DE19529413A1 - Lecksuchgerät - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Lecksuchgerät zur Ortung einer Leckage an toxische
Gase enthaltenden Rohrleitungen oder Anlagen. Als Detektor wird bei dem Gerät
ein Indikatorpapier verwendet, das sich bei Einwirkung des toxischen Gases in
charakteristischer Weise verfärbt.
Aufgrund der hohen Toxizität vieler Reaktionsgase in der chemischen Industrie,
insbesondere von Phosgen und Blausäure, werden bei Anlagen, die diese Stoffe
enthalten, erhebliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Trotz dieser Sicherheits
maßnahmen sind aber Störfälle, bei denen Leckagen auftreten, nie ganz auszu
schließen. In der Nähe der Anlage sind daher i.a. stationäre Meßgeräte installiert,
die beim Überschreiten einer toxischen Grenzkonzentration Alarm auslösen. Die
anschließende Ortung der Leckage muß vom Betriebspersonal unter Vollschutz,
d. h. mit einem gasdichten Gummianzug und Preßluftbeatmung, erfolgen.
Stationäre Meßgeräte arbeiten entweder mit elektrochemischen oder mit optischen
Detektoren. Diese Geräte sind jedoch für die mobile Lecksuche wegen ihrer Größe
und komplizierten Handhabung ungeeignet. Davon abgesehen haben stationäre
Gasmeßgeräte auf der Basis elektrochemischer Meßzellen auch eine verhältnis
mäßig langsame Ansprechzeit und sind empfindlich gegenüber zu hohen Bela
stungen. Würde man daher ein solches Gerät zum Aufspüren einer Leckage ver
wenden, so wird der Sensor aufgrund einer "Vergiftung" der elektrochemischen
Meßzelle irreversibel überlastet, und das Meßsignal wäre nicht mehr verwertbar.
Weiterhin sind Indikatorpapiere bekannt, die sich bei Einwirkung eines bestimmten
toxischen Gases in charakteristischer Weise verfärben (siehe z. B. DE-
A 32 13 661). Derartige Indikatorpapiere werden bei Dosimeterplaketten zum
Zwecke des Personenschutzes verwendet. Sie sind jedoch zur Feststellung von
Leckagen ungeeignet, da sie sich schon in großer Entfernung vom Leck verfärben
würden.
Hier setzt die Erfindung an. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein einfach
zu bedienendes, empfindliches Lecksuchgerät zur schnellen Ortung von Leckagen
an Rohrleitungen oder Anlagen in der chemischen Industrie zu entwickeln, an
denen toxische Gase, insbesondere Phosgen, in die umgebende Atmosphäre
austreten. Die schnelle Ortung ist eine wesentliche Voraussetzung, um derartige
Störfälle möglichst schnell zu beheben und die Gefahr von Personenschäden zu
minimieren.
Die von einem Lecksuchgerät auf der Basis eines Indikatorpapierstreifens aus
gehende, erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist gekennzeichnet durch eine
in einem Gehäuse eingebaute, gasgeschützte Kassette, die eine Rolle des Indika
torpapierstreifens enthält und durch eine handbetätigte Vorschubmechanik, die den
Indikatorpapierstreifen beim Ziehen oder Drücken eines aus dem Gehäuse heraus
ragenden Handgriffs abschnittweise aus der Kassette durch einen von der Kassette
ausgehenden und zu einem Mundstück am Gehäuse führenden Papierkanal zieht
und anschließend durch das Mundstück in Form einer überstehenden Zunge zur
Exposition in die zu untersuchende Gasatmosphäre austreten läßt.
Tritt eine Verfärbung der Zunge oder Lasche ein, so wird diese abgerissen und
durch erneute Betätigung des Geräts der nächste Indikatorstreifenabschnitt zur
Exposition freigegeben. Ein wichtiges funktionelles Merkmal dieser Vorrichtung
besteht darin, daß der Anwender aus einem hermetisch geschützten Vorrat mit
einer einfachen Fingerbewegung Teilstücke für die Exposition freigeben kann.
Dabei ist eine Einhandbedienung möglich. Außerdem kann das Gerät leicht und
raumsparend gebaut werden.
