DE19527781C1 - Bürstendichtung für Turbomaschinen - Google Patents
Bürstendichtung für TurbomaschinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bürstendichtung für Turbomaschinen nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bürstendichtungen der genannten bekannten Art (DE 39 07 614 A1 und US 51 06 104) kommen bei Turbo
maschinen, insbesondere Gasturbinentriebwerken, zum Einsatz, um fluidisch unter
schiedlich druckbeaufschlagte Räume an Umfangsspalten, z. B. zwischen einem Ma
schinengehäuse und dem Rotor oder einer Maschinenwelle, mit möglichst geringem
Leckfluß gegeneinander abzudichten. Dabei sollen z. B. aus Rotorunwuchten resultie
rende exzentrische Rotor- oder Wellenpositionen relativ zum Gehäuse durch eine ela
stische und bewegliche Borstennachführung ausgeglichen werden können.
Wesentlicher Mangel zur genannten wie auch zu anderweitig bekannten Bürstendich
tungen ist es, daß als Folge der Wellenrotation die Borsten der Bürstendichtung einer
rotierenden Wirbelströmung ausgesetzt sind, die sich auf die Form und die gewollte
geometrische Anordnung der Bürste, und somit auf die Dichtwirkung negativ auswirkt.
Besonders negativ wirkt sich die Wirbelströmung auf die örtliche Position der freien
einen Enden der Borsten aus, die gegenüber den Enden von Führungsstegen in Rich
tung auf die Rotor- oder Wellenoberfläche vorstehen. Eine zuverlässige, leckagearme
Primärdichtung ist somit nicht gewährleistet. Die genannte Wirbelströmung und deren
nachteilhafte Folgen sind auch an der Niederdruckseite der Dichtung nicht auszu
schließen. Außerdem kann die Entstehung individueller und besonders ausgeprägter
Wirbelarten und -Geometrien durch spezielle wellenseitige Oberflächengeometrien
und -anbauten (Schrauben, Sicken, Abstufungen) zusätzlich begünstigt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bürstendichtung nach der eingangs
genannten Gattung anzugeben, die im Hinblick auf eine von der Welle hervorgerufene
rotierende Wirbelströmung bzw. Wirbelausbildung die Aufrechterhaltung von Form und
Geometrie der Borsten zwecks optimaler Abdichtung gewährleistet.
Die gestellte Aufgabe ist mit den Merkmalen des Kennzeichnungsteils des Patentan
spruchs 1 erfindungsgemäß gelöst.
Durch die Erfindung kann eine im Raum höheren Druckes, vor der Einrichtung der
Dichtung, vom rotierenden Rotor erzeugte rotierende Wirbelströmung weitestgehend
aufgelöst und im wesentlichen bezüglich ihres ursprünglichen Energieinhaltes aufge
zehrt werden. Aus der Wirbelströmung fließt somit ein wesentlicher Teil nunmehr
schon relativ beruhigten Fluids in den axialen Ringkanal vor der Dichtung (Borstenbün
del) ab, in dem die Strömungsgeschwindigkeit des Fluids, z. B. Luft, erhöht wird, bei
zugleich damit einhergehender Druckabsenkung im axialen Ringkanal, relativ zum
höheren Druckniveau, das im Raum bzw. Ringraum vor der Einrichtung herrscht. Der
axiale Ringkanal stellt eine zusätzliche "Beruhigungsstrecke" für das aus dem Raum
höheren Druckes gegen das Borstenbündel abfließende Fluid dar. Ein übriger Anteil
aus der rotierenden Wirbelströmung fließt zwecks der genannten Wirbelberuhigung
bzw. -auflösung seitlich in die Einrichtung ab und strömt im wesentlichen in radialer
Richtung längs der radial inneren Umfangsfläche der Einrichtung in den axialen Ring
spalt ab.
Gemäß Anspruch 2 kann es sich bei der Einrichtung vorteilhafterweise um einen porös
kanalisierten Ringkörper handeln.
