DE19540125A1 - Verfahren zur Messung des Oberflächenreflexionsgrades und Verfahren zur Herstellung einer reflexmindernden Polarisationsfolie - Google Patents
Verfahren zur Messung des Oberflächenreflexionsgrades und Verfahren zur Herstellung einer reflexmindernden PolarisationsfolieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Messung des
Oberflächenreflexionsgrades eines Polarisationsfolienprodukts
wie z. B. reflexmindernder Polarisationsfolien, die für op
tische Bauteile, wie z. B. Flüssigkristallanzeigen, verwendet
werden, und ein Verfahren zur Herstellung einer reflexmindern
den Polarisationsfolie unter Verwendung des Meßverfahrens.
Gegenwärtig werden Flüssigkristallanzeigen, die auf den
Gebieten des Fernsehens, der Büroautomatisierungseinrichtungen
usw. Anwendung gefunden haben, in großem Umfang bei Videoka
mera-Monitoren, Informationsterminals innerhalb von Kraftfahr
zeugen usw. eingesetzt. Mit der Vergrößerung des Anwendungsbe
reichs steigt die Nachfrage nach reflexmindernden Maßnahmen
gegen von außen einfallendes Licht, und auch für Polarisa
tionsfolien, die auf Anzeigeflächen aufgebracht werden, werden
reflexmindernde Eigenschaften gefordert. In der vorliegenden
Patentbeschreibung werden Polarisationsfolien, die mit einer
reflexmindernden Eigenschaft ausgestattet sind, manchmal als
"reflexmindernde Polarisationsfolien" bezeichnet.
Solche reflexmindernden Polarisationsfolien erhält man
beispielsweise durch Ausbildung einer einzelnen Lage oder meh
rerer Lagen reflexmindernder dünner Schichten mit niedrigem
Brechungsindex, wie z. B. von Schichten aus Magnesiumfluorid,
Siliciumdioxid usw. und/oder von Schichten mit hohem Bre
chungsindex, wie z. B. von Schichten aus Zirconiumoxid, Zinn
oxid, Indiumoxid, Titanoxid usw., auf einer Polarisations
folie.
Als Beispiel für reflexmindernde Folien, die mit einer
einlagigen Dünnschicht überzogen sind, ist die Schicht mit Ma
gnesiumfluorid mit niedrigem Brechungsindex bekannt, deren op
tische Schichtdicke (nd) etwa ein Viertel der Wellenlänge des
sichtbaren Lichtes beträgt. Die optische Schichtdicke (nd) ist
ein Wert, der durch das Produkt aus dem Brechungsindex (n) und
der Schichtdicke (d) definiert ist.
Als Beispiel für reflexmindernde Folien, die mit einer
mehrlagigen Dünnschicht überzogen sind, wird in der JP-A-62-
178 901 (Kokai) eine Folie offenbart, deren mehrlagige Dünn
schicht vier Lagen aus Zirconiumoxid, Siliciumdioxid, Ti
tanoxid und Siliciumdioxid aufweist, die durch ein Vakuumbe
dampfungsverfahren oder ein Zerstäubungs- bzw. Sputterbe
schichtungsverfahren hergestellt werden.
Da diese reflexmindernden Schichten eine Reflexminde
rung zustandebringen, indem sie Licht, das von jeder Lage re
flektiert wird, durch Interferenz auslöschen, muß eine dünne
Schicht ausgebildet werden, so daß die optische Schichtdicke
der Lage ihrem Bemessungswert so nahe wie möglich kommt, um
eine reflexmindernde Schicht von hervorragenden Eigenschaften
zu erhalten. Da außerdem der Brechungsindex der Dünnschicht
durch das zu verwendende Material bestimmt wird, ist die opti
sche Schichtdicke im wesentlichen von der Dicke der Dünn
schicht abhängig.
Als Verfahren zur Überwachung der Schichtdicke jeder
reflexmindernden Dünnschichtlage bei einem Verfahren zur Aus
bildung einer reflexmindernden Schicht, wie z. B. dem Vakuum
bedampfungsverfahren und dem Sputterbeschichtungsverfahren,
ist ein indirektes Verfahren bekannt. Das Verfahren weist die
folgenden Schritte auf: Aufbringen eines Schichtbestandteils
auf einen Quarzoszillator, der dicht an einem Objekt angeord
net ist, Bestimmen der aufgebrachten Menge des Schichtbestand
teils aus der Änderung der Resonanzfrequenz des Oszillators
und Berechnen der Dicke der auf das Objekt aufgebrachten Dünn
schicht auf der Basis der auf dem Oszillator erhaltenen aufge
brachten Menge.
Ferner ist ein Verfahren zur Einstellung einer Schicht
dicke mit den folgenden Schritten bekannt: Anbringen einer Mo
nitorplatte in der Nähe eines Objekts, auf das Schichtlagen
aufgebracht werden, und Messen einer Änderung des Reflexions
grades der Platte.
Da das Schichtdickenmeßverfahren mit Hilfe eines Quarz
kristalls ein indirektes Verfahren ist, eignet es sich nicht
zur präzisen Kontrolle der Schichtdicke.
Das Verfahren zur Messung der Änderung des Reflexions
grades der Überwachungsplatte, die in der Nähe eines Objekts
installiert ist, auf welches Schichtlagen aufgebracht werden,
erfordert ferner eine Zusatzeinrichtung, die im Anbringen der
Überwachungsplatte besteht, und kann nur diskontinuierlich an
gewandt werden.
Um eine reflexmindernde Schicht von hervorragenden
Eigenschaften zu erhalten, wird neben einem Verfahren zur ge
nauen Kontrolle der optischen Schichtdicke von dünnen Schich
ten, aus denen eine reflexmindernde Schicht besteht, schließ
lich die Anwendung eines Verfahrens zur Einstellung der Dünn
schichtdicke erwogen, so daß der Reflexionsgrad einen vorher
festgelegten, gleichmäßigen Wert hat. Um dieses Verfahren an
zuwenden, muß der Oberflächenreflexionsgrad der herzustellen
den Schicht genau gemessen werden.
