[go: up one dir, main page]

DE19525231A1 - Drehmomentsensor - Google Patents

Drehmomentsensor

Info

Publication number
DE19525231A1
DE19525231A1 DE1995125231 DE19525231A DE19525231A1 DE 19525231 A1 DE19525231 A1 DE 19525231A1 DE 1995125231 DE1995125231 DE 1995125231 DE 19525231 A DE19525231 A DE 19525231A DE 19525231 A1 DE19525231 A1 DE 19525231A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
torque sensor
flanges
sensor according
webs
section
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE1995125231
Other languages
English (en)
Other versions
DE19525231B4 (de
Inventor
Werner Nold
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hottinger Bruel and Kjaer GmbH
Original Assignee
Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH filed Critical Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH
Priority to DE1995125231 priority Critical patent/DE19525231B4/de
Publication of DE19525231A1 publication Critical patent/DE19525231A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE19525231B4 publication Critical patent/DE19525231B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L3/00Measuring torque, work, mechanical power, or mechanical efficiency, in general
    • G01L3/02Rotary-transmission dynamometers
    • G01L3/14Rotary-transmission dynamometers wherein the torque-transmitting element is other than a torsionally-flexible shaft
    • G01L3/1407Rotary-transmission dynamometers wherein the torque-transmitting element is other than a torsionally-flexible shaft involving springs
    • G01L3/1428Rotary-transmission dynamometers wherein the torque-transmitting element is other than a torsionally-flexible shaft involving springs using electrical transducers
    • G01L3/1457Rotary-transmission dynamometers wherein the torque-transmitting element is other than a torsionally-flexible shaft involving springs using electrical transducers involving resistance strain gauges

