DE19539791A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Aufschweißen von Bolzen auf ein Werkstück nach dem Bolzenschweißverfahren - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufschweißen von Bolzen auf ein Werkstück nach dem BolzenschweißverfahrenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Auf
schweißen von Bolzen auf ein Werkstück nach dem Bolzen
schweißverfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Das Lichtbolzenschweißen mit Hubzündung dient bekanntlich
zum Aufschweißen von vorwiegend stiftförmigen metallischen
Teilen auf metallische Werkstücke. Zu Beginn des Schweiß
vorgangs wird der Bolzen durch einen Hubmechanismus vom
Werkstück abgehoben und zuerst ein Hilfslichtbogen und
dann ein Hauptlichtbogen zwischen Bolzenspitze und Werk
stück gezündet. Die Bolzenstirnfläche und der Grundwerk
stoffschmelzen dabei. Nach Ablauf der Schweißzeit taucht
der Bolzen mit relativ geringer Kraft in das Schmelzbad
ein, und die Stromquelle schaltet ab. Für die Durchführung
des Bolzenschweißverfahrens wird üblicherweise eine
Schweißpistole verwendet, die eine Hubvorrichtung und ei
nen Bolzenhalter aufweist. Die Hubvorrichtung wird von ei
nem Steuergerät gesteuert, die die beschriebenen Bewegun
gen des Bolzenhalters kontrolliert.
Das Aufschweißen von Bolzen auf Werkstücke aus Aluminium
ist problematisch, wie das Schweißen von Aluminium gene
rell.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
anzugeben, mit dem bei Werkstoffen aus Aluminium ein zu
friedenes Bolzenschweißen erhalten werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird zum einen der
Bolzen nach Ablauf der Schweißzeit, die beliebig einstell
bar und auch auf den Werkstoff abgestellt werden muß, mit
hoher Geschwindigkeit in Richtung Schmelzbad befördert.
Allerdings erfolgt im zweiten Schritt ein deutliches Ab
bremsen des Bolzens kurz vor oder unmittelbar bei Errei
chen des Schmelzbades. Die eigentliche Eintauchzeit ist
daher relativ lang, beispielsweise zwischen 10 bis 50 ms.
Dadurch, daß der Hub in Richtung Schmelzbad in zwei Stufen
durchgeführt wird, nämlich in einer ersten mit hoher Ge
schwindigkeit und einer zweiten mit deutlich verringerter
Geschwindigkeit verlaufenden wird ein wirksames und zu
friedenstellendes Anschweißen von Bolzen erzielt. Die hohe
Geschwindigkeit in der ersten Stufe ermöglicht ein rasches
Erreichen des Schmelzbades, wodurch dieses noch nicht eine
unerwünschte Beschaffenheit aufweist. Das langsamere Ein
tauchen des Bolzens in das Schmelzbad verhindert, daß das
schmelzende Gut zur Seite spritzt und nicht genügend
Schmelzgut verbleibt, um nach der Verfestigung eine aus
reichend feste Verbindung zu schaffen.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens geht von
einer herkömmlichen Bolzenschweißpistole aus, die eine
Hubvorrichtung aufweist, die mit einem Bolzenhalter gekop
pelt ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung sieht eine
Dämpfungsvorrichtung vor, die die Bewegung des Bolzenhal
ters abbremst, wenn der Bolzen annähernd das Schmelzbad
erreicht hat. Die Dämpfungsvorrichtung kann von einer Fe
der gebildet sein, die den weiteren Hub des Bolzens bzw.
des Bolzenhalters abbremst, wenn ein bestimmter Weg zu
rückgelegt worden ist. Um diesen Weg veränderbar zu ge
stalten, kann die Feder in ihrer Lage veränderbar sein. Im
übrigen kann die Feder auch in ihrer Vorspannung veränder
bar sein, um das Ausmaß der Abbremswirkung zu verändern.
Bei herkömmlichen Bolzenschweißpistolen wird der Hub in
Richtung Schmelzbad von einer Feder erzeugt, während das
Anheben des Bolzenhalters elektromagnetisch erfolgen kann.
Alternativ ist jedoch auch denkbar, die Hubvorrichtung von
einem elektromagnetischen Linearantrieb bilden zu lassen,
der die Hübe in beiden Richtungen ausführt und in seiner
Bewegung steuerbar ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen nä
her erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Bolzenschweißvorrichtung mit
Hubzündung mit Merkmalen der Erfindung;
Fig. 2 zeigt die Bewegung des Bolzens in der Vorrichtung
nach Fig. 1 in Abhängigkeit von der Zeit.
Die im einzelnen nicht dargestellte Bolzenschweißpistole
enthält eine pistolenfeste Hubvorrichtung 10, die mit ei
nem Bolzenhalter 12 gekoppelt ist. Der Schaft 14 des Bol
zenhalters 12 taucht in die Hubvorrichtung 10 ein. Hubvor
richtung kann z. B. ein Elektromagnet sein, der bei Akti
vierung den Schaft 14, der als Anker dient, in die Spule
hineinzieht und dadurch ein Anheben des Bolzenhalters 12,
der in Fig. 1 einen Bolzen 16 aufnimmt, von einer Werk
stückplatte 18 anhebt. Nach Beendigung der Aktivierung
kann der Rückhub mit Hilfe einer Feder 20 erfolgen, welche
auf den Schaft 14 wirkt, um den Bolzen 16 in ein zuvor
erzeugtes Schmelzbad einzutauchen.
