DE19530341A1 - Elektrodynamischer Zweikoordinatenantrieb - Google Patents
Elektrodynamischer ZweikoordinatenantriebInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K41/00—Propulsion systems in which a rigid body is moved along a path due to dynamo-electric interaction between the body and a magnetic field travelling along the path
- H02K41/02—Linear motors; Sectional motors
- H02K41/03—Synchronous motors; Motors moving step by step; Reluctance motors
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrodynamischen Zweikoordinatenantrieb zur Erzeu
gung von Schubkräften in zwei Richtungen.
Es ist ein elektrodynamischer Antrieb bekannt, bei dem eine Leiterplatte mit kreuzförmigen
Leiterzügen zwischen zwei strukturierten magnetischen Platten bewegt wird (Offenlegungsschrift
DE 29 01 287). Der Bewegungsbereich bei dieser Anordnung ist durch den vorliegenden Aufbau
begrenzt. Die nutzbare Bewegung ist nur außerhalb der Statorplatten abgreifbar. Zur Übertragung
von elektrischer Energie zum Läufer wird ein Kabel benötigt. Weiterhin bekannt ist ein elektrody
namischer Flächenantrieb bei dem vier quaderförmige Magnete in Kreuzform als Läufer
angeordnet sind. Der Stator besteht aus einer Leiterplatte auf dem räumlich übereinander
gekreuzte Leiterzüge liegen (Robotics, Mechatronics and Manufacturing Systems, T. Takamori
and K. Tsuchiya (Editors), Elsevier Science Publishers B.V. (North-Holland), 1993 IMACS). Die
Lagerung des Läufers erfolgt durch die Gegenkräfte der Läufermagneten über einem
Hochtemperatur-Supraleiter. Bei dieser Lösung werden große Bereiche mit Strom beaufschlagt,
die nicht zur Krafterzeugung beitragen.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine gerichtete Antriebs
bewegung in mehr als einer Koordinate zu erzeugen, wobei der Läufer berührungslos durch
Kraftfelder geführt und bewegt wird.
Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, daß der Bewegungsbereich durch die
Anordnung der Spulen nicht beschränkt wird und daß der mit Strom beaufschlagte Bereich
begrenzt bleibt. Zwischen Läufer und Stator ist keine Verbindung zur Übertragung elektrischer
Energie notwendig.
Ein erfindungsgemäßer Aufbau (Fig. 1) besteht aus einem festen Stator 2 und einem beweglichen
Läufer 1. Der Stator 2 ist in quadratische Spulenelemente 3 untergliedert, die seperat ansteuerbar
sind. Die Spule ist vorzugsweise so gewickelt, daß der Spulenleiter die Form einer quadratischen
Spirale annimmt und das Verhältnis Kern- zu Außenbreite der Spule ca. 1 : 3 beträgt (Fig. 2). Die
Statorplatte 2 kann vorzugsweise aus einer doppelseitig beschichteten Leiterplatte bestehen
(Fig. 3), die durch Ätzen strukturiert wird. Die Spule 3 ist auf der dem Läufer 1 zugewandten Seite
angeordnet, die elektrische Zuleitung auf der entgegengesetzten Seite. Die Anbindung der
Leiterzüge 5 von Spule und Zuleitung (Fig. 3) erfolgt mittels Durchkontaktierung 6. Zur
Vermeidung von elektromagnetischen Störeinflüssen durch die Ströme in den Zuleitungen,
insbesondere in der Masseleitung, ist die Dicke der Leiterplatte 7 ausreichend groß zu bemessen.
Zur vereinfachten Darstellung wird die Spule 3 mit einem Symbol (Fig. 4) gekennzeichnet. Durch
die bipolare Ansteuermöglichkeit der Spule ist ein Stromfluß in beide Richtungen möglich (Fig. 5).
Jeweils vier Spulenelemente werden zu einem quadratischem Modul verknüpft (Fig. 6). Die
äußern Anschlüsse der Spulen werden zu einem Masseanschluß 8 zusammengefaßt. Beim
Anlegen gleicher Spannung an den Spulenanschlüssen 9, 10, 11, 12 ergibt sich ein gleichsinniger
Stromfluß (Fig. 7). Beim Anlegen einer negativen Spannung, z. B. an Spulenanschluß 9, ergibt sich
der in Fig. 8 gezeigte Stromfluß. Eine beliebige Anzahl dieser Antriebsmodule in matrixförmiger
Anordnung bilden den in x-y-Richtung ausgedehnten Stator. In Fig. 9 ist eine erfindungsgemäße
Ausführung mit 25 Modulen bzw. 100 Spulenelementen dargestellt. Der Aufbau ist durch eine
entsprechend geätzte doppelseitig beschichtete Leiterplatte verwirklicht. Die Zuleitungen zu den
Spulenelementen befinden sich auf der Rückseite der Leiterplatte.