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Force Measurement Appropriate To Specific Purposes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Drehmomentsensor mit zwei in axialem Abstand angeordneten Flanschen, die über mehrere sich axial erstreckende Stege miteinander verbunden sind, wobei die Stege Scherkraft-Meßwertaufnehmer in Form von Dehnungsmeßstreifen aufweisen.
Bei diesen und ähnlichen Sensoren wird die elastische Ver­ formung eines im Vergleich zu den übrigen an der Kraftüber­ tragung beteiligten Bauteilen schwach ausgebildetem Ele­ ments gemessen und zur Bestimmung der die Verformung bewir­ kenden Kraft benutzt.
Bei einem aus der EP 0 575 634 A1 bekannten Drehmomentsen­ sor sind die Verformungsbereiche in sich radial oder axial zwischen zwei Anschlußflanschen erstreckenden Stegen unter­ gebracht, wobei pro Steg jeweils zwei Meßwertaufnehmer zur Ermittlung der Biegedehnung vorgesehen sind und durch eine geeignete Brückenschaltung dafür gesorgt werden soll, daß Querkräfte, Quermomente unterschiedliche Momenteinleitung und ungleichmäßiges Verschrauben möglichst weitgehend kom­ pensiert werden. Der bekannte Drehmomentsensor soll sich außerdem durch ein geringes Massenträgheitsmoment und hohe Meßempfindlichkeit auszeichnen.
Es hat sich jedoch herausgestellt, daß derartige Drehmo­ mentsensoren neben der bei der Messung von Biegedehnungen bekannten Empfindlichkeit gegen die Einflüsse von Längs- und Querkräften den Nachteil aufweisen, daß bei hohen Dreh­ zahlen eine Nullpunktverschiebung auftritt, die mit ver­ tretbarem Aufwand nicht zu kompensieren ist.
Bei einem Drehmomentsensor gemäß DE-OS 42 08 522 werden nicht Biegedehnungen, sondern Scherkräfte gemessen, was ihn relativ unempfindlich gegen störende Einflüsse macht. Aber auch hier wurde festgestellt, daß bei hohen Drehzahlen eine Verschiebung des Nullpunktes eintritt, wodurch das Meßer­ gebnis verfälscht wird. Bei dieser Art von Drehmomentauf­ nehmern ist der äußere Flansch in Bezug auf das zu übertra­ gende Drehmoment stets überdimensioniert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Drehmoment­ sensor zu schaffen, der gute Meßgenauigkeit mit großer Unempfindlichkeit gegen Störkräfte verbindet, der nur eine geringe Massenträgheit aufweist und sich leicht in Wellen­ stränge einbauen läßt und der insbesondere auch zur Messung großer Drehmomente bei hohen Drehzahlen geeignet ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Drehmomentsensor der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Stege wenigstens eine im wesentlichen auf einer gemeinsamen, zu den Flanschen koaxialen Zylinderfläche liegende Fläche haben und daß die Dehnungsmeßstreifen auf dieser Fläche angeordnet sind.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Ver­ schiebung des Nullpunktes bei hohen Drehzahlen mit den auf die Dehnungsmeßstreifen zusätzlich wirkenden Zentrifugal­ kräften zusammenhängt, die sich bei radial angeordneten Dehnungsmeßstreifen unterschiedlich auf die einzelnen Abschnitte der Dehnungsmeßstreifen auswirken und daher zu Meßfehlern führen. Werden hingegen die Dehnungsmeßstreifen auf einer zu den Flanschen koaxialen Zylinderfläche ange­ ordnet, unterliegen alle Abschnitte der Dehnungsmeßstreifen der gleichen Zentrifugalkraft und es werden keine drehzahl­ bedingten Nullpunktverschiebungen mehr beobachtet. Umfang­ reiche Meßreihen haben gezeigt, daß die radial erstreckte Anordnung der Dehnungsmeßstreifen die Ursache der festge­ stellten Meßfehler ist und daß bei einer Anordnung der Deh­ nungsmeßstreifen auf einer Zylinderfläche, gegebenenfalls auch auf einem schmalen tangential zu einer Zylinderfläche verlaufenden Oberflächenabschnitt einwandfreie Meßergeb­ nisse über den gesamten vorgesehenen Drehzahlbereich erreicht werden können.
