DE19543414A1 - Verfahren zum Walzen von Spundwandbohlen mit Z-förmigem Querschnitt - Google Patents
Verfahren zum Walzen von Spundwandbohlen mit Z-förmigem QuerschnittInfo
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- Bulkheads Adapted To Foundation Construction (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum
Warmwalzen von Spundwandbohlen mit Z-förmigem Querschnitt aus
Halbprodukten mit H-förmigem Querschnitt, insbesondere aus
beim Stranggießen erhaltenen "beam blanks".
Während bis vor kurzem das Walzen von Profilstahl, wie
beispielsweise Trägern, Spundwandbohlen, Winkelprofilen, aus
einem rechteckigen Anfangsquerschnitt erfolgte, ist die gegen
wärtige Tendenz, durch Stranggießen erhaltene Vorformlinge zu
verwenden, wodurch die Anzahl der Walzschritte, die notwendig
ist, um den fertigen Profilstahl zu erhalten, begrenzt wird.
So erfolgt das Warmwalzen von H-Trägern immer häufiger aus
beim Stranggießen erhaltenen "beam blanks", die bereits eine
H-Form haben. Die Techniken zum Stranggießen dieser "beam
blanks" werden im übrigen vollkommen beherrscht.
Was die Spundwandbohlen betrifft, so gibt es noch keine
Technik zum Stranggießen von spezifischen Vorformlingen. Im
Gegensatz zu den Trägern, deren H-förmiger Querschnitt zwei
Symmetrieebenen aufweist, weist der Querschnitt von Spund
wandbohlen bei den U-förmigen Spundwandbohlen in der Tat nur
eine Symmetrieebene, bzw. bei den Z-förmigen Spundwandbohlen
überhaupt keine Symmetrieebene auf. Das Stranggießen von Quer
schnitten, die eine dem Querschnitt der fertigen Spundwand
bohlen nahekommende Form haben, ist also in technischer Hin
sicht nicht so leicht wie das Stranggießen von "beam blanks"
mit zwei Symmetrieebenen für Träger.
Da die Spundwandbohlen jedoch oft auf den gleichen
Walzstraßen wie die Träger gewalzt werden, wäre es vorteil
haft, die Spundwandbohlen, und insbesondere die Spundwand
bohlen mit Z-förmigem Querschnitt aus den "beam blanks" mit H-
förmigem Querschnitt herstellen zu können, um einerseits die
Anzahl der Querschnitte von stranggegossenen "beam blanks" zu
begrenzen, und andererseits gleichzeitig die Probleme zu ver
meiden, die mit dem Stranggießen von speziellen Querschnitten
für Spundwandbohlen verbunden sind.
Ein Verfahren zum Walzen von Z-förmigen Spundwandbohlen
aus "beam blanks" wurde in der Patentanmeldung JP-A-4/288903
beschrieben. Bei diesem Walzverfahren wird während einer
ersten Walzphase das Halbprodukt mit H-förmigem Querschnitt in
einen Vorformling der Spundwandbohle mit Z-förmigem Quer
schnitt umgewandelt, wobei dieser Vorformling, abgesehen von
dem Vorformling der Klauen, bereits die endgültige Geometrie
der Spundwandbohle hat. Die zweite Walzphase ist im wesent
lichen dem Grobwalzen des Steges und der Flügel, und dem
Walzen der Klauen gewidmet. Die globale Form des Z-förmigen
Querschnitts ändert sich praktisch nicht mehr. Dieses Walzver
fahren erfordert komplizierte Stauchungen des Materials, die
Fehler erzeugen können, wie beispielsweise Überwalzungen bei
den Ecken zwischen dem Steg und den Flügeln der Spundwand
bohle.
Das der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Problem
besteht darin, ein Walzverfahren vorzuschlagen, das an das
Warmwalzen einer Spundwandbohle mit Z-förmigem Querschnitt aus
einem Halbprodukt mit H-förmigem Querschnitt besser angepaßt
ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung findet dieses Problem
seine Lösung in einem Verfahren gemäß dem ersten Patent
anspruch.
