DE19544851A1 - Vorrichtung zur Untersuchung von Flüssigkeitsproben - Google Patents
Vorrichtung zur Untersuchung von FlüssigkeitsprobenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Untersuchung
von Flüssigkeitsproben, mit einer Probenkammer, in der
mindestens eine Untersuchungseinrichtung angeordnet ist,
mit einer Steuer- und Auswerteeinrichtung, und mit einer
Befüll- und Entleereinrichtung, durch die jeweils eine
Flüssigkeitsprobe aus einer Flüssigkeitsmenge der
Probenkammer zugeführt und aus dieser abgeführt wird.
Ein typisches Einsatzgebiet derartiger
Untersuchungsvorrichtungen ist die Abwasseranalyse
Hierbei ist es erforderlich, eine Flüssigkeitsprobe aus
dem Abwasser zu entnehmen und in der Probenkammer zu
untersuchen, wobei oftmals ein Reagenz in der Probenkammer
zugesetzt und eine Reaktion der Flüssigkeitsprobe
durchgeführt und vermessen wird für Messungen innerhalb
der Probenkammer werden üblicherweise gas- oder
ionenselektive Sensoren, pH-Sensoren, photooptische
Sensoren und andere Sensoren verwendet. Ein bei der
Reaktion entstehendes gasförmiges Reaktionsprodukt kann
einer hierfür vorgesehenen Meßeinheit zugeführt werden,
beispielsweise einem CO₂-Detektor.
Zum Befüllen der Probenkammer muß die Flüssigkeitsprobe
aus der zur Verfügung stehenden Flüssigkeitsmenge,
beispielsweise aus dem Abwasser, über eine Zufuhrleitung
und eine Pumpe in die im Gerät angeordnete Probenkammer
gefördert werden. In umgekehrter Richtung erfolgt das
Entleeren der Probenkammer ebenfalls über
Flüssigkeitsleitungen.
Insbesondere bei der Untersuchung von Abwasserproben ist
es unvermeidlich, daß die zum Befüllen und zum Entleeren
der Probenkammer notwendigen Flüssigkeitsleitungen
verschmutzen. Es besteht die Gefahr, daß sich diese
Leitungen zusetzen, wenn keine regelmäßige Spülung
erfolgt, die mit verhältnismäßig großem Aufwand verbunden
ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung der
eingangs genannten Gattung so auszubilden, daß das
Befüllen und Entleeren der Probenkammer in besonders
einfacher Weise erfolgen kann, ohne daß die Gefahr eines
Zusetzens von Flüssigkeitsleitungen besteht und ein
erheblicher Spülaufwand erforderlich wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Probenkammer in einer in die Flüssigkeitsmenge
eintauchbaren Meßboje angeordnet ist und über eine
Kammeröffnung mit der Außenseite der Meßboje in Verbindung
steht, daß mindestens eine Untersuchungseinrichtung in der
Meßboje angeordnet ist, daß die Steuer- und
Auswerteeinrichtung entfernt von der Meßboje angeordnet
und mit dieser über Leitungen verbunden ist, und daß die
Befüll- und Entleereinrichtung eine Gaswechseleinrichtung
aufweist, mit der ein die Flüssigkeitsprobe verdrängendes
Gas in die Probenkammer eingeführt und daraus abgeführt
wird.
Durch die Verlagerung der Probenkammer aus einem außerhalb
der Flüssigkeit angeordneten Meßgerät in eine in die
Flüssigkeitsmenge eintauchende Meßboje entfällt die
Notwendigkeit von zur Verschmutzung neigenden
Flüssigkeitsleitungen. Die innerhalb der zu untersuchenden
Flüssigkeit angeordnete Probenkammer kann auf direktem
Wege befüllt und entleert werden, ohne daß hierfür
irgendwelche Flüssigkeitsleitungen erforderlich wären.
Über Leitungen, die die Meßboje mit der entfernt hierzu
angeordneten Steuer- und Auswerteeinrichtung verbinden,
werden - neben elektrischen Meßsignalen und ggf.
elektrischen Steuerimpulsen oder elektrischer
Antriebsenergie - allenfalls Reagenzen und/oder Gase
transportiert. Der Transport dieser Stoffe ist im
Vergleich zum Transport von Flüssigkeitsproben völlig
problemlos und führt nicht zur Gefahr von Verunreinigungen
oder Verstopfungen.
