DE19529458A1 - Verfahren zur Ermittlung der tatsächlichen Phasenverschiebung zwischen Strom- und Spannungssignalen beliebiger Phasen in Drehstromnetzen - Google Patents
Verfahren zur Ermittlung der tatsächlichen Phasenverschiebung zwischen Strom- und Spannungssignalen beliebiger Phasen in DrehstromnetzenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Er
mittlung der tatsächlichen Phasenverschiebung zwischen
Strom- und Spannungssignalen beliebiger Phasen in Dreh
stromnetzen und eine Verwendung des Verfahrens zur Kompen
sation eines fehlerhaften Phasenanschlusses eines Blind
leistungskompensationsreglers od. dgl.
Bei vielen Meß- und Regelverfahren ist eine Kenntnis der
Phasenverschiebung zwischen Strom- und Spannungssignalen
von ein und derselben Phase (Leitung) notwendig. Werden
jedoch unbeabsichtigterweise die Strom- und Spannungssi
gnale von verschiedenen Phasen in dem Drehstromnetz gemes
sen, so kann die gemessene Phasenverschiebung von der tat
sächlichen Phasenverschiebung um einen schaltungsbe
dingten Anschlußwinkel abweichen. Dies führt z. B. bei der
Blindleistungskompensation dazu, daß eine z. B. durch Net
zinduktivitäten bedingte Phasenverschiebung zwischen einem
Netzstrom und einer Netzspannung nicht korrekt kompensiert
und somit die Blindleistung nicht optimal minimiert werden
kann.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Ver
fahren zur Verfügung zu stellen, mit dem die tatsächliche
Phasenverschiebung zwischen Strom- und Spannungssignalen
beliebiger Phasen in Drehstromnetzen ermittelt werden
kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch Zu- und/
oder Abschaltung mindestens einer rein kapazitiven oder
einer rein induktiven oder ein rein ohmschen oder einer in
ihrer Phasenverschiebung definierten Misch-Last und Ver
wendung des bei Zu- bzw. Abschaltung gemessenen Differenz
vektors als Bezugskoordinate in einem Zeigerdiagramm.
Dabei kann vorgesehen sein, daß das Verfahren die folgen
den Schritte umfaßt:
- (a) Ermittlung der Netzfrequenz f;
- (b) Erstellung und Speicherung von s diskreten Werten mit Intervallen Δt für eine cos-Funktion cosk und eine sin-Funktion sink mit der Frequenz f, wobei für die Intervalle Δt gilt
- (c) Erfassung und Speicherung von s diskreten Meßwerten mit dem Meßintervall Δt für einen Strom In und eine Span nung Un beliebiger Phasen des Wechselstromes;
- (d) Berechnung der Terme
- (e) Berechnung des Wirkstroms und des Blindstroms wobei Faktor I eine Verstärkung der Meßeingänge und den Faktor s berücksichtigt;
- (f) Zuschaltung der Last;
- (g) Ausführung der Schritte (c) bis (e);
- (h) Berechnung des Differenzvektors zwischen einem Vek tor = (Iwirk,nach, Iblind,nach) nach Zuschaltung und einem Vek tor = (Iwirk,vor, Iblind,vor) vor Zuschaltung im Zeigerdia gramm;
- (i) Bestimmung des Anschlußwinkels ϕAn anhand des Winkels zwischen dem Differenzvektor und dem erwarteten Strom vektor der zugeschalteten Last im Zeigerdiagramm gemäß: wobei ϕerwartet dem erwarteten Winkel des erwarteten Strom vektors der zugeschalteten Last zur Iwirk-Achse entspricht, mitΔIb=Iblind,nach-Iblind, vorΔIw=Iwirk,nach-Iwirk, vor
- (j) Drehung des Vektors im Zeigerdiagramm um ϕAn und Be stimmung der wahren Stromwerte gemäß Iwirk,wahr=Iwirk,vor·cos(ϕAN)-Iblind,vor·sin(ϕAn)undIblind,wahr=Iblind,vor·cos(ϕAN)+Iwirk,vor·sin(ϕAn)
- (k) Berechnung der tatsächlichen Phasenverschiebung zwi schen Iwirk und Iblind gemäß
Weiterhin kann vorgesehen sein, daß es außerdem die
Schritte umfaßt:
- (l) x-fache Wiederholung der Schritte (c) bis (k), wobei die jedesmal ermittelten Werte für den Anschlußwinkel ϕAn gespeichert werden; und
- (m) Bildung eines Mittelwerts An mittels der gespeicherten Werte ϕAN.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kann
vorgesehen sein, daß der Schritt (n) die folgenden Schrit
te umfaßt:
- (m-1) Bildung eines vorläufigen Mittelwerts An, vorläufig mit tels aller gespeicherten Werte An, vorläufig;
- (m-2) Ermittlung und Löschung des Einzelwertes ϕAn mit der größten Abweichung von dem vorläufigen Mittelwert An, vorläufig;
- (m-3) Bildung eines vorläufigen Mittelwerts An, vorläufig mit tels der verbleibenden Werte ϕAn und Wiederholung dieses Schritte s bis zu einer Anzahl y von verbleibenden Meßwer ten für den Anschlußwinkel ϕAn; und
- (m-4) Festlegung des letzten vorläufigen Mittelwerts An, vorläufig als endgültiger Mittelwert An, end für den Anschluß winkel.
