DE19530089C2 - Hochdruckverbindungssystem - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verbindungssystem für höchst
druckfeste Rohrverschraubungen mit einem genormten, einen
24°-Anschluß aufweisenden Aufnahmekörper, einer ebenfalls
genormten Überwurfmutter zur Herstellung einer druckfesten
Verbindung, einem Rohr oder einem Anschlußzapfen zum Verbin
den anderer Systemkomponenten, einem zweiteiligen Ring, bei
dem der erste Ring als Schneid- oder Klemmring ausgebildet
ist, welcher einen vorstehenden, umlaufenden Absatz auf
weist, der im zusammengebauten Zustand des Verbindungssy
stems in eine dem Schneid- oder Klemmring zugewandte, radial
innen angeordnete konische Ausnehmung des Dichtringes ragt,
und welcher sich nach der Montage des Verbindungssystems an
der Außenwand des Rohres oder Anschlußzapfens festkrallt,
während der zweite Ring als Dichtring ausgebildet ist, der
mittels einer Elastomer-Hochdruckdichtung gegenüber dem Auf
nahmekörper und gegenüber dem Rohr abgedichtet ist, und der
eine Stirnfläche aufweist, die unmittelbar an eine Stirnflä
che des Aufnahmekörpers angrenzt.
Ein derartiges Verbindungssystem ist bekannt aus der
DE 40 38 539 C1.
Zur Herstellung von entsprechenden druckfesten Verbindungen
insbesondere für Fluide in Hochdruckleitungen werden heutzu
tage überwiegend rein metallisch dichtende Zweikanten-
Schneidringe in Rohrverschraubungen nach DIN 2353 einge
setzt, die sich untereinander technisch nur geringfügig
Unterscheiden. Die Zweikanten-Schneidringe erfüllen dabei
sowohl eine Dichtungs- als auch eine Haltefunktion für das
entsprechende Verbindungssystem. Erhöhte Anforderungen der
Anwender führten aber in letzter Zeit dazu, daß zunehmend
zusätzliche elastomere Abdichtungen gewünscht werden. Ein
fache Dichthilfen für Schneidringe, wie beispielsweise in
der DE 41 03 266 A1 oder der DE 80 17 944 U1 sowie in der
DE 42 29 502 A1 beschrieben, konnten sich auf dem Markt bis
lang nicht durchsetzen, weil entweder die Handhabung oder
die Rohrvorbereitung bei den betreffenden Systemen zu auf
wendig sind.
Der letzte Stand der Technik wurde durch Verbindungssysteme
mit zweiteiligem Ring in Verbindung mit einem DIN-Aufnahme
körper und einer DIN-Überwurfmutter erreicht, wie beispiels
weise in der eingangs zitierten DE 40 38 539 C1 beschrieben
ist. Dieses bekannte System trennt vorteilhaft die Halte
funktion einerseits von der Dichtfunktion andererseits. Wie
schon aus älteren Druckschriften bekannt ist (siehe z. B.
DE 27 12 614 A1) und wie vor allem in praktischen Anwendun
gen bewiesen, hat ein zweiteiliger Ring durch die doppelte
Klemm- und Federwirkung erhebliche Vorteile gegenüber einem
einteiligen Ring mit Doppelfunktion. Im Prinzip unterschei
det sich das System nach der DE 27 12 614 A1 von dem Verbin
dungssystem nach der eingangs zitierten DE 40 38 539 C1 nur
dadurch, daß beim ersteren System kein DIN-Stutzen verwendet
wurde, weshalb es sich auf dem Markt nicht durchsetzen konn
te.
Noch älter ist das aus der DE 15 25 666 C3 bekannte Rohr
kupplungssystem, das insbesondere bei Gasen Verwendung fin
det, und das mit einer zusätzlichen Elastomer-Dichtung keine
höhere Dichtungswirkung erzielen könnte, da es bereits mit
der dort beschriebenen rein metallischen Dichtung selbst bei
Helium-Lecktests der entsprechend gekuppelten Rohre die be
sten Dichtheitsraten garantiert.
Das Verbindungssystem gemäß DE 40 38 539 C1 hat also die aus
früheren Veröffentlichungen bereits bekannten Teillösungen
(für das Dichtelement z. B. DE 90 03 299 U1; für den
Schneidring und den schneidringseitigen Teil des Dicht
elementes beispielsweise DE 27 12 614 A1 oder
DE 15 25 666 C3) im Prinzip übernommen und in eine DIN-ge
rechte Form umgesetzt. Dennoch weist das bekannte System
immer noch gravierende Nachteile auf:
Alle bekannten Schneidringe, welche auf Block montiert wer
den, bei denen also eine stirnseitige Anschlagfläche plan an
der Stirnseite des Aufnahmekörpers zur spielfreien Anlage
kommt, verlieren durch den starren Kraftschluß an Flexibili
tät, so daß es zu vorzeitigen Rohrbrüchen an der Überwurf
mutterseite und sogar zu Leckagen an den Einschraubgewinden
des Aufnahmekörpers kommen kann. Auch das aus der
DE 40 38 539 C1 bekannte Verbindungssystem wird in dieser
Weise auf Block montiert.
