DE1953544U - Fahrbares, eine modellmaessige nachbildung darstellendes spielzeug aus zusammengefuegten teilen. - Google Patents
Fahrbares, eine modellmaessige nachbildung darstellendes spielzeug aus zusammengefuegten teilen.Info
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Description
St 19 31O/77f Gbm
Dr. Hellmut Strasser
München, Widenmaverstr.
Dr. Hellmut Strasser
München, Widenmaverstr.
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Fahrbares, eine mo dellmäßige Nachbildung darstellendes
Spielzeug aus zusammengefügten Teilen
Die Neuerung "betrifft ein fahrbares, eine modellmäßige Nachbildung
darstellendes Spielzeug, dessen G-esamtform sich aus lösbaren Teilen zusammensetzt, die durch Steck-, Klemm- oder Schubverbindungen
zusammenfügbar sind.
In der heute meist verwendeten Form haben Modellbaukästen für
fahrbares Spielzeug entweder ähnliche oder gleichartige Teile zum Inhalt, aus denen unter schöpferischer Gestaltung eine beliebige
modellmäßige Nachbildung irgendeines Gegenstandes geschaffen werden kann, oder sie gehen als sogenannte Modellbausätze
von vorgeformten Bauteilen aus, deren Zusammenfügen vom spielenden Kind lediglich die Vorstellung eines bestimmten fertigen
Stückes verlangt. Bei diesen Bausätzen verbindet das Kind mit jedem der vorgeformten Bauteile einen bestimmten, nur diesem
Bauteil zugedachten Verwendungszweck.
Beobachtungen beim spielenden Kind zeigten schon lange das Bedürfnis
des Kindes, das Spielzeug nach einer Zeit der Gewöhnung wieder auseinandernehmen zu wollen* Diesem Bedürfnis tragen Modellbaukästen
durchaus genügend Rechnung. "Vergeht eine gewisse Zeit, in der sich das Kind mit anderen Dingen beschäftigt hat,
löst der Baukasten aus gleichartigen Teilen auf das Kind einen neuen Reiz zum Neubau eines anderen Gegenstandes aus und das
Kind beschäftigt sich wieder schöpferisch.
Bei Gegenständen, die aus Bausätzen mit vorgeformten Heilen gefertigt
wurden, konnten andere Beobachtungen gemacht werden.
Der Spieltrieb des Kindes, mit den Teilen eines auseinandergenommenen
Gegenstandes derartiger Bausätze etwas anzufangen, geht verloren. Da jedem Ieil von vornherein eine vorausbestimnibare
Bedeutung zukommt, die das Kind überdies aus dem einmal erlebten Zusammenfügen zur Genüge kennt, nimmt es von einem wiederholten
Zusammenfügen der Teile bewußt Abstand. Me Folge ist, daß diese Art von Spielzeug nur einmal benutzt wird, dann aber nach dem
Auseinandernehmen in seine Einzelteile meist zerstreut herumliegen wird, ohne nochmals das Kind zu einem neuen Zusammenfügen
anzuregen.
In Erkenntnis dieses Tatbestandes sieht die Neuerung ein fahrbares
Spielzeug vor, bei dem wenigstens einzelne der lösbaren Teile in ihrer raumformmäßigen Ausgestaltung einen Gegenstand
darstellen, der einen von der Gesamtform unabhängigen Spielzweck hat. Durch eine derart gezielte Ausgestaltung einzelner
Teile verliert jeder Teilgegenstand auch nach dem Auseinandernehmen nicht an Spielreiz, vielmehr wird das spielerische
Interesse des Kindes gefördert, wenn es in dem abgelösten Teil eine neue Bedeutung erkennt und mit diesem abgelösten Teil eigener
Bedeutung beliebig lang spielen kann.
Die Neuerung geht insbesondere von einem zusammenfügbaren
Spielzeug zur modellmäßigen Nachbildung von Fahrzeugen aus, bei dem auf Fahrgestell-Unterteilen in Verbindung mit verschiedenen
Führerhausern wahlweise verschiedene Behälter aufsetzbar sind,
beispielsweise ein füllbarer Tankbehälter oder ein Lokomotivkessel oder ein wenigstens oben offenes Kastengehäuse zur Nachbildung
von Spielzeug-Eisenbahnen oder lastkraftwagen mit Anhänger.
