DE19541586C2 - Pyrotechnischer Gasgenerator - Google Patents
Pyrotechnischer GasgeneratorInfo
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- B60R21/02—Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads
- B60R21/16—Inflatable occupant restraints or confinements designed to inflate upon impact or impending impact, e.g. air bags
- B60R21/26—Inflatable occupant restraints or confinements designed to inflate upon impact or impending impact, e.g. air bags characterised by the inflation fluid source or means to control inflation fluid flow
- B60R21/264—Inflatable occupant restraints or confinements designed to inflate upon impact or impending impact, e.g. air bags characterised by the inflation fluid source or means to control inflation fluid flow using instantaneous generation of gas, e.g. pyrotechnic
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Description
Die Erfindung betrifft einen Gasgenerator nach dem Oberbegriff des Patent
anspruchs 1.
Gasgeneratoren sind zum Schutz der Insassen bei einem Unfall in Verbin
dung mit einer Rückhaltevorrichtung in beinahe jedem Kraftfahrzeug se
rienmäßig eingebaut. Meistens handelt es sich hierbei um Rückhaltevorrich
tungen wie Airbags, die zum Schutz des Fahrers in das Lenkrad und zum
Schutz von Beifahrer in das Armaturenbrett eingebaut sind. Vermehrt sind
Airbags auch als sog. Sidebags in die Fahrzeugtüren eingebaut, um die Fahr
zeuginsassen auch bei einem Seitenaufprall wirksam zu schützen. In der Er
probung befinden sich weiterhin auch Airbags, die zum besseren Schutz der
Passagiere im Fond in die Kopfstützen oder in die Rückenlehnen der Vor
dersitze eingebaut sind.
Gasgeneratoren nach dem Stand der Technik weisen allerdings zumindest
den Nachteil auf, daß sie aus einer großen Anzahl von vormontierten und
in ein meist mehrteiliges Filtergehäuse eingebauten Einzelteilen bestehen.
Dieser hohe Materialeinsatz bedeutet ein hohes Gewicht, erfordert einen
hohen Montageaufwand und eine aufwendige Fertigungstechnologie, z. B.
Fließpreßverfahren. Zur Verbindung der Gehäuseteile müssen häufig kosten
intensive Doppelgewinde oder Schweißverbindungen eingesetzt werden.
Auch schränken bisherige Konstruktionen und die daraus sich ergebenden
Fertigungstechniken den gestalterischen Freiraum stark ein.
Ein gattungsgemäßer Gasgenerator ist aus der EP 0 369 579 A1 bekannt. Die
ser nicht geschweißte und im wesentlichen aus zwei Gehäusehälften beste
hende Gasgenerator weist im Gegensatz zu vielen anderen Gasgeneratoren
keine Trennung zwischen Brennkammer und Filterkammer auf.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Gasgenerator anzugeben, dessen Eigen
schaften, insbesondere dessen Herstellbarkeit, gegenüber dem Stand der Technik
verbessert werden.
Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Gasgenerator mit zylindrischem Aufbau zum
Aufblasen einer Rückhaltevorrichtung, insbesondere eines Prallkissens (Airbag) zum
Schutz für die Insassen eines Kraftfahrzeugs, wobei
- - ein Unterteil und ein Oberteil ein Gehäuse zur Aufnahme einer im Bereich der Symmetrieachse des Unter- und Oberteils angeordneten Anzündeinheit und einer Brennkammer bilden und die Brennkammer einen Treibgas erzeugen den Treibstoff enthält,
- - Filtermittel vorgesehen sind, durch die das Treibgas in die Rückhalte vorrichtung geführt wird und
- - Gehäuseoberteil und -unterteil mittels einer formschlüssigen Verbindung miteinander verbunden sind, und der dadurch gekennzeichnet ist, daß es sich bei der formschlüssigen Verbindung um einen Renkverschluß handelt.
