DE19537745A1 - Stranggießkokille - Google Patents
StranggießkokilleInfo
- Publication number
- DE19537745A1 DE19537745A1 DE19537745A DE19537745A DE19537745A1 DE 19537745 A1 DE19537745 A1 DE 19537745A1 DE 19537745 A DE19537745 A DE 19537745A DE 19537745 A DE19537745 A DE 19537745A DE 19537745 A1 DE19537745 A1 DE 19537745A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- continuous casting
- mold
- side wall
- casting mold
- strand
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
- 238000005266 casting Methods 0.000 title claims abstract description 20
- 238000009749 continuous casting Methods 0.000 title claims description 86
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims description 7
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 6
- 238000003825 pressing Methods 0.000 claims description 6
- 239000002826 coolant Substances 0.000 claims description 4
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 claims description 3
- 238000009529 body temperature measurement Methods 0.000 claims description 2
- 230000007423 decrease Effects 0.000 claims description 2
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 2
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 6
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 4
- 238000013461 design Methods 0.000 description 4
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 3
- 230000017525 heat dissipation Effects 0.000 description 3
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910000881 Cu alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000000712 assembly Effects 0.000 description 1
- 238000000429 assembly Methods 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 238000012937 correction Methods 0.000 description 1
- 230000005489 elastic deformation Effects 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 230000005855 radiation Effects 0.000 description 1
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 239000007921 spray Substances 0.000 description 1
- 230000003068 static effect Effects 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/04—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths into open-ended moulds
- B22D11/043—Curved moulds
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Continuous Casting (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Stranggießkokille, insbesondere Knüppel-Schnellgießkokille, zum
Gießen eines Stranges, mit einen Durchlauf-Kokillenhohlraum umschließenden Seitenwänden,
sowie ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Stranggießkokille.
Die Einstellung der Konizität der Seitenwände einer Stranggießkokille hat beim Stranggießen
eine große Bedeutung, da hierdurch der Wärmeübergang vom Strang zur Stranggießkokille
wesentlich beeinflußt wird. Ist die Konizität zu gering, kommt es nach einer nur kurzen
Berührung der Strangschale des Stranges mit den Seitenwänden der Stranggießkokille zu
einem Abheben der Strangschale und damit zu einer Spaltbildung zwischen der Strangschale
und den Seitenwänden der Stranggießkokille. Dies vermindert den Wärmeübergang, wodurch
eine ungleichmäßige Kühlung des Stranges auftritt. Eine große Gefahr besteht darin, daß es zu
einem Wiederaufschmelzen der bereits gebildeten Strangschale kommen kann. Hierdurch kann
eine entscheidende Wandstärkenverminderung der Strangschale und damit eine
Durchbruchsgefahr auftreten.
Einem Kontakt der Strangschale mit den Seitenwänden einer Stranggießkokille kommt daher
große Bedeutung zu, insbesondere beim Schnell-Stranggießen, d. h. bei Gießgeschwindigkeiten
über 3 m/min. Eine wesentliche Größe dieses Kontaktes ist der Anlagedruck zwischen der
Strangschale und den Seitenwänden der Stranggießkokille. Dieser Anlagedruck kann durch die
Konizität der Seitenwände stark beeinflußt werden.
Zum Optimieren dieses Anlagedruckes ist es aus der CH-A-676 211 bereits bekannt, eine
Stranggießkokille mit einem allseitig geschlossenen Eingießteil und einem nachfolgenden
Nachkühlteil auszustatten, wobei der Nachkühlteil aus beweglichen Platten besteht, die quer
zur Stranglaufrichtung elastisch gegen den Strang anstellbar sind. Diese bekannte
Stranggießkokille weist über zwei Drittel ihrer Höhe vom auslaufseitigen Ende an verstellbare,
d. h. gegen die Strangschale anstellbare Seitenwände auf. Hierdurch kann zwar die
Wärmeabfuhr gesteigert und damit eine höhere Gießgeschwindigkeit erreicht werden, jedoch
ist der Nachkühlteil kompliziert in seiner Bauart und weist außerdem eine Querteilfuge an den
an die Strangschale anstellbaren Seitenwänden auf, um eine größere Beweglichkeit derselben
zu erzielen. Dieser lange Nachkühlteil bedingt zudem eine relativ große Kokillenlänge
(Bauhöhe).
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich
die Aufgabe, eine Stranggießkokille zu schaffen, die eine optimale Wärmeabfuhr und damit
eine gegenüber dem Stand der Technik wesentlich erhöhte Gießgeschwindigkeit ermöglicht.
Insbesondere soll die Stranggießkokille eine einfache Bauart aufweisen, d. h. mit möglichst
wenig bewegten Teilen einen guten Kontakt zwischen Strangschale und ihren Seitenwänden
ermöglichen. Weiters soll die Stranggießkokille eine geringe Bauhöhe und gegenüber
herkömmlichen Rohrkokillen nur ein geringes Mehrgewicht aufweisen. Eine weitere Forderung
ist, daß die erfindungsgemäße Stranggießkokille gegenüber herkömmlichen Stranggießkokillen
keine wesentlich erhöhten Investitionskosten erfordert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Kombination folgender Merkmale gelöst:
- - mindestens zwei einander gegenüberliegende Seitenwände sind um einen Eingießabschnitt des Kokillenhohlraumes starr gegeneinander fixiert und
- - weisen eine in Durchlaufrichtung des Stranges abnehmende Konizität sowie
- - in einem in Durchlaufrichtung des Stranges dem Eingießabschnitt nachgeordneten Auslaufabschnitt des Kokillenhohlraumes gegen den Strang bewegliche und mittels Anpreßeinrichtungen an den Strang anpreßbare Seitenwandabschnitte auf,
- - die mit einer geringeren Konizität angeordnet sind als die geringste Konizität dieser Seitenwände des Eingießabschnittes des Kokillenhohlraumes.