Um andererseits den Oberflächenreflexionsgrad eines Po
larisationsfolienprodukts genau zu messen, muß die Lichtrefle
xion an der Rückseite des Polarisationsfolienprodukts verhin
dert werden. Als Verfahren zum Verhindern der Reflexion an der
Rückseite ist eine Beschichtung der Rückseite mit schwarzer
Farbe angewandt worden. Dieses Verfahren erfordert jedoch kom
plizierte Verfahrensschritte, verschmutzt die Produkte und
führt zum Verlust der Produkte.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
ein Verfahren zur genauen und mühelosen Messung des Oberflä
chenreflexionsgrades eines Polarisationsfolienprodukts ohne
Verschmutzung der zu messenden Objekte zu schaffen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein
Verfahren zur leichteren und rationelleren Herstellung einer
gleichmäßigen reflexmindernden Polarisationsfolie zu schaffen.
Diese und weitere Aufgaben und Auswirkungen der vorlie
genden Erfindung werden aus der nachstehenden Beschreibung er
sichtlich.
Das heißt, die vorliegende Erfindung betrifft ein Ver
fahren zur Messung des Oberflächenreflexionsgrades eines Pola
risationsfolienprodukts mit den folgenden Schritten:
Anordnen eines linearen Polarisators zwischen einem Po larisationsfolienprodukt und einem Lichtzuführungsteil, so daß die Polarisationsebene des Polarisators senkrecht zu der des Polarisationsfolienprodukts steht;
Zuführung eines Lichtstrahls aus dem Lichtzuführungs teil durch den Polarisator auf die Oberfläche des Polarisa tionsfolienprodukts; und Empfang des von der Oberfläche reflektierten Lichts.
Anordnen eines linearen Polarisators zwischen einem Po larisationsfolienprodukt und einem Lichtzuführungsteil, so daß die Polarisationsebene des Polarisators senkrecht zu der des Polarisationsfolienprodukts steht;
Zuführung eines Lichtstrahls aus dem Lichtzuführungs teil durch den Polarisator auf die Oberfläche des Polarisa tionsfolienprodukts; und Empfang des von der Oberfläche reflektierten Lichts.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung einer reflexmindernden Polarisationsfolie un
ter Verwendung des Verfahrens zur Messung des Oberflächenre
flexionsgrades eines Polarisationsfolienprodukts.
Fig. 1 zeigt ein Spektrogramm des Oberflächenrefle
xionsgrades für die Bezugsbeispiele 1 und 2;
Fig. 2 zeigt ein Spektrogramm des Oberflächenrefle
xionsgrades für die Vergleichsbeispiele 1 und 2;
Fig. 3 zeigt ein Spektrogramm des Oberflächenrefle
xionsgrades für die Beispiele 1 und 2;
Fig. 4 zeigt eine Schnittansicht einer Sputterbeschich
tungseinheit vom Rollenbeschichtungstyp gemäß Beispiel 3;
Fig. 5 zeigt ein Spektrogramm des Oberflächenrefle
xionsgrades einer reflexmindernden Polarisationsfolie, aufge
nommen unter den ursprünglichen Bedingungen von Beispiel 3;
Fig. 6 zeigt ein Spektrogramm des Oberflächenrefle
xionsgrades einer reflexmindernden Polarisationsfolie, aufge
nommen nach einer ersten Änderung der Bedingungen von Beispiel
3;
Fig. 7 zeigt ein Spektrogramm des Oberflächenrefle
xionsgrades der reflexmindernden Polarisationsfolie, aufgenom
men nach einer zweiten Änderung der Bedingungen von Beispiel
3.
Bezugszeichenliste
1, 1′ Lichtzuführungs- und empfangsteil
2 Polarisationsfolie
3, 3′ Polarisator
5 Vakuumbehälter
6 Folienzuführungseinheit
7 Folienaufnahmeeinheit
8 Kühlwalze
9, 10 Zerstäubungskatodenbaugruppe
11 erste Zerstäubungskammer
12 zweite Zerstäubungskammer
13, 14 Zuführungsöffnung für reaktives Gas
15 Trennwand
2 Polarisationsfolie
3, 3′ Polarisator
5 Vakuumbehälter
6 Folienzuführungseinheit
7 Folienaufnahmeeinheit
8 Kühlwalze
9, 10 Zerstäubungskatodenbaugruppe
11 erste Zerstäubungskammer
12 zweite Zerstäubungskammer
13, 14 Zuführungsöffnung für reaktives Gas
15 Trennwand
Der Oberflächenreflexionsgrad kann mit Hilfe eines Ver
fahrens gemessen werden, das die folgenden Schritte aufweist:
Anordnen eines linearen Polarisators zwischen einem Polarisa
tionsfolienprodukt und einem Lichtzuführungsteil, so daß die
Polarisationsebene des Polarisators senkrecht zu der des Pola
risationsfolienprodukts steht; Zuführung von Lichtstrahlen aus
dem Lichtzuführungsteil durch den Polarisator auf die Oberflä
che der Polarisationsfolie; und Empfang des von der Oberfläche
reflektierten Lichts.
Das in der Patentbeschreibung erwähnte Polarisationsfo
lienprodukt ist eine Folie, für die eine Polarisationsfolie
als Ausgangsmaterial verwendet wird. Beispiele eines derarti
gen Polarisationsfolienprodukts sind: eine unbearbeitete Pola
risationsfolie, eine mit Haftmittel beschichtete Polarisa
tionsfolie, eine Polarisationsfolie, deren Oberfläche einer
reflexmindernden oder Antireflexbehandlung unterworfen wurde,
eine Polarisationsfolie, auf die eine reflexmindernd behan
delte Schicht aufgebracht ist, eine Polarisationsfolie, deren
Rückseite mit einer Phasenverzögerungsschicht laminiert ist,
eine auf einer Flüssigkristallanzeige montierte Polarisations
folie usw.