Anstatt aus dem Halbprodukt mit H-förmigem Querschnitt
einen der Z-förmigen Spundwandbohle geometrisch ähnlichen
Vorformling zu walzen, wird zunächst ein Vorformling ver
wirklicht, der zwei Flügel/Steg-Übergangsabschnitte aufweist,
die im wesentlichen parallel zu der Walzebene sind (die
parallel zu der Rotationsachse der Walzzylinder ist). Diese
zwei Flügel/Steg-Übergangsabschnitte verbinden Rohlinge der
Flügel der Spundwandbohle mit einem zu der Walzebene schrägen,
mittleren Abschnitt. Diese Verfahrensweise ermöglicht, das
Material der Flügelenden des Halbprodukts mit H-förmigem
Querschnitt auf sehr einfache Weise zu verteilen, und zwar
entweder auf die Rohlinge der Flügel/Klauen, oder auf die zwei
Flügel/Steg-Übergangsabschnitte.
Die zwei Flügel/Steg-Übergangsabschnitte und der
mittlere Abschnitt bilden in vorteilhafter Weise einen krummen
Vorformling des Steges der Spundwandbohle. Um die Walzarbeit
zu vereinfachen, wird dieser krumme Vorformling während der
gesamten Grobwalzphase beibehalten. Erst gegen Ende des Walz
verfahrens wird der krumme Vorformling des Steges abgeflacht,
um den endgültigen Steg der Spundwandbohle zu bilden. Auf
diese Weise ist es möglich, die beim Walzen notwendige Breite
zu reduzieren; was folglich ermöglicht, entweder mit weniger
breiten Walzzylindern zu arbeiten, oder auf derselben Walzen
straße breitere Spundwandbohlen zu walzen. In diesem Zusammen
hang sollte daran erinnert werden, daß bei gleichem Elastizi
tätsmodul die Verwendung einer breiteren Spundwandbohle ermög
licht, das Gewicht pro m² Spundwand aus Spundwandbohlen um
ungefähr 15% zu reduzieren. Folglich ist ersichtlich, daß die
vorliegende Erfindung auch einen bedeutenden wirtschaftlichen
Vorteil bietet, da sie ermöglicht, auf einer vorhandenen
Walzenstraße breitere Spundwandbohlen-Querschnitte zu walzen.
Bei einer ersten Walzphase ist es vorteilhaft, haupt
sächlich eine Abflachung der Flügelenden A2 und A4, und eine
seitliche Spreizung der Flügelenden A1 und A3 zu verwirkli
chen. Dabei ist anzumerken, daß die Flügelenden des Halb
produkts mit H-förmigem Querschnitt beim Herumgehen um den H-
förmigen Querschnitt in aufeinanderfolgender Weise mit A1, A2,
A3, A4 bezeichnet sind.
Die Stauchung des Materials des Halbprodukts mit H-
förmigem Querschnitt bei dem Grobwalzen kann in groben Zügen
wie folgt gekennzeichnet werden:
Der größte Teil des Materials der Flügelenden A2 und A4 geht in die Übergangsabschnitte über.
Das Material der Flügelenden A1 und A3 geht in die Vorformlinge der zwei seitlichen Flügel, und in die Vorformlinge der Klauen über.
Der Mittelabschnitt wird praktisch im wesentlichen aus Material gebildet, das von dem Steg des Halbprodukts mit H-förmigem Querschnitt stammt.
Der größte Teil des Materials der Flügelenden A2 und A4 geht in die Übergangsabschnitte über.
Das Material der Flügelenden A1 und A3 geht in die Vorformlinge der zwei seitlichen Flügel, und in die Vorformlinge der Klauen über.
Der Mittelabschnitt wird praktisch im wesentlichen aus Material gebildet, das von dem Steg des Halbprodukts mit H-förmigem Querschnitt stammt.