Eine besonders einfach herzustellende und eine große Betriebssicherheit aufweisende
Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände des Eingießabschnittes des
Kokillenhohlraumes jeweils mit den Seitenwandabschnitten des Auflaufabschnittes des
Kokillenhohlraumes einstückig ausgebildet sind.
Zum Gießen von Strängen mit Knüppel- bzw. Bloomformat sind vorteilhaft alle Seitenwände
des Eingießabschnittes untereinander einstückig zusammenhängend nach der Art einer
Rohrkokille ausgebildet. Die erfindungsgemäße Stranggießkokille kann jedoch auch zum
Gießen von Strängen mit Brammenquerschnitt eingesetzt werden, in welchem Fall die
Schmalseiten einer als Plattenkokille ausgebildeten Stranggießkokille mit unterschiedlichen
Konizitäten und im Auslaufabschnitt der Stranggießkokille mit an den Strang anstellbaren
Seitenwandabschnitten versehen sind, wobei vorzugsweise - wie auch bei einer Knüppel-
Stranggießkokille - jede Schmalseitenwand mit nur einem sich über die gesamte Breite der
jeweiligen Seitenwand erstreckenden Seitenwandabschnitt versehen ist.
Die Idealform der den Eingießabschnitt begrenzenden Seitenwände wäre ein parabolischer
Verlauf derselben (in Seitenansicht gesehen), also eine kontinuierliche sprungstellenfreie
Konizitätsänderung. Einem parabolischen Verlauf der Seitenwände stehen jedoch technische
Schwierigkeiten entgegen, insbesondere ist die Herstellung solcher Seitenwände aufwendig.
Eine wesentlich günstiger herzustellende Stranggießkokille weist eine stufenweise Änderung
der Konizität der Seitenwände des Eingießabschnittes auf, wobei im wesentlichen die durch
einen parabolischen Verlauf der Seitenwände erzielbaren Vorteile ebenfalls erzielt werden
können.
Stranggießkokillen mit über die Länge der Seitenwände unterschiedlichen Konizitäten sind
beispielsweise aus der DE-A-28 14 600 und der DE-A-34 27 756 bekannt. Diese bekannten
Stranggießkokillen weisen jedoch über ihre gesamte Höhe unveränderbare Konizitäten auf,
wobei Konizitätssprünge lediglich im obersten Bereich der Stranggießkokillen vorgesehen sind.
Hierdurch soll unterschiedlichen Stählen, also Stählen mit unterschiedlichen chemischen
Zusammensetzungen, Rechnung getragen werden.
Stranggießkokillen mit Fixkonus, wie sie aus den obigen Dokumenten bekannt sind, halten
verschleißbedingt ihre Geometrie nicht sehr lange, und es kommt schon nach relativ kurzen
Betriebszeiten an den Strangschalen zur Ausbildung von ausgeprägten Schwachstellenzonen
mit dementsprechender Durchbruchgefahr. Diese kann nur dann vermindert werden, wenn die
Gießgeschwindigkeit drastisch herabgesetzt wird. Stranggießkokillen dieser Art sind daher nur
für herkömmliche Gießgeschwindigkeiten geeignet.
Vorzugsweise ist erfindungsgemäß die Konizität der Seitenwände im Eingießabschnitt des
Kokillenhohlraumes jeweils zweistufig ausgebildet, wobei die Konizität in der ersten Stufe in
einem Bereich zwischen 1,1 und 1,4% pro Meter Kokillenlänge, vorzugsweise etwa 1,25%
pro Meter Kokillenlänge, und die Konizität in der zweiten Stufe in einem Bereich zwischen 0,7
bis 0,9% pro Meter Kokillenlänge, vorzugsweise etwa 0,8% pro Meter Kokillenlänge,
beträgt. Zweckmäßig liegt die Konizität der an den Strang anstellbaren beweglichen
Seitenwandabschnitte der Seitenwände in einem Bereich zwischen 0,5 und 0,85% pro Meter
Kokillenlänge, vorzugsweise etwa 0,75% pro Meter Kokillenlänge.
Vorteilhaft erstreckt sich hierbei der von starr gegeneinander fixierten Seitenwänden gebildete
Eingießabschnitt über eine Länge von 45 bis 65%, vorzugsweise etwa über 55%, der
Kokillenlänge (in Durchlaufrichtung des Stranges gemessen).
Eine bevorzugte Ausführungsform der Stranggießkokille ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Anpreßeinrichtung als Stellmittel zum Verstellen der Seitenwandabschnitte des
Auslaufabschnittes des Kokillenhohlraumes ausgebildet ist, vorzugsweise als
Druckmittelzylinder, die jeweils am unteren Endbereich eines Seitenwandabschnittes angreift.
