und der dort gebildeten Kammern auf Werte von im Bereich bis zu etwa 50 bar an, einen Bereich also, bei dem bekannte mit einer Rollmembran gebildete Lager versagen würden.
Es ist dabei gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die zweite Federeinrichtung eine gummielastische Tragfeder ist, die eine weitgehend topfförmige Ausbildung besitzt und zumindest be­ reichsweise den Lagerinnenraum begrenzt. Diese Tragfeder kann dabei in vertikaler Richtung des Lagers steifer ausgebildet sein als in radialer Richtung des Lagers, so daß sie zusätz­ lich zu der ersten Federeinrichtung, die beispielsweise in der Form einer Schraubenfeder ausgebildet sein kann, in vertikaler Richtung des Lagers verlaufende Kraftkomponenten aufnehmen kann und aber gleichzeitig auch in radialer Richtung des La­ gers gerichtete Kraftkomponenten aufnimmt.
Die Ausgestaltung der Tragfeder hinsichtlich ihrer Wandstärke und ihrer geometrischen Konfiguration hängt dabei auch davon ab, welche Steifigkeit sie aufweisen muß, um in Abhängigkeit von der Druckdifferenz zwischen den Kammern und den beim Be­ trieb des erfindungsgemäßen Lagers im Lagerinnenraum herr­ schenden Druck dauerhaft druckfeste Kammern auszubilden, zwi­ schen denen ein Austausch des Arbeitsfluides stattfinden kann.
Die Steifigkeit der Kammern, die durch die Steifigkeit der Tragfeder einerseits und die Steifigkeit der sie weiterhin be­ grenzenden Wandfläche, also des Kolbens bestimmt wird, kann auf beliebige Belastungsfälle über die Auswahl des Werkstoffes der Tragfeder und des Kolbens und ihre geometrische Konfigura­ tion vorbestimmbar bestimmt werden.
Gemäß der Erfindung ist es dabei vorgesehen, daß der Kolben eine ringförmige Ausbildung besitzt und mindestens eine Dich­ tungseinrichtung aufweist, die an der Mantelinnenfläche der gummielastischen Tragfeder vorgespannt verschiebbar anliegt.
Es bedeutet dies mit anderen Worten, daß der Kolben entlang seiner Dichtungseinrichtung, die beispielsweise in der Form einer oder mehrerer Dichtlippen ausgebildet sein kann, unter Vorspannung entlang der gummielastischen Tragfeder verschieb­ bar anliegt. Der Kolben kann dabei eine solche Ausbildung auf­ weisen und im Bereich seiner Anlage an der Tragfeder eine sol­ che Stellung zu der Tragfeder besitzen, daß er einseitig oder doppelseitig wirkt. Die einseitige oder doppelseitige Wirkung des Kolbens bedeutet dabei, daß er im Fall der einseitigen Wirkung nur mit großem Widerstand gegen das innerhalb einer Kammer angeordnete weitgehend inkompressible Arbeitsfluid ver­ schiebbar ist, während er sich in die hierzu entgegengesetzte Richtung ohne großen Widerstand verschieben läßt oder aber im Falle der doppelseitigen Wirkung, insbesondere dann, wenn er beidseitig von Arbeitskammern umgeben ist, sich in beide Richtungen nur mit großem Widerstand verschieben läßt.
In Fortführung der Erfindung ist dabei vorgesehen, daß der Kolben im Bereich seiner ringförmigen Ausbildung aus einem gummielastischen Werkstoff gebildet ist und der so gebildete Ringkörper an einer topfförmigen weitgehend starren Aufnahme befestigt ist, welche eine Relativbewegung zwischen dem Aufla­ geranschluß und dem Widerlageranschluß auf dem Kolben über­ trägt.
Durch die Ausbildung des Kolbens aus einem gummielastischen Werkstoff kann seine Steifigkeit in weiten Bereichen so ange­ paßt werden, daß er einerseits die zur Erzeugung des Druckes für die hydraulische Dämpfungsarbeit erforderliche Festigkeit besitzt und aber auch andererseits einer wirkungsvollen Ent­ kopplung nicht entgegensteht.