Eine erfindungsgemäße Ausführung des Läufers 1 besteht aus 16 Hochenergiedauermagneten 4
und einer kreuzförmigen Platte die vorzugsweise aus ferromagnetischem Material besteht und als
magnetischer Rückschluß dient. Die Ausrichtung der Magnete erfolgt so, daß ein räumlich
begrenztes magnetisches Feld senkrecht zu den Leiterzügen der Spule entsteht. Die Größe eines
Einzelmagneten 4 ist an die Abmessung eines Spulenelementes 3 gebunden. Die Länge beträgt
das Doppelte und die Breite ein Drittel der Breite eines Spulenelementes, d. h. die Seiten verhalten
sich wie 6 : 1. Jeweils vier Magnete sind längs mit einem Abstand von zwei Drittel der Spulenbreite
nebeneinander angeordnet. Die Polarität der jeweils benachbarten Magneten ist dabei umgekehrt.
Die Gruppen aus vier Magneten werden kreuzförmig im Winkel von 90° angeordnet, so daß
gegenüberliegende Magnete die gleiche Polarität besitzen.
Die Lagerung des Läufers hat möglichst ohne Reibung zu erfolgen. Geeignet sind Luftlager,
reibarme Kugellager oder Konstruktionen zur Aufhängung des Läufers. Möglich wäre auch die
Lagerung durch die abstoßenden Kräfte der Läufermagnete über einem Supraleiter.
Bei Bestromung der Spulenelemente 3 entsteht zwischen dem Magneten 4 und den darunter
befindlichen bestromten Leiterzügen eine elektrodynamische Kraft (Lorentzkraft). Dabei erzeugen
die bestromten Leiterabschnitte der Spulenelemente, die parallel zur Längsachse unter dem
Magneten liegen, die gewünschte Antriebskraft (Fig. 10). Die Kraftanteile aus den quer zur
Magnetlängsachse liegenden Leiterabschnitten haben entgegengesetzte Richtungen und heben
sich somit auf.
Ein Magnet befindet sich in Ruhelage, wenn er sich nicht über einem parallel zur Längsachse
angeordneten bestromten Leiterzug befindet, also genau dann, wenn der Magnet über dem Kern
der Spule steht. Der Magnet wird ausgelenkt, wenn er sich über parallel zur Längsachse
stehenden Leiterzügen befindet.
Durch die kreuzförmige Anordnung der Magnete ist es möglich, die Bewegungen in x- und in y-Richtung
getrennt anzusteuern. Wird nur eine Richtung angesteuert, übernimmt der jeweils andere
Antrieb die Führung des Läufers.
Bei entsprechender Ansteuerung der Antriebsspulen eines erfindungsgemäßen Aufbaus erhält
man beispielsweise den in den Fig. 9-13 gezeigten kontinuierlichen Bewegungsablauf.
Claims (2)
1. Elektrodynamischer Zweikoordinatenantrieb zur Steuerung von Bewegungen einer Läufer
einrichtung in der Ebene,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf einem Stator planare Spulen matrixförmig nebeneinander angeordnet sind, daß die
Spulen, deren Leiterzüge die Form einer quadratischen Spirale haben, einzeln oder
segmentweise ansteuerbar sind,
daß sich über dem Stator ein in der Ebene beweglicher Läufer befindet, auf dem kreuzförmig
Hochenergiedauermagnete, mit einer Magnetisierungsrichtung senkrecht zum Stator,
angeordnet sind, wobei die Größe des Stators sowie die Anzahl der Spulen nach der Größe
des gewünschten Bewegungsbereiches des Läufers bemessen wird,
daß der Läufer aus einer ferromagnetischen Platte und Hochenergiedauermagneten besteht,
wobei vier Gruppen von Hochenergiedauermagneten kreuzförmig angeordnet sind, daß die
Magnete mindestens die zweifache Länge und ca. ein Drittel der Breite einer Spule besitzen
und im Abstand von zwei Drittel der Spulenbreite mit wechselnder Polarität gruppiert sind,
wobei die Gruppen von Magneten so angeordnet werden, daß gegenüberliegende Magnete die
gleiche Polarität aufweisen.
2. Elektrodynamischer Zweikoordinatenantrieb nach 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß vier quadratische, planare, spiralförmige Erregerspulen zu einem quadratischen Modul
zusammengefaßt werden, wobei alle vier Spulen in der Mitte des Moduls eine gemeinsame
Masseleitung besitzen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995130341 DE19530341A1 (de) | 1995-08-18 | 1995-08-18 | Elektrodynamischer Zweikoordinatenantrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995130341 DE19530341A1 (de) | 1995-08-18 | 1995-08-18 | Elektrodynamischer Zweikoordinatenantrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19530341A1 true DE19530341A1 (de) | 1997-02-20 |
Family
ID=7769756
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995130341 Withdrawn DE19530341A1 (de) | 1995-08-18 | 1995-08-18 | Elektrodynamischer Zweikoordinatenantrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19530341A1 (de) |
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