Als besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, wenn die Stege in axialer Richtung gesehen einen vorzugsweise nach außen offenen U-förmigen Querschnitt aufweisen und wenn die Dehnungsmeßstreifen auf der radial innenliegenden Fläche des U-förmigen Querschnitts angeordnet sind. Die Stege kön­ nen so mit der erforderlichen Formsteifigkeit und mit geringem fertigungstechnischen Aufwand hergestellt werden und besitzen einen praktisch nur durch Scherkräfte bean­ spruchten Meßbereich, auf dem die Dehnungsmeßstreifen ange­ bracht werden können, ohne daß die Haftverbindung der Deh­ nungsmeßstreifen durch Zentrifugalkräfte belastet wird. Der U-förmige Querschnitt der Stege sorgt weiterhin für eine hohe Formsteifigkeit in radialer Richtung bei vergleichs­ weise hoher Scherkraftempfindlichkeit.
Für bestimmte Anwendungsfälle kann es auch wünschenswert sein, wenn der Bereich, auf dem die Dehnungsmeßstreifen angeordnet werden, von außen zugänglich ist. Hierzu können die Dehnungsmeßstreifen auch auf der radial außenliegenden Fläche des U-förmigen Querschnitts angeordnet werden, wobei die Haftverbindung so auszulegen ist, daß sie auch den Zen­ trifugalkräften standhält.
Im allgemeinen genügt es, wenn drei Stege zur Verbindung der Flansche vorgesehen werden. Man kann aber auch vier oder mehr Stege vorsehen und damit die Auswahlmöglichkeiten für die Brückenschaltungen vergrößern. Außerdem kann man über die Anzahl der Stege Einfluß nehmen, auf das Verhält­ nis von Formsteifigkeit und elastischer Verformung und den erfindungsgemäßen Drehmomentsensor sehr gut an die ver­ schiedenen Anwendungsfälle anpassen.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausführung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, daß die Stege durch Spanende Bearbeitung aus einem mit den beiden Flanschen einstückig ausgebildeten und zwischen ihnen liegenden Ring herausgearbeitet sind, der durch eine innere und eine äußere, mit den Flanschen koaxiale Zylinderfläche begrenzt ist.
Im Rohzustand sind die beiden Flansche über den gesamten Ring miteinander verbunden. Dieser Ring wird dann spanend, vorzugsweise durch Fräsen und Drehen bearbeitet, so daß die Flansche schließlich nur noch über die Stege miteinander verbunden sind, deren für die Kraftübertragung verbleiben­ der Querschnitt sehr genau bearbeitet werden kann.
Da man die Flansche im allgemeinen möglichst steif ausbil­ den will, ist es vorteilhaft, wenn der Ring durch im Ver­ gleich zu seiner axialen Gesamterstreckung zwischen den Flanschen schmale, parallel und äquidistant zu den Flan­ schen verlaufende Schlitze aufgetrennt wird, die endseitig Querabschnitte aufweisen, die sich in axialer Richtung bis an die Innenseiten der Flansche erstrecken. Auf diese Weise werden zwischen den Querabschnitten von zwei benachbarten Schlitzen Stege gebildet, die durch spanende Bearbeitung im Querschnitt weiter reduziert werden können. Dabei wird zweckmäßigerweise eine Ausnehmung erzeugt, die zusammen mit der inneren und äußeren Zylinderfläche des Rings und den endseitigen Querabschnitten den in axialer Richtung gesehen U-förmigen Querschnitt der verbleibenden Stege begrenzt.
Die radial innenliegende Fläche des U-förmigen Querschnit­ tes ist Teil einer Zylinderfläche, die durch drehende Bear­ beitung sehr genau entsprechend Durchmesser- und Rauhig­ keitsvorgaben gefertigt werden kann. Sie wird bevorzugt zur Anbringung der Dehnungsmeßstreifen benutzt. Die radial außen liegende Fläche des U-förmigen Querschnitts hingegen ist fertigungsbedingt eine tangential zu einer Zylinderflä­ che verlaufende Ebene, die in Umfangsrichtung jedoch nur schmal ist, so daß sich geringfügige Unterschiede des radialen Abstands von der Drehachse nicht negativ auf das Meßergebnis auswirken, wenn die Dehnungsmeßstreifen, z. B. aus Gründen der Zugänglichkeit, auf dieser Fläche angeord­ net werden.
Die endseitigen Querabschnitte der Schlitze weisen an den Innenseiten der Flansche eine halbkreisförmige Begrenzung auf. Ebenso die sich beidseitig bis an die Innenseite der Flansche erstreckenden Ausnehmungen in den Stegen. Auf diese Weise werden Kerbspannungen vermieden und der Kraft­ linienfluß am Übergang von den Flanschen auf die Stege optimiert.
