DE19540195A1 - Verfahren der Röntgenfluoreszenzmikroskopie - Google Patents
Verfahren der RöntgenfluoreszenzmikroskopieInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren der Rönt
genfluoreszenzmikroskopie, bei dem die Röntgenstrahlung eines
gepulsten Pinchplasmas od. dgl. auf eine hinsichtlich minde
stens eines Elements zu analysierende Probe fokussiert wird,
und bei dem von der Probe emittierte Röntgenfluoreszenzstrah
lung mittels einer auf die Strahlungswellenlänge des zu un
tersuchenden Elements der Probe abgestimmte Fresnel-Zonen
platte od. dgl. röntgenoptischen Abbildungsmitteln auf einen
fluoreszenzstrahlungsempfindlichen bildgebenden Detektor ab
gebildet wird.
Aus der DE-Z: Jahresbericht ILT 1994 ist ein Verfahren
mit den eingangs genannten Merkmalen bekannt. Die zu analy
sierende Probe besteht aus einer Vanadiumfolie, die mit der
anregenden Strahlung bestrahlt wird und selbst Fluoreszenz
strahlung abgibt. Dabei ist Vanadium ein Element höherer
Kernladungszahl, deren Fotoabsorptionswirkungsquerschnitt für
die Erzeugung von Röntgenfluoreszenzstrahlung noch hinnehmbar
groß ist, so daß auch die Fluoreszenzstrahlung entsprechend
stark und auswertbar ist. Bei der Analyse von Elementen mit
kleineren Kernladungszahlen ergibt sich jedoch eine ver
gleichsweise geringere Effizienz der Fluoreszenzerzeugung.
Dementsprechend ist auch die Fluoreszenzstrahlung schwächer
ausgebildet und zum Analysieren weniger geeignet.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Ver
fahren mit den eingangs genannten Verfahrensschritten so aus
zubilden, daß der Anregungsprozeß eine hohe Effizienz hat.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die die Probe an
regende Strahlung eine Wellenlänge aufweist, die dicht unter
halb einer Absorptionskante des zu untersuchenden Elements
liegt.
Bei diesem Verfahren ergibt sich eine hohe Absorption
der anregenden Strahlung in der Probe insbesondere durch er
hebliche Fotoabsorption, verbunden mit einer daraus entste
henden entsprechend starken Fluoreszenzstrahlung. Die Ein
dringtiefe der anregenden Strahlung ist wegen der hohen Ab
sorption vergleichsweise gering, während die die Fluoreszenz
darstellenden Fluoreszenzquanten die Probe vergleichsweise
ungehindert verlassen können.
Es erfolgt eine wellenlängenselektive Abbildung der
Fluoreszenzstrahlung, so daß die örtliche Verteilung der
Emitter dieser Strahlung bestimmt werden kann. Je nach Aus
wahl der röntgenoptischen Abbildungsmittel ergibt sich eine
erheblich verbesserte laterale Auflösung, wobei das theoreti
sche Limit für die Ortsauflösung durch die Leistungsfähigkeit
der röntgenoptischen Abbildungsmittel für die jeweilige
Strahlungswellenlänge festgelegt wird. Infolgedessen sind
auch bei Elementen mit vergleichsweise niedrigen Kernladungs
zahlen, den sogenannten leichten oder weichen Elementen, Aus
sagen über die örtliche Verteilung der Elemente auf der Probe
mit Ortsauflösungen im Bereich der 10-Nanometerskala möglich.
Um eine Aussage über die örtliche Verteilung der Elemente an
der Oberfläche der Probe machen zu können, ist kein Abrastern
mit einem kollimierten Strahl notwendig, wie es bei bekannten
Vorrichtungen teilweise unumgänglich ist.