In besonderer Ausgestaltung der !Teuerung ist der Kesselbehälter
der LokomotiYe starr und mit einer offenen Stirnseite ausgebildet,
so daß dieses.Ceil einzeln als Becher verwendet werden
kann. In einer weiteren Ausführungsform ist zur Nachbildung eines Tank- oder Sprengwagens ein ähnlich wie der Kesselbehälter
geformter Tankbehälter elastisch verformbar ausgestaltet und mit wenigstens einer Öffnung versehen. Dieser Behälter läßt sich
vorzugsweise einzeln als Spritzblase verwenden. In die Öffnungen dieses Behälters können Stöpsel eingeführt werden, die
wiederum einzeln als Pfeifen oder Spritzdüsenmundstücke verwendbar sind.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Neuerung besteht das Spielzeug
als Bausatz und weist vorzugsweise mehrere länger ausgebildete und ein kürzer ausgebildetes Fahrgestell-Unterteil auf,
sowie ein Tankbehälter, ein Kesselbehälter, ein Lok-lührerhaus,
ein LKW-Führerhaus und Kastengehäuse.
Weitere Ausführungsbeispiele der Neuerung, sind nachfolgend
anhand der Zeichnung in der Beschreibung näher erläutert}
hierin zeigt
Fig. 1 einen aus lokomotive, Tender, Tank- und-Kastenwagen
bestehenden Eisenbahnzug,
Fig. 2 einen aus Sprengwagen und angehängtem Kastenwagen bestehenden
LKW-Zug,
Fig. 3 den als Becher verwendbaren Lokomotiv-Kessel,
Fig. 4 den als Spritzmundstück oder Pfeife verwendbaren
Stöpsel, teilweise im Schnitt,
Fig. 5 die Lokomotive in Torderansicht.
Wie Fig. 1 und 2 zeigen, enthält ..der Bausatz für einen Eisenbahn-
und einen LKW-Zug gemäß der Erfindung drei länger gehaltene Fahrgestell-Unterteile 1 und ein kürzer gehaltenes Unterteil
1' für einen Tender. Mittels, an sich bekannter Gleit- oder
Steckverbindungsmittel, wie etwa mittels leder- und lut-Verbundteilen,
lassen sich die aus Führerhäusern und Behältern bestehenden Aufbauten auf den Fahrgestellen beliebig anordnen.
I1Ur den Eisenbahnzug ist ein Lok-Führerhaus 4 vorgesehen, vor
das ein starr ausgebildeter, mit einer offenen Stirnwand versehener Kessel 2' mit zur Nachbildung eines kleinen Schornsteines
am Umfang vorspringendem Teil 6! eingeschoben werden kann. Der Kessel ist in abgebauter lage aufrechtstehend als
Becher verwendbar, und der Teil 6' bildet dann den Handgriff.
Für die Aufnahme der Anhängedeichsel 8 eines nachfolgend angeordneten
Lok-Tenders ist im Führerhaus 4 oder im Fahrgestell-Unterteil 1 eine horizontale Längsbohrung vorgesehen, in die
die Anhängedeichsel klemmend eingeschoben werden kann. Diese Deichsel ist daher stielförmig ausgebildet und trägt an ihrem
einen Ende ein-offenes Kastengehäuse 5'j dessen Länge dem
kurzen Unterteil 1f angepaßt ist. Einzeln kann dieser Kastenaufbau
mit Deichsel als Handschaufel verwendet werden. Für den
Eisenbahnzug ist der Kastenaufbau 3' auf das Unterteil 11 aufschiebbar.
Im Anschluß daran läßt sich ein Tankwagen anhängen, der aus langem Fahrgestell 1 und einem Tankbehälter 2 besteht, der die
gleiche Form wie der Kessel 2f aufweist, jedoch aus elastisch
verformbaren Material besteht und an einer seiner Stirnwände sowie im aufgebauten Zustand nach oben gerichtet am Umfang
nächst dieser Stirnwand je eine Öffnung aufweist, die zur Nachbildung von Sprengdüsen, Puffern oder Scheinwerfern mit
Stöpsel 6 abschließbar sind. Bedingt durch seine elastische Verformbarkeit kann er einzeln als füllbare Spritzblase verwendet
werden, die mit Wasser gefüllt beim Zusammendrücken Wasser durch in den Stöpseln -6 vorgesehene Längsbohrungen 7 heraustreten
läßt·
Dem Tankwagen schließlich kann sich ein offener Kastenwagen anschließen.
Auf einem Fahrgestell-Unterteil 1 ist ähnlich wie beim Tender ein mit einer Anhängedeichsei 8 versehenes, in dem
Fall langes offenes Kastengehäuse 3 aufgeschoben, welches ebenfalls
einzeln als Handschaufel verwendet werden kann. Die Anhängung dieser Deichsel am vorangehenden Wagen erfolgt beispielsweise
mittels Haken- und Loch-Verbindung.
Das gleiche Fahrgestell-Unterteil 1 in langer Ausführungsform
kann zum Träger eines LKW-Führerhauses 5 gemacht werden, wie
Fig. 2 bei der Darstellung des LKW-Zuges veranschaulicht. Diesem Führerhaus schließt sich der Tankbehälter 2 an und bildet
in dem Fall den Tankbehälter eines Sprengwagens nach. lach vorhergehendem
Füllen dieses Behälters mit Wasser kann in relativ naturgetreuer Jfeohahmung während des Fahrens am Ausfließen des
Wassers durch den unteren der beiden Stöpsel 6 der Sprengvorgang beobachtet werden.
Dem Sprengwagen kann sich in ähnlicher Weise wie beim Eisenbahnzug
ein offener Kastenwagen mit Anhängedeichsel 8 anschließen.
Die Bäder 9 aller Fahrgestelle sind der Einfachheit halber einheitlich
ausgebildet. Sie können aber ebenso gut als Schienenräder oder gummibereifte- Räder ausgestaltet sein.
Claims (12)
1. fahrbares, eine modellmäßige lachbildung darstellendes
Spielzeug, dessen Gesamtform sich aus lösbaren !eilen zusammensetzt,
die durch Steck-, Klemm- oder Sehubverbindungen zusammenfügbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
einzelne der lösbaren Teile in ihrer raumformmäßigen Ausgestaltung
einen Gegenstand darstellen, der einen von der Gesamtform unabhängigen Spielzweck hat.
2. Spielzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur modellmäßigen lachbildung von fahrzeugen auf Fahrgestell-Unterteilen
(1, 1') in Verbindung mit verschiedenen !Führerhäusern
wahlweise verschiedene Behälter aufsetzbar sind.
3. Spielzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur modellmäßigen Nachbildung von fahrzeugen auf einem fahrgestell-Unterteil
(1) in Verbindung mit einem führerhaus wahlweise ein füllbarer Tankbehälter (2) oder Lokomotiv-Kessel
(21) oder ein wenigstens oben offenes Kastengehäuse
(3, 3') aufsetzbar ist.
4« Spielzeug nach Anspruch 1 bis 35 dadurch gekennzeichnet,
daß der Kessel- (21) oder Tankbehälter (2) austauschbar
vor einem Lokomotiv-führerhaus (4·) oder hinter einem führerhaus (5) eines Lastkraftwagens angeordnet ist.
5. Spielzeug nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kesselbehälter (21) starr und mit einer offenen Stirnseite
ausgebildet als Becher verwendbar ist.
6. Spielzeug nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Tankbehälter (2) elastisch verformbar und mit wenigstens einer Öffnung versehen als Spritzblase verwendbar ist.
7· Spielzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kesselbehälter (21) am Umfang eine Öffnung aufweist, die
zur Nachbildung eines Lok-Schornsteins mit einem Stöpsel (61) abschließbar ist, der zugleich als Handgriff für den
Becher dient.
8. Spielzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Tankbehälter (2) in aufgebauter lage im unteren Bereich
einer seiner Stirnwände und nach oben gerichtet am Umfang nächst dieser Stirnwand je eine Öffnung aufweist, die zur
!Fachbildung von Puffern, Scheinwerfern oder Sprengdüse mit
Stöpsel (6) abschließbar sind.
9. Spielzeug nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stöpsel (6, 6f) im ausgebauten Zustand als Pfeifen oder
Spritzdüsenmundstücke verwendbar sind.
10. Spielzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Stöpsel (6, 6f) eine axiale Längsbohrung (7) aufweisen.
11. Spielzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das offene Kastengehäuse (3, 31) mit einer an einer der
Schmalseiten starr vorspringenden stielförmigen Anhängedeichsel
(8) versehen und als Schaufel mit Handgriff verwendbar ist.
12. Spielzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Nachbildung eines Lokomotiv-Eenders ein kurzes Kastengehäuse
(31) und zur Nachbildung eines LKW-Aufbaues ein langes Kastengehäuse
(3) vorgesehen sind.
13· Spielzeug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Führerhauser (4,5) in Bodenhöhe oder die lahrgestell-Unterteile
(1) im Bereich unterhalb der Mhrerhäuser eine horizontale Längsbohrung aufweisen, in die die AnhängedeIchsel (8)
klemmend einsteckbar ist.
Priority Applications (1)
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| DEST19310U DE1953544U (de) | 1965-11-03 | 1965-11-03 | Fahrbares, eine modellmaessige nachbildung darstellendes spielzeug aus zusammengefuegten teilen. |
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| DE1953544U true DE1953544U (de) | 1967-01-12 |
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| DEST19310U Expired DE1953544U (de) | 1965-11-03 | 1965-11-03 | Fahrbares, eine modellmaessige nachbildung darstellendes spielzeug aus zusammengefuegten teilen. |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE1953544U (de) |
-
1965
- 1965-11-03 DE DEST19310U patent/DE1953544U/de not_active Expired
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