Bei der Montage besteht dann generell das Problem, daß zwar
das vermeintliche Montageende sichtbar wird, wenn die Über
wurfmutter wieder gelöst wird, daß aber nicht erkennbar ist,
wann der Schneidring mit dem Einschneiden in das Rohr be
gonnen hat und ob der effektive Einschneideweg zur Sicherung
der vollen Haltekraft auch ausreicht. Das bekannte Ver
bindungssystem bietet keine Möglichkeit, ein eventuell not
wendiges weiteres Einschneiden zu bewerkstelligen, bei
spielsweise wenn das Rohr bei Einschneidbeginn nicht ganz am
Rohranschlag war, oder wenn die Rohrwand nach innen ausge
wichen ist.
In beiden Fällen wäre bei einem Nacharbeiten die Vorspann
kraft auf das Gewinde reduziert und die Überwurfmutter würde
sich lösen, so daß die elastomere Dichtung nicht mehr ge
kammert wäre und durch den dann entstehenden Spalt nach
außen gepreßt würde, weshalb bei einem anschließenden An
ziehen der Dichtung die Dichtfunktion nicht mehr gewähr
leistet wäre. Dementsprechend bleibt einem Monteur als
Option lediglich ein weiteres Anziehen der Überwurfmutter
übrig, was aber mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem über
mäßigen Einschnüren des Rohres am 90°-Konus der Überwurf
mutter führt, so daß ein vorzeitiger Rohrbruch durch Kerb
wirkung die nahezu unausweichliche Folge wäre.
Auch ein Austausch des Weichdichtungselementes würde keinen
Sinn machen, weil sich dadurch die oben geschilderte Proble
matik im Kern nicht ändern würde. Bei Lockerung des
Dichtungsverbandes würde wiederum ein Spalt zwischen dem
Aufnahmekörper und dem Dichtring entstehen, der im übrigen
bis zu einem gewissen Grade ohnehin schon von vornherein
durch die DIN-Toleranzen zwischen Dichtring und Rohr vor
handen ist. Das bei dem bekannten Verbindungssystem ver
wendete einzige Dichtelement der Elastomer-Hochdruckdichtung
würde wiederum in den Spalt gezogen und könnte dann nach den
anderen Seiten hin seine Dichtfunktion nicht mehr oder nur
noch unvollständig erfüllen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, ein
Verbindungssystem mit den Merkmalen der eingangs geschilder
ten Art zu schaffen, welches bei möglichst geringen techni
schen Änderungen die Vorteile eines Systems mit zweiteiligem
Ring mit dem verbesserten Dichtverhalten von weniger starren
Systemen verbindet, wobei eine nachträgliche Austauschbar
keit von beschädigten Dichtelementen ermöglicht werden soll.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der
Dichtring so gestaltet ist, daß er im montierten Zustand des
Verbindungssystems ausschließlich über seine Stirnfläche mit
dem Aufnahmekörper in Berührung kommt, daß der Schneid- oder
Klemmring ausgehend von einem in etwa zylindrische Ansatz
stück eine zum Dichtring hin abfallende konische Steigung
aufweist, deren Steigungswinkel größer ist als der Stei
gungswinkel der entsprechenden konischen Ausnehmung des
Dichtringes, daß die Elastomer-Hochdruckdichtung ein zwi
schen der Stirnfläche des Aufnahmekörpers und dem Dichtring
angeordnetes erstes elastomeres Dichtelement und ein zwi
schen einer dem Rohr oder Anschlußzapfen zugewandten Fläche
des Dichtringes und der Außenwand des Rohres oder Anschluß
zapfens angeordnetes zweites elastomeres Dichtelement um
faßt, und daß das erste elastomere Dichtelement als auch das
zweite elastomere Dichtelement, in einer Ausnehmung des
Dichtringes aufgenommen ist.
Anstelle der Verwendung eines einzigen elastomeren Dicht
elementes, das zwischen der Konusfläche des Haltekörpers,
der Rohraußenwand und der ebenfalls im Konusbereich liegen
den radialen Ringfläche gekammert ist, werden erfindungsge
mäß zwei räumlich voneinander getrennte Dichtzonen ge
schaffen, nämlich durch das erste elastomere Dichtelement
zwischen dem Dichtring und dem Aufnahmekörper und durch das
zweite elastomere Dichtelement zwischen dem Dichtring und
dem Rohr. Dadurch werden einerseits die Vorteile eines
spezialisierten Dichtringes beibehalten, der keine Halte
funktion mehr übernehmen muß, sondern lediglich die Dicht
funktion mittels eines elastomeren Dichtelementes sicher
stellt, andererseits wird das Dichtverhalten durch die räum
liche Trennung der beiden Dichtstellen, deren Vorteile an
sich bereits aus der DE 42 29 502 A1 bekannt sind, erheblich
verbessert.