Eine sehr einfache Ausgestaltung erhält man, wenn die radial innenseitige, zylindrische Begrenzung eines Flan­ sches oder beider Flansche und die innere Zylinderfläche des Rings den gleichen Durchmesser haben. Die dadurch gebildete, stufenlose innere Zylinderfläche kann dann in einem Arbeitsgang hergestellt und leicht durch Schleifen nachbehandelt werden. Die Bereiche für das Anbringen der Dehnungsmeßstreifen sind sehr gut zugänglich.
Will man jedoch die Steifigkeit der Flansche des Drehmo­ mentsensors erhöhen, so kann vorgesehen werden, daß die radial innenseitige Begrenzung des Flansches von einer Zylinderfläche gebildet wird, deren Radius kleiner ist als der Radius der inneren Zylinderfläche des Rings. Dabei ist der Unterschied der Radien frei wählbar und an die jeweili­ gen Anforderungen anpaßbar. Die Zugänglichkeit der Bereiche für das Anbringen der Dehnungsmeßstreifen wird verschlech­ tert, die Gefahr einer Beschädigung jedoch verringert. Vor­ zugsweise ist der Drehmomentsensor in bezug auf eine radiale Ebene symmetrisch ausgebildet. Insbesondere tempe­ raturbedingte Meßfehler können hierdurch beseitigt werden.
Man kann den Drehmomentsensor auch so ausführen, daß ein Flansch als geschlossene, zylindrische Scheibe, d. h. ohne radial innenseitige Begrenzungsfläche ausgebildet ist. Der scheibenförmige Flansch kann, z. B. als Abschirmung der im Drehmomentsensor angeordneten Elektronik dienen, die dadurch hinsichtlich ihrer elektromagnetischen Verträglich­ keit entscheidend verbessert wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei­ spielen näher erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigen
Fig. 1 eine Ausführungsform eines Drehmomentsensors in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 einen Axialschnitt durch den Drehmomentsensor gemäß Fig. 1 mit vergrößert dargestelltem Detail,
Fig. 3 einen Radialschnitt durch den Drehmomentsensor gemäß Fig. 1 mit vergrößert dargestelltem Detail,
Fig. 4 eine perspektivische Axialschnittdarstellung eines Drehmomentsensors mit außenliegenden Deh­ nungsmeßstreifen und vergrößert dargestelltem Detail,
Fig. 5 eine perspektivische Radialschnittdarstellung des Drehmomentsensors gemäß Fig. 4 mit vergrößert dargestelltem Detail,
Fig. 6 einen Axialschnitt durch einen Drehmomentsensor mit nach innen über die Stege hinaus ragenden Flanschen und vergrößert dargestelltem Detail und
Fig. 7 einen Axialschnitt durch einen Drehmomentsensor mit einem geschlossenen Flansch und vergrößert dargestelltem Detail.
Der Drehmomentsensor gemäß den Fig. 1 bis 3 besteht aus einem vorderen Flansch 1 und einem hinteren Flansch 2 mit den üblichen, nicht näher bezeichneten Bohrungen für den Anschluß an ein System zur Übertragung eines Drehmoments. Die beiden gleichdimensionierten Flansche 1 und 2 sind über Stege 3 miteinander verbunden, auf denen Dehnungsmeßstrei­ fen 4 angeordnet sind. Die Dehnungsmeßstreifen 4 befinden sich auf der radial innenliegenden Fläche 5 der Stege 3, der Teil einer zur Drehachse koaxialen, die Flansche 1, 2 radial nach innen begrenzenden Zylinderfläche 9 ist. Zwi­ schen der Fläche 5 und radial außenliegenden Flächen 6 befinden sich eine als Membranen 7 bezeichnete Wände, die bei der Drehmomentübertragung zwischen den Flanschen 1 und 2 auf Scherung beansprucht werden. Die Scherspannung läßt sich am besten ermitteln, wenn die Dehnungsmeßstreifen 4 unter einem Winkel von 45° zur Längsachse des Steges 3 angebracht sind.
Die Stege 3 sind Teile eines Rings 8, der einstückig mit den Flanschen 1 und 2 ausgebildet ist und im unbearbeiteten Zustand eine in sich geschlossene, massive Verbindung zwi­ schen den Flanschen 1 und 2 darstellt. Im Ausführungsbei­ spiel gemäß den Fig. 1 bis 3 bildet die Zylinderfläche 9 die radial innenliegenden Begrenzung des Rings 8 und der Flansche 1 und 2, so daß eine durchgehende, innere Zylin­ derfläche vorliegt, die durch Drehen und Schleifen gut zu bearbeiten ist. Nach außen wird der Ring 8 durch eine Zylinderfläche 10 begrenzt, die gegenüber dem äußeren Rand der Flansche 1 und 2 so weit zurückspringt, wie es für die Anordnung der Anschlußbohrungen bzw. der Verschraubungen erforderlich ist.
Der Ring 8 ist durch vier schmale, parallel und äquidistant zu den Flanschflächen verlaufende Schlitze 11 aufgetrennt, die endseitig Querabschnitte 12 aufweisen, die sich bis an die Innenseiten der Flansche 1 und 2 erstrecken. Damit ver­ bleiben für die Drehmomentübertragung zwischen den Flan­ schen 1 und 2 nur noch die Stege 3 zwischen den Querab­ schnitten 12 zweier benachbarter Schlitze 11 übrig. Die Stege 3 können durch entsprechende Schlitzführung auf jede gewünschte Breite in Umfangsrichtung eingestellt werden.
Zur Erzielung eines günstigen Verhältnisses zwischen Form­ steifigkeit und Scherempfindlichkeit sind aus den Stegen 3 radial von außen Ausnehmungen 13 herausgearbeitet, wodurch die Stege 3 einen nach außen offenen U-förmigen Querschnitt erhalten. Die Dicke der Schenkel 14 des U-förmigen Quer­ schnitts und die Dicke der elastisch verformbaren Membran 7 zwischen der Fläche 5 und den Flächen 6 kann durch spanab­ hebende Bearbeitung an alle maßlichen Anforderungen ange­ paßt werden.
Aus den perspektivischen Darstellungen des Drehmomentsen­ sors in den Fig. 4 und 5 sind weitere Einzelheiten ersichtlich. Insbesondere kann man sehen, daß sowohl die Querabschnitte 12 der Schlitze 11 wie auch die Ausnehmungen 13 bis an die Innenseiten der Flansche 1 und 2 reichen und dort halbkreisförmig begrenzt sind. Damit wird die Kraft­ einleitung von den relativ starren Flanschen 1 und 2 in die relativ "weichen" Stege 3 vergleichmäßigt und allzu starke Verdichtungen des Kraftlinienverlaufs und Kerbspannungen werden vermieden.
In den vergrößert dargestellten Details der Fig. 4 und 5 ist eine Anordnung der Dehnungsmeßstreifen 4 auf den außen­ liegenden Flächen 6 des U-förmigen Querschnitts 7 gezeigt, die für Anwendungsfälle in Betracht kommen kann, bei denen die Zugänglichkeit von außen im Vordergrund steht. Da die Fläche 6 in der Ausnehmung 13 mit vertretbarem Aufwand nur als ebene tangentiale Fläche hergestellt werden kann, erge­ ben sich für die Abschnitte der Dehnungsmeßstreifen 4 geringfügige Abweichungen im Abstand zur Drehachse, die sich meßtechnisch allerdings nicht nennenswert auswirken. Wegen der zusätzlichen Belastung der Haftung zwischen dem Dehnungsmeßstreifen 4 und der Fläche 6 wird man diese Anordnung jedoch nur dann anwenden, wenn die Anordnung der Dehnungsmeßstreifen 4 auf den inneren Flächen 5 nicht mög­ lich ist.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Abwandlung des Drehmomentsen­ sors sind die Flansche 1, 2 radial nach innen durch Zylin­ derflächen 15, 16 begrenzt, die einen kleineren Radius haben als die Zylinderfläche 9. Hierdurch ergibt sich bei gleichen Außenabmessungen eine größere Steifigkeit der Flansche 1, 2 und die Dehnungsmeßstreifen 4 sind durch die nach innen vorspringenden Abschnitte der Flansche 1, 2 geschützt.
Fig. 7 zeigt eine Variante eines Drehmomentsensors, bei der der Flansch 2 als geschlossene, zylindrische Scheibe 17 ausgebildet ist. Dies kann zur einer elektromagnetischen Abschirmung der Dehnungsmeßstreifen vorteilhaft sein.
Bei den beschriebenen Drehmomentsensoren sind die Dehnungs­ meßstreifen 4 auf einer koaxialen Zylinderfläche angeordnet und können deswegen keine drehzahlabhängige Verschiebung des Nullpunktes bewirken. Außerdem unterliegen die zur Mes­ sung herangezogenen Materialbereiche ausschließlich den vom Drehmoment abhängigen Spannungen, wodurch praktisch alle parasitären Einflüsse auf das Meßergebnis ausgeschlossen werden können. Die erfindungsgemäßen Drehmomentsensoren können für alle zu messenden Drehmomente ausgelegt und mit allen denkbaren Brückenschaltungen ausgestattet werden. Sie sind problemlos in Wellenstränge einzubauen und können, mit einer großen Mittelbohrung ausgestattet, auch gut als Reak­ tionsmomentaufnehmer, beispielsweise in Rührwerken verwen­ det werden. Die Drehmomentsensoren bauen kurz und haben ein geringes Massenträgheitsmoment.

Claims (11)

1. Drehmomentsensor mit zwei in axialem Abstand angeordne­ ten Flanschen (1, 2), die über mehrere sich axial erstreckende Stege (3) miteinander verbunden sind, wobei die Stege Scherkraft-Meßwertaufnehmer in Form von Dehnungsmeßstreifen (4) aufweisen, dadurch gekennzeich­ net, daß die Stege (3) wenigstens eine im wesentlichen auf einer gemeinsamen, zu den Flanschen (1, 2) koaxia­ len Zylinderfläche liegende Fläche (5, 6) haben und daß die Dehnungsmeßstreifen (4) auf dieser Fläche (5, 6) angeordnet sind.
2. Drehmomentsensor nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Stege (3) in axialer Richtung gesehen einen vorzugsweise nach außen offenen, U-förmi­ gen Querschnitt aufweisen und daß die Dehnungsmeß­ streifen (4) auf der radial inneren Fläche (5) des Scheitels (7) des U-förmigen Querschnitts angeordnet sind.
3. Drehmomentsensor nach Anspruch 2, jedoch mit der Maß­ gabe, daß die Dehnungsmeßstreifen (4) auf der radial äußeren Fläche (6) des Scheitels (7) des U-förmigen Querschnitts angeordnet sind.
4. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in symmetrischer Anordnung vier Stege (3) vorgesehen sind.
5. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (3) durch spa­ nende Verfahren aus einem mit den beiden Flanschen (1, 2) einstückig ausgebildeten und zwischen ihnen liegen­ den Ring (8) herausgearbeitet sind, der durch eine innere und eine äußere, mit den Flanschen koaxiale Zylinderfläche (9, 10) begrenzt ist.
6. Drehmomentsensor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich­ net, daß der Ring (8) parallel und äquidistant zu den Flanschen (1, 2) verlaufende Schlitze (11) mit endsei­ tigen Querabschnitten (12) aufweist, die sich in axi­ aler Richtung bis an die Innenseiten der Flansche (1, 2) erstrecken, wobei die Querabschnitte (12) von zwei benachbarten Schlitzen (11) zwischen sich einen Steg (3) einschließen, in dem eine Ausnehmung (13) erzeugt ist, die zusammen mit den inneren und äußeren Zylinder­ flächen (9, 10) des Rings (8) und den endseitigen Quer­ abschnitten (12) den in axialer Richtung gesehen U-för­ migen Querschnitt des verbleibenden Steges (3) begrenzt.
7. Drehmomentsensor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich­ net, daß die endseitigen Querabschnitte (12) der Schlitze (11) an den Innenseiten der Flansche (1, 2) eine halbkreisförmige Begrenzung aufweisen.
8. Drehmomentsensor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich­ net, daß sich die Ausnehmung (13) beidseitig bis an die Innenseite der Flansche (1, 2) erstreckt und dort eine halbkreisförmige Begrenzung aufweist.
9. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da­ durch gekennzeichnet, daß die radial innenseitige zylindrische Begrenzung eines Flansches (1, 2) und die innere Zylinderfläche (9) des Rings (8) den gleichen Radius haben.
10. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß er in Bezug auf eine radiale Ebene symmetrisch ausgebildet ist.
11. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Flansch (2) als geschlossene, zylindrische Platte ausgebildet ist.
DE1995125231 1995-07-11 1995-07-11 Drehmomentsensor Expired - Lifetime DE19525231B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1995125231 DE19525231B4 (de) 1995-07-11 1995-07-11 Drehmomentsensor

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1995125231 DE19525231B4 (de) 1995-07-11 1995-07-11 Drehmomentsensor

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE19525231A1 true DE19525231A1 (de) 1997-01-23
DE19525231B4 DE19525231B4 (de) 2004-03-04

Family

ID=7766544

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1995125231 Expired - Lifetime DE19525231B4 (de) 1995-07-11 1995-07-11 Drehmomentsensor

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19525231B4 (de)

Cited By (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19936293A1 (de) * 1999-08-02 2001-02-15 Hbm Mes Und Systemtechnik Gmbh Drehmomentsensor
DE19732124C2 (de) * 1997-06-25 2003-04-17 Kuesel Mailaender Katharina Verfahren zum Prüfen eines Zahnrades sowie einer Zahnstange und Vorrichtung zum Prüfen eines Zahnrades
EP1353159A3 (de) * 2002-04-12 2004-05-26 Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Drehmomentsensor in Form eines monolithischen Aufnahmeteils
JP2009058388A (ja) * 2007-08-31 2009-03-19 Tetsuya Mori トルクセンサ及びトルクセンサ付モータ
DE202010005613U1 (de) 2010-06-10 2010-09-02 Eduard Wille Gmbh & Co. Kg Drehmoment-Aufnehmer mit U-Profil-Steg
US8250935B2 (en) * 2009-08-23 2012-08-28 Gif Gesellschaft Fuer Industrieforschung Mbh Torque measurement device and arrangement composed of a torque measurement device and a drive shaft
JP2013024692A (ja) * 2011-07-20 2013-02-04 Ono Sokki Co Ltd トルク測定器
DE102012024264A1 (de) 2012-12-12 2014-06-12 Hottinger Baldwin Messtechnik Gmbh Drehmomentsensor
US9127997B2 (en) 2011-07-19 2015-09-08 Magna Steyr Fahrzeugtechnik Ag & Co Kg Measuring element, force-measuring sensor, and measuring assembly for measuring forces
EP2800959A4 (de) * 2011-09-02 2015-10-21 Provost Dan Anordnung zwischen einem drehmomentwerkzeug und befestigungselemen zur messung von drehmomenten und anzugswinkeln
DE102014017410A1 (de) 2014-11-06 2016-05-12 GIF Gesellschaft für Industrieforschung mbH Drehmomentmesswelle
DE112007003595B4 (de) * 2006-06-14 2017-08-17 Atesteo Gmbh Drehmomentmessflansch
DE102016012324A1 (de) * 2016-10-17 2018-04-19 Franka Emika Gmbh Drehmomentsensorvorrichtung und Verfahren zum Erfassen von Drehmomenten
US11408786B2 (en) 2018-03-29 2022-08-09 Nidec Copal Electronics Corporation Torque sensor

Family Cites Families (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2817307C3 (de) * 1978-04-20 1984-01-05 Zahnradfabrik Friedrichshafen Ag, 7990 Friedrichshafen Meßgetriebe
DE2917966C2 (de) * 1979-05-04 1983-10-13 Daimler-Benz Ag, 7000 Stuttgart Einrichtung zur Messung von Kraftkomponenten in Gelenken
DE3212946A1 (de) * 1982-04-07 1983-11-03 Harald 6233 Kelkheim Matschin Drehmomentmessystem
DE3342817C2 (de) * 1983-11-26 1986-01-30 Bayerische Motoren Werke AG, 8000 München Meßnabe
DE3420884A1 (de) * 1984-06-05 1986-01-23 Dahms, Joachim Kraft-drehmoment-aufnehmer
DE3528364A1 (de) * 1985-08-07 1987-02-19 Helmut Erb Elektr Messtechnik Reaktionsdrehmomentaufnehmer und verfahren zu seiner messbereichsanpassung
DE3825706A1 (de) * 1988-07-28 1990-02-01 Siemens Ag Drehmomentmessvorrichtung
DE4009286C2 (de) * 1990-03-22 2000-11-23 Wiegand Gmbh & Co Alexander Anordnung zum Messen der Torsion eines stabförmigen Hohlkörpers
DE4208522C2 (de) * 1992-03-18 2000-08-10 Hottinger Messtechnik Baldwin Drehmomentsensor
DE59207342D1 (de) * 1992-05-25 1996-11-14 Hottinger Messtechnik Baldwin Drehmomentsensor

Cited By (18)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19732124C2 (de) * 1997-06-25 2003-04-17 Kuesel Mailaender Katharina Verfahren zum Prüfen eines Zahnrades sowie einer Zahnstange und Vorrichtung zum Prüfen eines Zahnrades
DE19936293A1 (de) * 1999-08-02 2001-02-15 Hbm Mes Und Systemtechnik Gmbh Drehmomentsensor
EP1353159A3 (de) * 2002-04-12 2004-05-26 Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Drehmomentsensor in Form eines monolithischen Aufnahmeteils
DE112007003595B4 (de) * 2006-06-14 2017-08-17 Atesteo Gmbh Drehmomentmessflansch
JP2009058388A (ja) * 2007-08-31 2009-03-19 Tetsuya Mori トルクセンサ及びトルクセンサ付モータ
US8250935B2 (en) * 2009-08-23 2012-08-28 Gif Gesellschaft Fuer Industrieforschung Mbh Torque measurement device and arrangement composed of a torque measurement device and a drive shaft
EP2395335A1 (de) 2010-06-10 2011-12-14 Eduard Wille GmbH & Co KG Drehmoment-Aufnehmer mit U-Profil-Steg
DE202010005613U1 (de) 2010-06-10 2010-09-02 Eduard Wille Gmbh & Co. Kg Drehmoment-Aufnehmer mit U-Profil-Steg
EP2549253B1 (de) * 2011-07-19 2017-08-09 Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & Co KG Meßkörper, Kraftmeßsensor und Meßanordnung zur Messung von Kräften
US9127997B2 (en) 2011-07-19 2015-09-08 Magna Steyr Fahrzeugtechnik Ag & Co Kg Measuring element, force-measuring sensor, and measuring assembly for measuring forces
EP3239676A1 (de) 2011-07-19 2017-11-01 MAGNA STEYR Fahrzeugtechnik AG & Co KG Kraftmesssensor
JP2013024692A (ja) * 2011-07-20 2013-02-04 Ono Sokki Co Ltd トルク測定器
EP2800959A4 (de) * 2011-09-02 2015-10-21 Provost Dan Anordnung zwischen einem drehmomentwerkzeug und befestigungselemen zur messung von drehmomenten und anzugswinkeln
DE102012024264A1 (de) 2012-12-12 2014-06-12 Hottinger Baldwin Messtechnik Gmbh Drehmomentsensor
US9612171B2 (en) 2014-11-06 2017-04-04 ATESTO GmbH Torque-measuring shaft
DE102014017410A1 (de) 2014-11-06 2016-05-12 GIF Gesellschaft für Industrieforschung mbH Drehmomentmesswelle
DE102016012324A1 (de) * 2016-10-17 2018-04-19 Franka Emika Gmbh Drehmomentsensorvorrichtung und Verfahren zum Erfassen von Drehmomenten
US11408786B2 (en) 2018-03-29 2022-08-09 Nidec Copal Electronics Corporation Torque sensor

Also Published As

Publication number Publication date
DE19525231B4 (de) 2004-03-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1074826B1 (de) Drehmomentsensor
EP2395335B1 (de) Drehmoment-Aufnehmer mit U-Profil-Steg
DE19525231A1 (de) Drehmomentsensor
EP2411779B1 (de) Drehmomentsensor
DE69825843T2 (de) Vorrichtung zur Messung des Axialschubs in einer drehenden Welle
DE112007003595B4 (de) Drehmomentmessflansch
DE3611336A1 (de) Kraft-drehmoment-fuehler
DE3916314C2 (de)
DE112020001152T5 (de) Kraft-/drehmomentsensor mit schlangen- oder spiralförmigen verformbaren trägern und überlastträgern
DE102012024264B4 (de) Drehmomentsensor
DE102018129119A1 (de) Fahrwerksaktuator für eine Hinterachslenkung
WO2011104291A1 (de) Kraftmess-hülse sowie mess- und berechnungsverfahren
EP0442091B1 (de) Messeinrichtung zur Bestimmung des Drehmoments eines rotierenden oder feststehenden Maschinenenteils
DE112022006295T5 (de) Zahnradvorrichtung und sensorinstallationselement
WO1997009221A1 (de) Lenkventil
WO2005021368A1 (de) Sensorträger
DE3241850C2 (de) Kraftmeßvorrichtung
EP0535181A1 (de) Resolver.
DE10151561B4 (de) Kraftsensor
DE102016110577B4 (de) Passfeder zur Bestimmung eines übertragenen Drehmomentes
EP0800064B1 (de) Stabförmige Wägezelle
EP0290651B1 (de) Ringkraftaufnehmer
DE102022207172A1 (de) Aussenverzahnung, wellenuntersetzungsgetriebe und roboter
DE10055933A1 (de) Aufnehmer zum Messen von Belastungen
EP4139645B1 (de) Drehmomentsensor mit radialelastischem materialabschnitt

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
8364 No opposition during term of opposition
R082 Change of representative

Representative=s name: SCHWEIZER, JOACHIM, DIPL.-ING., DE

R071 Expiry of right