Es ist zweckmäßig, das Verfahren so durchzuführen, daß
als Röntgenstrahlungsquelle laserinduziertes Plasma, ein Syn
chrotron oder eine Röntgenröhre verwendet wird. Mit fokus
sierter Laserstrahlung kann im Pulsbetrieb Plasma erzeugt
werden, dessen Strahlung im erforderlichen Wellenlängenbe
reich der Röntgenstrahlung und insbesondere der weichen Rönt
genstrahlung liegt. Dabei können die spektralen Strahldichten
weit über denen herkömmlicher Röntgenröhren liegen. Der Ein
satz von Röntgenröhren ist jedoch dann vorteilhaft, wenn das
die Röhre abschließende vakuumdichte Fenster hohe Transmis
sionsraten für die gewünschte Röntgenstrahlung zuläßt und
Elemente mit Kernladungszahlen Z<10 analysiert werden sollen.
Die vorgenannten Röntgenstrahlungsquellen haben den Vorteil
lokal verfügbar und ortsveränderlich einsetzbar zu sein. Als
Röntgenstrahlungsquelle kann jedoch auch ein Synchrotron ein
gesetzt werden, das die vorgenannten Vorteile nicht aufweist,
bei dem jedoch eine hohe spektrale Strahldichte der Synchro
tronstrahlung ausgenutzt werden kann, um damit ortsaufgelöste
Röntgenfluoreszenzanalysen durchführen zu können.
Das Verfahren muß so durchgeführt werden, daß die von
einer Röntgenquelle erzeugte, die zu analysierende Probe an
regende Strahlung exakt auf den an der Probe zu untersuchen
den Ortsbereich gelangt. Darüber hinaus muß gewährleistet
sein, daß eine ausreichend hohe Bestrahlungsintensität auf
der Probe erreicht wird, was insbesondere mit den üblichen
kompakten Röntgenquellen, wie laserproduzierten Plasmen und
Pinchplasmen, nicht ohne weiteres der Fall ist. Das Verfahren
wird daher vorteilhafterweise so durchgeführt, daß die die
Probe anregende Strahlung mittels einer Fresnel-Zonenplatte
und/oder mittels eines Röntgenspiegel und/oder mittels eines
röntgenoptischen Kristalls auf die Probe gestrahlt wird. Mit
Hilfe der vorgenannten, als Kondensoren wirkenden Bauteile
kann die anregende Strahlung fokussiert werden, und zwar
dorthin, wo analysiert werden soll, und in der Bestrahlungs
intensität, die an der betreffenden Stelle notwendig ist, da
mit von dort für den Nachweis ausreichend viel Röntgenfluo
reszenzstrahlung emittiert wird. Die röntgenoptischen Konden
soren ermöglichen eine effektivere Ausnutzung der aus der
Röntgenstrahlungsquelle stammenden Strahlung, von der mit ei
ner Rastersondenmethode ein Großteil der Strahlung ausgeblen
det werden müßte, um einen kollimierten Strahl zu erhalten.
Die Kondensoren tragen also zu einer verbesserten Emission
von Röntgenfluoreszenzstrahlung bei.
Des weiteren kann das Verfahren so durchgeführt werden,
daß die optischen Abbildungsmittel mit einer Gegenstandsweite
von der Probe und mit einer Bildweite vom optischen Detektor
jeweils der Wellenlänge der abzubildenden Strahlung entspre
chend angeordnet werden. Unter Berücksichtigung des Abbil
dungsgesetzes können dann Abbildungen der betreffenden Wel
lenlänge und damit Abbildungen vorbestimmter Emitter ortsauf
gelöst scharf dargestellt werden.
Das Verfahren kann so durchgeführt werden, daß es bei
der Analyse von Proben für Elemente mit Kernladungszahlen
z<10 eingesetzt wird. Die Effizienz der Anregung ist insbe
sondere auch bei leichten Elementen gegeben, also bei Elemen
ten mit Kernladungszahlen Z<10. Das ist besonders vorteil
haft, weil deren Fotoabsorptionswirkungsquerschnitt für die
Erzeugung von Röntgenfluoreszenzstrahlung bei den herkömmli
cherweise eingesetzten Anregungsenergien vergleichsweise ge
ring ist. Der Bereich der leichten Elemente (Z<10) ist jedoch
von sehr großer Wichtigkeit, weil es bei der Halbleiterent
wicklung und bei der Prozeßkontrolle während der Halbleiter
fertigung darauf ankommt, leichte Elemente quantitativ oder
in ihrer räumlichen Verteilung zerstörungsfrei vermessen zu
können.
