DE19539235A1 - Schließzylinder mit elektromagnetisch betätigbarem Sperrstift - Google Patents
Schließzylinder mit elektromagnetisch betätigbarem SperrstiftInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schließzylinder gemäß Gat
tungsbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiger Schließzylinder ist aus der Offenlegungs
schrift 41 26 160 bekannt. Der bekannte Schließzylinder
weist mit der Profilierung des Schlüssels zusammenwirken
de, aus Kernstift und Gehäusestift bestehende Stiftzuhal
tungen auf. Die zum Gehäuse hin abgefederten Zuhaltungs
stifte werden durch die Kerben im Schlüssel eingeordnet,
so daß bei dem richtigen Schlüssel die Trennfugen zwi
schen Kernstift und Gehäusestift mit der Kernfuge des
Zylinderkerns fluchten. Zusätzlich zu dieser rein mecha
nischen Codierung des Schlüssels ist eine elektronische
Codierung vorgesehen. Hierzu wirken elektronisch akti
vierbare Elemente des Schlüssels zusammen mit einer
Sende/Empfangsvorrichtung, welche bei richtiger elektro
nischer Schlüsselcodierung einen zusätzlichen Sperr
stift, welcher in den Zylinderkern ragt, freigibt. Bei
der bekannten Lösung liegt der Sperrstift parallel neben
den Stiftzuhaltungen. Die Anordnung ist platzaufwendig.
Es muß entweder ein längerer Schließzylinder vorgesehen
werden oder auf eine mechanisch codierbare Stiftzuhal
tung verzichtet werden.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfin
dung die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Schließ
zylinder gebrauchsvorteilhaft weiterzubilden.
Gelöst wird die Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebe
ne Erfindung.
Unteransprüche stellen vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung dar.
Zufolge der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist der
Raumbedarf des zusätzlichen Sperrstiftes erheblich mini
miert worden. Zufolge der Integration des Sperrstiftes
in die Stiftzuhaltung kann die gesamte Länge des Ein
schubbereiches des Schlüssels zur mechanischen Codierung
benutzt werde. Bevorzugt ist der Sperrstift in einer
Höhlung des Gehäusestiftes der Stiftzuhaltung angeord
net. Es ist dabei von Vorteil, wenn der Sperrstift in
dem der Schlüsseleinstecköffnung am weitest entfernt
liegenden Zuhaltung angeordnet ist. Die Manipulationsmög
lichkeit ist somit minimiert. Dabei ist es von Vorteil,
wenn der koaxial im Gehäusestift geführte Sperrstift
einendig in der Sperrstellung in eine axiale Sackbohrung
des Kernstiftes ragt. Der zusätzliche Sperrstift kann
abgefedert sein. Die Feder des Sperrstiftes kann gleich
zeitig die Abfederung des Gehäusestiftes der zugeordne
ten Stiftzuhaltung sein. Der Sperrstift weist bevorzugt
einen verbreiterten Fuß auf, auf welchem sich die besag
te Feder abstützt. Der Fuß des Sperrstiftes wirkt bevor
zugt mit einem parallel zur Achsrichtung des Zylinder
kerns lagerbaren Anker eines Elektromagneten zusammen.
Der Anker kann dabei durch Strombeaufschlagung des Elek
tromagneten oder eines gleichwirkenden Betätigungsorgans
in Achsrichtung verlagert werden. Der Anker ist bevor
zugt zylindersymmetrisch und weist einen durchmessergro
ßen und einen durchmessergeringen Bereich auf. Der Anker
kann im Querschnitt auch ein von der zylindrischen abwei
chende Form aufweisen. Hierdurch ist eine Hubvergröße
rung des Sperrstiftes möglich. Die beiden durchmesserun
terschiedlichen Bereiche können durch einen kegelstumpf
förmigen Bereich voneinander getrennt sein. Durch Axial
verlagerung des Ankers kann dann der Sperrstift in Quer
richtung zur Zylinderachse verlagert werden, damit sein
Stirnende in den Zylinderkern hineinverlagert wird, zur
Erzielung der Sperrwirkung, oder aus dem Zylinderkern
herausverlagert wird, zur Erzielung der Freigabestel
lung. Der Elektromagnet ist bevorzugt in einer Hülse
angeordnet, welche im Flanschbereich des Profilzylinders
angeordnet ist. Dabei bildet die Hülse gleichzeitig den
Boden der Gehäusebohrungen aus, in welchen die Stiftzu
haltungen einliegen. Dieser neuartige Verschluß der
Stiftbohrung hat eigenständige Bedeutung. Anstelle der
axial einsteckbaren Hülse ist auch ein Bolzen oder der
gleichen aus Vollmaterial denkbar. Der Gehäuseabschnitt,
mit welchem die Bohrungen verschlossen sind, bildet dann
gleichzeitig eine Abstützfläche für die Stiftfedern aus.