Da zumindest der die Probenkammer enthaltende Abschnitt
der Meßboje in die zu untersuchende Flüssigkeit eintaucht,
reicht es zum Befüllen der Probenkammer aus, das in der
Probenkammer enthaltene Gas abzuführen, d. h. im
einfachsten Fall die Probenkammer zur Atmosphäre zu
öffnen. Der hydrostatische Druck der die Meßboje
umgebenden Flüssigkeit drückt die Flüssigkeitsprobe in die
Probenkammer. Zum Entleeren der Probenkammer wird durch
die Gaswechseleinrichtung Gas, beispielsweise Luft, unter
Druck zugeführt, um die Flüssigkeitsprobe aus der
Probenkammer herauszudrücken. Die Intensität der
Gaszuführung kann dabei so gewählt werden, daß es zu einer
turbulenten Verwirbelung der Flüssigkeitsprobe in der
Probenkammer kommt, wodurch in sehr einfacher Weise eine
wirksame Spülung und Reinigung der Probenkammer und der
Kammeröffnung erfolgt. Dadurch ist eine Verstopfung der
Kammeröffnung weitestgehend ausgeschlossen.
Vorzugsweise ist in der Meßboje mindestens eine in die
Probenkammer mündende Reagenz-Dosiereinrichtung
angeordnet, die mit einer außerhalb der Meßboje
angeordneten Reagenzquelle über eine Schlauchleitung
verbunden ist. Dadurch können in der Probenkammer auch
solche Untersuchungen durchgeführt werden - die wie dies
inbesondere bei der Abwasseruntersuchung häufig der Fall
ist - eine chemische Reaktion der Flüssigkeitsprobe mit
einem oder mehreren Reagenzen erforderlich machen. Für die
Transportleitungen für die flüssigen oder gasförmigen
Reagenzen besteht keine Verstopfungsgefahr; sie können
deshalb auch über verhältnismäßig große Entfernungen
zwischen der Meßboje und einer Versorgungseinheit geführt
werden.
Bevorzugt weist die Gaswechseleinrichtung eine in der
Meßboje angeordnete, an die Probenkammer angeschlossene
Gaspumpe auf, die mit einer außerhalb der Meßboje
angeordneten Gasquelle über eine Schlauchleitung verbunden
sein kann. Eine solche Schlauchleitung unterliegt
ebenfalls keiner Verstopfungsgefahr und kann deshalb
problemlos über eine größere Entfernung verlegt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Kammeröffnung der Probenkammer in eine
darunter in der Meßboje angeordnete Absetzkammer mündet,
die eine Bodenöffnung aufweist. Vor allem bei der
Untersuchung des wäßrigen Anteils von Belebtschlamm einer
Kläranlage ist es notwendig, den Feststoffanteil vor der
Untersuchung abzutrennen. Die der Probenkammer
vorgeschaltete Absetzkammer dient dazu, die
Flüssigkeitsprobe während einer Befüllpause aufzunehmen,
so daß sich der Belebtschlammanteil im unteren Bereich der
Absetzkammer absetzt bzw. konzentriert, bevor die auf
diese Weise vorgereinigte Flüssigkeitsprobe in die
Probenkammer eingelassen wird.
Um diesen zeitlichen Ablauf der Befüllung der Probenkammer
zu steuern, ist vorzugsweise im Bereich der die
Absetzkammer mit der Probenkammer verbindenden
Kammeröffnung ein Füllstandssensor angeordnet, der mit der
Steuerung für die Gaswechseleinrichtung verbunden ist.
Durch den Füllstandssensor wird festgestellt, wann die
Absetzkammer gefüllt ist. In diesem Zustand wird der
Befüllvorgang unterbrochen, damit sich der Schlammanteil
in der Absetzkammer absetzen kann. Nach dieser
vorgegebenen Zeitspanne wird der Befüllvorgang
fortgesetzt.
Für die Untersuchung von Belebtschlamm, in dem ständig
Gasblasen aufsteigen, hat es sich als zweckmäßig erwiesen,
im Abstand unter der Bodenöffnung der Absetzkammer einen
in der lotrechten Projektion allseitig über die
Bodenöffnung hinausreichenden Abweiskörper anzuordnen.
