DE19532352A1 - Fahrzeugluftreifen sowie Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugluftreifens - Google Patents
Fahrzeugluftreifen sowie Verfahren zur Herstellung eines FahrzeugluftreifensInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her
stellung eines Fahrzeugluftreifens mit einer Karkasse, einem
Laufstreifen, einer zwischen Karkasse und Laufstreifen vor
gesehenen Gürtelanordnung aus wenigstens einer mindestens
einmal gefalteten Gürtellage, die als Festigkeitsträger die
nende, unter einem Winkel zur Umfangsmittelebene des Reifens
verlaufende Fäden oder Korde aufweist, und einer die Gürtel
anordnung zumindest in Teilbereichen ihrer Breite umschlie
ßenden Gürtelabdeckung aus wenigstens einer wendelförmig ge
wickelten Streifenbandage, die zumindest im wesentlichen in
Reifenumfangsrichtung verlaufende Fäden oder Korde aufweist,
bei welchem nacheinander die Karkasse, die Gürtelanordnung,
die Gürtelabdeckung und der Laufstreifen aufeinandergelegt
werden, sowie einen nach diesem Verfahren aufgebauten Fahr
zeugluftreifen.
Fahrzeugluftreifen mit gefalteten Gürtellagen werden bisher
so hergestellt, daß auf einer Reifenaufbautrommel zunächst
die Karkasse und die Reifenwulste aufgebracht werden. Nach
Herumschlagen der Karkasse um die Wulste wird die Karkasse
in toroidale Form gebracht, und dann werden die Gürtellage
oder Gürtellagen aufgebracht, wobei eine Faltung der jeweili
gen Gürtellage in die geforderte Form erfolgen mußte. Dieses
Verfahren erfordert einen entsprechenden maschinellen und
personellen Aufwand und erhöht damit die Fertigungskosten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
anzugeben, welches eine einfache und insbesondere mit der
Verwendung von Schnittgürteln vergleichbare Herstellung von
Reifen ermöglicht. Eine weitere Aufgabe besteht darin, einen
Fahrzeugluftreifen anzugeben, der auch bei hohen Anforderun
gen besonders gute Eigenschaften aufweist.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genann
ten Art im wesentlichen dadurch gelöst, daß die jeweilige
Gürtellage in die gewünschte Form vorgefaltet und im bereits
gefalteten Zustand auf die Karkasse aufgelegt wird.
Das Falten von Gürtellagenmaterial vor dem Aufbringen auf
die Reifenaufbautrommel ist verhältnismäßig einfach zu
bewerkstelligen, da das streifenförmige Material in
ebener - und nicht wie auf der Aufbautrommel in zylindrisch
gebogener - Form vorliegt. Die Faltung kann daher sehr
sorgfältig ausgeführt werden, was sich auch auf die Reifen
eigenschaften positiv auswirkt. Bei Gürtelanordnungen mit
mehreren oder mehrfach gefalteten Gürtellagen vervielfacht
sich der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird die Gürtellage
jeweils als Stück von einem zuvor gebildeten Wickel aus
einer vorgefalteten Endlos-Gürtellage abgezogen und in der
benötigten Länge abgetrennt. Die Abtrennung des erforder
lichen Stückes vom Wickel kann jeweils vor oder nach dem Auf
bringen der gefalteten Gürtellage auf die Karkasse erfolgen.
Auf diese Weise ist die Herstellung eines Fahrzeugluftrei
fens mit mindestens einer gefalteten Gürtellage praktisch so
einfach wie die Herstellung von Reifen mit einer Schnitt
gürtelanordnung.
Weist die Gürtelanordnung mehrere Gürtellagen auf, so können
diese von einer entsprechenden Anzahl von zuvor gebildeten
Wickeln abgezogen und abgetrennt werden. Beim Abziehen wer
den die einzelnen Gürtellagen dabei in die gewünschte Anord
nung für den jeweiligen Reifen gebracht.
Ein erfindungsgemäßer Fahrzeugluftreifen weist eine Gürtel
anordnung mit mindestens einer vor dem Aufbringen auf die
Karkasse in der gewünschten Form vorgefalteten Gürtellage
auf.
Der erfindungsgemäße Fahrzeugluftreifen ist einfach in der
Herstellung und weist aufgrund der sorgfältig ausführbaren
Faltung und der wendelförmig gewickelten Streifenbandage
gute Reifeneigenschaften auf.
Als Gürtellagen für den erfindungsgemäßen Reifen kommen vor
allem einfach und doppelt gefaltete Gürtellagen in Betracht,
wobei insbesondere an Gürtellagen gedacht ist, die an ihren
beiden axialen Seiten jeweils einmal radial nach innen oder
außen gefaltet sind. Die axiale Breite des gefalteten Ab
schnitts kann unterschiedlich groß sein. Beispielsweise kann
der gefaltete Abschnitt im Verhältnis zur axialen Breite der
Gürtelanordnung klein sein oder er kann jeweils so groß
sein, daß die beiden zur Umfangsmittelebene des Reifens
weisenden Seitenkanten des gefalteten Abschnitts der Gürtel
lage dicht beieinander liegen. Selbstverständlich können
diese Seitenkanten auch miteinander gestoßen sein oder ein
ander überlappen.
Dieser Bereich, in dem sich die gefalteten Gürtelkanten tref
fen, kann über die Reifenbreite betrachtet in der Mitte oder
auch seitlich von der Mitte angeordnet sein. Die Faltung
kann also symmetrisch oder asymmetrisch sein.
Bei einer Gürtelanordnung mit einer Gürtellage mit gefalte
ten Abschnitten relativ geringer axialer Breite, bei der
also eine im Verhältnis zur Breite der Gürtelanordnung große
Lücke zwischen den zur Umfangsmittelebene des Reifens wei
senden axialen Seitenkanten der gefalteten Abschnitte vorhan
den ist, kann zusätzlich eine nicht gefaltete Gürtellage vor
gesehen sein, die beispielsweise zwischen den axialen Seiten
kanten der gefalteten Abschnitte der Gürtellage angeordnet
ist. Die ungefaltete Gürtellage kann die gefalteten Abschnit
te der gefalteten Gürtellage aber auch überdecken.
In allen genannten Fällen können die gefalteten Abschnitte
der Gürtellage entweder radial außen oder radial innen ange
ordnet sein. Das heißt, die gefalteten Abschnitte können ent
weder der Gürtelabdeckung oder der Karkasse radial benach
bart sein.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, zwei jeweils nur an
einer axialen Seite gefaltete Gürtellagen zu kombinieren.
Die gefalteten Abschnitte der beiden Gürtellagen sind dabei
auf entgegengesetzten axialen Seiten der Gürtelanordnung vor
gesehen und gegensinnig gefaltet, das heißt, die radial inne
re Gürtellage ist radial nach außen, die radial äußere ra
dial nach innen gefaltet.
Die gefalteten Abschnitte der beiden Gürtellagen sind bevor
zugt den nicht gefalteten Abschnitten der zugehörigen Gürtel
lage radial benachbart und durch den nicht gefalteten Ab
schnitt der jeweils anderen Gürtellage überdeckt. Es ergibt
sich eine einfach herzustellende und besonders feste Gürtel
anordnung aus zwei Gürtellagen. Die gefalteten Abschnitte
der beiden Gürtellagen weisen bei dieser Ausgestaltung bevor
zugt eine verhältnismäßig geringe axiale Breite auf.
Nach einer anderen Ausgestaltung ist die axiale Breite der
gefalteten Abschnitte der beiden einseitig gefalteten Gürtel
lagen im Verhältnis zur Gürtelbreite groß und ist sowohl der
gefaltete als auch der ungefaltete Abschnitt der einen Gür
tellage radial weiter innen angeordnet als die beiden ent
sprechenden Abschnitte der anderen Gürtellage. Die gefalte
ten Abschnitte der beiden Gürtellagen sind bevorzugt zuein
ander radial benachbart angeordnet und überlappen einander
in Axialrichtung des Reifens. Man erhält so eine Gürtelanord
nung mit zwei übereinander angeordneten einfach gefalteten
Gürtellagen, die besonders stabil ist.
Die zur Gürtelabdeckung dienende Streifenbandage kann über
die gesamte Breite der Gürtelanordnung gewickelt sein, wobei
die Streifenbandage bevorzugt axial etwas über die Gürtelan
ordnung hinaus gewickelt ist, um diese gegen ein Ablösen zu
sichern.
Die Streifenbandage kann aber auch in Axialrichtung des
Reifens betrachtet nur in Teilbereichen der Gürtelanordnung
vorgesehen sein, beispielsweise nur im Schulterbereich des
Reifens und/oder im Bereich der zur Umfangsmittelebene des
Reifens weisenden axialen Seitenkanten der gefalteten Ab
schnitte der Gürtellagen. Bei einer an ihren beiden axialen
Seiten gefalteten Gürtellage, die soweit gefaltet ist, daß
die zur Umfangsmittelebene weisenden Seitenkanten der gefal
teten Abschnitte einander benachbart, auf Stoß oder einander
überlappend angeordnet sind, kann eine Streifenwicklung ins
besondere auch im Bereich dieser axialen Seitenkanten der
gefalteten Abschnitte angeordnet sein.
Die einzelnen Windungen der Streifenbandage können in allen
Fällen jeweils mit Abstand, auf Stoß oder einander überlap
pend gewickelt sein, wobei Abstand und Überlappungsbreite
zwischen benachbarten Windungen in Axialrichtung des Reifens
jeweils variieren können. Die Streifenwicklung kann auch
teilweise überlappend und teilweise auf Stoß oder mit Ab
stand gewickelt sein.
Die als Festigkeitsträger dienenden Fäden oder Korde der Gür
telanordnung bestehen bevorzugt aus Textilmaterial, insbeson
dere Aramid. Ebenso bestehen die Fäden oder Korde der Strei
fenbandage bevorzugt aus Textilmaterial, insbesondere aus
Aramid oder Reyon.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dar
gestellt und werden nachfolgend beschrieben. Es zeigen, je
weils in schematischer Darstellung,
Fig. 1 eine Gürtelanordnung aus einer zweifach ge
falteten und einer nicht gefalteten Gürtel
lage,
Fig. 2 bis 4 verschiedene Varianten von Fig. 1,
Fig. 5 eine Gürtelanordnung mit nur einer zweifach
gefalteten Gürtellage,
Fig. 6 bis 8 verschiedene Varianten von Fig. 5,
Fig. 9 eine Gürtelanordnung mit zwei einfach gefal
teten Gürtellagen und
Fig. 10 eine Variante von Fig. 9.
Die in Fig. 1 dargestellte Gürtelanordnung 1 weist eine
erste, radial innere Gürtellage 2 auf, deren beide axialen
Seiten radial nach außen gefaltet sind. Die gefalteten Ab
schnitte 3 und 4 dieser ersten Gürtellage 2 sind im Verhält
nis zur axialen Breite der Gürtelanordnung 1 schmal ausgebil
det.
Radial außerhalb der ersten Gürtellage 2 ist eine zweite,
nicht gefaltete Gürtellage 6 vorhanden, deren axiale Breite
so groß ist, daß sie die gefalteten Abschnitte 3 und 4 der
ersten Gürtellage 2 überdeckt. Die Abschnitte 3 und 4 sind
also dem nicht gefalteten Abschnitt 5 dieser Gürtellage 2 ra
dial benachbart angeordnet. Schließlich ist die gesamte Gür
telanordnung 1 mit einer wendelförmig gewickelten Streifen
bandage 7 abgedeckt. Die schematische Darstellung der Strei
fenbandage 7 soll hier nicht nur eine auf Stoß gewickelte
Streifenbandage umfassen, sondern auch überlappend oder mit
Abstand gewickelte Streifenbandagen, wobei Überlappungsbrei
te und Abstand in Axialrichtung des Reifens jeweils variie
ren können.
Anstelle der hier dargestellten, über die gesamte Breite der
Gürtelanordnung 1 gewickelten Streifenbandage 7 können auch
eine oder mehrere Streifenbandagen vorgesehen sein, welche
die Gürtelanordnung nur in bestimmten Bereichen ihrer Breite
umschließen. Hierbei können insbesondere in den beiden Schul
terbereichen des Reifens Streifenwicklungen vorgesehen sein,
die vor allem den axialen Kantenbereich der Gürtelanordnung
1 abdecken sollen.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Variante von Fig. 1 ist
die nicht gefaltete Gürtellage 6 radial innen angeordnet,
während die an ihren beiden axialen Seiten gefaltete Gür
tellage 2 zu dieser radial außen liegt. Die axialen Seiten
dieser Gürtellage 2 sind nun radial nach innen gefaltet, so
daß die gefalteten Abschnitte 3 und 4 der Gürtellage 2 wie
der zwischen nicht gefalteter Gürtellage 6 und nicht gefalte
tem Abschnitt 5 der Gürtellage 2 eingeschlossen sind. Die
Gürtelabdeckung durch eine oder mehrere Streifenbandagen 7
kann in derselben Weise vorgenommen sein, wie bei der Va
riante von Fig. 1.
Bei der Variante von Fig. 3 entspricht die Ausgestaltung
der ersten Gürtellage 2 der Variante von Fig. 1. Die
zweite, nicht gefaltete Gürtellage 6 ist bei dieser Variante
jedoch in der Lücke zwischen den beiden zur Umfangsmittel
ebene des Reifens weisenden axialen Seitenkanten 8 der gefal
teten Abschnitte 3 und 4 der ersten Gürtellage 2 angeordnet.
Die axiale Breite der zweiten Gürtellage 6 ist dabei so ge
wählt, daß ihre axialen Seitenkanten 9 den Seitenkanten 8
der gefalteten Abschnitte 3 und 4 der ersten Gürtellage 2
benachbart sind. Die Abdeckung der Gürtelanordnung 1 mit
einer Streifenbandage 7 kann bei dieser Variante wiederum in
den oben beschriebenen verschiedenen Arten erfolgen, wobei
insbesondere die Bereiche benachbarter Kanten 8 und 9 der
ersten Gürtellage 2 und der zweiten Gürtellage 6 überdeckt
werden.
Fig. 4 zeigt die Variante von Fig. 3, wobei jedoch die
erste, zweifach gefaltete Gürtellage 2 radial außen ange
ordnet und radial nach innen gefaltet ist, während die zwei
te, nicht gefaltete Gürtellage 6 radial innen und wieder zwi
schen den zur Umfangsmittelebene I des Reifens weisenden
axialen Seitenkanten 8 der gefalteten Abschnitten 3 und 4
der ersten Gürtellage 2 angeordnet ist. Auch hier sind die
zuvor genannten Varianten der Streifenbandage 7 zur Abdec
kung der Gürtelanordnung 1 verwendbar.
Fig. 5 zeigt eine Gürtelanordnung 1 mit nur einer Gürtella
ge 2, die an ihren beiden axialen Seiten radial nach außen
gefaltet ist. Die gefalteten Abschnitte 3 und 4 sind axial
so breit gewählt, daß die zur Umfangsmittelebene I des
Reifens weisenden axialen Seitenkanten 8 einander benachbart
sind. Als Gürtelabdeckung ist wieder eine Streifenbandage 7
vorgesehen, wobei die zuvor geschilderten Variationen mög
lich sind. Auch hier kann es vorteilhaft sein, neben den
beiden Schulterbereichen insbesondere den Bereich der benach
barten axialen Seitenkanten 8 der gefalteten Abschnitte 3
und 4 mit einer Streifenbandage 7 abzudecken und den übrigen
Bereich der Gürtelanordnung 1 unabgedeckt zu lassen.
Fig. 6 zeigt eine Gürtelanordnung, die weitgehend der Va
riante von Fig. 5 entspricht. Die einzige Gürtellage 2 ist
hier lediglich radial nach innen gefaltet, so daß sich die
gefalteten Abschnitte 3 und 4 radial innen und der nicht ge
faltete Abschnitt 5 radial außen befinden. Die Gürtelabdec
kung mit einer Streifenbandage 7 kann wie zuvor ausgebildet
sein, wobei allerdings eine besondere Abdeckung des Bereichs
der benachbarten axialen Seitenkanten 8 der gefalteten Ab
schnitte 3 und 4 nicht erforderlich ist.
Die Fig. 7 und 8 zeigen Gürtelanordnungen, die weitgehend
den Varianten der Fig. 5 und 6 entsprechen. Der Unter
schied besteht darin, daß die einzige Gürtellage 2 hier je
weils asymmetrisch gefaltet ist, so daß die gefalteten Ab
schnitte 3 und 4 zueinander unterschiedliche axiale Breite
aufweisen. Bezüglich der Gürtelabdeckung gelten die vorste
henden Ausführungen entsprechend.
Fig. 9 zeigt wieder eine Anordnung mit einer ersten Gürtel
lage 10 und einer zweiten Gürtellage 11. Bei dieser Variante
sind jedoch beide Gürtellagen 10 und 11 jeweils einmal gefal
tet, und zwar auf voneinander abgewandten Seiten und gegen
sinnig. Das heißt, die erste, radial innere Gürtellage 10
ist auf der einen axialen Reifenseite radial nach außen ge
faltet und die zweite radial äußere Gürtellage 11 ist auf
der axial anderen Reifenseite radial nach innen gefaltet.
Die gefalteten Abschnitte 12 und 13 der beiden Gürtellagen
10 und 11 sind dabei im Verhältnis zur axialen Breite der
Gürtelanordnung schmal und jeweils den nicht gefalteten Ab
schnitten 14 bzw. 15 derselben Gürtellage 10 bzw. 11 radial
benachbart angeordnet und werden durch den nicht gefalteten
Abschnitt 15 bzw. 14 der jeweils anderen Gürtellage 10 bzw.
11 überdeckt. Die Abdeckung dieser Gürtelanordnung mittels
einer Streifenbandage 7 kann wie zuvor variieren.
Fig. 10 schließlich zeigt eine Gürtelanordnung 1 mit zwei
einfach gefalteten Gürtellagen 10 und 11, bei der die beiden
Gürtellagen 10 und 11 wiederum an entgegengesetzten axialen
Reifenseiten und gegensinnig gefaltet sind. Im Gegensatz zu
der Variante von Fig. 9 sind die beiden gefalteten Ab
schnitte 12 und 13 nicht schmal gegenüber der axialen Breite
der Gürtelanordnung, sondern weisen eine nur geringfügig ge
ringere Breite als der jeweils zugehörige nicht gefaltete Ab
schnitt 14 bzw. 15 auf. Bei dieser Variante ist die gesamte
erste Gürtellage 10 radial weiter innen angeordnet als die
zweite Gürtellage 11, das heißt, der radial nach außen gefal
tete Abschnitt 12 der ersten, radial inneren Gürtellage 10
liegt radial weiter innen als der radial nach innen gefalte
te Abschnitt 13 der zweiten, radial äußeren Gürtellage 11.
Die gefalteten Abschnitte 12 und 13 der beiden Gürtellagen
10 und 11 sind dabei einander zugewandt, also radial benach
bart. Auch hier kann die Gürtelabdeckung durch eine Streifen
bandage 7 wie zuvor variieren.
Als Material für die als Festigkeitsträger in der Gürtelan
ordnung 1 dienenden Fäden oder Korde kann Stahl, Textil-,
Glas- oder Kohlefaser verwendet werden. Als besonders vor
teilhaft hat sich Aramid herausgestellt. Die Fäden bzw. Kor
de der Streifenbandage 7 bestehen bevorzugt aus Textilmate
rial. Hier haben sich Aramid und Reyon als besonders vorteil
haft herausgestellt.
Die dargestellten Varianten eines Fahrzeugluftreifens bewir
ken einerseits besonders gute Reifeneigenschaften und sind
andererseits durch das erfindungsgemäße Verfahren einfach
herstellbar. Bei der Reifenherstellung werden dadurch Zeit
und Kosten gespart.
Bezugszeichenliste
1 Gürtelanordnung
2 erste Gürtellage
3 gefalteter Abschnitt von 2
4 gefalteter Abschnitt von 2
5 ungefalteter Abschnitt von 2
6 zweite Gürtellage
7 Streifenbandage
8 axiale Seitenkante von 3 bzw. 4
9 axiale Seitenkante von 6
10 erste Gürtellage
11 zweite Gürtellage
12 gefalteter Abschnitt von 10
13 gefalteter Abschnitt von 11
14 ungefalteter Abschnitt von 10
15 ungefalteter Abschnitt von 11
I Umfangsmittelebene
2 erste Gürtellage
3 gefalteter Abschnitt von 2
4 gefalteter Abschnitt von 2
5 ungefalteter Abschnitt von 2
6 zweite Gürtellage
7 Streifenbandage
8 axiale Seitenkante von 3 bzw. 4
9 axiale Seitenkante von 6
10 erste Gürtellage
11 zweite Gürtellage
12 gefalteter Abschnitt von 10
13 gefalteter Abschnitt von 11
14 ungefalteter Abschnitt von 10
15 ungefalteter Abschnitt von 11
I Umfangsmittelebene
Claims (28)
1. Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugluftreifens mit
einer Karkasse, einem Laufstreifen, einer zwischen Kar
kasse und Laufstreifen angeordneten Gürtelanordnung aus
wenigstens einer mindestens einmal gefalteten Gürtella
ge, die als Festigkeitsträger dienende, unter einem Win
kel zur Umfangsmittelebene des Reifens verlaufende Fäden
oder Korde aufweist, und einer die Gürtelanordnung zumin
dest in Teilbereichen ihrer Breite umschließenden Gürtel
abdeckung aus wenigstens einer wendelförmig gewickelten
Streifenbandage, die zumindest im wesentlichen in Reifen
umfangsrichtung verlaufende Fäden oder Korde aufweist,
bei welchem nacheinander die Karkasse, die Gürtelanord
nung, die Gürtelabdeckung und der Laufstreifen aufeinan
dergelegt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweilige Gürtellage (2) in die gewünschte Form
vorgefaltet und im bereits gefalteten Zustand auf die
Karkasse aufgelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die für einen Reifen benötigte Gürtellage (2) je
weils als Stück von einem zuvor gebildeten Wickel aus
einer vorgefalteten Endlos-Gürtellage abgezogen und in
der benötigten Länge abgetrennt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Gürtellagen (2, 6) von verschiedenen Wickeln
aus vorgefalteten Endlos-Gürtellagen abgezogen und in
die gewünschte Anordnung zusammengeführt werden.
4. Fahrzeugluftreifen mit einer Karkasse, einem Laufstrei
fen, einer zwischen Karkasse und Laufstreifen vorgesehe
nen Gürtelanordnung aus wenigstens einer mindestens ein
mal gefalteten Gürtellage, die als Festigkeitsträger die
nende, unter einem Winkel zur Umfangsmittelebene des Rei
fens verlaufende Fäden oder Korde aufweist, und einer
die Gürtelanordnung zumindest in Teilbereichen ihrer
Breite umschließenden Gürtelabdeckung aus wenigstens
einer wendelförmig gewickelten Streifenbandage, die zu
mindest im wesentlichen in Reifenumfangsrichtung verlau
fende Fäden oder Korde aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gürtelanordnung (1) mindestens eine vor dem Auf
bringen auf die Karkasse in der gewünschten Form vorge
faltete Gürtellage (2) aufweist.
5. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gürtelanordnung (1) mindestens eine an ihren bei
den axialen Außenseiten gefaltete Gürtellage (2) auf
weist.
6. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gürtellage (2) radial nach außen gefaltet ist.
7. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gürtellage (2) radial nach innen gefaltet ist.
8. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Breite der gefalteten Abschnitte (3, 4)
klein ist im Verhältnis zu der axialen Breite der Gürtel
anordnung (1), und daß die Gürtelanordnung (1) zusätz
lich zu der gefalteten ersten Gürtellage (2) mindestens
eine zweite, nicht gefaltete Gürtellage (6) aufweist.
9. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die nicht gefaltete Gürtellage (6) die gefalteten
Abschnitte (3, 4) der ersten Gürtellage (2) überdeckt.
10. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die nicht gefaltete Gürtellage (6) in der Lücke zwi
schen den zur Umfangsmittelebene (I) des Reifens weisen
den axialen Seitenkanten (8) der beiden gefalteten Gür
telabschnitte (3, 4) angeordnet ist.
11. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Breite der gefalteten Abschnitte (3, 4)
so groß ist, daß die beiden axialen Seitenkanten (8)
dieser Abschnitte (3, 4) einander benachbart sind.
12. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Breite der beiden gefalteten Abschnitte
(3, 4) annähernd gleich ist.
13. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Breite der beiden gefalteten Abschnitte
(3, 4) unterschiedlich ist.
14. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gürtelanordnung (1) zwei an jeweils einer axia
len Außenseite gefaltete Gürtellagen (10, 11) aufweist,
wobei die gefalteten Abschnitte (12, 13) auf entgegen
gesetzten axialen Reifenseiten angeordnet sind und die
radial innere Gürtellage (2) radial nach außen und die
radial äußere Gürtellage radial nach innen gefaltet ist.
15. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gefalteten Abschnitte (12, 13) der beiden Gürtel
lagen (10, 11) den nicht gefalteten Abschnitten (14)
bzw. (15) der jeweils zugehörigen Gürtellage (10) bzw.
(11) radial benachbart und durch den nicht gefalteten
Abschnitt (15) bzw. (14) der jeweils anderen Gürtellage
(11) bzw. (10) überdeckt sind.
16. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Breite der gefalteten Abschnitte (12, 13)
der beiden Gürtellagen (10, 11) klein ist im Verhältnis
zur Breite der Gürtelanordnung (1).
17. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Breite der gefalteten Abschnitte (12, 13)
der beiden Gürtellagen (10, 11) groß ist im Verhältnis
zur Breite der Gürtelanordnung (1), und daß sowohl der
gefaltete als auch der ungefaltete Abschnitt der ersten
Gürtellage (10) radial weiter innen angeordnet ist als
die beiden entsprechenden Abschnitte der zweiten Gürtel
lage (11).
18. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gefalteten Abschnitte (12, 13) der beiden Gürtel
lagen (10, 11) zueinander radial benachbart angeordnet
sind und einander axial überlappen.
19. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 4 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streifenbandage (7) die Gürtelanordnung (1) über
deren gesamte Breite umschließt.
20. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 4 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streifenbandage (7) die Gürtelanordnung (1) nur
im Schulterbereich des Reifens und/oder im Bereich der
axialen Seitenkanten (8) der gefalteten Abschnitte (3,
4) der Gürtellage (2) umschließt.
21. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Windungen der Streifenbandage (7) zu
mindest teilweise auf Stoß gewickelt sind.
22. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 18 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Windungen der Streifenbandage (7) zu
mindest teilweise überlappend gewickelt sind.
23. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Überlappungsbreite in Axialrichtung des Reifens
unterschiedlich ist.
24. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 18 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Windungen der Streifenbandage (7) zu
mindest teilweise mit Abstand zueinander gewickelt sind.
25. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand zwischen benachbarten Windungen in Axial
richtung des Reifens unterschiedlich ist.
26. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 4 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gürtelanordnung (1) Fäden oder Korde aus Textil
material, insbesondere Aramid, aufweist.
27. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 4 bis 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streifenbandage (7) Fäden oder Korde aus Textil
material, insbesondere Aramid, aufweist.
28. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 4 bis 27,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streifenbandage (7) Fäden oder Korde aus Reyon
aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995132352 DE19532352A1 (de) | 1995-09-01 | 1995-09-01 | Fahrzeugluftreifen sowie Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugluftreifens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995132352 DE19532352A1 (de) | 1995-09-01 | 1995-09-01 | Fahrzeugluftreifen sowie Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugluftreifens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19532352A1 true DE19532352A1 (de) | 1997-03-06 |
Family
ID=7771062
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995132352 Withdrawn DE19532352A1 (de) | 1995-09-01 | 1995-09-01 | Fahrzeugluftreifen sowie Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugluftreifens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19532352A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2012146988A1 (en) * | 2011-04-28 | 2012-11-01 | Pirelli Tyre S.P.A. | Process and plant for building tyres for vehicle wheels |
-
1995
- 1995-09-01 DE DE1995132352 patent/DE19532352A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2012146988A1 (en) * | 2011-04-28 | 2012-11-01 | Pirelli Tyre S.P.A. | Process and plant for building tyres for vehicle wheels |
| JP2014514977A (ja) * | 2011-04-28 | 2014-06-26 | ピレリ・タイヤ・ソチエタ・ペル・アツィオーニ | 車両の車輪用タイヤを組み立てるための方法およびプラント |
| RU2594212C2 (ru) * | 2011-04-28 | 2016-08-10 | Пирелли Тайр С.П.А. | Способ и установка для сборки шин для колес транспортных средств |
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