DE19532677A1 - Überwachungsschaltung für eine Versorgungsspannung - Google Patents
Überwachungsschaltung für eine VersorgungsspannungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Überwachungsschaltung für wenig
stens eine Versorgungsspannung mit Vergleichern, die bei Unterschrei
ten der Versorgungsspannung unter einem vorgebbaren Schwellenwert
ein erstes Meldesignal und nach Ablauf einer festgelegten Warnzeit
spanne ein zweites Meldesignal erzeugen.
Eine derartige Überwachungsschaltung ist bekannt (DE 39 10 212 C2).
Bei dieser Überwachungsschaltung steuern das erste und zweite Mel
designal und ein Signal aus einer Überwachungsschaltung, die bei Un
terschreiten einer vorgebbaren unteren Schwelle der Versorgungsspan
nung anspricht, Schaltelemente in einen Schaltzustand, in dem An
schlüsse für die Meldesignale von dem die Versorgungsspannung lie
fern den Pol mit hohem Spannungspegel abgetrennt und an den anderen,
die niedrige Versorgungsspannung liefernden Pol angelegt sind. Damit
wird gewährleistet, daß das erste und zweite Meldesignal auch dann den
für eine sichere Erkennung notwendigen Pegel haben, wenn die Versor
gungsspannung für eine längere Zeitspanne einen Pegel hat, der zwar
eine gewisse Höhe hat, jedoch nicht den für den Betrieb einer Datenver
arbeitungseinrichtung ausreichenden Pegel aufweist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Überwachungs
schaltung für eine Versorgungsspannung bereitzustellen, mit der das
Meldesignal und das Warnsignal mit geringem Aufwand prellfrei und
nullspannungssicher im Störungsfall erzeugt und bei
Spannungswiederkehr zurückgesetzt erzeugt werden können. Unter
prellfrei ist dabei zu verstehen, daß ein Signal für eine gewisse
Mindestdauer auf einem bestimmten Pegel verharrt. Nullspannungssicher
bedeutet, daß die Signale unabhängig von den anderen, in der
Überwachungsschaltung vorhandenen Pegeln, z. B. auch bei
Unterspannung, auf einem sicheren Pegel, z. B. 0 V, verharren.
Die Aufgabe wird bei einer Überwachungsschaltung der eingangs be
schriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Versorgungs
spannung in einer ersten Schaltungseinheit einem ersten Komparator
zum Vergleich mit einer, einen unteren ersten Grenzwert für die Erzeu
gung des ersten Meldesignals festlegenden Referenzspannung zugeführt
wird, daß in der Schaltungseinheit dem ersten Komparator ein Schaltele
ment nach geschaltet ist, mit dem ein zu diesem parallel geschalteter, von
einer Betriebsspannungsquelle aufladbarer Kondensator zur Absenkung
der Eingangsspannung eines in der Steuereinheit angeordneten, zweiten
Komparators unter eine, einen Grenzwert für die Rücksetzung des Mel
designals festlegenden zweiten Referenzspannung kurzschließbar ist, daß
dem nichtinvertierenden Ausgang des zweiten Komparators die Basis
eines bipolaren Ausgangstransistors nach geschaltet ist, dessen Emitter an
den negativen Pol einer die Steuereinheit mit Betriebsspannung
versorgenden Spannungsquelle angeschlossen ist, deren positiver Pol
über einen Widerstand mit dem Kollektor des Ausgangstransistors
verbunden ist, an dem oder an wenigstens einem dem
Ausgangstransistor nachgeschalteten Verstärker das erste Meldesignal
auftritt, daß dem Kollektor des Ausgangstransistors über eine Diode ein
durch einen Widerstand aufladbarer und einen Widerstand entladbarer
Kondensator nach geschaltet ist, der in einer zweiten, mit der ersten
Schaltungseinheit gleichartigen Schaltungseinheit an den ersten
Komparator angeschlossen ist, und daß am Kollektor des Aus
gangstransistors der zweiten Schaltungseinheit oder an wenigstens ei
nem dem Transistor nachgeschalteten Verstärker das zweite Meldesignal
auftritt. Zur Erzeugung der beiden Meldesignale werden bei dieser An
ordnung zwei gleiche Schaltungseinheiten eingesetzt, wodurch sich ein
besonders wirtschaftlicher Aufbau ergibt. Die zu den Schaltelementen
parallel gelegten Kondensatoren werden von der Betriebsspannungsquelle
aufgeladen und bestimmen durch ihre Kapazitäten die Zeiten, die nach
dem Wiedereinschalten oder Wiederauftreten der Betriebsspannung ver
gehen, bis die Meldesignale zurückgesetzt werden. Die Kapazität des an
die zweite Steuereinheit angeschlossenen Kondensators bestimmt die
Zeitverzögerung zwischen dem ersten und zweiten Meldesignal.
Vorzugsweise ist die Versorgungsspannung die gleiche wie die Betriebs
spannung für die Steuereinheiten. Es läßt sich bei dieser Ausführungs
form eine Spannungsquelle einsparen.
Die Schaltelemente der beiden Steuereinheiten sind insbesondere ein- und
ausschaltbare Thyristoren, die den Strömen der Kondensatoren beim
Kurzschließen standhalten.
Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform ist der Kollektor des Aus
gangstransistors der ersten Schaltungseinheit an einen Widerstand an
geschlossen, der mit der Basis eines bipolaren Transistors verbunden
ist, dessen Basis über einen weiteren Widerstand mit dem positiven Pol
der Betriebsspannungsquelle verbunden ist und dessen Kollektor die Ba
sis eines einen Ausgang der Überwachungsschaltung bildenden Transi
stors speist, dessen Emitter über einen Widerstand mit dem positiven Pol
der Betriebsspannungsquelle verbunden ist und an dessen Kollektor das
Meldesignal auftritt.
Weiterhin ist es günstig, wenn der Kollektor des Ausgangstransistors
der zweiten Schaltungseinheit mit einer Torschaltung verbunden ist, von
der ein weiterer Eingang über einen durch eine Brücke
kurzschließbaren Widerstand an den positiven Pol der Betriebsspannung
gelegt ist, wobei die Torschaltung ausgangsseitig über einen Widerstand
mit der Basis eines bipolaren Transistors verbunden ist, dessen Basis
über einen weiteren Widerstand an den positiven Pol der
Betriebsspannungsquelle angeschlossen ist und dessen Kollektor die
Basis eines weiteren bipolaren, den einen Ausgang der
Überwachungsschaltung bildenden Transistors speist, dessen Emitter
über einen Widerstand mit dem positiven Pol der
Betriebsspannungsquelle verbunden ist und an dessen Kollektor das
Meldesignal auftritt. Bis auf die Torschaltung und dem kurzschließbaren
Widerstand stimmt diese Anordnung mit derjenigen zur Erzeugung des
ersten Meldesignals überein. Im Falle des kurzgeschlossenen Widerstands
ergeben sich gleiche Zeitverzögerungen beim ersten und zweiten Mel
designal nach Spannungswiederkehr.
Bei einer anderen zweckmäßigen Ausführungsform sind die Basen der
die Ausgänge der Überwachungsschaltung bildenden Transistoren je
über einen Widerstand an den positiven Pol der Betriebsspannung und
über einen weiteren Widerstand mit der Kathode einer Zener-Diode ver
bunden, die in Reihe it einem Widerstand zwischen den Polen der Be
triebsspannungsquelle angeordnet ist. Bei dieser Anordnung bleiben die
Transistoren im nichtleitenden Zustand bei der Ausgabe von Meldesignalen,
die dem Potential des negativen Pols der Betriebsspannung entspre
chen, auch wenn die Betriebsspannung unter eine niedrige Schwelle
absinkt und auf dieser mehr oder weniger lange verharrt. Damit ist die
Nullspannungssicherheit gewährleistet.
Vorzugsweise sind die Emitter der die Ausgänge der Überwachungs
schaltung bildenden Transistoren je mit einer Strombegrenzungsschal
tung verbunden, die über Dioden mit der Basis des dem jeweiligen
Transistors am Ausgang der Überwachungsschaltung vorgeschalteten
Transistors verbunden ist. Durch die Strombegrenzungsschaltung ist es
auf einfache Weise möglich, die Kollektoren der Transistoren der Über
wachungsschaltungsausgänge mehrerer Überwachungsschaltungen in
Wired-Or miteinander zu verbinden. Eine solche Maßnahme ist sinnvoll,
wenn z. B. für eine Schaltung mehrere Netzgeräte benötigt werden, die
jeweils mit einer Überwachungsschaltung ausgestattet sind. Die Strombe
grenzungsschaltungen verhindern unzulässig hohe Ausgangsströme in
den nicht von Unterspannungen betroffenen Netzgeräten.
Vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei der den invertierenden Aus
gängen der zweiten Komparatoren der Schaltungseinheiten jeweils bipo
lare Transistoren nach geschaltet sind, deren Emitter an den positiven
Pol der Betriebsspannung gelegt sind und deren Kollektoren je über
einen Widerstand mit der Basis eines Transistors verbunden sind, des
sen Kollektor-Emitter-Strecke parallel zum Kollektorwiderstand des dem
Ausgang der Überwachungsschaltung bildenden Transistors angeordnet
ist. Mit dieser Anordnung werden die Ausgänge weiterer Überwachungs
schaltungen, die ausgangsseitig in Wired-Or-Verbindung stehen, auf den
negativen Pegel der Betriebsspannung gezogen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in einer Zeichnung dar
gestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben, aus dem sich weitere
Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Prinzipschaltbild einer Schaltung zur Überwachung von Ver
sorgungsspannungen;
Fig. 2 ein Zeitdiagramm von Signalen der Anordnung gem. Fig. 1;
Fig. 3 ein Schaltbild einer weiteren Anordnung zur Überwachung von
Versorgungsspannungen und
Fig. 4 ein Zeitdiagramm von Signalen der Anordnung gem. Fig. 3.
Eine Überwachungsschaltung für eine Versorgungsspannung, die zwei
Pole UB+ und UB- aufweist, von denen der UB- an Masse gelegt ist,
enthält einen zwischen Pole UB+ und UB- geschalteten Spannungsteiler
aus zwei Widerständen 1, 2, deren Abgriff mit dem Eingang 3 einer
Schaltungseinheit 4 verbunden ist. Der Eingang 3 ist mit einem
Spannungsteiler aus zwei Widerständen 5, 6 verbunden, der ebenfalls
mit dem -Pol verbunden ist. Der Abgriff des Spannungsteilers der
Widerstände 5, 6 ist an oben nichtinvertierenden Eingang eines ersten
Komparators 7 gelegt, dessen invertierender Eingang mit einer ersten
Referenzspannung beaufschlagt ist, die von einer in der Steuereinheit 4
angeordneten und von der Versorgungsspannung gespeisten
Referenzspannungsquelle 8 erzeugt wird. Die erste Referenzspannung
bestimmt mit den Teilverhältnissen der beiden vor dem Komparator 7
angeordneten Spannungsteiler den unteren Grenzwert der
Versorgungsspannung, bei der der Komparator 7 anspricht, d. h. sein
Ausgangssignal ändert.
Zum Widerstand 2 ist ein Kondensator 9 parallel geschaltet, der Störim
pulse zwischen Eingang 3 und Pol UB- kurzschließt. Dem Komparator 7
ist eine Torschaltung 10 nach geschaltet, deren zweiter Eingang an einen
Eingang 11 der Steuereinheit gelegt ist. Ausgangsseitig ist die Tor
schaltung 10 mit einem Schaltelement verbunden, bei dem es sich um
einen ein- und ausschaltbaren Thyristor 12 handelt, dessen Kathode an
den negativen Pol UB- gelegt ist und dessen Anode mit dem invertie
renden Pol eines zweiten Komparators 13 verbunden ist. Der nichtinver
tierende Eingang des Komparators 13 ist weiterhin an eine Stromquelle
25 angeschlossen, die weiterhin mit dem positiven Pol UB+ verbunden
ist. Der nichtinvertierende Eingang des Komparators 13 ist von einer
von Referenzspannungsquelle 8 erzeugten zweiten Referenzspannung be
aufschlagt, die höher als die erste Referenzspannung ist. Die zweite Re
ferenzspannung bestimmt die Grenze der Versorgungsspannung, bei der
der zweite Komparator 13 sein Ausgangssignal von einem aufeinen ande
ren Pegel ändert.
Dem nichtinvertierenden Ausgang des Komparators 13 ist die Basis eines
bipolaren Transistors 14 nachgeschaltet, der mit seinem Emitter an den
negativen Pol UB- gelegt ist. Der Transistor 14 ist der Ausgangstransi
stor der Steuereinheit 4, in der ein weiterer bipolarer Transistor 15 mit
der Basis an den invertierenden Ausgang des Komparators 13 gelegt ist.
Der Kollektor des Transistors 15 ist mit einem Ausgang 16 der
Steuereinheit 4 verbunden. Der Emitter des Transistors 15 ist mit dem
positiven Pol UB+ der Betriebsspannung verbunden. Der Kollektor des
Transistors 17 ist mit einem Ausgang 17 der Steuereinheit verbunden.
Ein weiterer Ausgang 18 der Steuereinheit 4 ist mit der Anode des Thy
ristors 12 verbunden. An den Ausgang 18 ist eine Elektrode eines ex
ternen Kondensators 19 angeschlossen, dessen andere Elektrode mit dem
negativen Pol UB- verbunden ist.
Der Kollektor des Transistors 14 bzw. der Ausgang 17 ist über einen
Widerstand 31 an den positiven Pol UB+ gelegt. Weiterhin ist der Aus
gang 17 über nicht näher bezeichnete, in Reihe angeordnete Verstärker- bzw.
Signalformerschaltungen mit der Anode einer Diode 20 verbunden,
deren Kathode mit einem Widerstand 21 und einem Widerstand 22 ver
bunden ist. Der Widerstand 22 ist beispielsweise über ein Potentiometer
oder einen Trimmer mit dem negativen Pol UB- verbunden. Dem Wider
stand 21 ist eine Elektrode eines Kondensators 23 nach geschaltet, dessen
andere Elektrode an den negativen Pol UB- gelegt ist. Der Widerstand
21 und der Kondensator 23 sind an einen Eingang 3′ einer Steuereinheit
24 gelegt, die den gleichen Aufbau wie die Steuereinheit 4 hat. Die
Schaltungselemente, die in der Steuereinheit 24 demjenigen der
Steuereinheit 4 gleichen und auch die gleichen Funktionen ausüben,
sind deshalb mit den gleichen Bezugsziffern in Fig. 1 gekennzeichnet,
denen ein Apostroph hinzugefügt wurde. Eine detaillierte Beschreibung
des schaltungstechnischen Aufbaus der Steuereinheit 24 erübrigt sich
daher.
An den Ausgang 18′ der Steuereinheit 24 ist eine Elektrode eines exter
nen Kondensators 25 angeschlossen, dessen andere Elektrode an den ne
gativen Pol UB- gelegt ist. Dar bipolare Transistor 14′ ist ein Aus
gangstransistor der Steuereinheit 24. An den Ausgängen 16 und 16′ sind
jeweils ein erstes bzw. ein zweites Meldesignal bei bestimmten Versor
gungsspannungen verfügbar. Wenn die Versorgungsspannung unter eine
kritische Grenze absinkt, die, wie oben dargelegt, durch
Spannungsteilerverhältnisse und die erste Referenzspannung festgelegt
werden kann, spricht der Komparator 7 an. Die Grenze richtet sich nach
den Betriebsbedingungen der an die Versorgungsspannung
angeschlossenen Verbraucher, bei denen es sich vorzugsweise um
programmierbare Steuerungen bzw. Mikrocomputer handelt. Der
Grenzwert ist so gewählt, daß Spannungseinbrüche einer bestimmten
Größe, die noch nicht die Arbeitsweise der Verbraucher stören, durch
das erste Meldesignal dem jeweiligen Prozessor gemeldet werden, der
daraufhin Routinen zur Datensicherung ausführen kann.
Das Ansprechen des Komparators 7 bewirkt über die Torschaltung 10 die
Zündung des Thyristors 12, der den Kondensator 19 kurzschließt. Hier
durch wird die Spannung am nichtinvertierenden Eingang des Kompara
tors 13 unter die Referenzspannung abgesenkt, wodurch auch der Kom
parator 13 anspricht, der daraufhin den Transistor 14 leitend steuert.
Damit wird die Diode 20 in Sperrichtung gepolt, wodurch sich der Kon
densator 23 über die Widerstände 21, 22 entlädt. Wenn die Entladung so
weit fortgeschritten ist, daß die Spannung am Eingang 3, dem unteren
Grenzwert der Versorgungsspannung entspricht, ändert der Komparator
7′ sein Ausgangssignal. Die Zeitkonstante des RC-Kreises, in dem sich
der Kondensator 23 befindet, ist auf die Anforderungen der datenverar
beitenden Verbraucher abgestimmt. Der Grenzwert darf erst nach einer
Verzögerungszeit erreicht werden, deren Dauer auf die für die Rettung
der Daten durch entsprechende Prozessoroperationen notwendigen Zy
klen abgestimmt ist. In dieser Zeitspanne muß aber die Versorgungs
spannung noch eine für die Arbeitsweise der Datenverarbeitungsanord
nung ausreichende Höhe haben.
Das Ansprechen des Komparators 7′ bewirkt eine Zündung des Thyri
stors 12′, wodurch der Kondensator 25 kurzgeschlossen wird. Hierdurch
wird der Komparator 13 zum Ändern seiner Ausgangssignale veranlaßt,
wodurch der Transistor 14′ leitend gesteuert wird, d. h. am Ausgang 17′
steht das zweite Meldesignal mit dem Potential des negativen Pols UB-
zur Verfügung. Der Ausgang 17′ kann mit einem nicht dargestellten Kol
lektorwiderstand für den Transistor 14′ verbunden sein. Bei Span
nungswiederkehr ergibt sich zunächst ein sehr kurzer Zustand, in dem
eine undefinierte Arbeitsweise der Steuereinheiten 4 und 24 herrscht.
Da die erste Referenzspannung eine relativ niedrige Spannung von z. B.
1,5 V ist, steht diese beim Spannungsanstieg relativ schnell zur Verfü
gung, so daß der Komparator 7 anspricht, wodurch auf die oben be
schriebene Weise das erste Meldesignal erzeugt wird. Auch das zweite
Meldesignal am Ausgang 16′ ist vorhanden, so daß der Datenverarbei
tungseinrichtung signalisiert wird, daß die Spannung für eine einwand
freie Arbeitsweise zu niedrig ist.
Die Fig. 2 zeigt den Verlauf der Versorgungsspannung UB in Ordinaten
richtung in Abhängigkeit von der Zeit t in Akszissenrichtung. Wenn die
Versorgungsspannung zum Zeitpunkt t₁ den unteren Grenzwert UG
überschritten hat, ändert sich das Ausgangssignal des Komparators 7,
wodurch der Thyristor 12 in den nichtleitenden Zustand versetzt wird.
Die Stromquelle 16 lädt den Kondensator 19 auf. Die Aufladung des Kon
densators 19 hat zum Zeitpunkt t₂ den zweiten Referenzspannungswert
erreicht. Zu diesem Zeitpunkt hat die Versorgungsspannung UB ihren
Nennwert erreicht. Der Komparator 7 ändert zum Zeitpunkt t₂ seine Aus
gangssignale, wodurch der Transistor 14 nichtleitend wird. Zum Zeit
punkt t₂ geht das Signal POK am Ausgang 16 von einem, etwa dem Po
tential des negativen Pols der Versorgungsspannung entsprechenden
Wert 27, dem z. B. der binäre Wert "L" zugeordnet ist, auf einen, dem
positiven Potential der Versorgungsspannung entsprechenden Wert 28
über. Ab dem Zeitpunkt t₂ wird der Kondensator 23 aufgeladen, so daß
nach kurzer Zeit der Komparator 7′ sein Ausgangssignal ändert, wodurch
der Thyristor 12′ nichtleitend gesteuert und der Kondensator 25 von
der Stromquelle 26′ aufgeladen wird. Der Kondensator 25 hat eine gerin
gere Kapazität als der Kondensator 19, so daß die Ladespannung nach
kurzer Zeit die z. B. zum Zeitpunkt t₃ zweite Referenzspannung von z. B.
2 V bei 5 V Versorgungsspannung erreicht und überschreitet. Wäh
rend das zweite Meldesignal RESN vor dem Zeitpunkt t₃ als zweites Mel
designal einen dem Potential des negativen Pols der Versorgungs
spannung entsprechenden niedrigen Wert 29 bzw. einen "L"-Wert hat,
das dem zweiten Meldesignal entspricht, geht das Signal am Ausgang 16′
zum Zeitpunkt t₃ auf einen hohen Wert 30 bzw. H-Wert über, wobei sich
gegenüber dem Zeitpunkt t₂ eine Verzögerung um die Zeitspanne tx er
gibt.
In Fig. 2 ist zum Zeitpunkt t₄ ein Rückgang der Versorgungsspannung
UB auf den Wert UG dargestellt. Zum Zeitpunkt t₄ wird daher auf die
oben bereits beschriebene Weise das erste Meldesignal durch den Rück
gang des Signals POK auf den Wert 27 erzeugt. Zum Zeitpunkt t₅, d. h.
um die Verzögerungszeit tw später, wird auch das zweite Meldesignal
auf die oben beschriebene Art durch einen niedrigen Pegel des Signals
PWR erzeugt.
Die Fig. 3 zeigt eine Schaltung zur Überwachung einer Versorgungs
spannung UB von 5 V, die die beiden Schaltungseinheiten 4, 24, die
Diode 20, die Widerstände 21, 22 sowie die Kondensatoren 19, 23 und 25
enthält. Eine zu überwachende Versorgungsgleichspannung ist an den
Eingang 3 der Steuereinheit 4 gelegt. Der Eingang 3 ist weiterhin, wie
gem. Fig. 1 mit dem Widerstand 2 und dem Kondensator 9 verbunden.
Der Ausgang 17 der Schaltungseinheit 4 ist über einen Widerstand 32
einerseits mit der Basis eines Transistors 33 und andererseits über zwei
Verstärker um Impulsformerschaltungen 34, 35 mit der Diode 30 verbun
den. Der Emitter des bipolaren Transistors 33 ist von der Spannung UB
beaufschlagt. Der Kollektor des Transistors 33 ist mit der Basis eines
weiteren bipolaren Transistors 34 und mit einem Kollektorwiderstand 35
verbunden, der weiterhin an die Kathode einer Zener-Diode 36 ange
schlossen ist, die in Reihe mit einem Widerstand 37 zwischen den Polen
der Betriebsspannung angeordnet ist. Die Zener-Diode 36 kann als pro
grammierbare Referenzspannungsquelle ausgebildet sein.
Der Transistor 34 hat einen Widerstand 38 im Emitterkreis und einen Wi
derstand 39 im Kollektorkreis und ist in Reihe mit diesen Widerständen
zwischen die Pole der Betriebsspannungsquelle gelegt. Zwischen Basis
des Transistors 34 und dem positiven Pol der Betriebsspannungsquelle ist
ein Widerstand 40 angeordnet. Am Kollektor des Transistors 34 tritt das
erste Meldesignal auf, wenn die am Eingang 3 der Schaltungseinheit 4
anstehende Spannung kleiner als der Grenzwert UG ist.
Dem Ausgang 17′ der Steuereinheit 24 sind in Reihe eine Verstärker- bzw.
Impulsformerstufen 41 und eine Torschaltung 42 nach geschaltet. An
den Ausgang der Torschaltung 42 ist eine Schaltungsanordnung ange
schlossen, deren Aufbau demjenigen, der an den Widerstand 32 ange
schlossenen Schaltungsanordnung entspricht. Es wurden deshalb über
einstimmende Schaltungsteile mit gleichen Bezugsziffern versehen, denen
ein Apostroph hinzugefügt ist. Am Kollektor des Transistors 34 tritt bei
kritischer Unterspannung der Versorgungsspannung das zweite Mel
designal RESN auf.
Eine zweite Zener-Diode 43 ist in Reihe mit einem Widerstand 42 zwi
schen den Polen der Betriebsspannungsquelle angeordnet. Parallel zur
Zenerdiode 43 ist ein Spannungsteiler 51 gelegt, dessen Abgriff mit den
Emittern eines bipolaren Transistors 45 und eines Transistors 45′ ver
bunden ist. Basen und Kollektoren der Transistoren 45, 45′ sind jeweils
mit einem Widerstand 46, 46′ und der Basis eines weiteren bipolaren
Transistors 47, 47′ verbunden. Die Emitter der Transistoren 47, 47′ sind
jeweils mit den Emittern der Transistoren 38, 38′ verbunden.
Die Kollektoren der Transistoren 47, 47′ sind über je einen Widerstand
48, 48′ an den negativen Pol der Betriebsspannungsquelle gelegt. Wei
terhin stehen die Kollektoren der Transistoren 47 und 47′ je über we
nigstens eine Diode 49, 49′ mit den Basen der Transistoren 33, 33′ in
Verbindung. Die Basen der Transistoren sind je über einen Widerstand
50, 50′ an den positiven Pol der Betriebsspannungsquelle gelegt. Die
Transistoren 45, 47 bzw. 45′, 47′ und die Widerstände 46, 38 bzw. 38′,
46′ bilden zusammen mit dem Ausgang des Spannungsteilers 51 Strombe
grenzungsschaltungen für die Transistoren 34, 34′.
An den Eingang 11 der Schaltungseinheit 4 ist eine primäre Versor
gungsspannung gelegt, die ebenfalls insofern überwacht wird, als ihr
Ausbleiben über die Torschaltung 10 den Thyristor 12 leitend steuert.
Die Ausgänge 16, 16′ der Schaltungseinheiten 4, 24 sind je über einen
Widerstand 52, 52′ mit der Basis eines Transistors 53, 53′ verbunden. Die
Emitter-Kollektor-Strecken der Transistoren 53, 53′ sind den Widerstän
den 39, 39′ jeweils über entfernbare Brücken 54, 54′ parallel geschaltet.
Wenn mehrere Netzgeräte zur Erhöhung der Ausgangsströme parallel ge
schaltet sind, werden die Brücken 54, 54′ gesteckt. Die Brücken 54, 54′
werden nicht gesteckt, wenn Netzgeräte zur Erhöhung der Verfügbarkeit
zusammenarbeiten. Die Transistoren 34, 34′ können an ihren Kollektoren
in einer Wired-Or-Verknüpfung mit entsprechenden Transistoren anderer
Überwachungsschaltungen zusammenarbeiten. Wenn die Kollektorpoten
tiale der Transistoren 34 bzw. 34′ von anderen Überwachungsschaltun
gen aus auf niedriges Potential gezogen werden, werden die über die
Transistoren 34, 34′ fließenden Ströme auf ungefährliche Werte begrenzt.
Die NPN-Transistoren 53, 53′ ziehen bei der Parallelschaltung zur Stro
merhöhung von Netzgeräten die Signale der übrigen Geräte auf niedri
ges Potential (Low). Bei der Parallelschaltung zur Verfügbarkeitserhö
hung sind diese Transistoren abgetrennt, da ja bei Redundanz-Betrieb
die Signale nur dann auf Low gehen dürfen, wenn alle Netzgeräte Fehler
zeigen.
Der zweite Eingang der Torschaltung 42 ist über einen kurzschließbaren
Widerstand 55 an den positiven Pol der Betriebsspannung gelegt. Der
Widerstand wird kurzgeschlossen, wenn die Verzögerungszeit zwischen
den beiden Meldesignalen nach Spannungswiederkehr beseitigt werden
soll.
Die Fig. 4 zeigt im Zeitdiagramm des Signals VSU1 am Eingang 3, das
zum Zeitpunkt t₆ unter die kritische Grenzspannung absinkt und zum
Zeitpunkt t₇ wieder auf die Nennspannung ansteigt. Zum Zeitpunkt t₆
geht das Signal POK am Kollektor des Transistors 34 auf einen niedrigen
(low) Pegel und behält diesen Pegel auch nach dem Zeitpunkt t₇ für
eine Zeitspanne tv1 bei, wodurch sich eine Entprellzeit ergibt.
Das Signal VSU2 am Eingang 3′ geht nach dem Rückgang des Signals
POK auf den niedrigen Pegel nach einer Exponentialfunktion gegen den
niedrigen Pegel, wodurch beispielsweise zum Zeitpunkt t₈, d. h. nach ei
ner Verzögerungszeit tw gegenüber dem Zeitpunkt t₆ das Signal RESN
am Kollektor des Transistors 34′ auf einen niedrigeren Pegel übergeht,
der nach dem Zeitpunkt t₉, an dem die Entprellzeit tv1 abgelaufen ist,
um die Zeitspanne tv2 verzögert gegenüber dem Signal POK wieder auf
den hohen Pegel ansteigt.
Claims (8)
1. Überwachungsschaltung für wenigstens eine Versorgungsspannung
mit Vergleichern, die bei Unterschreiten der Versorgungsspannung
unter einen vorgebbaren Schwellenwert ein erstes Meldesignal und
nach Ablauf einer festgelegten Warnzeitspanne ein zweites Mel
designal erzeugen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Versorgungsspannung in einer ersten Schaltungseinheit
(4) einen ersten Komparator (7) zum Vergleich mit einer, einen
unteren ersten Grenzwert für die Erzeugung des ersten Meldesi
gnals festlegenden Referenzspannung zugeführt wird, daß in der
Schaltungseinheit (4) dem ersten Komparator (4) ein Schaltelement
nach geschaltet ist, mit dem ein zu diesem parallel geschalteter,
von einer Betriebsspannungsquelle aufladbarer Kondensator (19)
zur Absenkung der Eingangsspannung eines in der Steuereinheit
(4) angeordneten, zweiten Komparators (13) unter eine, einen
Grenzwert für die Rücksetzung des Meldesignals festlegenden
zweiten Referenzspannung kurzschließbar ist, daß dem
nichtinvertierenden Ausgang des zweiten Komparators (13) die
Basis eines bipolaren Ausgangstransistors (14) nachgeschaltet ist,
dessen Emitter an den negativen Pol der die Steuereinheit (4) mit
Betriebsspannung versorgen den Spannungsquelle angeschlossen
ist, deren positiver Pol über einen Widerstand (31) mit dem
Kollektor des Ausgangstransistors (14) verbunden ist, an dem oder
wenigstens an einem dem Ausgangstransistors (14)
nachgeschalteten Verstärker das erste Meldesignal auftritt, daß
dem Kollektor des Ausgangstransistors (14) über eine Diode (20)
ein durch einen Widerstand (21) aufladbarer und einen Widerstand
(22) entladbarer Kondensator (23) nach geschaltet ist, der in einer
zweiten, mit der ersten Schaltungseinheit (4) gleichartigen
Schaltungseinheit (24) an den ersten Komparator (7′)
angeschlossen ist und daß am Kollektor des Ausgangstransistors
(14′) der zweiten Schaltungseinheit (24) oder wenigstens an einem
diesem Ausgangstransistor nachgeschalteten Verstärker das zweite
Meldesignals erzeugt wird.
2. Überwachungsschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Versorgungsspannung die gleiche Spannung wie die Be
triebsspannung der Steuereinheiten (4, 24) ist.
3. Überwachungsschaltung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltelemente in den Steuereinheiten (4, 24) ein- und
ausschaltbare Thyristoren (10, 10′) sind.
4. Überwachungsschaltung nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kollektor des Ausgangstransistors (14) der Steuereinheit
(4) an einen Widerstand (32) angeschlossen ist, der mit der Basis
eines bipolaren Transistors (33) verbunden ist und dessen Kollek
tor die Basis eines einen Ausgang der Überwachungsschaltung
bildenden Transistors (34) speist, dessen Emitter über einen Wider
stand (38) mit dem positiven Pol und dessen Kollektor über einen
Widerstand (29) mit dem negativen Pol der Betriebsspannungs
quelle verbunden ist, und daß am Kollektor das erste Meldesignal
(POK) auftritt.
5. Überwachungsschaltung nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kollektor des Ausgangstransistors (14′) der zweiten
Steuereinheit (24) mit einer Torschaltung (42) verbunden ist, von
der ein weiterer Eingang über einen kurzschließbaren Widerstand
(55) an den positiven Pol der Betriebsspannung gelegt ist, daß die
Torschaltung (42) ausgangsseitig über einen Widerstand (32) mit
der Basis eines Transistors (33′) verbunden ist, dessen Basis über
einen weiteren Widerstand (50′) vom positiven Pol der
Betriebsspannungsquelle gespeist wird und dessen Kollektor die
Basis eines weiteren Transistors (34) speist, der einen Ausgang
der Überwachungsschaltung an seinem Kollektor für das zweite
Meldesignal bildet, und daß der Kollektor und der Emitter des
Transistors (34) über je einen Widerstand (38′, 39′) mit dem
positiven bzw. negativen Pol der Betriebsspannung verbunden
sind.
6. Überwachungsschaltung nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Basen der die Ausgänge der Überwachungsschaltung spei
senden Transistoren (34, 34′) je über einen Widerstand (40, 40′)
um den positiven Pol der Betriebsspannungsquelle und je über
einen weiteren Widerstand (35, 35′) mit der Kathode einer Zener-Diode
(36) verbunden sind, die in Reihe mit einem Widerstand (37)
zwischen den Polen der Betriebsspannungsquelle angeordnet ist.
7. Überwachungsschaltung nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Emitter der die Ausgänge der Überwachungsschaltung bil
denden Transistoren je mit einer Strombegrenzungsschaltung ver
bunden sind.
8. Überwachungsschaltung nach einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß den invertierenden Ausgängen der zweiten Komparatoren (13,
13′) der Schaltungseinheiten (4, 24) jeweils Transistoren nachge
schaltet sind, deren Emitter an den positiven Pol der Betriebs
spannung gelegt sind und deren Kollektoren je über einen Wider
stand (52, 52′) mit der Basis eines Transistors (53, 53′) verbunden
sind, dessen Kollektor-Emitter-Strecke parallel zum Kollektorwider
stand (39, 39′) des am Ausgang der Überwachungsschaltung ange
ordneten Transistors (34, 34′) schaltbar ist.
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