DE19532619A1 - Spinnverfahren und -maschine - Google Patents
Spinnverfahren und -maschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spinnmaschine mit einer
Spinnstelle, die einen Faden durch Beaufschlagung mit einem sich
drehenden Luftstrom auf ein ungedrehtes Faserbündel, das von
einem Streckwerk verstreckt wird, und Beaufschlagen des Fadens
mit einem Drall erzeugt, wobei das Faserbündel geöffnet wird,
und die weiterhin eine Andreheinheit hat, die das Spinnfadenende
in die Spinnstelle von rückwärts einführt, so daß der
Wiederbeginn des Spinnvorganges ermöglicht wird, und
insbesondere auf ein Spinnverfahren und eine Vorrichtung, die
das Andrehen ermöglicht, wobei die Fadenfestigkeit des
verbundenen Teils beim Wiederaufnehmen des Spinnvorganges hoch
ist.
Die offengelegte japanische Patentanmeldung Hei 6-173129 ist ein
Beispiel des Standes der Technik für eine Spinnmaschine mit
einer Spinnstelle, die aus einem Faserband einen Spinnfaden
erzeugt und die eine Andreheinheit hat, die das Spinnfadenende
von rückwärts einfädelt, den Faden verbindet und den
Wiederbeginn des Spinnvorgangs ermöglicht.
Diese Spinnvorrichtung ist mit einer Spinnstelle versehen, die
Luft mit einem bestimmten Druck aus einer Luftdüse zu einem
zugeführten Faserband bläst und dabei den so erzeugten drehenden
Luftstrom ausnutzt, dann das Faserband öffnet und durch
Verdrehen des geöffneten Faserbandes einen Spinnfaden herstellt.
Ein von einer üblichen Luftspinnmaschine erzeugter Spinnfaden
wird um den Kernfaden derart gedreht, daß sich ein fest
gesponnener Faden ergibt, es kann jedoch ein Hochqualitäts-
Spinnfaden sehr ähnlich dem echt gedrehten Faden einer
Ringspinnmaschine mit dieser Maschine bei hoher Geschwindigkeit
erhalten werden.
Das Spinnen eines Spinnfadens durch einen Spinnfaden-
Herstellungsprozeß wird bei solch einer Spinnstelle unmöglich,
wenn sich Fasern und Verunreinigungen, die in den Fasern
enthalten sind, in der Luftdüse festsetzen. Es muß dann ein
Vorgang durchgeführt werden, bei dem die in der Düse
festsitzenden Fasern entfernt, und ein Rückwärts-Einfädeln des
auflaufspulenseitigen Fadenendes nach dem Spinnvorgang und eine
Fadenverbindung werden automatisch durchgeführt, wobei eine
Andreheinheit den Wiederbeginn des Spinnvorganges ermöglicht.
Diese Andreheinheit hat eine Einrichtung, die den auf die
Auflaufspule gespulten Spinnfaden abzieht, eine Einrichtung, die
die Auflaufspule entgegengesetzt dreht, eine Einrichtung, die
den abgezogenen Faden führt und abschneidet, eine Einrichtung,
die den Spinnfaden zur Spinnfaden-Ausgangsseite der Spindel
führt, die von der Düse der Spinnstelle getrennt wurde, und eine
Einrichtung, die den Faden öffnet, bzw. an der
Faserbandeingangsseite der Spindel einen Einfädelvorgang
durchführt. Das Spinnfadenende wird von rückwärts in die
Spinnstelle eingeführt, das Ende wird geöffnet, ein Faserband
wird den Spinnfadenende zugeführt, beide werden miteinander
verdreht, und der Faden wird verbunden.
Infolge der Kombination der Spinnstelle und der Andreheinheit
ist die Wiederaufnahme des Spinnvorganges möglich, jedoch ist
die Festigkeit der Andrehverbindung nicht ausreichend; in
bestimmten Fällen ergibt sich das Problem des "slip out"-
Phänomens, bei dem Verbindungsbrüche bei Zugbeanspruchung häufig
auftreten.
