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DE19534236A1 - Verfahren zur Herstellung von wasserdichten Baumaterialien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserdichten Baumaterialien

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DE19534236A1
DE19534236A1 DE19534236A DE19534236A DE19534236A1 DE 19534236 A1 DE19534236 A1 DE 19534236A1 DE 19534236 A DE19534236 A DE 19534236A DE 19534236 A DE19534236 A DE 19534236A DE 19534236 A1 DE19534236 A1 DE 19534236A1
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ash
water
mass
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coal filter
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DE19534236A
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Werner Dr Richter
Beate Werner
Harald Wagner
Andreas Dr Zahn
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BIOELEMENT SPEZIALBAU GmbH
MPA LABOR fur MATERIALPRUEFUN
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BIOELEMENT SPEZIALBAU GmbH
MPA LABOR fur MATERIALPRUEFUN
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
    • C04B28/021Ash cements, e.g. fly ash cements ; Cements based on incineration residues, e.g. alkali-activated slags from waste incineration ; Kiln dust cements

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von dichten und hochfesten Baumaterialien unter Ver­ wendung von Asche, insbesondere von hydraulisch ak­ tiver Braunkohlenfilterasche (BFA) und Steinkohlen­ filterasche (SFA). Hierbei wirkt die hydraulisch ak­ tive BFA als Selbstverfestiger und als Anreger für puzzolanische Reaktionen der weiteren Zugabestoffe.
Es hat nicht an Versuchen gefehlt, Braunkohlenfilter­ aschen aus kohlenstaubgefeuerten Kraftwerken bautech­ nisch zu nutzen.
Die Verarbeitung dieser Aschen anstelle von Zement aufgrund ihrer bindemittelartigen Eigenschaften führ­ te allerdings bisher nicht zu den angestrebten Erfol­ gen.
Die verfestigenden Eigenschaften einiger Aschen, ins­ besondere von Steinkohlenfilteraschen, waren nur durch besondere Maßnahmen, wie durch den Zusatz von Anregern, durch besondere mechanische Behandlung oder durch Druckerhärtung freizusetzen, ohne jedoch einen Zementersatz zu erreichen (DD-PS 2 74 206). Es wurde auch versucht, künstliche Zuschläge für die Bauwirt­ schaft unter Verwendung von Steinkohlenfilteraschen herzustellen (DE-PS 35 39 264). Ebenso soll durch die Herstellung großer Blöcke aus Steinkohlenfilteraschen und CaO-haltiger Bindemittel mit anschließender Zer­ kleinerung und erneuter Verpressung ein Baumaterial hergestellt werden können (DE-PS 35 24 693).
Durch ihre besondere stoffliche Zusammensetzung zei­ gen (kalkhaltige) hydraulisch aktive Braunkohlenfil­ teraschen ein eigenes Erhärtungsverhalten, wobei der Aktivierung der festigkeitserzeugenden Mineral- und Glasphasen und der Zumischung weiterer Komponenten große Bedeutung zukommt. Aufgrund dieser bisher nicht fundiert abgeklärten Verhältnisse erfolgte ihr Ein­ satz als mineralisches Bindemittel bzw. als minera­ lische Bindemittelkomponente nur in vergleichsweise geringem Umfang.
Durch die Herstellung einer Asche-Wasser-Suspension mit einem hohen Anmachwassergehalt konnte erreicht werden, daß durch die völlige Teilchenbenetzung der Bindeeigenschaften der Braunkohlenfilterasche freige­ setzt werden (DD-PS 2 44 472, DD-PS 2 44 545, DD-PS 2 44 546), wobei nach der Suspensionsherstellung wei­ tere Bindemittel und andere Zuschlagstoffe wie z. B. auch Faserstoffe zugesetzt werden können. Bei einer hohen Zugabewassermenge müßte jedoch bezüglich der Herstellung, Verfestigung und Verarbeitung überschüs­ siges Wasser wieder aus dem Endgemisch mittels eines besonderen technischen und technologischen Aufwandes entfernt werden.
