DE19528766C1 - Thyristorgeschaltete Kondensatorbank - Google Patents
Thyristorgeschaltete KondensatorbankInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine thyristorgeschaltete Kon
densatorbank mit einem Thyristorschalter und einer Konden
satorbank.
Ein statischer Kompensator, auch als Static Var Compensator
(SVC) bezeichnet, besteht aus einem oder mehreren parallel
geschalteten induktiven und kapazitiven Zweigen, die über
einen eigenen Transformator oder auch über die Tertiärwick
lung eines Netztransformators an das Hochspannungsnetz ange
schlossen werden. Der Einsatz eines eigenen Transformators
bietet durch die Festlegung der Nennspannung auf der Sekun
därseite die Möglichkeit, die Betriebsmittel optimal bezug
lich ihrer Strom- und Spannungsansteuerung auszulegen. In
Mittelspannungsnetzen bis 30 kV kann auch ein direkter
Anschluß wirtschaftlich sein.
Die kapazitive Leistung wird über fest angeschlossene oder
geschaltete Kondensatoren (Kondensatorbank), auch als Fixed
Capacitor (FC) bezeichnet, oder thyristorgeschaltete Konden
satoren, auch als Thyristor Switched Capacitor (TSC) bezeich
net, erbracht. In dieser Anwendung wird normalerweise hierzu
ein Thyristorschalter verwendet, der aus mehreren in Reihe
geschalteten, antiparallelen Thyristoren besteht. Die Kon
densatorbank muß dann mit einer Schutzdrossel versehen
werden, um die Einschaltstromsteilheit zu begrenzen. Der
Einsatz mechanisch geschalteter Kondensatoren unterliegt
betrieblichen Einschränkungen. Um Ausgleichsvorgänge beim
Einschalten so gering wie möglich zu halten und damit
Überbeanspruchungen auszuschließen, muß die Kondensatorbank
beim Einschalten über einen Leistungsschalter stets entladen
sein (z. B. über Entladewiderstand oder -wandler). Demge
genüber bietet ein Thyristor als Schalter den Vorteil, daß
die Kondensatorbank aus jedem Ladezustand und beliebig oft
mit dem geringst möglichen Ausgleichsvorgang zu- und abge
schaltet werden kann. Die hierzu erforderliche "Intelligenz"
der Steuerung ist in der Digitaltechnik leicht realisierbar.
Aus der DE 28 04 481 C2 ist eine Anordnung zur Steuerung der
Blindleistung eines an ein reaktanzbehaftetes Wechselstrom
netz angeschlossenen Leistungskondensators bekannt. Um beim
schnellen Schalten der Kompensationsblindleistung eine hohe
Beanspruchung der Stromrichterventile zu vermeiden, ist zur
Reihenschaltung, bestehend aus Leistungskondensator, anti
parallel geschaltete Stromrichterventile und einer Drossel
spule, ein Paar aus ein- und ausschaltbaren antiparallel
geschalteten Stromrichterventilen mit parallel liegendem
Speicherkondensator in Reihe geschaltet. Beim Abschalten der
ein- und ausschaltbaren Stromrichterventile nimmt der
Speicherkondensator die in der Drosselspule gespeicherte
Energie auf und speist diese in der folgenden Halbschwingung
beim Einschalten der Stromrichterventile wieder in den Strom
kreis. Somit arbeitet diese Schaltung verlustfrei.
Die induktive Leistung wird über Drosselspulen erbracht.
Diese können entweder geschaltet (Thyristor Switched Reactor
(TSR)) oder mit einer entsprechenden Steuerung in der Grund
schwingungs-Blindleistung auch geregelt (Thyristor Controlled
Reactor, (TCR)) werden. Hierzu kann die gesamte, an das Netz
abgegebene Blindleistung des statischen Kompensators stufen
los im Rahmen der am Netzknotenpunkt erforderlichen kapazi
tiven oder induktiven Blindleistung verstellt werden.