Es ist möglich, das Verfahren so durchzuführen, daß die
gesamte breitbandige Röntgenemission der Röntgenstrahlungs
quelle zur Anregung der Probe verwendet wird. Dieses Verfah
ren ist insoweit am effektivsten einzusetzen, weil die gesam
te breitbandige Röntgenemission eines gepulsten Plasmas zur
Anregung genutzt werden kann, ohne dazu ein wellenlängense
lektives Element einsetzen zu müssen, das mit Verlusten und
einer Einschränkung der Bandbreite behaftet ist.
Das Verfahren kann aber auch so durchgeführt werden, daß
die Probe mit schmalbandiger Röntgenstrahlung angeregt wird,
die mittels Filterung aus dem gesamten Spektrum der Röntgen
strahlungsquelle erzeugt wird. Für eine derartige schmalban
dige Röntgenstrahlung bieten sich Linienstrahlungen insbeson
dere von Resonanzlinien aus Plasmen an. Eine grobe Filterung
des Spektrums mit einer spektralen Auflösung von λ/Δλ<10 ist
im allgemeinen ausreichend. Es ergibt sich eine bessere Quan
tifizierbarkeit des Ergebnisses. Eine Filterung mit röntgen
optischen Komponenten, wie Fresnel-Zonenplatten, ergibt darü
ber hinaus eine Beschränkung der Anregung auf kleine räumli
che Bereiche, um damit bereits im Anregungsverfahren eine im
manente Ortsauflösung zu haben.
Das Verfahren kann vorteilhaft so durchgeführt werden,
daß die anregende Strahlung mit Quantenenergien < 5 keV einge
setzt wird. Die niederenergetische Strahlung gepulst erzeug
ter Plasmen wird bei der Anregung der Probe in besonders
großem Umfang ausgenutzt, weil die Fotoabsorption mit sehr
großen Wirkungsquerschnitten dominiert.
Das Verfahren kann so durchgeführt werden, daß es zur
Bestimmung der Schichtdicke eines Elements in Bezug auf die
Eindringtiefe der anregenden Strahlung verwendet wird. Dabei
wird davon ausgegangen, daß die insgesamt emittierte Fluores
zenzstrahlung umso schwächer ist, je dünner die Schichtdicke
des Elements ist, so daß aus der Stärke des Fluoreszenzsig
nals unter Bezug auf die gesamte Eindringtiefe der anregenden
Strahlung auf die Dicke der Schicht des zu bestimmenden Ele
ments rückgeschlossen werden kann.
Die Erfindung wird anhand von Vorrichtungen zur Röntgen
fluoreszenzmikroskopie erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Vorrichtung für die Röntgenfluoreszenzmikro
skopie mit einer Fresnel-Zonenplatte als abbilden
dem System für Fluoreszenzstrahlung,
Fig. 2 eine der Fig. 1 ähnliche Darstellung einer Vorrich
tung zur Analyse in Bezug auf zwei unterschiedli
che Elemente einer Probe, und
Fig. 3 die Abhängigkeit des Absorptionskoeffizienten ei
nes bestimmten Elements von der Wellenlänge zur
Erläuterung eines speziellen Einsatzes der Vor
richtung.
Fig. 1 zeigt eine Röntgenstrahlungsquelle 10, die ein
Stickstoff-Pinch-Plasma ist. Der Durchmesser des Plasmas be
trägt ca. 1 mm. Das Plasma gibt Strahlung während einer Emis
sionszeit von einigen Nanosekunden ab, und zwar mit einer
Wellenlänge von ca. 2 nm. Die Photonenenergie der Röntgen
quelle beträgt etwa 600 eV.
Die anregende Strahlung 11 der Röntgenquelle 10 ist mit
einem ellipsoidalen Spiegelkondensor 16 auf eine zu analysie
rende Probe 12 gestrahlt und auf deren Oberfläche fokussiert.