Flanschstirnseitig ist bevorzugt eine Antenne eines
Senders vorgesehen, welcher mit einem in der Reide des
Schlüssels angeordneten Transponders zusammenwirkt. Im
Bereich des Senders kann ebenfalls eine Vorrichtung,
beispielsweise ein Kontakt oder dergleichen vorgesehen
sein, der durch beispielsweise codierte Betätigung eine
Notöffnung des Schlosses erlaubt. Die Notöffnung kann
auch mechanisch erfolgen. Der Sender, welcher mit dem in
der Reide des Schlüssels angeordneten Transponder zusam
menwirken soll, wird bevorzugt durch Verlagerung des vom
Schlüssel bei der Einsteckbewegung zuerst verlagerten
Zuhaltungsstift eingeschaltet. Der der Stirnfläche des
Schließzylinders nächstgelegene Gehäusestift übernimmt
die Aktivierung durch einen Schaltvorgang. Er kann hier
zu einen Magneten aufweisen, welcher mit einem Magnet
schalter zusammenwirkt, welcher in der Hülse angeordnet
ist. Beim Einschieben des Schlüssels wird diese Stiftzu
haltung zuerst nach unten verlagert. Die Annäherung des
Magneten an den Magnetschalter bewirkt dann, daß der
Sender sich in Betrieb setzt und Signale an den Tran
sponder überträgt. Die Signale können dabei auf eine
Trägerfrequenz aufmoduliert sein. Die Trägerfrequenz
kann dabei auch gleichzeitig die Energieversorgung für
den Transponder darstellen. Das vom Transponder empfange
ne Signal, welches auch lediglich aus einem elektromagne
tischen Träger zur Energieübertragung bestehen kann,
bewirkt im Transponder die Aussendung eines Antwortsi
gnales an den Schließzylinder. Dieses Signal trägt dann
die Codierung. Die im Flanschbereich des Schließzylin
ders angeordnete Antenne empfängt das vom Transponder
ausgesandte Signal und leitet es an eine elektronische
Schaltung weiter, welche bevorzugt außerhalb des Profil
zylinders angeordnet ist. Dort wird das vom Transponder
empfangene Signal auf die richtige Codierung überprüft.
Bei richtiger Codierung wird der Elektromagnet akti
viert, so daß der Sperrstift freigegeben wird. Letzterer
kann sich in die Öffnungsstellung verlagern. Bei Heraus
ziehen des Schlüssels wird der Sperrstift wieder in die
Verriegelungsstellung verlagert. Die Stromversorgung für
die elektronische Zusatzsicherung kann durch Batterien
oder Akkumulatoren gebildet sein. Die Batterien und die
Akkumulatoren können ebenso wie die elektronische Steue
rungsschaltung in eine stulpseitige Tasche der Tür einge
steckt werden. Steuerungselektronik und Batteriehalter
liegen dann hinter der Stulpe. Um einen Zugriff zur
Steuerungselektronik oder zum Batteriefach zu erhalten,
kann die Stulpe mit einer Klappe versehen sein. Diese
Lösung ist insbesondere deshalb von Vorteil, da auf die
Steuerungselektronik nur bei geöffneter Tür zugegriffen
werden kann. Bei geschlossener Tür sind auch stulpseitig
angeordnete Verstellorgane, wie Schalter, zum Einstellen
der Schließkombination nicht zugänglich. Die außerhalb
des Schließzylinders angeordnete Steuerungselektronik
ist mit dem Profilschließzylinder über ein Kabel verbun
den. Es kann in einem einen Stahl-Schutzrohr geführt
sein. Das Kabel tritt bevorzugt aus einem Bereich, wel
cher zwischen den beiden Kernen eines Doppelschließzylin
ders gelegen ist, aus dem Zylinder heraus. Damit das
Kabel beim Einschieben des Profilschließzylinders in ein
Einsteckschloß nicht abgeschert wird, weist die Untersei
te des Schließzylinders eine Nut auf, in welche das
Kabel eingelegt werden kann, wenn der Schließzylinder in
das Einsteckschloß eingeschoben wird. Das Kabel läuft
dann über die äußere Schloßdecke zu dem stulpseitigen
Fach. Der Zugriff auf die elektronische Schaltung kann
vorzugsweise nur bei einem in den Schließzylinder einge
steckten Programmier-Schlüssel möglich sein. Ohne eine
derartige Aktivierung ist keine Berechtigung gegeben,
die Codierung oder dergleichen in der Schaltung zu än
dern.
