DE19530195A1 - Kreiselpumpenlaufrad radialer Bauart - Google Patents
Kreiselpumpenlaufrad radialer BauartInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kreiselpumpenlaufrad radialer
Bauart mit vom Eintritts- zum Austrittsbereich jeweils
offenen Schaufelkanälen.
Insbesondere bei Kreiselpumpen, die im Nahrungsmittel
und Getränkebereich Einsatz finden, ist es üblich, soge
nannte offene Laufräder radialer Bauart zu verwenden.
Offene Laufräder sind solche, bei denen die Deckwand
oder die sogenannte Deckscheibe fehlt, und die Schaufeln
allein mit der Nabenwand oder der sogenannten Rückfläche
verbunden sind (*: Pfleiderer/Petermann, Strömungsma
schinen, 4. Auflage. 1972, Seiten 175, 285 ff). Offene
Laufräder haben den Vorteil, daß die Schaufelkanäle,
falls erforderlich, gut zu bearbeiten sind (oft werden
geschliffene oder polierte Oberflächen gefordert) und
die Schaufelkanäle zu Inspektionszwecken einsehbar sind.
Darüber hinaus sind sie gegenüber geschlossenen Laufrä
dern, die eine Deckscheibe aufweisen, leichter im Durch
fluß zu reinigen (CIP-reinigungsfähig, was soviel bedeu
tet wie "Reinigung an Ort und Stelle im Durchfluß"), da
ein offener Kanal zwangsläufig eine kleinere berandende
Oberfläche aufweist und der bei geschlossenen Laufrädern
vorhandene saugseitige enge Radseitenraum zwischen
Gehäuse und Deckscheibe gänzlich entfällt. Bei langsam
läufigen offenen Laufrädern radialer Bauart ist aller
dings der Wirkungsgrad schlechter als bei geschlossenen
Laufrädern, da durch die Druckdifferenz zwischen Schau
felvorderseite und Schaufelrückseite ein Spaltverlust
entsteht (siehe *, Seite 285 ff).
Offene und geschlossene Kreiselpumpenlaufräder radialer
Bauart haben eine gemeinsame Eigenschaft: sie üben,
falls keine Abhilfe durch zusätzliche Maßnahmen
geschaffen wird, axiale Kräfte auf die Pumpenwelle aus
(siehe *, Seite 289 ff). Übliche Ausgleichsmaßnahmen,
wie z. B. Dichtungsspalt auf der Rückseite des Laufrades
in Verbindung mit Löchern in der Nabenwand bzw. Rück
fläche des Laufrades oder die Anbringung von sogenannten
Rückschaufeln im druckseitigen Radseitenraum (siehe *,
Seite 293 ff) sind zumindest bei Kreiselpumpen, die im
Nahrungsmittel- und Getränkebereich Einsatz finden,
ungeeignet und in den meisten Anwendungsfällen nicht
tolerierbar, da durch diese Ausgleichsmaßnahmen zusätz
lich besonders reinigungskritische Bereiche geschaffen
werden, die einer CIP-Reinigung schlecht zugänglich
sind.
Aus der DE 38 43 428 C2 ist ein Kreiselpumpenlaufrad
radialer Bauart und kleiner spezifischer Drehzahl
bekannt, bei dem die Schaufelkanäle in ihrem Austritts
bereich zum Radseitenraum gerichtete, die Schaufelkanäle
seitlich anschneidende Öffnungen aufweisen, wobei die in
radialer Richtung gemessene Länge der Öffnungen gleich
oder kleiner einer halben Schaufelkanallänge ist. Gemäß
Anspruch 5 dieser Druckschrift ist weiterhin vorgesehen,
daß die Schaufelkanäle und die Oberfläche der Laufrad
deckscheibe zueinander geneigt verlaufen. Zieht man zur
Interpretation der bekannten Ausführungsform des Kreis
pumpenlaufrades gemäß den Ansprüchen 1 und 5 die Fig.