Der Strahlfleck bzw. das Beleuchtungsfeld auf der Probe liegt
in der Größenordnung des Durchmessers der Röntgenquelle, also
bei ca. 1 mm. Bei dem genutzten Wellenlängenbereich von ca.
2 nm läßt sich eine Energiedichte von ca. 0,5 J/cm² pro Puls
der anregenden Strahlung 11 erreichen.
Die Probe 12 ist eine vergleichsweise dünne, struktu
rierte Folie, die gemäß Fig. 1 unten eine wabenförmige Struk
tur hat. Von der zu analysierenden Probe 12 wird die anregen
de Strahlung 11 im wesentlichen absorbiert. Die dabei erfol
gende Fotoabsorption führt dazu, daß von dem angeregten Be
reich Röntgenfluoreszenzstrahlung 13 abgegeben wird. Die
Fluoreszenzstrahlung ist abhängig von den Stoffen bzw. von
den Elementen, die in dem angeregten Bereich vorhanden sind.
Daher läßt sich mit Hilfe dieser Fluoreszenzstrahlung die Zu
sammensetzung der Probe in ihrem angeregten Bereich analysie
ren. Insbesondere ist es möglich, die Probe 12 auf das Vor
handensein eines bestimmten Elements oder mehrerer bestimmter
Elemente zu untersuchen, denn die Wellenlängen der Röntgen
fluoreszenzstrahlung der Elemente sind an sich bekannt. Um
eine Auflösung der Fluoreszenzstrahlung nach charakteristi
schen Wellenlängen zu erreichen, wird die Fluoreszenzstrah
lung 13 mittels spezieller röntgenoptischer Abbildungsmittel
spektral selektiert und auf einen bildgebenden Detektor 14
gegeben. Als Abbildungsmittel ist eine Fresnel-Zonenplatte 15
vorhanden. Damit wird die Fluoreszenzstrahlung 13 auf den De
tektor 14 fokussiert und bildet dort die Struktur der Probe
12 ab. Hierbei wurde vorausgesetzt, daß die Probe 12 aus ei
nem einzigen, die vorgenannte Struktur aufweisenden Werkstoff
besteht.
Um dem Detektor 14 eine auswertbare Abbildung zu vermit
teln, müssen die röntgenoptischen Abbildungsmittel bzw. muß
die Fresnel-Zonenplatte 15 auf die Strahlungswellenlänge des
zu untersuchenden Elements der Probe 12 abgestimmt sein. Ins
besondere muß die Brennweite f auf die Wellenlänge des zu se
lektierenden Elements der Probe 12 abgestimmt sein, und zwar
entsprechend der Beziehung fα1/λ, wobei λ die Wellenlänge der
kennzeichnenden Fluoreszenzstrahlung 13 des zu untersuchenden
Elements ist. Darüber hinaus muß die räumliche Anordnung zwi
schen dem Detektor 14, der Fresnel-Zonenplatte 15 und der
Probe 12 so sein, daß die Gegenstandsweite g, also der Ab
stand der Probe 12 von der Fresnel-Zonenplatte 15, und die
Bildweite b, also der Abstand der Fresnel-Zonenplatte 15 vom
Detektor 14, dem Abbildungsgesetz 1/f(λ) = 1/g(λ) + 1/b(λ) ge
horcht. Das Abbild, das auf dem röntgenoptischen Detektor 14
angezeigt wird, gibt dann die örtliche Struktur der angereg
ten Stelle der Probe 12 wieder. Dabei versteht sich, daß nur
diejenigen Bereiche abgebildet werden, die mittels der Abbil
dungsmittel wellenlängenselektiv ausgewählt wurden, woraus
die entsprechende ortsaufgelöste Elementanalyse resultiert.