Hinzu kommt der weitere Vorteil, daß die Elastomer-Dichtung
in Richtung auf das nach außen abzudichtende Fluid gesehen
vor der metallischen Schneidendichtung durch den Schneidring
liegt, so daß die Schneidendichtung gewissermaßen als zweite
Sicherheit bei Versagen der Elastomer-Dichtung zwischen dem
Dichtring und Rohr wirkt, wobei gegenüber dem bekannten Ver
bindungssystem gemäß der DE 42 29 502 A1 durch die Anordnung
der zweiten Elastomer-Dichtung unmittelbar nach dem Schneid
ring der vom Schneidring bewirkte Materialaufwurf an der
Rohraußenseite die Dichtungseigenschaften der zweiten Ela
stomer-Dichtung erheblich verbessert.
Bei einem nachträglichen Schadhaftwerden der Elastomer-Hoch
druckdichtung kann das erfindungsgemäße Verbindungssystem
durch Abschrauben der Überwurfmutter gelöst werden, wobei
der Schneidring im wesentlichen ortsfest in das Rohr ge
krallt bleibt. Der Dichtring mit den elastomeren Dicht
elementen kann dann ohne weiteres gegen einen Ersatzdicht
ring ausgetauscht werden. Alternativ können auch die elasto
meren Dichtelemente für sich ausgetauscht werden, ohne daß
die oben beschriebene negative Wirkung des Hineinziehens von
elastomerem Material in einen Spalt zu befürchten ist. Eine
weitere einfache nachträgliche Reparaturmöglichkeit einer
undicht gewordenen Elastomer-Dichtung bei dem erfindungsge
mäßen Verbindungssystem besteht in einem Einschieben eines
herkömmlichen O-Ringes in den Konusbereich des Aufnahme
körpers, wodurch zumindest ein Dichtverband entsteht, wie er
aus der eingangs zitierten DE 40 38 539 C1 an sich bekannt
ist.
Vorteilhafterweise kann der Dichtring mit den elastomeren
Dichtelementen gemäß dem erfindungsgemäßen Verbindungssystem
auch zum Austausch gegen einen schadhaften herkömmlichen
Dichtring in einem bereits montierten bekannten System nach
dem Stand der Technik verwendet werden, wenn dort eine Un
dichtheit auftreten sollte. Aufgrund der Randbedingungen bei
Verwendung eines genormten Aufnahmekörpers und einer DIN-
Überwurfmutter beim erfindungsgemäßen Verbindungssystem be
steht nämlich eine geometrische Kompatibilität des zwei
teiligen Ringes, so daß lediglich darauf geachtet werden
muß, daß der Dichtring des erfindungsgemäßen Verbindungs
systems an seiner dem Schneid- oder Klemmring zugewandten
Seite mit dem letzteren zusammenpaßt.
Im Überanzugsbereich erfolgt eine Einschnürung und Verklem
mung im Mittelbereich des Schneidringes gegenüber dem Dicht
ring und gegenüber dem Rohr. Dadurch wird eine schädliche
Kerbwirkung des Schneidringes gegenüber dem Rohr verhindert
oder zumindest verringert, so daß mit dem Verbindungssystem
eine höhere Drucksicherheitsstufe erreichbar ist.
Durch die Aufnahme der Dichtelemente in einer Ausnehmung des
Dichtringes ist eine im wesentlichen vollständige Kammerung
des elastomeren Dichtmaterials garantiert.
Das erste und/oder zweite elastomere Dichtelement kann bei
Ausführungsformen als separates Teil in Form eines O-Ringes,
eines Flachdichtungselementes o. ä. vorliegen. Alternativ
kann das elastomere Dichtelement aber auch fest mit dem
Dichtring verbunden, insbesondere anvulkanisiert oder ange
klebt sein. Der Vorteil der erstgenannten Ausführungsform
besteht darin, daß ein schadhaft gewordenes Dichtelement se
parat ausgetauscht werden kann, ohne daß der gesamte Dicht
ring ausgewechselt werden müßte. Bei der zweiten Alternative
liegt der Vorteil in einer einfacheren Handhabung der fest
mit dem Dichtring verbundenen elastomeren Dichtelemente,
weil lediglich ein einziges Bauteil eingesetzt und positio
niert werden muß.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Verbindungssystems begrenzt die Stirnfläche des
Dichtringes den am weitesten axial in Richtung auf den Auf
nahmekörper ragenden Abschnitt des Dichtringes stirnseitig,
so daß keine Teile des Dichtringes in die konische 24°-Aus
nehmung des Aufnahmekörpers hineinragen. Derartige Ausfüh
rungsformen können insbesondere in Verbindung mit Sonder
stutzen ohne Konus verwendet werden, die den herkömmlichen
genormten Aufnahmekörper nach DIN ersetzen und beispielswei
se eine reduzierte Rohreinstecktiefe aufweisen können. Der
artige Sonderstutzen können eine wesentlich größere mechani
sche Stabilität als der genormte Aufnahmekörper aufweisen
und sind daher insbesondere zum Einsatz bei extremen Last
wechselbeanspruchungen des zu verbindenden Hochdruck-Fluid
systems oder bei Drücken bei weit über die nach der DIN vor
geschriebenen Grenzwerte geeignet. Dadurch können ganz neue
Anwendungsbereiche für das erfindungsgemäße Verbindungssy
stem erschlossen werden.
