DE19542342A1 - Schallgedämpfte Scheibenräder für Schienenfahrzeuge - Google Patents
Schallgedämpfte Scheibenräder für SchienenfahrzeugeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60B—VEHICLE WHEELS; CASTORS; AXLES FOR WHEELS OR CASTORS; INCREASING WHEEL ADHESION
- B60B17/00—Wheels characterised by rail-engaging elements
- B60B17/0006—Construction of wheel bodies, e.g. disc wheels
- B60B17/0013—Construction of wheel bodies, e.g. disc wheels formed by two or more axially spaced discs
- B60B17/0017—Construction of wheel bodies, e.g. disc wheels formed by two or more axially spaced discs with insonorisation means
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Description
Die Erfindung betrifft ein schallgedämpftes Scheibenrad
für Schienenfahrzeuge, das als klotzgebremstes Vollrad
oder als klotzgebremstes bereiftes Rad eingesetzt wird.
Bei der Fortbewegung von Schienenfahrzeugen im Gleis
treten Geräusche auf, die in den Berührungsflächen
zwischen Rädern und Schienen entstehen. Die Geräusche
resultieren im wesentlichen aus einer Überlagerung von
Roll- und Gleitvorgängen und aus Rotationsschwingungen.
Die derart entstandenen Geräusche werden einmal als
Luftschall von dem System Rad - Schiene abgestrahlt,
zum anderen werden sie als Körperschall von der
Ursprungsstelle durch die Schiene und das Rad weiter
geleitet.
Aus der DE 26 52 874 ist eine Einrichtung zur Schall
dämmung an einem Schienenrad mittels eines den Körper
schall absorbierenden Schirmes bekannt, der an min
destens einer Seite der Radscheibe unter Bildung eines
Zwischenraumes zur Radscheibe angeordnet und mit dem
Schienenrad kraftschlüssig verbunden ist. Der Schirm
wird aus nebeneinander angeordneten Hornteilen
gebildet.
Aus der DE 31 19 497 ist ein Körperschalldämpfer für
ein Schienenrad bekannt, der aus in Umfangsrichtung
nebeneinander angeordneten Wellenleitern in Form von
Hornteilen besteht, welche an der Basisfläche mit dem
Laufrad kraftschlüssig verbunden sind und eine Kreis
ringscheibe bilden.
Aus der DE 31 20 068 ist ein geräuschgedämpftes
Schienenrad mit mindestens einem am Radkranz bzw. der
Radfelge angeordneten ringförmigen Dämpfungsglied aus
konzentrisch zueinander angeordneten Elementen bekannt,
die abwechselnd aus Metall und Kunststoffmaterial
bestehen, wobei das ringförmige Dämpfungsglied in den
Radkranz bzw. die Radfelge eingesetzt wird. Die radiale
Vorspannung wird durch einen in das ringförmige
Dämpfungsglied eingesetzten Spannring bzw. Spreizring
erzeugt. Dabei wird zunächst das Dämpfungsglied aus den
einzelnen Elementen aufgebaut und als Baueinheit in den
Radkranz bzw. die Radfelge eingesetzt, abschließend
wird in das ringförmige Dämpfungsglied der Spannring
eingesetzt.
Aus der bisher unveröffentlichten DE 195 17 387.2 ist
ein schallgedämpftes Schienenrad bekannt, bei dem die
Schalldämpfung durch Dämpfungsringe erfolgt, die beid
seitig vom Steg an den Unterseiten des Radkranzes in
umlaufende Aussparungen eingebracht werden. Zwischen
den Dämpfungsringen und den Aussparungen wird ein
zusätzliches Dämpfungsmaterial angeordnet. Zwischen
Aussparung und Dämpfungsring sind Abstandshalter
eingelegt.
Die Dämpfungsringe weisen in Querschnittsrichtung eine
Teilung auf, damit diese während des Einbaus gleich
mäßig gegen Dämpfungsmaterial und Abstandshalter in die
Aussparungen des Radkranzes gedrückt werden können.
Befestigt werden die geteilten Dämpfungsringe durch
über den Teilungsquerschnitt verteilte Schweißpunkte.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Schall
dämpfungsvorrichtungen für klotzgebremste Scheibenräder
für Schienenfahrzeuge zu schaffen, die den heutigen
Anforderungen in Bezug auf Geräuschdämmung und Laufruhe
gerecht werden und bei denen eine direkte Übertragung
der Geräusche und Rotationsschwingungen auf die
Schalldämmelemente erfolgt.
Die Aufgabe wird in der Weise gelöst, wie es im
Anspruch 1 angegeben ist. Die Unteransprüche dienen der
vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung.
Das schallgedämpfte Schienenrad wird einerseits als
Vollrad, andererseits als bereiftes Schienenrad
verwendet.
Erfindungsgemäß sind bei beiden Radtypen an der Unter
seite des Radkranzes bzw. des Radreifens mindestens
eine umlaufende Aussparung zum Einbringen von eintei
ligen Dämpfungsringen mit viereckigem Querschnitt
eingearbeitet.