Ein auch eigenständiger Gedanke der Erfindung liegt
darin, daß der Elektromagnet, ein dem Elektromagnet
zugeordneter Tauchanker und die Zuleitung in einer Bau
gruppe integriert sind. Diese Baugruppe soll erfindungs
gemäß in einer Aussparung des Flanschbereiches eines
Profilschließzylinders einsteckbar sein. Bevorzugt soll
die Baugruppe in radialer Richtung einsteckbar sind, so
daß ein Herausreißen dieser Baugruppe in axialer Rich
tung durch entsprechend hintergriffene Vorsprünge gehin
dert ist. Die Baugruppe kann mittels Schrauben und/oder
Befestigungsstiften am Zylindergehäuse befestigt sein.
Die Außenwandung der Baugruppe soll die Aussparung zur
Profilform des Schließzylinders ergänzen. Insbesondere
soll die Längsschmalkante des Flanschabschnittes bei
spielsweise von der Baugruppe ausgebildet werden. Die
Baugruppe soll ebenfalls einen Sensor tragen, welcher
mit einem magnetischen Gehäusestift zusammenwirkt. Der
Sensor kann dabei als magnetisch aktivierbarer Schalter
ausgebildet sein und beim Einstecken der Baugruppe in
den Profilschließzylinder in eine Öffnung gesteckt wer
den. Die Öffnung kann als Bohrung ausgestaltet sein,
welche parallel zur Gehäusestiftbohrung verläuft. Bevor
zugt wird die Baugruppe von einem Träger gebildet, auf
welchem eine Antenne und der Elektromagnet nebst Tauchan
ker angeordnet sind. Der Tauchanker kann einen Führungs
schlitz aufweisen, in welchen ein Vorsprung eines in die
Längsseitenöffnung des Trägers einsteckbarer Zapfen
ragt. Hierdurch ist der Tauchanker undrehbar gelagert.
Durch entsprechende Abstufungen kann dadurch der Hub des
Sperrstiftes maximiert werden. In einer besonderen Wei
terbildung der Erfindung, die auch eigenständigen Charak
ter aufweist, ist die Längsschmalseite des Profilzylin
ders insbesondere der Träger mit einem radial ausragen
den Vorsprung versehen. Dieser Vorsprung dient als soge
nannter Ziehschutz und wirkt mit einem Türschild zusam
men, das eine profilangepaßte Öffnung aufweist, und mit
der Öffnung über den Schließzylinder geschoben wird. Die
Öffnung, welche von dem Stopfen verschlossen wird, liegt
bevorzugt fluchtend zur Gehäusebohrung für den magne
tisch verlagerbaren Stift.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend
anhand beigefügter Zeichnungen erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Schloß, teilweise aufge
brochen, im Querschnitt,
Fig. 2 eine schnittgemäße Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen zum Schloß gemäß Fig. 1 passenden Schlüs
sel,
Fig. 4 eine Darstellung gemäß Fig. 1 bei teilweise
eingeschobenem Schlüssel,
Fig. 5 einen Schnitt gemäß der Linie V-V in Fig. 4,
Fig. 6 einen Profilzylinder bei vollständig eingescho
benem Schlüssel und richtiger elektronisch
lesbarer Codierung,
Fig. 7 einen Schnitt gemäß der Linie VII-VII,
Fig. 8 einen Schnitt gemäß der Linie VIII-VIII,
Fig. 9 eine Darstellung gemäß Fig. 6 bei vollständig
eingeschobenem Schlüssel aber falscher elektro
nisch lesbarer Codierung,
Fig. 10 ein Einsteckschloß mit eingesetztem Profilzy
linder in Ansicht,
Fig. 11 ein stulpseitiges Einsteckfach zur Aufnahme
der elektronischen Schaltung und der Batteri
en,
Fig. 12 eine Seitenansicht von Profilzylinder und
Einsteckfach,
Fig. 13 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung,
teils geschnitten,
Fig. 14 einen Schnitt gemäß der Linie XIV-XIV in Fig.