Die genannte Ausführungsform hat aber selbst bei Verwendung
eines DIN-Aufnahmekörpers noch Vorteile: Sie ist in der Her
stellung aufgrund der durchgehenden Stirnfläche besonders
einfach zu bearbeiten und kann damit kostengünstig angeboten
werden. Außerdem wird wesentlich weniger Dichtungsmaterial
benötigt, da keine große Kammer wie beim Stand der Technik
gefüllt werden muß, sondern das Dichtungsmaterial lediglich
zwischen den gegenüberliegenden Dichtflächen von Aufnahme
körper und Dichtring vorhanden sein muß.
Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung dieser Ausfüh
rungsform sind das erste und zweite elastomere Dichtelement
einstückig miteinander verbunden und somit wesentlich einfa
cher und billiger herstellbar als zwei getrennte Dichtele
mente. Insbesondere beim Anvulkanisieren des Elastomermate
rials auf den Dichtring ist lediglich ein einziger Arbeits
gang erforderlich.
Die genannte Ausführungsform kann dahingehend weitergebildet
werden, daß das elastomere Dichtmaterial der Elastomer-Hoch
druckdichtung ungefähr L-förmig um die dem Rohr oder An
schlußzapfen zugewandte radiale Innenkante des Dichtringes
herum angeordnet ist.
Alternativ dazu kann bei anderen Ausführungsformen vorgese
hen sein, daß der Dichtring an seiner dem Aufnahmekörper zu
gewandten Stirnseite radial innen eine ungefähr konisch ver
laufende, zum Aufnahmekörper hin sich öffnende Ausnehmung
aufweist, und daß an der konischen Ausnehmung anliegend ein
im Querschnitt etwa dreieckförmiges Dichtelement vorgesehen
ist, dessen eine Außenfläche auf dem Rohr oder Anschlußzap
fen, und dessen andere Außenfläche zumindest teilweise auf
der Stirnfläche des Aufnahmekörpers aufliegt. Diese Ausfüh
rungsform hat gegenüber der vorgenannten den Vorteil einer
einfacheren Herstellbarkeit der konischen Ausnehmung am
Dichtring, während die alternative Ausführungsform aufgrund
ihrer geometrischen Gestaltung einen besseren Halt des
Dichtelementes am Dichtring gewährleistet.
Vorteilhaft für beide Ausführungsformen ist es, wenn die ra
dial innen angeordnete, dem Aufnahmekörper zugewandte Außen
kante des L-förmigen oder dreieckförmigen Dichtelementes ab
geschrägt oder abgerundet ist. Dadurch kann überflüssiges
Dichtungsmaterial, das ohnehin nicht zur Dichtung beiträgt,
eingespart werden.
Alternativ zu den oben genannten Ausführungsformen kann aber
auch bei dem erfindungsgemäßen Verbindungssystem radial in
nen am Dichtring ein umlaufender Absatz vorgesehen sein, der
im zusammengebauten Zustand des Verbindungssystems in die
konische Öffnung des Aufnahmekörpers ragt und eine derartige
axiale Länge aufweist, daß er im zusammengebauten Zustand
des Verbindungssystems nicht am 24°-Konus des Aufnahmekör
pers anstößt. Dadurch ist eine besonders gute Kammerung des
ersten Dichtelementes gewährleistet, weil teilweise auch der
24°-Konus des Aufnahmekörpers als Kammerwand wirkt. Außerdem
wird damit eine vergrößerte Dichtfläche zwischen Dichtele
ment und Aufnahmekörper hergestellt. Damit wird das erfin
dungsgemäße Verbindungssystem mechanisch noch flexibler,
weil eine weitere starr geführte Kraftschlußverbindung weg
fällt. Das Einschraubgewinde des Aufnahmekörpers wird da
durch entlastet und die Anforderungen an die Maßgenauigkeit
des Rohres, beispielsweise bei einem gebogenen Fluidlei
tungssystem sind geringer, ohne daß es zu Sicherheitseinbu
ßen käme.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausführungsform
ist vorgesehen, daß das erste und zweite elastomere Dicht
element aus einer über den umlaufenden Absatz des Dicht
ringes gezogenen, einstückig zusammenhängenden, vorzugsweise
am Dichtring anvulkanisierten Schicht aus Elastomermaterial
gebildet ist. Eine solche zusammenhängende Schicht ist be
sonders einfach und preiswert herstellbar.