Zweckmäßig sind die Seitenwandabschnitte des Auslaufabschnittes des Kokillenhohlraumes
jeweils außenseitig mit Stützwänden, die einen von einem Kühlmittel durchströmten Hohlraum
mit den Seitenwandabschnitten einschließen, versehen. Anstelle des Hohlraumes kann auch
eine offene Sprühkühlung vorgesehen sein, in welchem Fall die Seitenwandabschnitte
außenseitig mit Verstärkungsrippen etc. ausgestattet sind.
Eine konstruktiv einfache und dementsprechend mit geringem Aufwand herzustellende
Stranggießkokille ist dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände im Eingießabschnitt des
Kokillenhohlraumes mit von den Seitenwandabschnitten des Auslaufabschnittes des
Kokillenhohlraumes unabhängigen Stützwänden zur Bildung eines von Kühlmittel
durchströmten Hohlraumes versehen sind, wobei sich jedoch die Seitenwände über die gesamte
Kokillenlänge einstückig erstrecken.
Vorteilhaft sind die Seitenwandabschnitte des Auslaufabschnittes des Kokillenhohlraumes mit
einer Temperaturmeßeinrichtung ausgestattet, wobei zweckmäßig die
Temperaturmeßeinrichtung über eine Stell- oder Regeleinheit mit den Anpreßeinrichtungen der
Seitenwandabschnitte des Auslaufabschnittes des Kokillenhohlraumes verbunden sind.
Die erfindungsgemäße Stranggießkokille wird vorteilhaft betrieben, indem die
Seitenwandabschnitte des Auslaufabschnittes des Kokillenhohlraumes während des
Stranggießens auf einen Konizitäts-Festwert eingestellt werden.
Es ist von besonderem Vorteil, wenn die Temperatur der Seitenwandabschnitte des
Auslaufabschnittes des Kokillenhohlraumes mit einer Temperaturmeßeinrichtung laufend
überwacht wird und die Einstellung der Konizität dieser Seitenwandabschnitte in Abhängigkeit
vom Temperaturmeßwert eingestellt wird, wodurch auch wechselnden Betriebsbedingungen
Rechnung getragen werden kann.
Zweckmäßig werden hierbei bei einem Absinken der Temperatur der Seitenwandabschnitte des
Auslaufabschnittes des Kokillenhohlraumes diese Seitenwandabschnitte auf eine größere
Konizität nachgestellt.
Eine weitere bevorzugte, die Reibungskräfte zwischen Strang und Seitenwänden der
Stranggießkokille herabsetzende Betriebsweise der erfindungsgemäßen Stranggießkokille ist
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer oszillierenden Stranggießkokille jeweils bei Absinken
der Relativgeschwindigkeit zwischen Strang und Seitenwänden der Stranggießkokille auf Null
die Konizität der Seitenwandabschnitte des Auslaufabschnittes des Kokillenhohlraumes
kurzzeitig verringert wird.
Eine Herabsetzung der Reibungskräfte ist auch dadurch möglich, daß bei einer oszillierenden
Stranggießkokille jeweils bei Absinken der Relativgeschwindigkeit zwischen Strang und
Seitenwänden der Stranggießkokille auf Null die Anpreßkraft der Seitenwandabschnitte des
Auslaufabschnittes des Kokillenhohlraumes gegen den Strang kurzzeitig verringert oder
eliminiert wird.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert, wobei Fig. 1
einen Längsschnitt durch eine Stranggießkokille in schematischer Darstellung
veranschaulicht. Die Fig. 2 und 3 sind verkleinerte Querschnittsdarstellungen von entlang der
Linien II-II und III-III der Fig. 1 geführten Schnitten. Fig. 4 zeigt in zu Fig. 1 analoger
Darstellung die konstruktive Ausbildung einer Knüppel-Stranggießkokille mit gebogenem
Kokilleninnenraum. Die Fig. 5 und 6 veranschaulichen gemäß den Linien V-V und VI-VI der
Fig. 4 geführte Schnitte. In den Fig. 7 und 8 sind Schalenquerschnitte eines Stranges
ausgehend vom Kantenbereich bis zur Mitte der Seite einer Strangschale gezeigt, wobei Fig. 7
die Ausbildung der Strangschale bei herkömmlichen Stranggießkokillen und Fig. 8 die
Ausbildung einer Strangschale bei Gießen mit einer erfindungsgemäßen Schnell-
Stranggießkokille zeigen.
Gemäß der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Stranggießkokille wird ein Kokillenhohlraum 1, der etwa einen Querschnitt eines Knüppels
aufweist, von Seitenwänden 2 umgrenzt, die eine integrale Baueinheit bilden. Die Seitenwände
2 bilden ein einstückiges Rohr mit quadratischem Querschnitt, wobei das Rohr in den
Eckbereichen 3 der Seitenwände 2 mit sich über eine bestimmte Länge 4 erstreckenden
Schlitzen 5 geschlitzt ist. Die Schlitze 5 erstrecken sich vom auslaufseitigen Ende der
Stranggießkokille über einen Höhenbereich zwischen 35 und 55% der Gesamtlänge 6 der
Stranggießkokille. Dieser untere Bereich der Stranggießkokille ist nachfolgend als
Auslaufabschnitt 7 des Kokillenhohlraumes 1 bezeichnet.
