DE19532387C2 - Verfahren und Vorrichtung zum rasterförmigen Beschichten von bahnförmigen flexiblen Flächengebilden mit Schmelzklebern sowie Verwendung der Flächengebilde - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum rasterförmigen Beschichten von bahnförmigen flexiblen Flächengebilden mit Schmelzklebern sowie Verwendung der FlächengebildeInfo
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Description
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum rasterförmigen Beschichten von bahnförmigen
flexiblen Flächengebilden, insbesondere Einlagestoffen für
Bekleidungen, mit Schmelzklebern. Die Beschichtung besteht
aus zwei aufeinandersitzenden Rasterschichten: einer
Basisschicht, die nicht oder nur schwach thermoaktivierbar ist
und einer Deckschicht aus thermoaktivierbarem Schmelzkleber
mit höherer Fließfähigkeit im Schmelzzustand als die
Basisschicht. Beide Schichten werden im Siebdruckverfahren
unter Anwendung von Pasten aufgedruckt und stellen eine
rasterförmige Doppelbeschichtung dar.
Die bereits bekannt gewordenen
Doppelbeschichtungsverfahren sind im "Handbuch der textilen
Fixiereinlagen" von Sroka, 3. erweiterte Auflage 1993, Seiten
131 bis 136 beschrieben worden. Von den 4 angegebenen
Verfahren ist das heute nahezu allein noch angewandte das
Punkt-Riesel-Verfahren, bei dem der Pastenpunkt mit einer
Siebdruckrundschablone auf eine Einlagebahn mit
Schmelzkleberpulver bestreut und dann der am Aufdruck nicht
haften bleibende Pulverüberschuß durch Schütteln, Blasen und
Saugen wieder entfernt wird. Der Nachteil dieses Verfahrens
ist, daß das Streupulver auch an den Rändern der Druckpunkte
über deren Auflagefläche am Träger hinaus haften bleibt und
daneben feinstkörniges Pulver zwischen den Druckpunkten nur
schwer zu entfernen ist. Gewisse Griffverstrammungen sind
dadurch nicht vermeidbar.
Das weiterhin angeführte Doppelpulverpunktverfahren
arbeitet im Tiefdruck mit zwei hintereinander auf einer
Gravurwalze aufsitzenden Trichterrakeln. Um dieses Verfahren
ausführen zu können, sind zwei aufeinander abgestimmte,
unterschiedliche Schmelzkleberpulversorten erforderlich, die
sich unter gleichen Temperaturbedingungen von Gravur- und
Heizwalze aus den Gravurvertiefungen herauslösen, was die
Anwendbarkeit des Verfahrens stark einschränkt. Außerdem ist
dabei nicht vermeidbar, daß sich die Pulver in den
Gravurvertiefungen und im Pulverbett vor der zweiten Rakel
unkontrolliert vermischen. Einen Einsatz hat das Verfahren
daher kaum finden können.
Auch ein Doppelpastenpunktverfahren ist bereits
beschrieben worden, bei welchem mit einer
Siebdruckrundschablone mit zwei Innenrakeln zwei
unterschiedliche Pasten aufgedruckt und übereinander
positioniert werden. Eine zufriedenstellend arbeitende
Rakelkonstruktion konnte für dieses Verfahren bisher noch
nicht gefunden werden, und daher hat auch dieses Verfahren
keinen Eingang in die Praxis gefunden.
Im obenerwähnten Handbuch ist schließlich noch ein
Rollcoater-Beschichtungsverfahren angeführt, das einige Zeit
lang praktiziert wurde. Im ersten Arbeitsgang erfolgt eine
Siebdruckpastenbeschichtung der Basisschicht und im zweiten
Arbeitsgang werden die getrockneten und gesinterten
Pastenpunkte der Basisschicht mit den Kuppen in einen sehr
gleichmäßigen Film einer Schmelzkleberdispersion oder -lösung
auf einem Walzenmantel eines Rollcoaters getaucht. Der
Nachteil des Verfahrens besteht darin, daß feine Raster dafür
ungeeignet sind, eine hohe Exaktheit an die Gleichmäßigkeit
der Filmausbildung auf dem Rollcoater gestellt wird und der
machinelle und produktionstechnische Aufwand hoch ist.