Um Material und Gewicht einzusparen, kann bei einer Weiter
bildung die Schicht aus Elastomermaterial eine geringe Dicke
von vorzugsweise ungefähr 1/2 mm oder weniger aufweisen, die
in der Regel vollkommen ausreicht.
Besonders bevorzugt ist auch eine Ausbildung des erfindungs
gemäßen Verbindungssystems, bei der der umlaufende Absatz
i. w. zylindrisch ausgebildet ist.
Bei einer alternativen Ausführungsform ist der umlaufende
Absatz i. w. konisch auf den Aufnahmekörper zulaufend, vor
zugsweise mit einem Winkel von etwa 24°, ausgebildet. Der
konische Teil des Dichtelementes übernimmt dann eine mecha
nische Führungsfunktion. Außerdem ist auf diese Weise erheb
lich weniger Dichtmaterial am ersten elastomeren Dichtele
ment erforderlich.
Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform des erfindungs
gemäßen Verbindungssystems, bei der am Außenumfang des
Dichtringes anvulkanisierte oder angeklebte, zum Innenge
winde der Überwurfmutter passende Außengewindesegmente aus
Elastomermaterial, vorzugsweise symmetrisch um den Umfang
verteilt, angeordnet sind. Dabei können im Anlieferzustand
vormontierte Teile in der Überwurfmutter gehalten werden und
sind ohne Einsatz von Werkzeugen durch einfache Drehung
leicht voneinander trennbar.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Be
schreibung und der Zeichnung. Ebenso können die vorstehend
genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale er
findungsgemäß jeweils einzeln für sich oder zu mehreren in
beliebigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigten
und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als ab
schließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr
beispielhaften Charakter für die Schilderung der Erfindung.
Es zeigen:
Fig. 1 einen halben Längsschnitt durch ein erfindungs
gemäßes Verbindungssystem für höchstdruckfeste
Rohrverschraubungen;
Fig. 2a in der linken Hälfte eine Seitenansicht eines
zweiteiligen Rings einer Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verbindungssystems und in der
rechten Hälfte einen schematischen Längsschnitt
desselben;
Fig. 2b eine stirnseitige Draufsicht auf den zweiteiligen
Ring nach Fig. 2a;
Fig. 3 einen schematischen halben Längsschnitt durch
einen zweiteiligen Ring und einen Aufnahmekörper
einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verbindungssystems mit Dichtring ohne Absatz;
Fig. 4a einen Längsschnitt wie in Fig. 3, aber mit
einstückigem elastomerem Dichtelement in L-Form;
Fig. 4b einen Längsschnitt wie in Fig. 4a, aber mit
Schneidring, Dichtring und Aufnahmekörper in vorge
schriebener Endlage fertig montiert ohne Überanzug;
Fig. 5 einen Längsschnitt wie in Fig. 3, aber mit
dreieckförmigem, einstückigem Dichtelement; und
Fig. 6 einen Längsschnitt wie in Fig. 3, wobei der Dicht
ring einen in den 24°-Konus des Aufnahmekörpers
ragenden umlaufenden Absatz aufweist.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Verbindungssystems für höchstdruckfeste
Rohrverschraubungen ist in einem halben Längsschnitt die be
züglich einer Symmetrieachse a obere Hälfte des Ver
schraubungsverbandes in angezogenem Zustand zu erkennen. Da
bei ist ein Rohr 7, das beispielsweise auch als Anschlußzap
fen ausgeführt sein könnte, mittels einer genormten
Überwurfmutter 2, einem Schneidring 3, der als Ein- oder
Zwei-Kantenschneidring oder aber auch als Klemm- oder Keil
ring zur Halterung des Rohres ausgebildet sein kann, und
einem Dichtring 4, hochdruckdichtend mit einem genormten
Aufnahmekörper 1, der einen 24°-Innenkonus 19 aufweist, ver
bunden. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel ist durch den Ge
windeanzug der Überwurfmutter 2 gegen den Aufnahmekörper 1
der Schneidring 3 derart verformt worden, daß er sich in die
Außenfläche des Rohres 7 eingeschnitten hat und damit für
einen Festsitz des Verbandes sorgt. Der Dichtring 4 weist
ein erstes elastomeres Dichtelement 5 auf, das gegen eine
Stirnfläche 8 des Aufnahmekörpers 1 anschlägt, sowie ein
zweites elastomeres Dichtelement 6, welches gegen die Außen
fläche des Rohres 7 gedrückt wird, das stirnseitig gegen
eine Rohranschlagfläche 18 des Aufnahmekörpers 1 anstößt.