Schließlich betrifft die Erfindung die Verwendung des Ver
fahrens zur Kompensation eines fehlerhaften Phasenan
schlusses eines Blindleistungskompensationsreglers od.
dgl.
Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde,
daß durch eine Zu- und/oder Abschaltung einer Last mit
einer bekannten Phase ein schaltungsbedingter Anschlußwin
kel ermittelt und bei der Bestimmung der tatsächlichen
Phasenverschiebung zwischen Strom- und Spannungssignalen
von beliebigen Phasen berücksichtigt wird. Weiterhin läßt
sich bei Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens z. B.
bei Blindleistungskompensationsreglern ein fehlerhafter
Phasenanschluß sowie die Anschlußart bestimmen und mit
dieser Kenntnis eine korrekte Blindleistungskompensation
vornehmen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
anhand der Ansprüche und der nachstehenden Beschreibung,
in der eine Ausführungsform des Verfahrens gemäß der vor
liegenden Erfindung anhand der Zeichnung im einzelnen er
läutert ist.
Die folgende Ausführung gilt für einen dreiphasigen An
schluß einer Kompensationsanlage an ein Drehstromnetz. Aus
einer beliebigen Phase wird ein Stromsignal mittels eines
Stromwandlers einem Blindleistungskompensationsregler zu
geführt. Das Spannungssignal wird in beliebiger Art (Pha
se/Phase oder Phase/Null) und aus beliebigen Phasen abge
griffen und dem Blindleistungskompensationsregler zuge
führt. Die durch den Anschluß bedingte zusätzliche Phasen
verschiebung zwischen Strom und Spannung kann von null bis
330° betragen. Durch die bestehende feste Phasenbeziehung
zwischen den Spannungsphasen kann durch den wahlfreien
Anschluß die zusätzliche Phasenverschiebung nur in 30°-
Schritten auftreten. Diese Phasenverschiebungen werden im
folgenden Anschlußwinkeln ϕAn genannt und sind für die je
weiligen Anschlußart charakteristisch.
Werden durch z. B. einen falschen Phasenanschluß Strom- und
Spannungssignale von beliebigen Phasen mittels einer
Blindleistungskompensationsanlage erfaßt, so würde nach
dem herkömmlichen Verfahren eine falsche Phasenverschie
bung zwischen dem Strom und der Spannung ermittelt und
somit nachfolgend eine falsche Kompensation von der Blind
leistungskompensationsanlage vorgenommen werden. Dies wird
jedoch gemäß dem vorliegenden erfindungsgemäßen Verfahren
wie folgt vermieden:
Wenn ein Meßzyklus an der Blindleistungskompensationsanla ge ausgelöst wird, werden 256 digitalisierte Werte In und Un von Strom und Spannung in einen Speicher eingelesen. Die Meßabstände Δt sind äquidistant und die Meßzeit erstreckt sich über genau drei Perioden der Grundwelle. Die beiden ermittelten Kurven werden in dem Speicher abgelegt. Be reits fest im Speicher abgelegt sind eine Sin- und eine Cos-Kurve. Diese Kurven erstrecken sich ebenfalls über drei Perioden. Anschließend wird der Wirkstrom Iwirk und der Blindstrom Iblind wie folgt bestimmt
Wenn ein Meßzyklus an der Blindleistungskompensationsanla ge ausgelöst wird, werden 256 digitalisierte Werte In und Un von Strom und Spannung in einen Speicher eingelesen. Die Meßabstände Δt sind äquidistant und die Meßzeit erstreckt sich über genau drei Perioden der Grundwelle. Die beiden ermittelten Kurven werden in dem Speicher abgelegt. Be reits fest im Speicher abgelegt sind eine Sin- und eine Cos-Kurve. Diese Kurven erstrecken sich ebenfalls über drei Perioden. Anschließend wird der Wirkstrom Iwirk und der Blindstrom Iblind wie folgt bestimmt