Im Hinblick auf diese Art von Schwierigkeiten, die bei der
bisherigen Technologie vorhanden sind, liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, ein Spinnverfahren und eine Spinnmaschine zu
schaffen, mittels derer ein festes Andrehen des verbundenen
Teils durchgeführt werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe gem. der Erfindung durch die im
Anspruch 1, bzw. 6 angegebenen Merkmale. Zweckmäßige
Ausgestaltungen der Erfindungen ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Die Spinnmaschine gem. der Erfindung hat eine Spinnstelle zum
Aufbringen eines sich drehenden Luftstroms mit einem
vorbestimmten Luftdruck auf ein zugeführtes Faserband und zum
Verdrehen und gleichzeitigen Öffnen des Faserbandes zur Bildung
eines Fadens, und eine Andreheinheit, die ein
auflaufspulenseitiges Fadenende umgekehrt in die Spinnstelle
einführt und die Wiederaufnahme des Spinnvorganges ermöglicht,
sowie eine Hochdruck-Beaufschlagungseinrichtung, die die Größe
des vorbestimmten Luftdrucks während einer vorbestimmten
Zeitperiode nach Wiederaufnahme des Spinnvorganges erhöht.
Vorzugsweise besteht die Hochdruck-Beaufschlagungseinrichtung
aus einem ersten pneumatischen Kreis, der den vorbestimmten
Luftdruck liefert, einem zweiten pneumatischen Kreis, der einen
Luftdruck liefert, der höher als der vorbestimmte Luftdruck ist,
und einer Umschalteinrichtung für den ersten und zweiten
pneumatischen Kreis.
Vorzugsweise schaltet die Umschalteinrichtung den zweiten
pneumatischen Kreis ein, bevor der erste pneumatische Kreis
abgeschaltet wird.
Bei Wiederbeginn des Spinnvorganges bilden die geöffneten Fasern
des auflaufspulenseitigen Fadenendes einen Stammfaden, der mit
den geöffneten Fasern des neu zugeführten Faserbandes verdreht
werden muß. Die Wirkung des drehenden Luftstromes unmittelbar
nach Wiederbeginn des Spinnvorganges ist jedoch nicht
ausreichend, so daß der Drall nicht genügt. Daher wird
wenigstens während der vorbestimmten Zeit, wenn der
Fadenverbindungsteil die Andreheinheit durchläuft, der Luftdruck
und die Wirkung des drehenden Luftstromes erhöht. Wenn ein
starker Luftstrom kontinuierlich an jedem Teil außer dem
Fadenverbindungsteil angewandt wird, wird der Faden zu fest,
weshalb der hohe Druck der Beaufschlagungseinrichtung nur auf
die vorbestimmte Zeit begrenzt wird, wenn der
Fadenverbindungsteil durchläuft.
Wenn die Hochdruck-Beaufschlagungseinrichtung aus dem ersten
pneumatischen Kreis, der den vorbestimmten Luftdruck liefert,
dem zweiten pneumatischen Kreis, der den Luftdruck höher als der
vorbestimmte Luftdruck liefert, und der Umschalteinrichtung für
den ersten und zweiten Kreis besteht, kann die
Umschalteinrichtung den Luftdruck zwischen dem vorbestimmten
Luftdruck und dem hohen Druck leicht ändern.
Wenn die Umschalteinrichtung den zweiten pneumatischen Kreis
umschaltet, bevor der erste Kreis abgeschaltet wird, wird die
Luft nicht unterbrochen, wenn zwischen dem hohen Luftdruck und
dem vorbestimmten Luftdruck umgeschaltet wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Fig. 1-7
beispielsweise erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Teilschnitt, aus dem der Hauptaufbau der
Spinnstelle gem. der Erfindung hervorgeht,
Fig. 2 vergrößert eine Düse der Spinnstelle,
Fig. 3 den Aufbau der gesamten Spinnmaschine einschl. der
Andreheinheit,
Fig. 4 und 5 Teilschnitte, aus denen das Rückwärts-Einfädeln
eines Fadenendes an der Spinnstelle hervorgeht,
Fig. 6 ein Schaltbild pneumatischer Kreise, und
Fig. 7 ein Diagramm pneumatischer Signale.