Anstelle eines genormten Aufnahmekörpers 1 mit 24°-Konus 19
könnte im erfindungsgemäßen Verbindungssystem auch ein in
der Zeichnung nicht dargestellter Sonderstutzen für extrem
hohe Drücke mit geringerer Rohreinstecktiefe und ohne Auf
nahmekonus verwendet werden. Das erste elastische Dicht
element 5 würde dann immer noch die Dichtfunktion gegen die
entsprechende Stirnfläche des Stutzens übernehmen.
Zusätzlich können auch weitere Weichdichtungen im Reparatur
fall, beispielsweise O-Ringe oder Flachdichtungsringe aus
elastomerem Material eingesetzt werden, die dann die Dicht
funktion eines eventuell beschädigten ersten oder zweiten
Dichtelementes übernehmen. Derartige zusätzliche Weichdich
tungen könnten dann wieder wie beim Stand der Technik im
24°-Konus des Aufnahmekörpers gekammert sein.
In Fig. 2a ist auf der linken Seite eine Seitenansicht des
in Fig. 1 gezeigten Schneidringes 3 und des Dichtringes 4
dargestellt. Die rechte Seite von Fig. 2a zeigt einen
schematischen Längsschnitt durch den zweiteiligen Ring 3, 4,
während Fig. 2b eine Draufsicht auf den Dichtring 4 nach
Fig. 2a zeigt. Am Außenumfang des Dichtringes 4 sind sym
metrisch um den Umfang verteilte, zum Innengewinde der Über
wurfmutter 2 aus Fig. 1 passende Außengewindesegmente 20 aus
elastomerem Material angeordnet, die am Dichtring 4 an
vulkanisiert oder angeklebt sein können. Damit läßt sich
eine bajonettverschlußartige Schraubverbindung zwischen dem
Dichtring 4 und der Überwurfmutter 2 herstellen, die als
Vormontagehalterung von Überwurfmutter 2, Schneidring 3 und
Dichtring 4 wirkt und zum Zwecke der Endmontage ohne weite
res leicht lösbar ist.
Fig. 3 zeigt eine Vergrößerung der Schnittansicht von
Elementen des Verbindungssystems nach Fig. 1, nämlich des
Aufnahmekörpers 1, des Dichtringes 4 und des Schneidringes 3
im nicht-angezogenen, vormontierten Zustand. Dabei stößt der
Dichtring 4 mit seiner Stirnfläche 9 gegen die Stirnfläche 8
des Aufnahmekörpers 1, wodurch das erste elastomere Dicht
element 5, das in einer Ausnehmung 25 in der Stirnfläche 8
des Dichtringes 4 gekammert ist, gegen die als Dichtfläche
wirkende Stirnfläche 9 des Aufnahmekörpers 1 gedrückt wird.
Das zweite elastomere Dichtelement 6 liegt an der Außen
fläche des in Fig. 3 nicht dargestellten Rohres dichtend an.
In Fig. 4a ist eine Ausführungsform des Dichtelementes 4'
dargestellt, bei der die beiden elastomeren Dichtelemente
miteinander verbunden sind und ein einstückiges Dichtelement
21 bilden, das im gezeigten Ausführungsbeispiel ungefähr
L-förmig um die radiale Innenkante 22 des Dichtringes 4'
herum angeordnet ist.
In Fig. 4b ist der Dichtungsverband im angezogenen Zustand
dargestellt. Dabei drückt die in der Figur nicht gezeigte
Überwurfmutter auf die Konusfläche 10 des Schneidringes 3,
wodurch dieser sich mit seinem Stirnabschnitt 11 unter die
Innenkonusfläche 12 des Dichtringes 4' schiebt. Dadurch wird
der Stirnabschnitt 11 nach innen in Richtung auf das Rohr 7
abgelenkt und verkrallt sich mit seiner Unterkante in der
Außenfläche des Rohres 7. Gleichzeitig bildet der Stirnab
schnitt 11 eine Kammerwand zur druckfesten Kammerung des
elastomeren Dichtelementes 21 aus. Als Anschlag für die
Schneidring-seitige Stirnfläche 13 des Dichtrings 4' dient
nicht mehr wie beim Stand der Technik die Endfläche 14 des
Schneidringes 3, die höchstenfalls bei ganz extremem Überan
zug zur Anlage mit der Stirnfläche 13 kommen würde, sondern
die Konusfläche 15 am Schneidring 3, gegen die die Innen
kante 18 der rückseitigen Stirnfläche 13 anläuft.
Aufgrund der eingangs beschriebenen möglichen Montagefehler
eines derartigen höchstdruckfesten Verbindungssystems ist es
von Vorteil, wenn der Schneidring 3 nachgezogen werden kann.