Die den Eingießabschnitt 8 des Kokillenhohlraumes 1, also den oberen Teil des
Kokillenhohlraumes 1, geschlossen umgrenzenden Seitenwände 2 weisen eine in
Durchlaufrichtung 9 des Stranges abnehmende Konizität auf. Die Konizität ist zweistufig
ausgebildet und beträgt in der ersten Stufe 10, die sich über einen Höhenbereich 11 zwischen
15 und 30% der Gesamtlänge 6 der Stranggießkokille erstreckt, etwa 1,25% je Meter
Kokillenlänge. Als "Konizität" wird die Neigung einer Seitenwand 2 gegenüber der Mittel-
Längsachse 12 der Stranggießkokille verstanden. Bei einer Kokillenlänge von 1 m ergäbe sich
bei 1,5% Konizität/m Kokillenlänge eine Abweichung des Abstandes des unteren Endes der
Seitenwand in Richtung zur Mittel-Längsachse 12 von 1,25 mm gegenüber dem Abstand des
oberen Endes dieser Seitenwand 2. Der bevorzugte Konizitätsbereich liegt für die erste Stufe
10 zwischen 1,1 und 1,3% pro Meter Kokillenlänge.
Die zweite Konizitätsstufe 13 weist eine Konizität von 0,8% je Meter Kokillenlänge auf,
bevorzugt sind 0,7 bis 0,9% je Meter Kokillenlänge. Die Höhe 14 der zweiten Konizitätsstufe
13 ist etwa gleich der Höhe 11 der ersten Konizitätsstufe 10, beim Ausführungsbeispiel nach
Fig. 1 etwas größer.
Die Konizität der den Auslaufabschnitt 7 des Kokillenhohlraumes 1 umgrenzenden
Seitenwandabschnitte 15 liegt bei etwa 0,75% je Meter Kokillenlänge, bevorzugt ist hier ein
Bereich zwischen 0,65 und 0,85% je Meter Kokillenlänge. An den unteren Enden der
Seitenwände greifen Anpreßeinrichtungen 16, vorzugsweise als Druckmittelzylinder
ausgebildet, an, mit deren Hilfe die Seitenwände 2 gegen den Strang gepreßt werden können.
Hierdurch kann ein inniger Kontakt zwischen den Seitenwänden 2 und der Strangschale 17 des
Stranges über die gesamte Länge der Stranggießkokille und damit ein effizienter
Wärmeübergang sowie eine gleichmäßige Strangschalenausbildung ohne Schwachstellen
sichergestellt werden. Es kommt also zu einem homogenen starken Schalenwachstum, was
insbesondere im unmittelbaren Kantenbereich 18 der Strangschale 17 eine wesentliche Rolle
spielt. Im Kantenbereich 18 beeinflußt nämlich die Ecksteifigkeit des Stranges das
Zusammenspiel von Schrumpfungsverhalten, ferrostatischem Druck, Wärmeübergang und
Schalenwachstum sehr stark.
Es hat sich gezeigt, daß im allerersten, d. h. obersten Bereich des Kokillenhohlraumes 1 die
Ecksteifigkeit des Stranges sofort so stark anwächst, daß der ferrostatische Druck nicht in der
Lage ist, die Strangschale 17 in Kontakt mit den Seitenwänden 2 der Stranggießkokille zu
halten und die Schrumpfung des Stranges durch Dehnen der Strangschale 17 auszugleichen. Im
weiteren Verlauf des Kokillenhohlraumes 1, also in einem Bereich weiter unten, nimmt die
Wirkung der Ecksteifigkeit gegenüber dem ferrostatischen Druck ab.
Bei Stranggießkokillen üblicher Bauart spielt sich folgendes ab:
Geht der Kontakt zwischen der Strangschale 17 und den Seitenwänden 2 der Stranggießkokille verloren, so fehlt dort der Beitrag der Wärmeleitung am Wärmeübertrag. Übrig bleibt nur noch der Wärmeaustausch durch Strahlung. Die Folge ist ein sofortiges Zurückbleiben des Schalenwachstums gegenüber benachbarten, an den Seitenwänden 2 der Stranggießkokille anliegenden Strangzonen. Es bilden sich Schwachstellenzonen 19 mit geringerer Schalendicke 21 aus, u. zw. jeweils knapp benachbart zu den Kanten 20. Direkt in der Kante 20 selbst kompensiert die zweidimensionale Strahlungswärmeabfuhr den Wegfall der Wärmeleitung. Das örtliche Zurückbleiben des Wachstums bewirkt eine inhomogene und somit spannungsreichere und rißempfindlichere Strangschale 17 über den Knüppelumfang. Die örtlichen Schwachstellen 19 bilden ein Durchbruchsrisiko.
Geht der Kontakt zwischen der Strangschale 17 und den Seitenwänden 2 der Stranggießkokille verloren, so fehlt dort der Beitrag der Wärmeleitung am Wärmeübertrag. Übrig bleibt nur noch der Wärmeaustausch durch Strahlung. Die Folge ist ein sofortiges Zurückbleiben des Schalenwachstums gegenüber benachbarten, an den Seitenwänden 2 der Stranggießkokille anliegenden Strangzonen. Es bilden sich Schwachstellenzonen 19 mit geringerer Schalendicke 21 aus, u. zw. jeweils knapp benachbart zu den Kanten 20. Direkt in der Kante 20 selbst kompensiert die zweidimensionale Strahlungswärmeabfuhr den Wegfall der Wärmeleitung. Das örtliche Zurückbleiben des Wachstums bewirkt eine inhomogene und somit spannungsreichere und rißempfindlichere Strangschale 17 über den Knüppelumfang. Die örtlichen Schwachstellen 19 bilden ein Durchbruchsrisiko.