Die Vorteile der Erfindung liegen neben der Kosten- und Gewichtseinsparung durch
Verwendung dünnwandiger Materialien aufgrund der Versteifungsrippen auch darin,
daß der neuartige Renkverschluß eine einfache und maschinelle Endmontage
ermöglicht und auf einfachem Wege zu einer dauerhaften und stabilen Verbindung
zwischen einzelnen Gehäuseteilen führt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend ausführlich erläutert und in
den Figuren dargestellt.
Es zeigen
Fig. 1 eine teilweise aufgeschnittene Seitenansicht eines ersten Ausführungs
beispiels des erfindungsgemäßen Gasgenerators,
Fig. 2a eine perspektivische Ansicht des Gehäuseoberteils des Gasgenerators
gemäß Fig. 1 und
Fig. 2b eine perspektivische Ansicht des Gehäuseunterteils des Gasge
nerators gemäß Fig. 1.
Fig. 1 zeigt einen Gasgenerator 1 in zylindrischer Bauform, bestehend aus
einem Gehäuseoberteil 2 und einem Gehäuseunterteil 3. Als Material für Ge
häuseoberteil 2 und Gehäuseunterteil 3 kommen vorzugsweise Aluminium-
oder Eisenlegierungen zum Einsatz, die beispielsweise im Fließpreß- bzw.
Gußverfahren hergestellt sind. Als gestalterisches Merkmal zur Festigkeitsop
timierung sind Gehäuseoberteil 2 und -unterteil 3 sowohl innen als auch au
ßen mit einer Wabenstruktur in Form von sternförmigen oder radialsymme
trischen Versteifungsrippen 26 versehen. Infolge dieser Maßnahme zur
Festigkeitserhöhung kann ein zentraler Zuganker, der Gehäuseoberteil 2
und Gehäuseunterteil 3 verbindet, entfallen.
Das Gehäuseoberteil 2 weist Gasausströmöffnungen 8 auf und ist beispiels
weise mittels eines Renkverschlusses 18, bestehend aus (Rast-) Haken 16 und
korrespondierenden Hakentaschen 17, mit dem Gehäuseunterteil 3 verbun
den. Ein Flansch 4 dient zur Befestigung einer Rückhaltevorrichtung 9 in
Form eines Prallsacks. Ein Befestigungsmittel 28 verbindet Prallsack 9 und
Flansch 4. Im Zentrum des rotationssymmetrischen Gehäuseunterteils 3 ist
eine Aufnahme 10 angeordnet, in die eine Anzündeinheit 20 von innen ein
gesetzt ist. Die Anzündeinheit 20 ist in das Gehäuseunterteil 3 eingeklebt,
eingenietet oder mittels eines Gießharzes eingegossen. Es gibt auch die
Möglichkeit, daß die Anzündeinheit 20 mittels einer Überwurfmutter mit
dem Gehäuseunterteil 3 verschraubt ist.
Durch Verschrauben von Gehäuseoberteil 2 mit dem Gehäuseunterteil 3 ent
steht im Innern des Gasgenerators 1 eine Brennkammer 30, die als Treibmit
tel einen zu kleinen Tabletten gepreßten Festtreibstoff 6 enthält und auch
aus mehreren Kammern mit jeweils einer eigenen Anzündeinheit 20 beste
hen kann.
Die Anzündeinheit 20 besteht aus einem elektrischen Anzünder (Schmelz
draht), einer Primärladung, einer Sekundärladung, einer Anzünderhülse 24
und einem als Steckereinheit ausgeführtem elektrischen Anschluß. Bei je
dem Einschatten der elektrischen Anlage des Kraftfahrzeugs fließt im Nor
malfall durch den Schmelzdraht des elektrischen Anzünders kurzzeitig ein
Prüfstrom von typisch 40 mA. Fließt aufgrund einer Leitungsunterbrechung
kein Prüfstrom oder aufgrund eines Leckstroms ein größerer Strom als der
typische Prüfstrom von 40 mA, wird der Fahrer anhand einer Warneinrich
tung über die womöglich nicht funktionierende Sicherheitseinrichtung in
formiert.