Der in der vorliegenden Erfindung erwähnte Polarisator
ist ein sogenannter linearer Polarisator, der zur Erzeugung
linear polarisierten Lichts verwendet wird, wie in "Class and
Performance Parameters" (Klassen- und Leistungsparameter) des
Buches "Polarized Light: Production and Use" (Polarisiertes
Licht: Erzeugung und Anwendung) von W.A. Shurcliff beschrieben
wird.
Unter den oben beschriebenen Folien lassen sich Polari
sationsfolien am zweckmäßigsten verwenden. Besonders Polarisa
tionsfolien, die beidseitig einer reflexmindernden Behandlung
unterworfen werden, haben in der praktischen Anwendung hervor
ragende Eigenschaften.
Es ist erforderlich, daß die Polarisationsebene des li
nearen Polarisators senkrecht zu der eines Polarisationsfo
lienprodukts steht, da diese Anordnung des linearen Polarisa
tors und des Polarisationsfolienprodukts bewirken soll, daß
der Oberflächenreflexionsgrad des Polarisationsfolienprodukts
genau gemessen werden kann, ohne durch die Reflexion an der
Rückseite des Folienprodukts beeinträchtigt zu werden. Mit an
deren Worten, das auf die Rückseiten des Polarisationsfolien
produkts auffallende Licht wird ausgeblendet, indem die Pola
risationsebene des linearen Polarisators senkrecht zu der des
Polarisationsfolienprodukts eingestellt wird. Im Ergebnis kann
man die Effekte der Reflexion an der Rückseite verhindern und
nur die Reflexion an der Oberseite erfassen.
Wenn die Polarisationsebenen nicht senkrecht zueinander
stehen, verringert sich die Meßgenauigkeit.
Der Abstand zwischen dem Polarisationsfolienprodukt und
dem linearen Polarisator beträgt gewöhnlich etwa 0 bis 5 mm,
vorzugsweise etwa 0,1 bis 3 mm, und noch besser etwa 1 bis 2
mm.
Falls ein langgestrecktes Polarisationsfolienprodukt zu
messen ist, kann der Oberflächenreflexionsgrad beispielsweise
am durchlaufenden Polarisationsfolienprodukt kontinuierlich in
Längsrichtung gemessen werden, indem ein linearer Polarisator
in einer vorgegebenen Position zwischen dem Polarisationsfo
lienprodukt und einem Lichtzuführungsteil so angeordnet wird,
daß zwischen dem Polarisator und dem Polarisationsfolienpro
dukt ein vorgegebener Abstand eingehalten wird. Mit anderen
Worten, das Zuführen, Messen und Aufnehmen eines rollenförmi
gen Polarisationsfolienprodukts kann als ein Arbeitsablauf
ausgeführt werden.
Der Abstand zwischen dem Polarisationsfolienprodukt und
dem Lichtzuführungsteil beträgt gewöhnlich etwa 1 bis 10 mm,
vorzugsweise etwa 1 bis 5 mm und noch besser etwa 1 bis 3 mm.
In der Patentbeschreibung bedeutet "Lichtzuführungs
teil" eine Baugruppe, die einen von einer Lichtquelle erzeug
ten Lichtstrahl einem Objekt zuführt. Die Form oder die Kon
struktion der Baugruppe können variieren, solange diese Funk
tion ausgeführt werden kann. Zum Beispiel schließt die Bau
gruppe eine Lichtquelle und einen Lichtaustrittspunkt ein,
durch den der Lichtstrahl dem Objekt zugeführt wird. Der
Lichtausstrittspunkt befindet sich an einem Ausgang der Bau
gruppe. Der Lichtstrahl wird gewöhnlich durch eine Lichtüber
tragungseinrichtung, wie z. B. eine Lichtleitfaser, von der
Lichtquelle zum Lichtaustrittspunkt übertragen.
Die Messung des Oberflächenreflexionsgrades des Polari
sationsfolienprodukts kann ausgeführt werden, indem man einen
Lichtstrahl vom Lichtzuführungsteil durch den Polarisator dem
Polarisationsfolienprodukt zuführt und reflektiertes Licht in
einem Lichtempfangsteil empfängt.
In der vorliegenden Beschreibung bedeutet "Lichtemp
fangsteil" eine Baugruppe, die Licht, das an der Oberfläche
eines Objekts reflektiert wird, empfängt und seine Stärke
mißt. Form oder Konstruktion dieser Baugruppe können variie
ren, solange die Funktion ausgeführt werden kann. Die Bau
gruppe weist beispielsweise ein Fotometer und einen Lichtemp
fangspunkt auf, durch die das Licht zum Fotometer gelangt. Der
Lichtempfangspunkt befindet sich an einer Eintrittsstelle der
Baugruppe. Das Licht wird gewöhnlich durch eine Lichtübertra
gungseinrichtung, wie z. B. durch einen Lichtleiter, vom
Lichtempfangspunkt zum Fotometer übertragen.
Gewöhnlich wird eine Vorrichtung eingesetzt, die mit
dem Lichtzuführungsteil einschließlich einer Lichtquelle mit
der Funktion, eine vorgegebene Lichtmenge zu liefern, sowie
mit dem Lichtempfangsteil zur Messung der reflektierten Licht
menge ausgestattet ist, um die Oberflächenreflektivität zu messen.
Derartige Vorrichtungen sind im Handel erhältlich; bei
spielsweise kann ein SPECTRO MULTI CHANNEL PHOTO DETECTOR
(MCPD-1000, Hersteller OTSUKA ELECTRONICS Co., Ltd.) verwendet
werden.
Die Lichtquelle wird in Abhängigkeit vom erforderlichen
Lichtwellenlängenbereich passend ausgewählt. Bevorzugte Bei
spiele für eine Lichtquelle, die eine vorgegebene Lichtmenge
liefern kann, sind eine Halogenlampe und eine Xenonlampe.