Die Ausbildung einer solchen Schwachstelle 19 ist in Fig. 7 erkennbar, wobei hier eine
Strangschale 17 gezeigt ist, die sich beim Gießen eines Knüppels mit einem Querschnittsformat
von 165×165 mm bei einer relativ niedrigen Gießgeschwindigkeit von 2 m/min einstellt. Der
flüssige Kern des Stranges ist durch Punkte veranschaulicht.
Beim Gießen mit einer erfindungsgemäßen Stranggießkokille kommt es zu der in Fig. 8
dargestellten Strangschalenausbildung, wobei deutlich erkennbar ist, daß gerade der gefährdete
Kantenbereich 18 des Stranges hier eine besonders starke Schale aufweist. Es ist keine
Schwachstelle erkennbar, obwohl mit einer höheren Gießgeschwindigkeit von 4 m/min
gegossen wurde. Hierbei ist noch zu erwähnen, daß die Längen 6 der Stranggießkokillen, mit
denen ein Strang mit Schwachstellen 19 nach Fig. 7 und ein Strang mit einer Strangschale 17
nach Fig. 8 gegossen wurde, gleich waren; sie betrugen 800 mm.
Durch die erfindungsgemäße Stranggießkokille wird ein nahezu konstanter Anpreßdruck
zwischen der Strangschale 17 des Stranges und den Seitenwänden 2 der Stranggießkokille über
die gesamte Länge 6 der Stranggießkokille erzielt, wobei, und dies ist von besonderer
Bedeutung, dieser konstante Schalenanpreßdruck auch nach einer längeren Betriebszeit der
Stranggießkokille, also nach einem größeren Verschleiß der Seitenwände 2, erzielt werden
kann.
Die erfindungsgemäße Stranggießkokille erlaubt selbst bei größeren Knüppelformaten, wie
z. B. bei Knüppelformaten mit Seitenlängen bis zu 180 mm, Gießgeschwindigkeiten von
mindestens 4 bis 5 m/min, und trotzdem ist ein starkes homogenes uund somit spannungsarmes
Schalenwachstum der Strangschale 17 des Stranges und damit eine hohe Betriebssicherheit
gegeben.
Die erfindungsgemäße Stranggießkokille ermöglicht es, die Konizität der Seitenwände 2 im
Auslaufabschnitt 7 des Kokillenhohlraumes 1 an die aktuellen Gießgeschwindigkeiten und
Stahlqualitäten anzupassen, wobei auch auf besondere Betriebszustände, wie die Angußphase
und damit auch auf das Ausziehen des Anfahrstranges, Rücksicht genommen werden kann.
Durch eine Überwachung des Wärmeüberganges in diesem Auslaufabschnitt 7 des
Kokillenhohlraumes 1 zwischen der Strangschale 17 und den Kokillenseitenwänden 2 - was
beispielsweise durch eine Temperaturüberwachung der Temperatur der Seitenwände 2 mittels
einer Temperaturmeßeinrichtung 22 realisiert werden kann - gelingt es, sofort festzustellen, ob
die Strangschale 17 in diesem Abschnitt 7 noch immer einen guten Kontakt mit den
Seitenwänden 2 aufweist. Ist dies nicht der Fall, kommt es dort zu einem Abfall der
Temperatur der Kokillenseitenwände 2, welchen Temperaturabfall man über eine
Regeleinrichtung 23 zur entsprechenden Korrektur der Lage der Seitenwände 2 in diesem
Abschnitt 7 verwenden kann.
Im Bewegungsablauf von Strangauszug und Oszillation der Stranggießkokille gibt es
Zeitpunkte, in denen keine Relativbewegung zwischen Strangschale 17 und Seitenwand 2
stattfindet, d. h. die Relativgeschwindigkeit zwischen Strang und Stranggießkokille Null
beträgt. Beim Wiedereinsetzen der Relativbewegung steigt die Reibkraft zwischen
Strangschale 17 und Seitenwand 2 auf Haftreibung an, um dann wieder auf Gleitreibung zu
fallen. Zur Vermeidung einer damit verbundenen Auszugskraftspitze mit der damit
verbundenen höheren Schalenbelastung wird vorteilhaft durch automatische Reduzierung des
Anstelldruckes in diesen Zeitpunkten die Reibungskraft reduziert.
Wie aus der in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Ausführungsform einer Knüppel-Stranggießkokille
zu ersehen ist, sind die aus Kupfer oder einer Kupferlegierung gebildeten Seitenwände 2
sowohl im Eingießabschnitt 8 des Kokillenhohlraumes 1, in dem die Seitenwände 2 mit starren
Konizitäten eingestellt sind, als auch im Auslaufabschnitt 7 mit Stützwänden 24, 25 abgestützt,
wobei diese Stützwände 24, 25 jeweils einen von Kühlmittel durchströmten Wasserkasten 26,
27 bilden. Auch hier sind die Seitenwände 2 von einem Rohr gebildet, das im unteren
Auslaufabschnitt mit Schlitzen 5 versehen ist. Der obere rohrförmige Teil ist hierbei von einem
Wasserkasten 26 peripher umgeben, wogegen die unteren, gegen den Strang anstellbaren
Seitenwandabschnitte 15 jeweils eigene Stützwände 25 und einen eigenen durch diese
Stützwände 25 gebildeten Wasserkasten 27 aufweisen. Beim Anstellen der
Seitenwandabschnitte 15 des Auslaufabschnittes 7 kommt es zu einer elastischen Verformung
der Seitenwände 2, d. h. das Material der Seitenwände 2 selbst wirkt als Gelenk. Die
Wasserkästen 27 sind jeweils über Rohrverbindungen 28 leitungsmäßig mit dem Wasserkasten
26 verbunden.