Der mittlere Abschnitt, der die zwei Flügel/Steg-
Übergangsabschnitte miteinander verbindet, wird vorzugsweise
so gewalzt, daß er mit der Walzebene einen Winkel α bildet,
der in progressiver Weise bis zu einem maximalen Wert
α(max)<α₀ vergrößert wird, wobei α₀ der Winkel ist, den der
endgültige Steg mit der Walzebene bildet. Gegen Ende des
Walzverfahrens wird dieser Winkel α(max) dann auf den end
gültigen Wert α₀ reduziert. Diese Verfahrensweise ermöglicht,
hinsichtlich der Walzbreite möglichst viel Platz zu gewinnen.
Es ist ersichtlich, daß die vorliegende Erfindung auch
eine Methode bietet, um das Walzen der Flügel und der Klauen
der Spundwandbohle zu optimieren. Bei jedem der zwei Rohlinge
der Flügel wird vorzugsweise ein Vorformling der Klaue, ein zu
der Walzebene im wesentlichen paralleler Klaue/Flügel-Über
gangsabschnitt, und ein Verbindungsabschnitt zwischen dem
Klaue/Flügel-Übergangsabschnitt und dem Flügel/Steg-Übergangs
abschnitt gewalzt. Der Klaue/Flügel-Übergangsabschnitt, der im
wesentlichen parallel zu der Walzebene ist, vereinfacht die
Stauchung des Materials in dem Bereich des Flügel/Klaue-
Vorformlings beträchtlich, und erleichtert außerdem das Walzen
der Klaus. Zum Walzen der Klaue wird zunächst ein Einschnitt
senkrecht zu der Walzebene in den Vorformling der Klaue
gewalzt. Gegen Ende des Walzvorgangs werden der Klaue/Flügel-
Übergangsabschnitt und der Verbindungsabschnitt zwischen dem
Klaue/Flügel-Übergangsabschnitt und dem Flügel/Steg-Übergangs
abschnitt abgeflacht und ausgerichtet, um einen ebenen Flügel
zu erhalten, der einen Winkel β₀ mit der Walzebene bildet.
Die vorliegende Erfindung wird mit Hilfe des in den
beigefügten Figuren veranschaulichten Beispiels besser ver
ständlich werden.
Die Fig. 1 zeigt die progressive Weiterentwicklung des
Querschnitts des gewalzten Produkts bei einem
Walzverfahren der vorliegenden Erfindung.
Die Fig. 2 zeigt bei (a) den Querschnitt eines erfindungs
gemäßen Vorformlings der Spundwandbohle vor dem
Walzschritt, bei dem die endgültige Form der
Spundwandbohle erhalten wird, und bei (b) die
endgültige Form der Spundwandbohle mit Z-förmigem
Querschnitt.
Die Fig. 1 gibt zur Veranschaulichung der vorliegenden
Erfindung die progressive Weiterentwicklung des Querschnitts
des gewalzten Produkts wieder beim Walzen einer "AZ 36"-
Spundwandbohle mit Verfalzungsklauen vom Typ LARSSEN® aus
einem stranggegossenen "beam blank" 10 mit H-förmigem Quer
schnitt. Der "beam blank" 10, von dem ausgegangen wird, weist
zwei Symmetrieebenen auf und kann in 5 Bereiche unterteilt
werden: einen Steg 12, der auf der Walzstraße parallel zu der
Walzebene 8 ausgerichtet ist (die parallel zu der Rotations
achse der - nicht wiedergegebenen - Walzzylinder ist), und
vier Flügelenden, die beim Herumgehen um den "beam blank" in
aufeinanderfolgender Weise mit A1, A2, A3, A4 bezeichnet sind.
Die Flügelenden A1, A2, A3, A4 sind durch Rundungsbögen 14 mit
dem Steg 12 verbunden. Die äußeren Seitenflächen 16 der zwei
Holme des H sind eben und senkrecht zu dem Steg. Dabei ist
anzumerken, daß die Gesamtfläche der Querschnitte der vier
Flügelenden ein wenig größer als die Fläche des Querschnitts
des Steges ist.