mit
Der Korrekturfaktor Faktor I beinhaltet die Verstärkung der
Meßeingänge und den nicht berücksichtigten Faktor 256. Die
Ergebnisse für Iwirk und Iblind sind jedoch nur korrekt, wenn
die eingespeisten Spannungs- und Stromsignale von der
gleichen Phase abgegriffen wurden. Werden Signale von zwei
unterschiedlichen Phasen eingespeist, muß vor der Freigabe
der Meßergebnisse eine Korrektur erfolgen. Die Bestimmung
des Korrekturwinkels (Anschlußwinkels ϕAn) wurde beim erst
maligen Anlegen der Betriebsspannung wie folgt bestimmt:
Beim erstmaligen Anlegen der Betriebsspannung führt die vorliegende Blindleistungskompensationsanlage eine An schlußarterkennung (automatische Anschlußwinkelerkennung) durch, d. h. sie erkennt selbst, in welcher Phase und mit welchem Anschlußwinkel Strom- und Spannungspfad ange schlossen sind. Dazu benötigt die Blindleistungskompensa tionsanlage zuallererst die genaue Netzfrequenz f der Grundwelle. Die Blindleistungskompensationsanlage mißt die Netzfrequenz f vor jeder Strom-/Spannungsmessung und inte griert die Ergebnisse auf. Somit erhält sie einen Mittel wert der Netzfrequenz f der Grundwelle.
Beim erstmaligen Anlegen der Betriebsspannung führt die vorliegende Blindleistungskompensationsanlage eine An schlußarterkennung (automatische Anschlußwinkelerkennung) durch, d. h. sie erkennt selbst, in welcher Phase und mit welchem Anschlußwinkel Strom- und Spannungspfad ange schlossen sind. Dazu benötigt die Blindleistungskompensa tionsanlage zuallererst die genaue Netzfrequenz f der Grundwelle. Die Blindleistungskompensationsanlage mißt die Netzfrequenz f vor jeder Strom-/Spannungsmessung und inte griert die Ergebnisse auf. Somit erhält sie einen Mittel wert der Netzfrequenz f der Grundwelle.
Die Blindleistungskompensationsanlage nimmt eine wie oben
beschriebene Blindstrom- und Wirkstrommessung vor. Das
Ergebnis ist ein Vektor im Zeigerdiagramm (s. Zeich
nung). Danach schaltet die Blindleistungskompensationsan
lage eine Kondensatorstufe mit dem erwarteten Phasenwinkel
90° zu und führt eine erneute Messung des Blind- und Wirk
stroms durch. Das Ergebnis ist der Vektor (s. Zeich
nung). Die Differenz zwischen den beiden Vektoren be
schreibt das Zuschalten einer Kondensatorstufe (ϕerwartet = -90°)
und sollte eine reine Blindstromabnahme sein. Im vor
liegenden Beispiel (s. Zeichnung) ergibt die Differenz
eine Stromänderung (Vektor ) im Wirk- und Blindbereich.
Da der erwartete Stromvektor der zugeschalteten Last mit
der Iblind-Achse identisch ist, ist der Winkel zwischen dem
Differenzvektor D und der Iblind-Achse zu bestimmen. Dieser
beträgt im vorliegenden Beispiel 30°. Demnach müssen alle
Vektoren im Zeigerdiagramm um 30° gedreht werden, um die
tatsächliche Phasenverschiebung zwischen Strom und Span
nung zu erhalten. Der Anschlußwinkel ϕAn entspricht dem
Winkel zwischen dem Differenzvektor und der Iblind-Achse
und ergibt sich allgemein wie folgt
Nachfolgend wird der wahre Wirkstrom Iwirk und Blindstrom
Iblind durch Drehung des Stromvektors , die sich mathema
tisch vollzieht gemäß
Iwirk,wahr=Iwirk,vor·cos(ϕAn)-Iblind,vor·sin(ϕAn)
und
Iblind, wahr=Iblind, vor·cos(ϕAn)+Iwirk,vor·sin(ϕAn)
bestimmt. Die wahren Wirk- und Blindströme können nun dazu
verwendet werden, die tatsächliche Phasenverschiebung ϕwahr
gemäß der folgenden Gleichung zu bestimmen
und in Abhängigkeit davon eine oder mehrere geeignete Kon
densatorstufe (n) zuzuschalten.
