DE19536506A1 - Neues Creatin-Amidinohydrolase-Gen, neue rekombinante DNA und Verfahren zur Herstellung von Creatin-Amidinohydrolase - Google Patents
Neues Creatin-Amidinohydrolase-Gen, neue rekombinante DNA und Verfahren zur Herstellung von Creatin-AmidinohydrolaseInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein DNA-Molekül, das ein
Protein mit der enzymatischen Aktivität der Creatin-Amidino
hydrolase codiert, die für den quantitativen Nachweis von
Creatin nützlich ist, einen das DNA-Molekül enthaltenden
Vektor und ein Verfahren zur Herstellung von Creatin-
Amidinohydrolase durch Züchtung eines den Vektor
enthaltenden Mikroorganismus.
Creatin-Amidinohydrolase ist ein Enzym, das die Hydrolyse
von Creatin zu Sarcosin und Harnstoff katalysiert. Dieses
Enzym kann als diagnostisches Reagens für eine Vielzahl von
Krankheiten, einschließlich Nierenkrankheiten, verwendet
werden, um die Menge von Creatin in menschlichem Serum oder
Urin zu bestimmen.
Die herkömmliche Creatin-Amidinohydrolase ist jedoch ungün
stig, da der pH-Bereich, in dem sie stabil ist, auf pH 4,5
bis 8,5 beschränkt ist, so daß eine Reinigung bei pH-Werten,
die über pH 8,5 liegen, schwierig ist. Außerdem führt ihr
hoher Km-Wert dazu, daß die Messung einer Probe eine lange
Zeit in Anspruch nimmt.
Unter diesen Umständen fanden die Erfinder, daß eine neue
Creatin-Amidinohydrolase mit niedrigem Km-Wert, die in einem
großen pH-Bereich stabil ist, aus Alcaligenes sp. KS-85
(FERM BP-4487) erhalten werden kann, der in Creatin enthal
tendem Medium gezüchtet wird, und reichten eine Patentanmel
dung für dieses Enzym ein (Japanische Patentanmeldung Nr.
318675/1993).
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Be
reitstellung eines ein Protein mit der enzymatischen Akti
vität der Creatin-Amidinohydrolase codierenden DNA-Moleküls,
mit dem Creatin-Amidinohydrolase gentechnisch hergestellt
werden kann, eines das DNA-Molekül enthaltenden Vektors und
eines Verfahrens zur Herstellung von Creatin-Amidinohydro
lase unter Verwendung des Vektors.
Zur Lösung der Aufgabe isolierten die Erfinder erfolgreich
ein Creatin-Amidinohydrolase-Gen aus Alcaligenes und ermit
telten dessen Struktur. Außerdem erhielten die Erfinder
durch Einfügen des Creatin-Amidinohydrolase-Gens in eine
Vektor-DNA eine rekombinante DNA, mit der sie einen zur Gat
tung Escherichia gehörenden Stamm transformierten, wobei sie
zu dem Ergebnis kamen, daß die resultierende Transformante
die Creatin-Amidinohydrolase effizient herstellen kann, ohne
daß dem Medium Creatin zugesetzt werden muß.
Die Aufgabe wird somit durch die Bereitstellung der in den
Patentansprüchen bezeichneten Ausführungsformen gelöst.
Die vorliegende Erfindung betrifft DNA-Moleküle, die Crea
tin-Amidinohydrolase mit der unter Seq ID NO. 2 angegebenen
Aminosäuresequenz codieren.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung DNA-Moleküle, die
eine DNA-Sequenz mit der unter Seq ID NO. 1 angegebenen
Nucleotidsequenz umfassen.
Gegenstand der Erfindung sind ebenfalls DNA-Moleküle, die
mit den oben genannten erfindungsgemäßen DNA-Molekülen hy
bridisieren. Solche DNA-Moleküle umfassen beispielsweise
Fragmente, Modifikationen, Derivate und allele Varianten der
vorstehend beschriebenen DNA-Moleküle. Der Begriff "Hybridi
sierung" bedeutet in diesem Zusammenhang eine Hybridisierung
unter konventionellen Hybridisierungsbedingungen, vorzugs
weise unter stringenten Bedingungen, wie sie beispielsweise
in Sambrook et al. (1989, Molecular Cloning, A Laboratory
Manual, 2. Aufl. Cold Spring Harbor Laboratory Press, Cold
Spring Harbor, NY) beschrieben sind. Diese DNA-Moleküle, die
mit den erfindungsgemäßen DNA-Molekülen hybridisieren, kön
nen prinzipiell aus jedem beliebigen Organismus (d. h.
Prokaryonten oder Eukaryonten, insbesondere aus Bakterien,
Pilzen, Algen, Pflanzen oder tierischen Organismen) stammen,
der derartige DNA-Moleküle besitzt. Sie stammen vorzugsweise
aus dem Mikroorganismus Alcaligenes, insbesondere Alcali
genes sp. KS-85.
