DE19525231A1 - Drehmomentsensor - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Drehmomentsensor mit zwei in
axialem Abstand angeordneten Flanschen, die über mehrere
sich axial erstreckende Stege miteinander verbunden sind,
wobei die Stege Scherkraft-Meßwertaufnehmer in Form von
Dehnungsmeßstreifen aufweisen.
Bei diesen und ähnlichen Sensoren wird die elastische Ver
formung eines im Vergleich zu den übrigen an der Kraftüber
tragung beteiligten Bauteilen schwach ausgebildetem Ele
ments gemessen und zur Bestimmung der die Verformung bewir
kenden Kraft benutzt.
Bei einem aus der EP 0 575 634 A1 bekannten Drehmomentsen
sor sind die Verformungsbereiche in sich radial oder axial
zwischen zwei Anschlußflanschen erstreckenden Stegen unter
gebracht, wobei pro Steg jeweils zwei Meßwertaufnehmer zur
Ermittlung der Biegedehnung vorgesehen sind und durch eine
geeignete Brückenschaltung dafür gesorgt werden soll, daß
Querkräfte, Quermomente unterschiedliche Momenteinleitung
und ungleichmäßiges Verschrauben möglichst weitgehend kom
pensiert werden. Der bekannte Drehmomentsensor soll sich
außerdem durch ein geringes Massenträgheitsmoment und hohe
Meßempfindlichkeit auszeichnen.
Es hat sich jedoch herausgestellt, daß derartige Drehmo
mentsensoren neben der bei der Messung von Biegedehnungen
bekannten Empfindlichkeit gegen die Einflüsse von Längs-
und Querkräften den Nachteil aufweisen, daß bei hohen Dreh
zahlen eine Nullpunktverschiebung auftritt, die mit ver
tretbarem Aufwand nicht zu kompensieren ist.
Bei einem Drehmomentsensor gemäß DE-OS 42 08 522 werden
nicht Biegedehnungen, sondern Scherkräfte gemessen, was ihn
relativ unempfindlich gegen störende Einflüsse macht. Aber
auch hier wurde festgestellt, daß bei hohen Drehzahlen eine
Verschiebung des Nullpunktes eintritt, wodurch das Meßer
gebnis verfälscht wird. Bei dieser Art von Drehmomentauf
nehmern ist der äußere Flansch in Bezug auf das zu übertra
gende Drehmoment stets überdimensioniert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Drehmoment
sensor zu schaffen, der gute Meßgenauigkeit mit großer
Unempfindlichkeit gegen Störkräfte verbindet, der nur eine
geringe Massenträgheit aufweist und sich leicht in Wellen
stränge einbauen läßt und der insbesondere auch zur Messung
großer Drehmomente bei hohen Drehzahlen geeignet ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Drehmomentsensor der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Stege
wenigstens eine im wesentlichen auf einer gemeinsamen, zu
den Flanschen koaxialen Zylinderfläche liegende Fläche
haben und daß die Dehnungsmeßstreifen auf dieser Fläche
angeordnet sind.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Ver
schiebung des Nullpunktes bei hohen Drehzahlen mit den auf
die Dehnungsmeßstreifen zusätzlich wirkenden Zentrifugal
kräften zusammenhängt, die sich bei radial angeordneten
Dehnungsmeßstreifen unterschiedlich auf die einzelnen
Abschnitte der Dehnungsmeßstreifen auswirken und daher zu
Meßfehlern führen. Werden hingegen die Dehnungsmeßstreifen
auf einer zu den Flanschen koaxialen Zylinderfläche ange
ordnet, unterliegen alle Abschnitte der Dehnungsmeßstreifen
der gleichen Zentrifugalkraft und es werden keine drehzahl
bedingten Nullpunktverschiebungen mehr beobachtet. Umfang
reiche Meßreihen haben gezeigt, daß die radial erstreckte
Anordnung der Dehnungsmeßstreifen die Ursache der festge
stellten Meßfehler ist und daß bei einer Anordnung der Deh
nungsmeßstreifen auf einer Zylinderfläche, gegebenenfalls
auch auf einem schmalen tangential zu einer Zylinderfläche
verlaufenden Oberflächenabschnitt einwandfreie Meßergeb
nisse über den gesamten vorgesehenen Drehzahlbereich
erreicht werden können.