1 bis 3 und die diesbezügliche Beschreibung, Spalte 3,
Zeilen 30 bis 53, insbesondere Zeilen 37 bis 43, zu
Rate, so stellt man fest, daß zwar bekannt ist, im
jeweiligen Wechsel, den einen Schaufelkanal zur saug
seitigen Deckscheibe und den daneben verlaufenden
Schaufelkanal zur druckseitigen Rückfläche im jeweiligen
Austrittsbereich anzuschneiden und damit zu öffnen,
jedoch erfaßt dieses wechselseitige Öffnen des Schaufel
kanals nur einen Teilbereich desselben im Austrittsbe
reich des Kreiselpumpenlaufrades zum jeweiligen Radsei
tenraum. Ein vollständiges Öffnen des Schaufelkanals zum
jeweiligen Radseitenraum würde den mit dem bekannten
Kreiselpumpenlaufrad gewünschten Effekt (vgl. Spalte 1
Zeilen 37 bis 50) gänzlich zunichte machen. Für diesen
Sachverhalt spricht auch die in Anspruch 6 beanspruchte
spezielle Bemessungsvorschrift für das Ausmaß des
Anschneidens bzw. Öffnens des Schaufelkanals zum jewei
ligen Radseitenraum hin (vgl. hierzu auch die Beschrei
bung, Spalte 3, Zeilen 54 bis 68 und Spalte 4, Zeilen 1
bis 21).
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kreisel
pumpenlaufrad radialer Bauart zu schaffen, das die Vor
teile des offenen und jene des geschlossenen in sich
vereint, ohne die Notwendigkeit des bei beiden bekannten
Laufradformen gegebenenfalls notwendigen Axialschubaus
gleichs.
Die Aufgabe wird durch Anwendung der Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Eine vorteilhafte Ausführungsform
des Gegenstandes der Erfindung wird in einem Unteran
spruch beansprucht.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile sind nur in
vollem Umfang erreichbar für eine geradzahlige Anzahl
von Schaufeln, da nur dann sichergestellt ist, daß kein
Spaltverlust durch Druckdifferenz zwischen Schaufelvor
derseite und Schaufelrückseite entsteht. In Verbindung
mit dem darüber hinaus vorgeschlagenen Merkmal, daß
Deckscheiben- und Rückflächensegment im jeweiligen Wech
sel aufeinanderfolgen, wird erfindungsgemäß erreicht,
daß zwischen benachbarten Schaufelkanälen keine Verbin
dung und damit keine Spaltströmung, die den Wirkungsgrad
negativ beeinflußt, gegeben ist.
Da das Kreiselpumpenlaufrad gemäß der Erfindung keine,
über seinen Umfang gesehen, geschlossene Deckscheibe und
Rückfläche besitzt, sondern nur Deckscheiben- und Rück
flächensegmente aufweist, bildet es im eingebauten
Zustand im Zusammenwirken mit dem Pumpengehäuse auch
keinen ringförmig in sich geschlossenen deckscheiben- und
rückflächenseitigen Radseitenraum aus, der jeweils
hinsichtlich einer einwandfreien CIP-Reinigung proble
matisch wäre. Insofern gehen die Vorteile des vorge
schlagenen Kreiselpumpenlaufrades gemäß der Erfindung
noch über jene des bekannten offenen Laufrades radialer
Bauart hinaus, da hier der rückflächenseitige Radseiten
raum nach wie vor vorhanden und reinigungstechnisch
problematisch ist.
Die axialen Strömungskräfte auf das vorgeschlagene Krei
selpumpenlaufrad sind hinreichend ausgeglichen, ohne daß
es hierzu besonderer zusätzlicher Vorkehrungen bedarf.
Dies resultiert zum einen aus der Tatsache, daß benach
barte Schaufelkanäle im jeweiligen Wechsel durch ein
Deckscheiben- oder ein Rückflächensegment geschlossen
sind und somit, zumindest im radialen Erstreckungs
bereich der Schaufeln, hinreichend gleiche Druckvertei
lungen auf beiden Seiten des Kreiselpumpenlaufrades
vorliegen und in Umfangsrichtung jeweils ohnehin keine
unterschiedliche Druckverteilung entstehen kann. Im
Nabenbereich ist zum anderen ein Durchgriff der Strö
mung, insbesondere durch die Ausbildung der Rückfläche
im Bereich des durch das Deckscheibensegment begrenzten
Schaufelkanals, von der Deckflächen- zur Rückflächen
seite gegeben, wodurch auch hier keine resultierenden
Axialkräfte entstehen.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform des Kreisel
pumpenlaufrades gemäß der Erfindung ist im Eintritts
bereich des durch das jeweilige Deckscheibensegment
begrenzten Schaufelkanals eine äußerste radiale Naben
ausformung vorgesehen, die die Rückflächensegmente der
benachbarten Schaufelkanäle flächig miteinander verbin
det und jeweils, in radialer Richtung gesehen, bis an
den Eintrittsbereich des durch das jeweilige Deckschei
bensegment abgedeckten Teil des Schaufelkanals heran
reicht. Diese Maßnahme stellt sicher, daß im Eintritts
bereich des Kreiselpumpenlaufrades eine eindeutige
Anströmung der einzelnen Schaufelkanäle ohne Verwir
belung und Ausgleichsströmungen zwischen den benach
barten Schaufelkanälen vorliegt. Eine radiale Erstreckung
der äußersten radialen Nabenausformung über den
Eintrittsbereich hinaus ist nicht sinnvoll, da dadurch
Vorteile des offenen Schaufelkanals (z. B. gute Bear
beitbarkeit der Oberfläche) teilweise verloren gehen und
die Herstellbarkeit als Gußteil oder Blechpreßteil
(Ausformung aus der Form bzw. Ausheben aus dem Umform
werkzeug) erschwert wird.