Bei dem ersten Walzdurchlauf wurde der mittlere Teil des
Steges 12 des "beam blank" ein wenig dünner gemacht und schräg
zu der Walzebene 8 ausgerichtet. Die Flügelenden A2 und A4
wurden parallel zu der Walzebene abgeflacht. Die Flügelenden
A1 und A3 wurden verrundet. In der Mitte der Seitenflächen des
"beam blank" 10 wurde eine leichte Ausbauchung erhalten.
Bei dem zweiten Walzdurchlauf wurden die Flügelenden A2
und A4 noch weiter abgeflacht, um zu der Walzebene parallele,
ebene Oberflächen 18 zu erhalten. Die Flügelenden A1 und A3
wurden seitlich nach außen gespreizt. Dabei ist anzumerken,
daß alle konkaven Verbindungen des Querschnitts mit Hilfe von
Kurven, die große Krümmungsradien haben, verwirklicht werden.
Ab dem dritten Walzdurchlauf erkennt man einen schrägen,
mittleren Abschnitt 20, zwei Flügel/Steg-Übergangsabschnitte
22′, 22′′, und die Rohlinge 24′, 24′′ der zukünftigen Flügel und
Klauen der endgültigen Spundwandbohle. Die zwei Flügel/Steg-
Übergangsabschnitte 22′, 22′′ sind an der Stelle der Flügel
enden A2 und A4 gelegen, und im wesentlichen parallel zu der
Walzebene. Dabei ist anzumerken, daß die Flügel/Steg-Über
gangsabschnitte 22′, 22′′ auf der konvexen Seite eine im
wesentlichen ebene Oberfläche 23′, 23′′ aufweisen, und daß auf
der entgegengesetzten Seite genügend Platz für eine konkave
Verbindung 26′, 26′′ mit großem Krümmungsradius vorhanden ist.
Diese konkaven Verbindungen 26′, 26′′ verbinden den schrägen,
mittleren Abschnitt 20 mit den Rohlingen 24′, 24′′ der
zukünftigen Flügel und Klauen der endgültigen Spundwandbohle.
Dabei ist anzumerken, daß der Winkel α bei dem dritten Walz
durchlauf zugenommen hat, und daß die Flügelenden A2 und A4
vollständig verschwunden sind. Ihr Material ist hauptsächlich
in die Flügel/Steg-Übergangsabschnitte 22′, 22′′, aber auch in
die Rohlinge 24′, 24′′ der Flügel übergegangen. Die progressive
Abflachung der Flügelenden A2 und A4 parallel zu der Walz
ebene, um die Flügel/Steg-Übergangsabschnitte 22′, 22′′ zu
erhalten, sowie die konkaven Verbindungen 26′, 26′′ mit großem
Krümmungsradius ermöglichen, das Risiko der Bildung von Ober
flächenfehlern, wie beispielsweise Überwalzungen, wesentlich
zu reduzieren.
Der vierte Walzdurchlauf stellt das Ende einer ersten
Walzphase dar, die darin besteht, von dem H-förmigen "beam
blank" auf einen gebogenen, Z-förmigen Spundwandbohlen-
Vorformling überzugehen. Man erkennt jetzt deutlich den
schrägen, mittleren Abschnitt 20, dessen mit der Walzebene 8
gebildeter Winkel α erneut zugenommen hat, und die zu der
Walzebene parallelen Flügel/Steg-Übergangsabschnitte 22′, 22′′.
Die Rohlinge 24′, 24′′ der zukünftigen Flügel und Klauen der
endgültigen Spundwandbohle wurden noch dünner gemacht. Ein
Einschnitt 34 wurde senkrecht zu der Walzebene 8 in die
Vorformlinge der Klauen gewalzt. Man erkennt bereits
Klaue/Flügel-Übergangsabschnitte 30′, 30′′, die zu der
Walzebene im wesentlichen parallel sind; und Verbindungs
abschnitte 32′, 32′′, die die Klaue/Flügel-Übergangsabschnitte
30′, 30′′ mit den Flügel/Stegübergangsabschnitten 22′, 22′′
verbinden und einen Winkel β mit der Walzebene 8 bilden.