13,
Fig. 15 einen Schnitt gemäß der Linie XV-XV in Fig. 14,
Fig. 16 eine Darstellung gemäß Fig. 13 bei eingesteck
tem passenden Schlüssel,
Fig. 17 einen Schnitt gemäß der Linie XVII-XVII in
Fig. 16, und
Fig. 18 eine Darstellung gemäß Fig. 16 bei nicht einge
schobenem Bausatz.
Der erfindungsgemäße Profilzylinder weist ein Gehäuse 1
auf, in welchem ein Schließglied 2 angeordnet ist. Beim
Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Doppel
schließzylinder mit zwei gegenüberliegenden Zylinderker
nen 20. Einer der Kerne 20 ist mit einem elektromagne
tisch betätigbaren Sperrstift 14 ausgestattet. Im Zylin
derkern 20 liegen in Querbohrungen Kernstifte 9, welche
von Profilierungen 6 eines Schlüssels 4 eingeordnet
werden. Die Profilierungen 6 bestehen aus Kerben des
Schließbartes 5.
Die im Gehäuse angeordneten, zu den Kernstiften 9 fluch
tenden Gehäusestifte 10 liegen in Bohrungen 25 ein. Die
Bohrungen werden verschlossen durch die Außenwand einer
Hülse 24, welche parallel zur Achse des Kerns 20 in eine
entsprechende Öffnung des Profilabschnittes des Profilzy
linders eingesteckt ist. Die Federn 26 stützen sich
demzufolge auf der Hülsenwandung ab.
Im Ausführungsbeispiel sind insgesamt sechs Stiftzuhal
tungen vorgesehen, welche in einer Reihe liegen. Die in
Einsteckrichtung gesehen erste Stiftzuhaltung 9, 10
betätigt einen Einschalter für einen Sender. Hierzu
weist der Gehäusestift 10 an seiner dem Boden der Boh
rung 25 zugewandten Stirnseite einen Magneten 27 auf,
welcher mit einem in der Hülse angeordneten Magnetschal
ter (nicht dargestellt) zusammenwirkt. Die Hülse weist
hierzu eine Öffnung 23 auf, durch welche die magnetische
Erregung des Magnetschalter erreichen kann.
Die in Einsteckrichtung des Schlüssels 1 letzte Stiftzu
haltung 11, 12 ist mit einem zusätzlichen Sperrstift 14
versehen. Der Kernstift weist dazu eine Sackbohrung auf,
welche mit einer durchgehenden Bohrung des Gehäusestif
tes 12 fluchtet.
In der koaxial zum Gehäusestift 12 eingebrachten Bohrung
steckt der Zusatzstift 14. Der Zusatzstift 14 weist
einen durchmesservergrößerten Fuß 15 auf. Der Durchmes
ser des Fußes 15 entspricht dem Durchmesser des Gehäuse
stiftes 10. Der Durchmesser des Zusatzstiftes 14 ist
geringer als der Durchmesser der Stiftbohrung. Der Gehäu
sefuß 15 ist mittels einer den Stift 14 umgebenden Feder
13 gegenüber dem Gehäusestift 10 abgefedert, so daß die
Stiftzuhaltung 10, 11 in Kernrichtung gedrückt wird. Der
nach unten abgerundete Fuß 15 des Stiftes 14 ruht auf
einem Anker 17 eines Elektromagneten 18. Der Anker 17
weist einen durchmessergroßen Bereich 17′ und einen
durchmesserkleinen Bereich 17′′ auf. Die Bereiche 17′,
17′′ sind durch eine kegelstumpfförmige Auflaufschräge
voneinander getrennt. Der Anker 17 ist durch Betätigung
des Elektromagneten 18 in Achsrichtung verlagerbar.