Fig. 2 veranschaulicht, daß die Vorrichtung nicht auf die
Analyse eines einzigen Elements beschränkt ist. Wenn die Pro
be 12 beispielsweise die beiden Elemente A, B aufweist, so
enthält die Fluoreszenzstrahlung 13 sowohl Strahlungsanteile
des Elements A, als auch des Elements B. Die Elemente A,B
sind Emitter von Licht mit den charakteristischen Wellenlän
gen λA bzw. λB im Röntgenbereich. Durch wellenlängenselektive
Abbildung der Strahlung 13 kann auch in diesem Fall die ört
liche Verteilung der Emitter bestimmt werden.
In der Probe 12 sind die Elemente A, B durch einen Kreis
bzw. durch ein Kreuz gekennzeichnet. Beide Symbole sind in
einander gezeichnet, um eine beliebige örtliche Verteilung
auf der Probe 12 zu symbolisieren. Wenn die beiden Fresnel-
Zonenplatten 15 jeweils auf eine der Beziehungen fα1/λA und
fα1/λB und damit auf die Elemente A, B bzw. deren charakteri
stische Fluoreszenzstrahlung 13 abgestimmt sind, gelingt die
wellenlängenselektive Abbildung auf den zugehörigen Detekto
ren 14, wenn das oben genannte Abbildungsgesetz jeweils für
die Gegenstandsweiten g₁, g₂ und b₁, b₂ bezüglich der zugeordne
ten Fresnel-Zonenplatten 15 erfüllt ist. Die separaten Symbo
le der beiden Detektoren 14 veranschaulichen Bilder für die
Selektion von Röntgenfluoreszenzstrahlungen 13 entsprechend
den Wellenlängen λA und λB. Damit ergeben sich getrennte Dar
stellungen bzw. Abbildungen der Verteilung der Elemente A, B
auf der Oberfläche der Probe 12. Dementsprechend können Mehr-
Element-Proben analysiert werden. Die tatsächliche räumliche
Verteilung der Elemente in der Probe wird möglich, insbeson
dere auch bei leichten Elementen. Leichte Elemente, wie Bor,
Stickstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff, Fluor und Chlor spielen
bei der Halbleiterfertigung und bei der Untersuchung organi
scher Materialien eine wichtige Rolle.
Die Wirkung der anregenden Strahlung 11 sollte möglichst
effizient sein. Es sollte also möglichst wenig anregende
Strahlung 11 verlorengehen, beispielsweise indem sie durch
die Probe hindurchtritt und nicht absorbiert wird. Es kommt
also unter anderem darauf an, die Eindringtiefe der anregen
den Strahlung auf die Schichtdicke 17 abzustimmen. Bzw. es
kommt darauf an, eine anregende Strahlung 11 mit der Wellen
länge λein auszuwählen, die von der Probe möglichst vollstän
dig absorbiert wird. Es ist nun so, daß die Eindringtiefe der
Röntgenstrahlung in Festkörper im Submikrometerbereich liegt,
wenn weiche Röntgenstrahlung verwendet wird, also Röntgen
strahlung mit einer Wellenlänge λ < 0,5 nm. Bei Anwendung die
ser Röntgenstrahlung können auch sehr dünne Proben 12 analy
siert werden, ohne daß es zu einem wirkungslosen Verlust der
anregenden Strahlung kommt.
Von besonderer Bedeutung für die Effizienz des Anre
gungsvorgangs ist es jedoch, daß der Absorptionskoeffizient
der anregenden Strahlung vergleichsweise groß ist. Fig. 3
zeigt einen typischen Verlauf des Absorptionskoeffizienten in
Abhängigkeit von der Wellenlänge der Röntgenstrahlung für ein
Element, beispielsweise Sauerstoff. Es zeigt sich eine physi
kalisch bedingte Absorptionskante bei der Wellenlänge λK. Die
se Absorptionskante bedeutet, daß Röntgenstrahlung mit λ =
λein < λK besser absorbiert werden kann, als λ = λein < λA, wo
bei A das zu analysierende Element ist, hier beispielsweise
Sauerstoff. Dementsprechend wird die Wellenlänge λein der an
regenden Strahlung in die Nähe der Absorptionskante λK gelegt,
so daß eine maximale Absorption der anregenden Strahlung er
folgt. Infolgedessen kann erreicht werden, daß die Absorption
der kennzeichnenden Fluoreszenzstrahlung mit der Wellenlänge
λA kleiner ist, als die Absorption der anregenden Strahlung
mit der Wellenlänge λein, wodurch die Fluoreszenzstrahlung die
Probe 12 nahezu ohne Verluste verlassen kann. Damit ist es
möglich, auch leichte Elemente mit hoher Ortsauflösung zu
analysieren. Es ist daher vorteilhaft, die Vorrichtung bei
einer Analyse von Proben 12 für Elemente mit Kernladungszah
len Z<10 einzusetzen.