DNA-Moleküle, die mit den erfindungsgemäßen DNA-Molekülen
hybridisieren, können z. B. aus genomischen oder aus cDNA-
Bibliotheken verschiedener Organismen isoliert werden.
Die Identifizierung und Isolierung derartiger DNA-Moleküle
kann dabei unter Verwendung der erfindungsgemäßen DNA-Mole
küle oder Teile dieser DNA-Moleküle bzw. der reversen Kom
plemente dieser Moleküle erfolgen, z. B. mittels Hybridisie
rung nach Standardverfahren (siehe z. B. Sambrook et al.,
1989, Molecular Cloning, A Laboratory Manual, 2. Aufl. Cold
Spring Harbor Laboratory Press, Cold Spring Harbor, NY).
Als Hybridisierungsprobe können z. B. DNA-Moleküle verwendet
werden, die exakt die oder im wesentlichen die unter Seq ID
NO. 2 angegebene DNA-Sequenz oder Teile dieser Sequenz auf
weisen. Bei den als Hybridisierungsprobe verwendeten DNA-
Fragmenten kann es sich auch um synthetische DNA-Fragmente
handeln, die mit Hilfe der gängigen DNA-Synthesetechniken
hergestellt wurden und deren Sequenz im wesentlichen mit der
der erfindungsgemäßen DNA-Moleküle übereinstimmt. Hat man
Gene identifiziert und isoliert, die mit den erfindungsge
mäßen DNA-Sequenzen hybridisieren, ist eine Bestimmung der
Sequenz und eine Analyse der Eigenschaften der von dieser
Sequenz codierten Proteine erforderlich.
Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung DNA-Moleküle,
deren Sequenzen aufgrund des genetischen Codes degeneriert
sind im Vergleich zu den Sequenzen der obengenannten DNA-Mo
leküle und die Creatin-Amidinohydrolase codieren.
Ferner betrifft die Erfindung Vektoren, insbesondere Plas
mide, Cosmide, Viren, Bacteriophagen und andere in der Gen
technik gängige Vektoren, die die oben beschriebenen erfin
dungsgemäßen DNA-Moleküle enthalten.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die in den Vekto
ren enthaltenen DNA-Moleküle verknüpft mit DNA-Elementen,
die die Transkription in prokaryontischen oder eukaryonti
schen Zellen gewährleisten.
In einer weiteren Ausführungsform betrifft die Erfindung
Wirtszellen, insbesondere prokaryontische Zellen, die ein
oben beschriebenes erfindungsgemäßes DNA-Molekül oder einen
Vektor enthalten. Dabei handelt es sich vorzugsweise um Zel
len der Gattung Escherichia.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur
Herstellung eines Proteins mit der enzymatischen Aktivität
der Creatin-Amidinohydrolase durch die Züchtung der
vorstehend beschriebenen Wirtszellen, die bevorzugt zur
Gattung Escherichia gehören und befähigt sind, mit Hilfe der
rekombinanten DNA Creatin-Amidinohydrolase herzustellen, und
die anschließende Gewinnung eines Proteins mit der
enzymatischen Aktivität der Creatin-Amidinohydrolase aus der
Kultur.
Fig. 1 zeigt das pH-Optimum der Creatin-Amidinohydrolase,
die gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung erhalten
wurde.
Bedingungen der Messung:
Bei jedem pH-Wert wurde im entsprechenden Puffer 10 Minuten bei 37°C inkubiert. Die Menge des durch die Enzymreaktion erzeugten Harnstoffs wurde gemessen.
Puffer für die Reaktionslösung:
Bei jedem pH-Wert wurde im entsprechenden Puffer 10 Minuten bei 37°C inkubiert. Die Menge des durch die Enzymreaktion erzeugten Harnstoffs wurde gemessen.
Puffer für die Reaktionslösung:
Fig. 2 zeigt das Temperatur-Optimum der Creatin-Amidinohy
drolase, die gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung
erhalten wurde.
Bedingungen der Messung:
In 50 mM Phosphatpuffer, pH 7,7, wurde 10 Minuten bei den jeweiligen Temperaturen inkubiert. Die Menge des durch die Enzymreaktion erzeugten Harnstoffs wurde gemessen.
In 50 mM Phosphatpuffer, pH 7,7, wurde 10 Minuten bei den jeweiligen Temperaturen inkubiert. Die Menge des durch die Enzymreaktion erzeugten Harnstoffs wurde gemessen.
Fig. 3 zeigt den pH-Bereich, in welchem die Creatin-Amidino
hydrolase, die gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfin
dung erhalten wurde, stabil ist.
Bedingungen der Behandlung:
Die Behandlung beim jeweiligen pH-Wert erfolgte für 17 Stun den bei 25°C:
Die Behandlung beim jeweiligen pH-Wert erfolgte für 17 Stun den bei 25°C:
Fig. 4 zeigt die thermische Stabilität der Creatin-Amidino
hydrolase, die gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfin
dung erhalten wurde.
Bedingungen der Behandlung:
In 50 mM Tris-HCl-Puffer, pH 7,5, wurde 30 Minuten bei den jeweiligen Temperaturen inkubiert.
In 50 mM Tris-HCl-Puffer, pH 7,5, wurde 30 Minuten bei den jeweiligen Temperaturen inkubiert.
Bedingungen der Messung:
In 50 mM Phosphatpuffer, pH 7,7, wurde 10 Minuten bei 37°C inkubiert. Die Menge des durch die Enzymreaktion erzeugten Harnstoffs wurde gemessen.
In 50 mM Phosphatpuffer, pH 7,7, wurde 10 Minuten bei 37°C inkubiert. Die Menge des durch die Enzymreaktion erzeugten Harnstoffs wurde gemessen.
Das erfindungsgemäße Creatin-Amidinohydrolase-Gen kann z. B.
folgendermaßen erhalten werden. Alcaligenes sp. KS-85 wird
gezüchtet, wie z. B. in "Current Protocols in Molecular
Biology" (Wiley Interscience, 1989) beschrieben. Die auf
diese Weise gezüchteten Bakterien werden einer Extraktion
unterworfen, wodurch genomische DNA erhalten wird.
Alcaligenes sp. KS-85 ist ein Stamm, der aus Bodenproben in
der Kyoto-Präfektur, Japan, durch Absuchverfahren erhalten
wurde, seine mikrobiologischen Eigenschaften werden nachste
hend beschrieben. Die meisten mikrobiologischen Eigenschaf
ten wurden gemäß den Verfahren identifiziert, die von
Takeharu Hasegawa in "Biseibutsu no Bunrui to Doutei" (Klas
sifizierung und Identifizierung von Bakterien), Tokyo
University Press (1975), beschrieben werden. Als Referenz
für die Klassifizierung und Identifizierung verwendeten die
Erfinder außerdem "Bergeys Manual of Determinative
Bacteriology", 8. Aufl. (1974).
Beobachtet unter einem Mikroskop (nach 24- bis 48-stündiger
Züchtung bei 30°C auf Fleischbrühe-Agarmedium, pH 9,0)
- (1) Zellform und -größe 0,5 bis 1,0 × 0,5 bis 4,0 µm, stäbchenförmiges Bakterium
- (2) Beweglichkeit: beweglich durch umgebende Flagellen
- (3) Spore: fehlt
- (4) Gram-Färbbarkeit: negativ
- (5) Säurefestigkeit: negativ.
- (1) Fleischbrühe-Agarplattenkultur:
Blaßgelbe und weißliche runde Kolonien von 2 bis 3 mm Durchmesser erscheinen nach fünf Tagen Züchtung bei 30°C. Die Oberfläche ist glatt und fettartig glänzend mit einem transparenten Rand. - (2) Fleischbrühe-Agarschrägkultur:
Der Mikroorganismus wächst in neun Tagen stationärer Kultur bei 30°C, wobei er sich auf dem Medium ausbrei tet. Der Mikroorganismus ist beige und erzeugt kein Pig ment. - (3) Fleischbrühe-Flüssigkultur:
Der Mikroorganismus wächst in neun Tagen stationärer Kultur bei 30°C, wobei an der Oberfläche des Flüssigme diums eine Membran entsteht und am Boden Niederschläge erzeugt werden. - (4) Fleischbrühe-Gelatine-Kultur:
Der Mikroorganismus wächst in 30 Tagen stationärer Kul tur bei 20°C nur oben auf dem Medium, wobei die Gelatine nicht verflüssigt wird. - (5) Lackmus-Milch:
Lackmus-Milch wird in neun Tagen stationärer Kultur bei 30°C nicht verfestigt oder verflüssigt, während im Me dium Alkali produziert wird, wodurch der ursprüngliche pH-Wert des Mediums ansteigt.
Die meisten der folgenden Tests wurden in Medien durchge
führt, deren pH-Wert auf 6,5 eingestellt war.
- (1) Nitratreduktion: nicht reduziert
- (2) Denitrifikation: fehlt (Nitrit wird unter aeroben Be dingungen erzeugt.)
- (3) MR-Test: negativ
- (4) VP-Test: negativ
- (5) Indolbildung: nicht gebildet
- (6) Hydrogensulfidbildung: nicht gebildet
- (7) Stärkehydrolyse: nicht hydrolysiert
- (8) Citronensäureverwertung: nicht verwertet
- (9) Verwertung anorganischer Stickstoffquellen: nicht ver wertet (Nitrat und Ammoniumsalz)
- (10) Pigmentbildung: nicht gebildet
- (11) Urease: negativ
- (12) Oxidase: positiv
- (13) Katalase: positiv
- (14) Temperatur- und pH-Bereich für das Wachstum: 15 bis 45°C und pH 6,0 bis 9,0
- (15) Verhalten gegenüber Sauerstoff: aerob
- (16) O-F-Test (Hugh-Leifson-Verfahren): weder Oxidation noch Fermentation finden statt.
- (17) Bildung von Säure und Gas aus Zucker: keine.
(Die getesteten Zucker sind: L-Arabinose, D-Xylose, D-Glu
cose, D-Mannose, D-Fructose, D-Galactose, Maltose, Saccha
rose, Lactose, Trehalose, D-Sorbit, D-Mannit, Inosit, Glyce
rin und Stärke.)
Der vorliegende Stamm wurde nach den vorstehend beschriebe
nen mikrobiologischen Eigenschaften identifiziert, er wurde
der Gattung Alcaligenes zugeordnet und mit Alcaligenes sp.
KS-85 bezeichnet. Dieser Stamm wurden als FERM BP-4487 beim
National Institute of Bioscience and Human-Technology,
Agency of Industrial Science and Technology, Japan, hinter
legt.
Die wie vorstehend beschrieben hergestellte genomische DNA
wird sodann mit einem Restriktionsenzym, wie z. B. EcoRI,
partiell gespalten und durch Agarosegelelektrophorese aufge
trennt, wodurch DNA-Fragmente als EcoRI-Spaltprodukte erhal
ten werden, die vorzugsweise eine Länge von 2 bis 5 kb auf
weisen. Diese können gegebenenfalls, z. B. mit alkalischer
Phosphatase, weiter behandelt werden, ferner können sie nach
Techniken, die dem Fachmann bekannt sind, wie z. B. Phenolex
traktion, gereinigt werden und außerdem nach bestimmten Ver
fahren, einschließlich Ethanolfällung, eingeengt werden, wo
durch gereinigte DNA-Fragmente erhalten werden, die das ge
wünschte Creatin-Amidinohydrolase-Gen enthalten.
Als Vektor-DNA, die in der vorliegenden Erfindung verwendet
wird, kann eine Bakteriophagenvektor-DNA, Plasmidvektor-DNA
und dergleichen erwähnt werden, wobei vorzugsweise insbeson
dere Plasmid pUC118 (Takara Shuzo Co., Ltd.) und dergleichen
eingesetzt werden. Zur Ligierung des vorstehend hergestell
ten EcoRI-Spaltproduktes ist die Spaltung des Plasmidvektors
mit EcoRI (Takara Shuzo Co., Ltd.) erforderlich, gegebenen
falls kann das Spaltprodukt mit Ethanol gefällt werden.
Anschließend wird das vorstehende genomische DNA-Fragment,
das das aus Alcaligenes stammende, gewünschte Gen enthält,
in Gegenwart einer Ligase, wie z. B. T4-DNA-Ligase
(Boehringer Mannheim), an den vorstehenden, mit EcoRI ge
spaltenen Plasmidvektor ligiert, wodurch eine rekombinante
Plasmid-DNA erhalten wird.
Diese rekombinante DNA kann verwendet werden, um Wirte, wie
z. B. E. coli K12, vorzugsweise E. coli JM109 (erhältlich von
Toyobo), XL-Blue (erhältlich von Funakoshi) und dgl., zu
transformieren, wodurch Kolonien erhalten werden können, die
rekombinante DNAs mit verschiedenen Genfragmenten umfassen.
Die resultierenden Kolonien können nach solchen Kolonien ab
gesucht werden, die eine rekombinante DNA mit dem gewünsch
ten Creatin-Amidinohydrolase-Gen enthalten, hierfür wird
eine Koloniehybridisierung eingesetzt, die in den vorstehend
erwähnten "Current Protocols in Molecular Biology" (Wiley
Interscience, 1989) beschrieben wird, wobei ein Oligonucleo
tid, das durch Endmarkierung des in Beispiel 1, Punkt (3),
erhaltenen Genfragmentes mit Digoxigenin (Boehringer Mann
heim) hergestellt wird, als Sonde eingesetzt werden kann.
Die resultierende rekombinante DNA, die das gewünschte Crea
tin-Amidinohydrolase-Gen enthält, kann durch Techniken, wie
z. B. CsCl-Dichtegradienten-Ultrazentrifugation und derglei
chen, gereinigt werden.
Die auf diese Weise gereinigte Plasmid-DNA wird für die Se
quenzierung des Creatin-Amidinohydrolase-Gens verwendet, wie
in Beispiel 1, Punkt (4), beschrieben, und die durch diese
Nucleotidsequenz codierte Aminosäuresequenz bestimmt. Diese
Aminosäuresequenz wird in SEQ ID NR. 2 gezeigt. Das Gen, das
diese ermittelte Aminosäuresequenz codiert, ist das Creatin-
Amidinohydrolase-Gen der vorliegenden Erfindung.
Da die das Gen enthaltende rekombinante DNA, die wie vorste
hend erhalten wurde, keinen Promotor für die Expression in
E. coli umfaßte, erzeugten Bakterien, die mit dieser rekom
binanten DNA transformiert waren, keine Creatin-Amidinohy
drolase. Aus diesem Grund müssen Transformanten, die die
Creatin-Amidinohydrolase auch tatsächlich produzieren, gemäß
der nachstehenden Beschreibung hergestellt werden.
Eine DNA, die ausschließlich aus einem Bereich besteht, der
Creatin-Amidinohydrolase codiert, wird in der Polymeraseket
tenreaktion ("Polymerase Chain Reaction", nachstehend abge
kürzt PCR) erhalten, wobei das vorstehend gereinigte rekom
binante Plasmid als Matrize eingesetzt wird und zwei synthe
tische Oligonucleotid-Primer verwendet werden, die aus 30
Nucleotiden bestehen, welche 10 Aminosäuren im N- bzw. C-
Terminus des Creatin-Amidinohydrolase-Gens codieren (die C-
terminale Seite ist die komplementäre Kette). Die auf diese
Weise erhaltene DNA wird in eine Vektor-DNA eingefügt, die
eine DNA-Sequenz enthält, die einen Promotor, Operator, eine
Ribosomenbindungsstelle und dgl. umfaßt, hergeleitet vom E.
coli-Lactose-Operon und dgl. (vgl. "The Operon", S. 227,
Cold Spring Harbor Laboratory, 1980). Die verwendete Vektor-
DNA umfaßt z. B. Plasmid-DNA, Bakteriophagen-DNA und derglei
chen. Die auf diese Weise konstruierte rekombinante DNA wird
zur Transformation oder Transduktion von Wirten, wie z. B. E.
coli K12, vorzugsweise JM109 (Toyobo), XL-Blue (Funakoshi)
und dgl., eingesetzt, wodurch jeweils eine Transformante er
halten wird.
Die Transformation kann auch nach dem Verfahren von D. M.
Morrison (Methods in Enzymology 68 (1979), 326-331), die
Transduktion nach dem Verfahren von B. Hohn (Methods in En
zymology 68 (1979), 299-309) durchgeführt werden.
Der zur Gattung Escherichia gehörende Stamm, auf den die Be
fähigung zur Herstellung von Creatin-Amidinohydrolase über
tragen wurde, wie vorstehend beschrieben, kann eingesetzt
werden, um die Creatin-Amidinohydrolase folgendermaßen zu
produzieren.
Die Bakterien können nach herkömmlichen Züchtungsverfahren
in festem Medium, vorzugsweise in flüssigem Medium, gezüch
tet werden.
Zur Züchtung der Bakterien wird ein Medium verwendet, ent
haltend eine oder mehrere Stickstoffquellen, wie z. B. Hefe
extrakt, Pepton, Fleischextrakt, Maisquellwasser und ein
Soja- oder Weizenkleie-Exsudat, ein oder mehrere anorgani
sche Salze, wie z. B. Kaliumdihydrogenphosphat, Dikaliumhy
drogenphosphat, Magnesiumsulfat, Eisen(III)-chlorid,
Eisen(III)-sulfat und Mangansulfat, gegebenenfalls Zucker
oder Kohlenhydrate und Vitamine.
Der anfängliche pH-Wert des Mediums wird vorzugsweise auf
einen Wert im Bereich von pH 7 bis 9 eingestellt, sodann
werden die Bakterien 6 bis 24 Stunden bei 30 bis 42°C, vor
zugsweise bei etwa 37°C, in Submerskultur unter Belüftung
mit Rühren, in Schüttelkultur, in stationärer Kultur und
dergleichen gezüchtet. Nach Beendigung der Züchtung können
herkömmliche Verfahren zur Gewinnung eingesetzt werden, um
die Creatin-Amidinohydrolase aus der Kultur zu erhalten.
Die Bakterien werden aus der Kultur durch Filtration, Zen
trifugation oder dergleichen abgetrennt. Die Bakterien kön
nen zwar auch nach dem Waschen direkt anstelle des Enzyms
verwendet werden, vorzugsweise wird jedoch die Creatin-Ami
dinohydrolase gewonnen, indem z. B. die Bakterien in einer
Ultraschallapparatur, French Press, Mühle oder dergleichen
aufgeschlossen werden, die Zellwand mit lytischen Enzymen,
wie z. B. Lysozym, lysiert wird oder das Enzym mit einem
oberflächenaktiven Mittel, wie z. B. Triton X-100, extrahiert
wird.
Die auf diese Weise erhaltene rohe Enzymlösung kann sodann
herkömmlichen Verfahren unterworfen werden, vorzugsweise
einer geeigneten Kombination aus Aussalzen mit Ammoniumsul
fat, Fällung mit organischem Lösungsmittel, Ionenaustausch-
Chromatographie, Gelfiltrations-Chromatographie, Adsorpti
ons-Chromatographie, Elektrophorese und dergleichen, wodurch
die Creatin-Amidinohydrolase isoliert wird.
Die physikalisch-chemischen, enzymatischen Eigenschaften der
resultierenden Creatin-Amidinohydrolase sehen folgendermaßen
aus:
- (1) Wirkung:
1 Mol Creatin wird hydrolysiert, wobei 1 Mol Sarcosin und 1 Mol Harnstoff erzeugt werden. - (2) Substratspezifität:
Spezifisch für Creatin - (3) pH-Optimum:
Die Aktivität des vorliegenden Enzyms wurde bei ver schiedenen pH-Werten in 50 mM Natriumacetat-Salzsäure- Puffer (pH 4,0 bis 6,0), 50 mM Phosphatpuffer (pH 6,0 bis 7,5) und 50 mM Tris-HCl-Puffer (pH 7,5 bis 9,0) be stimmt. Das Ergebnis zeigte, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, daß das pH-Optimum des vorliegenden Enzyms im Be reich von pH 7,0 bis 9,0 liegt. - (4) Temperatur-Optimum:
Die Aktivität des vorliegenden Enzyms wurde bei ver schiedenen Temperaturen in den gleichen Reaktionslösun gen wie im nachstehenden Punkt (7) bestimmt. Das Ergeb nis zeigte, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, daß das Tem peratur-Optimum des vorliegenden Enzyms im Bereich von 35 bis 45°C liegt. - (5) pH-Bereich, in dem das Enzym stabil ist:
Die Aktivität des vorliegenden Enzyms wurde nach einer 17-stündigen Behandlung bei 25°C mit verschiedenen pH- Werten von 4,0 bis 11,0 in 50 mM Natriumacetat-Salz säure-Puffer (pH 4,0 bis 6,0), 50 mM Phosphatpuffer (pH 6,0 bis 8,0), 50 mM Tris-HCl-Puffer (pH 8,0 bis 9,0), 50 mM Glycin-NaOH-Puffer (pH 9,0 bis 10,0) und 50 mM CAPS- Puffer (pH 10,0 bis 11,0) ermittelt. Das Ergebnis zeigte, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, daß der pH-Be reich, in welchem das vorliegende Enzym stabil ist, der Bereich von pH 5,0 bis 10,5 ist. - (6) Hitzestabilität:
Das Enzym wurde 30 Minuten bei den vorher ermittelten Temperaturen in 50 mM Tris-HCl-Puffer, pH 7,5, behan delt. Das Ergebnis zeigte, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, daß das Enzym bei Temperaturen bis zu etwa 45°C stabil ist. - (7) Verfahren zur Messung der Enzymaktivität:
Die Messung der Enzymaktivität wurde unter den folgenden Bedingungen durchgeführt. 1 U Enzymaktivität ist als die Menge definiert, die die Erzeugung von 1 MMol Harnstoff pro Minute bewirkt.
6,63 g Creatin werden in 500 ml 50 mM Phosphatpuffer, pH
7,7, gelöst.
10 g ρ-Dimethylaminobenzaldehyd werden in 500 ml Ethanol
(Reagens mit garantierter Qualität) gelöst und anschließend
mit einem Gemisch aus 575 ml entionisiertem Wasser und 75 ml
konzentrierter Salzsäure gemischt.
- 1) 0,9 ml von Lösung 1 werden als Substrat 5 Minuten bei 37°C vorinkubiert.
- 2) 0,1 ml Enzymlösung (eingestellt auf etwa 1 bis 2 U/ml) werden mit dem Substrat gemischt und 10 Minuten bei 37°C umgesetzt.
- 3) Sodann werden 2 ml von Lösung 2 mit der Reaktionslösung gemischt.
- 4) Anschließend wird das Gemisch 20 Minuten bei 25°C ste hengelassen und die Absorption bei 435 nm gemessen (OD Probe).
- 5) Als Blindprobe werden 0,9 ml von Lösung 1 10 Minuten bei 37°C inkubiert, anschließend 2 ml von Lösung 2 und 0,1 ml Enzymlösung mit der Lösung 1 gemischt und das Gemisch 20 Minuten bei 25°C stehengelassen, sodann wird die Ab sorption bei 435 nm gemessen (OD Blindwert).
U/ml = Δ OD × 18,06* × Verdünnungsstufe
(18,06* ist ein Koeffizient, der aus einer Harnstoff-Eich
kurve errechnet wurde.)
- (8) Inhibitoren:
Die Wirkung der Metallsalze in Tabelle 1 wurde unter sucht, indem das jeweilige Salz zur Reaktionslösung im vorstehenden Punkt (7) zugesetzt wurde. Das Ergebnis zeigte, wie aus Tabelle 1 ersichtlich ist, daß das vor liegende Enzym durch AgNO₃, HgCl₂ und CuSO₄ stark ge hemmt wurde. Tabelle 1 Ergebnis der Hemmung - (9) Km-Wert:
Der Km-Wert wurde aus Lineweaver-Burk-Diagrammen ermit telt, er betrug 1,3 × 10-2 M (für Creatin). - (10) Molekulargewicht:
Die Gelfiltration durch eine TSK Gel G3000SWXL-Säule ergab ein Molekulargewicht von 80 000 ± 5000.
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann Creatin-Amidinohydro
lase effizient hergestellt werden, ohne daß dem Medium Crea
tin zugesetzt werden muß.
Die vorliegende Erfindung wird anhand des folgenden
Beispiels genauer beschrieben, dieses Beispiel soll jedoch
den Umfang der Patentansprüche in keiner Weise einschränken.
Alcaligenes sp. KS-85 (FERM BP-4487) wurde in 200 ml TY-Me
dium (1% Bacto-Pepton, 0,5% Pepton, 0,25% NaCl) geimpft
und 20 Stunden bei 30°C unter Schütteln gezüchtet. Die Bak
terien wurden geerntet, indem die Kultur 10 Minuten bei 6000
UpM zentrifugiert wurde, und anschließend in 25 ml Sorbitlö
sung (0,9 M Sorbit, 0,1 M Tris-HCl-Puffer, pH 8,0, 0,1 M
EDTA) suspendiert. Gemäß "Current Protocols in Molecular
Biology" (Wiley Interscience, 1989) wurden 500 µg genomische
DNA aus der Suspension erhalten.
100 µg der vorstehenden genomischen DNA wurden mit EcoRI
(Takara Shuzo Co., Ltd.) partiell gespalten und durch Agaro
segelelektrophorese aufgetrennt, wobei 10 µg Fragmente mit
einer Größe von 2 bis 5 kb als EcoRI-Spaltprodukte erhalten
wurden. 1 µg der Plasmidvektor-pUC118-DNA (Takara Shuzo Co.,
Ltd.) wurde mit EcoRI gespalten und durch 1 Einheit T4-DNA-
Ligase (Boehringer Mannheim) mit 2 µg des vorstehenden
EcoRI-Spaltproduktes der genomischen DNA ligiert. Das resul
tierende Plasmid wurde gemäß dem Verfahren von D. M.
Morrison (Methods in Enzymology 68 (1979), 326-331) in E.
coli JM109 transformiert, wodurch 600 Kolonien erhalten wur
den, die sodann auf ein Nylon-Membranfilter Hybond-N⁺ (Pro
dukt von Amersham) geblottet wurden, wobei die Anweisungen
des Herstellers befolgt wurden.
Der Plasmidvektor pLK501, der ein Creatin-Amidinohydrolase-
Gen enthielt, hergeleitet aus der Gattung Flavobacterium
(Japanische offengelegte Patentveröffentlichung Nr.
205786/1987), wurde mit den zwei Restriktionsenzymen SplI
und SmaI partiell gespalten und durch Agarosegelelektropho
rese aufgetrennt. Ein Teil des Creatin-Amidinohydrolase-Gens
mit einer Länge von 1,2 kb wurde aus dem Gel eluiert und mit
"GENECLEAN II" (Funakoshi) weiter gereinigt. Dieses Genfrag
ment wurde mit Digoxigenin endmarkiert, wobei ein "DIG
Labeling Kit" (Boehringer Mannheim) verwendet wurde, und als
Sonde für die Koloniehybridisierung eingesetzt. Durch die
Koloniehybridisierung gemäß "Current Protocols in Molecular
Biology" (Wiley Interscience, 1989) wurden zwei positive Ko
lonien nachgewiesen.
Eine Plasmid-DNA, die das gewünschte Creatin-Amidinohydro
lase-Gen enthielt, wurde aus einer der vorstehenden zwei po
sitiven Kolonien durch Ultrazentrifugation abgetrennt und
anschließend mit EcoRI gespalten. Es wurde gefunden, daß
dieses EcoRI-Spaltprodukt ein genomisches DNA-Fragment mit
einer Länge von etwa 2,5 kb enthielt, das aus Alcaligenes
stammte. Sodann wurde die Nucleotidsequenz dieser Plasmid-
DNA mit einem "Kilo Sequence Deletion Kit" (Takara Shuzo
Co., Ltd.) und "370 DNA Sequencing System" (Applied
Biosystems) ermittelt. Die auf diese Weise ermittelte
Nucleotidsequenz ist in SEQ ID NR. 1 dargestellt, die hier
durch codierte Aminosäuresequenz ist in SEQ ID NR. 2 wieder
gegeben. Das Creatin-Amidinohydrolase-Gen besitzt eine co
dierende Region, die aus 1215 Nucleotiden besteht, welche
404 Aminosäuren codieren.
Der Expressionsvektor pUTE100 wurde folgendermaßen konstru
iert, wie in der Japanischen offengelegten Patentveröffent
lichung Nr. 317055/1993 beschrieben. Die DNA des Plasmidvek
tors pBR322 wurde mit EcoRI und NruI gespalten, sodann unter
Verwendung eines "DNA Blunting Kits" (Takara Shuzo Co.,
Ltd.) mit glatten Enden versehen, durch Agarosegelelektro
phorese aufgetrennt und mit "GENECLEAN II" (Funakoshi)
gereinigt, wodurch ein etwa 3,4 kb großes DNA-Fragment er
halten wurde, das einen Replikationsursprung enthielt. Die
ses DNA-Fragment wurde durch die T4-DNA-Ligase cyclisiert
und mit EcoRI gespalten, wodurch ein lineares Fragment als
EcoRI-Spaltprodukt erhalten wurde. Unabhängig davon wurde
eine DNA-Sequenz, welche die folgende Expressions-Regula
tions-Region, umfassend einen Promotor, Operator, eine Ribo
somenbindungsstelle und dgl., hergeleitet vom E. coli-Lac
tose-Operon und dgl., und eine HpaI-Restriktionsstelle (vgl.
"The Operon", S. 227, Cold Spring Harbor Laboratory, 1980)
enthielt,
im DNA-Synthesizer Modell 392 (Applied Biosystems) syntheti
siert und sodann an das vorstehende EcoRI-Spaltprodukt li
giert, wodurch der Expressionsvektor pUTE100 erhalten wurde.
Anschließend wurde durch PCR eine Region synthetisiert, die
ausschließlich die Creatin-Amidinohydrolase codiert, wobei
das "Geneamp DNA Amplification Reagent Kit" mit AmpliTaq
(Takara Shuzo Co., Ltd.) verwendet wurde, hierfür wurden die
Oligonucleotide SEQ ID NR. 3 und 4, die die N- bzw. C-termi
nalen Aminosäuresequenzen der Creatin-Amidinohydrolase co
dieren und die im DNA Synthesizer Modell 392 (Applied
Biosystems) synthetisiert wurden, als Primer eingesetzt und
das im vorstehenden Punkt (4) erhaltene EcoRI-Spaltprodukt
als Matrize verwendet. Das resultierende Fragment wurde in
eine HpaI-Stelle der vorstehend erhaltenen Expressionsplas
midvektor-pUTE100-DNA eingefügt, wodurch die rekombinante
Plasmid-DNA pUCE100 erhalten wurde.
Die Transformation von E. coli JM109 (Toyobo) mit der rekom
binanten Plasmid-DNA pUCE100 nach dem Verfahren von D. M.
Morrison (Methods in Enzymology 68 (1979), 326-331) ergab
eine Transformante (pUCE100) von E. coli JM109. Diese Trans
formante wurde als FERM BP-4803 beim National Institute of
Bioscience and Human-Technology, Agency of Industrial
Science and Technology, Japan, hinterlegt. Dieser transfor
mierte E. coli JM109 (pUCE100) wurde unter Schütteln 16
Stunden in TY-Medium (1% Bacto-Pepton, 0,5% Bacto-Hefeex
trakt, 0,5% NaCl, pH 7,0), das 1 mM Isopropyl-β-D-galacto
sid enthielt, gezüchtet. Die Aktivität der Creatin-Amidino
hydrolase, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Meßverfah
ren unter Verwendung einer Harnstoff-Eichkurve bestimmt
wurde, betrug 1,1 U/ml.
Claims (6)
1. DNA-Molekül, das ein Protein mit der enzymatischen
Aktivität der Creatin-Amidinohydrolase codiert, aus
gewählt aus der Gruppe bestehend aus:
- (a) DNA-Molekülen, die Creatin-Amidinohydrolase mit der unter SEQ ID NO. 2 angegebenen Aminosäuresequenz co dieren;
- (b) DNA-Molekülen mit der unter SEQ ID NO. 1 angegebenen Nucleotidsequenz;
- (c) DNA-Molekülen, deren Sequenz aufgrund des genetischen Codes degeneriert ist im Vergleich zu den in (a) oder (b) definierten Molekülen; und
- (d) DNA-Molekülen, die mit den unter (a), (b) oder (c) genannten DNA-Molekülen hybridisieren.
2. Vektor, umfassend ein DNA-Molekül nach Anspruch 1.
3. Vektor nach Anspruch 2, in dem das DNA-Molekül verknüpft
ist mit regulatorischen DNA-Elementen, die die Expres
sion der Creatin-Amidinohydrolase in prokaryontischen
Wirtszellen erlauben.
4. Wirtszelle, enthaltend einen Vektor nach Anspruch 2 oder
3.
5. Wirtszelle nach Anspruch 4, die ein Mikroorganismus ist,
der zur Gattung Escherichia gehört.
6. Verfahren zur Herstellung eines Proteins mit der
enzymatischen Aktivität der Creatin-Amidinohydrolase,
umfassend die Züchtung einer Wirtszelle nach einem der
Ansprüche 4 oder 5 in einem Medium und die Gewinnung des
Proteins mit der enzymatischen Aktivität der
Amidinohydrolase aus der Kultur.
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