Bei der Erfindung sind die Borsten eines Borstenbündels über den jeweils größeren
Teil ihrer Längenerstreckung hinweg zwischen axial beabstandeten Stegen geführt
und gegenüber den Druckräumen abgeschirmt. Der in Anspruch 1 erwähnte Axial
spalt S, kann von kleinerer Spaltweite - als später durch die Figuren verdeutlicht - aus
geführt werden und im wesentlichen mit ca. einem Zehntel der maximalen Breite des
Borstenbündels bemessen werden. Dieser Axialspalt S verhindert eine örtliche Ein
zwängung der Borsten zwischen den beiden Stegen und gewährleistet ein benötigtes
Mindestspiel der Borsten in Umfangs- und axialer Richtung. Außerdem kann über
diesen Axialspalt eine umfänglich gleichförmige Fluiddruckverteilung an der stromauf
liegenden Umfangsseite des Borstenbündels erzielt werden.
Eine vorteilhafte Einrichtung, die sich mit Anspruch 2 aus Anspruch 3 ergibt, besteht
aus einem metallischen Schwamm, dessen poröse Struktur der Wirbelaufzehrung wie
aber auch der Führung des Fluids durch den Ringkörper hindurch in Richtung auf den
axialen Ringkanal angepaßtwerden kann. Der Schwamm kann aus einem metalli
schen Leichtbaumaterial, z. B. einem Titan-Aluminid mit globularer Zellstruktur, gefer
tigt sein. Er kann auch hohlkugelartig in mehreren Sinterschritten aus einer intermetal
lischen Verbindung oder deren Legierungen gefertigt werden. Durch die Hohlkugel
struktur kann die Porosität bzw. eine entsprechende Kanalisierung bei der Fertigung
berücksichtigt werden.
Gemäß Anspruch 4 kann eine weitere vorteilhafte Einrichtung von einem honigwaben
artig aufgebauten Ringkörper dargestellt werden, wobei radiale (Anspruch 5) oder
axiale (Anspruch 6) oder kombinierte axiale, radiale und örtlich miteinander fluidisch
verbundene Kanäle über die Wabenstruktur ausgebildet bzw. in diese integriert sein
können (Anspruch 8). Gemäß Anspruch 7 können die axialen Kanäle an den von der
Hochdruckseite abgewandten Enden in einen Umfangsspalt münden, der mit dem
axialen Ringkanal in Verbindung steht.
Insbesondere unter Anwendung eines weiteren Metallschwamms für die Einrichtung
kann eine erhöhte Dichtwirkung im Rahmen einer Mehrstufen-Druck-Dichtung nach
Anspruch 12 erzielt werden. Etwa noch vorhandene Restwirbel in der Strömung stro
mab der ersten Dichtung können so vor der zweiten Dichtung auf jeden Fall komplett
beseitigt werden.
Anhand der Zeichnungen ist die Erfindung im Rahmen bereits dargelegter und übriger
weiterer Ausgestaltungen in Beispielen erläutert; es zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt der Bürstendichtung in Zuordnung zum jeweils abge
brochen dargestellten Maschinenstator und -rotor und mit der stromauf der Bür
stendichtung befindlichen Einrichtung, hier als Metallschwamm zur Auflösung
der Wirbelströmung in erster Ausführungsform,
Fig. 2 einen Axialschnitt der Bürstendichtung mit entsprechender Zuordnung
von Maschinenstator und -rotor grundsätzlich im Sinne der Fig. 1 ausgebildet,
hier mit einer zweiten Ausführungsform der Einrichtung stromauf der Dichtung,
ebenfalls als Metallschwamm mit relativ geringer Porosität ausgebildet und mit
axialen Bohrungen im rechten Mantelteil,
Fig. 3 im Axialschnitt und unter Fortlassung des Maschinenstators dargestellt,
eine dritte Variante der Einrichtung stromauf der Bürstendichtung als waben
artig strukturierten Ringkörper ausgebildet und mit radialen und axialen Kanälen
versehen,
Fig. 4 unter Fortlassung des Rotors eine Ansicht gemäß Blickrichtung A der
Fig. 3,
Fig. 5 als Axialschnitt unter Fortlassung des Maschinenstators dargestellt,
eine vierte Variante der Einrichtung, stromauf der Bürstendichtung als waben
artig strukturierter Ringkörper, hier jedoch mit axialen Durchströmkanälen ver
deutlicht,
Fig. 6 eine Ansicht gemäß Blickrichtung B der Fig. 5, worin der über dem Um
fang gleichförmige, im Drehsinne D des Maschinenrotors schräge Anstellwinkel
der Borsten verdeutlicht ist,
Fig. 7 unter Fortlassung des Maschinenstators einen Axialschnitt der Bürsten
dichtung mit einer stromauf der Dichtung fünften Einrichtung als axialer Ring
flansch, an einem Steg und mit radialen Bohrungen im Ringflansch, die den
Raum R1 höheren Druckes mit dem axialen Ringkanal 15′ verbinden und
Fig. 8 unter Fortlassung des Maschinengehäuses eine im Axialschnitt darge
stellte mehrstufige Druckdichtung als Bürstendichtung mit zusätzlichem Metall
schwamm zwischen zwei axial mit Abstand angeordneten Einzelbürstendich
tungen.
Fig. 1 zeigt eine Bürstendichtung für eine Turbomaschine, insbesondere für ein Gas
turbinentriebwerk. Die Bürstendichtung soll zwischen einem Maschinengehäuse 1 und
der Oberfläche eines koaxial im Gehäuse drehbar gelagerten Maschinenrotors 2 einen
Umfangsspalt an fluidisch unterschiedlich druckbeaufschlagten Räumen R1, R2 ab
dichten. Es ist dabei der Fluiddruck P1 im Raum R1 höher als der Fluiddruck P2 im
Raum R2. Der primäre Leckfluß in der Dichtung ist durch den Pfeil F charakterisiert.
Am Maschinenstator 1 ist für ein Borstenbündel B eine Halterung 3 vorgesehen. Von
der Halterung 3 aus ist das Borstenbündel B zwischen im wesentlichen parallelen und
relativ zur Rotoroberfläche senkrecht stehenden Stegen 4, 5 abdichtend gegen die
Rotoroberfläche geführt. Auf der dem Raum R2 niedrigeren Druckes P2 zugekehrten
Seite tangiert des Borstenbündel B die betreffende eine Innenfläche des Steges 4; auf
der anderen, dem Raum R1 höheren Druckes P1 zugekehrten Seite bildet das Bor
stenbündel B gegenüber der Innenfläche des Steges 5 einen Axialspalt S in Umfangs
richtung aus.
Das Borstenbündel B ist über eine Halterung 3 am Maschinengehäuse 1 angeordnet.
Das Borstenbündel B ist dabei mit einem im wesentlichen u-förmig um einen Kern
ring 7′ umgebogenen Abschnitt von einem Klemmrohr 8′ gefaßt. Letzteres weist einen
Umfangsschlitz für das Borstenbündel B auf. Radial innen sitzt das Klemmrohr 8′ fest
in einem einseitig offenen Ringraum 9′, der von zwei die Umfangsstege 4, 5 enthalte
nen Gehäuseteilen ausgebildet ist. Beide Gehäuseteile mit den Stegen 4, 5 sind in
einer Umfangsnut verklemmt und gehalten. Die Umfangsnut wird ausgebildet von
einer abgestuften Aufweitung 10′ des Maschinengehäuses 1 auf einen größeren In
nendurchmesser sowie von der axialen Endfläche eines Ringbauteils 11′; letzteres ist
längs der Linien L, L′ mit dem Maschinengehäuse 1 verschraubt. Diese angegebene
Befestigungsart der Bürstendichtung am Gehäuse kann sinngemäß bei allen übrigen
nachstehend behandelten Ausführungsbeispielen angewendet werden.
Der wesentliche Erfindungsgedanke besteht nun darin, daß stromauf der Bürstendich
tung hier die Einrichtung 7 zwecks Auflösung einer vom Maschinenrotor 2 verursach
ten Wirbelströmung W angeordnet ist.
Grundsätzlich besteht die Einrichtung 7 gemäß Fig. 1 aus einem strömungsdurch
lässig strukturierten Ringkörper 11, der zusammen mit dem Ende des einen Steges 5
gegenüber der Rotoroberfläche einen axialen Ringkanal 15′ einschließt, der vor den
Borsten mit dem Axialspalt S in Verbindung steht. Grundsätzlich ist ferner der in Fig.
1 dargestellte Ringkörper 11 als Metallschwamm ausgebildet, der eine verhältnismä
ßig geringe Porosität aufweist. Grundsätzlich stellt sich ferner die Funktion der Erfin
dung wie folgt dar.
Dem Ringraum R1 vor der Einrichtung wird Luft unter Druck gemäß Pfeilrichtung P in
der angegebenen Schräglage zugeführt. Insbesondere als Folge einer aus umfäng
lichen Schraubenköpfen K resultierenden Ausbildung eines Rotationswirbels würde
normalerweise die Spaltströmung gemäß Pfeil N derartig stark verwirbelt, daß keine
ordnungsgemäße Lage der Borsten des Borstenbündels B mehr möglich wäre. Aus
dem Gebiet des Rotationswirbels W fließen nun gemäß der Erfindung Anteile gemäß
Pfeil H seitlich vorn in den Ringkörper 11 ab und strömen dann gemäß Pfeilrichtung an
der inneren Umfangsfläche des Ringkörpers 11 in den axialen Ringkanal 15′ ab. Ge
mäß Pfeil M strömt der wesentliche Fluidanteil aus dem prinzipiell schon beruhigten
Wirbelstromgebiet W vorne axial in den axialen Ringkanal 15′ ab. Innerhalb des axia
len Ringkanals 15′ erfolgt eine weitere Beruhigung der Dichtfluidströmung, so daß die
Strömung gemäß Pfeil N stromauf der Borsten der Bürstendichtung beruhigt ist; die
zuvor genannten Schraubenköpfe K sind drehfest mit dem Maschinenrotor 2 verbun
den.
Wie Fig. 1 zeigt auch Fig. 2, daß der als Metallschwamm ausgebildete Ringkörper
12 von zwei Teilen 21, 22 einer Ummantelung zumindest teilweise umgeben ist. Es
weist gemäß Fig. 2 der eine Teil 22 der Ummantelung längs der hochdruckseitigen
Endfläche dieses Ringkörpers 12 axiale Durchgangsöffnungen 23 auf. Diese axialen
Durchgangsöffnungen 23 sind örtlich an die strömungsdurchlässige Innenstruktur des
porösen Ringkörpers 12 angeschlossen. Im übrigen zeichnet sich der in Fig. 2 darge
stellte Ringkörper 12 gegenüber demjenigen (11) nach Fig. 1 durch eine vergleichs
weise geringere Porosität aus. Im übrigen ist die zuvor zu Fig. 1 beschriebene grund
legende Funktion hinsichtlich der Entstehung des Rotationswirbel W und dessen Ab
baus sinngemäß auch für das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 praktikabel.
Gemäß Fig. 3 und 4 besteht der Ringkörper 13 der Einrichtung aus einer honigwa
benartig aufgebauten Kanalstruktur, wobei radiale Kanäle mit 15 und hilfsweise mög
lich vorgesehene axiale Kanäle mit 18 bezeichnet sind. Im Beispiel der Fig. 3 und 4
weist also der Ringkörper axiale und radiale Kanäle 18, 15 auf, die in relativ zueinander
abgewinkelter Lage fluidisch untereinander verbunden sind. Die radialen Kanäle 15
münden auf der einen Seite in den axialen Ringkanal 15′ und die axialen Kanäle 18
stehen auf der einen Seite mit dem Raum R1 höheren Fluiddruckes P1 in Verbindung.
Zwecks Eliminierung des schädlichen Rotationswirbels W ist insoweit die Einrichtung
mit dem Ringkörper 13 nach Fig. 3 und 4 mit der Einrichtung nach den Fig. 1 und
2 praktisch identisch.
Bei der Einrichtung 9 nach Fig. 5 und 6 ist ebenfalls ein ringförmiger, wabenartig
strukturierter Körper 14 vorgesehen, der hier jedoch ausschließlich von rechts nach
links von axialen Kanälen 16 durchsetzt ist. Anteile des Rotationswirbels fließen
somit in Fig. 5 in axialer Richtung gemäß Pfeilen R durch die axialen Kanäle 16 hin
durch, und zwar enden die axialen Kanäle 16 auf der Niederdruckseite des Ringkör
pers 14 in einem Umfangsspalt 17. Dieser Umfangsspalt 17 ist zwischen der betreffen
den einen niederdruckseitigen Fläche des Ringkörper 14 und dem stromauf des Bor
stenbündel B angeordneten einen Steg 5 ausgebildet. Auf der dem Rotor 2 zugekehr
ten Seite steht der Umfangsspalt 17 mit dem gegenüber der Rotoroberfläche sich
erstreckenden axialen Ringkanal 15′ in Verbindung.
Die wabenartige strukturierte Kanalführung nach Fig. 3-6 hat ferner den Vorteil,
daß über die mehreckigen Kanalstrukturen eine gezielte Kantenbrechung der von den
betreffenden Einrichtungen aufgenommenen Wirbel-Luftströmung W erzielt wird.
Fig. 7 veranschaulicht eine Einrichtung 10, die zumindest zusammen mit dem einen
Steg 5 einstückig gefertigt ist. Gemäß Fig. 7 ist also der eine Steg 5 der Bürstendich
tung stromauf in der Art eines Ringflansches 19 axial verlängert. Der Ringflansch 19
befindet sich in radialem Abstand zur Rotoroberfläche und bildet dabei gegenüber der
betreffenden Rotoroberfläche ebenfalls einen radialen Ringkanal 15′ aus. Dabei steht
der axiale Ringkanal 15′ stromauf der Borsten des Borstenbündels B mit dem Axial
spalt S in Verbindung. Ferner weist der Ringflansch über dem Umfang verteilte radiale
Durchgangsbohrungen 20 auf. Der vorm als schon erwähnte Rotationswirbel W wird
also auch bei diesem Ausführungsbeispiel weitestgehend eliminiert bzw. zerstört, in
dem Anteile aus dem rotierenden Wirbelstrom gemäß Pfeilrichtung H über die radialen
Bohrungen 20 in den axialen Ringspalt 15′ abfließen.
Fig. 8 verkörpert eine Mehrstufen-Druckdichtung mit zwei axial mit Abstand am Ma
schinenstator 1 gehaltenen Borstenbündeln B, B′. Zwischen zwei axial mit Abstand
einander zugekehrten Gehäuseteilen mit den Stegen 4, 5′ der ersten und zweiten Dich
tung ist dabei ein weiterer Ringkörper 25 angeordnet, der hier beispielsweise als Me
tallschwamm ausgebildet ist. Zwischen den beiden axialen Stirnflächen des weiteren
Metallschamms 25 und den Stegen 4, 5′ für die Borsten der ersten und zweiten Dich
tung sind Umfangsspalte 26, 27 belassen, die in einen weiteren axialen Ringkanal 28
münden. Der weitere axiale Ringkanal 28 bildet axial zwischen den betreffenden einen
Enden beider Bürstenbündel B, B′ einen weiteren Druckraum aus. Ferner sind gemäß
Fig. 8 die radialen Spaltweiten der axialen Kanäle 15′ und 28 identisch.
Claims (13)
1. Bürstendichtung für Turbomaschinen zur Abdichtung von unterschied
lich druckbeaufschlagten Räumen (R1, R2) an einem Umfangsspalt,
insbesondere zwischen einem Maschinenstator (1) und einem Maschi
nenrotor (2), worin am Maschinenstator (1) für ein Borstenbündel (B) der Bürstendichtung
eine Halterung (3) vorgesehen ist, von der aus das Borstenbündel (B)
zwischen Umfangsstegen (4, 5) abdichtend gegen den Maschinenrotor
(2) geführt ist und gegenüber dem einen, der Hochdruckseite zugekehr
ten Steg (5) einen Axialspalt (S) in Umfangsrichtung ausbildet, dadurch
gekennzeichnet, daß stromauf der Bürstendichtung eine Einrichtung (6;
7; 8; 9; 10) zur Auflösung einer vom Maschinenrotor (2) verursachten
Wirbelströmung angeordnet ist.
2. Bürstendichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung von einem im wesentlichen einseitig gegenüber dem Fluid
im Raum (R1) höheren Druckes (P1) offenem und zumindest partiell
strömungsdurchlässig strukturierten Ringkörper (11, 12, 13, 14) ausge
bildet ist, der zusammen mit dem Ende des einen Steges (5) gegenüber
der Rotoroberfläche einen axialen Ringkanal (15′) einschließt, der vor
den Borsten mit dem Axialspalt (S) in Verbindung steht.
3. Bürstendichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ringkörper (11, 12) als Metallschwamm ausgebildet ist.
4. Bürstendichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ringkörper (13, 14) honigwabenartig ausgebildet ist.
5. Bürstendichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ringkörper (13) von der Wabenstruktur ausgebildete, radiale Kanäle
(15) aufweist.
6. Bürstendichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ringkörper (14) von in der Wabenstruktur enthaltenen axialen Kanälen
(16) durchsetzt ist.
7. Bürstendichtung nach Anspruch 2 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kanäle (16) auf der einen Seite des Ringkörpers (14) in einen
Umfangsspalt (17) münden, der zwischen der betreffenden einen Ring
körperseite und dem stromauf des Borstenbündels (B) angeordnetem
einen Steg (5) ausgebildet ist und der mit dem gegenüber der Rotor
oberfläche sich erstreckenden axialen Ringkanal (15′) in Verbindung
steht.
8. Bürstendichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1, 2 und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (13) axiale und radiale
Kanäle (18; 15) aufweist, die in relativ zueinander abgewinkelter Lage
fluidisch untereinander verbunden sind, wobei die radialen Kanäle (15)
auf der einen Seite in den axialen Ringkanal (15′) münden und die axia
len Kanäle (18) auf der einen Seite mit dem Raum (R1) höheren Fluid
druckes (P1) in Verbindung stehen.
9. Bürstendichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (10) zumindest zusam
men mit dem einen stromauf des Borstenbündels (B) angeordneten
Steg (5) einstückig gefertigt ist.
10. Bürstendichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
eine Steg (5) der Bürstendichtung stromauf in der Art eines Ringflan
sches (19) axial verlängert ist, der in radialem Abstand zur Rotorober
fläche einen axialen Ringkanal (15′) ausbildet, der stromauf der Borsten
mit dem Axialspalt (S) in Verbindung steht und über dem Umfang ver
teilte radiale Durchgangsbohrungen (20) aufweist.
11. Bürstendichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4 so
wie 6 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (12; 13) au
ßen und längs beider axialer Stirnflächen zumindest teilweise von einer
zweiteiligen Ummantelung (21, 22) umgeben und an dieser gehalten ist,
wobei der eine Teil (22) der Ummantelung längs der hochdruckseitigen
Endfläche des Ringkörpers (12; 13) axiale Durchgangsöffnungen (23;
24) aufweist, die örtlich an die strömungsdurchlässige Innenstruktur
oder unmittelbar an die einseitigen Enden der axialen Kanäle (18) ange
schlossen sind.
12. Bürstendichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrstufendruckdichtung mit zwei
axial mit Abstand am Maschinenstator (1) gehaltenen Borstenbündeln
(B, B′) vorgesehen ist, worin zwischen zwei axial mit Abstand einander
zugekehrten Gehäuseteilen mit den Stegen (4, 5′) der ersten und zwei
ten Dichtung ein weiterer Ringkörper (25), insbesondere als Metall
schwamm, angeordnet ist.
13. Bürstendichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwi
schen beiden axialen Stirnflächen des weiteren Metallschwamms (25)
und Stegen (4, 5′) für die Borsten der ersten und zweiten Dichtung Um
fangsspalte (26, 27) belassen sind, die in einen weiteren axialen Ring
kanal (28) münden, der axial zwischen den betreffenden einen Enden
beider Borstenbündel (B, B′) einen weiteren Druckraum ausbildet.
Priority Applications (9)
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|---|---|---|---|
| DE19527781A DE19527781C1 (de) | 1995-07-28 | 1995-07-28 | Bürstendichtung für Turbomaschinen |
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