Dieser Abweiskörper verhindert, daß Gasblasen in die
Absetzkammer und in die Probenkammer eintreten.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung ist vorgesehen, daß die Probenkammer mit einer
Gaszufuhrleitung für ein Reaktionsgas verbunden ist, daß die
Kammeröffnung durch ein Ventil verschließbar ist und daß
eine durch ein Ventil verschließbare Gasabführleitung aus
der Probenkammer zu einer entfernt von der Meßboje
angeordneten Auswerteeinrichtung führt. Dadurch ist es
möglich, die in der Probenkammer aufgenommene
Flüssigkeitsprobe nach dem Verschließen der Kammeröffnung
einer Reaktion mit dem Reaktionsgas zu unterwerfen und
dieses Reaktionsgas danach aus der Meßboje heraus zu der
entfernt angeordneten Auswerteeinrichtung zu leiten, um
dort die erforderliche Analyse durchzuführen.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
näher erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es
zeigt:
Fig. 1 in einem senkrechten Schnitt eine Vorrichtung zur
Bestimmung des NH₄-Gehalts von Abwasser,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 + 4 in einer Darstellung entsprechend den Fig. 1
und 2 eine Vorrichtung zur Bestimmung des Nitrat- bzw.
Phosphatgehalts einer Abwasserprobe,
Fig. 5 + 6 in Darstellungen entsprechend den Fig. 1 und 2
eine Vorrichtung zur Bestimmung des Nitratgehalts von
Abwasser und
Fig. 7 + 8 in Darstellungen entsprechend den Fig. 1 und 2
eine Vorrichtung zur Bestimmung des TOC-Gehalts von
Abwasser.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung zur
Bestimmung des NH₄-Gehalts von Wasser weist eine in das zu
untersuchende Abwasser 1 eintauchbare Meßboje 2 auf, die
über nur schematisch angedeutete Leitungen 3 mit einer
entfernt davon angeordneten Steuer- und
Auswerteeinrichtung 4 verbunden ist. In der Meßboje 2 ist
eine Probenkammer 5 angeordnet, die die zu untersuchende
Abwasserprobe aufnimmt. In die Probenkammer 5 ragt ein
Rührwerk 6. Die Probenkammer 5 weist am Boden eine
Kammeröffnung 7 auf, durch die die Probenkammer 5 befüllt
und entleert werden kann. Unterhalb der Kammeröffnung 7
ist in der Meßboje 2 eine Absetzkammer 8 angeordnet, deren
Volumen größer als das der Probenkammer 5 ist. Die
Absetzkammer 8 weist eine Bodenöffnung 9 auf, unter der
ein Abweiskörper 10 im Abstand angeordnet ist. Der
Abweiskörper 10 ragt in der lotrechten Projektion
allseitig über die Bodenöffnung 9 hinaus und bewirkt, daß
die bei einer Belebtschlammuntersuchung aufsteigenden
Gasblasen nicht durch die Bodenöffnung 9 in die
Absetzkammer 8 eintreten können. Im Bereich der die
Absetzkammer 8 mit der Probenkammer 5 verbindenden
Kammeröffnung 7 ist ein Füllstandssensor 11 angeordnet.
Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel ragt in die Probenkammer 5 eine NH₃-Sonde
12, die über eine Leitung 13 mit der Steuer- und
Auswerteeinrichtung 4 verbunden ist. Eine
Schlauchleitung 14 führt von einer außerhalb der Meßboje 2
angeordneten (nicht dargestellten) Reagenzquelle zu einem
Magnetventil 15, das eine Reagenz-Dosiereinrichtung zur
Zufuhr eines Reagenz in die Probenkammer 5 bildet. In
entsprechender Weise dient eine mit einem Magnetventil 16
verschließbare Schlauchleitung 17 zur Zufuhr von Säure zur
Probenkammer 5.
Eine ebenfalls in die Probenkammer 5 ragende pH-Sonde 18
dient zur Bestimmung des pH-Werts in der
Flüssigkeitsprobe. Eine Luftleitung, in der ein
Magnetventil 19 angeordnet ist, mündet ebenfalls in die
Probenkammer 5.
Zur Untersuchung einer Abwasserprobe werden die
Probenkammer 5 und die Absetzkammer 8 durch Zufuhr von
Luft oder Gas durch Öffnen des Magnetventils 19 entleert.