Ein Ausführungsbeispiel des Kreiselpumpenlaufrades gemäß
der Erfindung mit einer beispielhaft gewählten Anzahl
n = 6 Schaufeln ist in der Zeichnung dargestellt und
wird nachfolgend beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 ein Grundriß des Kreiselpumpenlaufrades aus der
Richtung seiner Anströmung und
Fig. 2 einen Meridianschnitt durch das
Kreiselpumpenlaufrad gemäß Fig. 1 und gemäß dem
dort gekennzeichneten Schnittverlauf A-B-C.
Ein mit n = 6 Schaufeln 3.1 bis 3.6 ausgestattetes Krei
selpumpenlaufrad 1 (Fig. 1) weist zwangsläufig auch
sechs Schaufelkanäle 5.1 bis 5.6 auf. Aus der Ansichts
darstellung gemäß Fig. 1 und in Verbindung mit dem
Meridianschnitt gemäß Fig. 2 wird deutlich, daß nach
der gewählten Nomenklatur der Schaufelkanal 5.1 durch
ein Deckscheibensegment 4.1, der Schaufelkanal 5.3 durch
ein Deckscheibensegment 4.3 und der Schaufelkanal 5.5
durch ein Deckscheibensegment 4.5 auf der Anströmseite
des Kreiselpumpenlaufrades 1 geschlossen ist. Demgegen
über ist der Schaufelkanal 5.2 durch ein Rückflächen
segment 4.2, der Schaufelkanal 5.4 durch ein Rück
flächensegment 4.4 und der Schaufelkanal 5.6 durch ein
Rückflächensegment 4.6 auf der der Anströmseite des
Kreiselpumpenlaufrades 1 abgewandten Seite jeweils
geschlossen. Es ist weiterhin ersichtlich, daß durch die
vorgeschlagene Anordnung von Deckscheiben- und Rückflä
chensegment 4.1. 4.3, 4.5 bzw. 4.2. 4.4, 4.6, die, in
Umfangsrichtung betrachtet, im jeweiligen Wechsel auf
einanderfolgen, keine Schaufelkante gebildet werden
kann, die Vorder- und Rückseite der betreffenden
Schaufel - und damit zwei benachbarte Schaufelkanäle - jeweils
auf kurzem Weg miteinander verbindet. Dadurch
werden Spaltströmungen und wirkungsgradmindernde Effekte
aufgrund einer Druckdifferenz zwischen Schaufelvorder- und
Schaufelrückseite wirksam verhindert.
Ausgehend von einer anströmseitigen Umfangsfläche einer
Nabe 2 ist im Eintrittsbereich des durch das jeweilige
Deckscheibensegment 4.1, 4.3 und 4.5 begrenzten Schau
felkanals 5.1, 5.3 und 5.5 eine äußerste radiale Naben
ausformung 2a vorgesehen, die die Rückflächensegmente
4.2, 4.4 und 4.6 der Schaufelkanäle 5.2, 5.4 und 5.6
flächig miteinander verbindet (vgl. Fig. 1). Es ist
vorteilhaft, die äußerste radiale Nabenausformung 2a so
weit auszubilden, daß sie jeweils, in radialer Richtung
gesehen, bis an den Eintrittsbereich des durch das
jeweilige Deckscheibensegment 4.1, 4.3 und 4.5 abge
deckten Teil des Schaufelkanals 5.1, 5.3 und 5.5 heran
reicht (siehe hierzu insbesondere Fig. 2, unterer
Teil).
Die Nabe 2 weist, wie dies allgemein üblich ist, eine
Nabenbohrung 2b und eine Mitnehmernut 2c auf. Darüber
hinaus ist aus Gründen der leichteren Demontage des
Kreiselpumpenlaufrades 1 ein Abziehloch 6 vorgesehen
(Fig. 2).