Durch das erfindungsgemäße Gerät wird die Lecksuche erheblich vereinfacht. Es
ist sehr robust aufgebaut und als rein mechanisches Gerät, insbesondere auch in
explosionsgefährdeten Bereichen problemlos einzusetzen. Durch die neue Art der
Bereitstellung des Indikatorstreifens als Band in einer gasgeschützten Kassette
stehen bei einem neu konfektionierten Gerät typischerweise ca. 100 Indikator
streifenabschnitte für Leckortungen zur Verfügung. Aufgrund der speziellen Form
gebung mit der am Mundstück des Geräts austretenden Indikatorstreifenzunge
bzw. -lasche können auch schwer zugängliche Stellen untersucht werden. Außer
dem wird dadurch die Beobachtung der Verfärbung vereinfacht.
Vorteilhaft hat das Lecksuchgerät die Form einer kleinen Pistole, wobei das
Mundstück der Mündung und der Auslösegriff dem Abzug der Pistole entspricht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Vorschubmechanik aus
zwei gegenüberstehenden, einander berührenden, drehbaren elastischen Rollen,
zwischen denen das Indikatorband hindurch geführt ist, wobei mindestens eine der
beiden Rollen durch ein mit dem Handgriff mechanisches, gekoppeltes Zahnstan
gengetriebe angetrieben wird. Der Hub der Zahnstange wird dabei zweckmäßig so
gewählt, daß bei einer Betätigung des Handgriffs das Indikatorband jeweils um 0,3
bis 3 cm, vorzugsweise 0,5 bis 1 cm weiter vorgeschoben wird. Bei einer Betäti
gung des Geräts tritt also jeweils eine Zunge oder Lasche des Indikatorstreifens
mit einer Länge von 0,3 bis 3 cm (vorzugsweise 0,5 bis 1 cm) aus dem schlitz
förmigen Mundstück aus.
Die aus den beiden Antriebsrollen bestehende Vorschubmechanik ist in vorteil
hafter Weise so ausgebildet, daß die beiden Rollen mit ihren Oberflächen bis auf
ein Spiel von 0,01 bis 0,1 mm an den Innenflächen des Gehäuses anliegen.
Dadurch wird eine Gassperre für den zwischen den Rollen und der Kassette
liegenden Papierkanalabschnitt gegenüber der Atmosphäre gebildet.
Eine Weiterentwicklung der Erfindung besteht darin, daß die gasgeschützte
Kassette aus zwei schachtelartig zusammenfügbaren, gasdicht schließenden Halb
schalen besteht, die in ihrem Innenraum ein Papierrollenfach und einen spiral
förmig bis zur Peripherie der Halbschale verlaufenden Führungskanal für den
Papierstreifen freilassen, an dessen äußeren Ende ein am Innenumfang der Halb
schalenmantelfläche anliegender Dichtungszylinder aus einem elastischen Material
angeordnet ist, der eine gasdichte Schleuse für den Papierstreifen zwischen dem
zum Mundstück des Gerätes weitergeführten Papierkanal und dem Führungskanal
in der Kassette bildet.
Um die am Mundstück herausragende Indikatorstreifenzunge oder -lasche besser
abreißen zu können, ist das Mundstück mit einer scharfen oder gezackten Kante
versehen.
Das erfindungsgemäße Gerät hat sich insbesondere bei der Ortung von Leckagen
an Phosgen-Anlagen bewährt. Zu diesem Zweck enthält die gasgeschützte Kassette
eine Rolle mit Phosgen-empfindlichem Indikatorpapier.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine Gesamtansicht des Geräts,
Fig. 2 das Mundstück mit den Vorschubrollen in vergrößerter Darstellung,
Fig. 3 eine Draufsicht der gasgeschützten Kassette,
Fig. 4 einen Querschnitt durch das Unterteil und
Fig. 5 einen Querschnitt durch das Oberteil der gasgeschützten Kassette.