Dabei wird beim erfindungsgemäßen System ein weiterer axia
ler Einschneidweg zurückgelegt. Gleichzeitig erfolgt nicht
nur eine weitere Erhöhung der Rohrklemmkraft im Bereich der
Konusfläche 10 des Schneidrings 3, sondern auch eine
Stauchung und Reduzierung der axialen Länge des Schneidrings
3 in seinem Mittelbereich 16, was zu einer engen Um
klammerung des Rohres 7 führt. Durch eine solche Geometrie
des Schneidringes 3 wird sichergestellt, daß bei Erreichen
des Überanzugsbereichs während des Montagevorgangs der
Monteur ein deutlich erkennbares Kraftsignal in Folge eines
überproportional großen Kraftanstieges spürt, sobald die
Innenkante 18 des Dichtrings 4' auf die Konusfläche 15 des
Schneidringes 3 auftrifft. Auch bei einem möglicherweise
notwendigen Überanzug erfolgt bei der vorliegenden Geometrie
des Schneidringes 3 keine schädliche Kerbwirkung durch Rohr
einschnürung, sondern es wird eine gleichmäßige Kraftver
teilung auf die zwischen dem Mittelbereich 16 und dem Ring
auslauf 17 des Schneidringes 3 aufgespannte Fläche bewirkt,
die zusätzlich zur Rohrhalterung genutzt wird.
Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ver
bindungssystems ist in Fig. 5 gezeigt, wo der Dichtring 4''
ein einstückiges, im wesentlichen dreieckförmiges elastome
res Dichtelement 23 trägt, das an seiner radial inneren
Außenkante eine Abschrägung 24 aufweist.
In Fig. 6 schließlich ist eine weitere Ausführungsform ge
zeigt, bei der ein Dichtring 4''' radial innen einen um
laufenden Absatz 27 aufweist, der im zusammengebauten Zu
stand des Verbindungssystems in die konische Öffnung 19 des
Aufnahmekörpers 1 ragt. Dabei ist die axiale Länge des Ab
satzes 27 so gewählt, daß er auch im angezogenen Zustand des
Verbindungssystems nicht auf die Konusfläche 19 des Auf
nahmekörpers 1 auftrifft. Durch den umlaufenden Absatz 27
wird eine fast vollständig geschlossene Kammer 26 für das
erste elastomere Dichtelement 5' geschaffen.
Alternativ kann in einer in der Zeichnung nicht darge
stellten Ausführungsform der umlaufende Absatz im wesent
lichen konisch, vorzugsweise mit einem Winkel von etwa 24°
auf den Aufnahmekörper 1 zulaufend gestaltet sein. Dadurch
kommt es beim Anziehen des Verbindungssystems zu einer Be
rührung der Konusfläche 19 des Aufnahmekörpers 1, wobei der
konische Absatz des Dichtringes als Führungsfläche über die
Konusfläche 19 gleitet.
Insgesamt bietet das erfindungsgemäße Dichtsystem eine
bessere Rohrhalterung zur Aufnahme von Schwingungen und
Biegelast-Wechselbeanspruchungen und erlaubt insbesondere
durch die stirnseitige Elastomerdichtung am Aufnahmekörper
den Ausgleich von größeren Ungenauigkeiten der Rohrachse als
bisher, während beim Stand der Technik eine genaue Führung
des Dichtringes zwischen dem Rohraußendurchmesser und der
24°-Konusfläche des Aufnahmekörpers unbedingte Voraussetzung
für die Dichtheit des bekannten Systems war. Mit dem er
findungsgemäßen Verbindungssystem ist sogar ein begrenzter
Überanzug auch bei dünnwandigen Rohren möglich, mit dem ein
weiteres Einschneiden bewirkt wird, um Toleranzen zwischen
dem Rohraußendurchmesser und dem Innendurchmesser des zwei
teiligen Ringes auszugleichen.