Die Ermittlung einer Rezeptur für die baupraktische Verwendung einer Asche bzw. eines Aschegemisches kann auf verschiedene Weise vorgenommen werden.
Diesbezüglich ist in der DE-PS 41 03 412 angegeben:
Ausgehend von vereinzelten Aschekomponenten unter­ schiedlicher Körnungsbänder gelingt über eine experi­ mentell aufzustellende Wasseranspruchsfunktion die optimale Festlegung des prozentualen Anteils der Komponenten, des spezifischen Wasseranspruchs sowie der technologischen Grenzen, in denen die Herstellung einer Dispersion für Bau- und Dichtstoffprodukte mög­ lich ist. Die Verdichtung der Körnungsstruktur unter Wassereinfluß wird dadurch bewirkt, daß der Asche­ mischung bei aufgebrachten Scherbewegungen diejenige Wassermenge zugegeben wird, welche zum Erreichen der oberen Fließgrenze benötigt wird. Hierzu müssen zwei sich hinsichtlich ihrer Korngrößenverteilung deutlich unterscheidende Aschefraktionen vorliegen.
Die Aufnahme der für die Verarbeitung benötigten Was­ seranspruchsfunktion und deren Einhaltung, erfordert allerdings einen sehr hohen technischen, technolo­ gischen und analysetechnischen Aufwand, so daß diese Vorgehensweise aus baubetriebstechnischen Gründen für die allgemeine Baupraxis entfällt:
Die Abgabe von Filteraschen aus modernen Großkraft­ werken erfolgt nämlich als Mischasche aller Filter­ stufen, so daß eine erfindungsgemäße Verarbeitung eine aufwendige, baupraktisch nicht durchführbare Separation der Mischasche in einzelne Aschefraktionen voraussetzt.
Ein weiterer Nachteil des Standes der Technik stellt sich darin dar, daß das erzeugte Gemisch einer sofor­ tigen Weiterverarbeitung zugeführt werden muß, da durch die Zugabe von Anmachwasser eine sofortige Re­ aktion der Zugabestoffe bzw. der Braunkohlenfilter­ asche entsteht und ein Erhärtungsprozeß beginnt. Somit ist eine Zwischenlagerung von Stoffgemischen nicht möglich.
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstel­ lung von wasserdichten Baumaterialien zu schaffen, wobei unter Verwendung von Asche mittels einfachen, baupraktisch anwendbaren Technologien die Herstellung von betonähnlichen Baumaterialien hoher Druckfestig­ keit und Dichtigkeit ermöglicht wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Her­ stellung von wasserdichten Baumaterialien zu reali­ sieren, wobei durch einfache technologische Ver­ fahrensschritte eine Volumenkonstanz bezüglich des herstellungsmäßigen Schwindens und Quellens erreicht werden soll und ein überschüssiger Wasserentzug eines Endgemisches bei Anwendung des Baumaterials entfällt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch den Patent­ anspruch 1 und seine Unteransprüche gelöst.
Dabei wird Asche, insbesondere hydraulisch aktive Braunkohlenfilterasche und Steinkohlenfilterasche, in einem jeweiligen Asche-Masse-Verhältnis von 0,2 bis 9,8 Masseteilen, bezogen auf 10 Masseteile Trockner­ gesamtaschesubstanz, verwendet. Weiterhin kann die Asche nur aus reiner hydraulisch aktiver Braunkohlenfilterasche zusammengesetzt sein. Die verwendete Aschesubstanz wird mit Zugabestoffen intensiv gemischt. Anschließend wird eine Wasserzugabe durchgeführt, wobei ein massebezogenes Wasser-Asche-Verhältnis von kleiner 0,4, bezogen auf die verwendete Braunkohlenfilterasche, ausgeführt wird, und eine weitere Wasserzugabe sich nach dem Mindestwasseranspruch eines jeweiligen dazugegebenen Zugabestoffes ausrichtet.