Dabei ist anzumerken, daß die zwei Flügel/Steg-Über
gangsabschnitte 22′, 22′′, und der schräge, mittlere Abschnitt
20 einen krummen Vorformling des Steges der endgültigen
Spundwandbohle darstellen, während jedes aus einem
Klaue/Flügel-Übergangsabschnitt 30′, 30′′ und einem Ver
bindungsabschnitt 32′, 32′′ gebildete Paar einen krummen
Vorformling des Flügels der endgültigen Spundwandbohle
darstellt.
Die nächsten Walzschritte (bis zu dem neunten Walz
durchlauf) sind hauptsächlich dem progressiven Grobwalzen des
krummen oder gebogenen Vorformlings der Spundwandbohle und dem
Walzen der Klauen gewidmet. Im Gegensatz zu dem, was bei dem
herkömmlichen Walzen der Spundwandbohlen mit Z-förmigem
Querschnitt geschieht, erfolgt das Grobwalzen vollständig bei
dem krummen Vorformling der Spundwandbohle mit Z-förmigem
Querschnitt. Auf diese Weise ist es unter anderem möglich, bei
den konvexen Bereichen der Spundwandbohle die Verbindungs
radien auszunutzen. Die krumme Form der zukünftigen Flügel
erleichtert unter anderem das Walzen der Klauen, da diese
Klauen praktisch parallel zu der Walzebene 8 und daher leicht
zugänglich sind. Beim Grobwalzen des krummen Steges bleibt der
Winkel α praktisch konstant, wobei er wesentlich größer ist
als der bei der endgültigen Spundwandbohle gemessene Winkel
(siehe Fig. 2).
Bis zu dem neunten Walzdurchlauf hat der Vorformling der
Klaue eine offene Form, wodurch seine Grobwalzung erleichtert
wird. Bei dem neunten Walzdurchlauf werden die Klauen, da die
Grobwalzung beendet ist, wieder geschlossen, um ihnen ihre
endgültige Form zu geben. Bei dem neunten Walzdurchlauf
erhalten die verschiedenen Wände außerdem im wesentlichen ihre
endgültige Dicke. Der letzte Walzdurchlauf dient nur dazu, die
Spundwandbohle geradezubiegen oder geradezurichten (siehe
Fig. 2). Die zwei zu der Walzebene parallelen Flügel/Steg-
Übergangsabschnitte 22′, 22′′ (deren gesamte Länge übrigens
zwischen 15% und 75% der endgültigen Länge des Steges der
Spundwandbohle betragen kann) und der mittlere Abschnitt 20
werden so geradegerichtet, daß sie einen geraden Abschnitt
bilden, der den endgültigen Steg 40 der Spundwandbohle
darstellt. Diese Verformung ist mit einer Abnahme des Winkels
α bis auf den Wert α₀ verbunden, wobei α₀ der Winkel ist, der
von dem Steg 40 der endgültigen Spundwandbohle und der
Walzebene gebildet wird. Auf die gleiche Weise werden die
Klaue/Flügel-Übergangsabschnitte 30′, 30′′ und die Verbindungs
abschnitte 32′, 32′′ geradegerichtet, um die Flügel 42′, 42′′
der endgültigen Spundwandbohle zu bilden; der Winkel β nimmt
dabei zu, wobei er seinen endgültigen Wert β₀ erreicht.
Es wird darauf hingewiesen, daß bei dem Walzverfahren
der vorliegenden Erfindung verschiedene Arten von "beam
blanks" verwendet werden können. Je nach der Breite der zu
walzenden Spundwandbohlen kann es sich als notwendig erweisen,
vor dem eigentlichen Walzen eine Stauchung vorzunehmen, die
ermöglicht, die Höhe des "beam blank" an die Breite des
betreffenden Profils anzupassen.