Die kontinuierliche Regelung eines TCR-Zweiges ist immer mit
einer Erzeugung von harmonischen Strömen verbunden, die durch
den Einsatz von Filtern am Anschlußpunkt des TCR vom Übertra
gungsnetz ferngehalten werden müssen. Die Erzeugung von Ober
schwingungen kann nur dadurch völlig ausgeschlossen werden,
daß der induktive Zweig gleich wie der kapazitive Zweig ge
schaltet betrieben wird (Thyristor Switched Reactor (TSR)).
Die installierte induktive Blindleistung wird dann ebenfalls
nur zu- oder abgeschaltet.
Aus der DE 24 56 895 C3 ist eine Anordnung zur Kompensation
von induktiver Blindleistung in einem Wechselstromnetz zur
Erzeugung einer steuerbaren kapazitiven Blindleistung be
kannt. Diese Anordnung weist eine dauernd unmittelbar paral
lel ans Netz angeschlossene Kondensatorbatterie und eine über
einen mit einer Hochspannungswicklung am Netz liegenden
Transformator angeschlossene Drosselspule mit steuerbarer
Blindleistung auf. Außerdem weist diese Anordnung eine zweite
Kondensatorbatterie auf, die über den Transformator ans Netz
angeschlossen ist. Die Nennleistung dieser zweiten Kondensa
torbatterie ist gleich einem Bruchteil der maximalen Blind
leistung der Drosselspule. Durch die Verwendung der zweiten
Kondensatorbatterie auf der Niederspannungsseite des Trans
formators werden die Nennleistung und die Verluste dieses
Transformators wesentlich niedriger.
Der statische Kompensator kann grundsätzlich verschiedene Re
gelaufgaben erfüllen. Beim Einsatz in Übertragungsnetzen ist
dies primär die Aufgabe der Spannungsregelung. Damit kann der
statische Kompensator auch zur Begrenzung von betriebsfre
quenten Überspannungen beitragen, einen Beitrag zur Verbesse
rung der Netzstabilität liefern und auch Leistungspendelungen
zwischen Teilnetzen bedämpfen.
Im Aufsatz "Statische Kompensatoren und ihre Komponenten",
abgedruckt in der DE-Zeitschrift "etz", Band 112 (1991), Heft
17, Seiten 926 bis 930, werden Schaltungsarten, Anwendung und
Auslegungskriterien der verwendeten Komponenten von stati
schen Kompensatoren in der Thyristortechnik diskutiert. Die
dargestellten realisierten statischen Kompensatoren bestehen
jeweils aus mehreren Blindleistungsstellern, die mittels
eines Transformators an ein Hochspannungsnetz angeschlossen
sind. Die Auswahl und die Kombination der verschiedenen
Blindleistungssteller hängt im wesentlichen von den Anforde
rungen des Netzes ab. Dabei sind u. a. die folgenden Ge
sichtspunkte zu berücksichtigen: Gesamtkosten des Kompensa
tors, Verlustbewertung, Zuverlässigkeit, Wartungsaufwendungen
und Erweiterungsmöglichkeiten des Kompensators. Beispielswei
se besteht die SVC-Anlage Kemps Creek/Australien aus einer
thyristorgeschalteten Drossel (TSR) und zwei thyristorgeschalteten
Kondensatorbanken (TSC). Die drei Phasen jedes dieser Blind
leistungssteller sind elektrisch in Dreieck geschaltet und sind
identisch aufgebaut.
Wie bereits erwähnt, sollte die Kondensatorbank der thyri
storgeschalteten Kondensatorbank (TSC) stets beim Einschalten
entladen sein. In der Regel wird die Kondensatorbank im
Stromnulldurchgang, d. h. zum Zeitpunkt maximaler Netzspan
nung, vom Wechselspannungsnetz getrennt. Ist die Entladung
der Kondensatorbank über einen Entladekreis im Vergleich zur
Schwingungsdauer der Wechselspannung ein langsamer Vorgang,
so tritt am Thyristorschalter nach einer halben Schwingungs
dauer praktisch die doppelte maximale Netzspannung auf. Für
den Thyristorschalter müssen relativ teuere Thyristoren mit
erhöhter Spannungsfestigkeit verwendet oder müssen mehrere Thyri
storschalter hintereinandergeschaltet werden. Würde nun im
ungünstigsten Zeitpunkt eine Fehlzündung eines Thyristors
eintreten, so würde eine Umladung der Kondensatorbank maximal
auf die dreifache Netzspannungsamplitude erfolgen.
Um den Thyristorschalter nur für eine einfache maximale Netz
spannung bemessen zu müssen, was aus wirtschaftlichen Gründen
von erheblichem Vorteil ist, muß sich die Kondensatorbank
über einen Entladekreis schnell genug, längstens während
einer halben Periode der Wechselspannung, entladen können.
Die Dauer einer halben Periode beträgt bei einer Frequenz der
Wechselspannung von 50 Hz 10 ms. Die Kondensatorbank weist
üblicherweise eine Kapazität in der Größenordnung von einigen
100 µF auf. Damit sich eine so große Kondensatorbank in 10 ms über
haupt entladen kann, muß der Entladekreis niederohmig sein.
Ein reiner ohmscher Widerstand im Entladekreis dürfte z. B.
nur wenige Ohm betragen, was für den Kondensator praktisch
einen Kurzschluß mit entsprechend hoher Verlustleistung dar
stellt, welche bei Zuschaltung der Kondensatorbank zum Wech
selspannungsnetz nicht tolerierbar ist.
Aus der EP 0 116 275 B1 ist ein Blindleistungskompensator be
kannt, wobei der Kondensatorbank ein Entladekreis mit minde
stens einem induktiven Blindwiderstand parallelgeschaltet ist
und wobei eine erste Steuereinheit für den Thyristorschalter vorgesehen ist,
welcher aus Strom- und Spannungsmeßsignalen eines zu kompen
sierenden Wechselspannungsnetzes Zündsignale für den Thyri
storschalter erzeugt, wobei der Entladekreis dauernd ge
schlossen ist und der induktive Blindwiderstand variabel ist,
derart, daß er im Betriebszustand bei geschlossenem Thyri
storschalter größer und bei geöffnet ein Thyristorschalter
kleiner in seinem Wert ist. Ein Vorteil dieser Ausführungs
form besteht darin, daß eine schnelle und kontinuierliche
Entladung der Kondensatorbank nach deren Abschalten vom
Wechselspannungsnetz, ohne daß irgendwelche störungsanfällige
und teuere Schaltelemente im Entladekreis der Kondensatorbank notwendig sind,
erfolgt. Als induktiver Blindwiderstand ist eine Entlade
kreis-Drossel mit Eisenkern vorgesehen, deren Eisenkern bei
demjenigen Strom, welcher sie bei geschlossenem Thyristor
schalter durchfließt, wenigstens weitgehend ungesättigt und
bei größeren Strömen zunehmend gesättigt ist und deren Wick
lungswiderstand so bemessen ist, daß der Entladevorgang
einer stark gedämpften oder apriorischen Schwingung ent
spricht. Somit wirkt die Entladekreis-Drossel durch die Sätti
gungseigenschaften ihres Eisenkerns im Entladekreis als va
riabler Blindwiderstand, der bei Zuschalten des Kondensators
zum Wechselspannungsnetz, d. h. bei geschlossenem Thyristor
schalter, größer ist, als wenn die Kondensatorbank bei geöff
netem Thyristorschalter vom Wechselspannungsnetz getrennt
ist. Der Unterschied zwischen diesen beiden Zuständen ist da
bei so erheblich, daß im erstgenannten Fall im Entladefall
nur ein kleiner, nicht ins Gewicht fallender Strom fließt,
während im zweiten Fall ein großer, die Kondensatorbank in
weniger als einer halben Periode der Wechselspannung entla
dender Strom fließen kann. Außerdem kann der Entladekreis
dauernd geschlossen sein. Eine Unterbrechung des Ladekreises
während der Zuschaltung der Kondensatorbank zum Wechselspan
nungsnetz ist nicht erforderlich. Damit wird erreicht, daß
die Ventilspannung relativ niedrig ist und somit Kosten für
teuere Hochspannungsthyristoren eingespart werden.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine thyristor
geschaltete Kondensatorbank anzugeben, bei der die Ventil
spannung ebenfalls relativ niedrig ist, ohne dabei einen spe
ziellen Entladekreis zu verwenden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des An
spruchs 1 gelöst.
Dadurch, daß die Kondensatorbank einer thyristorge
schalteten Kondensatorbank (TSC) mit einem Thyristorschalter in wenigstens zwei in Reihe
geschaltete Kondensatorgruppen aufgeteilt ist, wobei der am
Netzanschluß liegenden ersten Kondensatorgruppe die mindestens eine weitere
Kondensatorgruppe nachgeschaltet ist, zu der jeweils die Reihenschaltung
eines Thyristorschalters und einer Drosselspule
parallel geschaltet ist, erhält man einen kapazitiven Spannungsteiler,
so daß der Thyristorschalter mit einem dem Spannungsver
hältnis proportionalen Spannungswert belastet wird. Durch die
Aufteilung der Kondensatorbank in mehrere Kondensatorgruppen,
deren Kapazitätswerte frei gewählt werden können, entspricht
die Spannung eines jeden Thyristorschalters der Spannung der
zugeordneten Kondensatorgruppe.
Somit kann der Thyristorschalter auf einen Bruchteil der ma
ximalen Netzspannung bemessen werden. Ein weiterer Vorteil
dieser erfindungsgemäßen thyristorgeschalteten Kondensator
bank besteht darin, daß die Kapazitäten einer einzelnen Kon
densatorbank in Stufen, die einen Bruchteil der gesamten Ka
pazität der Kondensatorbank aufweisen, je nach Kombination
von zu- und ausgeschalteten Thyristorschaltern variiert wer
den kann.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung
Bezug genommen, in der ein Ausführungsbeispiel einer erfin
dungsgemäßen thyristorgeschalteten Kondensatorbank schema
tisch veranschaulicht ist.
Fig. 1 zeigt eine bekannte thyristorgeschaltete Kondensator
bank, in
Fig. 2 ist in einem Diagramm über der Zeit t der Verlauf der
zugehörigen Thyristorspannung dargestellt, wogegen in
Fig. 3 in einem Diagramm über der Zeit t der Verlauf des zu
gehörigen Thyristorstromes dargestellt ist,
Fig. 4 zeigt eine erfindungsgemäße thyristorgeschaltete Kon
densatorbank, wobei in
Fig. 5 in einem Diagramm über der Zeit t die zugehörige Thy
ristorspannung und in
Fig. 6 in einem Diagramm über der Zeit t der Verlauf des zu
gehörigen Thyristorstromes dargestellt sind.
In den Figuren sind übereinstimmende Teile und Größen mit
übereinstimmenden Bezugszeichen versehen.
In der Fig. 1 ist mit 2 eine Leitung eines elektrischen Netzes
(Wechselstromnetzes) bezeichnet, das von einem Generator 4 ge
speist wird. An dieser Leitung ist ein Transfor
mator 6 angeschlossen, an dessen Sekundärwicklung eine thyristorgeschaltete
Kondensatorbank 10 mittels eines Netzanschlusses 12 ange
schlossen ist. Diese thyristorgeschaltete Kondensatorbank 10
besteht aus einem Thyristorschalter 14 und einer
Kondensatorbank 16, die in Reihe geschaltet sind. Der
Thyristorschalter 14 ist aus antiparallelen Thyristoren 18
und 20 aufgebaut. Die Zündelektroden dieser Thyristoren 18
und 20 sind mit einer nicht näher dargestellten Steuereinheit
verbunden, die aus Signalen des Netzes an sich bekannter
und deshalb auch nicht näher erläuterter Weise bei Bedarf an
Blindleistung im Wechselspannungsnetz 2 phasenrichtige Impul
se für die Thyristoren 18 und 20 des Thyristorschalters 14
erzeugt. Der Transformator 6 dient lediglich zur Anpassung
der Netzspannung an die Spannung, die aus wirtschaftlichen
Gründen für die thyristorgeschaltete Kondensatorbank 10 ge
wählt wurde. Die thyristorgeschaltete Kondensatorbank 10 kann
auch direkt an das Netz angeschlossen werden. Mittels des
Thyristorschalters 14 kann in kürzester Zeit die Kondensator
bank 16 zu- oder abgeschaltet werden. Das Zuschalten geschieht
so, daß dabei möglichst keine Ausgleichsvorgänge entstehen.
Da dies nicht unter allen Betriebsbedingungen erreicht werden
kann, werden Drosselspulen vorgesehen, die den Einschaltstrom
der Kondensatorbank 16 begrenzen.
Ist der Thyristorschalter 14 geschlossen, also elektrisch
leitend, und damit die Kondensatorbank 16 dem Wechselspan
nungsnetz zugeschaltet, so entspricht die Spannung an der
Kondensatorbank 16 in jedem Augenblick der Netzspannung. Wird
die Kondensatorbank 16 durch Öffnen des Thyristorschalters 14
vom Wechselspannungsnetz getrennt, so übernimmt der Thyri
storschalter 14 zum Schaltzeitpunkt die Kondensatorspannung
und in der Folge, mit der Veränderung der Kondensatorspannung
und der Netzspannung, jeweils die Differenzspannung aus bei
den. In der Regel wird die Kondensatorbank 16 im Stromnull
durchgang, d. h., zum Zeitpunkt maximaler Netzspannung, vom
Wechselspannungsnetz getrennt.
Ohne Entladekreis würde sich die Kondensatorbank 16 nur sehr
langsam entladen. Dies hätte zur Folge, daß im Zeitpunkt des
Minimums der Netzspannung die Ventilspannung uTh etwa doppelt
so groß wie die Netzspannungsamplitude wäre. Für den Thyri
storschalter 14 müßten relativ teuere Thyristoren 18 und 20
mit erhöhter Spannungsfestigkeit verwendet oder mehrere Thy
ristorschalter 14 hintereinandergeschaltet werden. Würde nun
im ungünstigsten Zeitpunkt eine Fehlzündung eines Thyristors
18 bzw. 20 des Thyristorschalters 14 eintreten, so würde eine
Umladung der Kondensatorbank 16 maximal auf die dreifache
Netzspannungsamplitude erfolgen. Die zeitlichen Verläufe der
Thyristorspannung uTh und des Thyristorstromes iTh, für diese
thyristorgeschaltete Kondensatorbank 10 sind in den Fig. 2
und 3 jeweils in einem Diagramm über der Zeit t dargestellt.
Die Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemä
ßen thyristorgeschalteten Kondensatorbank 10. Bei dieser thy
ristorgeschalteten Kondensatorbank 10 ist die Kondensatorbank
16 beispielsweise in drei in Reihe geschaltete Kondensatorgruppen
22, 24 und 26 aufgeteilt. Den Kondensatorgruppen 24 und 26
sind jeweils eine Reihenschaltung 28 eines Thyristorschalters
14 und einer Drosselspule 30 elektrisch parallel geschaltet.
Die erste Kondensatorgruppe 22, die dem Netzanschluß 12 der thyri
storgeschalteten Kondensatorbank 10 direkt zugeordnet ist,
weist von den Kondensatorgruppen 22, . . ., 26 den größten Kapa
zitätswert auf. Diese Kondensatorgruppen 22, . . ., 26 bilden
einen kapazitiven Spannungsteiler. Durch die Wahl der
Kapazitätswerte der einzelnen Kondensatorgruppen 22, . . ., 26
kann die maximale Spannungsbelastung der Thyristoren 18 und
20 der Thyristorschalter 14 vorbestimmt werden. Durch diese
erfindungsgemäße Ausgestaltung der thyristorgeschalteten Kon
densatorbank 10 werden folgende Vorteile erzielt:
- a) Die Kapazität einer thyristorgeschalteten Kondensatorbank 10 kann in Stufen, die einen Bruchteil der gesamten Kapazität der Kondensator bank 16 aufweisen, je nach Kombination von zu- und ausge schalteten Thyristorschaltern 14 variiert werden.
- b) Die Thyristorschalter 14 müssen nicht für die Spannung der ganzen Kondensatorbank, sondern entsprechend der Spannung der zugeordneten Kondensatorgruppen 24 und 26, ausgelegt werden.
- c) im Falle eines Zündfehlers von einem Thyristorschalter 14 kann dieser nun durch eine gesteuerte Zuschaltung ge schützt werden. Das ist jetzt angesichts des Netzbetrie bes akzeptabel, da die resultierende Änderung der Kapazi tät der Kondensatorbank auf die Wirkung einer einzigen Kondensa torgruppe 22 beschränkt ist. Durch den gesteuerten Abbau der Spannungsverlagerung in wenigen Perioden nach jedem Ausschalten des Thyristorschalters 14 (Fig. 5 und 6) wird demnach eine Schutzzündung nur notwendig, falls ein Zündfehler innerhalb dieser kurzen Zeit passiert. Damit müssen die Thyristoren 18 und 20 nicht mehr für das Drei fache der normalen Betriebsspannung ausgelegt werden.
Gegenüber dem eingangs genannten Stand der Technik können die
Thyristoren 18 und 20 jedes Thyristorschalters 14 ohne einen
Entladekreis für einen Bruchteil der einfachen Netzspannung
bemessen werden, was aus wirtschaftlichen Gründen von erheb
lichem Vorteil ist.
Claims (4)
1. Thyristorgeschaltete Kondensatorbank (10), mit einem
Thyristorschalter (14) und einer Kondensatorbank (16), wobei
diese Kondensatorbank (16) in wenigstens zwei in Reihe
geschaltete Kondensatorgruppen (22, 24, 26) aufgeteilt ist und
der am Netzanschluß (12) liegenden ersten Kondensatorgruppe
(22) die mindestens eine weitere Kondensatorgruppe (24, 26)
nachgeschaltet ist, zu der jeweils die Reihenschaltung eines
Thyristorschalters (14) und einer Drosselspule (30) parallel
geschaltet ist.
2. Thyristorgeschaltete Kondensatorbank (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß von den Kondensatorgruppen (22, 24, 26) die dem Netzan
schluß (12) direkt zugeordnete erste Kondensatorgruppe (22) den
größten Kapazitätswert aufweist.
3. Thyristorgeschaltete Kondensatorbank (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kapazitätswerte der der ersten Kondensatorgruppe (22) am
Netzanschluß (12) abgewandten Kondensatorgruppen (24, 26)
jeweils in Abhängigkeit der zulässigen Sperrspannung des zu
gehörigen Thyristorschalters (14) wählbar sind.
4. Thyristorgeschaltete Kondensatorbank (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Thyristorschalter (14) aus antiparallelen Thyristoren
(18, 20) aufgebaut ist.
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- 1998-01-05 NO NO980034A patent/NO980034L/no unknown
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2456895C3 (de) * | 1973-12-13 | 1983-11-24 | Asea Ab, 72183 Vaesteraas, Se | |
| DE2804481C2 (de) * | 1978-01-31 | 1989-07-20 | Licentia Patent-Verwaltungs-Gmbh, 6000 Frankfurt, De | |
| EP0116275B1 (de) * | 1983-02-08 | 1987-07-15 | BBC Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie. | Blindleistungskompensator |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| H. TYLL: Statische Kompensatoren und ihre Komponenten. In: etz, Bd.112 (1991) H.17, S.926-930 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CA2228487A1 (en) | 1997-02-20 |
| NO980034L (no) | 1998-04-03 |
| WO1997006589A1 (de) | 1997-02-20 |
| AU6512696A (en) | 1997-03-05 |
| NO980034D0 (no) | 1998-01-05 |
| EP0842557A1 (de) | 1998-05-20 |
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