Untersuchungen zur Verminderung des Schalldruckpegels
dB (A) in Schienenrädern haben gezeigt, daß eine Redu
zierung des Schallpegels erfolgt, wenn anstelle eines
kompakten Radkranzes bei Vollrädern bzw. Radreifen bei
bereiften Rädern ein Teil der Masse an der Unterseite
des Radkranzes bzw. Radreifens am Übergang zum Steg
durch eine mechanische Bearbeitung entfernt und
anschließend durch schalldämmende Elemente von gleicher
oder größerer Masse wieder eingebracht wird.
Die bei der Fortbewegung von Schienenfahrzeugen
zwischen Rädern und Schienen entstehenden Geräusche und
Schwingungen werden als Luft- bzw. Körperschall von der
Schiene auf das Rad und damit auf die Fahrgestelle
übertragen.
Durch Einbringen eines oder mehrerer Dämpfungsringe
werden die Schwingungen sowohl durch die Verbindung
zwischen Rad- und Dämpfungsring als auch durch den
Dämpfungsring selbst, auch in Abhängigkeit von der
Gestaltung dieses Dämpfungsringes, absorbiert.
Die Herstellung der schallgedämpften, klotzgebremsten
Scheibenrädern erfolgt in der Weise, daß die Dämpfungs
ringe in die Aussparungen eingeschrumpft werden. Zu
diesem Zweck werden die Dämpfungsringe unterkühlt und
das Rad erwärmt.
Die Dämpfungsringe ziehen sich dabei geringfügig
zusammen, während sich das Rad geringfügig ausdehnt.
Nach Einlegen der Dämpfungsringe in die Aussparungen
des Radkranzes bzw. des Radreifens findet ein
Temperaturausgleich in der Form statt, daß eine
kraftschlüssige Verbindung zwischen den Dämpfungsringen
und dem Scheibenrad erfolgt.
Bevorzugte Dämpfungsringe weisen eine rechteckige bzw.
quadratische Querschnittsform auf, es können jedoch
auch rechteckige bzw. quadratische Dämpfungsringe
verwendet werden, die innen kreisbogenförmig abgerundet
sind.
Zwecks Gewichtsreduzierung können in beide Arten von
Dämpfungsringen Bohrungen in regelmäßigen Abständen
eingebracht werden, die Dämpfungsringe können auch als
Hohlprofil ausgeführt und mit einem Verbundwerkstoff
ausgefüllt werden, der erheblich leichter als Stahl
ist, jedoch bessere Dämpfungsmerkmale aufweist.
Schließlich können die Dämpfungsringe auch einen
winkelförmigen Querschnitt mit Bohrungen aufweisen, um
zusätzliche Körperschalldämpfer nach der DE 26 52 874
sowie nach der DE 31 19 497 zu befestigen.
Die Befestigung der Dämpfungsringe in den Aussparungen
des Radkranzes bzw. des Radreifens kann auch durch
Kleben erfolgen.
Letztlich können auch Dämpfungsringe mit rundem
Querschnitt in die Aussparungen eingeschrumpft werden,
wobei die Aussparungen dann jedoch einen kreisförmigen
Querschnitt aufweisen müssen, der dem Querschnitt der
runden Dämpfungsringe entspricht.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand von
schematischen Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Hälfte eines
schallgedämpften Vollrades,
Fig. 2-6 Ausführungsbeispiele von Dämpfungsringen,
Fig. 7 einen Schnitt durch eine Hälfte eines
schallgedämpften bereiften Scheibenrades.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Hälfte des
schallgedämpften Scheibenrades, das als Vollrad
ausgeführt ist und aus den Grundelementen Nabe (4),
Steg (3) sowie Radkranz (1) mit Spurkranz besteht.
In der Nabe (4) ist eine Bohrung (19) eingebracht, in
die eine Achse zur Herstellung eines Schienenradsatzes
eingesetzt wird.
An der Unterseite des Radkranzes (1) sind beidseitig
des Steges (3) Aussparungen (9) eingearbeitet, in die
rechteckige, umlaufende Dämpfungsringe (6) einge
schrumpft werden. Befestigungsmittel für die Dämpfungs
ringe (6) in den umlaufenden Aussparungen sind nicht
erforderlich.
Die Fig. 2 bis Fig. 6 zeigten Varianten der Dämpfungs
ringe (6). Nach Fig. 2 können in den Dämpfungsring (6)
Bohrungen (11) zwecks Gewichtseinsparungen eingearbei
tet werden, wobei die Bohrungen (11) in gleichen Ab
ständen im Dämpfungsring (6) angeordnet werden sollten,
um Unsymmetrien zu vermeiden.
Fig. 3 zeigt einen rechteckigen Dämpfungsring (6),
dessen Innenseite einen kreisbogenförmigen Querschnitt
(7) aufweist.