Hinsichtlich einer solchen wirkungsvollen Entkopplung ist da­ bei gemäß der Erfindung vorgesehen, daß der Ringkörper an der Aufnahme mit Spiel und/oder geringer Steifigkeit befestigt ist.
Hierdurch wird erreicht, daß der ringförmige gummielastische Kolben bei kleinen hochfrequenten Störamplituden keine Bewe­ gung ausführt und in diesem Fall in erster Linie die Werk­ stoffdämpfung der Tragfeder und des Kolbens für eine Schwin­ gungsisolierung sorgt, während bei großen niederfrequenten Störamplituden eine Bewegung des Kolbens stattfindet. Hier­ durch wird in später noch zu beschreibender Weise hydraulische Dämpfungsarbeit verrichtet.
Wie bereits vorstehend erwähnt, kann es von Vorteil sein, daß der Kolben in erster Linie weitgehend einseitig wirkend arbei­ tet, wobei hierzu gemäß der Erfindung vorgesehen ist, daß der Kolben die erste Federeinrichtung umgibt und so an der Tragfe­ der verschiebbar anliegt, daß die Dichtungseinrichtung in Form einer oder mehrerer Dichtlippen bei einer auf das Lager wir­ kenden Last gegen die Mantelinnenfläche der Tragfeder gedrückt wird. Wenn die Dichtungseinrichtung so gegen die Mantel­ innenfläche der Tragfeder gedrückt wird, entsteht im Belas­ tungsfall eine zusätzliche Dichtwirkung zwischen der Dich­ tungseinrichtung und der Mantelinnenfläche, während sich bei einer Entlastung nach der Belastung eine entgegengesetzte Wir­ kung einstellt und damit der Kolben leicht wieder in seine Ausgangsstellung zurückkehren kann.
Nach der Erfindung kann zwischen den druckfesten Kammern ein Fluidaustausch mittels mindestens eines in dem Ringkörper und/oder der starren Aufnahme vorgesehenen Durchlasses statt­ finden. Dieser Fluidaustausch zwischen den druckfesten Kammern ist dabei in vorteilhafter Weise mittels an und/oder in den Durchlässen vorgesehener Einrichtungen steuerbar.
Die Steuerbarkeit des Fluidaustausch bedeutet dabei, daß bei­ spielsweise über eine elektronische Einrichtung ein in dem Durchlaß angeordnetes steuerbares Ventil die Steuerung des Fluidaustausches zwischen den druckfesten Kammern möglich ist, um beispielsweise auf verschiedene Belastungsfälle mit unter­ schiedlichen Dämpfungskennlinien zu reagieren. Es ist aber auch möglich, eine derartige Einflußnahme auf die Dämpfungskennlinien über einen über den Axialweg des Kolbens variabel ausgeführten Strömungsquerschnitt des Durchlasses zu erhalten. Hierdurch sind in vorteilhafter Weise nichtlineare Cha­ rakteristika der Dämpfung zu erreichen.
Es ist dabei gemäß der Erfindung vorgesehen, daß mindestens eine der druckfesten Kammern eine mit einem Fluid füllbare Ar­ beitskammer und mindestens eine andere Kammer eine Druckaus­ gleichskammer ist. Es können aber auch beide Kammern im Fall von zwei Kammern Arbeitskammern sein, was insbesondere im Fall eines doppelseitig wirkenden Kolben von Vorteil ist.
Aufgrund der bereits angesprochenen Anforderungen an den Be­ nutzungskomfort auch bei einem solchen mit einem hohen Druck arbeitenden Lager von kleinen Abmessungen zur Anordnung in kleinen Bauräumen ist es wünschenswert, nicht nur die von nie­ derfrequenten Motorschwingungen stammenden Körperschallschwin­ gungen von der Fahrgastzelle entfernt zu halten, sondern auch die im niederfrequenten akustischen Bereich auftretenden und von Unebenheiten der Fahrbahnoberfläche herrührenden Stoßan­ regungen.
Daher ist es erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Volu­ mensteifigkeit des Kolbens und/oder der gummielastischen Trag­ feder zur Erreichung einer breitbandigen Entkopplung bis zu Störfrequenzen von über 500 Hz abgestimmt ist.