Zunächst wird anhand der Fig. 1-5 eine gesamte Spinnmaschine
beschrieben. Fig. 1 ist ein Teilschnitt, aus dem der
Hauptaufbau einer Spinnstelle gem. der Erfindung hervorgeht,
Fig. 2 eine vergrößerte Schnittdarstellung der Düse der Spinn
stelle, Fig. 3 zeigt den Aufbau der gesamten Spinnmaschine
einschl. der Andreheinheit, und Fig. 4 und 5 sind
Teilschnittdarstellungen, aus denen das Umkehreinfädeln eines
Fadenendes zur Spinnstelle hervorgeht.
Anhand der Fig. 1 und 2 werden zunächst der Aufbau der
Spinnstelle und der Spinnvorgang erläutert. In Fig 1 besteht die
Spinnstelle Sp aus einer Düse N und einer Spindel S. D ist ein
Streckwerk, das stromaufwärts der Spinnstelle Sp liegt, das ein
Faserbündel verstreckt, bis es fein ist. Ein Faserband L wird
dem Streckwerk D über eine Faserbandführung T zugeführt. Das
Streckwerk D hat eine hintere Walze Rb, eine dritte Walze Rt,
eine zweite Walze Rs mit einem Laufriemchen und eine vordere
Walze Rf.
Am Streckwerk D wird das verstreckte Faserband L der Spinnstelle
Sp zugeführt, die aus der Düse N und der Spindel S besteht, und
die den Spinnfaden Y erzeugt. Die Spindel S wird von einer
Halterung h an einem Ende von Stangen r eines Zylinders Cs
gehalten und ist so aufgebaut, wie später erläutert wird, daß
sie von der Düse N getrennt werden kann.
Fig. 2 ist eine vergrößerte Teilschnittdarstellung des
Hohlspindelteils s der Spindel S und des Düsenteils n der Düse
N, die in Fig. 1 gezeigt sind. Es sind mehrere, z. B. vier schräg
verlaufende Lufteinblaskanäle 3 in das Düsenteil n gebohrt, die
zum einen Ende 2 des konusförmigen Spindelteils s tangential zur
Umfangswand einer zylindrischen Hohlkammer 1 gerichtet sind.
Eine nadelförmige Führung 5 mit einem Durchmesser, der kleiner
als der Durchmesser des Eingangs des Hohlkanals 4 des
Hohlspindelteils s ist und die gegenüber dem Eingang des Kanals
4 liegt, ist an der vorderwalzenseitigen Innenwand 6 des
Düsenteils n befestigt. Das Hohlspindelteil s ist so gelagert,
daß es durch einen geeigneten Antrieb wie eine Luftturbine oder
einen Antriebsriemen (nicht gezeigt) gedreht werden kann, oder
im Falle eines nichtdrehbaren Hohlspindelteils s ist eine
Dralldüse, die einen drehenden Luftstrom in den Spinnfadenkanal
bläst, nahe dem Eingang des Kanals angeordnet. Statt dessen ist
sogar bei einem nicht drehbaren Hohlspindelteil ohne diese
Dralldüse ein Spinnvorgang möglich.
Das Faserband L, das von der vorderen Walze Rf des Streckwerks D
zugeführt wird, wird in die Kammer 1 im Düsenteil n vom
Saugluftstrom nahe der Faserbandeingangsöffnung 7 des Düsenteils
n angesaugt, der von der Einblasluft 211 der Lufteinblaskanäle 3
erzeugt wird. Danach werden die Fasern f, die das Faserband L,
das in die Kammer 1 gesaugt wird, bilden, längs der Außenseite
der Führung 5 zum konusförmigen Ende 2 des hohlen Spindelteils
geleitet, und der sich mit hoher Geschwindigkeit drehende
Luftstrom, der von den Lufteinblaskanälen auf die Außenseite des
hohlen Spindelteils s geblasen wird, wirkt auf die Fasern f1
ein, trennt sie vom Faserband L und verdreht sie in Richtung des
sich drehenden Luftstroms, während sie geöffnet werden.