In Abhängigkeit ihrer bindemitteltechnischen Aktivi­ tät wird hydraulisch aktive Braunkohlenfilterasche unter möglichem Zumischen von Zugabestoffen wie wei­ tere Bindemittel und/oder inerte, reaktive oder teil­ weise reaktive Zusatzstoffe, z. B. fasrige Stoffe, und/oder Zuschlagstoffe und/oder Zusatzmittel und/oder Schadstoffe und dem nachfolgenden Zumischen des für die Herstellung, Verarbeitung, Anwendung und Erhärtung erforderlichen Mindestwassergehaltes ohne vorherige Wasserbehandlung direkt eingesetzt.
Ein unerwünschtes Quellen kann hierbei durch die zu­ gegebenen nicht reaktiven oder schwindenden Zugabe­ stoffe bis zur Volumenkonstanz der erhärteten Mi­ schung unterbunden werden.
Hierzu wurden die kinetisch-mineralogisch- chemischen Vorgänge bei der Reaktion von hydraulisch aktiver Braunkohlenfilterasche mit Wasser untersucht und deren Eigenaktivität sowie das Aktivierungsverhalten von hydraulisch aktiven Braunkohlenfilteraschen abge­ klärt. Dies führte zur Erkenntnis eines neuartigen Wirkmechanismus der mehr oder weniger freikalkhalti­ gen hydraulisch aktiven Braunkohlenfilteraschen (BFA) und Steinkohlefilteraschen (SFA). Er besteht in der spezifischen aktivierenden Rolle einer derartigen BFA z. B. auch gegenüber einer (wenig reaktionsfreudigen, puzzolanen) Steinkohlefilterasche (SFA):
Die Untersuchungen ergaben, daß in der Anfangsphase der Erhärtung im System BFA-Wasser eine gegenüber herkömmlichem Portlandzement höhere Konzentration an Ca-Ionen in der Porenlösung festzustellen ist. Dies führt zu einem höheren Umsatz der siliziumhaltigen Glasphasen der SFA und damit zu einer höheren Ausbeu­ te der sich bildenden festigkeitserzeugenden Hydrat­ phasen. Trotz niedrig gehaltener Wasserzugabemenge können ausreichend Ca⁺⁺-Ionen für die puzzolanen Re­ aktionen der SFA bereitgestellt werden.
Die Zusammensetzung z. B. der BFA/SFA-Gemische kann man derart variieren, daß unter Berücksichtigung der diesbezüglichen Auflagen für die Herstellung, Verar­ beitung, Anwendung und Erhärtung der letztlich en­ tstehenden Mischung das bei der Reaktion mit Wasser verbundene Quellen der BFA durch eine entsprechende Zugabe von SFA gezielt herabgesetzt wird.
Die Erfindung wird an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert:
Beispiel 1
Hergestellt werden soll ein Feinstkornbeton unter der Verwendung vergleichsweise hoher Anteile von hydrau­ lisch aktiver Braunkohlenfilterasche und vergleichs­ weise niedriger Anteile des Zugabestoffs Steinkohlen­ filterasche.
Zur Herstellung werden 0,5 Anteile Steinkohlenfilter­ asche und 9,5 Anteile hydraulisch aktiver Braunkoh­ lenfilterasche zusammengegeben. Dann werden mit Bezug auf das Aschegemisch 20 Gew.-% Portlandzement PZ 35 zugefügt. Nach intensivem Mischen erfolgt die Zugabe von 25 Gew.-% Anmachwasser, bezogen auf das Gesamt-Trockengemisch. Somit erhält man einen Feinstkorn­ beton mit einer 3-, 7- und 28-Tage-Drückfestigkeit von 10, 18 und 32 [N/mm²].
Beispiel 2
Hergestellt werden soll ein Feinstkornbeton unter der Verwendung vergleichsweise niedriger Anteile von hydraulisch aktiver Braunkohlenfilterasche und ver­ gleichsweise hoher Anteile des Zugabestoffs Stein­ kohlenfilterasche.
Zur Herstellung werden 9,5 Anteile Steinkohlenfilter­ asche und 0,5 Anteile hydraulisch aktiver Braunkoh­ lenfilterasche zusammengegeben. Dann werden mit Bezug auf das Aschegemisch 20 Gew.-% Portlandzement PZ 35 zugefügt. Nach intensivem Mischen erfolgt die Zugabe von 25 Gew.-% Anmachwasser, bezogen auf das Gesamt-Trocken­ gemisch. Somit erhält man einen Feinstkorn­ beton mit einer 3-, 7- und 28-Tage-Druckfestigkeit von 2, 6 und 16 [N/mm²].
Beispiel 3
Hergestellt werden soll ein Feinstkornbeton unter der Verwendung vergleichsweise ähnlichen Anteilen von Steinkohlenfilterasche und hydraulisch aktiver Braunkohlenfilterasche.
Zur Herstellung werden 5,1 Anteile Steinkohlenfil­ terasche und 4,9 Anteile hydraulisch aktive Braunkoh­ lenfilterasche zusammengegeben. Dann werden mit Bezug auf das Aschegemisch 20 Gew.-% Portlandzement PZ 35 zugefügt. Nach intensivem Mischen erfolgt die Zugabe von 25 Gew.-% Anmachwasser, bezogen auf das Gesamttrockengemisch. Somit erhält man einen Feinstkornbeton mit einer 3-, 7- und 28-Tage-Druck­ festigkeit von 7, 14 und 29 [N/mm²].
Beispiel 4
Hergestellt werden soll ein Feinstkornbeton unter Verwendung vergleichsweise geringer Steinkohlenfilterasche und zusätzlicher Zugabe von Kiessand:
Zur Herstellung werden 1,1 Anteile Steinkohlenfilterasche und 8,9 hydraulisch aktiver Braunkohlenfilterasche zusammengegeben. Dann werden mit Bezug auf das Gesamttrockengemisch 15 Gew.-% PZ 45 F und 40% Kiessand zugefügt. Nach intensivem Mischen erfolgt die Zugabe von 16 Gew.-% Anmachwasser, bezogen auf das Gesamttrockengemisch. Somit erhält man einen Feinstkornbeton mit einer 3-, 7- und 28- Tage-Druckfestigkeit von 10, 21 und 34 [Nmm²].
Beispiel 5
Hergestellt werden soll ein Feinstkornbeton unter Verwendung vergleichsweise geringer Anteile von Steinkohlenfilterasche und zusätzlicher Zugabe von Fasern:
Zur Herstellung werden 0,6 Anteile Steinkohlenfilterasche und 9,4 Anteile hydraulisch aktiver Braunkohlenfilterasche zusammengegeben. Dann werden mit Bezug auf das Gesamttrockengemisch 15 Gew.-% PZ 45 F und 0,75% PAN-Fasern zugefügt. Nach intensiven Mischen erfolgt die Zugabe von 28 Gew.-% Anmachwasser, bezogen auf das Gesamttrockengemisch.
Somit erhält man einen Feinstkornbeton mit einer 3-, 7- und 28- Tage-Druckfestigkeit von 5, 11, und 28 [Nmm²].
Durch die erreichbare hohe Dichtigkeit und/oder hohe Festigkeit von ausgehärteten, preiswert und bauprak­ tisch üblich herzustellenden, durch die Verwendung von hydraulisch aktiven Braunkohlenfilteraschen ge­ kennzeichneter Gemische folgen:
  • - allgemein hohe mechanisch technologische Kennwerte;
  • - geringe Durchlässigkeitsbeiwerte gegenüber Flüssigkeiten und Gasen;
  • - bei möglicher Volumenkonstanz bezüglich herstellungsmäßigem Schwinden und Quellen;
und es ergeben somit eine Vielzahl von Einsatzmög­ lichkeiten.
So lassen sich mittels der Erfindung z. B. Frischge­ mische für den Tief-, Wasser- und Kanalbau sowie für Abdichtungen im Wasser- und Deponiebau herstellen. Zum anderen läßt sich das Gemisch z. B. auch für die Herstellung von dichten Fertigteilelementen (wie Was­ serrohre, Schächte, Gasbehälter), Fertigschächten so­ wie von herkömmlichen Betonwaren (wie Wandelemente, Pflastersteine, Bord- und Rasenkantensteine) anwen­ den.
Das Gemisch kann auch im Stahl- und Spannbetonbau mit ebensolchen Vorteilen eingesetzt werden.
Die Weiterverarbeitung des Gemisches kann, wie be­ schrieben, in betontypischer Art und Weise erfolgen. Durch die erwähnten stofflichen Vorteile lassen sich jedoch auch betonuntypische Verarbeitungen realisie­ ren, wie z. B. der Verzicht auf herstellungsmäßige Schwindungs- bzw. Dehnungsfugen bei großflächiger Verarbeitung, monolithischer Guß komplizierter Bau­ elemente und ein dichter nachträglicher Verbund vor­ gefertigter einzelner Bauteile. Eine hohe Festigkeit kann zudem bauingenieurmäßig vorteilhaft berücksich­ tigt werden.
In das hergestellte Gemisch kann man auch schadstoff­ belastete Materialien eingeben, so daß eine Immobi­ lisierung der Schadstoffe, z. B. toxische Stoffe, in den ausgehärteten Fertigungsprodukten erfolgt.
In das hergestellte Gemisch sind eventuell auch sol­ che Zuschlagstoffe einzumischen, z. B. Kunststoff­ regranulate, die unterschiedliche Materialeigenschaf­ ten ergeben, so z. B. Schalldämm-, Wärmedämm- und/oder Hochfestigkeitseigenschaften.
In das Gemisch werden gegebenenfalls Zugabestoffe wie weitere Bindemittel und/oder inerte Stoffe und/oder Zuschlagstoffe und/oder Zusatzmittel zugegeben und dann unter Berücksichtigung des für die Ge­ samtgemischherstellung, -verarbeitung, -anwendung und -erhärtung erforderlichen Mindestwasseranspruchs ge­ mischt.
Ein unerwünschtes Quellen kann hierbei durch die zu­ gegebenen nichtreaktiven oder schwindenden Zugabe­ stoffe bis zur Volumenkonstanz der erhärteten Mi­ schung unterbunden werden.
Darüber hinaus lassen sich solche z. B. Bauteile oder Elemente auch ohne weiteres im Fertigungsprozeß zu speziellen Verbundmaterialien und/oder Verbundelemen­ ten vereinigen.

Claims (7)

1. Verfahren zur Herstellung von wasserdichten Bauma­ terialien unter Einsatz von Asche sowie Zugabestoffen und Wasser, welches im Umfang des Mindestwasseran­ spruchs zugegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß Asche mit Zugabestoffen gemischt wird und anschlie­ ßend eine Zugabe von Wasser erfolgt, wobei ein masse­ bezogenes Wasser-Asche-Verhältnis von kleiner 0,4 ausgeführt wird und eine weitere Wasserzugabe sich nach dem Mindestwasseranspruch eines jeweils dazuge­ gebenen Zugabestoffes ausrichtet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß hydraulisch aktive Braunkohlenfilterasche und Steinkohlenfilterasche verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die jeweiligen Asche-Masseteile der hydraulisch aktiven Braunkohlenfilterasche und der Steinkohlenfilterasche von 0,2 bis 9,8 Masseteilen, bezogen auf 10 Masseteile trockener Gesamtaschesub­ stanz, verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß nur hydraulisch aktive Braunkohlen­ filterasche verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Zugabestoffe in Form von Bindemitteln und/oder inerte, reaktive oder teilweise reaktive Zusatz­ stoffe, wie fasrige Stoffe, und/oder Zuschlagstoffe und/oder Zusatzmittel und/oder Schadstoffe zugegeben werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die massebezogene Wasserzugabe sich nach dem zu berücksichtigenden Mindestwasseranspruch der Gesamt­ gemischherstellung in Abhängigkeit der Verarbeitung, der Anwendung und der Erhärtung ausrichtet.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zugabe von Wasser mit einem massebezogenen Wasser-Asche-Verhältnis kleiner 0,4 ausgeführt wird, wobei das Verhältnis sich nur auf hydraulisch aktive Braunkohlenfilterasche bezieht.
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