Die Ansteuerung der Hubvorrichtung 10 erfolgt über ein
Steuergerät 22, das Bestandteil der Bolzenschweißpistole
ist. In dem Steuergerät wird u. a. die Zeit eingestellt, in
der der Lichtbogen aufrechterhalten werden soll (Schweiß
zeit). Die Energieversorgung erfolgt mit Hilfe einer
Schweißstromquelle 24 herkömmlichen Aufbaus.
An dem Schaft 14 ist ein seitlicher Ansatz 26 angebracht,
der mit einer gehäusefesten Feder 20 zusammenwirkt. Die
Feder besitzt am freien Ende einen Anschlag 30, der mit
dem Ansatz 26 zusammenwirkt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach Fig. 1 wird anhand
von Fig. 2 näher erläutert. In Fig. 2 ist der Hub des Bol
zens 16 mit L bezeichnet. Zu Beginn des Schweißvorgangs
liegt die Spitze des Bolzens 16 auf der Platte 18 auf, die
aus Aluminium bestehen soll. Der Bolzen 16 ist dabei in
herkömmlicher Weise von einem Keramikring 32 umgeben. Die
se Position ist in Fig. 2 bei L = 0. Durch Ansteuerung der
Hubvorrichtung 10 wird der Bolzenhalter 12 angehoben bis
auf das Niveau L₁. Während der Zeit Ts bleibt dieser Zu
stand bestehen. Es brennt ein Lichtbogen, der zum An
schmelzen der Bolzenstirnfläche und des zugeordneten Be
reiches der Platte 18 führt. Anschließend erfolgt eine De
aktivierung der Hubvorrichtung 10, und die Feder 12 be
schleunigt den Bolzenhalter 12 und damit den Bolzen 16 in
Richtung Schweißbad. Dieser Hubvorgang erfolgt innerhalb
der Zeit t₁, die sehr klein ist, beispielsweise 10 ms be
trägt. Kurz vor Erreichen des Schweißbades schlägt der An
satz 26 gegen den Anschlag 30 der Feder 28, wodurch die
Geschwindigkeit des Hubvorgangs stark abgebremst wird. Der
restliche Eintauchvorgang spielt sich in der Zeit t₂ ab,
der z. B. 40 ms beträgt.
Die Darstellung der Vorrichtung zur Abdämpfung der Ge
schwindigkeit des Bolzenhalters ist in Fig. 1 äußerst
schematisch dargestellt. Sie kann vorzugsweise platzspa
rend in der Bolzenschweißpistole integriert werden, indem
z. B. die Dämpfungsfeder den Schaft 14 des Bolzenhalters 12
umgibt. Das Widerlager für die Feder 28 kann im übrigen
verstellbar gemacht werden, um die Vorspannung der Feder
zu verändern. Außerdem kann die Lage der Feder 28 insge
samt verändert werden, um den Beginn der Dämpfung in Ab
hängigkeit vom Hubweg zu verändern.
Claims (7)
1. Verfahren zum Aufschweißen von Bolzen auf ein Werkstück
aus Aluminium nach dem Bolzenschweißverfahren, dadurch
gekennzeichnet, daß nach Ablauf der Schweißzeit Ts der
Bolzen mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Schmelzbad
bewegt und die Eintauchgeschwindigkeit kurz vor Errei
chen des Schmelzbades signifikant verringert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Eintauchzeit ab dem Zeitpunkt der Verringerung der
Geschwindigkeit 10 bis 50 ms beträgt.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach An
spruch 1 oder 2 mit einer Bolzenschweißpistole, die ei
ne mit einem Bolzenhalter gekoppelte Hubvorrichtung
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dämpfungs
vorrichtung (28) vorgesehen ist, die die Bewegung des
Bolzenhalters (12) abbremst, wenn der Bolzen (16) an
nähernd das Schmelzbad erreicht hat.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämpfungsvorrichtung eine Feder (28) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorspannung der Feder (28) veränderbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Lage der Feder relativ zum Bolzenhal
ter (12) veränderbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hubvorrichtung von einem elektromagnetischen
Linearantrieb gebildet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29521601U DE29521601U1 (de) | 1995-10-26 | 1995-10-26 | Vorrichtung zum Aufschweißen von Bolzen auf ein Werkstück nach dem Bolzenschweißverfahren |
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| DE19539791A1 true DE19539791A1 (de) | 1997-04-30 |
Family
ID=7775785
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995139791 Withdrawn DE19539791A1 (de) | 1995-10-26 | 1995-10-26 | Verfahren und Vorrichtung zum Aufschweißen von Bolzen auf ein Werkstück nach dem Bolzenschweißverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19539791A1 (de) |
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1995
- 1995-10-26 DE DE1995139791 patent/DE19539791A1/de not_active Withdrawn
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