Entsprechend Fig. 4 können in den Dämpfungsring (6, 7)
Bohrungen (12) zwecks Gewichtseinsparung in gleichen
Abständen eingearbeitet werden.
Fig. 5 zeigt einen Dämpfungsring (6) mit winkelförmigem
Querschnitt (13). In dem nach innen gerichteten
Schenkel (21) sind Bohrungen (14) eingearbeitet. An
diesem Schenkel (21) können mittels Befestigungs
elementen (18) weitere Schalldämpfungselemente,
beispielsweise Segmente eines Schallabsorbers (15),
angebracht werden.
Fig. 6 zeigt einen Dämpfungsring (6), der als Hohl
profil (16) ausgeführt ist. In das Innere des Hohl
profiles (16) wird als Dämpfungsmaterial ein
Verbundwerkstoff (8) eingebracht, falls erforderlich
kann der Dämpfungsring (6) durch umlaufende Segmente
(17) verschlossen werden.
Fig. 7 zeigt einem Schnitt durch eine Hälfte eines
schallgedämpften Scheibenrades, das als bereiftes
Schienenrad ausgeführt ist und aus Nabe (4), Steg (3),
Felgenkopf (5) und Radreifen (2) mit Spurkranz besteht.
Der Radreifen (2) wird an dem Felgenkopf (5) durch
eigene seitliche Nasen (10) und einen Sicherungsring
(20) formschlüssig gehalten.
An der Unterseite des Radreifens (2) ist gegenüber dem
Sicherungsring (20) an der Außenseite des Steges (3)
eine Aussparung (9) eingearbeitet, in die ein recht
eckiger umlaufender Dämpfungsring (6) eingeschrumpft
wird.
Bezugszeichenliste
1 Radkranz
2 Radreifen
3 Steg
4 Nabe
5 Felgenkopf
6 Dämpfungsring, viereckiger Querschnitt
7 Dämpfungsring, innen kreisbogenförmiger Querschnitt
8 Dämpfungsmaterial/Verbundwerkstoff
9 Aussparung von 2
10 Nase von 2
11 Bohrung in 6
12 Bohrung in 7
13 Dämpfungsring, winkelförmiger Querschnitt
14 Bohrung in 13
15 Schallabsorber
16 Dämpfungsring als Hohlprofil
17 Umlaufendes Segment
18 Befestigungselemente
19 Bohrung in 4
20 Sicherungsring
21 Schenkel
2 Radreifen
3 Steg
4 Nabe
5 Felgenkopf
6 Dämpfungsring, viereckiger Querschnitt
7 Dämpfungsring, innen kreisbogenförmiger Querschnitt
8 Dämpfungsmaterial/Verbundwerkstoff
9 Aussparung von 2
10 Nase von 2
11 Bohrung in 6
12 Bohrung in 7
13 Dämpfungsring, winkelförmiger Querschnitt
14 Bohrung in 13
15 Schallabsorber
16 Dämpfungsring als Hohlprofil
17 Umlaufendes Segment
18 Befestigungselemente
19 Bohrung in 4
20 Sicherungsring
21 Schenkel
Claims (7)
1. Schallgedämpftes Scheibenrad,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Unterseite des Radkranzes (1) bzw. des
Radreifens (2) mindestens eine umlaufende Aus
sparung (9) zum Einschrumpfen eines Dämpfungs
ringes (6) mit viereckigem Querschnitt
eingearbeitet ist.
2. Schallgedämpftes Scheibenrad nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dämpfungsring (6) mit axialen Bohrungen
(11) versehen ist.
3. Schallgedämpftes Scheibenrad nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dämpfungsring (6) innen Richtung Nabe (4)
einen kreisbogenförmigen Querschnitt (7) aufweist.
4. Schallgedämpftes Scheibenrad nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dämpfungsring (6, 7) mit axialen Bohrungen
(12) versehen ist.
5. Schallgedämpftes Scheibenrad nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dämpfungsring (6) einen winkelförmigen
Querschnitt (13) aufweist und mit axialen Bohrungen
(14) versehen ist.
6. Schallgedämpftes Scheibenrad nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Bohrungen (14) Befestigungselemente (18)
zum Befestigen von Schallabsorbern (15) eingebracht
sind.
7. Schallgedämpftes Scheibenrad nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dämpfungsring (6) als Hohlprofil (16)
ausgebildet ist, mit einem Verbundwerkstoff (8)
gefüllt und durch umlaufende Segmente (17)
verschlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995142342 DE19542342A1 (de) | 1995-11-14 | 1995-11-14 | Schallgedämpfte Scheibenräder für Schienenfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995142342 DE19542342A1 (de) | 1995-11-14 | 1995-11-14 | Schallgedämpfte Scheibenräder für Schienenfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19542342A1 true DE19542342A1 (de) | 1997-05-15 |
Family
ID=7777382
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995142342 Withdrawn DE19542342A1 (de) | 1995-11-14 | 1995-11-14 | Schallgedämpfte Scheibenräder für Schienenfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19542342A1 (de) |
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1995
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Legal Events
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