Zur Messung der reflektierten Lichtmenge wird im prak
tischen Einsatz ein Fotometer bevorzugt, das die Lichtstärke
werte in einem erforderlichen Wellenlängenbereich für jede
Wellenlänge auf einmal messen kann. Ein Beispiel dafür ist ein
Fotometer vom Typ einer Fotodiodenmatrix.
Der Abstand zwischen dem Lichtempfangsteil und dem Po
larisationsfolienprodukt liegt im gleichen Bereich wie der Ab
stand zwischen dem obenerwähnten Lichtzuführungsteil und dem
Polarisationsfolienprodukt. Gewöhnlich wird der obenerwähnte
Lichtzuführungsteil dicht neben dem Lichtempfangsteil angeord
net.
Die reflektierte Lichtmenge wird unter Anwendung eines
Verfahrens gemessen, das die folgenden Schritte aufweist: An
ordnen des Polarisators zwischen dem zu messenden Polarisa
tionsfolienprodukt und dem Lichtzuführungsteil, Emission eines
Lichtstrahls aus dem Lichtzuführungsteil auf die vordere Flä
che des Polarisators, d. h. Zuführung des Lichtstrahls durch
den linearen Polarisator auf die Oberfläche des Polari
sationsfolienprodukts, und Empfang des von der Oberfläche re
flektierten Lichts durch den linearen Polarisator. Dann wird
der Oberflächenreflexionsgrad des Polarisationsfolienprodukts
berechnet.
Ein Beispiel für das Verfahren zur Messung des Oberflä
chenreflexionsgrades ist das folgende:
- (1) zweckmäßiges Anordnen eines linearen Polarisators bezüglich einer Standardprobe mit einem bei einer bestimmten Wellenlänge gemessenen Oberflächenreflexionsgrad (R₀) und Mes sen der Lichtstärke des reflektierten Lichts (P₁) bei der gleichen Wellenlänge;
- (2) Entfernen der Standardprobe aus dem obenerwähnten Aufbau, Messung auf die gleiche Weise unter alleiniger Verwen dung des linearen Polarisators, um die Lichtstärke des vom li nearen Polarisator reflektierten Lichts (P₂) zu erhalten;
- (3) Anordnen eines zu messenden Polarisationsfolienpro dukts in der gleichen Position wie bei der im Schritt (1) ver wendeten Standardprobe und Messung auf die gleiche Weise, um die Lichtstärke des reflektierten Lichts (P₃) zu bestimmen.
Aus den Werten von P₁, P₂, P₃ und R₀ kann man unter
Verwendung der nachstehenden Gleichung [1] den Oberflächenre
flexionsgrad (Rs) des zu messenden Polarisationsfolienprodukts
bestimmen:
Rs = (P₃ - P₂) ÷ (P₁ - P₂) · R₀. [1]
Wenn ein Computer mit der obenerwähnten Vorrichtung
verbunden ist und P₃ gemessen wird, läßt sich der Wert des
Oberflächenreflexionsgrades unter Verwendung der zuvor gemes
senen Werte von P₁, P₂ und R₀ sofort durch eine arithmetische
Operation nach der obigen Gleichung bestimmen.
Ferner kann man das Spektrum des Oberflächenreflexions
grades in einem vorgegebenen Wellenlängenbereich mit Hilfe ei
nes Verfahrens bestimmen, das die folgenden Schritte aufweist:
(1) Einsetzen eines Spektroskops, wie z. B. eines Prismen- oder
Beugungsgitterspektroskops, normalerweise in den Lichtemp
fangsteil, insbesondere zwischen dem Lichtempfangspunkt und
dem Fotometer, oder in den Lichtzuführungsteil, insbesondere
zwischen der Lichtquelle und dem Lichtaustrittspunkt, (2) Mes
sen des Oberflächenreflexionsgrades unter Verwendung des Foto
meters, das die Lichtstärkewerte in dem vorgegebenen Wel
lenlängenbereich für jede Wellenlänge auf einmal messen kann,
und (3) mit einer Einrichtung zum Ausführen arithmetischer
Operationen, wie z. B. einem Computer. Dieses Verfahren wird
bei der praktischen Anwendung bevorzugt. Das Spektroskop wird
vorzugsweise in den Lichtempfangsteil eingesetzt,
insbesondere zwischen dem Lichtempfangspunkt und dem
Fotometer.
Ferner kann die Verteilung des Oberflächenreflexions
grades eines langgestreckten Polarisationsfolienprodukts kon
tinuierlich gemessen werden, während das Polarisationsfolien
produkt bewegt wird, wobei der Lichtzuführungsteil, der Licht
empfangsteil und ein linearer Polarisator fixiert sind.
Außerdem kann mit diesem Verfahren mühelos der Oberflä
chenreflexionsgrad eines Polarisationsfolienprodukts gemessen
werden, das auf die übliche Weise nicht ohne weiteres meßbar
ist, wie z. B. einer Polarisationsfolie, die an einer Flüssig
kristallanzeige befestigt ist.
Nach der vorliegenden Erfindung kann der Oberflächenre
flexionsgrad eines Polarisationsfolienprodukts mühelos und ge
nau gemessen werden, ohne das Produkt zu verändern oder zu be
schädigen.
Bei einem Verfahren zur Herstellung einer reflexmin
dernden Polarisationsfolie durch Ausbilden einer reflexmin
dernden Dünnschicht auf einer Seite einer Polarisationsfolie
ist die vorliegende Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das
Verfahren die folgenden Schritte aufweist: Anordnen eines li
nearen Polarisators zwischen einem Lichtzuführungsteil und
einer Seite einer reflexmindernden Polarisationsfolie, auf der
eine reflexmindernde Dünnschicht ausgebildet ist, derart daß
die Polarisationsebene des Polarisators senkrecht zu derjeni
gen der reflexmindernden Polarisationsfolie steht, Zuführung
eines Lichtstrahls aus dem Lichtzuführungsteil durch den Pola
risator auf die Oberfläche der reflexmindernden Polari
sationsfolie, Empfang des von der Oberfläche reflektierten
Lichts, Messen des Oberflächenreflexionsgrades der reflexmin
dernden Polarisationsfolie auf der Seite, wo die Dünnschicht
ausgebildet wird, und Feineinstellung der Menge der reflexmin
dernden Dünnschicht entsprechend den Meßergebnissen.
