DE19534652A1 - Hilfsmittel zum Einführen eines Endotrachealtubuses in die Luftröhre bei den geänderten anatomischen Verhältnissen im Hypopharyngs oder Kehlkopf, wenn eine Darstellung des Kehlkopfeinganges mit Hilfe eines Laryngoskops nicht, oder nur teilweise möglich ist - Google Patents
Hilfsmittel zum Einführen eines Endotrachealtubuses in die Luftröhre bei den geänderten anatomischen Verhältnissen im Hypopharyngs oder Kehlkopf, wenn eine Darstellung des Kehlkopfeinganges mit Hilfe eines Laryngoskops nicht, oder nur teilweise möglich istInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Führungsstab für die schwere
Intubation gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Führungsstäbe sind leicht biegsame Stäbe aus Kunststoff oder Metall.
Einige Metallstäbe, wie die aus Aluminium, sind mit Kunststoff überzogen,
welcher über den Metallkern in eine flexible Spitze übergeht.
Diese Stäbe werden in der Anästhesie benutzt, um die Einführung des
Endotrachealtubuses in die Luftröhre (Intubation) zu erleichtern bei
den PVC oder Gummituben die schon verformt sind, oder überhaupt zu
ermöglichen bei den Tuben nach Woodbridge die geradlinig sind.
Die Endotrachealtuben (a) sind biegsame Rohre, die zur Narkosebeatmung
von Patienten meistens durch den Mund in die Luftröhre geschoben werden.
Sie bestehen aus gewebefreundlichen Kunststoffen wie Gummi, Silastic
oder PVC. Die Endotrachealtuben garantieren freie Atemwege. Sie sind
in der überwiegenden Zahl mit einer aufblasbaren Blockermanschette 5
ausgestattet. Die Blockermanschette wird über einen kleinen Kanal, der
in die Rohrwand eingearbeitet ist, mit der Raumluft aufgeblasen. Der
Kanal geht in einen dünnen Schlauch 6 über, der sich außerhalb des
Patienten zu einem Kontrollballon 7 erweitert. Der Kontrollballon
endet mit einem Ventil und einem Ansatzstutzen (8) für eine Blockerspritze,
über die die Blockermanschette aufgeblasen wird. Das Ventil verhindert,
daß die Luft spontan aus dem Kontrollballon ausweicht. Die Führungsstäbe
sind ein paar Zentimeter länger als die Endotrachealtuben. Am proximalen
(aboralen) Ende bilden sie eine Biegung, daß sie nicht zu tief in den
Endotrachealtuben rutschen und daß man sie nach der Einführung des
Endotrachealtubuses in die Luftröhre wieder aus dem Tubus rausziehen
kann.
Die Führungsstäbe aus Metall (c), die einen kleinen Durchmesser haben,
enden distal (der Trachea zugewandt) mit einer Olive (2), die eingebaut
ist um eine Perforation im Hypopharyngs, Kehlkopf oder Luftröhre zu
verhindern. Proximal (aboral) haben die einen Ansatzstück (1) mit eine
Feststellschraube zur Längebegrenzung des Führungsstabes.
Die Führungsstäbe haben verschiedene Durchmesser, wobei jeder
Durchmesser als der Endotrachealtubus hat.
Vor eine Intubation kann man einen Führungsstab in ein PVC oder
Gummitubus einführen, für die Tuben nach Woodbridge ist das obligatorisch.
Mit der Hilfe eines Laryngoskops (ein Handgriff mit gebogenem Spatel,
an dessen Spitze sich eine Lichtquelle befindet; zur Darstellung und
Einsichtnahme des Hypopharyngs und des Kehlkopfeinganges) wird der
Endotrachealtubus in die Luftröhre eingeführt. Nach einer erfolgreichen
Intubation zieht man den Führungsstab aus dem Endotrachealtubus heraus,
und fixiert den Endotrachealtubus mit dem Pflaster an die Wange.
Anschließend wird der Endotrachealtubus an ein Narkosegerät angeschlossen.
In dem Fall, daß man mit einem Laryngoskop Hypopharyngs und den
Kehlkopfeingang darstellen kann, ist es nicht so schwer, den
Endotrachealtubus in die Luftröhre einzuführen.
Leider gibt es einige Patienten, die verschiedene erworbene oder
angeborene Anomalien im Rachenraum, Hypopharyngs und Kehlkopf haben.
Bei diesen Patienten ist es oft nicht möglich, den Hypopharyngs und den
Kehlkopfeingang mit der Hilfe eines Laryngoskops darzustellen. Man kann
in diesem Fall versuchen, den Endotrachealtubus nach dem Gefühl oder
"blind" in die Luftröhre einzuführen. Das gelingt selten, da der
Durchmesser eines Endotrachealtubuses relativ groß ist.
Um dieses Problem zu lösen, kann man einen längeren Führungsstab nehmen (d),
nicht aus Metall, außer dem Führungsstab aus Aluminium, der mit dem
Kunststoff überzogen ist, da der Führungsstab aus Metall einen zu kleinen
Durchmesser hat und bei der gewaltigen Intubation eine große Gefahr einer
Perforation im Hypopharyngs, Kehlkopf oder Luftröhre besteht.
Bei dem Führungsstab aus Aluminium, überzogen mit Kunststoff, muß der
Kunststoff über den Metallkern 3 in eine flexible Spitze mindestens
1,5 cm übergehen 4.
Dadurch wird die Gefahr einer Perforation im Hypopharyngs, Kehlkopf
oder Luftröhrenbereich minimalisiert.
Der Führungsstab für die schwere Intubation wird so durch den
Endotrachealtubus gezogen, daß der Stab nach unten hin 17 cm übersteht.
Proximal (aboral) endet der Führungsstab ringförmig 9. Der
Durchmesser des Rings muß größer als der Durchmesser des Endotrachealtubuses
sein, um zu verhindern, daß sich der Tubus nach hinten selbständig macht.
Vor der Intubation wird der Endotrachealtubus mit dem proximalen (aboralen)
Ende bis zum ringförmigen Ende des Führungsstabes gezogen. Die Intubation
erfolgt nun mit dem Führungsstab voran, über den der Endotrachealtubus
nach erfolgreicher Plazierung des Stabes sicher in die Luftröhre
geschoben werden kann. Der Führungsstab wird dann aus der Lufröhre
herausgezogen, der Tubus mit der Hilfe eines Pflasters an die Wange fixiert
und an das Narkosegerät oder Respirator angeschlossen.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, das Hilfsmittel der eingangs
genannten Art, derart auszubilden, daß jeder Patient, der intubiert
werden muß, intubiert werden kann, wenn der Anästhesist entsprechende
Erfahrung und die Fähigkeit, die für diese Aufgabe sehr wichtig sind, hat.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 dazu
angegebenen Merkmale.
Claims (1)
- Hilfsmittel in der Anästhesie, das die Form eines Stabes hat, der die Einführung eines Endotrachealtubuses (a) in die Luftröhre (Intubation) ermöglicht oder erleichtert; hergestellt aus Kunststoff (b), oder Aluminium überzogen mit Kunststoff (d), wobei der Kunststoff (4) über den Metallkern (3) in eine flexible Spitze (mindestens 1,5 cm) übergeht, dessen Durchmesser kleiner als der Durchmesser eines Endotrachealtubuses ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsstab so durch den Endotrachealtubus gezogen wird, daß der Stab nach unten 17 cm übersteht, und daß der Führungsstab proximal (aboral) ringförmig endet (9).
Priority Applications (1)
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| DE1995134652 DE19534652A1 (de) | 1995-09-19 | 1995-09-19 | Hilfsmittel zum Einführen eines Endotrachealtubuses in die Luftröhre bei den geänderten anatomischen Verhältnissen im Hypopharyngs oder Kehlkopf, wenn eine Darstellung des Kehlkopfeinganges mit Hilfe eines Laryngoskops nicht, oder nur teilweise möglich ist |
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Publications (1)
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| DE19534652A1 true DE19534652A1 (de) | 1997-03-20 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19534652A1 (de) |
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- 1995-09-19 DE DE1995134652 patent/DE19534652A1/de not_active Withdrawn
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