Oben wurde dargelegt, daß die Eindringtiefe der einfal
lenden Strahlung die Schichtdicke festlegt, über die Informa
tionen über die Elementverteilung in der Probe 12 zu erhalten
sind. Ist die Eindringtiefe der anregenden Strahlung dicker,
als die Dicke des ein zu untersuchendes Element A aufweisende
Schicht, so fällt die Fluoreszenzstrahlung 13 um so schwächer
aus, je dünner die Schicht des Elements A ist. Infolgedessen
ist eine elementselektive Schichtdickenmessung im Bereich der
Eindringtiefe der einfallenden Strahlung 11 möglich. Das ist
besonders vorteilhaft, wenn sehr dünne Element-Schichten un
tersucht werden sollen, wie es beispielsweise in der Halblei
tertechnik der Fall ist, wenn z. B. Dotierungen untersucht
werden.
Claims (9)
1. Verfahren der Röntgenfluoreszenzmikroskopie, bei dem die
Röntgenstrahlung eines gepulsten Pinchplasmas od. dgl.
auf eine hinsichtlich mindestens eines Elements zu ana
lysierende Probe (12) fokussiert wird, und bei dem von
der Probe (12) emittierte Röntgenfluoreszenzstrahlung
(13) mittels einer auf die Strahlungswellenlänge des zu
untersuchenden Elements (A) der Probe (12) abgestimmte
Fresnel-Zonenplatte (15) od. dgl. röntgenoptischen Abbil
dungsmitteln auf einen fluoreszenzstrahlungsempfindli
chen bildgebenden Detektor (14) abgebildet wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die die Probe (12) anregende Strah
lung (11) eine Wellenlänge aufweist, die dicht unterhalb
einer Absorptionskante (λK) des zu untersuchenden Ele
ments (A, B) liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als Röntgenstrahlungsquelle (10) laserinduziertes Plas
ma, ein Synchrotron oder eine Röntgenröhre verwendet
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die die Probe (12) anregende Strahlung (11)
mittels einer Fresnel-Zonenplatte und/oder mittels eines
Röntgenspiegel und/oder mittels eines röntgenoptischen
Kristalls auf die Probe (12) gestrahlt wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die röntgenoptischen Ab
bildungsmittel die Fluoreszenzstrahlung (13) jeweils nur
für eine einzige Wellenlänge (λA) scharf auf dem Detektor
(14) abbilden.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß es bei der Analyse von
Proben (12) für Elemente (A, B) mit Kernladungszahlen
Z<10 eingesetzt wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte breitbandige
Röntgenemission der Röntgenstrahlungsquelle (10) zur An
regung der Probe (12) verwendet wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Probe (12) mit
schmalbandiger Röntgenstrahlung angeregt wird, die mit
tels Filterung aus dem gesamten Spektrum der Röntgen
strahlungsquelle (10) erzeugt wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die anregende Strahlung
(11) mit Quantenenergien < 5 keV eingesetzt wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß es zur Bestimmung der
Schichtdicke eines Elements (A, B) in Bezug auf die Ein
dringtiefe der anregenden Strahlung (11) verwendet wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19540195A DE19540195C2 (de) | 1995-10-30 | 1995-10-30 | Verfahren der Röntgenfluoreszenzmikroskopie |
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| DE19540195C2 DE19540195C2 (de) | 2000-01-20 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19540195A Expired - Fee Related DE19540195C2 (de) | 1995-10-30 | 1995-10-30 | Verfahren der Röntgenfluoreszenzmikroskopie |
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