Der Anschlußwinkel ϕAn macht direkt eine Aussage über die
Anschlußart von Strom und Spannung. Da der Anschlußwinkel
ϕAn zwischen Strom und Spannung, wie oben erläutert, nur in
30°-Schritten variieren kann, dürften keine Zwischenwerte
ermittelt werden. Durch die Dynamik des Strom- und Span
nungssignals kommt es trotzdem zu anderen Werten für den
Anschlußwinkel ϕAn. Aus diesem Grunde ist der Messung des
Anschlußwinkels ϕAn eine Mittelwertbildung nachgeschaltet.
Dazu werden eine Reihe von Bedingungen an die Messungen
gestellt. Als erste Bedingung muß die ermittelte Stromän
derung größer als 25 mA an der Sekundärseite des Strom
wandlers sein. Die Richtung des Vektors ist dabei unerheb
lich. Kleinere Stromänderungen werden als Nullstufen in
terpretiert.
Danach wird der neu ermittelte Anschlußwinkel ϕAn mit dem
zuletzt gemessenen Winkelwert verglichen. Der Unterschied
darf maximal 4,5° betragen. Bei einer größeren Abweichung
wird die weitere Verarbeitung abgebrochen. Trotzdem wird
der eben gemessene Winkel als "zuletzt gemessener Winkel
wert" abgelegt.
Während des Einmeßvorgangs müssen mindestens acht Werte im
Speicher abgelegt sein, bevor die Blindleistungskompensa
tionsanlage mit ihrer Einmessung fortsetzt.
Im nachfolgenden Betrieb wird bei jeder Schaltung der An
schlußwinkel und die Kondensatorstufenleistung ermittelt.
Die Tabelle für die Winkelwerte wird mit bis zu zwanzig
Meßwerten aufgeführt. Danach erhält die Tabelle eine Zeit
sperre. Nach einem gültigen Eintrag wird die Tabelle für
die folgenden eineinhalb Stunden gesperrt. Weitere gültige
Meßwerte werden in dieser Zeit nicht abgelegt.
Da die Tabelle nur 24 Speicherplätze hat, wird nach dem
24igsten Wert der älteste Eintrag überschrieben. Auf diese
Weise werden die Winkelwerte immer wieder aktualisiert.
Um nun aus der Vielzahl von Anschlußwinkelwerten ein Er
gebnis zu erhalten, muß eine Mittelwertbildung durchge
führt werden. Dies geschieht in folgender Weise: Nach der
Ermittlung eines vorläufigen Mittelwerts An, vorläufig wird
der Einzelmeßwert mit der größten Abweichung gesucht und
gelöscht. Danach wird erneut ein vorläufiger Mittelwert
An, vorläufig berechnet und das beschriebene Verfahren wieder
angewandt. Der Mittelwert An, vorläufig, der aus den letzten
dreizehn Werten berechnet wurde, wird als endgültiger Win
kelwert An, end herangezogen. Wie schon oben beschrieben,
kann die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung
bei den unterschiedlichen Anschlußarten nur zwölf ver
schiedene Werte (0×30°, 1×30°, 2×30°, . . . , 11×30°)
annehmen. Daher wird das nächstliegende 30°-Raster zu dem
ermittelten Winkelwert An, end gesucht, und erst mit diesem
Wert wird weitergearbeitet.
Eine derartige Mittelwertbildung ist insbesondere bei
stark schwankenden Netzverhältnissen vorteilhaft.
Die in der vorangehenden Beschreibung, in den Zeichnungen
sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung
können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination
für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiede
nen Ausführungsformen wesentlich sein.
Claims (5)
1. Verfahren zur Ermittlung der tatsächlichen Phasenver
schiebung zwischen Strom- und Spannungssignalen beliebiger
Phasen in Drehstromnetzen, gekennzeichnet durch Zu- und/
oder Abschaltung mindestens einer rein kapazitiven oder
einer rein induktiven oder ein rein ohmschen oder einer in
ihrer Phasenverschiebung definierten Misch-Last und Ver
wendung des bei Zu- bzw. Abschaltung gemessenen Differenz
vektors als Bezugskoordinate in einem Zeigerdiagramm.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
es die folgenden Schritte umfaßt:
- (a) Ermittlung der Netzfrequenz f;
- (b) Erstellung und Speicherung von s diskreten Werten mit Intervallen Δt für eine cos-Funktion cosk und eine sin-Funktion sink mit der Frequenz f, wobei für die Intervalle Δt gilt
- (c) Erfassung und Speicherung von s diskreten Meßwerten mit dem Meßintervall Δt für einen Strom In und eine Span nung Un beliebiger Phasen des Wechselstromes;
- (d) Berechnung der Terme
- (e) Berechnung des Wirkstroms und des Blindstroms wobei Faktor I eine Verstärkung der Meßeingänge und den Faktor s berücksichtigt;
- (f) Zuschaltung der Last;
- (g) Ausführung der Schritte (c) bis (e);
- (h) Berechnung des Differenzvektors zwischen einem Vek tor = (Iwirk,nach, Iblind,nach) nach Zuschaltung und einem Vek tor = (Iwirk,vor, Iblind,vor) vor Zuschaltung im Zeigerdia gramm;
- (i) Bestimmung des Anschlußwinkels ϕAn anhand des Winkels zwischen dem Differenzvektor - und dem erwarteten Stromvektor im Zeigerdiagramm gemäß: wobei ϕerwartet dem erwarteten Winkel des erwarteten Strom vektors der zugeschalteten Last zur Iwirk-Achse entspricht, mitΔIb=Iblind,nach-Iblind,vorΔIw=Iwirk,nach-Iwirk,vor
- (j) Drehung des Vektors im Zeigerdiagramm um ϕAn und Be stimmung der wahren Stromwerte gemäß Iwirk,wahr=Iwirk,vor·cos(ϕAn)-Iblind,vor·sin(ϕAn)undIblind,wahr=Iblind,vor·cos(ϕAn)+Iwirk,vor·sin(ϕAn)
- (k) Berechnung der tatsächlichen Phasenverschiebung zwi schen Iwirk und Iblind gemäß
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
es außerdem die Schritte umfaßt:
- (l) x-fache Wiederholung der Schritte (c) bis (k), wobei die jedesmal ermittelten Werte für den Anschlußwinkel ϕAn gespeichert werden; und
- (m) Bildung eines Mittelwerts An mittels der gespeicherten Werte ϕAn.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schritt (m) die folgenden Schritte umfaßt:
- (m-1) Bildung eines vorläufigen Mittelwerts An, vorläufig mit tels aller gespeicherten Werte An;
- (m-2) Ermittlung und Löschung des Einzelwertes ϕAn mit der größten Abweichung von dem vorläufigen Mittelwert An, vorläufig;
- (m-3) Bildung eines vorläufigen Mittelwerts An, vorläufig mit tels der verbleibenden Werte ϕAn und Wiederholung dieses Schritte s bis zu einer Anzahl y von verbleibenden Meßwer ten für den Anschlußwinkel ϕAn; und
- (m-4) Festlegung des letzten vorläufigen Mittelwerts An, vorläufig als endgültiger Mittelwert An, end für den Anschluß winkel.
5. Verwendung des Verfahrens nach einem der vorangehenden
Ansprüche zur Kompensation eines fehlerhaften Phasenan
schlusses eines Blindleistungskompensationsreglers od.
dgl.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995129458 DE19529458C2 (de) | 1995-08-10 | 1995-08-10 | Verfahren zur Ermittlung der tatsächlichen Phasenverschiebung zwischen Strom- und Spannungssignalen beliebiger Phasen in Drehstromnetzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995129458 DE19529458C2 (de) | 1995-08-10 | 1995-08-10 | Verfahren zur Ermittlung der tatsächlichen Phasenverschiebung zwischen Strom- und Spannungssignalen beliebiger Phasen in Drehstromnetzen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19529458A1 true DE19529458A1 (de) | 1997-02-13 |
| DE19529458C2 DE19529458C2 (de) | 1998-06-18 |
Family
ID=7769191
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995129458 Expired - Lifetime DE19529458C2 (de) | 1995-08-10 | 1995-08-10 | Verfahren zur Ermittlung der tatsächlichen Phasenverschiebung zwischen Strom- und Spannungssignalen beliebiger Phasen in Drehstromnetzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19529458C2 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2265223A1 (de) * | 1972-04-28 | 1977-08-04 | Linders John Robert | Stromdrehfeldscheider |
| DE3240625A1 (de) * | 1982-11-03 | 1984-05-10 | Institut elektrodinamiki Akademii Nauk Ukrainskoj SSR, Kiev | Verfahren zur bestimmung der elektroenergieguetekennwerte eines drehstromnetzes sowie einrichtungen zur durchfuehrung desselben |
-
1995
- 1995-08-10 DE DE1995129458 patent/DE19529458C2/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2265223A1 (de) * | 1972-04-28 | 1977-08-04 | Linders John Robert | Stromdrehfeldscheider |
| DE3240625A1 (de) * | 1982-11-03 | 1984-05-10 | Institut elektrodinamiki Akademii Nauk Ukrainskoj SSR, Kiev | Verfahren zur bestimmung der elektroenergieguetekennwerte eines drehstromnetzes sowie einrichtungen zur durchfuehrung desselben |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19529458C2 (de) | 1998-06-18 |
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|---|---|---|---|
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