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Auslaß für in Schächten verlegte elektrische Installationen Die Erfindung
betrifft einen Auslaß für Schächte oder schachtartig ausgebildete Stahlzellen von
Stahlzellendeeken mit elektrischer Unterflurinstallation, deren Oberfläche profiliert
ist und bei denen der Auslaßstutzen nach Patent 1 196 746 an der oberen Schachtwand
selbstrastend gehalten ist.
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In neuerer Zeit werden aus herstellungstechnischen Gründen in Gebäuden
vielfach Stahlzellendecken eingebaut, bei denen die Stahlzellen in dem Verbundbeton
oder Estrich eingebettet sind.
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Die Stahlzellen können im Querschnitt rechteckig, quaistisch, trapezförmig
oder doppeltrapezförmig ausgebildet sein. Diese hohlen Zsllen werden als Beerrohrnetze
für elektrische Installationen benutzt. Um der Stahlzellenkonstruktion-der eckeeine
größere Festigkeit zu geben, werden die Stahlzellen an ihrer Oberfläche beispielsweise
durch Anbringen einer Sioke o. dgl.
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versteift. Diese sickenförmige Nut oder Rille bringt den Nachteil
mit sich, daß der Auslaß zur Herausführung der elektrischen Leitungen aus dem Schacht
bzw. der Zelle nicht dichtend auf die Stahlzelle aufgesetzt werden kann; denn bei
dem notwendigen Öffnen bzw. Anbohren der profilierten Schacht- bzw.
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Zellenwand würden beim Einsetzen des Auslasses zwei liegende segmentartige
offene.uftspalte im Bereich der Profilierung entstehen, durch die Estrichmasse oder
ähnliches in das Schacht- bzw. Zelleninnere eindringen könnte.
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der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu vermeiden
und den Auslaß nach Patent 1 196 746 so weiterzubilden und zu verbessern, daß er
auch für den Einsatz in Stahlzellen einer Stahlzellendecke verwendbar ist und einer
beliebigen Profilierung der oberen Schachtwand angepaßt werden kann.
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Diese Aufgabe wird-erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß um den an der
oberen Schachtwand der Stahlzelle gehaltenen Auslaß stutzen ein Dichtungsring angebracht
ist, dessen unterer Rand der Profilierung der oberen Schachtwand entsprechend ausgebildet
ist und auf der oberen Schachtwand aufliegt. Ist der Auslaß stutzen zylindrisch
ausgebildet, dann wird der Innendurehmesser des Dichtungsringes dem Außendurchmesser
des Stutzens entsprechen. Der Dichtungsrlng kann unter Eigenspannung auf den Auslaßstutzen
übergeschoben und so darauf gehalten sein. Die Befestigung des Dichtungsringes kann
aber auch andersartig, z.B.
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durch Kleben, erfolgen. Entsprechend der Profilierung der oberen Schachtwand
kann der Dichtungsring an gegenüberliegenden Seiten nach unten ragende Ausformungen
besitzen.
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Der Dichtungsring wird in einfacher Weise über den Auslaßstutzen übergeschoben
und verschließt die sich durch das Öffnen bzw. Anbohren der profilierten Schacht-
bzw. Zellenwand bildenden offenen Luftspalte, so daß keine Estrichmasse in das Schacht-
bzw.
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Zelleninnere eindringen kann. Der Dichtungsring sitzt hierbei
mit
seiner unteren Kante auf der oberen Wand-der Stahlzelle auf.
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Die nachträglich aufgefüllte Estrichmasse liegt auf dem oberen Rand
des~Dichtungsringes auf und drückt diesen nach unten gegen die Stahlzellenwand,
so daß auch hierdurch eine sichere Abdichtung des Schachtes nach außen hin erreicht
wird. Vorteilhaft ist der Dichtungsring aus plastischem Werkstoff (Weichplastik,
Gummi o. dgl.) hergestellt, sodaß er sich einerseits gut über den Stutzen schieben
läßt und sich andererseits evtl. Unebenheiten der Stalilzellenwand anpassen kann,
Der Gegenstand der Erfindung ist in mehreren Ausführungsbeispielen in der Zeichnung
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
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Es zeigen: Fig, 1 eine Stahlzelle im Querschnitt mit eingebautem Auslaß,
Fig, 2 drei Ausführungsbeispiele- für den als Abdichtungsmanschette ausgebildeten
Dichtungsring und Fig. 3 eine Ansicht eines Dichtungsringes nach Fig. 2 um 900 versetzt.
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In Fig. 1 ist in der Estrichmasse 1 die Stahlzelle 2 zu erkennen,
die nach unten durch das Bodenblech 3 abgedeckt ist und einen Hohlkörper bildet,
in welchem elektrische Leitungen verlegt werden können. Der obere Teil der Stahlzelle
2 weist eine Bohrung auf, in welche der Auslaßstutzen 4 aus elastischem Kunststoff
mit dem verschraubbaren Einsatz 5 selbstrastend eingesetzt ist.
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Der Rasteffekt wird durch den Ringteil 6, der auf dem Umfang vorteilhaft
radiale Einschnitte besitzt und an den Profilstelen 7 der Stahlzelle 2 ausgeschnitten
ist, erreicht. Durch das Öffnen bzw. Anbohren der profilierten Schachtwand der Stahlzelle
2 ergeben sich im Bereich der Profilierung 7 zwei gegenüberliegende offene Luftspalte
8, die durch den Stutzen 4 nicht abgedeckt werden. Aus diesem Grunde ist ein Dichtungsring
9 vorgesehen
und an seinem unteren Rand so profiliert, daß er den
Sohaoht auch an diesen Stellen abdichtet und keine Estrichmasse in das Innere der
Stahlzelle gelangen kann. Der Dichtungsring 9 besitzt in dem Ausfuhrungsbeispiel
zylindrische Gestalt und sein Innendurchmesser entspricht dem Außendurchmesser des
Stutzens 4. An zwei gegenüberliegenden Seiten ist der Dichtungsring 9 mit nach unten
ragenden Ausformungen versehen, die der jeweiligen Schacht- bzw. Zellenprofilierung
angepaßt sind und in Fig. 1 den Luftspalten 8 entapreohen.
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Der Dichtungsring 9 sitzt mit seiner unteren Kante auf der Wand der
Stahlzelle 2 auf und entspricht in der Kölle etwa der halben Höhe des Stutzens 4.
Er kann vorteilhaft aus Weichplastik hergestellt sein, so daß er von der Estrichmasse
1 an den Stutzen 4 gedrückt wird und sich auch bei Unebenheiten der Stahlzelle 2
der Oberfläche der Stahlzelle anpaßt. Durch den Dichtungsring 9 werden außerdem
die radialen Einschnitte des Ringteiles 6 abgedeckt, so daß auch durch diese Einschnitte
keine Verunreinigungen in das Schacht- bzw. Zelleninnere gelangen können.
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In Fig. 2 sind drei Ausführungen der nach unten ragenden Ausformungen
1Q des Dichtungsringes 9 dargestellt. Die Ausformungen 10 sind dem jeweiligen Profil
der oberen Wand der Stahlzelle 2 angepaßt. Nach dem Einbau des Auslasses in den
Fußboden, kann die Estrichmasse 1 mit einem Teppichboden überklebt werden.