Sobald die Strömung die Anströmkante der jeweiligen
Schaufel erreicht, wird diese Strömung durch diese
Anströmkante in die zugeordneten benachbarten Schaufel
kanäle kanalisiert. Es ist zweckmäßig, wie dies die
Fig. 1 und 2 auch deutlich machen, die äußerste
radiale Nabenausformung 2a bis in diesen Bereich aus
zubilden, damit eine einwandfreie Anströmung der einzel
nen Schaufelkanäle begünstigt und ein peripherer
Austausch von Strömung zwischen benachbarten Schaufel
kanälen erschwert wird und Verwirbelungen in diesem
Bereich weitgehend vermieden werden.
Infolge der Möglichkeit des Durchgriffs der Strömung
zwischen Laufradvorder- und Laufradrückseite im Bereich
der äußersten radialen Nabenausformung 2a ergeben sich
dort zwangslaufig keine axialen Strömungskräfte auf das
Kreiselpumpenlaufrad 1. Selbst wenn die jeweilige Druck
verteilung, was nicht erkennbar ist, auf die Deckflä
chen- und die Rückflächensegmente 4.1, 4.3, 4.5 bzw.
4.2, 4.4, 4.6 strömungsmechanisch unterschiedlich sein
müßte, könnten sich diese Unterschiede durch die erfin
dungsgemäße Anordnung dieser Flächen, über den Umfang
gesehen, nicht ausbilden. Somit ergeben sich aus diesem
Sachverhalt auch keine axialen Kräfte auf das Kreisel
pumpenlaufrad 1 insgesamt und damit auf die Pumpenwelle.
Das erfindungsgemäße Kreiselpumpenlaufrad 1 weist, in
sich gesehen, einen hinreichenden Kräfteausgleich auf.
Bei dem beispielhaft dargestellten Kreiselpumpenlaufrad
1 ist die Drehrichtung mit D gekennzeichnet; es handelt
sich in diesem Falle um eine rückwärts gekrümmte
Beschaufelung, die im Ausführungsbeispiel einfach
gekrümmt ist. Das erfindungsgemäße Prinzip ist jedoch
auch ohne weiteres auf räumlich gekrümmte, das heißt
dreidimensionale Schaufeln anwendbar. Das gewählte
Ausführungsbeispiel bezieht sich darüber hinaus auf ein
langsamläufiges Kreiselpumpenlaufrad radialer Bauart
(sogenannter Langsamläufer); die vorgeschlagene Erfin
dung erstreckt sich ohne Einschränkung jedoch auch auf
mittelläufige Kreiselpumpenlaufräder (sogenannte Mittel
läufer).
Claims (2)
1. Kreiselpumpenlaufrad radialer Bauart mit vom Ein
tritts- zum Austrittsbereich jeweils offenen Schau
felkanälen, dadurch gekennzeichnet, daß eine gerad
zahlige Anzahl n Schaufeln (3.1 bis 3.n) vorgesehen
ist, und daß der einzelne Schaufelkanal (5.1 bis 5.n)
zwischen den ihn jeweils begrenzenden Schaufeln (3.1;
3.2; 3.3; . . .; 3.n) entweder von einem Deckscheibenseg
ment (4.1; 4.3; 4.5; . . .; 4.n-1) oder von einem Rück
flächensegment (4.2; 4.4; 4.6; . . .; 4.n) berandet ist,
wobei, in Umfangsrichtung betrachtet, Deckscheiben- und
Rückflächensegment im jeweiligen Wechsel aufein
anderfolgen.
2. Kreiselpumpenlaufrad radialer Bauart nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß im Eintrittsbereich des
durch das jeweilige Deckscheibensegment (4.1; 4.3; 4.5;
. . .; 4.n-1) begrenzten Schaufelkanals (5.1; 5.3; 5.5;
. . .; 5.n-1) eine äußerste radiale Nabenausformung (2a)
vorgesehen ist, die die Rückflächensegmente (4.2; 4.4;
4.6; . . .; 4.n) der Schaufelkanäle (5.2; 5.4; 5.6; . . .; 5.n)
flächig miteinander verbindet und die jeweils, in
radialer Richtung gesehen, bis an den Eintrittsbe
reich des durch das jeweilige Deckscheibensegment
(4.1; 4.3; 4.5; . . .; 4.n-1) abgedeckten Teil des Schau
felkanals (5.1; 5.3; 5.5; . . .; 5.n-1) heranreicht.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: TUCHENHAGEN GMBH, 21514 BUECHEN, DE |
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| 8130 | Withdrawal |