Die Polarisationsfolien unterliegen keinen Einschrän
kungen, es können aber bekannte und im Handel erhältliche Po
larisationsfolien verwendet werden.
Unter den Polarisationsfolien sind diejenigen mit Hart
beschichtung vorzuziehen, da sie eine hohe Oberflächenhärte
aufweisen.
Materialbeispiele für die auf der Polarisationsfolie
ausgebildete reflexmindernde Dünnschicht sind Materialien mit
niedrigen Brechungsindizes, wie z. B. Magnesiumfluorid, Sili
ciumdioxid usw., sowie Materialien mit hohen Brechungsindizes,
wie z. B. Zirconiumoxid, Zinnoxid, Indiumoxid, Titanoxid usw.
Eine reflexmindernde Polarisationsfolie kann man erhalten, in
dem man auf der Polarisationsfolie eine reflexmindernde Dünn
schicht ausbildet, die als Einzelschicht aus einer Materialart
oder als mehrlagige Schicht aus zwei oder mehr Materialarten
aufgebaut werden kann.
Als Verfahren zur Ausbildung der reflexmindernden Dünn
schicht auf der Oberfläche der Polarisationsfolie können
Trockenverfahren, wie z. B. ein herkömmliches Vakuumbedamp
fungsverfahren und ein Sputterbeschichtungsverfahren, sowie
Naßverfahren angewandt werden.
Unter diesen Verfahren sind Trockenverfahren geeignet.
Bei den Trockenverfahren können reflexmindernde Schich
ten nach einem diskontinuierlichen System ausgebildet werden,
indem eine einzelne oder mehrere Polarisationsfolien von vor
gegebener Größe in einen Vakuumbehälter eingebracht werden, wo
die Dünnschichten ausgebildet werden. Die Trockenverfahren
können auch bei einem kontinuierlich arbeitenden System ange
wandt werden, wobei eine rollenförmige Polarisationsfolie kon
tinuierlich einem Abschnitt zugeführt wird, in welchem Dünn
schichten aufgebracht werden, und die Folie nach der notwendi
gen Dünnschichtausbildung aufgenommen wird.
Unter diesen Systemen ist das kontinuierliche System
besonders geeignet.
Auf eine Seite einer Polarisationsfolie wird eine nähe
rungsweise voreingestellte Dicke der reflexmindernden Dünn
schicht aufgebracht.
Die näherungsweise voreingestellte Dicke der reflexmin
dernden Dünnschicht kann durch ein geeignetes bekanntes Ver
fahren in Abhängigkeit vom Objekt und von der Art der Dünn
schicht bestimmt werden. Ein spezifisches Beispiel wird in der
JP-A-62-178 901 (Kokai) usw. beschrieben.
Der Oberflächenreflexionsgrad der reflexmindernden Po
larisationsfolie, auf deren einer Seite die näherungsweise
voreingestellte Dicke der reflexmindernden Dünnschicht aufge
bracht ist, kann durch Anwendung des obenerwähnten Verfahrens
zur Messung des Oberflächenreflexionsgrades eines Polari
sationsfolienprodukts gemessen werden.
Dieses Verfahren ist das gleiche wie oben beschrieben.
Dabei ist jedoch selbstverständlich, daß bei der Ausführung
der Messung die Fläche, auf der die reflexmindernde Dünn
schicht der Polarisationsfolie ausgebildet ist, auf der Seite
des linearen Polarisators angeordnet wird.
Durch Messung des Oberflächenreflexionsgrades und durch
Feineinstellung der Dicke der obenerwähnten reflexmindernden
Dünnschicht entsprechend den Meßergebnissen kann man die ange
strebte reflexmindernde Polarisationsfolie erhalten.
Die oben beschriebene Feineinstellung ist als eine Ein
stellung definiert, die zur Feinregulierung der
Dicke der reflexmindernden Dünnschicht ausgeführt wird. Diese
Feineinstellung erzielt man beispielsweise durch Aufbringen
einer bestimmten weiteren Dünnschichtmenge auf die erhaltene
reflexmindernde Polarisationsfolie in Abhängigkeit vom erhal
tenen Oberflächenreflexionsgrad, durch Erhöhen oder Vermindern
der auf die nachfolgende Polarisationsfolie aufgebrachten
Dünnschichtdicke oder durch Einstellen der Dicke der als näch
stes aufzubringenden Dünnschichtlage im Fall einer mehrlagigen
Dünnschicht. Die Feineinstellung kann durch ein sogenanntes
Rückführungssystem ausgeführt werden.
Zum Erhöhen oder Vermindern der aufgebrachten Dünn
schichtdicke können herkömmliche Einrichtungen zur Ausbildung
von Dünnschichten verwendet werden. Die aufgebrachte Dicke
kann z. B. durch Erhöhen oder Vermindern der Erzeugungsge
schwindigkeit einer Schichtbildungskomponente oder durch Erhö
hen oder Vermindern der Verweildauer der Polarisationsfolie
verändert werden.
Nach der vorliegenden Erfindung kann der Oberflächenre
flexionsgrad der reflexmindernden Polarisationsfolie genau und
mühelos gemessen werden, und die Meßergebnisse können sich auf
Einstellung der Ausbildung von reflexmindernden Dünnschichten
auswirken. Daher können mühelos reflexmindernde Polarisations
folien mit hervorragendem Oberflächenreflexionsgrad herge
stellt werden.
Die vorliegende Erfindung wird zwar nachstehend anhand
von Beispielen näher erläutert, ist aber nicht auf die Bei
spiele beschränkt.
Im folgenden werden die Meßverfahren und Materialien
beschrieben, die für die Bezugsbeispiele 1, 2, die Ver
gleichsbeispiele 1, 2 und die Beispiele 1, 2 verwendet werden.