Als besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, wenn die
Stege in axialer Richtung gesehen einen vorzugsweise nach
außen offenen U-förmigen Querschnitt aufweisen und wenn die
Dehnungsmeßstreifen auf der radial innenliegenden Fläche
des U-förmigen Querschnitts angeordnet sind. Die Stege kön
nen so mit der erforderlichen Formsteifigkeit und mit
geringem fertigungstechnischen Aufwand hergestellt werden
und besitzen einen praktisch nur durch Scherkräfte bean
spruchten Meßbereich, auf dem die Dehnungsmeßstreifen ange
bracht werden können, ohne daß die Haftverbindung der Deh
nungsmeßstreifen durch Zentrifugalkräfte belastet wird. Der
U-förmige Querschnitt der Stege sorgt weiterhin für eine
hohe Formsteifigkeit in radialer Richtung bei vergleichs
weise hoher Scherkraftempfindlichkeit.
Für bestimmte Anwendungsfälle kann es auch wünschenswert
sein, wenn der Bereich, auf dem die Dehnungsmeßstreifen
angeordnet werden, von außen zugänglich ist. Hierzu können
die Dehnungsmeßstreifen auch auf der radial außenliegenden
Fläche des U-förmigen Querschnitts angeordnet werden, wobei
die Haftverbindung so auszulegen ist, daß sie auch den Zen
trifugalkräften standhält.
Im allgemeinen genügt es, wenn drei Stege zur Verbindung
der Flansche vorgesehen werden. Man kann aber auch vier
oder mehr Stege vorsehen und damit die Auswahlmöglichkeiten
für die Brückenschaltungen vergrößern. Außerdem kann man
über die Anzahl der Stege Einfluß nehmen, auf das Verhält
nis von Formsteifigkeit und elastischer Verformung und den
erfindungsgemäßen Drehmomentsensor sehr gut an die ver
schiedenen Anwendungsfälle anpassen.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausführung des Erfindungsgedankens
ist vorgesehen, daß die Stege durch Spanende Bearbeitung
aus einem mit den beiden Flanschen einstückig ausgebildeten
und zwischen ihnen liegenden Ring herausgearbeitet sind,
der durch eine innere und eine äußere, mit den Flanschen
koaxiale Zylinderfläche begrenzt ist.
Im Rohzustand sind die beiden Flansche über den gesamten
Ring miteinander verbunden. Dieser Ring wird dann spanend,
vorzugsweise durch Fräsen und Drehen bearbeitet, so daß die
Flansche schließlich nur noch über die Stege miteinander
verbunden sind, deren für die Kraftübertragung verbleiben
der Querschnitt sehr genau bearbeitet werden kann.
Da man die Flansche im allgemeinen möglichst steif ausbil
den will, ist es vorteilhaft, wenn der Ring durch im Ver
gleich zu seiner axialen Gesamterstreckung zwischen den
Flanschen schmale, parallel und äquidistant zu den Flan
schen verlaufende Schlitze aufgetrennt wird, die endseitig
Querabschnitte aufweisen, die sich in axialer Richtung bis
an die Innenseiten der Flansche erstrecken. Auf diese Weise
werden zwischen den Querabschnitten von zwei benachbarten
Schlitzen Stege gebildet, die durch spanende Bearbeitung im
Querschnitt weiter reduziert werden können. Dabei wird
zweckmäßigerweise eine Ausnehmung erzeugt, die zusammen mit
der inneren und äußeren Zylinderfläche des Rings und den
endseitigen Querabschnitten den in axialer Richtung gesehen
U-förmigen Querschnitt der verbleibenden Stege begrenzt.
Die radial innenliegende Fläche des U-förmigen Querschnit
tes ist Teil einer Zylinderfläche, die durch drehende Bear
beitung sehr genau entsprechend Durchmesser- und Rauhig
keitsvorgaben gefertigt werden kann. Sie wird bevorzugt zur
Anbringung der Dehnungsmeßstreifen benutzt. Die radial
außen liegende Fläche des U-förmigen Querschnitts hingegen
ist fertigungsbedingt eine tangential zu einer Zylinderflä
che verlaufende Ebene, die in Umfangsrichtung jedoch nur
schmal ist, so daß sich geringfügige Unterschiede des
radialen Abstands von der Drehachse nicht negativ auf das
Meßergebnis auswirken, wenn die Dehnungsmeßstreifen, z. B.
aus Gründen der Zugänglichkeit, auf dieser Fläche angeord
net werden.
Die endseitigen Querabschnitte der Schlitze weisen an den
Innenseiten der Flansche eine halbkreisförmige Begrenzung
auf. Ebenso die sich beidseitig bis an die Innenseite der
Flansche erstreckenden Ausnehmungen in den Stegen. Auf
diese Weise werden Kerbspannungen vermieden und der Kraft
linienfluß am Übergang von den Flanschen auf die Stege
optimiert.
Eine sehr einfache Ausgestaltung erhält man, wenn die
radial innenseitige, zylindrische Begrenzung eines Flan
sches oder beider Flansche und die innere Zylinderfläche
des Rings den gleichen Durchmesser haben. Die dadurch
gebildete, stufenlose innere Zylinderfläche kann dann in
einem Arbeitsgang hergestellt und leicht durch Schleifen
nachbehandelt werden. Die Bereiche für das Anbringen der
Dehnungsmeßstreifen sind sehr gut zugänglich.
Will man jedoch die Steifigkeit der Flansche des Drehmo
mentsensors erhöhen, so kann vorgesehen werden, daß die
radial innenseitige Begrenzung des Flansches von einer
Zylinderfläche gebildet wird, deren Radius kleiner ist als
der Radius der inneren Zylinderfläche des Rings. Dabei ist
der Unterschied der Radien frei wählbar und an die jeweili
gen Anforderungen anpaßbar. Die Zugänglichkeit der Bereiche
für das Anbringen der Dehnungsmeßstreifen wird verschlech
tert, die Gefahr einer Beschädigung jedoch verringert. Vor
zugsweise ist der Drehmomentsensor in bezug auf eine
radiale Ebene symmetrisch ausgebildet. Insbesondere tempe
raturbedingte Meßfehler können hierdurch beseitigt werden.
Man kann den Drehmomentsensor auch so ausführen, daß ein
Flansch als geschlossene, zylindrische Scheibe, d. h. ohne
radial innenseitige Begrenzungsfläche ausgebildet ist. Der
scheibenförmige Flansch kann, z. B. als Abschirmung der im
Drehmomentsensor angeordneten Elektronik dienen, die
dadurch hinsichtlich ihrer elektromagnetischen Verträglich
keit entscheidend verbessert wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei
spielen näher erläutert, die in der Zeichnung dargestellt
sind. Es zeigen
Fig. 1 eine Ausführungsform eines Drehmomentsensors in
perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 einen Axialschnitt durch den Drehmomentsensor
gemäß Fig. 1 mit vergrößert dargestelltem
Detail,
Fig. 3 einen Radialschnitt durch den Drehmomentsensor
gemäß Fig. 1 mit vergrößert dargestelltem
Detail,
Fig. 4 eine perspektivische Axialschnittdarstellung
eines Drehmomentsensors mit außenliegenden Deh
nungsmeßstreifen und vergrößert dargestelltem
Detail,
Fig. 5 eine perspektivische Radialschnittdarstellung des
Drehmomentsensors gemäß Fig. 4 mit vergrößert
dargestelltem Detail,
Fig. 6 einen Axialschnitt durch einen Drehmomentsensor
mit nach innen über die Stege hinaus ragenden
Flanschen und vergrößert dargestelltem Detail und
Fig. 7 einen Axialschnitt durch einen Drehmomentsensor
mit einem geschlossenen Flansch und vergrößert
dargestelltem Detail.
Der Drehmomentsensor gemäß den Fig. 1 bis 3 besteht aus
einem vorderen Flansch 1 und einem hinteren Flansch 2 mit
den üblichen, nicht näher bezeichneten Bohrungen für den
Anschluß an ein System zur Übertragung eines Drehmoments.
Die beiden gleichdimensionierten Flansche 1 und 2 sind über
Stege 3 miteinander verbunden, auf denen Dehnungsmeßstrei
fen 4 angeordnet sind. Die Dehnungsmeßstreifen 4 befinden
sich auf der radial innenliegenden Fläche 5 der Stege 3,
der Teil einer zur Drehachse koaxialen, die Flansche 1, 2
radial nach innen begrenzenden Zylinderfläche 9 ist. Zwi
schen der Fläche 5 und radial außenliegenden Flächen 6
befinden sich eine als Membranen 7 bezeichnete Wände, die
bei der Drehmomentübertragung zwischen den Flanschen 1 und
2 auf Scherung beansprucht werden. Die Scherspannung läßt
sich am besten ermitteln, wenn die Dehnungsmeßstreifen 4
unter einem Winkel von 45° zur Längsachse des Steges 3
angebracht sind.
Die Stege 3 sind Teile eines Rings 8, der einstückig mit
den Flanschen 1 und 2 ausgebildet ist und im unbearbeiteten
Zustand eine in sich geschlossene, massive Verbindung zwi
schen den Flanschen 1 und 2 darstellt. Im Ausführungsbei
spiel gemäß den Fig. 1 bis 3 bildet die Zylinderfläche 9
die radial innenliegenden Begrenzung des Rings 8 und der
Flansche 1 und 2, so daß eine durchgehende, innere Zylin
derfläche vorliegt, die durch Drehen und Schleifen gut zu
bearbeiten ist. Nach außen wird der Ring 8 durch eine
Zylinderfläche 10 begrenzt, die gegenüber dem äußeren Rand
der Flansche 1 und 2 so weit zurückspringt, wie es für die
Anordnung der Anschlußbohrungen bzw. der Verschraubungen
erforderlich ist.
Der Ring 8 ist durch vier schmale, parallel und äquidistant
zu den Flanschflächen verlaufende Schlitze 11 aufgetrennt,
die endseitig Querabschnitte 12 aufweisen, die sich bis an
die Innenseiten der Flansche 1 und 2 erstrecken. Damit ver
bleiben für die Drehmomentübertragung zwischen den Flan
schen 1 und 2 nur noch die Stege 3 zwischen den Querab
schnitten 12 zweier benachbarter Schlitze 11 übrig. Die
Stege 3 können durch entsprechende Schlitzführung auf jede
gewünschte Breite in Umfangsrichtung eingestellt werden.
Zur Erzielung eines günstigen Verhältnisses zwischen Form
steifigkeit und Scherempfindlichkeit sind aus den Stegen 3
radial von außen Ausnehmungen 13 herausgearbeitet, wodurch
die Stege 3 einen nach außen offenen U-förmigen Querschnitt
erhalten. Die Dicke der Schenkel 14 des U-förmigen Quer
schnitts und die Dicke der elastisch verformbaren Membran 7
zwischen der Fläche 5 und den Flächen 6 kann durch spanab
hebende Bearbeitung an alle maßlichen Anforderungen ange
paßt werden.
Aus den perspektivischen Darstellungen des Drehmomentsen
sors in den Fig. 4 und 5 sind weitere Einzelheiten
ersichtlich. Insbesondere kann man sehen, daß sowohl die
Querabschnitte 12 der Schlitze 11 wie auch die Ausnehmungen
13 bis an die Innenseiten der Flansche 1 und 2 reichen und
dort halbkreisförmig begrenzt sind. Damit wird die Kraft
einleitung von den relativ starren Flanschen 1 und 2 in die
relativ "weichen" Stege 3 vergleichmäßigt und allzu starke
Verdichtungen des Kraftlinienverlaufs und Kerbspannungen
werden vermieden.
In den vergrößert dargestellten Details der Fig. 4 und 5
ist eine Anordnung der Dehnungsmeßstreifen 4 auf den außen
liegenden Flächen 6 des U-förmigen Querschnitts 7 gezeigt,
die für Anwendungsfälle in Betracht kommen kann, bei denen
die Zugänglichkeit von außen im Vordergrund steht. Da die
Fläche 6 in der Ausnehmung 13 mit vertretbarem Aufwand nur
als ebene tangentiale Fläche hergestellt werden kann, erge
ben sich für die Abschnitte der Dehnungsmeßstreifen 4
geringfügige Abweichungen im Abstand zur Drehachse, die
sich meßtechnisch allerdings nicht nennenswert auswirken.
Wegen der zusätzlichen Belastung der Haftung zwischen dem
Dehnungsmeßstreifen 4 und der Fläche 6 wird man diese
Anordnung jedoch nur dann anwenden, wenn die Anordnung der
Dehnungsmeßstreifen 4 auf den inneren Flächen 5 nicht mög
lich ist.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Abwandlung des Drehmomentsen
sors sind die Flansche 1, 2 radial nach innen durch Zylin
derflächen 15, 16 begrenzt, die einen kleineren Radius
haben als die Zylinderfläche 9. Hierdurch ergibt sich bei
gleichen Außenabmessungen eine größere Steifigkeit der
Flansche 1, 2 und die Dehnungsmeßstreifen 4 sind durch die
nach innen vorspringenden Abschnitte der Flansche 1, 2
geschützt.
Fig. 7 zeigt eine Variante eines Drehmomentsensors, bei
der der Flansch 2 als geschlossene, zylindrische Scheibe 17
ausgebildet ist. Dies kann zur einer elektromagnetischen
Abschirmung der Dehnungsmeßstreifen vorteilhaft sein.
Bei den beschriebenen Drehmomentsensoren sind die Dehnungs
meßstreifen 4 auf einer koaxialen Zylinderfläche angeordnet
und können deswegen keine drehzahlabhängige Verschiebung
des Nullpunktes bewirken. Außerdem unterliegen die zur Mes
sung herangezogenen Materialbereiche ausschließlich den vom
Drehmoment abhängigen Spannungen, wodurch praktisch alle
parasitären Einflüsse auf das Meßergebnis ausgeschlossen
werden können. Die erfindungsgemäßen Drehmomentsensoren
können für alle zu messenden Drehmomente ausgelegt und mit
allen denkbaren Brückenschaltungen ausgestattet werden. Sie
sind problemlos in Wellenstränge einzubauen und können, mit
einer großen Mittelbohrung ausgestattet, auch gut als Reak
tionsmomentaufnehmer, beispielsweise in Rührwerken verwen
det werden. Die Drehmomentsensoren bauen kurz und haben ein
geringes Massenträgheitsmoment.
Claims (11)
1. Drehmomentsensor mit zwei in axialem Abstand angeordne
ten Flanschen (1, 2), die über mehrere sich axial
erstreckende Stege (3) miteinander verbunden sind,
wobei die Stege Scherkraft-Meßwertaufnehmer in Form von
Dehnungsmeßstreifen (4) aufweisen, dadurch gekennzeich
net, daß die Stege (3) wenigstens eine im wesentlichen
auf einer gemeinsamen, zu den Flanschen (1, 2) koaxia
len Zylinderfläche liegende Fläche (5, 6) haben und daß
die Dehnungsmeßstreifen (4) auf dieser Fläche (5, 6)
angeordnet sind.
2. Drehmomentsensor nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Stege (3) in axialer Richtung
gesehen einen vorzugsweise nach außen offenen, U-förmi
gen Querschnitt aufweisen und daß die Dehnungsmeß
streifen (4) auf der radial inneren Fläche (5) des
Scheitels (7) des U-förmigen Querschnitts angeordnet
sind.
3. Drehmomentsensor nach Anspruch 2, jedoch mit der Maß
gabe, daß die Dehnungsmeßstreifen (4) auf der radial
äußeren Fläche (6) des Scheitels (7) des U-förmigen
Querschnitts angeordnet sind.
4. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß in symmetrischer Anordnung
vier Stege (3) vorgesehen sind.
5. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (3) durch spa
nende Verfahren aus einem mit den beiden Flanschen (1,
2) einstückig ausgebildeten und zwischen ihnen liegen
den Ring (8) herausgearbeitet sind, der durch eine
innere und eine äußere, mit den Flanschen koaxiale
Zylinderfläche (9, 10) begrenzt ist.
6. Drehmomentsensor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß der Ring (8) parallel und äquidistant zu den
Flanschen (1, 2) verlaufende Schlitze (11) mit endsei
tigen Querabschnitten (12) aufweist, die sich in axi
aler Richtung bis an die Innenseiten der Flansche (1,
2) erstrecken, wobei die Querabschnitte (12) von zwei
benachbarten Schlitzen (11) zwischen sich einen Steg
(3) einschließen, in dem eine Ausnehmung (13) erzeugt
ist, die zusammen mit den inneren und äußeren Zylinder
flächen (9, 10) des Rings (8) und den endseitigen Quer
abschnitten (12) den in axialer Richtung gesehen U-för
migen Querschnitt des verbleibenden Steges (3)
begrenzt.
7. Drehmomentsensor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß die endseitigen Querabschnitte (12) der
Schlitze (11) an den Innenseiten der Flansche (1, 2)
eine halbkreisförmige Begrenzung aufweisen.
8. Drehmomentsensor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß sich die Ausnehmung (13) beidseitig bis an die
Innenseite der Flansche (1, 2) erstreckt und dort eine
halbkreisförmige Begrenzung aufweist.
9. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die radial innenseitige
zylindrische Begrenzung eines Flansches (1, 2) und die
innere Zylinderfläche (9) des Rings (8) den gleichen
Radius haben.
10. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß er in Bezug auf eine
radiale Ebene symmetrisch ausgebildet ist.
11. Drehmomentsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Flansch (2) als
geschlossene, zylindrische Platte ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995125231 DE19525231B4 (de) | 1995-07-11 | 1995-07-11 | Drehmomentsensor |
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Publications (2)
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| DE19525231A1 true DE19525231A1 (de) | 1997-01-23 |
| DE19525231B4 DE19525231B4 (de) | 2004-03-04 |
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ID=7766544
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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