Claims (14)
1. Verbindungssystem für höchstdruckfeste Rohrverschrau
bungen mit einem genormten, einen 24°-Anschluß aufwei
senden Aufnahmekörper (1), einer ebenfalls genormten
Überwurfmutter (2) zur Herstellung einer druckfesten
Verbindung, einem Rohr (7) oder einem Anschlußzapfen
zum Verbinden anderer Systemkomponenten, einem zwei
teiligen Ring, bei dem der erste Ring als Schneid-
oder Klemmring (3) ausgebildet ist, welcher einen vor
stehenden, umlaufenden Absatz (11) aufweist, der im
zusammengebauten Zustand des Verbindungssystems in ei
ne dem Schneid- oder Klemmring (3) zugewandte, radial
innen angeordnete konische Ausnehmung (12) des Dicht
ringes (4) ragt, und welcher sich nach der Montage des
Verbindungssystems an der Außenwand des Rohres (7)
oder Anschlußzapfens festkrallt, während der zweite
Ring als Dichtring (4) ausgebildet ist, der mittels
einer Elastomer-Hochdruckdichtung gegenüber dem Auf
nahmekörper (1) und gegenüber dem Rohr (7) abgedichtet
ist, und der eine Stirnfläche (9) aufweist, die unmit
telbar an eine Stirnfläche (8) des Aufnahmekörpers (1)
angrenzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtring (4; 4'; 4''; 4''') so gestaltet ist,
daß er im montierten Zustand des Verbindungssystems
ausschließlich über seine Stirnfläche (9) mit dem Auf
nahmekörper (1) im Berührung kommt, daß der Schneid-
oder Klemmring (3) ausgehend von einem in etwa zylin
drischen Ansatzstück eine zum Dichtring hin abfallende
konische Steigung (15) aufweist, deren Steigungswinkel
größer ist als der Steigungswinkel der entsprechenden
konischen Ausnehmung (12) des Dichtringes (4; 4'; 4'';
4'''), daß die Elastomer-Hochdruckdichtung ein zwi
schen der Stirnfläche (8) des Aufnahmekörpers (1) und
dem Dichtring (4; 4'; 4''; 4''') angeordnetes erstes
elastomeres Dichtelement (5; 5') und ein zwischen ei
ner dem Rohr (7) oder Anschlußzapfen zugewandten Flä
che des Dichtringes und der Außenwand des Rohres oder
Anschlußzapfens angeordnetes zweites elastomeres
Dichtelement (6) umfaßt, und daß sowohl das erste ela
stomere Dichtelement (5; 5') als auch das zweite ela
stomere Dichtelement (6) in einer Ausnehmung (25; 26)
des Dichtringes (4; 4'; 4''; 4''') aufgenommen ist.
2. Verbindungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das erste und/oder das zweite elastomere
Dichtelement (5, 6; 5') als separates Teil in Form ei
nes O-Ringes, eines Flachdichtungselementes o. ä. vor
liegt.
3. Verbindungssystem nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und/
oder das zweite elastomere Dichtelement (5, 6; 5')
fest mit dem Dichtring verbunden ist.
4. Verbindungssystem nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche
(9) des Dichtringes (4; 4'; 4'') den am weitesten axi
al in Richtung auf den Aufnahmekörper (1) ragenden Ab
schnitt des Dichtringes (4; 4'; 4'') stirnseitig be
grenzt.
5. Verbindungssystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das erste und das zweite elastomere
Dichtelement einstückig miteinander verbunden sind.
6. Verbindungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das elastomere Dichtmaterial (21) der
Elastomer-Hochdruckdichtung ungefähr L-förmig um die
dem Rohr (7) oder Anschlußzapfen zugewandte radiale
Innenkante (22) des Dichtringes (4') herum angeordnet
ist.
7. Verbindungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Dichtring (4'') an seiner dem Auf
nahmekörper (1) zugewandten Stirnseite radial innen
eine ungefähr konisch verlaufende, zum Aufnahmekörper
(1) hin sich öffnende Ausnehmung aufweist, und daß an
der konischen Ausnehmung anliegend ein im Querschnitt
etwa dreieckförmiges Dichtelement (23) vorgesehen ist,
dessen eine Außenfläche auf dem Rohr (1) oder An
schlußzapfen, und dessen andere Außenfläche zumindest
teilweise auf der Stirnfläche (8) des Aufnahmekörpers
(1) aufliegt.
8. Verbindungssystem nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die radial innen angeordnete, dem
Aufnahmekörper (1) zugewandte Außenkante des L-förmi
gen oder dreieckförmigen Dichtelementes (21 bzw. 23)
abgeschrägt oder abgerundet ist.
9. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß radial innen am Dichtring
(4''') ein umlaufender Absatz (27) vorgesehen ist, der
im zusammengebauten Zustand des Verbindungssystems in
die konische Öffnung des Aufnahmekörpers (1) ragt und
eine derartige axiale Länge aufweist, daß er im zusam
mengebauten Zustand des Verbindungssystems nicht am
24°-Konus des Aufnahmekörpers (1) anstößt.
10. Verbindungssystem nach Ansprüch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß das erste und zweite elastomere Dicht
element aus einer über den umlaufenden Absatz des
Dichtrings gezogenen, einstückig zusammenhängenden
Schicht aus Elastomermaterial gebildet ist.
11. Verbindungssystem nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schicht aus Elastomermaterial eine
geringe Dicke von ungefähr 1/2 mm oder weniger auf
weist.
12. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Absatz (27)
i. w. zylindrisch ausgebildet ist.
13. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Absatz
i. w. konisch auf den Aufnahmekörper (1) zulaufend mit
einem Winkel von etwa 24°, ausgebildet ist.
14. Verbindungssystem nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Außenumfang
des Dichtringes (4; 4'; 4''; 4''') anvulkanisierte
oder angeklebte, zum Innengewinde der Überwurfmutter
(2) passende Außengewindesegmente (20) aus Elastomer
material symmetrisch um den Umfang verteilt, angeord
net sind.
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|---|---|---|---|
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- 1995-08-16 DE DE1995130089 patent/DE19530089C2/de not_active Expired - Fee Related
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