In jüngerer Zeit ist nochmals aufgegriffen worden, den
Doppelschichtaufbau dadurch zu erzeugen, daß zwei exakt
gleiche Rundschablonen im Abstand extrem genau hintereinander
angeordnet werden und mit der ersten die Basisschicht und mit
der zweiten die Deckschicht aufgebracht wird. Die
außerordentlich hohen Anforderungen zur Realisierung der
versatzfreien Positionierung sämtlicher Druckpunkte von beiden
Siebschablonen übereinander lassen eine Ausführbarkeit dieser
Methode aussichtslos erscheinen. Daher konnte das Verfahren
bisher keinen Einsatz erlangen und wird voraussichtlich in
Zukunft nicht angewandt werden.
Die Aufgabe der Erfindung bestand daher darin, ein
einfach und sicher anwendbares, rationell arbeitendes
Verfahren zur Doppelbeschichtung ausfindig zu machen, das
einen geringen maschinellen Mehraufwand gegenüber
Einfachbeschichtungen erfordert, auch bei sehr feinen
Rasterpunkten exakt und sicher ausführbar ist,
Griffverhärtungen vermeidet und den Anwendungsbereich der
Doppelbeschichtung erweitern soll. Außerdem soll eine
Vorrichtung angegeben werden, mit der ein solches Verfahren
besonders gut durchgeführt werden kann.
Überraschenderweise ist dies mit einem geeignet
modifizierten Doppelpastenpunktverfahren mit den Merkmalen des
Anspruches 1 zu erreichen. Bevorzugte Merkmale dieses
Verfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 5
beschrieben. Eine Vorrichtung, die zur Durchführung dieses
Verfahrens besonders geeignet ist, ist im Anspruch 6
beschrieben. Deren bevorzugte Merkmale sind Gegenstand der
Ansprüche 7 bis 12. Das durch dieses Verfahren erhältliche
Flächengebilde kann besonders günstig als Einlage für
Oberbekleidungen, Hemden und Blusen verwendet werden.
Die Beschichtung dieses Doppelpunktverfahrens kann in
gleicher Weise wie die Einfachpunktpastenbeschichtung in einem
großen Bereich des Auftragsgewichtes und des Rasters
ausgeführt werden. Der Raster kann zwischen 11 und 33 mesh
und das Auftragsgewicht zwischen etwa 7 und 30 g/m² variiert
werden. In allen Fällen sind Basis- und Deckschicht genau
übereinander positioniert, ohne daß eine der beiden Schichten
über die andere hinausragt. Das Gewichtsverhältnis von Basis
zu Deckschicht ist ebenfalls leicht variierbar und soll 20 : 80
bis 50 : 50 betragen.
Das Verfahren gestattet auch Anwendungen durchzuführen,
die bisher nicht oder kaum möglich waren. Die Beschichtung
von Einlagen mit Niederdruckpolyethylenen für den
Hemdenbereich mit dem Punkt-Riesel-Verfahren konnte bisher
wegen der hohen Explosionsgefährdung des Polyethylenstaubes
dicht erfolgen. Eine derartige Gefährdung entfällt bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren. Auch ist es jetzt auf einfachem
Wege möglich, eine Rückenverstärkung von Blusen- und
Kleideroberstoffen alleine mit einer Transferbeschichtung, die
nach dem Transfervorgang nicht mehr thermoaktivierbar ist,
durchzuführen. Ein dafür bisher vorgeschlagenes Verfahren war
zu umständlich und zu teuer und einfachere Verfahren waren
nicht ausführbar.
Diese Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Figuren näher erläutert. In den Figuren zeigt
Fig. I ein modifiziertes Siebdruckaggregat,
Fig. II einen vergrößerten Ausschnitt von I,
Fig. III Einzelperforationen einer Siebdruckschablone im
Anlieferungszustand,
Fig. IV eine außen glatt geschliffene Einzelperforation
einer Siebdruckschablone, und
Fig. V eine von außen partiell mit Druckpaste gefüllte
Einzelperforation einer Siebdruckschablone.
Das Verfahren kann mit den üblichen
Siebdruckpastenanlagen, die mit einer Innenrakel und einer
Siebdruckrundschablone im Pastendruck arbeiten, mit relativ
bescheidenem Anbau ausgeführt werden. Der Anbau besteht in
erster Linie aus einer auf der Außenseite einer
Siebdruckrundschablone (1) aufsitzenden Rakel (6) mit
vorzugsweise scharf geschliffener Streichkante, vor welche
eine Paste (2) aus einer Kunststoffdispersion, die feinporig
und sahnig aufgeschäumt sein kann, über eine Pastenzufuhr
aufgelegt wird. Die Rakelfläche bildet mit der Rundung der
Siebdruckrundschablone (1) auf der Seite der Pastenzufuhr
einen stumpfen Winkel, der etwa 120° betragen kann. Die
Pastenzufuhr kann über ein Rohr mit einer Reihe von Bohrungen
erfolgen, deren Durchmesser sich sukzessive ändert und so
abgestimmt ist, daß über die gesamte Druckbreite die
Pastenaustrittsmenge möglichst gleich ist. Der Pastenaustritt
aus den Bohrungen des Rohres kann in eine Vorkammer erfolgen,
aus der die Paste dann über eine Breitschlitzdüse auf die
Pastenvorlage vor der Rakel (6) aufläuft. Zum Befüllen der
Perforationen mit der Außenrakel (6) ist es vorteilhaft, die
Schablone (1) unter der als Streichkante fungierenden
Berührungslinie der Außenrakel mit der Schablone (1) mit einer
über die Gesamtbreite der Schablone (1) reichenden innenseitig
anliegenden Stützvorrichtung (7) abzustützen, die sich an die
Innenkrümmung der Schablone (1) anschmiegt und über die
Schabloneninnenseite hinweggleitet. Vorzugsweise erfolgt die
Abstützung mit zwei schräg und kurz nebeneinander sitzenden
Rakeln (7a), deren Streichkanten die Schablone (1) unter dem
Schablonenzenit berühren.
Nach dem vorzugsweise teilweisen Befüllen der
Perforationen der Schablone (1) erfolgt der Druckvorgang auf
dem Flächengebilde (3) mit der Innenrakel (4), welche die
Paste (5) der thermoaktivierbaren Schmelzklebermasse über eine
Pasteninnenzufuhr vorlegt. Die Befüllungen der Perforationen
werden dabei als Basisschicht und die Paste (5) der
thermoaktiven Schmelzklebermasse als Deckschicht auf das
Flächengebilde (3) aufgesetzt. Nach Ablösen des nun
bedruckten Flächengebildes (8) von der Schablone (1) schließt
sich die Trocknung und Sinterung des doppelschichtig
ausgebildeten Aufdruckes durch Umluftbeheizung und eventuell
Infrarotbestrahlung an. Vor der Außenrakel (6) kann noch eine
weitere Außenrakel (9) vorgesehen sein, die mit nur schwachem
Andruck und annähernd tangential an die Schablone (1) anliegen
soll. Etwaige auf der Schablone (1) verbleibende Pastenreste
werden durch sie in die Perforationen eingedrückt.
Die Rakel (6) und die Rakel (9) können bis kurz vor ihren
Rakelkanten z. B. mit Gummi oder Schaumstoff abgedeckt sein.
Auf diese Weise wird zwischen den beiden Rakeln ein kleiner
Pastenvorratstrichter ausgebildet, ohne daß die Biegsamkeit
der Rakel behindert wird. Unter der Rakel (9) kann zusätzlich
ein klappbares Scharnier (9a) mit aufsitzendem Klettenband
(9b) befestigt sein. Das Klettenband (9b) streift während der
Druckperiode über die Schablonenaußenseite nach dem Drucken
hinweg und fängt etwaige Flusen, die vom Beschichtungsträger
stammen, ab.
Die mit der Außenrakel (6) in die Perforationen der
Schablone (1) eingebrachte Paste wird in Form einer Lösung
oder vorzugsweise einer Dispersion aufgebracht und kann auf
Polymeren wie Copolyestern, Copolyamiden oder
Niederdruckpolyethylenen basieren. Die Trockensubstanzen
dieser Pasten sollen im Schmelzbereich über ca. 125°C und
deren Schmelzindex nach DIN 53 735 bei 21,6 N Belastung und
160°C Meßtemperatur unter ca. 7 g/10 min liegen. Bevorzugt
sind jedoch Anteile an wäßrigen Dispersionen, die vernetzende
oder nichtvernetzende Polyurethane, vernetzende
Poly(meth)acrylate, Polybutadien-Acrylnitrile, Polybutadien
styrol-Acrylnitrile oder Acetatcopolymere enthalten. Pasten
dieser Dispersionen können auf das 1,2- bis 2fache Volumen
feinstporig und sahnig aufgeschäumt werden, unter Erzeugung
einer mäßig viskosen Paste mit geringer Fließneigung.
Bevorzugt wird die Paste (2) in solcher Beschaffenheit
eingerakelt, daß alle Perforationen nur mit einem Teil des
möglichen Füllvolumens befüllt werden. In Fig. (V) ist eine
solche Teilbefüllung einer Einzelperforation dargestellt. Um
eine optimale Teilbefüllung der Perforationen sicherzustellen,
können die Dispersionen bevorzugt feine Pulver, wie
Schmelzkleberpulver, PVC-Pulver, auch mineralische Füllstoffe
und weiterhin geringe Anteile an fettsauren Salzen, Paraffinen
oder Wachsen enthalten. Derartige Zusätze begünstigen einen
sauberen Rakelabstrich, eine leichte und praktisch
rückstandslose Ablösung des bedruckten Flächengebildes von der
Schablonenwandung und eine Teilbefüllung aller Perforationen,
ohne bis zur Inneseite der Schablone vorzudringen und diese zu
benetzen.
Bei der Herstellung von fixierbaren Einlagestoffen für
Oberbekleidungen soll die Pastenbasis für die Innenrakel auf
Copolyamiden, Copolyestern oder Polyurethanen mit einem
Schmelzbereich der Trockenmasse von etwa 95 bis 120°C und
einem Schmelzindex nach DIN 53 735 von 15 bis 100 g/10 min bei
160°C und 21,6 N Belastung beruhen. Werden dagegen fixierbare
Hemdeneinlagen gefertigt, so soll der Schmelzbereich höher und
über 120°C liegen und Niederdruckpolyethylen oder Copolyester
zur Anwendung gelangen.
Um mit der Außenrakel einen sauberen Abstrich auf der
Schablonenaußenseite zu erhalten, ist es besonders
vorteilhaft, eine Rundschablone (1) mit einem glatten
Außenschliff einzusetzen. Fig. III stellt eine
Einzelperforation einer Schablone (1) im Anlieferungszustand
dar. Die Perforation ist am Rand mit einem Wulst versehen.
In Fig. IV ist dieser Wulst glatt abgeschliffen.
Die Unterwalze (10), auf der die Rundschablone (1)
aufsitzt, soll einen Weichgummiüberzug (11) besitzen. Um sie
ständig sauber zu halten, kann sie mit einer Wassersprüh- und
Bürsteinrichtung dauernd gereinigt werden. Zur Entfernung des
Wasserfilms auf der Unterwalze (10) kann eine Rakel oder eine
gummierte Preßwalze nachgeschaltet sein.
Claims (13)
1. Verfahren zum rasterförmigen Beschichten von bahnförmigen
flexiblen Flächengebilden mit Schmelzklebern durch
Auftragen von zwei aufeinandersitzenden rasterförmigen
Pastenschichten, von denen die eine eine nicht oder nur
schwach thermoaktivierbare Basisschicht und die andere
eine darauf aufsitzende thermoaktivierbare
Schmelzkleberschicht mit höherem Schmelzfluß als die
Basisschicht bildet, im Siebdruckverfahren,
dadurch gekennzeichnet, daß in die
Perforationen einer Siebdruckrundschablone (1) von der
Außenseite her unter Befüllung jeder Perforation eine
Paste (2) aus einer Lösung oder Dispersion einer am
Fertigprodukt nicht oder nur schwach thermoaktivierbaren
Kunststoffmasse eingerakelt und anschließend die
Siebdruckrundschablone (1) mit dem Flächengebilde (3) in
Kontakt gebracht und mit einer Innenrakel (4) zusätzlich
zur außenseitig aufgebrachten Paste (2) mit einer
weiteren Paste (5), die die thermoaktivierbare
Schmelzklebermasse bildet, durch die Perforationen
hindurch bedruckt wird, worauf sich nach Ablösung des
bedruckten Flächengebildes (8) von der
Siebdruckrundschablone eine Trocknung und Sinterung des
doppelschichtig ausgebildeten Aufdruckes anschließt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
bevorzugt eine teilweise Pastenbefüllung aller
Perforationen der Siebdruckrundschablone (1) von außen
mit einer auf der Schablonenaußenseite aufsitzenden Rakel
(6) erfolgt, die schaufelnd die Befüllung aller
Perforationen bewirkt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die mit
Hilfe der Außenrakel (6) als Basisschicht aufgetragene
Beschichtungspaste (2) Polyurethane oder vernetzbare
Polyacrylate, Polybutadienacrylnitrile, Polybutadien-
Styrol-Acrylnitrile oder Acetatcopolymere enthält.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Außenbeschichtungspaste (2) feinkörnige Pulver aus
Schmelzklebern, PVC, mineralischen Füllstoffen sowie
fettsaure Salze, Paraffine oder Wachse enthält.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die mit
der Innenrakel (4) aufgetragene Schmelzkleberpaste (5)
auf Copolyamiden, Copolyestern, Niederdruckpolyethylenen
oder Polyurethanen basiert.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, die eine im Rundlauf bewegbare
Siebdruckrundschablone (1) mit rasterförmig angeordneten
Perforationen aufweist, die auf einer mit gleicher
Geschwindigkeit im Rundlauf bewegbaren Gegenwalze (10)
aufsitzt, durch deren Berührungslinie das zu
beschichtende Flächengebilde (3) geführt und mit einer
vor eine Innenrakel (4) vorgelegten Paste (5) einer
Schmelzkleber bildenden Masse rasterförmig bedruckt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Außenseite der Siebdruckrundschablone (1) in der Höhe des
Schablonenzenits eine Außenrakel (6) mit scharf
geschliffener Kante aufsitzt, die die Schablonenwandung
mit der Rakelfläche auf der Seite der Pastenzufuhr im
stumpfen Winkel berührt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß unter
der Berührungslinie der Außenrakel (6) mit der
Schablonenwandung eine Stützvorrichtung (7) vorgesehen
ist, die mit zwei eng beieinanderstehenden und schräg
sitzenden Rakelblechen (7a) bestückt ist und deren Kanten
sich an die Innenwandung der Siebdruckrundschablone (1)
anpassen und anschmiegen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Stutzvorrichtung über die Gesamtbreite der
Siebdruckrundschablone (1) reicht.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Außenseite der Siebdruckrundschablone (1) vor der
Außenrakel (6) eine weitere nahezu tangential an die
Schablone (1) anliegende Rakel (9) vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Rakel (9) auf der Unterseite mit einem umklappbaren
Scharnier (9a) verbunden ist, auf dem ein Klettenband
(9b) sitzt, das auf der Außenseite der
Siebdruckrundschablone (1) gleitet.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Außenrakel (6) und die Zusatzrakel (9) bis nahe an die
Rakelkante mit einem Schaumstoff oder Gummipolster belegt
sind und mit der Belegung ein kleiner
Pastenvorlagetrichter ausgebildet wird.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Außenseite der Siebdruckrundschablone (1) glatt
geschliffen ist.
13. Verwendung eines Flächengebildes, erhältlich durch ein
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, als
Einlagestoff für Oberbekleidungen, Hemden oder Blusen.
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Also Published As
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|---|---|
| DE19532387A1 (de) | 1996-10-02 |
| DE59607287D1 (de) | 2001-08-23 |
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Legal Events
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: KUFNER TEXTILWERKE GMBH, 81379 MUENCHEN, DE |
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Free format text: HEFELE, JOSEF DR., 82166 GRAEFELFING, DE |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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