- - Messung des Reflexionsgrades: Das Spektrum des Refle xionsgrades in einem sichtbaren Spektralbereich von 400 bis 700 nm wurde unter Verwendung eines Reflexionsdetektors (MCPD- 1000, Hersteller OTSUKA ELECTRONICS Co., Ltd.) gemessen, der mit einer Lichtquelle (Halogenlampe) im Lichtzuführungsteil, einem Fotometer (selbstabtastendes Detektionselement 331C) im Lichtempfangsteil, das über einen Lichtleiter und ein Beu gungsgitter Licht empfängt, und einer Funktion zur Berechnung der erhaltenen Werte ausgestattet ist.
- - Zu messende Polarisationsfolienprodukte:
Probe 1: reflexmindernde Polarisationsfolie SK1832AP1- HC-AR, Hersteller SUMITOMO CHEMICAL Co., Ltd., befestigt auf einer Glasplatte
Probe 2: Polarisationsfolie SK1832AP1-HC, Hersteller SUMITOMO CHEMICAL Co., Ltd., befestigt auf einer Glasplatte - - Linearer Polarisator: Polarisationsfolie SK1832A, Hersteller SUMITOMO CHEMICAL Co., Ltd., mit reflexmindernder Behandlung auf beiden Seiten
- - Standardprobe: 250 µm dicke Polymethylmethacrylatfo lie mit einer 5 µm dicken Hartbeschichtung auf der Oberseite und schwarzer Farbe (Farbbezeichnung: LAQUER No. 540, Herstel ler OSAKA YUKI PAINT Co., Ltd., Dicke: ca. 100 µm) auf der Rückseite. Die Werte des Oberflächenreflexionsgrades R₀ bei verschiedenen Wellenlängen sind: 400 nm: 4,48%, 500 nm: 4,20%, 600 nm: 4,12%, 700 nm: 4,10%.
Es wurden die Werte des Reflexionsgrades der Proben 1,
2 gemessen, die an ihren Rückseiten mit schwarzer Farbe be
schichtet waren (Farbbezeichnung: LAQUER No. 540, Hersteller
OSAKA YUKI PAINT Co., Ltd., Dicke: ca. 100 µm).
Fig. 1 zeigt das Spektrum des Reflexionsgrades nach den
Meßergebnissen.
Diese Werte werden als realer Oberflächenreflexionsgrad
jeder Probe verwendet.
Es wurden die Werte des Reflexionsgrades der Proben 1,
2 gemessen, wobei nur die Proben verwendet wurden. Fig. 2
zeigt das Spektrum des Reflexionsgrades nach den Meßergebnis
sen.
Die Werte des Reflexionsgrades sind um etwa 1% höher
als die Werte, die aus den in Fig. 1 dargestellten Ergebnissen
gewonnen wurden. Diese Erhöhung wird durch den Effekt der
Reflexion an der Rückseite verursacht. Es zeigt sich, daß nach
diesem Verfahren der Oberflächenreflexionsgrad nicht genau be
stimmt werden kann.
Die Intensität des reflektierten Lichts P₁ wurde unter
folgenden Bedingungen gemessen: der Abstand zwischen dem
Lichtzuführungsteil eines Reflexionsgrad-Meßgeräts und einer
Standardprobe betrug 4 mm, und in 1 mm Abstand von der Stan
dardprobe zum Lichtzuführungsteil hin wurde ein Polarisator
angeordnet.
Als nächstes wurde die Standardprobe entfernt, während
die obenerwähnten Positionsbeziehungen beibehalten wurden, und
die vom Polarisator allein reflektierte Lichtintensität P₂
wurde gemessen.
Jede der gemessenen Proben 1 und 2 des Polarisationsfo
lienprodukts wurde in der gleichen Position wie die Standard
probe angeordnet, und die Lichtstärkewerte P₃-1 und P₃-2 des
von den Proben reflektierten Lichts wurden gemessen.
Aus diesen Werten wurden die Werte des Oberflächenre
flexionsgrades der Proben 1 und 2 nach der obigen Gleichung
[1] bestimmt.
Die Ergebnisse sind in Fig. 3 dargestellt.
Die Ergebniswerte zeigen eine gute Übereinstimmung mit
den in Fig. 1 angegebenen Werten des Oberflächenreflexionsgra
des für die Bezugsproben 1, 2. Folglich ist festzustellen, daß
der Oberflächenreflexionsgrad nach diesem Verfahren gemessen
werden kann.
Eine für dieses Beispiel verwendete Sputterbeschich
tungseinheit vom Rollenbeschichtungstyp ist in Fig. 4 darge
stellt.
Eine Polarisationsfolie 2, auf der eine reflexmindernde
Dünnschicht ausgebildet werden soll, wird von einer Folienzu
führungseinheit 6 entlang einer Kühlwalze 8 einer ersten Zer
stäubungskammer 11 zugeführt, und in der Kammer wird eine er
ste Dünnschichtlage ausgebildet.
Dann wird in einer zweiten Zerstäubungskammer 12 eine
zweite Dünnschichtlage ausgebildet. Nach der Ausbildung der
zweiten Dünnschichtlage wird der Oberflächenreflexionsgrad der
Folie durch einen Polarisator 3′ und einen Lichtzuführungs-
und -empfangsteil 1′ gemessen, und die Folie wird von einer
Folienaufnahmeeinheit 7 aufgenommen.
Als nächstes wird die von der Aufnahmeeinheit 7 aufge
nommene Folie in umgekehrter Richtung entlang der Kühlwalze 8
der ersten Zerstäubungskammer 11 zugeführt (die zweite Zer
stäubungskammer 12 wird einfach passiert), und in der ersten
Zerstäubungskammer 11 wird eine dritte Lage der Dünnschicht
ausgebildet. Nach der Ausbildung der dritten Lage wird der
Oberflächenreflexionsgrad der Folie durch einen Polarisator 3
und einen Reflexionsdetektor 1 auf ähnliche Weise gemessen,
und die Folie wird von der Zuführungseinheit 6 wieder aufge
wickelt.