Durch die integrale Ausbildung der Seitenwände 2 über die gesamte Kokillenlänge 6 werden
Trennstellen und damit Ansatzpunkte für Schalenhänger oder ähnliche Störungen vermieden.
Es ist erkennbar, daß die Seitenwände 2 des Auslaufabschnittes 7 des Kokillenhohlraumes 1
ihrem Wesen nach einer aus einzelnen Platten zusammengestellten Stranggießkokille
entsprechen. Die Anpreßeinrichtungen 16 sind hier als Pneumatikzylinder ausgebildet.
Die Bewegung der Seitenwandabschnitte 15 im Auslaufabschnitt 7 des Kokillenhohlraumes 1
kann hierbei entweder dadurch erfolgen, daß ein bestimmter Stellweg eingehalten wird, oder,
daß ein vorbestimmter Anstelldruck, also ein bestimmter, zwischen der Strangschale 17 und
den Seitenwänden 2 auftretender Druck, eingestellt wird. Die Verformungen der Seitenwände
2 sind nur gering, so daß sich keine Steuerungsstörungen ergeben können. Anstelle der
Pneumatikzylinder 16 könnten auch Federpakete, Hydraulik- oder elektromechanische
Elemente eingesetzt werden.
Claims (17)
1. Stranggießkokille, insbesondere Knüppel-Schnellgießkokille, zum Gießen eines
Stranges, mit einen Durchlauf-Kokillenhohlraum (1) umschließenden Seitenwänden (2),
gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
- - mindestens zwei einander gegenüberliegende Seitenwände (2) sind um einen Eingießabschnitt (8) des Kokillenhohlraumes (1) starr gegeneinander fixiert und
- - weisen eine in Durchlaufrichtung (9) des Stranges abnehmende Konizität sowie
- - in einem in Durchlaufrichtung (9) des Stranges dem Eingießabschnitt (8) nachgeordneten Auslaufabschnitt (7) des Kokillenhohlraumes (1) gegen den Strang bewegliche und mittels Anpreßeinrichtungen (16) an den Strang anpreßbare Seitenwandabschnitte (15) auf,
- - die mit einer geringeren Konizität angeordnet sind als die geringste Konizität dieser Seitenwände (2) des Eingießabschnittes (8) des Kokillenhohlraumes (1).
2. Stranggießkokille nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (2)
des Eingießabschnittes (8) des Kokillenhohlraumes (1) jeweils mit den Seitenwandabschnitten
(15) des Auslaufabschnittes (7) des Kokillenhohlraumes (1) einstückig ausgebildet sind.
3. Stranggießkokille nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle
Seitenwände (2) des Eingießabschnittes (8) untereinander einstückig zusammenhängend nach
der Art einer Rohrkokille ausgebildet sind.
4. Stranggießkokille nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Konizität der Seitenwände (2) im Eingießabschnitt (8) des
Kokillenhohlraumes (1) stufenweise abnimmt.
5. Stranggießkokille nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Konizität der
Seitenwände (2) im Eingießabschnitt (8) des Kokillenhohlraumes (1) jeweils zweistufig
ausgebildet ist, wobei die Konizität in der ersten Stufe (10) in einem Bereich zwischen 1,1 und
1,4% pro Meter Kokillenlänge (6), vorzugsweise etwa 1,25% pro Meter Kokillenlänge (6),
und die Konizität in der zweiten Stufe (13) in einem Bereich zwischen 0,7 bis 0,9% pro Meter
Kokillenlänge (6), vorzugsweise etwa 0,8% pro Meter Kokillenlänge (6), beträgt.
6. Stranggießkokille nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Konizität der Seitenwände (2) der an den Strang anstellbaren
beweglichen Seitenwandabschnitte (15) in einem Bereich zwischen 0,5 und 0,85% pro Meter
Kokillenlänge (6), vorzugsweise etwa 0,75% pro Meter Kokillenlänge (6), beträgt.
7. Stranggießkokille nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß sich der von starr gegeneinander fixierten Seitenwänden (2) gebildete
Eingießabschnitt (8) über eine Länge von 45 bis 65%, vorzugsweise etwa über 55%, der
Kokillenlänge (6) (in Durchlaufrichtung (9) des Stranges gemessen) erstreckt.
8. Stranggießkokille nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anpreßeinrichtung (16) als Stellmittel zum Verstellen der
Seitenwandabschnitte (15) des Auslaufabschnittes (7) des Kokillenhohlraumes (1) ausgebildet
ist, vorzugsweise als Druckmittelzylinder, die jeweils am unteren Endbereich eines
Seitenwandabschnittes (15) angreift.
9. Stranggießkokille nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Seitenwandabschnitte (15) des Auslaufabschnittes (7) des
Kokillenhohlraumes (1) jeweils außenseitig mit Stützwänden (25), die einen von einem
Kühlmittel durchströmten Hohlraum mit den Seitenwandabschnitten (15) einschließen,
versehen sind.