Dabei verhindert die Führung 5 den Aufbau von Kernfasern, und
auch auf die geöffneten Fasern f1, die vom Faserband L getrennt
sind, wirkt der sich drehende Luftstrom ein, und da sie
gleichmäßig um die Außenfläche des hohlen Spindelteils s
verteilt werden, sind praktisch keine Kernfasern vorhanden.
Daher erhalten die meisten Fasern einen Drall, und es wird ein
echt gedrehter Spinnfaden Y hergestellt. Es besteht auch die
Tendenz, daß ein von dem sich drehenden Luftstrom aufgebrachter
Falschdrall in Richtung der vorderen Walze Rf läuft, jedoch wird
dies von der nadelförmigen Führung 5 verhindert, und es tritt
somit keine Verdrehung des Faserbandes L durch einen Falschdrall
unmittelbar, nachdem es von der vorderen Walze Rf transportiert
wurde, auf. Wie zuvor beschrieben, werden die Fasern f1, die
einen Drall erhalten haben, nacheinander zur Spinnfaser Y
geformt und werden, nachdem sie den Hohlkanal 4 des Spindelteils
s durchlaufen haben, in Richtung einer Spinnfaden-Spulstelle
transportiert.
Es wird nun die Andreheinheit der Spinnmaschine anhand der Fig.
3-5 erläutert. In Fig. 3, die eine Seitenansicht ist, hat die
Spinnmaschine aufgereiht mehrere der oben erwähnten
Spinneinheiten bzw. stellen. Eine Andreheinheit P läuft in
Längsrichtung der Spinnmaschine und führt die Fadenverbindung
durch, nachdem eine Spinneinheit U ermittelt wurde, an der ein
Fadenbruch aufgetreten ist. 9a ist eine untere, am Boden
angeordnete Laufschiene. 8a ist ein Rad, das auf der unteren
Schiene 9a läuft und das von einem Antrieb gedreht wird, der an
der Andreheinheit P angeordnet ist, 9b ist eine obere Schiene,
die im oberen Teil der Spinnmaschine angeordnet ist, und 8b und 8c
sind Räder, die auf dem oberen Teil der Andreheinheit P
angeordnet sind, und zwischen denen die obere Schiene 9b
angeordnet ist. An der Spinneinheit U ist die Spinnstelle Sp
nahe dem Streckwerk D angeordnet, und nachdem der Spinnfaden Y,
der von der Spinnstelle Sp erzeugt wird, ein Abgabeelement H
durchlaufen hat, das aus einer Klemmwalze Rn und einer
Abgabewalze Rd sowie einem Fadenreiniger bzw. Knotenfänger Z
besteht, wird es einer Spuleinheit W zugeführt und auf eine
Auflaufspule b gespult.
Um den Spinnfaden Y, der auf die Auflaufspule B gespult ist, von
dieser Spinnspule b der Spinneinheit U abzuspulen, wenn ein
Fadenbruch aufgetreten ist, trennt die Andreheinheit P die
Auflaufspule b von einer Reibwalze d. Die Andreheinheit P hat
auch einen Ausstoßer J, um die Auflaufspule b in der getrennten
Stellung zu halten, ein Auflaufspulen-Rückdrehelement Rw, um die
Auflaufspule b, die von der Reibwalze d getrennt ist, in der zur
Aufspulrichtung entgegengesetzten Richtung zu drehen, eine
Führung Su, um das abgeschnittene Ende des Spinnfadens Y von der
Auflaufspule b abzuziehen, eine Führung Gu, um den von der
Auflaufspule b abgezogenen Spinnfaden Y zu führen und ihn in
einer bestimmten Stellung zu halten, einen Übergabearm Ta, der
den von der Auflaufspule B abgezogenen Spinnfaden Y in der
vorbestimmten Stellung hält und ihn dann unter die Spindel S der
Spinnstelle Sp transportiert, und ein Luftansaugelement As, um
den von der Auflaufspule b abgezogenen Spinnfaden Y zum hohlen
Spindelteil s der Spindel S der Spinnstelle Sp zu saugen, und
das Ende des eingefädelten Spinnfadens Y zu öffnen.
Es wird nun der Fadenandrehvorgang durch die Andreheinheit P
erläutert. Wenn ein Fadenbruch vom Fadenreiniger Z der
Spinneinheit U erzeugt wird, bzw. in der Spinnstelle Sp, wie sie
Fig. 1 zeigt, auftritt, werden zunächst alle Stangen r vom
Zylinder Cs der Spinnstelle Sp ausgeschoben, und die Spindel S
wird von der Düse N dadurch getrennt, daß sie in die in
unterbrochenen Linien gezeigte Stellung S′ zurückgezogen wird.
Danach führt die Andrehvorrichtung P die folgenden Bewegungen
durch. Damit der Ausstoßer J (Fig. 3) den auf die Auflaufspule B
der Spinneinheit U, an der der Fadenbruch aufgetreten ist,
aufgespulten Spinnfaden abspulen kann, trennt die Andreheinheit
P die Auflaufspule b von der Reibwalze d und hält sie in der
getrennten Stellung. Dann dreht das Rückdrehelement Rw die
Auflaufspule w, die von der Reibwalze d getrennt ist, in der zur
Aufspulrichtung entgegengesetzten Richtung. Danach zieht die
Führung Su das abgeschnittene Ende des Spinnfadens Y von der
Auflaufspule b ab. Daraufhin führt die Führung Su den von der
Auflaufspule b abgezogenen Spinnfaden Y und hält ihn in einer
bestimmten Stellung, und schließlich schneidet der
Übertragungsarm Ta den von der Auflaufspule b abgezogenen
Spinnfaden Y, hält ihn in der vorbestimmten Stellung und
transportiert ihn dann unter die Spindel S der Spinnstelle Sp,
wie in unterbrochenen Linien gezeigt ist.
Danach wird das Luftansaugelement As in die in Fig. 4 gezeigte
Stellung ausgeschoben, eine Fadenandrehöffnung 200 wird an das
hohle Spindelteil s der Spindel S angeschlossen, ein
Ansaugluftstrom 201 wird in der Öffnung 200 in Richtung der Düse
N erzeugt, der auflaufspulenseitige Spinnfaden Y wird angesaugt,
und der Fadenandrehvorgang erfolgt in dem hohlen Spindelteil s.
Der Spinnfaden Y wird von der Auflaufspule zur gleichen Zeit
abgegeben, wie der Ansaugluftstrom 201 erzeugt wird. Wenn der
Spinnfaden Y eine bestimmte Länge aus dem Ende des Spindelteils
s vorsteht, werden die Abgabe des Spinnfadens Y und die
Erzeugung des Ansaugluftstroms angehalten. Danach wird das
Ansaugelement As in die in unterbrochenen Linien gezeigte
Stellung (siehe Pfeil 1) zurückgezogen, ein Rückdrehrohr 201
wird an das Spindelteil s angeschlossen, ein Luftstrom (siehe
Pfeil 203), der entgegengesetzt zur Drallrichtung des
Spinnfadens Y dreht, wird im Rückdrehrohr 202 durch Zufuhr eines
Luftstroms vom Umfang des Rückdrehrohrs 202 erzeugt, das Ende
des Spinnfadens, das eine bestimmte Länge aus dem Ende des
Spindelteils s vorsteht, wird zurückgedreht, und die Fasern
bilden ein sich verdünnendes Ende. Dann wird das Ansaugelement
As in die Wartestellung der Fig. 3 zurückgezogen. Infolgedessen
nehmen die Fasern am Ende des Spinnfadens Y einen unverdrehten
Zustand ein. Dann wird der Zylinder Cs betätigt, die Stangen R
(siehe Pfeil 2) werden zurückgezogen, und die Spindel S wird an
die Düse N angeschlossen, wie Fig. 1 zeigt. Jetzt wird die
Spinnfaser Y von der Auflaufspule entsprechen der
Bewegungsstrecke der Spindel S abgegeben, und die Länge des
Spinnfadens Y, die aus dem Ende der Spindel S vorsteht, wird
eine bestimmte Strecke geführt. Dann beginnt die Spinneinheit
wieder den zuvor erwähnten Spinnvorgang, und die Fadenverbindung
wird durch einen drehenden Luftstrom der folgenden pneumatischen
Kreise durchgeführt.
Es werden nun die pneumatischen Kreise und ihre Funktionen
anhand der Fig. 6 und 7 bzgl. der Düse erläutert. Fig. 6 ist ein
Schaltbild, das den Aufbau der pneumatischen Kreise zeigt, und
Fig. 7 ist ein Diagramm, das die pneumatischen Ausgangssignale
zeigt.
In Fig. 6 haben die pneumatischen Kreise ein Umschaltventil 205
mit einer EIN-Stellung, die die Primär- und Sekundärseite
verbindet und Luft zuführt, und eine AUS-Stellung, die nicht nur
die Primärseite abtrennt, sondern auch die Sekundärseite mit der
Atmosphäre verbindet, einen pneumatischen Kreis (ersten Kreis)
213, der Luft A2 mit einem bestimmten Druck zwischen 3,5-5
kg/cm² zuführt, und ein Umschaltventil 204 mit dem gleichen
Aufbau wie das zuvor erwähnte Umschaltventil 205, das so
ausgestaltet ist, daß ein Hochdruckluftkreis (zweiter Kreis)
212, der Hochdruckluft A1 mit 6-7 kg/cm² zuführt, an die
Primärseite eines Sperrventils 208 angeschlossen wird, und die
Sekundärseite des Sperrventils 208 ist mit den
Lufteinblaskanälen 3 verbunden.
Die Luft der Hochdruckseite hat Vorrang zwischen dem ersten
Kreis 213, der den bestimmten Luftdruck aufweist, und dem
zweiten Kreis 212, der den Hochluftdruck aufweist, und das
Sperrventil 208 liefert diese den Lufteinblaskanälen 3 zu. Die
Umschaltventile 204, 205 sind so ausgebildet, daß sie durch
Erregen und Entregen mittels Befehlssignalen 206, 207 zu
Magnetspulen 204a, 205a öffnen und schließen. Der im Diagramm
gezeigte Zustand ist derart, daß der zweite Kreis 212 für die
Hochdruckluft und der erste Kreis 213 für die Luft mit dem
vorbestimmten Druck gesperrt sind, und den Lufteinblaskanälen 3
keine Luft zugeführt wird. Die Befehlssignale 206, 207 sind
Signale, bei denen das Aktivierungssignal des Streckwerks D bzw.
das Aktivierungssignal des Spinnfaden-Abgabeelements H, das von
der Klemmwalze Rn und der Abgabewalze Rd gebildet wird,
gleichzeitig oder im wesentlichen gleichzeitig ausgesendet
werden. Dies bedeutet, daß der Beginn des Spinnfadens und die
Erzeugung des drehenden Luftstroms gleichzeitig sind.
Diese pneumatischen Kreise führen die folgenden Funktionen aus,
wenn der Spinnvorgang wieder beginnt. Wenn der Spinnvorgang
wieder gestartet wird, wird zuerst das Umschaltventil 204 vom
Signal 206 erregt und schaltet in die EIN-Stellung,
Hochdruckluft A1 wird über das Sperrventil 208 ausgegeben, wie
durch den Pfeil 209 angegeben ist, und das Sperrventil 208 gibt
diese Hochdruckluft A1 an die Lufteinblaskanäle 3 ab. Dann wird
das Umschaltventil 205 vom Signal 207 erregt und schaltet auf
die EIN-Stellung um, und Luft A2 mit einem bestimmten Druck wird
über das Umschaltventil 208 ausgegeben, wie durch einen Pfeil
210 angegeben ist, jedoch gibt das Umschaltventil 208 noch die
Hochdruckluft A1 ab. Nach Umschalten des Umschaltventils 204
verstreicht eine bestimmte Zeitdauer, und das Umschaltventil 204
wird vom Signal 206 entregt und schaltet auf die AUS-Stellung
um. Das Umschaltventil 208, das zur Verbindung der Sekundärseite
mit der Atmosphäre dient, wird auf die Normaldruckluft-
Kreisseite umgeschaltet und führt Normaldruckluft A2 den
Lufteinblaskanälen 3 zu. Auf diese Weise werden der
Hochdruckluftkreis 212 und ein Normaldruckluftkreis 213
gebildet, und, da sie umgeschaltet werden können, kann
problemlos Hochdruckluft nur für eine bestimmte Zeitperiode
zugeführt werden.
Dieser Zustand wird anhand der Fig. 7 erläutert. Wenn in Fig. 7
der Spinnvorgang zum Zeitpunkt t1 wieder beginnt, wird von dem
Hochdruckluftkreis 209 Hochdruckluft abgegeben. Dann wird die
Luft mit vorbestimmtem Druck vom Kreis 210 zum Zeitpunkt t2
abgegeben. Zum Zeitpunkt t3, nachdem ein bestimmtes
Zeitintervall T nach dem Wiederbeginn des Spinnvorgangs
abgelaufen ist, wird die Zufuhr von Hochdruckluft unterbrochen.
Dieses bestimmte Zeitintervall T hängt von der Geschwindigkeit
des Spinnvorgangs ab, beträgt jedoch vorzugsweise 10-500 ms
bis zum Durchgang des Fadenverbindungsteils. Daher wurde, wie
die Figur zeigt, bisher Normaldruckluft (siehe 214) am Beginn des
Spinnvorgangs ausgegeben, gem. der Erfindung wird jedoch
Hochdruckluft an die Lufteinblaskanäle genau nach Wiederbeginn
des Spinnvorganges nur eine extrem kurze Zeitdauer T (siehe 211)
ausgegeben. Wenn vom Hochluftdruck auf den vorbestimmten
Luftdruck übergegangen wird, tritt bei der Abgabe keine
Unterbrechung auf, so daß es zu keinem Fadenbruch kommt.
In Fig. 2 ist beim Wiederbeginn des Spinnvorgangs, da die Luft,
die von den Kanälen 3 (Pfeil 211) eingeblasen wird, momentan auf
hohem Druck gehalten wird, die Übergangszeit zur Erzeugung eines
drehenden Luftstroms kurz, und die Umschaltung auf den normalen
Zustand erfolgt schnell. Daher wird normalerweise der Spinnfaden
Y schnell fortgesetzt und am Endteil f1′ des zugespitzten Endes
des Fadens Y′, der von der Auflaufspule zurückgedreht wurde,
tritt kein "slip out", (bei dem der Faden straff ist, bei Zug
aber bricht) auf, die Verbindung ist einwandfrei und die
Fadenverbindung wird bei Aufrechterhaltung einer hohen
Fadenfestigkeit durchgeführt.
Wenn der Spinnvorgang wieder beginnt, wird, da die Festigkeit
der Fasern auf den Endteil des spulenauflaufseitigen Fadenendes
gewickelten Fasern stärker ist als beim normalen Spinnvorgang,
eine feste Verbindung am Verbindungsabschnitt erzeugt. Wenn der
Luftdruck für den normalen Spinnvorgang nicht wieder so schnell
wie möglich aufgenommen wird, nachdem der Verbindungsteil
durchgelaufen ist, wird der Drall der Fasern zu stark, und es
kann ein Faden erzeugt werden, der sich schlecht anfühlt. Die
Zeit zum Einblasen der Hochdruckluft wird daher auf einen bzgl.
der Spinngeschwindigkeit, der Fadenfeinheitsnummer u. dgl.
geeigneten Wert eingestellt. Diese Zeit kann von einer
Steuereinrichtung wie einem Sequenzer eingestellt werden.
Ein Beispiel der Messung des Wirkungsgrades wird nun anhand der
folgenden Vergleichstabelle erläutert. Diese Wirkungsgradmessung
wurde unter Verwendung eines T/C36 Polyester-Baumwoll-
Spinnfadens durchgeführt. In der Tabelle steigt die Erfolgsrate
von zuvor 80% auf 85-92%. Die "slip out"-Erzeugungsrate fällt
von 50% auf 0%, und die Aufrechterhaltungsrate der
Fadenfestigkeit am verbundenen Teil gegenüber dem normalen Teil
wird 60-80% gegenüber zuvor 0-70%.
Wie zuvor erläutert, wird beim Spinnvorgang gem. der Erfindung
ein drehender Luftstrom verwendet, der von einem vorbestimmten
Luftdruck auf einen hohen Luftdruck beim Wiederbeginn des
Spinnvorgangs geändert wird, wobei sich die Effektivität in
einer Erhöhung der Andreh-Erfolgsrate und der Aufrechterhal
tungsrate der Fadenfestigkeit bei einfachem Maschinenaufbau
zeigt.
Claims (8)
1. Spinnverfahren, bei dem ein drehender Luftstrom mit einem
vorbestimmten Luftdruck auf ein Faserband angewandt wird, das
dem Bereich des drehenden Luftstroms zugeführt wird, und bei dem
das Faserband bei der Bildung eines Spinnfadens mit einem Drall
beaufschlagt wird,
dadurch gekennzeichnet , daß,
nachdem das auflaufspulenseitige Fadenende in den Drehluftstrom
Beaufschlagungsbereich rückwärts eingefädelt wurde, das
Faserband zugeführt wird, und der Spinnvorgang wieder begonnen
wird, und daß nach dem Wiederbeginn des Spinnvorganges oder
während einer bestimmten Zeitperiode vorher oder nachher der
Luftdruck von einem Luftdruck bei normalen Spinnvorgängen auf
einen hohen Druck erhöht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß,
wenn der Spinnvorgang wieder begonnen wird, nachdem das
auflaufspulenseitige Fahnenende in den Drehluftstrom-
Beaufschlagungsbereich umgekehrt eingefädelt wurde, während des
ersten Teils, wenn das zugeführte Faserband um das
auflaufspulenseitige Fadenende gewickelt wird, der Luftdruck
höher als derjenige bei normalen Spinnvorgängen gemacht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Beginn des Spinnvorganges der Beginn des Laufs des
auflaufspulenseitigen Fadens ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Zeitpunkt des Beginns des Einblasens der Hochdruckluft etwa
der gleiche wie der Beginn des Spinnvorganges ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens vor dem Abschalten des hohen Luftdrucks der vorherige
normale Luftdruck eingeschaltet wird.
6. Spinnmaschine mit einer Spinnstelle (St) ein Drehluftstrom
(211) mit einem vorbestimmten Luftdruck auf, mittels der ein
Faserband (L) aufgebracht wird, das dem Bereich des
Drehluftstromes zugeführt wird, und das Faserband bei der
Herstellung eines Spinnfadens mit einem Drall beaufschlagt wird,
und mit einer Andreheinheit (P), die das auflaufspulenseitige
Fadenende in die Spinnstelle umgekehrt einfädelt und den
Spinnvorgang wieder beginnt,
gekennzeichnet durch
eine Hochdruck-Beaufschlagungseinrichtung (204-212), die den
Luftdruck auf einen hohen Luftdruck von einem Luftdruck bei
normalen Spinnvorgängen aus nach dem Wiederbeginn des
Spinnvorganges oder während einer bestimmten Zeitperiode vorher
oder nachher erhöht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Hochdruck-Beaufschlagungseinrichtung einen ersten
pneumatischen Kreis (213) aufweist, der den vorbestimmten
Luftdruck liefert, einen zweiten pneumatischen Kreis (212), der
den hohen Luftdruck liefert, der höher als der vorbestimmte
Luftdruck ist, und eine Umschalteinrichtung (204) für den ersten
und zweiten pneumatischen Kreis aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Umschalteinrichtung (204) den ersten pneumatischen Kreis
(212) vor dem Ausschalten des zweiten pneumatischen Kreises
(211) einschaltet.
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