Die Folie wird nochmals von der Zuführungseinheit 6
entlang der Kühlwalze 8 der zweiten Zerstäubungskammer 12
zugeführt (die erste Zerstäubungskammer 11 wird einfach pas
siert), und in der zweiten Zerstäubungskammer 12 wird eine
vierte Lage der Dünnschicht ausgebildet. Nach der Ausbildung
der vierten Lage wird der Oberflächenreflexionsgrad der Folie
durch eine Kombination aus dem Lichtzuführungs- und -empfangs
teil 1′ und dem Polarisator 3′ gemessen, und die Folie wird
von der Aufnahmeeinheit 7 aufgenommen.
Die Folie wird nochmals von der Aufnahmeeinheit 7 ent
lang der Kühlwalze 8 der ersten Zerstäubungskammer 11 zuge
führt (die zweite Zerstäubungskammer 12 wird einfach pas
siert), und in der ersten Zerstäubungskammer 11 wird eine
fünfte Lage der Dünnschicht ausgebildet. Nach der Ausbildung
der fünften Lage wird der Oberflächenreflexionsgrad der Folie
durch eine Kombination aus dem Lichtzuführungs- und -emp
fangsteil 1 und dem Polarisator 3 gemessen, und die Folie wird
von der Zuführungseinheit 6 aufgenommen.
Es wurden die nachstehend aufgeführten Materialien und
Meßverfahren verwendet.
- - Polarisationsfolie: Polarisationsfolie SK1832A-HC, Hersteller SUMITOMO CHEMICAL Co., Ltd., mit Hartbeschichtung auf der Oberfläche
- - Polarisator: Polarisationsfolie SK1832A, Hersteller SUMITOMO CHEMICAL Co., Ltd., mit reflexmindernder Behandlung auf beiden Seiten
- - Standardprobe: 250 µm dicke Polymethylmethacrylatfo lie mit einer 5 µm dicken Hartbeschichtung auf der Oberseite und schwarzer Farbe (Farbbezeichnung: LAQUER No. 540, Herstel ler OSAKA YUKI PAINT Co., Ltd., Dicke: ca. 100 µm) auf der Rückseite. Die Werte des Oberflächenreflexionsgrades R₀ bei verschiedenen Wellenlängen sind: 400 nm: 4,48%, 500 nm: 4,20%, 600 nm: 4,12%, 700 nm: 4,10%.
- - Zerstäubungstarget: Erste Zerstäubungskammer - Sili cium-Einkristall (mit Bordotierung), zweite Zerstäubungskammer
- - Titan (Reinheit 99.9%)
- - Zerstäubungsgas: Argongas
- - Reaktives Gas: Sauerstoffgas
- - Messung des Oberflächenreflexionsgrades: ein für die Beispiele 1 und 2, die Bezugsbeispiele 1 und 2 und die Ver gleichsbeispiele 1 und 2 benutzter Reflexionsdetektor (MCPD- 1000, Hersteller OTSUKA ELECTRONICS CO., Ltd.) wurde auch zur Messung des Spektrums des Reflexionsgrades in einem sichtbaren Spektralbereich von 400 bis 700 nm verwendet.
Die Ausbildung einer reflexmindernden Schicht wurde un
ter den weiter unten angegebenen Bedingungen (Tabelle 1) be
gonnen.
Fig. 5 zeigt das Spektrum des Oberflächenreflexionsgra
des der reflexmindernden Polarisationsfolie, gemessen mit Hil
fe der Kombination aus dem Lichtzuführungs- und -empfangsteil
1 und dem Polarisator 3 nach der Schichtbildung bis zur
fünften Lage.
Da jedoch festgestellt wurde, daß dieses Spektrum für
die reflexmindernde Polarisationsfolie ungeeignet ist, wurde
die Foliengeschwindigkeit während der Ausbildung der fünften
Lage auf 0,22 m/min geändert; alle anderen Bedingungen
blieben gleich.
Fig. 6 zeigt das Spektrum des Oberflächenreflexionsgra
des, das nach der Geschwindigkeitsänderung auf die gleiche
Weise gemessen wurde.
Damit wurde zwar das richtige Spektrum erzielt, aber
der Oberflächenreflexionsgrad im langwelligen Bereich ist noch
zu hoch. Danach wurde die Foliengeschwindigkeit während der
Schichtbildung wieder auf 0,21 m/min geändert. Als Ergebnis
erhielt man ein geeignetes Spektrum des Oberflächenreflexions
grades, wie in Fig. 7 dargestellt.
Claims (22)
1. Verfahren zur Messung des Oberflächenreflexionsgra
des eines Polarisationsfolienprodukts mit den folgenden
Schritten:
Anordnen eines linearen Polarisators zwischen einem Po larisationsfolienprodukt und einem Lichtzuführungsteil, so daß die Polarisationsebene des Polarisators senkrecht zu der des Polarisationsfolienprodukts steht;
Zuführung eines Lichtstrahls aus dem Lichtzuführungs teil durch den Polarisator auf die Oberfläche des Polarisa tionsfolienprodukts; und
Empfang des von der Oberfläche reflektierten Lichts.