10. Stranggießkokille nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (2)
im Eingießabschnitt (8) des Kokillenhohlraumes (1) mit von den Seitenwandabschnitten (15)
des Auslaufabschnittes (7) des Kokillenhohlraumes (1) unabhängigen Stützwänden (24) zur
Bildung eines von Kühlmittel durchströmten Hohlraumes versehen sind, wobei sich jedoch die
Seitenwände (2) über die gesamte Kokillenlänge (6) einstückig erstrecken.
11. Stranggießkokille nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Seitenwandabschnitte (15) des Auslaufabschnittes (7) des
Kokillenhohlraumes (1) mit einer Temperaturmeßeinrichtung (22) ausgestattet sind.
12. Stranggießkokille nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperaturmeßeinrichtung (22) über eine Stell- oder Regeleinheit (23) mit den
Anpreßeinrichtungen (16) der Seitenwandabschnitte (15) des Auslaufabschnittes (7) des
Kokillenhohlraumes (1) verbunden sind.
13. Verfahren zum Betrieb einer Stranggießkokille nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandabschnitte (15) des
Auslaufabschnittes (7) des Kokillenhohlraumes (1) während des Stranggießens auf einen
Konizitäts-Festwert eingestellt werden.
14. Verfahren zum Betrieb einer Stranggießkokille nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Seitenwandabschnitte
(15) des Auslaufabschnittes (7) des Kokillenhohlraumes (1) mit einer
Temperaturmeßeinrichtung (22) laufend überwacht wird und daß die Einstellung der Konizität
dieser Seitenwandabschnitte (15) in Abhängigkeit vom Temperaturmeßwert eingestellt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Absinken der
Temperatur der Seitenwandabschnitte (15) des Auslaufabschnittes (7) des Kokillenhohlraumes
(1) diese Seitenwandabschnitte (15) auf eine größere Konizität nachgestellt werden.
16. Verfahren zum Betrieb einer Stranggießkokille nach einem oder mehreren der
Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer oszillierenden Stranggießkokille
jeweils bei Absinken der Relativgeschwindigkeit zwischen Strang und Seitenwänden (2) der
Stranggießkokille auf Null die Konizität der Seitenwandabschnitte (15) des Auslaufabschnittes
(7) des Kokillenhohlraumes (1) kurzzeitig verringert wird.
17. Verfahren zum Betrieb einer Stranggießkokille nach einem oder mehreren der
Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer oszillierenden Stranggießkokille
jeweils bei Absinken der Relativgeschwindigkeit zwischen Strang und Seitenwänden (2) der
Stranggießkokille auf Null die Anpreßkraft der Seitenwandabschnitte (15) des
Auslaufabschnittes des Kokillenhohlraumes (1) gegen den Strang kurzzeitig verringert oder
eliminiert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0191794A AT405253B (de) | 1994-10-11 | 1994-10-11 | Stranggiesskokille |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19537745A1 true DE19537745A1 (de) | 1996-05-23 |
Family
ID=3523820
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19537745A Ceased DE19537745A1 (de) | 1994-10-11 | 1995-10-10 | Stranggießkokille |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5836375A (de) |
| AT (1) | AT405253B (de) |
| DE (1) | DE19537745A1 (de) |
| IT (1) | IT1280959B1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1832361A1 (de) | 2006-03-09 | 2007-09-12 | Badische Stahl Engineering Gmbh | Stranggiesskokille |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19529931C1 (de) * | 1995-08-02 | 1997-04-03 | Mannesmann Ag | Plattenkokille zur Erzeugung von Strängen aus Stahl |
| JP4057118B2 (ja) * | 1997-12-17 | 2008-03-05 | エス・エム・エス・デマーク・アクチエンゲゼルシャフト | 連続鋳造設備で薄スラブを製造する方法およびこの方法を実施するための連続体鋳造設備 |
| US6857464B2 (en) | 2002-09-19 | 2005-02-22 | Hatch Associates Ltd. | Adjustable casting mold |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2814600A1 (de) * | 1977-04-06 | 1978-10-19 | Concast Ag | Verfahren und vorrichtung zum stahlstranggiessen |
| DE2923111A1 (de) * | 1978-06-14 | 1979-12-20 | Voest Alpine Ag | Zum einstellen auf unterschiedliche strangquerschnittsformate geeignete stranggiesskokille |
| DE3427756A1 (de) * | 1984-07-24 | 1985-03-28 | Mannesmann AG, 4000 Düsseldorf | Stranggiesskokille fuer die herstellung von straengen aus stahl |
| DE3436331A1 (de) * | 1984-10-04 | 1986-04-17 | Mannesmann AG, 4000 Düsseldorf | Einrichtung zur temperaturmessung in wassergekuehlten metallwaenden von metallurgischen gefaessen, insbesondere von stranggiesskokillen |
| CH676211A5 (en) * | 1988-06-08 | 1990-12-28 | Concast Standard Ag | Concasting mould - with cooling unit made of plates encircling casting and held together by elastic units allowing movement |
Family Cites Families (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3247207A1 (de) * | 1982-12-21 | 1984-07-05 | SMS Schloemann-Siemag AG, 4000 Düsseldorf | Verfahren und vorrichtung zur einstellung der konizitaet von schmalseitenwaenden von stranggiesskokillen |