Der Elektromagnet 18 ist in besagter Hülse 24 angeord
net. Am Ende der Hülse, zur Stirnseite des Profils des
Profilschließzylinders ragend, ist eine Antenne 19 ange
ordnet, welche mit einem in der Reide 7 des Schlüssels 8
angeordneten Transponders zusammenwirkt. Zusätzlich ist
eine Notöffnung 22 vorgesehen, welche manuell oder geson
dert elektrisch betreibbar ist, um den Elektromagneten
bzw. den Anker zu betätigen, wenn eine Störung der elek
trischen Steuerung vorliegt oder die Batterien leer sind.
Eine etwa mittig aus dem Profilbereich des Zylinders
herausragendes Anschlußkabel 29 verbindet die Antenne 19
und den Elektromagneten 18 mit einer Steuerungselektro
nik 39 und einem Sendeteil 38. Hierzu weist das Kabel 29
am Ende einen Stecker 28 auf. Das Sendeteil 38, die
Steuerungselektronik 39 und ein Batteriefach 40 sind
einem gesonderten Gehäuse 33 zugeordnet, welches unter
halb oder oberhalb des Einsteckschlosses 37 hinter der
Stulpe in einem Einschubfach der Tür angeordnet ist. Die
Stulpe 31 kann mit einer Klappe 32 verdeckt werden.
Durch Öffnen der Klappe 32 kann das Batteriefach 40
herausgenommen werden.
Damit das Kabel beim Einstecken des Profilschließzylin
ders in ein Einsteckschloß 37 nicht abschert, ist im
äußeren Mantelbereich des Schließzylindergehäuses 1 eine
Nut 30 vorgesehen, in welche das Kabel 29 bereichsweise
eingelegt werden kann.
Es ergibt sich folgende Funktionsweise:
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Zustand sind die Zuhal
tungsstifte 9, 10, 11, 12 nicht eingeordnet. Der Schließ
zylinderkern ist nicht drehbar. Beim Einstecken des
Schlüssels 4 mit seinem Schließbart 5 in die Einstecköff
nung 3 des Schließzylinders wird zunächst die erste
Stiftzuhaltung 9, 10 nach unten verlagert. Einhergehend
mit dieser Abwärtsverlagerung wird der Magnet 27 der
Hülse 24 bzw. dem Boden der Bohrung angenähert. Ein dort
angeordneter Magnetschalter signalisiert der Steuerungs
elektronik 39, daß ein Schlüssel eingesteckt werden
soll. Die Steuerungselektronik 39 veranlaßt den Sender
38 über die Antenne 19 ein elektromagnetisches Signal
auszustrahlen. Dieses elektromagnetische Signal wird vom
Transponder 8 des Schlüssels 4 aufgenommen. Der Tran
sponder 8 nimmt durch dem Empfang der elektromagnetischen
Welle Energie auf. Die Energie wird dazu benötigt, daß
der Transponder 8 ein elektromagnetisch codiertes Signal
an die Antenne zurücksendet. Dieses von der Antenne 19
aufgefangene Signal wird in der Steuerungselektronik 39
ausgewertet. Handelt es sich bei diesem Signal um einen
richtigen Code, so wird der Elektromagnet 18 betätigt.
Der Anker 17 wird zurückgezogen.
In der in Fig. 4 dargestellten Stellung ist der Anker 17
noch in der vorgeschobenen Stellung. Der Fuß 15 des
Sperrstiftes 14 ruht auf dem durchmessergroßen Abschnitt
17′ des Ankers 17, so daß die Stirnfläche 16′ des Sper
rendes 16 des Sperrstiftes 14 oberhalb der Trennfuge 21
des Zylinderkerns 20 liegt.
Bei der in Fig. 6 dargestellten vollständigen Einschub
stellung des Schlüssels fluchten die Trennfugen zwischen
den Gehäusestiften 10, 12 und Kernstiften 9, 11 mit der
Trennfuge 21. In dieser Stellung ist, wie erwähnt, der
Anker 17 zurückgezogen, so daß der Fuß 15 des Sperrstif
tes 14 auf dem durchmessergeringen Bereich 17′′ des
Ankers 17 ruht. Der Sperrstift 14 hat sich somit abwärts
verlagert, so daß die Stirnkante 16′ des Sperrendes 16
unterhalb der Trennfuge 21 liegt. In dieser Stellung
läßt sich der Schlüssel drehen und der Profilzylinder
betätigen.
Bei der in Fig. 9 dargestellten Schließstellung handelt
es sich um einen Schlüssel mit korrekter mechanischer
Codierung, aber mit falscher elektronischer Codierung.
Das vom Transponder 8 ausgesandte Signal ist nicht das
richtige. In diesem Falle unterbleibt eine Rückverlage
rung des Ankers 17, so daß der Fuß 15 des Sperrstiftes
14 auf dem durchmessergrößeren Bereich 17′ des Ankers 17
ruht. Das Sperrende 16 ragt mit der Stirnkante 16′ über
die Trennfuge 21 in den Bereich des Kernes 20 hinein.
Der Sperrstift verhindert in dieser Stellung eine Dre
hung des Schließzylinders. Der Schließzylinder läßt sich
trotz richtiger mechanischer Codierung nicht drehen.
Das im Bereich der Stulpe in eine parallel zur Einsteck
schloßöffnung in eine gesonderte Öffnung der Schmalseite
der Tür einsteckbare Fach 33 ist mit einer Abdeckung 32
versehen. Die Abdeckung 32 läuft parallel zur Stulpe 31
und ist an der Stulpe anscharniert. In Fig. 11 sind
Einstecköffnungen 36 für Batterien vorgesehen. Es ist
zudem eine Anzeigevorrichtung 34 vorgesehen, mit welcher
die Codierung oder andere Schloßparameter darstellbar
sind. Mittels Einstellknöpfen 35 lassen sich die elektro
nischen Schließparameter einstellen. Mit den Knöpfen 35
läßt sich insbesondere auch die Codierung des Schlosses
ändern. Die der Stulpe zugeordnete Anzeige 34 zeigt den
aktuellen oder geänderten Schließcode an.
Die in den Fig. 13 bis 18 dargestellte Ausgestaltung
eines Profilschließzylinders funktioniert im wesentli
chen genauso wie das vorbezeichnete Ausführungsbeispiel.
Deshalb sind die hier ähnlich oder gleich funktionieren
den Teile mit gleichen Bezugsziffern versehen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein Träger 50 vorgese
hen, auf welchem die Magnetspule 18, die Antenne 19, der
Tauchanker 17 und die Zuleitung 47 angeordnet sind. Das
Ganze bildet eine Baugruppe 41.
Die Antenne 19 ist in einer Kunststoffkappe 56 angeord
net und liegt auf der Stirnseite des Profilschließzylin
ders, bzw. des Trägers 50. Die Baugruppe 41 ist in eine
radiale Aussparung 55 des Profilschließzylindergehäuses
1 einschiebbar. Dabei bildet der Träger, bzw. der Elek
tromagnet 18 den Boden der Gehäusebohrungen, in welchen
die Gehäusestifte 10 beweglich sind und an welchem sich
die Federn abstützen. In der Fuge zwischen Aussparung 55
und angrenzender Wand der Baugruppe 41 ist die Zuleitung
47 geführt. Die Zuleitung ist als flexible Streifenlei
tung ausgebildet und reicht bis zur Antenne 19. Der
Träger 50, welcher aus Metall gestaltet ist, bildet
Stiftfortsätze 49 aus, welche in entsprechende Bohrungen
des Gehäuses in radialer Richtung einsteckbar sind. Das
Gehäuse 1 bildet eine parallel zu den Gehäusestiftbohrun
gen laufende Bohrung aus, in welcher ein Innengewinde
eingeschnitten ist, in welcher eine Befestigungsschraube
für die Baugruppe 41 einschraubbar ist. In paralleler
Erstreckung, seitlich versetzt zum ersten Gehäusestift
weist das Schließzylindergehäuse 1 eine Bohrung 57 auf,
in welche ein Sensor 51 ragt. Der Sensor 51 ist über
Kontakte 53 mit einer Fahne der Zuleitung verbunden. Der
Sensor liegt unterhalb des Gehäusestiftes, so daß bei
nicht eingeschobenem Schlüssel der Gehäusestift außer
halb des Sensorbereiches liegt. Bei dem Sensor 51 han
delt es sich um einen magnetisch aktivierbaren Sensor,
der mit dem magnetischen ersten Gehäusestift 52 zusammen
wirkt, sobald ein Schlüssel eingeschoben wird und der
Stift 52 nach unten in den Sensorbereich verlagert wird.