Nach Öffnen eines Magnetventils 20, das ebenfalls an die
Probenkammer 5 angeschlossen ist, entweicht die in der
Probenkammer 5 und der Absetzkammer 8 enthaltene Luft über
eine Schlauchleitung 17, und die Absetzkammer 8 wird
gefüllt, bis der Füllstandssensor 11 anspricht. Nach einer
Absetzpause, in der sich der in der Flüssigkeitsprobe
enthaltene Schlammanteil und ggf. weitere absetzbare
Stoffe in der Absetzkammer 8 nach unten abgesetzt haben,
erfolgt durch erneutes Öffnen des Magnetventils 16 die
Befüllung der Probenkammer 5 unter der Wirkung des
hydrostatischen Drucks des umgebenden Abwassers.
Sodann wird durch Öffnen des Magnetventils 15 Lauge in die
Probenkammer 5 eingelassen, bis sich an der Sonde 18 ein
pH-Wert von etwa 11 eingestellt hat. Bei einem pH-Wert von
11 liegt das gesamte NH₄ nach ausreichender Durchmischung
als NH₃ vor und wird mit der NH₃-Sonde 12 vermessen und
über einen Rechner in der Steuer- und Auswerteeinrichtung
4 ausgewertet. Danach kann ein erneuter Meßzyklus in der
beschriebenen Weise durchgeführt werden.
Zur Kalibrierung der Vorrichtung kann eine Standardleitung
21 über ein Magnetventil 20 an die Probenkammer 5
angeschlossen sein, um eine Standardflüssigkeit
zuzuführen, so daß eine automatische Kalibrierung
vorgenommen werden kann.
In ähnlicher Weise kann eine (nicht dargestellte) NO₃-Meßvorrichtung
ausgeführt sein. Anstelle der beschriebenen
NH₃-Sonde 12 ist dann eine NO₃-Sonde vorgesehen. Außerdem
wird eine zusätzliche Leitfähigkeitssonde in der
Probenkammer 5 angebracht.
Bei allen folgenden Ausführungsbeispielen sind gleiche
Teile mit gleichen Bezugszeichen wie bei den Fig. 1 und 2
bezeichnet.
Die Fig. 3 und 4 zeigen als Ausführungsbeispiel der
Erfindung eine Vorrichtung zur Bestimmung des Nitrat-Phosphatgehalts
von Abwasser. An der Probenkammer 5 ist
eine optische Meßzelle 22 angeordnet, die ein Signal an
die Steuer- und Auswerteeinrichtung 4 liefert, wenn in der
Flüssigkeitsprobe ein Farbumschlag auftritt, der durch die
dosierte Zufuhr von Reagenz durch die Schlauchleitung 14
und das Magnetventil 15 auftritt.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine Vorrichtung zur Bestimmung
des Nitratgehalts von Abwasser mittels eines optischen
Meßgeräts 23, das in der Meßboje 2 angeordnet ist. Ein
Lichtwellensender 24 wirft einen Lichtstrahl auf einen
Reflektor 25 in der Probenkammer 5, der von dort
reflektiert wird und auf einen Lichtwellenempfänger 26
trifft. Die elektrische Antriebsenergie für die optische
Einrichtung 23 und die Signalübermittlung zur Steuer- und
Auswerteeinrichtung 4 erfolgt über elektrische Leitungen
27. Als Gaswechseleinrichtung zum Befüllen und Entleeren
der Probenkammer 5 und der Absetzkammer 8 dient ein
Kompressor 28, der über ein Magnetventil 29 an die
Probenkammer 5 angeschlossen ist. Nach dem Entleeren der
Probenkammer 5 kann eine Referenzmessung durchgeführt
werden, um die durch Verschmutzungen am Lichtwellensender
24, am Reflektor 25 und/oder am Lichtwellenempfänger 26
auftretenden Signalveränderungen zu kompensieren.
Das in den Fig. 7 und 8 gezeigte Ausführungsbeispiel der
Erfindung stellt eine Vorrichtung zur Untersuchung des
oxidierbaren Kohlenstoffgehalts (TOC-Gehalt) von Abwasser
dar. Die Meßsonde 2 wird auch hierbei in das Abwasser 1
eingetaucht. In die Probenkammer 5 ragt eine pH-Sonde 30.
Eine mit einem Magnetventil 31 verschließbare
Gaszufuhrleitung 32 mündet am Boden der Probenkammer 5 unter
einer Fritte 33, um Reaktionsgas (O₃) in die Probenkammer
5 zu leiten. Um zu verhindern, daß das in die Probenkammer
5 eingebrachte Reaktionsgas die Probenkammer 5 entleert,
ist im Bereich der Kammeröffnung 7 ein Ventil 34
angeordnet, das geschlossen wird, wenn Reaktionsgas der
Probenkammer 5 zugeführt wird.
Ein in die Probenkammer 5 ragender Füllstandssensor 35 gibt
ein Signal, wenn die Probenkammer 5 vollständig gefüllt
ist. Über Magnetventile 36 bzw. 37 können Säure bzw. Lauge
der Probenkammer 5 zugeführt werden. Nach der Reaktion mit
der in der Probenkammer 5 enthaltenen Abwasserprobe
gelangt das Reaktionsgas über ein Magnetventil 38 und eine
Gasabführleitung 39 zu einer entfernt von der Meßboje 2 in
der Steuer- und Auswerteeinrichtung 4 angeordneten
Auswerteeinrichtung. Die dort durchgeführte Analyse des
austretenden Reaktionsgases liefert einen Meßwert für den
TOC-Gehalt des untersuchten Abwassers.
In Fig. 7 ist im unteren Bereich der Meßboje 2 eine
Absetzkammer 8 mit strichpunktierten Linien nur
angedeutet. Damit soll dargestellt werden, daß auf eine
solche Absetzkammer 8 verzichtet werden kann. Insbesondere
bei der TOC-Bestimmung kann es erforderlich sein, auf das
Absetzen von Feststoffanteilen in dem zu untersuchenden
Abwasser zu verzichten, wenn diese Feststoffanteile bei
der Bestimmung des TOC-Gehalts berücksichtigt werden
müssen.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Untersuchung von Flüssigkeitsproben,
mit einer Probenkammer, in der mindestens eine
Untersuchungseinrichtung angeordnet ist, mit einer Steuer- und
Auswerteeinrichtung, und mit einer Befüll- und
Entleereinrichtung, durch die jeweils eine
Flüssigkeitsprobe aus einer Flüssigkeitsmenge der
Probenkammer zugeführt und aus dieser abgeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Probenkammer (5) in einer
in die Flüssigkeitsmenge (1) eintauchbaren Meßboje (2)
angeordnet ist und über eine Kammeröffnung (7) mit der
Außenseite der Meßboje (2) in Verbindung steht, daß
mindestens eine Untersuchungseinrichtung in der Meßboje
(2) angeordnet ist, daß die Steuer- und
Auswerteeinrichtung (4) entfernt von der Meßboje (2)
angeordnet und mit dieser über Leitungen (3) verbunden ist
und daß die Befüll- und Entleereinrichtung eine
Gaswechseleinrichtung aufweist, mit der ein die
Flüssigkeitsprobe verdrängendes Gas in die Probenkammer
(5) eingeführt und daraus abgeführt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Meßboje (2) mindestens eine in die Probenkammer
(5) mündende Reagenz-Dosiereinrichtung (15) angeordnet
ist, die mit einer außerhalb der Meßboje (2) angeordneten
Reagenzquelle über eine Schlauchleitung (14) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gaswechseleinrichtung eine in der Meßboje (2)
angeordnete, an die Probenkammer (5) angeschlossene
Gaspumpe (28) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammeröffnung (7) in eine darunter in der Meßboje
(2) angeordnete Absetzkammer (8) mündet, die eine
Bodenöffnung (9) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der die Absetzkammer (8) mit der
Probenkammer (5) verbindenden Kammeröffnung (7) ein
Füllstandssensor (11) angeordnet ist, der mit der
Steuerung für die Gaswechseleinrichtung verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß im Abstand unter der Bodenöffnung (9) ein in der
lotrechten Projektion allseitig über die Bodenöffnung (9)
hinausreichender Abweiskörper (10) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Probenkammer (5) mit einer Gaszufuhrleitung (32)
für ein Reaktionsgas verbunden ist, daß die Kammeröffnung
(7) durch ein Ventil (34) verschließbar ist, und daß eine
durch ein Ventil (38) verschließbare Gasabführleitung (39)
aus der Probenkammer (5) zu einer entfernt von der Meßboje
(2) angeordneten Auswerteeinrichtung führt.
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| CN113044173A (zh) * | 2021-04-27 | 2021-06-29 | 仇静 | 一种水污染治理用水质监测装置 |
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-
1995
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