Die äußere pistolenähnliche Form des in Fig. 1 dargestellten Lecksuchgeräts wird
durch sein Gehäuse 1 bestimmt. Es kann üblicher Weise aus zwei annähernd
symmetrisch gestalteten Hälften bestehen, die beim Zusammenbau ineinander
gesteckt (Schnappverschluß) oder zusammen geschraubt werden. Im Gehäuse 1 ist
ein kreisrundes Kassettenfach 2 eingearbeitet, das eine ebenfalls kreiszylindrische,
gasgeschützte Kassette 3 aufnimmt. In der gasgeschützten Kassette 3 befindet sich
ein zu einer Papierrolle 4 aufgewickeltes Indikatorband 5 zur Detektion eines toxi
schen Gases, z. B. Phosgen. Das Kassettenfach 2 im Gehäuse 1 kann mittels eines
schwenkbaren Deckels 6 geöffnet bzw. geschlossen werden. Im Gehäuse 1 wird
ferner mittels geeigneter Stege ein ca. 1 bis 2 mm breiter (Spaltbreite), schlitz
förmiger Papierkanal 7 gebildet, der vom Kassettenfach 2 bis zum Mundstück 8
am Kopfteil des Gehäuses 1 führt. Durch den Papierkanal 7 wird der Indikator
papierstreifen (Indikatorband) 5 gasdicht hindurchgeführt. Zur Weiterbewegung des
Indikatorbandes 7 ist im Kopfteil des Gehäuses 1 eine Vorschubmechanik einge
baut, die im wesentlichen aus zwei sich gegeneinander berührenden Gummirollen
9a und 9b besteht, zwischen denen eng anliegend das Indikatorband 7 hindurch
geführt ist (siehe auch Fig. 2). Die beiden Gummirollen 9a und 9b werden durch
achsgleiche Zahnräder 10a und 10b angetrieben, die in Fig. 2 oberhalb der Zei
chenebene liegen (während in Fig. 1 die Gummirollen 9a, 9b jeweils unterhalb der
Zahnräder 10a und 10b liegen). Eines der beiden oder auch alle beiden Zahnräder
10a, 10b können durch ein Zahnstangengetriebe 11 in Drehung versetzt werden.
Das Zahnstangengetriebe 11 ist seinerseits mechanisch mit einem am Gehäuse 1
angebrachten Handgriff 12 gekoppelt, der, wie in Fig. 1 dargestellt (Pfeilrichtung),
gegen die Rückstellkraft einer Feder 13 gezogen bzw. gedrückt werden kann. Der
Handgriff 12 ist mit dem Abzug einer Pistole vergleichbar. Beim Gebrauch des
Geräts umschließt die Hand des Anwenders den Teil des Gehäuses, der das
Kassettenfach 2 enthält, während der Zeigefinger am Handgriff 12 liegt. Bei der
Betätigung des Handgriffs 12 überträgt das Zahnstangengetriebe 11 die Bewegung
auf eines der beiden Zahnräder 10a, 10b und bewirkt dadurch, daß sich die
Gummirollen 9a, 9b um eine achtel bis viertel Umdrehung weiter drehen. Dabei
wird das zwischen den Rollen liegende Indikatorband 5 in Pfeilrichtung (Fig. 1)
aus der Öffnung im Mundstück 8 herausgeschoben. Der Vorschub ist so bemessen,
daß bei jeder Betätigung des Handgriffs ca. 0,5 cm langes Stück des Indika
torbands 5 in Form einer überstehenden Zunge oder Lasche 14 herausgeführt wird.
Zum Nachweis eines Lecks an einer Rohrleitung oder Anlage wird das Gerät der
überstehenden Zunge 14 in die leckverdächtige Umgebung der Anlage oder Rohr
leitung gebracht, so daß eine Exposition des überstehenden Indikatorpapierstreifens
stattfinden kann. Dabei kommt es zu einer Verfärbung der Zunge oder Lasche 14,
die umso stärker ist, je höher die Konzentration des toxischen Gases an dem
betreffenden Ort ist. Danach wird die überstehende Zunge 14 am Mundstück 8
abgerissen und der Handgriff 12 erneut betätigt und dadurch der nächste Zungen
abschnitt freigegeben. Der Benutzer kann also aus dem hermetisch geschützten
Vorrat an Indikatorpapier in der gasgeschützten Kassette 3 durch einen einfachen
Fingerdruck wiederholt Teilstücke des Indikatorpapierstreifens für Ortungszwecke
entnehmen bzw. freigeben. Aufgrund der pistolenähnlichen kompakten Ausführung
des Geräts ist dabei ein leichter Transport und eine Einhandbedienung möglich.
Um das Abreißen der überstehenden Zunge 14 zu erleichtern, ist an dem
Mundstuck eine scharfe, gegebenenfalls gezackte Abreißkante 15 angebracht.
Die beiden elastischen Gummirollen 9a und 9b besitzen gleichzeitig eine Dich
tungsfunktion und bilden eine Gassperre für den rückwärtigen Teil des Papier
kanals zwischen den Rollen und der gasgeschützten Kassette 3. Zu diesem Zweck
sind die Rollen 9a und 9b und die Zahnräder 10a und 10b so ausgeführt, daß sie
mit ihren Stirnflächen bis auf geringes Spiel an den Innenflächen des Gehäuses
anliegen. Vom Mundstück her in den Papierkanal 7 eindringendes Gas kann daher
nicht in den rückwärtigen Teil des Papierkanals 7 zwischen den Rollen und der
Gaskassette eindringen. Darüberhinaus sind die Gehäuseteile entlang des Papier
kanals mit Dichtungslippen 16 versehen, die ebenfalls die Aufgabe haben, den
Papierkanal und das Innenvolumen des Gehäuses 1 gegenüber der Umgebung
abzudichten.
Nachfolgend wird die gasgeschützte Kassette 3 anhand der Fig. 3 bis 5 näher
erläutert. Sie besteht aus zwei schachtelartig zusammenfügbaren, gasdicht schlie
ßenden, zylindrischen Halbschalen 17 und 18 (siehe Fig. 4 und Fig. 5), wobei das
Unterteil 17 hier den Boden und das Oberteil 18 den Deckel bildet. Das Unterteil
bzw. der Boden hier enthält im Innenraum ein Papierrollenfach 19 mit kreis
förmigem Querschnitt. Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß das Papierrollenfach 19
exentrisch in der zylindrischen Kassette angeordnet ist. Vom Außenumfang des
Papierrollenfachs 19 erstreckt sich ein schlitzförmiger spiralförmig nach außen
verlaufender Führungskanal 20 für das Indikatorband 7 bis zur äußeren Peripherie
der Kassette 3. An der Austrittsstelle des Indikatorbands ist an der Kassette 3
wiederum eine gasdichte Schleuse angebracht. Sie besteht aus einem parallel zur
Kassettenachse in einer Aussparung 21 angeordneten Dichtungszylinder 22 aus
einem elastischen Material, z. B. Gummi. Der Durchmesser des Dichtungszylinders
22 ist so bemessen, daß seine Außenfläche gerade die Innenwand der gasdichten
Kassette berührt. Das Indikatorband wird zwischen beiden Teilen hindurchgeführt.
Auf diese Weise wird verhindert, daß eventuell in das Gehäuse 1 eindringendes
Gas zumindest nicht in die Kassette 3 eindringen kann. Bei der Betätigung des
Handgriffs 12 wird das Indikatorband 5 von den beiden Gummirollen 9a, 9b um 1
bis 1,5 cm vorgezogen und dabei die Rolle 4 entsprechend der herausgezogenen
Länge des Indikatorbandes abgewickelt. Das Indikatorband 5 wird dabei von der
Papierrolle 4 aus gesehen durch den Führungskanal 20 und die durch den
Dichtungszylinder 22 gebildete Schleuse und anschließend durch den Papierkanal
7 hindurchgezogen. Sämtliche Gehäuse- und Kassettenteile werden zweckmäßig
durch Spritzgießen hergestellt.
Die Verwendung eines Indikatorbandes als Detektor für ein toxisches Gas beruht
darauf, daß sich das Indikatorband bei der Einwirkung des toxischen Gases
(Exposition) in charakteristischer Weise verfärbt. Zu diesem Zweck ist das Indi
katorband, i.a. ein Papierstreifen, mit einem Reagenz imprägniert, das bei der
Exposition mit dem toxischen Gas eine Verfärbung hervorruft. Derartige Phosgen
empfindliche Indikatorpapiere sind z. B. in DE-A 28 41 991 und DE-A 32 13 661
beschrieben.
Claims (8)
1. Lecksuchgerät zur Ortung einer Leckage an toxische Gase enthaltenden
Rohrleitungen oder Anlagen mit einem Indikatorpapier, das sich bei Ein
wirkung des toxischen Gases in charakteristischer Weise verfärbt, gekenn
zeichnet durch eine in einem Gehäuse (1) eingebaute, gasgeschützte
Kassette (3), die eine Rolle (4) des Indikator-Papierstreifens (5) enthält und
durch eine handbetätigte Vorschubmechanik (9a, 9b, 10a, 10b, 11, 12)< die
den Indikator-Papierstreifen (5) beim Ziehen oder Drücken eines aus dem
Gehäuse (1) herausragenden Handgriffs (12) abschnittweise aus der Kasset
te (3) durch einen von der Kassette (3) ausgehenden und zu einem Mund
stück (8) am Gehäuse (1) führenden Papierkanal (7) zieht und anschließend
durch das Mundstück (8) in Form einer überstehenden Zunge (14) zur
Exposition in die zu untersuchende Gasatmosphäre austreten läßt.
2. Lecksuchgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät
die Form einer Pistole hat, wobei das Mundstuck (8) der Mündung und der
Handgriff (12) dem Abzug der Pistole entspricht.
3. Lecksuchgerät nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Länge der überstehenden Zunge (14) 0,3 bis 3 cm, vorzugsweise 0,5 bis
1 cm beträgt.
4. Lecksuchgerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorschubmechanik aus zwei gegenüberstehenden, einander berührenden,
drehbaren, elastischen Rollen (9a, 9b) besteht, zwischen denen das Indi
katorband (5) hindurchgeführt ist, wobei mindestens eine der beiden Rollen
durch ein mit dem Handgriff (12) mechanisch gekoppeltes Zahnstangen
getriebe (10a, 10b, 11) angetrieben wird.
5. Lecksuchgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Rollen (9a, 9b) mit ihren Oberflächen bis auf ein Spiel von 0,01 bis 0,1
mm an den Innenflächen des Gehäuses (1) anliegen und dadurch eine Gassperre für den zwischen den Rollen (9a, 9b) und der Kassette (3) liegenden Papierkanalabschnitt gegenüber der Gasatmosphäre bilden.
mm an den Innenflächen des Gehäuses (1) anliegen und dadurch eine Gassperre für den zwischen den Rollen (9a, 9b) und der Kassette (3) liegenden Papierkanalabschnitt gegenüber der Gasatmosphäre bilden.
6. Lecksuchgerät nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
gasgeschützte Kassette (3) aus zwei schachtelartig zusammenfügbaren,
gasdicht schließenden Halbschalen (17, 18) besteht, die in ihrem Innenraum
ein Papierrollenfach (19) und einen spiralförmig bis zur Peripherie der
Halbschalen verlaufenden Führungskanal (20) für das Indikatorband (5)
freilassen, an dessen äußeren Ende ein am Innenumfang der Halbschalen-
Mantelfläche anliegender Dichtungszylinder (22) aus einem elastischen
Material angeordnet ist, der eine gasdichte Schleuse für das Indikatorband
(5) zwischen dem zum Mundstück (8) weitergeführten Papierkanal (7) und
dem Führungskanal (20) in der Kassette (3) bildet.
7. Lecksuchgerät nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Mundstück (8) mit einer scharfen oder gezackten Kante (15) zum Abreißen
des Indikatorpapierstreifens (5) versehen ist.
8. Lecksuchgerät nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
gasgeschützte Kassette (3) ein Phosgen-empfindliches Indikatorpapier ent
hält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995129413 DE19529413A1 (de) | 1995-08-10 | 1995-08-10 | Lecksuchgerät |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995129413 DE19529413A1 (de) | 1995-08-10 | 1995-08-10 | Lecksuchgerät |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19529413A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109799231A (zh) * | 2019-01-28 | 2019-05-24 | 中国农业科学院烟草研究所(中国烟草总公司青州烟草研究所) | 一种便携式烟草农药残留试纸检测装置及使用方法 |
| CN117607132A (zh) * | 2023-11-28 | 2024-02-27 | 云南大地丰源环保有限公司 | 一种废液鉴别枪 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2839792A1 (de) * | 1978-09-13 | 1980-03-27 | Peter Dr Hari | Vorrichtung zur erkennung von durch uebermaessige erwaermung oder verbrennung von polyvinilchloridhaltigen materialien freiwerdendem chlorwasserstoff |
| DE9013086U1 (de) * | 1990-09-14 | 1990-11-15 | Labor Technik Barkey, 4800 Bielefeld | Feuchtigkeits-Indikator |
| US5250260A (en) * | 1992-07-02 | 1993-10-05 | Riken Keiki Co., Ltd. | Tape for detecting hydrides |
-
1995
- 1995-08-10 DE DE1995129413 patent/DE19529413A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| Title |
|---|
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