Der aus dem Elektromagneten 18 axial austretende Tauchan
ker 17 weist an seiner unteren Seite eine Längsnut 44
auf. In diese Längsnut greift ein Vorsprung eines Stop
fens 45. Hierdurch ist der Tauchanker 17 undrehbar gela
gert. Die Abflachung 42 des Tauchankers 17 kann deshalb
eine genügend große Beabstandung haben zur Abflachung
43, welche über eine schräge Stufe in die Abflachung 42
übergeht. Durch axiale Verlagerung des Tauchankers 17
wird der Sperrstift 14 in die Sperrstellung verlagert,
in dieser Stellung wird der Sperrstift 14 von der Abfla
chung 43 beaufschlagt.
Der Stopfen 45 ist in eine Öffnung des Träger 50 einge
steckt und beläßt zwischen sich und einem benachbart
angeordneten Vorsprung 46 einen Spalt 48, durch welchen
die Zuleitung heraustritt. Der Vorsprung 46 liegt im
zusammengebauten Zustand an der Längsschmalseite des
Profilschließzylinders und bildet so einen Ziehschutz.
Der Vorsprung 46 stützt sich zur Entfaltung seiner
Schutzwirkung gegen ein von außen angeschraubtes Be
schlagschild. Die Baugruppe 41 ergänzt die Aussparung 55
zur Profilzylinderform, insbesondere wird die Längs
schmalseite des Flanschabschnittes vom Träger 50 ausge
bildet. Dadurch, daß der Träger 50 in radialer Richtung
in den Flanschbereich des Schließzylinders einsteckbar
ist, ist eine Entfernung vom Schließzylindergehäuse 1
nur bei ausgebautem Schließzylinder möglich. Die Zusam
menfassung sämtlicher die elektromagnetische Zusatzzuhal
tung betreffenden Bauteile in einer Baugruppe verein
facht die Montage. Vorteilhaft ist insbesondere, wenn
der Stopfen 45 eine Öffnung verschließt, welche fluch
tend zu dem elektromagnetisch betätigbarem Sperrstift 14
angeordnet ist.
Die in der vorstehenden Beschreibung, der Zeichnung und
den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können
sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für
die Verwirklichung der Erfindung von Bedeutung sein.
Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In
die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der
Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Priori
tätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhalt
lich mit einbezogen.
Claims (24)
1. Schließzylinder mit einem von mindestens einer schlüs
selprofilgesteuerten Stiftzuhaltung (10, 11), welche
einen Kernstift (11) und einen im Gehäuse abgefederten
Gehäusestift (12) aufweist und einen elektromagnetisch
betätigbaren Sperrstift (14), drehgesperrten Zylinder
kern, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrstift in der
Stiftzuhaltung (10, 11) integriert ist.
2. Schließzylinder nach Anspruch 1 oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrstift (14)
in einer Bohrung des Gehäusestiftes (12) angeordnet ist.
3. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch ge
kennzeichnet, daß der koaxial im Gehäusestift (12) ge
führte Sperrstift (14) einendig in der Sperrstellung mit
einem Sperrende (16) in eine axiale Sackbohrung (11′)
des Zylinderkernstiftes (11) ragt.
4. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch ge
kennzeichnet, daß sich die Feder (13) des dem Sperrstift
(14) zugeordneten Gehäusestiftes (12) an einem Fuß (15)
des Sperrstiftes (14) abstützt.
5. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeich
net durch eine flanschstirnseitig in eine die Stiftboh
rungen (25) kreuzende Bohrung des Schließzylindergehäu
ses (1) eingesteckte Hülse (24) oder dergleichen, auf
deren die Stiftbohrungen verschließender Außenwandung
sich die Federn (26) der Stiftzuhaltungen abstützen.
6. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Sperrstift (14) von einem parallel
zur Achsrichtung des Zylinderkerns (20) verlagerbaren
Anker (17) eines Elektromagneten (18) gesteuert wird.
7. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Elektromagnet (18) im Flanschbe
reich des Profilzylinders angeordnet ist.
8. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere, dadurch gekennzeich
net, daß der Elektromagnet (18) in einer Hülse (24)
sitzt, auf deren Außenfläche sich die Federn der Stiftzu
haltungen (9, 10) abstützen.
9. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeich
net durch eine flanschseitige Antenne, welche von der
Hülse aufgenommen wird.
10. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeich
net durch einen in der Schlüsselreide (7) angeordneten
mit der Antenne (19) zusammenwirkenden Transponder (8).
11. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeich
net durch eine Aktivierung des Senders durch eine von
dem Schlüssel verlagerte Stiftzuhaltung (9, 10).
12. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeich
net durch einen dem Gehäusestift (10) zugeordneten Magne
ten, welcher mit einem Magnetschalter zusammenwirkt.
13. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeich
net durch eine am Zylindermantel vorgesehene Kabelfüh
rungsnut (30).
14. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein von der
Stulpe abgedecktes, in einer türschmalseitigen Öffnung
einsteckbares Batteriefach.
15. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeich
net durch ein in einer stulpseitigen Tasche eingesteck
tes Gehäuse, zur Aufnahme einer elektronischen Steuerein
heit (39), welche auch einen Hochfrequenzsende- und
Empfangsteil umfassen kann.
16. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeich
net durch der Stulpe (31) zugeordnete, insbesondere mit
einer Abdeckung (32) abdeckbare Umcodierschalter (35)
und/oder eine Anzeigeeinrichtung (34).
17. Schließzylinder mit einem von mindestens einer
schlüsselprofilgesteuerten Stiftzuhaltung (10, 11),
welche einen Kernstift (11) und einen im Gehäuse abgefe
derten Gehäusestift (12) aufweist und einen elektromagne
tisch betätigbaren Sperrstift (14), drehgesperrten Zylin
derkern, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet
(18), ein dem Elektromagneten zugeordneter Tauchanker
(17) und eine Zuleitung (47) einer quer zur Schlüssel
einsteckrichtung in einer Aussparung (55) des Flanschbe
reiches des Profilschließzylinders einsteckbaren Baugrup
pe (41) zugeordnet sind.
18. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß die Baugruppe einen mit dem Flansch
abschnitt durch Radialstifte (49) verbindbaren Träger
(50) umfaßt, dessen Auswandung die Aussparung (55) zur
Profilform ergänzt.
19. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß der Träger eine Sende-/Empfangsanten
ne (19) aufweist.
20. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeich
net durch einen in einer parallelen Bohrung (57) zu den
Gehäusestiftbohrungen angeordneten Sensor (51), welcher
mit einem magnetischen Gehäusestift (52) zusammenwirkt.
21. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß der eine Stufe ausbildende Tauchan
ker (17) einen Führungsschlitz (44) aufweist, in welchen
ein Vorsprung eines in eine Längsschmalseitenöffnung des
Trägers (50) einsteckbarer Stopfen (45) ragt.
22. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß die als flexibler Streifenleiter
ausgebildete Zuleitung (47) in dem von der Stirnseite
des Profilschließzylinders abgewandten Bereich des Trä
gers (50) durch einen Spalt (48) austritt.
23. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß der Spalt benachbart liegt zu einem
an der Längsschmalseite des Trägers angebrachten Vor
sprung (46) und von diesem türschildseitig abgedeckt
wird.
24. Schließzylinder nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stopfen eine fluchtend zu der
den elektromagnetisch verlagerbaren Stift (14) aufnehmen
den Gehäusebohrung angeordnete Öffnung, welche insbeson
dere dem Träger (50) zugeordnet ist, verschließt.
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