Im Fall einer Auslösung fließt durch den Schmelzdraht des elektrischen An
zünders ein Zündstrom von typisch 1,75 A, wodurch die Primärladung, im
allgemeinen ein leicht entflammbares Pulver, gezündet wird. In Folge des
sen wird anschließend eine Verstärkerladung, die Sekundärladung, im allge
meinen eine Schwarzpulvermischung, gezündet, wodurch der Druck im In
nern der Anzünderhülse 24 stark ansteigt. Bei einer gewünschten Druck
schwelle, die durch Berststellen in der aus einer Aluminium- oder Stahllegie
rung bestehenden Anzünderhülse 24 und durch deren Materialstärke einge
stellt wird, berstet die Anzünderhülse 24 und das zu Tabletten gepreßte
Treibmittel 6 entzündet sich und setzt das zum Aufblasen der Rückhaltevor
richtung 9 notwendige Gas frei, das durch Gasausströmöffnungen 8 in die
Rückhaltevorrichtung 9 einströmt.
Vor den Gasausströmöffnungen 8 ist eine Dichtfolie 27, im allgemeinen aus
Aluminiumfolie, angeordnet, um den meist hygroskopischen Treibstoff 6
vor Feuchtigkeit zu schützen und den Druck zu bestimmen, der bei einer
Zündung in der Brennkammer 30 aufgebaut werden soll.
Berstet die Dichtfolie 27 beim gewünschten Druck, strömt das erzeugte Gas
durch die vor den Gasausströmöffnungen 8 angeordnete Filtereinheit 15
und durch die Gasausströmöffnungen 8 in das Prallkissen. Die Filtereinheit
15 besteht aus mehreren Filterlagen und einem am Gehäuseoberteil 2 anlie
genden Feinfilter 13, wobei die innenliegenden Filterlagen weitmaschiger
sind als die den Gasausströmöffnungen 8 zugewandten, damit zuerst die
groben und später die feinen Abbrandprodukte aus dem Gasstrom ausgefil
tert werden. Zudem wird der Gasstrom beim Passieren jeder Filterlage mehr
und mehr abgekühlt, so daß die Rückhaltevorrichtung 9 nicht durch zu
heißes Gas beschädigt wird.
Die Filtereinheit 15 ist noch um ein Vorfilter 7 ergänzt, das zusätzlich auch
die Funktion eines Volumenausgleichsmittels übernimmt und einen siche
ren Halt der Treibstofftabletten 6 gewährleistet. Die vor den Gasausström
öffnungen 8 angeordnete Dichtfolie 27 schützt auch die Filtereinbauten 7,
15 und 13 vor Korrosion durch eindringende Feuchtigkeit, so daß auf Edel
stahlfilter verzichtet werden kann.
In den Fig. 2a und 2b ist die erfindungsmäßige Befestigung zwischen Ge
häuseoberteil 2 und -unterteil 3 eines Gasgenerators 1 in Form eines Renk
verschlußes 18 dargestellt. Hierfür weist das Gehäuseoberteil 2 radial ange
ordnete Hakentaschen 17 auf, in die korrespondierende und zum Gehäuse
unterteil 3 gehörende Rasthaken 16 eingreifen. Die Anzahl der Hakenta
schen 17 und Rasthaken 16 sollte mindestens zwei betragen und richtet sich
nach der Materialstärke der Rasthaken 16 und der mechanischen Bean
spruchung, der sie ausgesetzt sind.
Durch Verwendung des Renkverschlußes 18 können kostenintensive Gewin
de oder Verschweißungen zur Befestigung des Gehäuseoberteils 2 mit dem
Gehäuseunterteil 3 entfallen.
In der rotationssymmetrischen Brennkammer 30 sind Vorfilter 7 und Filter
einheit 15 mit Feinfilter 13 ebenfalls in rotationssymmetrischer Form einge
baut und umfassen den zu Tabletten gepreßten Festtreibstoff 6. Bei einer
Auslösung strömt das erzeugte Treibgas durch mehrere Gasausströmöffnun
gen 8 in ein am Flansch 4 angebrachtes Prallkissen.
Claims (16)
1. Gasgenerator mit zylindrischem Aufbau zum Aufblasen
einer Rückhaltevorrichtung (9), insbesondere eines Prall
kissens (Airbag) zum Schutz für die Insassen eines Kraft
fahrzeugs, wobei
- a) ein Unterteil (3) und ein Oberteil (2) ein Gehäuse zur Aufnahme eines Treibgas erzeugenden Treibstoffes (6) und Mittel (20) zum Anzünden des Treibstoffes (6) bilden;
- b) Filtermittel (7, 13, 15) vorgesehen sind, durch die das Treibgas in die Rückhaltevorrichtung (9) geführt wird,
- c) Gehäuseoberteil (2) und -unterteil (3) mittels einer formschlüssigen Verbindung (18) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der formschlüssigen Verbindung (18) um einen Renkverschluß handelt.
2. Gasgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Renkverschluß (18) aus (Rast-)Haken (16) und Haken
taschen (17) besteht.
3. Gasgenerator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die (Rast-)Haken (16) im Gehäuseunterteil (3) angeordnet
sind.
4. Gasgenerator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hakentaschen (17) im Gehäuseoberteil (2) angeordnet
sind.
5. Gasgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß für den Treibstoff (6) eine Brennkammer (30) vorgesehen
ist und als Anzündmittel eine Anzündeinheit (20) dient.
6. Gasgenerator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anzündmittel (20) im Bereich der Symmetrieachse des
Unter- (3) und Oberteils (2) angeordnet ist.
7. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß für den Treibstoff (6) mehrere
Brennkammern (30) vorgesehen sind.
8. Gasgenerator nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß als Anzündmittel in jeder Brennkammer (30) eine Anzünd
einheit (20) vorgesehen ist.
9. Gasgenerator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuseunterteil (3) derart ausgebildet ist, daß die
Anzündeinheit (20) von Innen in eine Aufnahme (10) des
Gehäuseunterteils (3) einsetzbar ist.
10. Gasgenerator nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anzündeinheit (20) in das
Gehäuseunterteil (3) eingeklebt ist.
11. Gasgenerator nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anzündeinheit (20) in das
Gehäuseunterteil (3) eingenietet ist.
12. Gasgenerator nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anzündeinheit (20) in das
Gehäuseunterteil (3) eingegossen ist.
13. Gasgenerator nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anzündeinheit (20) mittels
einer Überwurfmutter mit dem Gehäuseunterteil (3) ver
schraubt ist.
14. Gasgenerator nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Anzündeinheit (20)
gehörende Anzünderhülse (24) Berststellen aufweist.
15. Gasgenerator nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Abdichtung der Brennkammer
(30) an den Gasausströmöffnungen (8) erfolgt.
16. Gasgenerator nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Gehäuseoberteil (2) und -unter
teil (3) eine Wabenstruktur zur Erhöhung der mechanischen
Festigkeit aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995141586 DE19541586C2 (de) | 1995-11-08 | 1995-11-08 | Pyrotechnischer Gasgenerator |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995141586 DE19541586C2 (de) | 1995-11-08 | 1995-11-08 | Pyrotechnischer Gasgenerator |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19541586A1 DE19541586A1 (de) | 1997-05-15 |
| DE19541586C2 true DE19541586C2 (de) | 1999-08-12 |
Family
ID=7776904
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995141586 Expired - Fee Related DE19541586C2 (de) | 1995-11-08 | 1995-11-08 | Pyrotechnischer Gasgenerator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19541586C2 (de) |
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-
1995
- 1995-11-08 DE DE1995141586 patent/DE19541586C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
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