| JPS63281755A (ja) * | 1987-05-14 | 1988-11-18 | Nkk Corp | 連続鋳造方法 |
| CH680500A5 (en) * | 1989-03-22 | 1992-09-15 | Concast Standard Ag | Multistage continuous casting mould for polygonal strand cross=sections - with sec. cooler having elastically movable cooler walls and adjustment devices |
| WO1990011149A1 (de) * | 1989-03-23 | 1990-10-04 | Siemens Aktiengesellschaft | Geregelte form für das stranggiessen von stahl |
| CH679380A5 (en) * | 1989-04-24 | 1992-02-14 | Concast Standard Ag | Multistage continuous casting mould - has guide rails and elastic cooling wall sections to define hollow shaping zone in cooling section |
| CH683327A5 (de) * | 1990-02-21 | 1994-02-28 | Concast Standard Ag | Vorrichtung zum Stranggiessen. |
| US5517764A (en) * | 1994-09-19 | 1996-05-21 | Voest-Alpine Services & Technologies Corp. | Continuous casting mold cavity narrow faceplate taper gauge |
-
1994
- 1994-10-11 AT AT0191794A patent/AT405253B/de not_active IP Right Cessation
-
1995
- 1995-10-09 IT IT95TO000807A patent/IT1280959B1/it active IP Right Grant
- 1995-10-10 US US08/541,303 patent/US5836375A/en not_active Expired - Fee Related
- 1995-10-10 DE DE19537745A patent/DE19537745A1/de not_active Ceased
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2814600A1 (de) * | 1977-04-06 | 1978-10-19 | Concast Ag | Verfahren und vorrichtung zum stahlstranggiessen |
| DE2923111A1 (de) * | 1978-06-14 | 1979-12-20 | Voest Alpine Ag | Zum einstellen auf unterschiedliche strangquerschnittsformate geeignete stranggiesskokille |
| DE3427756A1 (de) * | 1984-07-24 | 1985-03-28 | Mannesmann AG, 4000 Düsseldorf | Stranggiesskokille fuer die herstellung von straengen aus stahl |
| DE3436331A1 (de) * | 1984-10-04 | 1986-04-17 | Mannesmann AG, 4000 Düsseldorf | Einrichtung zur temperaturmessung in wassergekuehlten metallwaenden von metallurgischen gefaessen, insbesondere von stranggiesskokillen |
| CH676211A5 (en) * | 1988-06-08 | 1990-12-28 | Concast Standard Ag | Concasting mould - with cooling unit made of plates encircling casting and held together by elastic units allowing movement |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1832361A1 (de) | 2006-03-09 | 2007-09-12 | Badische Stahl Engineering Gmbh | Stranggiesskokille |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ITTO950807A0 (it) | 1995-10-09 |
| ITTO950807A1 (it) | 1997-04-09 |
| IT1280959B1 (it) | 1998-02-11 |
| AT405253B (de) | 1999-06-25 |
| US5836375A (en) | 1998-11-17 |
| ATA191794A (de) | 1998-11-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69819882T2 (de) | Positionskontrollverfahren und -vorrichtung eines Seitendammes in einem Doppelrollengießverfahren | |
| DE69803196T2 (de) | Stranggiesskokille für stahlbrammen | |
| WO1992005898A1 (de) | Flüssigkeitsgekühlte kokille für das stranggiessen von strängen aus stahl im brammenformat | |
| DE69623575T2 (de) | Kontinuierliches Giessen dünner Gussstücke | |
| DE3809416C2 (de) | ||
| DE69518360T2 (de) | Stranggiesskokille mit verbessertem Wärmeaustausch sowie Verfahren zur Erhöhung des Wärmeaustauschs einer Stranggiesskokille | |
| EP0086405B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen und Stützen eines Stranges in einer Plattenkokille einer Stahlstranggiessanlage | |
| EP2025432B1 (de) | Verfahren zur Erzeugung von Stahl-Langprodukten durch Stranggiessen und Walzen | |
| EP0102345B1 (de) | Kokille einer Stranggiessanlage | |
| EP1676658B1 (de) | Stahlstranggiessanlage für Knüppel- und Vorblockformate | |
| AT405253B (de) | Stranggiesskokille | |
| EP1313578A1 (de) | Gekühlte stranggiesskokille zum giessen von metall | |
| AT400311B (de) | Stranggiesskokille | |
| EP0960671B1 (de) | Strangführungssegment für Brammengiessanlagen | |
| DE68922285T2 (de) | Stranggiesskokille mit direkter Kühlung mit verstellbarem Kühlmitteltreffpunkt. | |
| DE2731748B2 (de) | Rollenführungsgerüst für eine Stahlstranggießanlage | |
| EP3419778B1 (de) | Düsenreihenanordnung und düsenfeld zum einbau in rollenspalte zwischen zwei strangführungsrollen | |
| DE3427756A1 (de) | Stranggiesskokille fuer die herstellung von straengen aus stahl | |
| EP3130414B1 (de) | Schmelzmetallurgische anlage, umfassend eine kokille | |
| DE3706720C2 (de) | Stranggießanlage mit zwei nebeneinander angeordneten Druchlaufkokillen | |
| EP0920936B1 (de) | Kokille zum Stranggiessen | |
| DE19921296A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von stranggegossenen Stahlerzeugnissen | |
| EP1206985B1 (de) | Mehrfach-Stranggiessanlage mit verstellbarer Gleitkokille | |
| EP0941787A1 (de) | Führungselement einer Stranggiessanlage | |
| EP1379344B1 (de) | Kokille für eine stranggiessanlage für metall sowie verfahren zur beeinflussung der konizität der seitenwände der kokille |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |