DE19535300A1 - Luftgestütztes Einführen von Faserband vor den Klemmspalt - Google Patents
Luftgestütztes Einführen von Faserband vor den KlemmspaltInfo
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
Das technische Gebiet der Erfindung sind die Textilmaschinen; in
diesem Gebiet ist besonders eine Strecke betroffen, der eine
Kalander-Einrichtung nachgeschaltet ist, die zumeist aus zwei
gegenüberstehenden Kalanderscheiben besteht, mit denen das
Faserband verdichtet wird. Beides ist in der DE 295 10 871 U1
vom 5. Juli 1995 beschrieben. Auf diese Offenbarung wird
vollinhaltlich Bezug genommen, insbesondere auf den dortigen
Anspruch 1, der hier weiter ausgebildet wird.
Im Stand der Technik ist es üblich, daß am Ausgang eines
Streckwerkes einer Strecke (als Beispiel einer faserband
verarbeitenden Maschine) ein Ausgangswalzenpaar angeordnet ist,
das Faservlies in einen Vliestrichter fördert. Das Faservlies
wird im Vliestrichter zusammengefaßt und durch die
Trichtermündung an ein Faserbandrohr weitertransportiert, das
eine erhebliche Länge aufweist. Am Ende des Faserbandrohres wird
das Faserband in einen Faserbandtrichter eingeleitet, der die
Förderrichtung des Faserbandes um etwa 90° umlenkt und zwischen
ein Kalander-Walzenpaar einführt. Nach Durchlauf durch das
Kalander-Walzenpaar wird das dort verdichtete Faserband zur
Ablegevorrichtung der Strecke weiterbefördert (vgl.
z. B. EP 593 884 A1, US 4,372,010 oder DE-A-26 23 400).
In der DD 2 90 697 sind Vliestrichter und Bandtrichter über ein
Faserbandrohr erheblich beabstandet. Eine Entlüftungsöffnung
(dort 13) läßt die am Anfang des Sammelrohres (dort 5)
einströmende Luft vor der engsten Stelle des Bandtrichters
vollständig entweichen, um kurz danach erneut einen Saugstrom
aufzubauen, der von einer Injektorbohrung im Vlieskanal-
Abschnitt mit dem geringsten Durchmesser durch einströmende
Druckluft aufgebaut wird.
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, den Anfang des
Faserbandes in den Vlieskanal zwischen Lieferwalzen und
Kalanderscheiben selbsttätig einzubringen und ihn direkt vor dem
Klemmspalt abzulegen, insbesondere in einer vom Lufthaushalt der
Führungsluft her ökonomischen Weise.
Diese Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 5 gelöst.
Das Verfahren gemäß Anspruch 1 vermeidet ein seitliches
Entweichen einer Strömungsluft, die im seitlich luftdichten
Vlies-Führungskanal durch zumindest zwei Düsenabschnitte des
Faserbandführung geführt wird. Die verlustfrei geführte
Führungsluft wird über Injektorbohrungen erzeugt, die im
zylindrischen Abschnitt des Bandtrichters kurz vor dem
Klemmspalt der Kalanderwalzen vorgesehen sind, wobei der
erwähnte zylindrische Abschnitt in einem spitzen Ende des
Bandtrichters ausläuft, das direkt vor dem Klemmspalt liegt
(Anspruch 5). Der Durchmesser des zylindrischen Abschnitts ist
dabei wesentlich kleiner, als die Breite der Kalanderscheiben,
die das zu ihnen geförderte Vlies kalandrieren.
Der Durchmesser des zylindrischen Abschnittes kann weniger als
ein Drittel der Breite der Kalanderscheiben sein oder anders
umschrieben: Die Kalanderscheiben sind zumindest dreimal breiter
als der Durchmesser des engsten Abschnittes des Bandtrichters
(Anspruch 4, Anspruch 6).
Das Verfahren funktioniert sowohl mit geschlossenem Klemmspalt
als auch mit geöffnetem Klemmspalt (Anspruch 3).
Um mit dem Bandtrichter und seinem Führungskanal ganz dicht an
dem Klemmspalt zu gelangen, ist das vordere Ende spitz zulaufend
und endet linienförmig (Anspruch 7); in dieser Linie enden auch
gekrümmte Flächenabschnitte des vorderen Endes des
Bandtrichters, die der Krümmung der Oberfläche der
Kalanderscheiben angepaßt sind. Das spitze Ende kann der Breite
des Klemmspalts entsprechen (Anspruch 10).
Mit der Erfindung wird das schnellere und sichere Anarbeiten
durch Wegfall des langen Faserbandrohrs des Standes der Technik
erreicht, womit Vliestrichter und Bandtrichter direkt
hintereinander angeordnet werden. Es wird möglich, die
Anarbeitung - also das Einführen des verstreckten Vliesbandes -
zu beschleunigen, zu vereinfachen und die Verluste im
Lufthaushalt soweit als möglich zu verringern. Durch den Wegfall
des Faserbandrohres wird die erfindungsgemäße Vliesband-Führung
besonders kurz und kompakt, lange Wege und damit
regelungstechnisch unangenehme Totzeiten können vermieden
werden. Trotz ihrer kompakten Bauweise ist die erfindungsgemäße
Vliesband-Führung leicht zu handhaben und erlaubt sogar über das
luftdichte Gelenk (Anspruch 9) zwei Stellungen der
zusammengesteckten Düsen, einmal für den normalen Betrieb und
einmal zum Anarbeiten. Überraschend läßt sich dabei die kompakte
Vliesband-Führung gleichwohl einfach justieren und ist wartungs-
und bedienungsfreundlich.
Charakteristisch für das mit Luft geführte selbsttätige
Einführen des Faserbandes in den Faserband-Führungskanal der
Textilmaschine ist die nahezu vollständig verlustfreie
Luftführung vom Vliestrichter bis vor den Klemmspalt der
Kalanderscheiben. Ohne Verluste wird die Luftführung vom
Vliestrichter (der das verstreckte Faserband einfaltet und
zusammenführt) bis zum Bandtrichter (der die Verdichtung vor dem
Kalanderscheibenpaar bewirkt) geführt. In diesem Bereich ist
keine seitliche Öffnung im Führungskanal vorhanden, aus der die
Luft austreten könnte; in diesem Bereich sind nur seitliche
Einströmbohrungen (Injektorbohrungen) vorhanden, die den Luft-
Saugstrom veranlassen und aufrechterhalten.
Aufgrund der bis vor die Klemmlinie geschlossenen Luftführung
ist das Verfahren zum automatisierten Einführen des Anfangs des
Faserbandes sehr ökonomisch in seinem Lufthaushalt. Gleichzeitig
ist das Verfahren unempfindlich gegenüber Druckschwankungen der
zum Einführen verwendeten Druckluft und kann in einem großen
Luftdruck-Bereich zuverlässig arbeiten.
Durch schräges, in Faser-Förderrichtung geneigtes Einbringen
wird die Druckluft zu einem oberhalb ausgebildeten Saugstrom.
Ein mechanisches Einfädeln eines Abschnittes des Faserbandes in
den Vliestrichter entfällt völlig. Das Faserband muß lediglich
am vorderen Ende auf eine geringere Breite gebracht werden (auf
Breite F1) und der verbleibende schmälere Abschnitt auf eine
vorgegebene Länge, die sich aus der dem Gewicht des Bandes und
der Länge des Faserkanals vom Vließtrichter zum Klemmspalt
ergibt, gekürzt werden (auf Länge H). Das Einschalten eines
kurzes Druckluft-Impulses bewirkt das Einfädeln des
verschmälerten Abschnitts in den Vließtrichter und das
Transportieren dieses Abschnittes vor den Klemmspalt, wo mit
einem kurzes Drehimpuls die vollständige Einfädelung oder das
vollständige Einführen des Faserbandes zwischen die
Kalanderscheiben erreicht wird.
Der Luftdruckimpuls kann vorteilhaft gekoppelt sein mit einem
zeitlich leicht versetzten Drehimpuls, so daß der Bediener
allein einen Knopfdruck benötigt, um das Faserband einzufädeln.
Einfacher, schneller und zuverlässiger kann im Stand der Technik
ein Faserband nicht vorgelegt, eingeführt und in
Betriebsstellung gebracht werden.
Der Saugstrom oberhalb des Ortes der Einbringung der Druckluft
wird zuverlässig dann gebildet, wenn die Druckluft an dem Ort
des Faserband-Transportkanals eingeführt wird, der den kleinsten
Durchmesser hat. Das ist der Bandtrichter, der nahe bei den
Kalanderwalzen angeordnet ist. Ein hier eingebrachter
Druckluftstrom in Richtung auf die Kalanderwalzen bewirkt einen
zuverlässigen Saugstrom oberhalb des Einbringungsortes bis hin
zum Vliestrichter, da dort keine Luftverluste auftreten.
Im gesamten Führungsabschnitt vom Vliestrichter bis zum
Bandtrichter sind keine quer zum Führungskanal ausgerichtete
Öffnungen vorgesehen, die ein Entweichen von Luft ermöglichen
könnten. Der zuverlässige Aufbau des Saugstroms ausgehend vom
vordersten Ende der Förderstrecke, zurückwirkend bis hin zum
Eintrittsort des Faserbandes - dem Vliestrichter - ermöglicht
es, daß in diesem Bereich keine zusätzliche Einströmung von Luft
zu erfolgen braucht, wie das im Stand der Technik
überlicherweise der Fall ist, wenn am Vliestrichter oder kurz
danach eine Druckluft-Einströmung vorgesehen ist, aber am
Bandtrichter oder kurz zuvor eine Entlüftung vorgesehen wird.
Mit der Erfindung wird also das Faserband am vorderen Ende durch
Luftstrom ergriffen, entlang des gesamten Faserkanals gezogen
und bis direkt an die Kalanderscheiben vorgelegt. Das Faserband
wird nicht von Druckluft "geschoben" und weit vor den
Kalanderscheiben entlüftet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll ihr Verständnis
erweitern und vertiefen.
Fig. 1 ist in Überlagerung eine übliche Gestaltung einer
Vliesband-Führung mit langem Faserbandrohr (linke
Bildhälfte) und eine erfindungsgemäße, kompakte
Bauweise (rechter Bildteil) mit zusammengesteckten
Düseneinsätzen 30, 40, 50, 60, wovon zwei Düseneinsätze
40, 50 kippbar gegenüber den anderen beiden
Düseneinsätzen 30, 60 sind, die an einem fest oberhalb
der Kalanderscheiben 100a, 100b angeordneten
Düsenhalter 20 angeordnet sind. Die überlagerte
Darstellung dient der Veranschaulichung der Verkürzung
des Transportweges. Die Umlenkwalze 71 gehört zum
kompakten Aufbau des rechten Bildteiles
Fig. 2 verdeutlicht (herausgegriffen aus der EP 593 884 A1)
die Vliesband-Führung des Standes der Technik mit
langem Faserbandrohr 8, Bandtrichter 9 und
Kalanderscheiben 100a, 100b. Der Vliestrichter ist in
Fig. 2 mit 1 bezeichnet und die Ausgangswalzen der
Strecke mit 70a, 70b.
Fig. 3 zeigt die Vorbereitung des Faserbandes F zum Einführen
in den Vliestrichter 50.
Fig. 4a,
Fig. 4b und
Fig. 4c zeigen als Vergrößerung der Fig. 1 den
Bandtrichter 30, der die strömende Führungsluft ohne
Verluste bis direkt an den Klemmspalt 100c heranführt.
Die Überlagerung in Fig. 1 verdeutlicht den Unterschied zum
Stand der Technik, der in Fig. 2 schematisch dargestellt ist.
Das beim Einführen noch nicht ordnungsgemäß verstreckte
Faserband FV wird im Stand der Technik über Streckwalzen
68a, 68b, 69a, 69b und Lieferwalzen 70a, 70b in ein langes
Führungsrohr 8 eingeführt, das in einem Bandtrichter 9 mündet.
Der Bandtrichter lenkt das Faserband FB um 90°, um in den
Klemmspalt des Kalanders mit seinen Kalanderscheiben 100a, 100b.
Das kalandrierte Faserband KF tritt vertikal nach abwärts aus
dem Kalander aus und wird in einer Ablegevorrichtung
gespeichert. Diese Faserbandführung ist auch in der Fig. 2 mit
gleichem Bezugszeichen verdeutlicht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung verkürzt den Faserbandweg
und läßt das Faserbandrohr 8 entfallen, es tritt eine
zusätzliche Umlenkwalze 71 hinzu, die eine Ablenkung von etwa
60° der Vlies-Förderrichtung FV bewirkt und das Faserband in
einen aus mehreren - den Vlieskanal bildenden -
Funktionselementen einführt. Das erste Element ist der
Vliestrichter 50 mit einer Rampenfläche 50b und einem direkt
daran angeordneten Trichterabschnitt 50a, in dem das breit
eintreffende Faserband gefaltet, umgelegt und in einen ersten
Kanalabschnitt eingeführt wird. Der Kanalabschnitt wird von
einem Einsatz 40 gebildet, der auf der rückwärtigen Seite des
Trichterabschnitts 50a des Vliestrichters 50 eingesteckt und mit
einer Schraube befestigt ist.
Am vorderen Ende des Einsatzes 40 ist eine Gelenkfläche
vorgesehen, die in der Winkelstellung, die in Fig. 1
dargestellt ist, eine Abdichtung des Führungskanals zum darauf
folgenden Bandtrichter 30 ermöglicht.
Die Gelenkfläche des vorderen, zylindrischen Abschnitts des
Inneneinsatzes 40 besteht aus zwei sich nach rückwärts
verschmälernden stetig gekrümmten Flächenabschnitten, die in
eine entsprechende Lagerfläche 35 am Bandtrichter 30 eingreifen.
Ein Verschwenken des Vliestrichters 50 in Richtung α in die
andere Endlage löst den radial luftdichten Abschluß zwischen
Vliestrichter und Bandtrichter nicht, sowohl im eingeschwenkten
als auch im ausgeschwenkten Zustand wird eine radial luftdichte
Vliesführung erreicht.
Die Radial-Dichtigkeit an den Gelenkflächen 35 ist justierbar.
Der obere Teil - oberhalb der Gelenkfläche - kann dazu in
axialer Richtung, insbesondere auch in radialer Richtung, in
seiner Relativ-Lage zu dem unteren Teil verändert werden. Basis
für die Justierung bildet der fest angebrachte Halter 20, in dem
der Bandtrichter 30 eingesetzt ist.
Wenn der Vliestrichter 50 zweiteilig gestaltet ist - mit einem
entgegen der Vlies-Förderrichtung in die Vliesdüse
eingesteckten - Einsatz, kann an einem Haltegriff 51 die
vorerwähnte Relativ-Einstellung vorgenommen werden.
Der Bandtrichter 30 ist als Einsatz ausgestaltet und greift mit
einem spitz zulaufenden V-förmigen Ende zwischen die
Kalanderscheiben 100a, 100b bis direkt an den Klemmspalt 100c.
Der Einsatz 30 ist so gestaltet, daß er in einen Bandtrichter-
Halter 60 axial eingesetzt und gehalten werden kann.
Durch die Vliesdüse 50, den Inneneinsatz 40 und den Bandtrichter
30 wird das Faserband in den Führungskanal bis zum Klemmspalt
100c gefördert, wozu der Vliestrichter 50 ausgeschwenkt wird und
über Injektorbohrungen 34a, 34b, 64a, 64b am Bandtrichter wird das
von Hand gemäß der Fig. 3 verschmälerte und in die
Trichtermündung 50a gehaltene Faserbandteil F1 eingesaugt. Ein
kurzer Saugstrom in der Größenordnung von 500 msec genügt, um mit
geringstem Druckluft-Aufwand das verschmälerte Faserband F1 bis
vor dem Klemmspalt 100c zu fördern, da die Gelenk-Lagerfläche 35
und die Gelenkfläche des Inneneinsatzes 40 radial luftdicht
abschließen. Mechanische Einführungshilfen sind nicht
erforderlich.
Um das Faserbandteil F1 und mit ihm die volle Breite F des
Faserbandes durch den Klemmspalt hindurch zu fördern, wird ein
kurzer Drehimpuls der Dauer T₂ auf die Kalanderscheiben gegeben.
Er kann sich nach einer vorbestimmten Saugzeit T₁ selbst
zuschalten, kann ihr überlagert sein oder aber gesondert manuell
veranlaßt werden.
Die Form des Bandtrichters 30 ist in der Fig. 4a deutlicher
erkennbar, dort ist auch die Richtung und Anordnung der
Injektorbohrungen 34a, 34b im Bandtrichter vergrößert
dargestellt. Sie münden in einen zylindrischen Kanal 31, der das
vordere Ende des Vlieskanals bildet. Der zylindrische Abschnitt
31 weitet sich über einen kegelförmigen Abschnitt 32 auf den
Durchmesser des Vlieskanales auf, der von dem Inneneinsatz 40
vorgegeben ist.
Die geneigten Injektorbohrungen 34a, 34b können unter einem
Winkel von etwa 45° gegenüber der Achse 200b des Bandtrichter-
Einsatzes 30 verlaufen; sie können parallel versetzt sein, um
dem eingeführten Faserband einen Drall und zusätzliche
Festigkeit zu geben.
Ein Bandtrichter-Halter 60 hat eine mittige, etwa zylindrische
Öffnung, in die der Bandtrichter-Einsatz 30 eingesetzt wird.
Nach innen offen in der zylindrischen Öffnung verläuft in
umfänglicher Richtung ein Ringkanal 33, der von zwei oder
mehreren zylindrischen Bohrungen 64a, 64b mit Druckluft gespeist
werden kann. Ausgehend von dem Ringkanal wird die von außen
eingeführte Druckluft in die zuvor erwähnten geneigten
Injektorbohrungen 34a, 34b bei eingesetztem Bandtrichter-Einsatz
30 eingeleitet, um in dem zylindrischen Abschnitt 31 des
Vlieskanales zu münden, der dicht am Klemmspalt 100c liegt.
Das vordere Ende des Einsatzes 30 ist V-förmig ausgebildet, mit
leicht gekrümmten V-Schenkeln, die an die Oberfläche der
Kalanderwalzen 100a, 100b in ihrer Krümmung angepaßt sind. Damit
kann der Bandtrichter-Einsatz 30 direkt in den sich leicht
gekrümmt verengenden Zwischenraum zwischen die Kalanderscheiben
eingefügt werden und der zylindrische Abschnitt 31 endet mit
seinem vorderen Ende direkt vor dem Klemmspalt 100c. In der
Seitenansicht der Fig. 4c wird das besonders deutlich. Dort ist
der Durchmesser d des zylindrischen Führungskanals 31
verdeutlicht. Der vordere zylindrische Abschnitt des
Bandtrichter-Einsatzes 30 weist dabei zwei seitlich sich nach
aufwärts verjüngenden Flächenabschnitte 31a, 31b auf, die die in
Fig. 4a gezeigte Krümmung haben. Entsprechend dem spitz
zulaufenden Bandtrichter-Einsatz 30 und der im Durchmesser
gleichbleibenden zylindrischen Bohrung 31 ergibt sich ein V-
förmiges Öffnungsende, aus dem die strömende Luft der
Injektorbohrungen austritt, mit der das Vlies bis zum Klemmspalt
gefördert wird.
Aufgrund der Breite b der Kalanderscheibe in Relation zum
deutlich geringeren Durchmesser d des Zylinder-Führungskanals
kann die Luft seitlich nur schlecht oder langsam entweichen, so
daß der Hauptteil der strömenden Luft bis zum Klemmspalt geführt
wird und dort das von ihm mitgebrachte Faservlies ablegt.
Eine Aufsicht zeigt die Fig. 4b, in der die beiden
Kalanderscheiben 100a, 100b in ihrer Breite b zu erkennen sind.
Erkennbar sind auch die Injektorbohrungen 64a, 64b als
Zuführkanäle zum Ringkanal 33, sowie die parallel versetzten
geneigten Injektorkanäle 34a, 34b im Einsatz 30.
Als Beispiel für einen zu verwendenden Luftdruck kann 4 bar
genannt werden, der abgestimmt ist auf einen Kanal-Durchmesser
von etwa 3.8 mm im Bandtrichter und etwa 8 mm in dem Einsatz 40
des Vliestrichters 50. Versuche haben gezeigt, daß bereits ein
Luftimpuls von ca. 500 msec Dauer zum sicheren Einführen des
vorderen Teils F1 des Faserbandes bis zum Klemmspalt 100c
genügt. Die Länge H1 des manuell verschmälerten Faserbandes ist
dabei auf den Abstand vom Vliestrichter 50 zum Klemmspalt 100c
und damit die Länge des luftdichten Vlieskanals abgestimmt.
Der erwähnte Ringkanal 33 kann in einer alternativen (nicht
zeichnerisch dargestellten) Variante auch am Einsatz 30
ausgebildet sein, beispielsweise durch eine umlaufende Kerbe.
Claims (11)
1. Verfahren zum Einführen zumindest eines Faserband-Teiles vor
die Klemmlinie (100c) von verdichtenden Kalanderwalzen
(100a, 100b) einer Faserband verarbeitenden Textilmaschine,
bei dem
ein Luftstrom verlustfrei durch zumindest zwei
Düsenabschnitte (30, 60, 40) der Faserbandführung bis
direkt vor den Klemmspalt (100c) der Kalanderwalzen
(100a, 100b) geführt wird, um anfänglich einen Teil (F1)
des Faserbandes (F) in eine Vlies-Führungseinrichtung
(50, 40, 60, 30) selbsttätig (ohne mechanische
Einführungshilfen) einzuführen und direkt vor dem
Klemmspalt (100c) abzulegen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem strömende Luft direkt am
Klemmspalt (100c) quer zur Vlies-Förderrichtung entweicht.
3. Verfahren nach einem der erwähnten Ansprüche, bei dem
der Klemmspalt (100c) zum Durchlaß von Führungsluft leicht
bis deutlich geöffnet ist, insbesondere durch Abstellen
einer der Kalanderscheiben (100b) gegenüber der anderen
(100c) Kalanderscheibe.
4. Verfahren nach einem der erwähnten Ansprüche, bei dem
die Breite (b) der Kalanderscheiben (100a, 100b) parallel zu
ihrer Drehachse deutlich, insbesondere zwei- bis dreimal,
breiter als der Durchmesser des unmittelbar vor dem
Klemmspalt (100c) liegenden Düsenabschnitts (31) der
Vliesführung ist.
5. Bandtrichter (30) in einer Vliesführung ohne längeres Vlies-
Sammel- oder Führungsrohr (8) zur Durchführung des
Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
- (a) der Bandtrichter einen Führungskanal (31, 32) aufweist, der sich kegelförmig (32) zu einem zylindrischen Frontabschnitt (31) hin verjüngt;
- (b) im zylindrischen Abschnitt (31) mehrere Injektorbohrungen (34a, 34b) vorgesehen sind, die in Vlies-Förderrichtung geneigt sind;
- (c) der zylindrische Frontabschnitt (31) in einem spitzen Ende (36) des Bandtrichters (30) ausläuft;
dadurch gekennzeichnet daß,
- (d) der Durchmesser (d) des zylindrischen Frontabschnitts (31) wesentlich kleiner als die Breite (b) der Kalanderscheiben (100a, 100b) ist und der Führungskanal (31, 32) ohne seitliche Entlüftungsöffnungen ausgebildet ist.
6. Bandtrichter mit Vliesführung nach Anspruch 5, bei der der
Durchmesser (d) weniger als ein Drittel der Breite (b) der
Kalanderscheiben ist.
7. Bandtrichter mit Vliesführung nach Anspruch 5 oder 6, bei
dem das spitze Ende (36) linienförmig ist und von zwei
Seiten Flächenabschnitte (31a, 31b) in die Linie einmünden,
deren Krümmung der Krümmung der Oberfläche der
Kalanderscheiben (100a, 100b) entspricht.
8. Bandtrichter mit Vliesführung nach einem der Ansprüche 5 bis
7, bei dem zwischen Vliestrichter (50) und Injektorbohrungen
(34a, 34b) keine seitliche Entlüftung vorgesehen ist.
9. Bandtrichter mit Vliesführung nach einem der Ansprüche 5 bis
8, bei dem oberhalb des kegelförmigen Abschnitts (32) ein
seitlich luftdichtes Gelenk (35) vorgesehen ist, um das die
Vliesdüse (50) gegenüber dem Bandtrichter (30) verschwenkbar
ist.
10. Bandtrichter mit Vliesführung nach einem der Ansprüche 5 bis
9, bei dem das spitze, linienförmige Ende (36) des
Bandtrichters etwa die Breite des Klemmspalts (100c) der
Kalanderscheiben aufweist.
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