Bei dem obigen Beispiel wurde die Erfindung bei einer
mit Klauen 44′, 44′′ vom Typ "LARSSEN" versehenen, Z-förmigen
Spundwandbohle angewandt. Sie kann jedoch beim Walzen von mit
einer beliebigen Art von Klauen versehenen, Z-förmigen Spund
wandbohlen angewandt werden.
Claims (11)
1. Verfahren zum Warmwalzen einer Spundwandbohle mit Z-
förmigem Querschnitt aus einem Halbprodukt mit H-förmigem
Querschnitt,
wobei das Halbprodukt mit H-förmigem Querschnitt einen Steg (12) und vier Flügelenden aufweist, wobei diese Flügel enden beim Herumgehen um den H-förmigen Querschnitt mit A1, A2, A3, A4 bezeichnet sind,
wobei bei dem Walzverfahren Walzmittel verwendet werden, die eine Walzebene (8) so festlegen, daß der Steg (12) des H- förmigen Querschnitts des Halbprodukts im wesentlichen parallel zu dieser Walzebene (8) ist, und
wobei die Spundwandbohle mit Z-förmigem Querschnitt am Ende des Verfahrens einen ebenen Steg (40), der einen Winkel α₀ mit der Walzebene (8) bildet, zwei seitliche Flügel (42′, 42′′), die einen Winkel β₀ mit der Walzebene (8) bilden, und eine Klaue (44′, 44′′), die jeden der zwei seitlichen Flügel abschließt, aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spundwandbohle über einen Vorformling verwirklicht wird, der zwei zu der Walzebene (8) im wesentlichen parallele Flügel/Steg-Übergangsabschnitte (22′, 22′′) aufweist, wobei diese zwei Flügel/Steg-Übergangs abschnitte Rohlinge (24′, 24′′) der Flügel der Spundwandbohle mit einem zu der Walzebene (8) schrägen, mittleren Abschnitt (20) verbinden.
wobei das Halbprodukt mit H-förmigem Querschnitt einen Steg (12) und vier Flügelenden aufweist, wobei diese Flügel enden beim Herumgehen um den H-förmigen Querschnitt mit A1, A2, A3, A4 bezeichnet sind,
wobei bei dem Walzverfahren Walzmittel verwendet werden, die eine Walzebene (8) so festlegen, daß der Steg (12) des H- förmigen Querschnitts des Halbprodukts im wesentlichen parallel zu dieser Walzebene (8) ist, und
wobei die Spundwandbohle mit Z-förmigem Querschnitt am Ende des Verfahrens einen ebenen Steg (40), der einen Winkel α₀ mit der Walzebene (8) bildet, zwei seitliche Flügel (42′, 42′′), die einen Winkel β₀ mit der Walzebene (8) bilden, und eine Klaue (44′, 44′′), die jeden der zwei seitlichen Flügel abschließt, aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spundwandbohle über einen Vorformling verwirklicht wird, der zwei zu der Walzebene (8) im wesentlichen parallele Flügel/Steg-Übergangsabschnitte (22′, 22′′) aufweist, wobei diese zwei Flügel/Steg-Übergangs abschnitte Rohlinge (24′, 24′′) der Flügel der Spundwandbohle mit einem zu der Walzebene (8) schrägen, mittleren Abschnitt (20) verbinden.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die zwei Flügel/Steg-Übergangsabschnitte (22′, 22′′) und der
mittlere Abschnitt (20) einen krummen Vorformling des Steges
der Spundwandbohle bilden.
3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
gegen Ende der Walzung der krumme Vorformling des Steges
abgeflacht wird, um den endgültigen, ebenen Steg (40) der
Spundwandbohle zu bilden.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Spundwandbohle über einen Vorformling ver
wirklicht wird, bei dem jeder Flügel/Steg-Übergangsabschnitt
(22′, 22′′) auf der einen Seite durch eine im wesentlichen
ebene Oberfläche (23′, 23′′), und auf der anderen Seite durch
eine krumme, konkave Oberfläche (26′, 26′′) begrenzt wird.
5. Verfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß bei Walzdurchläufen zum Grobwalzen
des Halbprodukts mit H-förmigem Querschnitt
der größere Teil des Materials der Flügelenden A2 und A4 in die Flügel/StegÜbergangsabschnitte (22′, 22′′) übergeht,
das Material der Flügel enden A1 und A3 in die Vorform linge der zwei seitlichen Flügel, und in Vorformlinge der Klauen übergeht,
der mittlere Abschnitt (20) praktisch im wesentlichen aus Material gebildet wird, das von dem Steg (12) des Halb produkts mit H-förmigem Querschnitt stammt.
der größere Teil des Materials der Flügelenden A2 und A4 in die Flügel/StegÜbergangsabschnitte (22′, 22′′) übergeht,
das Material der Flügel enden A1 und A3 in die Vorform linge der zwei seitlichen Flügel, und in Vorformlinge der Klauen übergeht,
der mittlere Abschnitt (20) praktisch im wesentlichen aus Material gebildet wird, das von dem Steg (12) des Halb produkts mit H-förmigem Querschnitt stammt.
6. Verfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mittlere Abschnitt (20), der die zwei Flügel/Steg-Übergangsabschnitte (22′, 22′′) miteinander ver bindet, mit der Walzebene (8) einen Winkel α bildet, der in progressiver Weise bis zu einem maximalen Wert α(max)<α₀ vergrößert wird, und
daß gegen Ende des Walzverfahrens dieser Winkel α(max) auf den endgültigen Winkel α₀ reduziert wird.
daß der mittlere Abschnitt (20), der die zwei Flügel/Steg-Übergangsabschnitte (22′, 22′′) miteinander ver bindet, mit der Walzebene (8) einen Winkel α bildet, der in progressiver Weise bis zu einem maximalen Wert α(max)<α₀ vergrößert wird, und
daß gegen Ende des Walzverfahrens dieser Winkel α(max) auf den endgültigen Winkel α₀ reduziert wird.
7. Verfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer ersten Walzphase
hauptsächlich eine Abflachung der Flügelenden A2 und A4, und
eine seitliche Spreizung der Flügelenden A1 und A3 verwirk
licht wird.
8. Verfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß bei jedem der zwei Rohlinge der
Flügel ein Vorformling der Klaue, ein Klaue/Flügel-
Übergangsabschnitt (30′, 30′′), der im wesentlichen parallel zu
der Walzebene (8) ist, und ein Verbindungsabschnitt (32′, 32′′)
zwischen dem Klaue/Flügel-Übergangsabschnitt (30′, 30′′) und
dem Flügel/Steg-Übergangsabschnitt (22′, 22′′) gewalzt wird.
9. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
gegen Ende der Walzung der Klaue/Flügel-Übergangsabschnitt
(30′, 30′′) und der Verbindungsabschnitt (32′, 32′′) zwischen
dem Klaue/Flügel-Übergangsabschnitt (30′, 30′′) und dem
Flügel/Steg-Übergangsabschnitt (22′, 22′′) abgeflacht werden,
um einen ebenen Flügel (42′, 42′′) zu verwirklichen, der den
Winkel β₀ mit der Walzebene (8) bildet.
10. Verfahren gemäß Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß nach dem Walzen des Klaue/Flügel-Übergangs
abschnitts (30′, 30′′), der im wesentlichen parallel zu der
Walzebene (8) ist, ein Einschnitt (34) senkrecht zu der
Walzebene in den Vorformling der Klaue gewalzt wird.
11. Verfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Breite eines zu der Walzebene
(8) im wesentlichen parallelen Flügel/Steg-Übergangsabschnitts
(22′, 22′′) mindestens 15% der endgültigen Breite des Steges
(40) beträgt.
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|---|---|---|---|
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