Anordnen eines linearen Polarisators zwischen einem Po larisationsfolienprodukt und einem Lichtzuführungsteil, so daß die Polarisationsebene des Polarisators senkrecht zu der des Polarisationsfolienprodukts steht;
Zuführung eines Lichtstrahls aus dem Lichtzuführungs teil durch den Polarisator auf die Oberfläche des Polarisa tionsfolienprodukts; und
Empfang des von der Oberfläche reflektierten Lichts.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Polarisations
folienprodukt eine Polarisationsfolie in unveränderter Form,
eine mit Haftmittel beschichtete Polarisationsfolie, eine Po
larisationsfolie, deren Oberfläche einer reflexmindernden Be
handlung unterworfen wurde, eine Polarisationsfolie mit darauf
aufgebrachter, reflexmindernd behandelter Schicht, eine Po
larisationsfolie, deren Rückseite mit einer Phasenverzöge
rungsschicht laminiert wurde, oder eine auf einer Flüssigkri
stallanzeige montierte Polarisationsfolie ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der lineare
Polarisator eine Polarisationsfolie mit reflexmindernder Be
handlung ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei der
Empfang des reflektierten Lichts in einem Lichtempfangsteil
ausgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Zuführung des
Lichtstrahls aus dem Lichtzuführungsteil und der Empfang der
reflektierten Lichts durch eine Vorrichtung ausgeführt werden,
die sowohl einen Lichtzuführungsteil als auch einen Lichtemp
fangsteil aufweist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei
der Lichtzuführungsteil eine Lichtquelle aufweist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die Lichtquelle
eine Halogenlampe oder eine Xenonlampe ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei
der Lichtempfangsteil ein Fotometer aufweist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei der Lichtempfangs
teil ferner eine Lichtübertragungseinrichtung aufweist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei der Lichtzu
führungsteil ferner eine Lichtübertragungseinrichtung aufweist.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, wobei der Licht
empfangsteil oder der Lichtzuführungsteil ferner ein Spek
troskop aufweist.
12. Verfahren zur Herstellung einer reflexmindernden
Polarisationsfolie durch Ausbilden einer reflexmindernden
Dünnschicht auf einer Seite einer Polarisationsfolie, mit den
folgenden Schritten:
Anordnen eines linearen Polarisators zwischen einem Lichtzuführungsteil und einer Seite einer reflexmindernden Po larisationsfolie, auf welcher eine reflexmindernde Dünnschicht ausgebildet wird, derart daß die Polarisationsebene des li nearen Polarisators senkrecht zu derjenigen der reflex mindernden Polarisationsfolie steht;
Zuführung eines Lichtstrahls aus dem Lichtzuführungs teil durch den Polarisator auf die Oberfläche der reflexmin dernden Polarisationsfolie;
Empfang des von der Oberfläche reflektierten Lichts;
Messung des Oberflächenreflexionsgrades der Seite der reflexmindernden Polarisationsfolie, auf der die Dünnschicht ausgebildet wird; und
Feineinstellung der Dicke der reflexmindernden Dünn schicht entsprechend dem Meßergebnis.
Anordnen eines linearen Polarisators zwischen einem Lichtzuführungsteil und einer Seite einer reflexmindernden Po larisationsfolie, auf welcher eine reflexmindernde Dünnschicht ausgebildet wird, derart daß die Polarisationsebene des li nearen Polarisators senkrecht zu derjenigen der reflex mindernden Polarisationsfolie steht;
Zuführung eines Lichtstrahls aus dem Lichtzuführungs teil durch den Polarisator auf die Oberfläche der reflexmin dernden Polarisationsfolie;
Empfang des von der Oberfläche reflektierten Lichts;
Messung des Oberflächenreflexionsgrades der Seite der reflexmindernden Polarisationsfolie, auf der die Dünnschicht ausgebildet wird; und
Feineinstellung der Dicke der reflexmindernden Dünn schicht entsprechend dem Meßergebnis.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei der lineare Pola
risator eine Polarisationsfolie mit reflexmindernder Behand
lung ist.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei der Empfang des
reflektierten Lichts in einem Lichtempfangsteil erfolgt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei die Zuführung des
Lichts aus dem Lichtzuführungsteil und der Empfang des re
flektierten Lichts durch eine Vorrichtung ausgeführt werden,
die sowohl einen Lichtzuführungsteil als auch einen Licht
empfangsteil aufweist.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, wo
bei der Lichtzuführungsteil eine Lichtquelle aufweist.
17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei die Lichtquelle
eine Halogenlampe oder eine Xenonlampe ist.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, wo
bei der Lichtempfangsteil ein Fotometer aufweist.
19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei der Lichtemp
fangsteil ferner eine Lichtübertragungseinrichtung aufweist.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19, wo
bei die Lichtzuführungseinrichtung ferner eine Lichtübertra
gungseinrichtung aufweist.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, wobei der
Lichtempfangsteil oder der Lichtzuführungsteil ferner ein
Spektroskop aufweist.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 21, wo
bei die Feineinstellung der Menge der reflexmindernden Dünn
schicht durch Erhöhen oder Vermindern der Erzeugungsgeschwin
digkeit einer die Dünnschicht bildenden Komponente oder durch
Erhöhen oder Vermindern der Verweildauer der reflexmindernden
Polarisationsfolie ausgeführt wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP26656094A JPH08128921A (ja) | 1994-10-31 | 1994-10-31 | 偏光フィルム製品の表面反射率測定方法 |
| JP6271315A JPH08136730A (ja) | 1994-11-04 | 1994-11-04 | 反射防止偏光フィルムの製造方法 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19540125A1 true DE19540125A1 (de) | 1996-05-02 |
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ID=26547487
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19540125A Withdrawn DE19540125A1 (de) | 1994-10-31 | 1995-10-27 | Verfahren zur Messung des Oberflächenreflexionsgrades und Verfahren zur Herstellung einer reflexmindernden Polarisationsfolie |
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| Country | Link |
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| KR (1) | KR960014977A (de) |
| DE (1) | DE19540125A1 (de) |
| TW (1) | TW284846B (de) |
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| TWI273287B (en) * | 2005-07-29 | 2007-02-11 | Taiwan Tft Lcd Ass | Integrated type optical film with wire grid polarizer structure and manufacturing method thereof |
| TWI412792B (zh) * | 2007-04-30 | 2013-10-21 | Taiwan Tft Lcd Ass | 液晶顯示裝置 |
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| IL96483A (en) * | 1990-11-27 | 1995-07-31 | Orbotech Ltd | Optical inspection method and apparatus |
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-
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- 1995-10-30 TW TW084111561A patent/TW284846B/zh active
- 1995-10-31 US US08/558,608 patent/US5812264A/en not_active Expired - Fee Related
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| KR960014977A (ko) | 1996-05-22 |
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|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |