DE19532429A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Einspeichen eines Rades mit einer Nabe und Speichen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Einspeichen eines Rades mit einer Nabe und SpeichenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einspeichen eines Rades
aus einer Felge, einer Nabe und einer Mehrzahl von Speichen und
Nippeln, indem die Speichen durch Bohrungen in der Nabe einge
fädelt und die Nippel durch Löcher in der Felge hindurchgeführt
und auf die mit Gewinde versehenen Enden der Speichen um einige
wenige Umdrehungen aufgedreht werden, und zeigt gleichzeitig
eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Die Erfindung
läßt sich für Räder aller Art anwenden, beispielsweise für
Vorderräder, aber auch für angetriebene Hinterräder von Fahr
rädern, Rollstühlen und dgl. In der vorliegenden Erfindung geht
es um das Einspeichen eines Rades, also um den losen Zusammenbau
von Felge, Nabe, Speichen und Nippeln, wobei die Nippel auf die
mit Gewinde versehenen Enden der Speichen nur um einige wenige
Umdrehungen aufgedreht werden, so daß jedenfalls noch keine
Spannung in den Speichen entsteht, jedoch die zugehörige
Relativlage zwischen Speiche, Nippel und Felge mit der jeweili
gen Überkreuzung der Speichen untereinander festgelegt ist. Es
versteht sich, daß zum Zusammenbau eines fertigen Rades diesem
Einspeichvorgang ein Spannvorgang und ggfs. ein Korrekturvorgang
für einen Höhen- und/oder Seitenschlag folgen muß.
Ein Verfahren zum Einspeichen eines Rades mit den im Oberbegriff
des Anspruches 1 angegebenen Merkmalen ist bekannt. Es wird in
reiner Handarbeit durchgeführt. Zunächst werden die Speichen in
der vorgesehenen Richtung durch die Bohrungen in der Nabe hin
durchgesteckt, also eingefädelt. Anschließend werden die Nippel
durch die Löcher in der Felge hindurchgeführt und auf die mit
Gewinde versehenen Enden der Speichen um einige wenige Umdrehun
gen aufgedreht. Damit entsteht ein lose zusammenhängender
Körper, bei dem die Einzelteile noch ohne Spannung aneinander
gehalten sind. Dabei kommt es ohne weiteres vor, daß der Nippel
auf die eine Speiche etwas weiter aufgedreht wird als der Nippel
auf eine andere Speiche. Infolgedessen entstehen hier bereits
Ungleichmäßigkeiten, die sich nachteilig beim späteren Spannen
auswirken. Die Qualität eines eingespeichten Rades und dann auch
des fertig gespannten Rades ist zu einem gewissen Teil von der
Sorgfalt und Geschicklichkeit, mit der das Einspeichen erfolgt,
abhängig.
Es ist auch bereits ein Verfahren zum Einspeichen eines Rades
bekannt, welches teilweise in Handarbeit, teilweise maschinell
durchgeführt wird. Auch hier werden zunächst die Speichen in die
Bohrungen der Nabe manuell eingefädelt. Die so vorbereitete
Einheit aus Nabe und Speichen wird auf einen Aufnahmeteller
einer Maschine aufgelegt, wobei die Achse der Nabe festgespannt
wird. Die einzelnen Speichen werden dann von Hand in federnde
Positionshalter eingelegt, so daß sie sich unter Einhaltung der
vorgesehenen Kreuzung schräg radial von der Nabe nach außen
erstrecken, ähnlich einem aufgespannten Regenschirm. Sodann wird
die Felge um die mit Gewinde versehenen Enden der Speichen herum
und mit Abstand dazu auf den Aufnahmeteller aufgelegt, wobei
eine Vielzahl von Anschlägen - insbesondere sechs - für eine
zentrierende Aufnahme der Felge vorgesehen sind. Diese sechs
Anschläge sind einstellbar, so daß beim Auflegen der Felge
diesen von den Anschlägen entsprechend gehalten und ggfs. ver
formt wird. Fehler in der radialen Einstellung der Anschläge
werden dabei unmittelbar auf die Felge übertragen. Es sind ein
oder mehrere Schraubstationen relativ zum Umfang des Aufnahme
tellers vorgesehen. Jede Schraubstation weist einen Schrauber
mit einer automatischen Nippelzufuhr auf. Im Bereich jeder
Schraubstation wird jede Speiche von zwei Greifbacken ergriffen
und der über die Nippelzufuhr herangeförderte Nippel durch das
jeweilige Loch in der Felge auf die Speiche aufgedreht. Dieser
Aufdrehvorgang läßt sich erfolgreich jedoch nur dann durch
führen, wenn sich zwischen Nippel und Speichenende auch tat
sächlich das jeweilige Loch der Felge befindet. Die Felge wird
taktweise weitergeschaltet, um die Löcher taktweise zwischen
Nippel und Ende der von den Greifbacken ergriffenen Speiche zu
bringen. Nachteilig an dieser Vorrichtung ist, daß die Maschine
eine aufwendige Umrüstung von einer Laufradgröße auf eine andere
benötigt, die mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Dennoch
arbeitet die Maschine fehlerhaft, d. h. es werden nicht auf alle
Enden der Speichen verläßlich Nippel aufgeschraubt. Eine ent
sprechende Nacharbeit per Hand ist die Folge. In verfahrens
mäßiger Hinsicht ist nachteilig, daß das Aufdrehen der Nippel
relativ zur Achse der Nabe erfolgt. Unterschiedliche Krümmungen
der Speichen führen zu unterschiedlichen Aufschraubstellungen
der Nippel. Weiterhin erfolgt das Aufdrehen der Nippel während
eines einzigen, vollständigen, getakteten Umlaufes der Felge.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art bereitzustellen, mit
denen es möglich ist, unter möglichst geringem manuellen
Arbeitsanteil Räder mit guter Genauigkeit und hoher Zuverlässig
keit einzuspeichn.
Erfindungsgemäß wird dies bei dem Verfahren der eingangs
beschriebenen Art dadurch erreicht, daß die Nabe mit den
eingefädelten Speichen einerseits und die Felge andererseits
zunächst in eine ungefähr konzentrische Relativlage zueinander
gebracht werden, daß die Felge in Dreipunktauflagerung so um
ihre Achse gedreht wird, daß eines der Löcher in der Felge in
eine solche Position gebracht wird, bei der das Loch mit einer
gemeinsamen festgelegten Achse eines Schraubers und eines
Positionieranschlages für das mit Gewinde versehene Ende der
Speiche fluchtet, daß die Speiche mit ihrem mit Gewinde
versehenen Ende auf den positionieranschlag gedrückt und der
Nippel durch das Loch in der fixierten Felge hindurch mit dem
Schrauber auf das mit Gewinde versehene Ende der Speiche
aufgedreht wird, worauf mit der Felge und den anderen Speichen
und Nippeln entsprechend verfahren wird.
Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, die Nippel nicht mehr
relativ zur Achse der Nabe aufzuschrauben, sondern relativ zur
Felge. Hierzu wird die Felge in eine Dreipunktauflagerung
gebracht, wobei einer der Punkte als Nippelaufschraubstelle
dient. Bei jedem Aufschrauben eines Nippels wird ein geometrisch
eindeutig festgelegter, fiktiver Kreis aus drei Punkten gebil
det, nämlich zwei Punkten an der Felge und der Nippelaufschraub
stelle, wobei dieser fiktive Kreis sich in etwa mit der Form der
Felge deckt. Da beim Aufsetzen jedes einzelnen Nippels ein
solcher fiktiver Kreis benutzt wird, entsteht eine Fülle von
fiktiven Kreisen, die sich mehr oder weniger genau decken bzw.
vermitteln, so daß sich schließlich die aufgedrehten Nippel mit
hoher Genauigkeit auf einem Kreis befinden. Die Nabe mit ihrer
Achse stellt sich in der Folge in den Mittelpunkt dieses Kreises
ein, wenngleich zu beachten ist, daß über die Speichen noch
keine Spannungen übertragen werden. Die Felge wird also nicht in
eine möglichst genaue konzentrische Relativlage zu der Achse der
Nabe gebracht, sondern die Nabe wird vor dem Aufdrehen der
Nippel auf die Enden der Speichen nur etwa konzentrisch zu der
Felge lose positioniert, so daß sie sich ggfs. relativ zur Felge
bewegen kann.
Ein weiterer wesentlicher Verfahrensschritt ist darin zu sehen,
daß ein Schrauber und ein Positionieranschlag für das mit
Gewinde versehene Ende der Speiche in fluchtender Achsanordnung
zueinander festgelegt werden. Nicht die Felge, sondern das
jeweilige Loch in der Felge wird zu dieser festgelegten Achse
fluchtend ausgerichtet, so daß für den nachfolgenden Aufschraub
vorgang die Gewähr dafür gegeben ist, daß der Nippel auch durch
dieses Loch hindurchtreten kann. Das Aufdrehen um einige wenige
Umdrehungen erfolgt dann mit Hilfe eines Schraubers mit einer
einstellbaren Seele für die Beendigung des Aufschraubvorgangs,
wie dies an sich bekannt ist. Das Suchen und Ausrichten jedes
Loches in der Felge wird maschinell durchgeführt, während das
Aufdrücken des mit Gewinde versehenen Endes auf den Positionier
anschlag manuell erfolgt. Damit ist von der Bedienungsperson
jeweils überprüfbar, ob tatsächlich auch ein Nippel auf die
jeweilige Speiche aufgedreht wird. Wird ein fehlerhafter Nippel
angeliefert, der beispielsweise kein Innengewinde besitzt, so
kann dieser Nippel sofort verworfen und ein ordnungsgemäßer
Nippel aufgedreht werden, so daß eine aufwendige manuelle
Nacharbeit vollkommen vermieden wird.
Das neue Verfahren erlaubt einen sehr schnellen Wechsel von
einer Laufradgröße auf die andere oder einer Felgenart auf eine
andere. Nennenswerte Umrüstzeiten fallen nicht an. Es müssen
lediglich zwei der drei Punkte der Dreipunktauflagerung neu
eingestellt werden. Das Verfahren ist damit sehr flexibel. Das
Verfahren arbeitet weiterhin fehlerlos, also sehr zuverlässig.
Auf jede Speiche ist am Ende des Einspeichvorgangs ein Nippel
aufgedreht. Fehlerhafte Nippel werden während des Einspeich
vorganges ersetzt. Das Verfahren ermöglicht es weiterhin, auch
bei relativ langen Speichen ein Zerkratzen der Oberfläche der
Felge zu vermeiden. Durch die Dreipunktauflagerung und die
Dreipunkthandhabung wird ein relativ großes Dreieck entsprechend
dem fiktiven Kreis aufgespannt, wobei der Nippel mit relativ
großer Endgenauigkeit relativ zu der Kreisform der Felge posi
tioniert wird. Die Nabe stellt sich dann im Mittelpunkt dieses
Kreises ein. Damit wird der Einspeichvorgang mit großer Präzi
sion durchgeführt, so daß sich beim nachfolgenden Spannen die
erforderlichen Arbeitsgänge minimieren und der Spannvorgang
letztendlich so durchgeführt werden kann, daß eine hohe Qualität
des zusammengebauten Rades hinsichtlich Rundlauf und gleichmäßi
ger Spannung entsteht.
Es werden zunächst nur sämtliche Nippel der einen Radseite auf
gedreht und sodann die Nippel der anderen Radseite aufgedreht.
Das Aufdrehen der Nippel erfolgt also während zweier vollständi
ger Umdrehungen der Felge um ihre Achse. Bereits bei der ersten
Umdrehung tritt eine gewisse Zentrierwirkung ein, die durch die
zweite Umdrehung mit dem Aufschrauben der zugehörigen Nippel
noch verbessert wird.
Die Felge wird ohne nennenswerte Fixierung der Nabe in der Drei
punktauflagerung mit drei Führungsrollen positioniert, wobei das
Aufdrehen der Nippel nacheinander in der Nähe einer der
Führungsrollen erfolgt. Die Felge stützt sich während des
Aufdrehens jedes Nippels gegen die beiden anderen Führungsrollen
ab, die nach Art eines Dreiecks der Aufschraubstelle des Nippels
gegenüber angeordnet sind. Die dritte Führungsrolle, die in der
Nähe der Aufschraubstelle angeordnet ist, hat dabei eine unter
geordnete Funktion, jedenfalls soweit es den ordnungsgemäßen
Aufschraubvorgang betrifft. Mit dieser dritten Führungsrolle
wird aber andererseits die Ebene festgelegt, in der die Felge
während des Aufschraubens der Nippel gehalten wird.
Mit besonderem Vorteil kann die Nabe während des Aufdrehens der
Nippel entgegen der Aufdrehrichtung der Nippel exzentrisch zu
der Felge gehalten werden. Diese auf den ersten Blick unsinnig
erscheinende Anordnung wirkt sich auf die Konzentrizität des
Aufschraubens der Nippel nicht nachteilig aus, da die Nippel
nicht relativ zur Nabe, sondern relativ zur Felge aufgedreht
werden. Andererseits erlaubt es aber die exzentrische Anordnung
der Nabe, auch vergleichsweise lange Speichen mit Nippeln zu
versehen, ohne die Oberfläche der Felge zu verkratzen. Für
Grenzsituationen kann dies sogar erforderlich sein, um überhaupt
Nippel aufdrehen zu können. Bei all diesen Aufdrehvorgängen der
Nippel wird berücksichtigt, daß die einzelne Speiche manuell in
einen mehr oder weniger gebogenen Zustand überführt wird und mit
ihrem mit Gewinde versehenen Ende auf den Positionieranschlag
gedrückt wird. Durch die exzentrische Lagerung der Nabe wird die
notwendige bogenförmige, elastische Biegung der Speiche beim
Aufdrehen des Nippel reduziert.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung, die zur Durchführung des
Verfahrens eingesetzt wird, kennzeichnet sich dadurch, daß eine
Aufnahmeeinrichtung zum ungefähren Festlegen der Achse der Nabe,
drei Führungsrollen für eine drehbare Lagerung der Felge, ein
Positionieranschlag für das mit Gewinde versehne Ende der
Speiche sowie ein axial in Aufdrehrichtung verfahrbarer Schrau
ber zum Aufdrehen der Nippel um einige wenige Umdrehungen an
einem gemeinsamen Rahmen vorgesehen sind, und daß ein angetrie
bener Lochsucher für die Löcher in der Felge in der gemeinsamen
Achse des Schraubers und des Positionieranschlages verfahrbar
und aus dieser Achse herausfahrbar am Rahmen vorgesehen ist.
Die neue Vorrichtung beseitigt zwar nicht sämtliche Handarbeit,
d. h. sie arbeitet nicht vollständig automatisch. Jedoch werden
die in Handarbeit zu erledigenden Schritte reduziert. Die Auf
nahmeeinrichtung dient nicht mehr zum Festspannen und Festlegen
der Achse der Nabe, sondern nur noch dazu, die Nabe in ungefäh
rer Relativlage konzentrisch lose zu halten bzw. abzustützen,
wobei es auf das Erreichen der Konzentrizität oder Nicht-
Konzentrizität überhaupt nicht ankommt. Wichtig sind dagegen die
drei Führungsrollen für die Dreipunktauflagerung, wobei den drei
Rollen unterschiedliche Funktion und Bedeutung zukommt. Zwei der
Führungsrollen bilden eine Basisabstützung für die Felge,
während die dritte Führungsrolle nur eine ungefähre Haltefunk
tion für die Felge erfüllt, jedoch so, daß die Felge um ihre
Achse drehbar ist. Die beiden erstgenannten Führungsrollen sind
relativ zu einem Positionieranschlag für das mit Gewinde ver
sehene Ende der Speiche sowie einen Schrauber zum Aufdrehen der
Nippel angeordnet. Der Positionieranschlag und der Schrauber
sind mit fluchtender Achse vorgesehen. Dazwischen befindet sich
ein angetriebener Lochsucher, der als kegelförmig zugespitzter
Stift oder dgl. ausgebildet ist. Dieser Lochsucher ist in Rich
tung der gemeinsamen Achse des Schraubers und des Positionieran
schlages verfahrbar und tritt in ein Loch der Felge ein, wobei
er dieses Loch relativ zu der gemeinsamen Achse zwischen
Schrauber und Positionieranschlag festlegt. Der Lochsucher wird
sodann aus dieser Achse herausbewegt, damit der Schrauber
relativ zum unveränderten Positionieranschlag seine Funktion
erfüllen kann. Die Vorrichtung wird mit einer Folgesteuerung
ausgestattet, so daß das Aufschrauben eines Nippels nur dann
erfolgen kann, wenn zuvor der Lochsucher auch das vorgesehene
Loch gefunden und positioniert hat.
Zwei der drei Führungsrollen können auf einem gegenüber dem
Rahmen axial in Aufdrehrichtung verschiebbaren und feststell
baren Gestell drehbar und mit ihren Achsen fest so angeordnet
sein, daß ihre Mittelsenkrechte zumindest etwa mit der Aufdreh
richtung zusammenfällt; dabei ist die dritte Führungsrolle in
der Nähe der Aufschraubstelle der Nippel mit ihrer Achse
nachgiebig angeordnet und zur Einstellung auf den Lochversatz
etwa senkrecht zu der von den beiden ersten Führungsrollen und
der Aufschraubstelle festgelegten Ebene verfahrbar. Die beiden
ersten Führungsrollen werden mit Hilfe des verschiebbaren und
feststellbaren Gestells relativ zur Aufschraubstelle positio
niert und festgelegt, wie es für die einzuspeichenden Laufrad
größe erforderlich ist. Diese beiden Führungsrollen sind auf dem
Gestell mit ihren Achsen fest, also nicht nachgiebig oder aus
weichbar, angeordnet. Sie sind zur Realisierung der Dreipunkt
auflagerung der Aufschraubstelle gegenüber angeordnet, so daß
sich bei einer Verschiebung des Gestells der durch die drei
Punkte festgelegte Kreis vergrößert oder verkleinert, wie dies
für die Anpassung an die entsprechende Laufradgröße erforderlich
ist. Die dritte Führungsrolle hingegen hat im wesentlichen nur
die Aufgabe, das Herabfallen der Felge zu verhindern. Sie ist
daher mit ihrer Achse nachgiebig an die Felge angestellt, wobei
eine Anstellkraft zur Einwirkung kommt, die so gering ist, daß
die Felge nicht nennenswert verformt wird und andererseits ein
Drehen der Felge um ihre Achse in der durch die drei Führungs
rollen festgelegten Ebene möglich ist. Die beiden ersten
Führungsrollen sind mit ihren Achsen ortsfest angeordnet, also
senkrecht zur Radebene auch nicht verfahrbar, während dies bei
der dritten Führungsrolle der Fall ist. Damit läßt sich der
Lochversatz an der Felge überbrücken bzw. berücksichtigen. Die
Vorrichtung weist vorzugsweise nur eine Aufschraubstelle für die
Nippel auf, so daß auch nur ein Schrauber mit seiner gesteuerten
Verfahrbarkeit vorgesehen ist. Durch diesen einen Schrauber und
die eine Aufschraubstelle wird jeder Nippel in der gleichen
Aufschraubstation behandelt, so daß eine große Gleichmäßigkeit
des Aufschraubvorganges resultiert.
Die dritte Führungsrolle kann auf einem Rollenträger gelagert
sein, der zwischen zwei einstellbaren Anschlägen hin- und
herbeweglich gelagert ist. Die beiden Anschläge werden ent
sprechend dem Lochversatz an der Felge getrennt voneinander
eingestellt, wobei der eine Anschlag der einen Radseite und der
andere Anschlag der anderen Radseite zugeordnet ist. Da vorzugs
weise die Nippel erst nur einer Radseite vollständig aufgedreht
werden und in einer zweiten Umdrehung die anderen Nippel aufge
dreht werden, ist eine Umstellung der dritten Führungsrolle mit
dem Rollenträger nur jeweils zwischen zwei aufeinanderfolgenden
vollständigen Umdrehungen der Felge erforderlich. Die Hin- und
Herbeweglichkeit des Rollenträgers kann durch eine Schwenkbewe
gung um eine etwa horizontal verlaufende Achse, aber auch durch
eine lineare Hubbewegung, die etwa vertikal verlaufen sollte,
erreicht werden.
Der Rollenträger für die dritte Führungsrolle kann auf einem
Tragrahmen um eine etwa horizontale Achse schwenkbar gelagert
sein. Der Tragrahmen ist gegenüber dem Rahmen der Vorrichtung in
Aufschraubrichtung ver- und feststellbar angeordnet. Es ist ein
Antrieb für das Verfahren der dritten Führungsrolle in eine
Spann- und in eine Freigabestellung für die Felge vorgesehen.
Die Ver- und Feststellbarkeit des Tragrahmens bezieht sich im
wesentlichen auf eine Richtung parallel zur Aufschraubrichtung,
womit der unterschiedlichen Krümmung unterschiedlicher Felgen
durchmesser Rechnung getragen wird. Dem Tragrahmen kann eine
erste Kolben/Zylinder-Einheit zugeordnet sein, um die Spann- bzw.
die Freigabestellung einnehmen zu können. Die insbesondere
doppelt wirkende Ausführung der Kolben/Zylinder-Einheit ist
zweckmäßig pneumatisch beaufschlagt und wird für eine nachgiebi
ge Anstellung der dritten Führungsrolle an der Felge genutzt.
Der Rollenträger ist gegenüber dem Tragrahmen verfahrbar, wozu
ebenfalls eine entsprechende Kolben/Zylinder-Einheit eingesetzt
werden kann.
Die Aufnahmeeinrichtung zum ungefähren Festlegen der Achse der
Nabe kann zumindest etwa in Aufdrehrichtung relativ zu dem die
beiden Führungsrollen tragenden Gestell ver- und feststellbar
angeordnet sein. Obwohl es, wie oben ausgeführt, auf eine
Festlegung der Achse der Nabe während des Einspeichens nicht
ankommt, kann damit gezielt eine exzentrische Anordnung der
Achse der Nabe zu der Achse der Felge eingestellt werden, um den
Aufschraubvorgang der Nippel zu begünstigen und die erforder
liche elastische Durchbiegung der Speichen zu reduzieren.
Es ist möglich, bei der Lochsuche die Felge manuell zu ver
drehen, bis der Lochsucher in ein Loch eintreten kann. Es ist
aber auch möglich, daß die dritte, auf dem Rollenträger gela
gerte Führungsrolle mit einem steuerbaren taktweise betriebenen
Drehantrieb zum Weiterdrehen der Felge um ihre Achse versehen
ist. Unter Verwendung eines solchen Drehantriebes wird das
Drehen der Felge und das Suchen des Loches mit dem Lochsucher
maschinell durchgeführt, und die Handarbeit reduziert sich
darauf, die Speichen nacheinander mit ihrem mit Gewinde versehe
nen Ende während des Aufschraubvorgangs des Nippels auf den
Positionieranschlag zu drücken.
Die Erfindung wird anhand bevorzugter Ausführungsformen der
einzelnen Elemente der Vorrichtung weiter erläutert und
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Vorrichtung zum Einspeichen
eines Rades und einer Felge,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1 in der
in Fig. 1 angegebenen Richtung A,
Fig. 3 eine Ansicht einer Einzelheit aus Fig. 2,
Fig. 4 eine Seitenansicht in Richtung B in Fig. 1,
Fig. 5 eine Detaildarstellung eines Ausschnittes aus Fig. 4,
Fig. 6 eine Draufsicht auf ein weiteres Detail und
Fig. 7 einen Ausschnitt aus Fig. 1 mit der Verdeutlichung
eines Rades.
Die in Fig. 1 verdeutlichte Vorrichtung weist einen Rahmen 1
auf, der auf einer Säule 2 mit Fuß 3 gelagert ist. In einer auf
dem Rahmen 1 etwa horizontal angeordneten Achse 4 ist ein
Schrauber 5 mittels eines Schlittens 6 gemäß Doppelpfeil 7 hin- und
herverfahrbar. Zum Verfahren dient eine doppelt wirkende
Kolben/Zylinder-Einheit 8. Der Schrauber 5 weist eine Klinge 9
auf, die von einem Motor 10 angetrieben wird, der ebenfalls auf
dem Schlitten 6 angeordnet ist. Die Klinge 9 des Schraubers 5
ist in bekannter Weise hohl ausgebildet und mit einer Seele
versehen, die in ihrer Länge einstellbar ausgebildet ist, um in
Verbindung mit dem mit Gewinde versehenen Ende einer Speiche den
Aufschraubvorgang zu beenden.
An dem Rahmen 1 ist weiterhin eine Aufnahmeeinrichtung 11 für
ein aufzubauendes Rad 12 vorgesehen. Die miteinander zu verbin
denden Bestandteile des Rades 12 sind bekanntlich eine Nabe 13
mit ihrer Achse 14, eine Mehrzahl von Speichen 15 und eine Felge
16, wie dies aus Fig. 7 erkennbar ist. Die Aufnahmeeinrichtung
11 weist einerseits ein Gestell 17 auf, welches relativ zum
Rahmen 1 in Richtung des Doppelpfeils 7 ver- und feststellbar
ausgebildet ist. Zum Feststellen dient ein Knebelgriff 18. Auf
dem Gestell 17 sind zwei Führungsrollen 19 und 20 mit ihren sich
etwa vertikal erstreckenden Achsen 21 und 22 angeordnet. Wie
ersichtlich, dienen die beiden Führungsrollen 19 und 20 der
Aufnahme der Felge 16. Die beiden Führungsrollen 19 und 20 sind
am Gestell 17 so angeordnet, daß ihre Mittelsenkrechte in etwa
mit der Achse 4 der Vorrichtung zusammenfällt. Zur Aufnahme der
Nabe 13 mit ihrer Achse 14 dient ein Halter 23, der ein Rohr
stück 24 trägt, in welches die Achse der Nabe 13 lose einsetzbar
ist, so daß die Nabe 13 damit in etwa aufgelagert und gehalten
ist. Der Halter 23 mit dem Rohrstück 24 ist unabhängig von dem
Gestell 17 ebenfalls in Richtung des Doppelpfeiles relativ
gegenüber dem Rahmen 1 verstellbar. Zum Feststellen dient ein
Knebelgriff 25.
Die beiden Führungsrollen 19 und 20 werden durch eine dritte
Führungsrolle 26 ergänzt, die auf einem Rollenträger 27 drehbar
angeordnet ist. Die Führungsrolle 26 besitzt ebenso eine sich in
etwa vertikal erstreckende Achse 28. Sie ist in Richtung dieser
Achse 28, also in etwa vertikaler Richtung verfahrbar, angeord
net, um den Lochversatz der Löcher in der Felge zu überbrücken.
Die drei Führungsrollen 19, 20, 26 sind in Form eines Dreiecks 29
angeordnet bzw. spannen ein solches Dreieck 29 auf. In der
Nähe der Führungsrolle 26 ist eine Aufschraubstelle 30 für die
Nippel jeweils auf das mit Gewinde versehene Ende der Speichen
15 gebildet. Im Bereich dieser Aufschraubstelle 30 ist eine
Hubplatte 31 vorgesehen, die über eine nicht dargestellte
Kolben/Zylinder-Einheit in vertikaler Richtung, also senkrecht
zur Zeichenebene der Fig. 1, hin- und herverfahrbar ist. Auf der
Hubplatte 31 sitzt ein Schlitten 32, der durch eine weitere,
nicht dargestellte Kolben/Zylinder-Einheit in Richtung des
Doppelpfeils 7 angetrieben wird und damit parallel zur Achse 4
verfahrbar ist. An dem Schlitten 32 sitzt vorn ein Lochsucher 33
mit einem kegelförmigen Stift 34, der geeignet und dazu ausge
bildet ist, mit einem Teil seines kegelförmigen Stiftes 34 in
ein Loch 35 in der Felge 16 einzutreten, um dabei die Felge 16
durch Drehung um ihre Achse mit dem Loch 35 genau zu der Achse
4 auszurichten. Fest an der Hubplatte 31 sitzt ein Positionier
anschlag 36, der eine etwa V-förmige Vertiefung trägt und damit
zur positionsgenauen Aufnahme des mit Gewinde versehenen Endes
jeder Speiche 15 dient. Die Vertiefung des Positionieranschlages
36 ist ausgerichtet zu der Achse 4 vorgesehen.
Die Fig. 2 und 3 lassen weitere Einzelheiten im Bereich der
Aufschraubstelle 10 erkennen. In Fig. 3 ist auch die Kolben/
Zylinder-Einheit 37 für das Verfahren des Schlittens 35 mit dem
Lochsucher 33 in Richtung des Doppelpfeils 7, also in der Achse
4 erkennbar. Der Schrauber 5 besitzt einen Nippelkopf 38, der
mit einem Schlauch 39 verbunden ist, über den die einzelnen
Nippel beabstandet dem Nippelkopf 38 und damit der Aufschraub
stelle 30 zugeführt werden.
Die Fig. 4, 5 und 6 lassen Elemente erkennen, die auf der
anderen Seite der Vorrichtung angeordnet sind, also in Blick
richtung B. Es ist hier insbesondere der Rollenträger 27 erkenn
bar, der an seinem einen nach vorne reichenden Ende die dritte
Führungsrolle 26 trägt. Der Rollenträger 27 ist an einer Achse
40 schwenkbar aufgehängt. Die Achse 40 ist an einem Tragrahmen 41
gelagert. Der Tragrahmen 41 selbst ist mit Hilfe einer in
Fig. 1 dargestellten Kolben/Zylinder-Einheit 42 parallel zur
Achse 4 in Richtung des Doppelpfeiles 7 verschiebbar, so daß
damit eine Anpassung an verschiedene Laufraddurchmesser erzielt
werden kann. Die Kolben/Zylinder-Einheit 42 wird pneumatisch
betätigt. Hieraus ergibt sich auch ein gewisser federnder
Anpreßdruck der Führungsrolle 26 auf die Felge 16 (Fig. 7), der
einerseits gering genug ist, um die Felge 16 um die Achse 14
drehen zu können und eine nennenswerte Verbiegung der Felge 16
auszuschließen. Andererseits wird das Herabfallen der Felge 16
durch die Formgebung der drei Führungsrollen 19, 20, 26 vermie
den. Auf dem Tragrahmen 41 sind zwei einstellbare Anschläge 43
und 44 gelagert. Eine Kolben/Zylinder-Einheit 45 dient dem
Verschwenken des Rollenträgers 27 mit der daran sitzenden
Führungsrolle 26 in Richtung des Doppelpfeils 46, und zwar so,
daß der Rollenträger 27 entweder an dem einen oder dem anderen
Anschlag 43 bzw. 44 zur Anlage kommt. Diese Verschwenkbewegung
über einen relativ kleinen Winkel dient dem Ausgleich des
Lochversatzes der Löcher in der Felge 16, wobei durch eine
entsprechende Bewegung die Mittelebene der Felge entweder
geringfügig angehoben bzw. abgesenkt wird, und zwar so, daß die
Löcher jeweils fluchtend in einer Ebene liegen, die die Achse 4
im Bereich der Aufschraubstelle 30 schneidet. Es ist erkennbar,
daß eine Verschwenkung des Rollenträgers 27 nach jeder voll
ständigen Umdrehung der Felge 16 stattfindet, nachdem nämlich
die Speichen 15 der einen Radseite mit Nippeln versehen sind und
für die Umschaltung auf die andere Radseite der Lochversatz
überbrückt werden muß. Die Anschläge 43 und 44 sind in Form von
konterbaren Stellschrauben vorgesehen, die durch eine Platte auf
dem Tragrahmen 41 hindurchragen, so daß die freien Enden der
Stellschrauben unmittelbar mit dem Rollenträger 27 in Kontakt
kommen.
Fig. 6 zeigt eine Einzelheit zum gesteuerten Antrieb der
Führungsrolle 26. Es ist ein Motor 47 vorgesehen, der ein Rad 48
antreibt, von dem ein Riemen 49 zu einem Ritzel 50 führt, das
mit der Führungsrolle 26 drehfest verbunden ist. Es ist erkenn
bar, wie durch gezieltes Einschalten des Motors 47 die Führungs
rolle 26 um einen gewissen Winkelbetrag gedreht werden kann, so
daß hierdurch die Felge 16 eine Verdrehung um ihre Achse 14
erfährt, und zwar von einem Loch in der Felge bis zu dem über
nächsten Loch in der Felge, also dem nächsten Loch auf der
gleichen Radseite. Der über den Motor 47 bewirkte Verdrehungs
schritt ist zwar möglichst genau eingestellt, die Endstellung
jedes Loches an der Felge 16 relativ zur Aufschraubstelle 30
wird jedoch über den Lochsucher 33 korrigiert bzw. bestätigt.
Mit der Vorrichtung wird wie folgt gearbeitet:
Es wird zunächst die Führungsrolle 26 durch entsprechende Betätigung der Kolben/Zylinder-Einheit 42 in Richtung auf das rückwärtige Ende der Vorrichtung verfahren, so daß die Führungs rolle 26 einen größeren Abstand zu den Führungsrollen 19 und 20 erhält. Damit ist es möglich, eine Felge 16 in die Nuten an den Führungsrollen 19 und 20 einzulegen und durch entgegengesetzte Betätigung der Kolben/Zylinder-Einheit 42 die Felge auch noch an der dritten Stelle, nämlich durch die Führungsrolle 26 aufzu nehmen und zu fixieren. Anschließend oder vorher wird eine Einheit aus Nabe 13 und darin eingefädelten Speichen 15 in das Rohrstück 26 des Halters 23 gesteckt. Der Rollenträger 27 liegt an einem der beiden Anschläge 43 oder 44 an, so daß damit die betreffende Radseite festgelegt ist, deren Speichen 15 mit Nippeln versehen werden sollen. Es wird nun die Felge 16 so weit gedreht, daß ein Loch 35 der betreffenden Radseite etwa in der Achse 4 liegt. Durch Betätigung des Lochsuchers 33 fährt dessen Stift 34 teilweise in dieses Loch der Felge ein, wobei die Felge u. U. noch geringfügig nach-ausgerichtet wird. Es wird nun eine zu dem Loch gehörige Speiche 15 ergriffen und auf den Positio nieranschlag 36 gedrückt. Der Lochsucher 33 wurde zuvor parallel zur Achse 4 aus dem Loch 35 herausgefahren und sodann durch eine Bewegung der Hubplatte 31 angehoben, so daß der Vorwärtshub für den Schrauber 5 mit seiner Klinge 9 frei wird. Im Nippelkopf 38 wird ein Nippel bereitgestellt und mit der Klinge 9 auf das mit Gewinde versehene Ende der betreffenden Speiche 15 im Positio nieranschlag 36 um einige wenige Umdrehungen aufgeschraubt, wobei dabei das Dreieck 29 zur Wirkung kommt, d. h. das Ende der Aufschraubbewegung ist durch die Relativpositionierung der Seele des Schraubers 5 zu den Führungsrollen 19 und 20 festgelegt. Sobald der Aufschraubvorgang beendet ist, fährt der Schlitten 6 mit dem Schrauber 5 wieder in seine Ausgangsstellung zurück, und die Felge 16 kann von Hand oder mit Hilfe des Motors 47 maschi nell um einen Schritt weitergedreht werden, bis das nächste Loch der gleichen Radseite etwa im Bereich der Achse 4 liegt. Der Lochsucher 33 erfüllt dann wiederum seine Such- und Ausricht funktion, und es wird ein weiterer Nippel auf eine weitere Speiche 15 derselben Radseite aufgeschraubt. Wenn die Felge auf diese Art und Weise eine Umdrehung durchlaufen hat, also die Hälfte der Speichen mit Nippeln versehen ist, wird der Rollen träger 27 umgeschaltet, so daß er an dem jeweils anderen Anschlag 44 bzw. 43 zur Anlage kommt. Dann wird mit den Speichen der anderen Radseite analog verfahren. Bei jedem einzelnen Nippel findet die Abstützung über das Dreieck 29 gegenüber den Führungsrollen 19 und 20 statt, so daß unabhängig von der zufälligen Form der Felge 16 im Bereich der Aufschraubstelle 30 eine reproduzierbare Endlage des Nippels auf der Speiche erreicht wird. Es versteht sich, daß in dieser Endlage noch keine Spannung über die Speiche übertragen wird. Durch die vergleichsweise lockere Aufnahme der Achse mit der Nabe 14 wird sich umgekehrt die Nabe 13 dabei im Zentrum der Felge 16 anordnen.
Es wird zunächst die Führungsrolle 26 durch entsprechende Betätigung der Kolben/Zylinder-Einheit 42 in Richtung auf das rückwärtige Ende der Vorrichtung verfahren, so daß die Führungs rolle 26 einen größeren Abstand zu den Führungsrollen 19 und 20 erhält. Damit ist es möglich, eine Felge 16 in die Nuten an den Führungsrollen 19 und 20 einzulegen und durch entgegengesetzte Betätigung der Kolben/Zylinder-Einheit 42 die Felge auch noch an der dritten Stelle, nämlich durch die Führungsrolle 26 aufzu nehmen und zu fixieren. Anschließend oder vorher wird eine Einheit aus Nabe 13 und darin eingefädelten Speichen 15 in das Rohrstück 26 des Halters 23 gesteckt. Der Rollenträger 27 liegt an einem der beiden Anschläge 43 oder 44 an, so daß damit die betreffende Radseite festgelegt ist, deren Speichen 15 mit Nippeln versehen werden sollen. Es wird nun die Felge 16 so weit gedreht, daß ein Loch 35 der betreffenden Radseite etwa in der Achse 4 liegt. Durch Betätigung des Lochsuchers 33 fährt dessen Stift 34 teilweise in dieses Loch der Felge ein, wobei die Felge u. U. noch geringfügig nach-ausgerichtet wird. Es wird nun eine zu dem Loch gehörige Speiche 15 ergriffen und auf den Positio nieranschlag 36 gedrückt. Der Lochsucher 33 wurde zuvor parallel zur Achse 4 aus dem Loch 35 herausgefahren und sodann durch eine Bewegung der Hubplatte 31 angehoben, so daß der Vorwärtshub für den Schrauber 5 mit seiner Klinge 9 frei wird. Im Nippelkopf 38 wird ein Nippel bereitgestellt und mit der Klinge 9 auf das mit Gewinde versehene Ende der betreffenden Speiche 15 im Positio nieranschlag 36 um einige wenige Umdrehungen aufgeschraubt, wobei dabei das Dreieck 29 zur Wirkung kommt, d. h. das Ende der Aufschraubbewegung ist durch die Relativpositionierung der Seele des Schraubers 5 zu den Führungsrollen 19 und 20 festgelegt. Sobald der Aufschraubvorgang beendet ist, fährt der Schlitten 6 mit dem Schrauber 5 wieder in seine Ausgangsstellung zurück, und die Felge 16 kann von Hand oder mit Hilfe des Motors 47 maschi nell um einen Schritt weitergedreht werden, bis das nächste Loch der gleichen Radseite etwa im Bereich der Achse 4 liegt. Der Lochsucher 33 erfüllt dann wiederum seine Such- und Ausricht funktion, und es wird ein weiterer Nippel auf eine weitere Speiche 15 derselben Radseite aufgeschraubt. Wenn die Felge auf diese Art und Weise eine Umdrehung durchlaufen hat, also die Hälfte der Speichen mit Nippeln versehen ist, wird der Rollen träger 27 umgeschaltet, so daß er an dem jeweils anderen Anschlag 44 bzw. 43 zur Anlage kommt. Dann wird mit den Speichen der anderen Radseite analog verfahren. Bei jedem einzelnen Nippel findet die Abstützung über das Dreieck 29 gegenüber den Führungsrollen 19 und 20 statt, so daß unabhängig von der zufälligen Form der Felge 16 im Bereich der Aufschraubstelle 30 eine reproduzierbare Endlage des Nippels auf der Speiche erreicht wird. Es versteht sich, daß in dieser Endlage noch keine Spannung über die Speiche übertragen wird. Durch die vergleichsweise lockere Aufnahme der Achse mit der Nabe 14 wird sich umgekehrt die Nabe 13 dabei im Zentrum der Felge 16 anordnen.
Bezugszeichenliste
1 Rahmen
2 Säule
3 Fuß
4 Achse
5 Schrauber
6 Schlitten
7 Doppelpfeil
8 Kolben/Zylinder-Einheit
9 Klinge
10 Motor
11 Aufnahmeeinrichtung
12 Rad
13 Nabe
14 Achse
15 Speiche
16 Felge
17 Gestell
18 Knebelgriff
19 Führungsrolle
20 Führungsrolle
21 Achse
22 Achse
23 Halter
24 Rohrstück
25 Knebelgriff
26 Führungsrolle
27 Rollenträger
28 Achse
29 Dreieck
30 Aufschraubstelle
31 Hubplatte
32 Schlitten
33 Lochsucher
34 Stift
35 Loch
36 Positionieranschlag
37 Kolben/Zylinder-Einheit
38 Nippelkopf
39 Schlauch
40 Achse
41 Tragrahmen
42 Kolben/Zylinder-Einheit
43 Anschlag
44 Anschlag
45 Kolben/Zylinder-Einheit
46 Doppelpfeil
47 Motor
48 Rad
49 Riemen
50 Ritzel
2 Säule
3 Fuß
4 Achse
5 Schrauber
6 Schlitten
7 Doppelpfeil
8 Kolben/Zylinder-Einheit
9 Klinge
10 Motor
11 Aufnahmeeinrichtung
12 Rad
13 Nabe
14 Achse
15 Speiche
16 Felge
17 Gestell
18 Knebelgriff
19 Führungsrolle
20 Führungsrolle
21 Achse
22 Achse
23 Halter
24 Rohrstück
25 Knebelgriff
26 Führungsrolle
27 Rollenträger
28 Achse
29 Dreieck
30 Aufschraubstelle
31 Hubplatte
32 Schlitten
33 Lochsucher
34 Stift
35 Loch
36 Positionieranschlag
37 Kolben/Zylinder-Einheit
38 Nippelkopf
39 Schlauch
40 Achse
41 Tragrahmen
42 Kolben/Zylinder-Einheit
43 Anschlag
44 Anschlag
45 Kolben/Zylinder-Einheit
46 Doppelpfeil
47 Motor
48 Rad
49 Riemen
50 Ritzel
Claims (10)
1. Verfahren zum Einspeichen eines Rades (12) aus einer Felge
(16), einer Nabe (13) und einer Mehrzahl von Speichen (15) und
Nippeln, indem die Speichen (15) durch Bohrungen in der Nabe
(13) eingefädelt und die Nippel durch Löcher in der Felge (16)
hindurchgeführt und auf die mit Gewinde versehenen Enden der
Speichen (15) um einige wenige Umdrehungen aufgedreht werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Nabe (13) mit den eingefädelten
Speichen (15) einerseits und die Felge (16) andererseits
zunächst in eine ungefähr konzentrische Relativlage zueinander
gebracht werden, daß die Felge (16) in Dreipunktauflagerung (19,
20, 26) so um ihre Achse gedreht wird, daß eines der Löcher in
der Felge (16) in eine solche Position gebracht wird, bei der
das Loch mit einer gemeinsamen festgelegten Achse (4) eines
Schraubers (5) und eines Positionieranschlages (36) für das mit
Gewinde versehene Ende der Speiche (15) fluchtet, daß die
Speiche mit ihrem mit Gewinde versehenen Ende auf den Positio
nieranschlag (36) gedrückt und der Nippel durch das Loch in der
fixierten Felge (16) hindurch mit dem Schrauber (5) auf das mit
Gewinde versehene Ende der Speiche aufgedreht wird, worauf mit
der Felge (16) und den anderen Speichen (15) und Nippeln
entsprechend verfahren wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zunächst nur sämtliche Nippel der einen Radseite aufgedreht
werden und sodann die Nippel der anderen Radseite aufgedreht
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Felge (16) ohne nennenswerte Fixierung der Nabe (13) in der
Dreipunktauflagerung mit drei Führungsrollen (19, 20, 26) posi
tioniert wird, und daß das Aufdrehen der Nippel nacheinander in
der Nähe einer der Führungsrollen (26) erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Nabe (13) während des Aufdrehens der Nippel
entgegen der Aufdrehrichtung der Nippel exzentrisch zu der Felge
(16) gehalten wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Aufnahmeein
richtung (11) zum ungefähren Festlegen der Achse (14) der Nabe
(13), drei Führungsrollen (19, 20, 26) für eine drehbare
Lagerung der Felge (16), ein Positionieranschlag (36) für das
mit Gewinde versehne Ende der Speiche (15) sowie ein axial in
Aufdrehrichtung verfahrbarer Schrauber (5) zum Aufdrehen der
Nippel um einige wenige Umdrehungen an einem gemeinsamen Rahmen
(1) vorgesehen sind, und daß ein angetriebener Lochsucher (33)
für die Löcher (35) in der Felge (16) in der gemeinsamen Achse
(4) des Schraubers (5) und des Positionieranschlages (36)
verfahrbar und aus dieser Achse (4) herausfahrbar am Rahmen (1)
vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
der drei Führungsrollen (19, 20) auf einem gegenüber dem Rahmen
(1) axial in Aufdrehrichtung verschiebbaren und feststellbaren
Gestell (17) drehbar und mit ihren Achsen (21, 22) fest so ange
ordnet sind, daß ihre Mittelsenkrechte zumindest etwa mit der
Aufdrehrichtung zusammenfällt, und daß die dritte Führungsrolle
(26) in der Nähe der Aufschraubstelle (30) der Nippel mit ihrer
Achse (28) nachgiebig angeordnet und zur Einstellung auf den
Lochversatz etwa senkrecht zu der von den beiden ersten
Führungsrollen (19, 20) und der Aufschraubstelle (30) festgeleg
ten Ebene verfahrbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
dritte Führungsrolle (26) auf einem Rollenträger (27) gelagert
ist, der zwischen zwei einstellbaren Anschlägen (43, 44) hin- und
herbeweglich gelagert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rollenträger (27) für die dritte Führungsrolle (26) auf einem
Tragrahmen (41) um eine etwa horizontale Achse (40) schwenkbar
gelagert ist, daß der Tragrahmen (41) gegenüber dem Rahmen (1)
der Vorrichtung in Aufschraubrichtung ver- und feststellbar
angeordnet ist, und daß ein Antrieb (42) für das Verfahren der
dritten Führungsrolle (26) in eine Spann- und in eine Freigabe
stellung für die Felge (16) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahmeeinrichtung (11) zum ungefähren Festlegen der
Achse (14) der Nabe (13) zumindest etwa in Aufdrehrichtung
relativ zu dem die beiden Führungsrollen (19, 20) tragenden
Gestell (17) ver- und feststellbar angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
dritte, auf dem Rollenträger (27) gelagerte Führungsrolle (26)
mit einem steuerbaren taktweise betriebenen Drehantrieb (47-50)
zum Weiterdrehen der Felge (16) um ihre Achse versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995132429 DE19532429A1 (de) | 1995-09-02 | 1995-09-02 | Verfahren und Vorrichtung zum Einspeichen eines Rades mit einer Nabe und Speichen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995132429 DE19532429A1 (de) | 1995-09-02 | 1995-09-02 | Verfahren und Vorrichtung zum Einspeichen eines Rades mit einer Nabe und Speichen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19532429A1 true DE19532429A1 (de) | 1997-03-06 |
Family
ID=7771112
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995132429 Withdrawn DE19532429A1 (de) | 1995-09-02 | 1995-09-02 | Verfahren und Vorrichtung zum Einspeichen eines Rades mit einer Nabe und Speichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19532429A1 (de) |
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-
1995
- 1995-09-02 DE DE1995132429 patent/DE19532429A1/de not_active Withdrawn
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| WO2023174803A1 (de) * | 2022-03-18 | 2023-09-21 | Kuka Systems Gmbh | Verfahren und vorrichtung zum automatischen montieren von speichen an nabe und felge eines herzustellenden speichenrades |
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|---|---|---|---|
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