Schließlich ist es nach der Erfindung vorgesehen, daß die Ab­ messungen und die Konfiguration der kraftübertragenden Flächen zueinander so gewählt wird, daß im Lagerinnenraum ein Arbeits­ druck von bis zu etwa 50 bar auftritt, womit eine hohe er­ wünschte Druckdifferenz erreichbar ist.
Mit dem erfindungsgemäßen Lager, insbesondere Motorlager ist es daher möglich, sowohl kleine hochfrequente Schwingungsam­ plituden zu isolieren, als auch größere niederfrequente Schwingungsamplituden zu dämpfen.
Aufgrund seiner Ausbildung mit einem innerhalb des La­ gerinnenraumes angeordneten Kolbens, der den Lagerinnenraum in mindestens zwei Kammern unterteilt, zwischen denen beim Be­ trieb des erfindungsgemäßen Lagers eine hohe Druckdifferenz besteht, kann das Bauvolumen des erfindungsgemäßen Lagers im Vergleich mit bekannten Hydrolagern deutlich verringert wer­ den. So ist es beispielsweise möglich, das erfindungsgemäße Lager so auszubilden, daß es im Vergleich mit bekannten Lagern nur noch etwa ein Zehntel dessen Volumen besitzt und nur noch etwa ein Viertel dessen Fläche aufweist. Trotz der im Ver­ gleich zu bekannten Hydrolagern deutlich erhöhten Volumenstei­ figkeit des Druckraumes besitzt das erfindungsgemäße Lager sehr gute akustische Eigenschaften, da der Kolben und die Tragfeder aufgrund ihrer gummielastischen Ausbildung ein Dämpfungsvermögen besitzen und der Kolben zusätzlich auf seiner starren Aufnahme mit Spiel befestigt sein kann.
Der Kolben ist daher bei nur kleinen Schwingungsamplituden entkoppelt und führt keine Bewegungen aus. Im Falle einer stärkeren Anregung führt er in dem durch die Tragfeder zumin­ dest bereichsweise begrenzten Lagerinnenraum eine axiale Bewe­ gung aus und verdrängt dabei ein Rechteckvolumen. Hierbei wird ein Volumen des Arbeitsfluides durch mindestens eine im Kolben und/oder der starren Aufnahme vorgesehene Drosselbohrung beziehungsweise Überströmkanälen von der Arbeitskammer in die Ausgleichskammer gepumpt und somit hydraulische Dämpfungsar­ beit verrichtet.
Aufgrund der Anordnung zweier Federeinrichtungen und der somit realisierten Trennung der Tragkörperfunktion ist es möglich, ein Lager zu realisieren, welches mit einem ausgesprochen kleinen Bauraum auskommt. Ein solches Lager besitzt darüber hinaus den Vorteil einer hohen Temperaturbeständigkeit und kann somit im Motorraum sehr nahe der Verbrennungskraftma­ schine angeordnet werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher er­ läutert. Diese zeigt in
Fig. 1 ein Lager gemäß der Erfindung in einer teilweise ge­ schnittenen Ansicht und
Fig. 2 in einer vergrößerten Teilansicht den im La­ gerinnenraum angeordneten Kolben.
Wie leicht anhand von Fig. 1 der Zeichnung ersichtlich ist, weist das Lager 1 in der dargestellten Ausführungsform einen Auflageranschluß 2 und einen Widerlageranschluß 3 auf. An dem Auflagefläche 2 kann dabei ein nicht dargestellter Motor über einen Träger oder dergleichen abgestützt werden. Die auf diese Weise in das Lager eingebrachte Last wird über den Widerlager­ anschluß 3 in die Karosserie des Kraftfahrzeuges eingeleitet.
In der dargestellten Ausführungsform weist das Lager 1 an seinem Auflageranschluß 2 einen Gewindebolzen 4 auf, der sich durch eine Durchgangsbohrung einer an der Seite des Auf­ lageranschlusses des Lagers 1 angeordneten Spannscheibe 5 er­ streckt. Die Spannscheibe 5 besitzt an ihrer Unterseite eine Vertiefung in Form einer Ringnut 6, in der ein Wulst 7 einer gummielastischen und topfförmig oder balgförmig ausgestalteten Tragfeder 8 zur Einlage kommt.
Die Tragfeder 8 besitzt dabei im Bereich ihrer zylindrischen Mantelfläche 9 eine Wandstärke, die größer ist als die Wand­ stärke des radial verlaufenden Dombereiches 10, der den eigentlichen Blähbereich der Tragfeder bildet.
Die zylindrische Mantelfläche der Tragfeder 8 besitzt dabei an der Seite des Widerlageranschlusses 3 eine in Richtung der Mantelfläche verlaufende Ringnut 11 derart, daß sich ein kür­ zer ausgebildeter Schenkel 12 der Ringnut 11 über die äußere Mantelfläche eines zylindrisch ausgebildeten Lagertopfes 13 erstreckt, während sich der länger ausgebildete Schenkel 14 in radialer Richtung zum Lagertopf 13 nach innen gerichtet er­ streckt bis in etwa zur Mitte des Lagertopfes 13 hin, an des­ sen Unterseite ein Gewindebolzen 15 vorgesehen ist.
Innerhalb des durch die Tragfeder 8 und den Lagertopf 13 ge­ bildeten Lagerinnenraumes ist eine Federeinrichtung in der Form einer Schraubenfeder 16 vorgesehen und zwar derart, daß sie sich über den nach innen gezogenen Schenkel 14 der Tragfe­ der 8 an dem Lagertopf 13 abstützt und an dem entgegengesetz­ ten Ende der Schraubenfeder 16 an einem im Querschnitt kanal­ förmig ausgebildeten Profil 17 aus einem gummielastischen Werkstoff anliegt.
Dieses Profil wiederum liegt mit seiner äußeren Mantelfläche sowie seiner Unterseite des kanalförmigen Profils an einer starren Aufnahme 18 an, die in der vorm eines Topfes ausgebil­ det ist. Die zylindrische beziehungsweise leicht kegelstumpf­ förmige Mantelfläche der starren Aufnahme 18 übergreift in dem dargestellten Ausführungsbeispiel sowohl das Profil 17 als auch zumindest teilweise die Schraubenfeder 16.
Diese Aufnahme 18 dient als Tragkörper für einen aus­ schnittsweise näher in Fig. 2 dargestellten Kolben 19 derart, daß der Kolben 19 über eine weitgehend horizontal verlaufende Ringnut 20 eine radial verlaufende Eingriffsfläche 21 der Auf­ nahme 18 übergreift.
Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Teilschnittansicht des Kolbens 19 und zwar insbesondere eines Ringkörpers 22, der aus einem gummielastischen Werkstoff gebildet ist und zusammen mit der deutlicher aus Fig. 1 der Zeichnung ersichtlichen starren Auf­ nahme 18 den Kolben 19 bildet.
Der Ringkörper 22 weist im Bereich seiner der starren Aufnahme 18 zugeordneten Innenseite eine Ringnut 20 auf, an der er mit Spiel beziehungsweise geringer Steifigkeit an der Eingriffs­ fläche 21 der starren Aufnahme 18 festgelegt ist.
In der dargestellten Ausführungsform besitzt der Ringkörper 22 eine Dichtlippe 23, an der er an der Mantelinnenfläche der Tragfeder 8 mit Vorspannung anliegt.
In dem dargestellten Beispiel ist dabei die Ausbildung des Ringkörper 22 so gewählt, daß der die Dichtlippe 23 tragende untere Schenkel 24 des Ringkörpers 22 in einem Winkel zu der Mantelinnenfläche der Tragfeder 8 angeordnet ist, so daß im Falle der Beaufschlagung des Lagers 1 durch eine in Richtung der vertikalen Achse, d. h. also in Richtung weitgehend senk­ recht zur Spannscheibe 5 mit einer Last dieser Schenkel 24 und damit auch die Dichtlippe 23 aufgrund deren Winkelstellung ge­ gen die Mantelinnenfläche der Tragfeder 8 gedrückt wird und zwar aufgrund des weitgehend inkompressiblen Arbeitsfluides, welches in diesem Fall im Lagerinnenraum unterhalb des Kolbens 19 vorgesehen ist.
Fig. 2 zeigt außerdem einen in der starren Aufnahme 18 vorge­ sehenen Durchlaß 25, der zur Verdeutlichung wesentlich größer dargestellt ist, als er tatsächlich ausgebildet ist. Durch diesen Durchlaß, der beispielsweise auch als ringförmiger Überströmkanal ausgebildet sein kann, strömt das Arbeitsfluid im Belastungsfall aus der unterhalb des Kolbens 19 gebildeten Arbeitskammer in die oberhalb des Kolbens 19 ausgebildete Aus­ gleichskammer, wodurch hydraulische Dämpfungsarbeit verrichtet wird. In diesem Fall können Drücke von bis zu etwa 50 bar auf­ treten, d. h. also solche Drücke, bei denen bekannte Hydrolager einer Gefahr der Zerstörung ausgesetzt wären.
Hinsichtlich vorstehend im einzelnen nicht näher erläuterter Merkmale der Erfindung wird im übrigen ausdrücklich auf die Ansprüche und die Zeichnung verwiesen.

Claims (14)

1. Lager zur dämpfenden Anordnung schwingender Massen mit einem Auflageranschluß (2) und einem Widerlageranschluß (3) sowie einer ersten Federeinrichtung (16) zur Aufnahme von im wesentlichen in vertikaler Richtung wirkender La­ sten sowie einer zweiten Federeinrichtung (8) zur Auf­ nahme in vertikaler und/oder in radialer Richtung des La­ gers wirkender Lasten, gekennzeichnet durch mindestens einen Kolben (19), der den Lagerinnenraum in mindestens zwei druckfeste Kammern unterteilt.
2. Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Federeinrichtung (8) eine gummielastische Tragfeder (8) ist, die eine weitgehend topfförmige Aus­ bildung besitzt und zumindest bereichsweise den Lagerin­ nenraum begrenzt.
3. Lager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (19) eine ringförmige Ausbildung besitzt und mindestens eine Dichtungseinrichtung (23) aufweist, die an der Mantelinnenfläche der gummielastischen Tragfe­ der (8) vorgespannt verschiebbar anliegt.
4. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (19) im Bereich seiner ringförmigen Aus­ bildung aus einem gummielastischen Werkstoff gebildet ist und der so gebildete Ringkörper (22) an einer topfförmi­ gen weitgehend starren Aufnahme (18) befestigt ist, wel­ che eine Relativbewegung zwischen dem Auflageranschluß (2) und dem Widerlageranschluß (3) auf dem Kolben (19) überträgt.
5. Lager nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (22) an der Aufnahme (18) mit Spiel und/oder geringer Steifigkeit befestigt ist.
6. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (19) die erste Federeinrichtung (16) um­ gibt und so an der Tragfeder (8) verschiebbar anliegt, daß die Dichtungseinrichtung (23) bei einer auf das Lager wirkenden Last gegen die Mantelinnenfläche der Tragfeder (8) gedrückt wird.
7. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der druckfesten Kammern eine mit ei­ nem Fluid füllbare Arbeitskammer und mindestens eine an­ dere Kammer eine Druckausgleichskammer ist.
8. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die druckfesten Kammern Arbeitskammern sind.
9. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den druckfesten Kammern ein Fluidaustausch mittels mindestens einem in dem Ringkörper (22) und/oder der starren Aufnahme (18) vorgesehenen Durchlaß (25) mög­ lich ist.
10. Lager nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Fluidaustausch zwischen den druckfesten Kammern mittels an und/oder in den Durchlässen (25) vorgesehener Einrichtungen steuerbar ist.
11. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Volumensteifigkeit des Kolbens (19) und/oder der gummielastischen Tragfeder (8) zur Erreichung einer breitbandigen Entkopplung bis zu Störfrequenzen von über 500 Hz abgestimmt ist.
12. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch eine Konfiguration der kraftübertragenden Flächen derart, daß im Lagerinnenraum ein Arbeitsdruck von bis zu etwa 50 bar auftritt.
13. Lager nach einem der Ansprüche i bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die druckfesten Kammern elastisch verformbar ausge­ bildet sind.
14. Verwendung des Lagers nach einem der vorhergehenden An­ sprüche zur schwingungsdämpfenden Lagerung einer Verbren­ nungskraftmaschine an einem Kraftfahrzeug.
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